DE1534618B1 - Getriebezimmerung fuer Stollen oder Brunnen - Google Patents
Getriebezimmerung fuer Stollen oder BrunnenInfo
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- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21D—SHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
- E21D9/00—Tunnels or galleries, with or without linings; Methods or apparatus for making thereof; Layout of tunnels or galleries
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Description
Derartige Getriebezimmerungen haben den Zweck,
abnehmende Länge aufweisen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt
Fig. 1 in Längsrichtung des Stollens gesehen einen Profilstahlrahmen, der mit Führungshülsen für die
in das Erdreich einzutreibenden Vortriebspfähle versehen ist, unter Andeutung der Pfahlachsen,
F i g. 2 einen Längsschnitt durch eine Getriebe
einen Stollen oder Brunnen in losem Erdreich ab- io rial- und Arbeitseinsparung die Vortriebspfähle eine
schnittsweise vorzutreiben, ohne daß von oben und unterschiedliche, vom Stollenfirst bis zur Stollensohle
von der Seite her Erde nachrutscht. Die Vortriebspfähle werden dabei in der Kontur des auszuhebenden
Stollens oder Brunnens mit geringem Abstand
voneinander unter geringer Neigung nach außen 15
gegenüber der Stollen- oder Brunnenachse in das
Erdreich eingetrieben, wodurch das von den Vortriebspfählen umfaßte Erdreich ausgetragen wird. Die
Vortriebspfähle bilden dabei einen Schild, der ein
voneinander unter geringer Neigung nach außen 15
gegenüber der Stollen- oder Brunnenachse in das
Erdreich eingetrieben, wodurch das von den Vortriebspfählen umfaßte Erdreich ausgetragen wird. Die
Vortriebspfähle bilden dabei einen Schild, der ein
Nachrutschen von Erde verhindert. Anschließend 20 Zimmerung nach der Erfindung,
wird ein weiterer Schild von Vortriebspfählen über Fig. 3 die Draufsicht auf eine Getriebezimmerung
den vorher gesetzten Schild hinaus vorgetrieben und nach der Erfindung,
das davon umfaßte Erdreich ausgetragen; diese Vor- F i g. 4 im Schnitt einen Profilrahmen mit einem
gänge werden so lange wiederholt, bis der Stollen Satz Vortriebspfählen, die in Anpassung an den Win-
oder Brunnen die vorgesehene Länge bzw. Tiefe er- 25 kel der inneren Reibung des Bodens unterschiedliche
reicht hat. Länge aufweisen, und
Bei einer bekannten Getriebezimmerung (vgl. Carl
Außendorf, »Tunnelbau«, Berlin, 1955, S. 51 bis 55) bestehen beträchtliche Schwierigkeiten dabei,
die Vortriebspfähle ausgerichtet und gleichmäßig divergierend in das Erdreich einzutreiben, derart,
daß ζ. B. die einzelnen in einer Richtung hintereinanderliegenden Vortriebspfähle jeweils in die richtige
Lage parallel zum letzten Pfahl kommen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine 35 durch eine Schwelle 7, die ebenfalls aus Profilstahl
Getriebezimmerung zu schaffen, welche bei ihrer besteht, geschlossen. Die Rahmen sind auf die geErstellung
in dieser Hinsicht keine Schwierigkeiten samte Profillänge mit Löchern versehen, in denen die
bereitet, so daß mit minimalem Material- und Ar- Führungshülsen 8 befestigt sind. Diese dienen der
beitsaufwand stets eine möglichst genaue Ausrichtung Aufnahme von vorzugsweise hohlen Vortriebspfählen
der einzelnen vorgetriebenen Pfähle gewährleistet ist. 40 aus hartem Stahl, wobei die Führungshülsen zur
Diese Aufgabe wird erfindungsgsmäß dadurch ge- Ebene des Rahmens eine solche Neigung haben, daß
löst, daß bei einer Getriebezimmerung der eingangs die Vortriebspfähle, die sie durchgreifen und von
angegebenen Art die Profilstahlrahmen mit in Vor- ihnen geführt werden, beispielsweise unter einem
triebsrichtung unter einem kleinen Winkel nach Winkel von 11° zur Längsachse des Stollens in das
außen geneigten Führungshülsen versehen sind, in 45 Erdreich eingetrieben werden. Die Spitzen der Vordenen
die zugeordneten, nadelartig ausgebildeten triebspf ahle bilden daher eine vergrößerte Kontur des
Vortriebspfähle längsverschiebbar sind. Rahmens.
Das Ein- bzw. Vortreiben der einen das Erdreich Aus später noch zu erläuternden Gründen sind die
abstützenden Schild bildenden Vortriebspfähle erfolgt Führungshülsen der folgenden Rahmen jeweils auf
auf diese Weise von selbst in dem gewünschten Win- 50 Lücke gesetzt,
kel zur Stollenachse. Die in den F i g. 2, 3 und 4 dargestellten Vortriebs-
Um die Wirkung der durch die Vortriebspfähle pfähle 10, 10 a, 10 b usw. sind aus einem für den
gebildeten Schilde gegen das andrückende Erdreich Zweck geebneten Spezialstahl hergestellt und vorweiterzuverbessern,
können die Führungshülsen be- zugsweise mit einem angespitzten und geschlossenen
nachbarter Profilstahlrahmen auf Lücke gesetzt sein. 55 Ende versehen. Die zylindrischen Wandungen der
Zur Erzielung eines festen Aufbaues können, wie hohlen Vortriebspfähle sind gemäß Fig. 5 mit den
F i g. 5 in vergrößerter Darstellung die Spitze eines Vortriebspfahles, der für den Austritt eines flüssigen
Bodenverfestigungsmittels mit Löchern versehen ist.
Die Hauptelemente der Getriebezimmerung sind Profilstahlrahmen, von denen einer in Fig. 1 mit 6
bezeichnet ist. Im Ausführungsbeispiel handelt es sich um ein I-Profil. Die Rahmen sind in der gewünschten
Form und Größe vorgefertigt und unten
es an sich bereits aus der oben angegebenen Literaturstelle bekannt ist, zwischen den Profilstahlrahmen
und den jeweils im zuvor gesetzten Profilstahlrahmen geführten Vortriebspfählen Keile angeordnet sein.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung können die Vortriebspfähle hohl sein und
in ihrer Wandung mit schräg nach hinten und außen geneigten Löchern für den Durchtritt eines durch
Löchern 12 versehen. Die Löcher sind zur Pfahlachse
geneigt, und zwar entgegengesetzt zur Vortriebsrichtung des Pfahles.
Wenn in die Vortriebspfähle 10 eine Flüssigkeit
unter Druck eingeleitet wird, beispielsweise Zementleim, eine Bentonitaufschwemmung oder ein anderes
für den Zweck geebnetes Bodenverfestigungsmittel, so tritt die Flüssigkeit unter Druck aus den Löchern
den Pfahlhohlraum zugeleiteten Bodenverfestigungs- 65 12 der Vortriebspfähle aus, dringt in das diese um-
mittels versehen sein. Auf diese Weise besteht ins- gebende Erdreich ein, verfestigt es und verhindert
besondere bei sehr losem oder feinkörnigem Erdreich ein Nachrutschen von Boden,
die Möglichkeit, durch die Vortriebspfähle z. B. Das Auffahren eines Stollens geht folgendermaßen
vor sich: Am Stolleneingang wird der in F i g. 1 dargestellte
Rahmen 6 aufgestellt. Darauf wird in jede Führungshülse 8 des Rahmens ein Vortriebspfahl 10
eingesetzt, der durch Druck oder durch einen Drehantrieb, so wie in den Fig. 2, 3 und 4 dargestellt, in
das Erdreich eingetrieben wird.
Nach dem Eintreiben der Vortriebspfähle wird das Erdreich vor dem Rahmen innerhalb des durch die in
die Erde eingetriebenen Vortriebspfähle 10 gebildeten
Schildes ausgeschachtet. Das Ausschachten erfolgt in einem Abschnitt, der dem Abstand entspricht, mit
welchem die einzelnen Rahmen zueinander angeordnet werden sollen. Darauf wird ein zweiter Rahmen
6 a gesetzt. In diesem Falle ist der Abstand zwischen den beiden Rahmen wesentlich kleiner als die Länge
der Vortriebspfähle 10; keinesfalls darf der Abstand die Pfahllänge übersteigen. Der Rahmen 6 a wird in
genauer Lage durch die Keile 13 a festgelegt. Die Keile verbinden den Rahmen mit den daran vorbeigeführten
Vortriebspfählen. Zur Befestigung der Keile 13a, 136, 13c können die in Fig. 2 mit 14c
bezeichneten Bolzen vorgesehen sein.
Danach werden weitere Pfähle 10 α in die ihnen zugeordneten
Führungshülsen 8 a eingesetzt und in das dahinterliegende Erdreich eingetrieben.
Nun wird ein weiterer Stollenabschnitt ausgehoben, und zwar so weit, als es dem gewünschten Abstand
zum Aufstellen eines weiteren Rahmens 6 b entspricht. Der Vorgang wiederholt sich in gleicher Weise
längs des ganzen Stollens.
Natürlich richten sich die Abmessungen und der Abstand der Pfähle sowie der Abstand der Rahmen
nach der Art des Bodens, in dem der Stollen aufgefahren werden soll. Die Länge der Pfähle beträgt
im allgemeinen etwa 2,50 m; der Abstand der Achsen 9 (Fig. 1) der Pfähle liegt im allgemeinen
bei etwa 10 oder 15 cm. Der Abstand zweier Rahmen kann je nach den Bodenverhältnissen 1 bis 2 m betragen.
Alle Maße sind nur als Beispiel angegeben und können selbstverständlich den Erfordernissen
entsprechend geändert werden.
Auch der Durchmesser der einzelnen Pfähle kann den Bodenverhältnissen entsprechend unterschiedlich
sein. Die Pfähle selbst können massiv sein, sind vorzugsweise jedoch gemäß F i g. 5 hohl ausgebildet. Die
Pfähle sind mit der Spitze 11 versehen, die zur Erzielung der erforderlichen Härte in entsprechender
Weise vergütet ist.
Aus den F i g. 2 und 3 wird deutlich, wie die Vortriebspfähle 10, 10 α, 10 b teilweise übereinanderlie-
gen. Sie bilden zwei oder gegebenenfalls drei übereinanderliegende
Schilde, die auch bei sehr lockerem Boden eine gute Abstützung für diesen bilden.
In der Fig. 2 sind weiterhin Verkleidungsplatten
15 a, ISb der späteren Stollenauskleidung dargestellt.
Die F i g. 4 gibt eine Sonderausführung wieder, bei der die Pfähle 10, die in die Führungshülsen 8 des
Rahmens 6 eingesteckt sind, eine unterschiedliche Länge aufweisen. Die Länge der Pfähle nimmt vom
First zum unteren Abschnitt der Seitenwandungen des Stollens hin allmählich ab, weil es die Bodenverhältnisse
in diesem Fall gestatten, d. h., weil der Boden im unteren Abschnitt des Stollens keine so starke Abstützung
erfordert. Die Längenunterschiede nach F i g. 4 zwischen den Pfählen 10 im Stollenfirst und
den unteren Pfählen 10' hängen von dem Winkel ab, unter dem das Erdreich in dem betreffenden Fall zu
rutschen anfängt. Auf diese Weise wird eine Einsparung von Material, aus dem die Pfähle gefertigt sind,
sowie auch eine Arbeitseinsparung erzielt, da das Eintreiben eines kurzen Pfahles leichter und weniger
aufwendig ist als das Eintreiben eines langen.
Wenn mittels der Getriebezimmerung nach der Erfindung ein Brunnen ausgeschachtet werden soll, verwendet
man Rahmen runder, quadratischer, rechteckiger oder dergleichen Form. Die Pfähle bzw. die
Führungshülsen sind gleichmäßig über den Umfang des Rahmens verteilt. Das Eintreiben der Pfähle in
das Erdreich durch die Führungshülsen des betreffenden Rahmens hindurch erfolgt in ähnlicher Weise wie
beim Auffahren eines Stollens.
Claims (5)
1. Getriebezimmerung für Stollen oder Brunnen, bestehend aus in Bauwerkslängsrichtung mit
Abstand voneinander anzuordnenden Profilstahlrahmen, die dem Stollen- bzw. Brunnenumriß
etwa angepaßt sind, und aus Vortriebspfählen, die jeweils unter Führung an einem der Profilstahlrahmen
divergierend in das Erdreich eingetrieben werden, dadurch gekennzeichnet, daß
die Profilstahlrahmen (6, 6 a, 6 b, 6 c) mit in Vortriebsrichtung unter einem kleinen Winkel nach
außen geneigten Führungshülsen (8, 8 a, 8 b, 8 c) versehen sind, in denen die zugeordneten, nadelartig
ausgebildeten Vortriebspfähle (10,10 α, 10 V) längsverschiebbar sind.
2. Getriebezimmerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils die Führungshülsen benachbarter Profilstahlrahmen auf Lücke
gesetzt sind.
3. Getriebezimmerung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter
Weise zwischen den Profilstahlrahmen und den jeweils im zuvor gesetzten Profilstahlrahmen geführten
Vortriebspfählen Keile (13 a, 13 b, 13 c) angeordnet sind.
4. Getriebezimmerung nach einem der Ansprüchel bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Vortriebspfähle hohl sind und in ihrer Wandung mit schräg nach hinten und außen geneigten
Löchern (12) für den Durchtritt eines durch den Pfahlhohlraum zugeleiteten Bodenverfestigungsmittels
versehen sind.
5. Getriebezimmerung für einen Stollen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vortriebspfähle eine unterschiedliche, vom Stollenfirst bis zur Stollensohle
abnehmende Länge aufweisen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| IT1333565 | 1965-02-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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ID=11144382
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19651534618 Pending DE1534618B1 (de) | 1965-02-17 | 1965-04-13 | Getriebezimmerung fuer Stollen oder Brunnen |
Country Status (2)
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| DE (1) | DE1534618B1 (de) |
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