DE1531618C - Lüfterkopf - Google Patents

Lüfterkopf

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Publication number
DE1531618C
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DE
Germany
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float valve
fan head
float
valve
overflow pipe
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Gerhard 2057 Geesthacht Woisin
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Gesellschaft fuer Kernenergieverwertung in Schiffbau und Schiffahrt
Original Assignee
Gesellschaft fuer Kernenergieverwertung in Schiffbau und Schiffahrt
Publication date

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Description

Die Erfindung betrifft einen Lüfterkopf, insbesondere für die Lüftungs- bzw. Überlaufrohre von Hochtanks auf Schiffen, bei dem das über Deck befindliche Überlauf rohr um 180° umgebogen ist und in jedem seiner Teile mit vertikaler Strömungsrichtung ein Schnorchelventil in Form eines Schwimmerventils eingebaut ist, von denen das äußere das Eindringen des Seewassers und das innere, zwischen der Tankausfiüßöffnung und der 180°-Krümmung des Überlaufrohres angeordnete, in Überlaufrichtung schließende, das Auslaufen der Tankflüssigkeit verhindert.
Die Lüfterköpfe dienen dem praktisch drucklosen Entweichen der Luft beim Füllen der Tanks und dem Wiedereinströmen der Luft beim Entleeren. Sie werden so bemessen, daß beim Überfüllen der Tanks mit beispielsweise Ballastwasser ein Abfluß auf das Wetterdeck erfolgen kann.
Damit kein Seewasser von außen durch die Lüfterköpfe in die Tanks eindringen kann, sind diese üblicherweise mit einem selbstschließenden Schwimmerventil ausgestattet. Der Schwimmer, z. B. eine Kugel, wird vom statischen Auftrieb im über das Wetterdeck spülenden Wasser angehoben und besorgt dabei mit einer Dichtungskante den Abschluß. Die beim Entleeren der Tanks einströmende Luft ist dagegen nicht in der Lage, den Schwimmer anzuheben. Das Schwimmerventil befindet sich an dem der Tanköffnung abgewandten vertikalen Teil des Lüfterkopfes. .
Bei bekannten Lüfterköpfen besteht die Gefahr, daß von bestimmten Krängungs- und Trimmwinkeln ab die Ballastflüssigkeit von Hochtanks über die Überlaufrohre ausläuft. Dieser Effekt ist bei mittels Querflutkanälen verbundenen Tanks, insbesondere bei andauernden Schräglagen des Schiffes, vermehrt zu erwarten. Auf diese Weise entstehen in den Tanks große Flüssigkeitsoberflächen, die zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Schiffsstabilität führen.
Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist daher die Schaffung eines Lüfterkopfes, mit dem die Betriebsstabilität und die Leckstabilität des Schiffes nicht gefährdet werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß das innere Schwimmerventil mittels von außerhalb des Überlauf rohres zu betätigender Mittel in der geöffneten Stellung blockierbar ist.
Vorzugsweise ist ein weiteres Merkmal der Erfindung darauf gerichtet, daß der Schwimmer des inneren Schwimmerventils in der nichtaufgeschwommenen Stellung in einer einen ungehinderten Durchfluß ermöglichenden Stellung mit einem Korb od. dgl. in einem als stehender Zylinder ausgebildeten Ventilgehäuse abgestützt ist.
Zum Blockieren des Schwimmerventils in der OffcnstcHung dient vorzugsweise ein Schraubbolzen, der auf seinem aus dem Überlaufrohr herausragenden Ende eine abnehmbare Handkurbel trägt.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden ausführlichen Beschreibung und den Zeichnungen, in denen eine bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Lüfterkopfes beispielsweise veranschaulicht ist. lis zeigt ·
F i g. 1 die schumutischu, teilweise geschnittene Seitenansicht des Lüfterkopfes und
F i g. 2 eine zweite Möglichkeit, den Schwimmer in geöffneter Stellung zu blockieren.
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das Hauptdeck 1 hindurchragende Überlaufrohr 2 nicht unmittelbar mit dem schwanenhalsartig umgebogenen Ende 3 verbunden. Vielmehr ist dem schwanenhalsartigen Rohrende 3 ein Schwimmerventil 4 vorgeschaltet. Das Schwimmerventil 4 besteht aus einem zylindrischen Ventilgehäuse 5 und einem kugelförmigen Schwimmer 6, der im aufgeschwommenen Zustand die als Ventilsitz ausgebildete obere Anschlußöffnung 7 dichtend beaufschlagen kann. In der
ίο nichtaufgeschwommenen Stellung wird der kugelförmige Schwimmer 6 von einem dreiarmigen Korb 8 in einer Stellung gehalten, in der auch die untere Anschlußöffnung 9 des Ventilgehäuses 5 nicht beaufschlagt werden kann.
Im Normalzustand wird der kugelförmige Schwimmer 6 in der durch die Schwerkraft bedingten und durch den Korb 8 definierten Stellung verbleiben, so daß die Luft ungehindert aus dem Tank aus- und auch wieder eintreten kann. Dringt vom Tank her Wasser in das Ventilgehäuse 5 ein, so wird der kugelförmige Schwimmer 6 durch den statischen Auftrieb angehoben, bis er die obere Rohröffnung 7 dichtsetzt, wie es in der Zeichnung mit strichpunktierten Linien angedeutet ist. Ein Austreten von Wasser über das Überlaufrohr ist dann unmöglich gemacht.
Damit der Füllvorgang eines Hochtanks nicht behindert werden kann und das Überlaufrohr seine Funktion als Sicherheitsorgan ausüben kann, ist das Schwimmerventil blockierbar. Hierzu dient in F i g. 1 der durch die Wand des Gehäuses 5 hindurchgeführte Schraubbolzen 10, der mit einer abnehmbaren Handkurbel so weit eingedreht werden kann, daß er den kugelförmigen Schwimmer 6 in der Offenstellung des Ventils blockiert. Im blockierten Zustand kann die Kugel 6 nicht aufschwimmen und die Flüssigkeit bei •gefüllten Tanks unverändert aus dem Überlauf rohr austreten. Ein unzulässig hoher Druck kann daher beim Füllvorgang im Tank nicht auftreten. Nach dem Füllen des Tanks wird der Bolzen 10 wieder bis zu einem Anschlag herausgedreht.
Wenn jetzt bei krängendem Schiff das Ballastwasser oder eine sonstige Flüssigkeit aus dem Tank über das Überlaufrohr ansteigt, wird der kugelförmige Schwimmer 6 wieder gegen die Gehäuseöffnung 7 gedrückt, so daß! das Schwimmerventil 4 schließt und praktisch im Tank keine freien Oberflächen entstehen können.
Am freien Ende des Lüfterkopfes befindet sich hinter dem schwanenhalsähnlichen Abschnitt 3 das übliche Schwimmerventil, welches ein Eindringen des Seewassers von außen durch den Lüfterkopf verhindert. Dieses Schwimmerventil besteht in bekannter Weise aus einem zylindrischen Ventilgehäuse 12 und einem kugelförmigen Schwimmer 13, der sich in der Ruhestellung, d. h. im nichtaufgeschwommenen Zustand, auf einer Siebfläche 14 abstützt. Nur im aufgeschwommenen Zustand, der in der Zeichnung in strichpunktierten Linien angedeutet ist, verschließt die Kugel 13 die obere Ventilgehäuseöffnung 15, so daß ein Seewassereintritt verhindert wird. Das Gehäuse 12 ist an der Unterseite geöffnet.
Der Schwimmer kann auch elektromagnetisch blockiert werden. Eine Ausführung zeigt F i g. 2. Die Spule 16 zieht, wenn sie stromdurchflossen ist, den Eisenkern 17 und damit den mittels einer Stange 18 an ihm befestigten Teller 19, der die Schwimmerkugel 6 berührt, in eine Endstellung, daß der Schwimmer mich bei aufsteicendem Wasser nicht schließen
kann. Die Spule 16 ist mit angeschweißten Blechen 20 in dem im Schwanenhals endenden Rohr 3 befestigt. Eine elektromagnetische Blockade wird durch einen elektrischen Schalter, der die betroffenen Spulen auch zu mehreren gleichzeitig an den elektrischen S Strom anschließt oder von ihm wieder trennt, gesteuert. Ferner kann man mit demselben Schalter den Stromanschluß für die Lade- oder Ballastpumpen steuern, so daß eine Füllung des Tanks bei nicht in geöffneter Stellung blockierten Schwimmern 6 ausgeschlossen ist.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Lüfterkopf, insbesondere für die Lüftungsbzw. Uberlaufrohre von Hochtanks auf Schiffen, bei dem das über Deck befindliche Überlaufrohr um 180° umgebogen ist und bei dem in jedem seiner Teile mit vertikaler Strömungsrichtung ein Schnorchelventil in Form eines Schwimmerventils eingebaut ist, von denen das äußere das Eindringen des Seewassers und das innere, zwischen der Tankausflußöffnung und der 180°-Krümmung des Uberlaufrohres angeordnete, in Uberlaufrichtung schließende, das Auslaufen der Tankflüssigkeit verhindert, dadurch gekennzeichnet, daß das innere Schwimmerventil (4) mittels von außerhalb des Uberlaufrohres zu betätigender Mittel (10, 11) in der geöffneten Stellung blockierbar ist.
2. Lüfterkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwimmer (6) des inneren Schwimmerventils (4) in der nichtaufgeschwommenen Stellung in einer einen ungehinderten Durchfluß ermöglichenden Stellung mit einem Korb (8) od. dgl. in einem als stehender Zylinder ausgebildeten Ventilgehäuse (5) abgestützt ist.
3. Lüfterkopf nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Blockierung des Schwimmerventils (4) ein Schraubbolzen (6) dient, der auf seinem aus dem Überlaufrohr herausragenden Ende eine abnehmbare Handkurbel (11) trägt.
4. Lüfterkopf nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Blockierungseinrichtung für das Schwimmerventil in an sich bekannter Weise elektromagnetisch auslösbar ausgebildet und mit der Pumpensteuerung so gekoppelt ist, daß die Pumpen nur arbeiten können, wenn das Schwimmerventil geöffnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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