DE1516113B2 - Schaltungsanordnung zur pruefung von elektrizitaetszaehlern - Google Patents
Schaltungsanordnung zur pruefung von elektrizitaetszaehlernInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Prüfung von Elektrizitätszählern durch Vergleich
der Prüflinge mit einem Vergleichszähler bekannten Eigenfehlers in einer Prüfschaltung mit seriengeschalteten
Stromspulen des Vergleichszählers und der Prüflinge unter Verwendung eines Hilfswandlers zur Erzeugung
eines dem Strom in der Stromspule des Vergleichszählers überlagerten, phasengleichen oder um
180° phasenverschobenen Hilfsstromes zur Korrektur jo des Eigenfehlers des Vergleichszählers.
Bekanntlich werden für die Eichung von Elektrizitätszählern Eichnormalien, z.B. Wattmeter oder
Eichzähler, benötigt, deren Eigenfehler innerhalb bestimmter Grenzen liegen sollen. Dieser Eigenfehler
setzt sich aus einem vom Leistungsfaktor unabhängigen Betragsfehler und einer vom Leistungsfaktor abhängigen
Komponente der Eichnormalien zusammen. Sobald nun Elektrizitätszähler mit diesen Eichnormalien
verglichen werden, überträgt sich deren Eigenfehler auf die zu prüfenden Elektrizitätszähler. Soweit
nun die Eigenfehler der Eichnormalien bekannt sind, können sie bei der Eichung der Zähler berücksichtigt
werden. Diese Berücksichtigung bedingt jedoch eine zusätzliche Korrektur des Prüfresultates und somit
eine Mehrarbeit.
Zur Kompensierung der Eigenfehler der Eichnormalien sind bereits eine Reihe von Korrekturverfahren
bzw. -schaltungen vorgeschlagen worden. So wird beispielsweise nach einem bekannten Verfahren der
Eigenfehler eines Vergleichszählers mittels eines Hilfsstromwandlers
berücksichtigt, und zwar in der Weise, daß der Strom im Eichnormal gegenüber dem zu prüfenden
Zähler durch einen mit obigem Strom in Phase oder Gegenphase liegenden Zusatzstrom korrigiert
wird, so daß der Eigenfehler des Eichnormals für die jeweilige Belastung voll auskompensiert wird.
Bei diesem Verfahren wird der Eigenfehler der Eichnormalien durch eine reine Betragskorrektur ausgeglichen,
die, da sich dieser Eigenfehler, wie bereits ausgeführt wurde, aus einer leistungsfaktorunabhängigen
und einer leistungsfaktorabhängigen Komponente zusammensetzt, jeweils dem Leistungsfaktor angepaßt
werden muß. Zwangsläufig ist es daher erforderlich, bei Prüflingen mit unterschiedlichen Leistungsfaktoren
die Anzapfungen der Hilfskorrekturwandler entsprechend zu verändern. Ein weiterer großer Nachteil
ist hierbei die sich daraus ergebende Meßunsicherheit, die bei unkonzentriertem Messen zwangsläufig gegeben
ist, da nach der Messung nicht immer mit Bestimmtheit festgestellt werden kann, ob die erforderlichen
Korrekturen vor der Messung auch tatsächlich vorgenommen worden sind. Aber auch in elektromechanischer
Hinsicht sind die bekannten Schaltungsanordnungen . nachteilig, da die offenen Schaltkontakte
leicht verschmutzen .und daher stets sorgsam gereinigt und unterhalten werden müssen, um störende
Übergangswiderstände zu verhindern.
Aus der DT-AS 1,071,223 ist eine Vorschalteinrichtung zur Fehlerkorrektur von Elektrizitätszählern
nach dem Ferrarisprinzip ohne Eingriff in das Triebwerk bekannt, die für die Hauptdrehmoment- und die
Phasenregelung Mittel besitzt, die in den Spannungspfad zusätzlich zur Meßspannung eine aus einer der
Meßspannung praktisch phasengleichen, regelbaren, positiven oder negativen Hilfsspannung und einer
gegen die Meßspannung um etwa 90° phasenverschobenen, regelbaren, positiven oder negativen Hilfsspannung
gebildeten Summenspannung einzuspeisen gestattet, und bei der für die Hilfsdrehmomentregelung
Mittel vorgesehen sind, die dem Strompfad zusätzlich zu dem Meßstrom einen mit der Meßspannung praktisch
phasengleichen, regelbaren, positiven oder negativen Hilfsstrom relativ hochohmig einzuprägen gestatten,
wobei die Einspeisung des Hilfslaststromes in den Zählerstrompfad über einen Hilfswandler mit
zwei Sekundärwicklungen erfolgt, von denen die eine zur Speisung der Zählerstromspule dient, während
die andere einen in Reihe mit der Zählerstromspule geschalteten Widerstand, der die gleiche Impedanz
wie die Zählerstromspule besitzt, mit einem gegenläufigen Hilfsstrom gleicher Größe speist.
Diese Einrichtung ist relativ aufwendig und macht es erforderlich, sowohl am Strompfad als auch am
Spannungspfad des Zählers zu manipulieren.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Nachteile der bekannten Verfahren und Schaltungen
zu vermeiden und darüber hinaus eine Schaltungsanordnung zu schaffen, die einerseits weniger Zeit für
die Messung erfordert und die andererseits den Vorteil hoher Betriebssicherheit aufweist.
Zur Lösung der Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß ein zweiter Hilfswandler zur Erzeugung
eines dem Strom in der Stromspule des Vergleichszählers überlagerten, um 90° phasenverschobenen
Hilfsstromes vorgesehen ist und daß die beiden
Hilfsströme derart bemessen sind, daß durch den resultierenden
Hilfsstrom in der Stromspule des Vergleichszählers eine leistungsfaktorunabhängige Korrektur
des Eigenfehlers des Vergleichszählers bewirkt wird.
Nach der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung wird der Eigenfehler des Vergleichszählers somit
durch einen komplexen Korrekturstrom abgeglichen, dessen Wirkkomponente den leistungsfaktorunabhängigen
Betragsfehler und dessen Blindkomponente die leistungsfaktorabhängige Komponente, also den Phasenfehler,
kompensiert.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind anhand der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung dargestellt ist, näher veranschaulicht. Es zeigen:
Fig. 1 eine Schaltungsanordnung und
F i g. 2 ein Vektordiagramm.
In Fig. 1 stellt V einen Vergleichszähler und P einen Prüfling dar, die in Reihe an eine Stromquelle
S angeschlossen sind. Die Stromspule des Vergleichszählers V ist mit 1 bezeichnet und diejenige
des Prüflings P mit 2, während die Spannungsspulen dieser Zähler der Einfachheit halber nicht dargestellt
sind.
Für die Betragskorrektur des Eigenfehlers des Vergleichszählers
V ist in bekannter Weise ein erster Fehlerstromwandler 3 vorgesehen, dessen Primärwicklung
4 in Reihe mit den Stromspulen 1, 2 geschaltet und dessen mehrere Anzapfungen 5 aufweisende Sekundärwicklung
6 über einen Umschalter 7 unmittelbar mit der Stromspule 1 des Vergleichszählers V verbunden
ist. Hierbei, wird der Strom Iv im Vergleichszähler V gegenüber dem Strom / im Prüfling P durch
einen ersten zusätzlichen Korrekturstrom AI1 um einen
vom Leistungsfaktor unabhängigen Betragsfehler des Vergleichszählers V verändert.
Um nicht nur eine Betragskorrektur des Eigenfehlers des Vergleichszählers V vornehmen zu können,
sondern um auch noch eine Korrektur der leistungsfaktorabhängigen Komponente dieses Eigenfehlers
zu erhalten, ist nun ein zweiter Fehlerstromwandler 8 vorgesehen, dessen Primärwicklung 9 ebenfalls in
Reihe mit den Stromspulen 1, 2 geschaltet ist und dessen mehrere Anzapfungen 10 aufweisende Sekundärwicklung
11 über einen Umschalter 12 mit einem ohmschen Widerstand 13 verbunden ist, an dessen
Klemmen 14, 15 eine aus einem Kondensator 16 und der Stromspule 1 des Vergleichszählers V zusammengesetzte
Reihenschaltung angeschlossen ist. Durch den zweiten Fehlerstromwandler 8 wird ein Sekundärstrom
erzeugt, der am ohmschen Widerstand 13 einen stromproportionalen, mit dem Strom in Phase
liegenden Spannungsabfall liefert. Bei geeigneter Dimensionierung des ohmschen Widerstandes 13 und
des Kondensators 16 ergibt sich nun ein zweiter, über die Stromspule 1 des Vergleichszählers V fließender
zusätzlicher Korrekturstrom AT2, der gegenüber
der Spannung am ohmschen Widerstand 13 annähernd um 90° voreilt, so daß er als Korrekturstrom
für den Phasenfehler Aß des Vergleichszählers V dienen kann.
Da der Sekundärkreis des zweiten Fehlerstromwandlers 8 relativ zur Stromspule 1 hochohmig ausgebildet
ist, fließt der erste Korrekturstrom AI1 im wesentlichen
durch die Stromspule 1 des Vergleichszählers V. Andererseits bildet der Sekundärkreis des ersten
Fehlerstromwandlers 3 für den zweiten Korrekturstrom AI2 praktisch einen unendlich großen Scheinwiderstand.
Die beiden Korrekturströme AI1 und AI2
wirken somit unabhängig voneinander auf die Stromspule 1 des Vergleichszählers V.
Aus dem Vektordiagramm in F i g. 2 ist der zusätzlich resultierende Korrekturstrom AI bei einem gegebenen
Primärstrom / und dem durch die Stromspule 1 des Vergleichszählers V fließenden Stromes Iv für
einen Phasenfehler Aß als gestrichelte Linie ersichtlich. Dabei ist gezeigt, wie sich dieser resultierende
Korrekturstrom AI aus dem den Betragsfehler berücksichtigenden
Korrekturstrom AI1 und dem den Phasenfehler berücksichtigenden Korrekturstrom Al2 zusammensetzt.
Da die beiden Korrekturströme völlig unabhängig voneinander einstellbar sind, ist immer sofort ersichtlich,
ob eine gewünschte Einstellung vor der Zählerprüfung auch tatsächlich vorgenommen worden ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Schaltungsanordnung zur Prüfung von Elektrizitätszählern durch Vergleich der Prüflinge mit
einem Vergleichszähler bekannten Eigenfehlers in einer Prüfschaltung mit seriengeschalteten Stromspulen
des Vergleichszählers und der Prüflinge unter Verwendung eines Hilfswandlers zur Erzeugung
eines dem Strom in der Stromspule des Vergleichszählers überlagerten, phasengleichen oder
um 180° phasenverschobenen Hilfsstromes zur Korrektur des Eigenfehlers des Vergleichszählers,
dadurch gekennzeichnet, daß ein zweiter Hilfswandler (8) zur Erzeugung eines dem Strom
(I) in der Stromspule (1) des Vergleichszählers (V) überlagerten, gegen den Prüfstrom (I) um 90° phasenverschobenen
Hilfsstromes (AI2) vorgesehen ist,
und daß die beiden Hilfsströme (AI^Al^) derart bemessen
sind, daß durch den resultierenden Hilfsstrom (AI) in der Stromspule des Vergleichszählers
eine leistungsfaktorunabhängige Korrektur des Eigenfehlers des Vergleichszählers bewirkt wird.
2. Schaltungsanordnung nach Patentanspruch
1, dadurch gekennzeichnet, daß die Primärwicklung (9) des zweiten Hilfswandlers (8) ebenso wie
die Primärwicklung (4) des anderen Hilfswandlers (3) in den Prüfungsstromkreis eingesgbleift ist, und
daß die Sekundärwicklung (11) des zweiten Hilfswandlers durch einen hochohmigen Widerstand
(13) abgeschlossen ist, dem die Stromspule (1) des Vergleichszählers (V) und die Sekundärwicklung
(6) des anderen Hilfswandlers über einen Kondensator (16) parallel geschaltet sind.
35
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1801365A CH430871A (de) | 1965-12-29 | 1965-12-29 | Verfahren und Schaltungsanordnung zur komplexen Fehlerkorrektur von Eichnormalien |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1516113A1 DE1516113A1 (de) | 1969-08-07 |
| DE1516113B2 true DE1516113B2 (de) | 1972-06-15 |
| DE1516113C3 DE1516113C3 (de) | 1973-01-04 |
Family
ID=4429767
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19661516113 Expired DE1516113C3 (de) | 1965-12-29 | 1966-01-14 | Schaltungsanordnung zur Prüfung von Elektrizitätszähler)! |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT258412B (de) |
| CH (1) | CH430871A (de) |
| DE (1) | DE1516113C3 (de) |
-
1965
- 1965-12-29 CH CH1801365A patent/CH430871A/de unknown
-
1966
- 1966-01-14 DE DE19661516113 patent/DE1516113C3/de not_active Expired
- 1966-01-18 AT AT46266A patent/AT258412B/de active
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH430871A (de) | 1967-02-28 |
| DE1516113A1 (de) | 1969-08-07 |
| DE1516113C3 (de) | 1973-01-04 |
| AT258412B (de) | 1967-11-27 |
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Legal Events
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