DE1427710C - Verfahren zum Bohren einer Serie von Löchern in Baustoffen und Bohrer zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Bohren einer Serie von Löchern in Baustoffen und Bohrer zur Durchführung des Verfahrens

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DE1427710C
DE1427710C DE19651427710 DE1427710A DE1427710C DE 1427710 C DE1427710 C DE 1427710C DE 19651427710 DE19651427710 DE 19651427710 DE 1427710 A DE1427710 A DE 1427710A DE 1427710 C DE1427710 C DE 1427710C
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Description

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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bohren einer Serie von Löchern mit möglichst genauem Durchmesser in Baustoffen mit einem Bohrer, der a$ aus einem Schaft und einem davon trennbaren Bohrkopf besteht.
Es sind Bohrer bekannt, die jeweils aus einem Bohrerschaft und einem darauf aufgesetzten, unverlierbaren Bohrkopf bestehen. Der Kopf wird durch Hartmetallschneiden gebildet. Sind nun die Schneiden vollkommen abgenützt oder gar ausgebrochen, so müssen sie durch neue ersetzt werden. Es kann zwar wenigstens der Bohrerschaft noch weiterverwendet werden, aber das Erneuern des Bohrkopfes kann in der Regel nicht an Ort und Stelle vorgenommen werden, da dort die dazu erforderlichen Einrichtungen fehlen. Das Erneuern ist auch dann mit Umständen verbunden, wenn dazu nur die Schneiden nachgeschliffen werden müssen. Ein derartiger Bohrer ist daher teuer und umständlich zu handhaben. Außerdem tritt bei dem geschilderten Bohrer beim Herausziehen des oft im Bohrloch festsitzenden Bohrers eine nachteilige Bohrlochvergrößerung auf, die eine sichere Befestigung beispielsweise eines Dübels in Frage stellt.
Es sind auch Bohrer bekannt, die zum Herstellen von Bohrlöchern in Baustoffen bestimmt sind, welche aus einem Bohrerschaft und einem davon getrennten und auf diesen aufsetzbaren Kopf bestehen. Der auf den Schaft aufgesetzte Kopf ist gegenüber dem Schaft gegen Drehen gesichert und mit diesem in axialer Richtung lösbar verbunden. Auch diese Bohrer weisen die vorgenannten Nachteile auf, denn das Lösen des Bohrkopfes vom Schaft ist zumeist umständlich. Es_werden außerdem besondere Hilfsmittel benötigt, die auf der Baustelle aber nicht greifbar sind.
Weiterhin ist ein aus einer Platine durch Einrollen hergestellter selbstbohrender Dübel bekannt. Dieser besteht aus einem Aufnahmeteil, der mit Bohrkronen versehen ist und einem davon durch eine Ringnut getrennten, für einen Werkzeughalter vorgesehenen Mitnehmerteil. Nach dem Fertigstellen des Dübelloches wird der Aufnahmeteil mit einem Spreizkonus versehen und der Mitnehmerteil von dem im Loch eingesteckten Aufnahmeteil an der Ringnut abgebrochen. Demgemäß handelt es sich nicht um einen Bohrer im üblichen Sinne, sondern um einen Dübel zum Verankern von Teilen an Mauerwerk od. dgl., mit dem ein Loch zu seiner Aufnahme gebohrt werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Bohren einer Serie von Löchern mit möglichst genauem Durchmesser in Baustoffen zu schaffen, wie sie z. B. für die Aufnahme von Spreizdübeln benötigt werden. Das Verfahren soll ein Nachschleifen der Bohrschneiden entbehrlich machen.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß das Loch um etwa die Länge des Bohrkopfes tiefer als an sich erforderlich gebohrt wird und dann der Bohrerschaft herausgezogen wird, während der Bohrkopf im Loch verbleibt.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird für jedes Loch ein neuer Bohrkopf mit unverbrauchten Bohrschneiden verwendet. Nach dem Bohren verbleibt der Bohrkopf in der Tiefe des Bohrloches, er braucht also nicht mehr aus dem Bohrloch herausgenommen zu werden. Dadurch und durch die Verwendung eines jeweils neuen Bohrkopfes ist ein besonders genaues Bohrloch in den Baustoffen gewährleistet.
Zur Durchführung des Verfahrens eignet sich nach der Erfindung ein Bohrer, dessen Bohrkopf in an sich bekannter Weise im Bohrerschaft gegen Verdrehen gesichert und der in axialer Richtung leicht vom Schaft trennbar ist.
Es entfällt eine aufwendige und umständliche Verbindung des Bohrkopfes mit dem Bohrerschaft. Es sind lediglich Vorkehrungen zur Sicherung gegen Verdrehen des Bohrkopfes gegenüber dem Bohrerschaft zu treffen. Darüber hinaus vereinfacht sich die Handhabung des erfindungsgemäßen Bohrers dadurch, daß der Bohrkopf nicht mehr aus dem Bohrloch herausgenommen werden muß.
Bei der erfindungsgemäßen Lösung ist zwar für jedes zu bohrende Loch ein neuer Bohrkopf erforderlich. Dies stellt jedoch gegenüber den bekannten Bohrern keinen Nachteil dar. Infolge der Abnutzung des Bohrkopfes ist es ohnehin nahezu nach jedem gebohrten Loch erforderlich, die Schneidglieder nachzuschleifen. Die damit verbundene Umständlichkeit, insbesondere auf Baustellen, wo geeignete Schleifmaschinen meist nicht zur Verfügung stehen, ist bekannt. Schließlich kann bei der Erfindung gegenüber diesen bekannten Bohrköpfen, die aus teurem Werkstoff bestehen, der Bohrkopf nach der Erfindung aus einem billigeren Werkstoff bestehen, dessen Standfestigkeit nur für die Dauer des zu bohrenden Loches ausreichend sein muß.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 eine Ansicht eines Spiralbohrers mit aufgestecktem Bohrkopf,
F i g. 2 und 3 verschiedene Aufsteckquerschnitte des Bohrkopfes,
F i g. 4 eine Seitenansicht des Bohrkopfes,
F i g. 5 eine Draufsicht des Bohrkopfes nach Fig. 4,
Fig. 6 eine auf einen rohrförmigen Schaft aufsteckbare Bohrkronenhülse,
F i g. 7 einen mit einem Längsschlitz versehenen rohrförmigen Schaft und
F i g. 8 die Draufsicht auf den rohrförmigen Schaft.
In der F i g. 1 ist ein Bohrerschaft 4 mit gefrästen
Spannuten 1 dargestellt. Dessen Enden weisen einen sechskantf örmigen Querschnitt 2 auf. F i g. 3 zeigt die im Bohrkopf 3 angebrachte, dem Querschnitt 2 des Schaftes 4 entsprechende Aussparung 2 a, so daß der Bohrkopf 3 auf das Ende 2 des Schaftes 4 aufsteckbar ist. Eine derartige Anordnung des Bohrkopfes 3 ist in gestrichelten Linien in F i g. 1 dargestellt. Selbstverständlich kann der Querschnitt der Aussparung im Bohrkopf 3 auch eine andere, in F i g. 2 dargestellte, ovale Form 2 b besitzen. In diesem Falle müßte auch der Querschnitt des Schaftendes diese Form aufweisen. Eine Sicherung gegen Verdrehen des Bohrerschaftes gegenüber dem Bohrkopf wird durch die bekannten, obenerwähnten Querschnitte erreicht, wobei die leicht lösbare Verbindung des Bohrerschaftes vom Bohrkopf gewährleistet ist.
Wie sich aus den F i g. 2, 3 und 4 ergibt, zeigt die an sich zylindrische Grundform des Bohrkopfes 3 segmentartige Abflachungen 3 α und 3 b. Diese haben den Zweck, das Bohrmehl besser über die Spannuten abzuführen. Die F i g. 6 und 7 zeigen einen Hohlboh-. rer. Dieser besteht aus einem rohrförmigen Schaft 5, der einen Schlitz 6 zur Abfuhr des Bohrmehls sowie einen Mitnehmer 7 zum Einsatz in einen Werkzeughalter besitzt. Mit 8 ist eine Bohrkronenhülse bezeichnet. Diese weist vier Stege auf, von denen die Stege 9 und 10 in der F i g. 6 zu erkennen sind. Die Mindestzahl von drei Stegen bietet eine ebeno gute Zentrierung der Bohrkronenhülse 8 auf dem Schaft 5. An dem einen Ende, das dem Mitnehmer 7 entgegengesetzt ist, zeigt der Schaft 5 Aussparungen 11, 12, in die die Stege 9, 10 beim Aufstecken der Bohrkrone 8 auf den Schaft 5 mit diesem in Eingriff gelangen. Der Schafts und die Bohrkronenhülse8 können entweder aus einem Rohr oder durch Ausstanzen und Einrollen einer Platine hergestellt sein.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (2)

i 427 Patentansprüche:
1. Verfahren zum Bohren einer Serie von Löchern mit möglichst genauem Durchmesser in Baustoffen mit einem Bohrer, bestehend aus einem Schaft und einem davon trennbaren Bohrkopf, dadurch gekennzeichnet, daß das Loch um etwa die Länge des Bohrkopfes tiefer als an sich erforderlich gebohrt wird und dann der Bohrerschaft herausgezogen wird, während der Bohrkopf im Loch verbleibt.
2. Bohrer zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bohrkopf (3) in an sich bekannter Weise im Bohrerschaft (4) gegen Verdrehen gesichert ist und daß er in axialer Richtung vom Schaft trennbar ist.
DE19651427710 1965-05-31 1965-05-31 Verfahren zum Bohren einer Serie von Löchern in Baustoffen und Bohrer zur Durchführung des Verfahrens Expired DE1427710C (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF0046199 1965-05-31
DEF0046199 1965-05-31

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE1427710A1 DE1427710A1 (de) 1969-01-16
DE1427710C true DE1427710C (de) 1973-03-15

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