DE133037C - - Google Patents

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DE133037C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21CMANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES OR PROFILES, OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
    • B21C1/00Manufacture of metal sheets, metal wire, metal rods, metal tubes by drawing
    • B21C1/02Drawing metal wire or like flexible metallic material by drawing machines or apparatus in which the drawing action is effected by drums
    • B21C1/14Drums, e.g. capstans; Connection of grippers thereto; Grippers specially adapted for drawing machines or apparatus of the drum type; Couplings specially adapted for these drums

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
JlS 133037 KLASSE 7b.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Drahtziehmaschine, bei welcher durch den besonderen Einbau einer für verschiedene Kräfte einstellbaren Kupplung mit doppeltem Hebelwerk den verschiedenen Bet'riebsverhältnissen in mehrfacher Hinsicht in weitgehender Weise Rechnung getragen wird, so dafs ein Versagen der Kupplung mit Sicherheit ausgeschlossen ist, ferner ein zu straffes Einstellen der Kupplung vermieden, sowie als weitere Folge mit einer höheren Tourenzahl als bisher, also mit schnellerem Durchzug des Drahtes gearbeitet werden kann, indem die Kupplung nicht nur den jeweiligen Betriebsverhältnissen entsprechend eingestellt, sondern auch bezüglich der richtigen Einstellung von den Arbeitern die jeweilig richtige Anzugskraft controlirt werden kann.
Bisher hat man für den vorliegenden Zweck gewöhnliche Mitnehmerkupplungen oder Bremsbandkupplungen mit einfachen Einrückungshebeln benutzt. Eingehende und vielfache Versuche haben aber erwiesen, dafs diese Kupplungen den verschiedenen Betriebsverhältnissen und veränderlichen Kraftwirkungen nicht zu entsprechen vermögen. Bei Anwendung von Klauenkupplungen ist bekanntlich wegen der Stofswirkung und wegen der plötzlichen Ein- und Ausrückung die Anwendung einer höheren Arbeitsgeschwindigkeit ausge-1 schlossen.
Durch Anwendung von Bremsbandkupplungen hat man ebenso wie durch Elektromotoren eine allmähliche Steigerung der Arbeitsgeschwindigkeit erstrebt, um dadurch Drahtbrüche zu verhindern und eine zu starke Beanspruchung des Triebwerkes zu vermeiden.
Die bisher angeordneten Bremsbandkupplungen haben den Nachtheil, dafs sie nicht zuverlässig sind, indem sie sich mit OeI verschmieren und dann versagen müssen, dafs sie sich nicht während des Betriebes in ihrer Zugkraft verstellen lassen und auch keine Sicherheit gegen Drahtbrüche bei Hindernissen während des Betriebes bieten.
Die Vorrichtung für die Ein- und Ausrückung der Drahtziehtfommel soll nach vorliegender Erfindung gleichzeitig folgenden Bedingungen genügen. Die Reibungswirkung der Kupplung mufs entsprechend der Abnutzung der Reibflächen nachstellbar sein. Die Kupplung mufs nach Bedarf für gröfsere oder kleinere Zugkräfte einstellbar sein. Der Arbeiter mufs beobachten können, für welche Zugkraft die Kupplung jeweilig eingestellt ist. Der Arbeiter mufs die Kupplung während des Ziehvorganges nachlassen oder fester anziehen können. Die Kupplung mufs während des Betriebes eine Sicherung bilden und selbstthätig schleifen, wenn beim Durchzuge des Drahtes Hindernisse entstehen. Die Kupplung darf in den vorstehend angegebenen Functionen nicht versagen oder eine Betriebsunterbrechung veranlassen, wenn Schmieröl zwischen die Bremsflächen gelangt, was beim Betriebe von Drahtziehmaschinen bekanntlich unvermeidlich ist. .
Diese Bedingungen werden durch die auf der beiliegenden Zeichnung veranschaulichte Einrichtung erfüllt.
Bei der dargestellten Ausführung ist zwischen dem Antriebrad r und der Welle y, welche die Drahtziehtrommel T trägt, eine Reibiings-
kupplung mit geriffelten Reibungsringen eingeschaltet. Die Reibungskupplung kann abgeändert ausgeführt sein; auch Riffelscheibenkupplungen würden sich eignen. Bei vorliegendem Beispiel bilden die Kupplungsscheibe α und das Triebrad r ein starres Ganze und laufen lose auf der Welle w. An der auf der Welle festen Scheibe b führen sich die Reibungsbacken b1. Die Stellmuffe m ist bei Tn1Tn1-mit Hebeln η ο in bekannter Weise dergestalt verbunden, dafs je nach der Verschiebung der Muffe m in einem oder anderem Sinne die Riffelungen b'2 der Reibungsbacken b1 in die Riffelungen a1 der Scheibe α geprefst oder zurückgezogen werden, um dadurch die Welle w mit dem Antriebrad r zu verkuppeln oder zu lösen bezw. die Reibungsbacken nach Bedarf mehr oder weniger straff anzuziehen. Der Druckhebel ο läfst sich mittels der Nachstellvorrichtung c verlängern oder verkürzen, so dafs hierdurch die Reibungswirkung der Kupplung verändert und eine Nachstellung vorgenommen werden kann, wenn die Reibungsflächen sich abgenutzt haben.
Wesentlich kommt es auf die Anordnung der beiden Hebelstellwerke an. Die beiden Stellhebel u und ν sind so angeordnet, dafs die Kupplung durch Niederbewegen (zweckmäfsig durch Niedertreten) des einen Hebels eingerückt .bezw. fester angezogen, durch Niederbewegen des anderen dagegen ausgerückt bezw. nachgelassen wird. Bei der Benutzung dieser Stellvorrichtung hebt sich infolge der zwangläufigen Verbindung stets der eine der Hebel ti v. während der andere niederbewegt wird. Die gegenseitige Stellung der Hebel zeigt dem Arbeiter zuverlässig an, dafs die Kupplung je nach der erforderlichen Anzugskraft richtig eingestellt ist.
Zweckmäfsig werden ferner die Hebel u und ν in der aus dem Grundrifs (Fig. 2) ersichtlichen Art doppelt ausgeführt und an dem einen Ende mit den Fufstritten usvs verbunden.
Der eine Stellhebel ν ν ist mit dem Drehzapfen v1 bei v'2 v~ an dem Gestell g, der andere Stellhebel u ti an der entgegengesetzten Seite des Gestells mittels Drehzapfens ul bei u2 ii2 drehbar gelagert. Aufserdem greifen beide Hebel entsprechend mit den Zapfen 11 an dem Schleifring m2 der Stellmuffe m in bekannter Weise an. Infolge dieser entgegengesetzten Lagerung der Stellhebel bewegt sich die Muffe m auf- oder abwärts, je nachdem der eine oder andere Stellhebel auf- oder niederbewegt wird, wodurch- gleichzeitig der andere Stellhebel sich hebt.
- Die Kupplung bezw. deren Hebelwerk sowie das Hebelstellwerk sind so ausgeführt oder ausbalancirt, dafs der Stelltheil m in jeder Lage sicher gehalten wird und vor Allem nicht etwa durch sein Eigengewicht eine Einrückung der Kupplung bewirkt. Erforderlichenfalls können die Hebel u u und ν ν mit Ausgleichsgewichten versehen sein.
Die beschriebene Einrichtung hat sich in jeder Hinsicht bei auf Kupferwerken ausgeführten Versuchen bewährt. Der Arbeiter bekommt sehr bald Uebung darin, die Stellhebel für die jeweilige Anzugsstärke richtig einzustellen, indem dies, wie bereits erwähnt, durch die gegenseitige Lage der Stellhebel beobachtet werden kann. Vor Allem ist der Arbeiter in der Lage, nach dem Anlassen der Maschine, wobei naturgemäfs die Kupplung sehr stark angezogen werden mufs, weil die Anzugskraft beim Anlassen überaus grofs ist, die Kupplung so weit nachzulassen, dafs zwar die Verkupplung hergestellt ist, aber doch Sicherheit gegen Drahtbrüche geboten wird, indem die Kupplung nach dieser erwähnten Einstellung zu schleifen beginnt, sobald beim weiteren Durchziehen'des Drahtes Hindernisse oder Erschwerungen eintreten. Dies ist mit Rücksicht auf die erhöhte Arbeitsgeschwindigkeit von grofser Bedeutung für die glatte Aufrechterhaltung des Betriebes.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Antrieb-Kupplung für Drahtziehmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dafs die Reibungskupplung (a b) zwischen dem Antriebrad (r) und der Trommelwelle (w) durch zwei Hebel (u v) bewegt wird, die unter sich derart verbunden sind, dafs, wenn der eine niedergedrückt wird, der andere hochgeht, und umgekehrt, und die jeweilig erforderliche Anzugsstärke gegeben werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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