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Schalteinrichtung für Filmprojektomg,: Die Erfindung betrifft eine
Schalteinrichtung für Filinprojekteien, insbesondere Kassettenprojektoren, mit einem
zentralen, unter der Wirkung einer RüQkfÜhrfeder stehenden Schaltorgan zur Steuerung
mehrerer Funktionsclemcnte, Schalteinrichtungen dieser Art fassen verschiedene Bedienungsfunktionep
in vorteilhafter Weise zusammen.
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Die bekannten Konstruktionen solcher Schalteinrichtungen haben jedoch
den Nachteil, daß die verschiedenen Betriebsarten des Projektors auch dann durch
manuelle Steuerung gewählt werden müssen, wenn von vornherein feststeht, daß die
folgende, Betriebsart, z. B. die Schnellrückspulung des Films in die Vorführkassette,
dem Ende der vorangegangenen Betriebsart, Vorführung des Films, folgen soll.
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Für Schalteinrichtungen, bei denen mehrere Schaltorgane zum Schalten
auf die verschiedenen Betriebszustände verwendet sind, ist eine Einrichtung für
automatisches Rückspulen bereits bekanntgeworden. Durch sie ist die Bedienungserleichterung
erreicht, am Ende einer Filmvorführung den schnellen Rücklauf nicht mehr manuell
einschalten zu müssen. Erkauft ist dieser Vorteil aber durch den Verzicht auf die
Bedienungsvorteile eines einzigen zentralen Schaltorgans.
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Die genannte Einrichtung zum automatischen Rückspulen belastet den
Film erheblich, so daß die Gefahr besteht, daß die Filmperforation beschädigt wird
oder gar der Film reißt, Mit dem Straffen des Films, dessen Ende am Kern der Vorratsspule
festgelegt ist, wird der Projektor auf Rückspulen umgeschältet und zugleich ein
Kraftspeicher einer Fühleinrichtung gespannt, die, wenn das vordere Ende des Filmstreifens
an ihr vorbeigleitet, die Rückspuleinrichtung in ihre Ausgangsstellung und auch
das Betätigungsorgan für das Ein- und Ausschalten des Prätjektärs in Ausgangsstellung
zurückführt. Es ist offensichtlich, daß hierbei Kräfte auf den Film einwirken,#
die ihn überbelasten.
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, Dei Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schalteinrichtung
mit einem zentralen Schaltorgan und einer Einrichtung zum automatischen Umschalteri
von einer Betriebsart auf die andere zu schaffen, Dabei sollen die vorbezeichneten
Mängel einer bekannten automatischen Rückspuleinrichtung vorinieden und ein möglichst
einfacher Lösungsweg beschritten werden. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei
einer Schalteinrichtung eingangs genannter Art dadurch erfüllt, daß die Ruhestellung
des zentralen Schaltorgans als Rücklaufstellung für das Projektorgetriebe
und die Filmführungen und als Ab-
schaltstellung für den Hauptschalter des
Projektors ausgelegt und das zentrale Schaltbrgah- gegen die Wirkung seiner Rückführfeder
in mindestens einer Einschaltstellung durch ein geeignetes Bauelement, Sperrhebel
oder Elektromagnet, feststellbar und diese, Festhaltung mittels eines bei Erreichen
einer vorbestimmten Vorführphase, z. 13. des Filmendes, in an sich bekannter
Weise erzeugten Impulses lösbar ist, so daß das zentrale Schaltorgan selbsttätig
in seine Ruhestellung zurückkehrt,'und daß dem vom zentralen Schaltorgan gesteuerten
Hauptschalter Zum Einschalten des Speisestromkreises für den Projektormotor ein
zweiter Schalter parallel geschaltet ist, der auch nach Rückkehr des zentralen Schaltorgans
in seine Ruhestellung und damit nach dem öffnen des Hauptschalters geschlossen bleibt,
solange der Film noch nicht zurückgespult- ist.
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Der zweite, Schalter kann in weiterer Ausbildung des Erfindungsgegenstandes
vom zentralen Schaltorgan her einschaltbar und am Ende. des Filmrücklaufs, in an
sich bekannter Weise vom Film gesteuert, abschaltbar sein. Hierzu kann dieser zweite
Schalter im Bewegungsbereich eines schwenkbaren Hebels liegen, der einerseits mit
dem zentralen Schaltorgan verbunden ist und andererseits eine einer gehäusefesten
Führungsrolle gegenübergestellte Tastrolle, trägt, die den zwischen den beiden Rollen
hindurchlaufenden Film in seiner Breite abtastet. Die Steuerkurve oder die Steuerkurven
des zentralen Schaltorgans können Über geeignete Getriebe, Gestänge, Hebel oder
Seilzüge mit beweglichen Teilen der Filmführung mit Treibrollen für den Filmtransport
und zum Umschalten der Filmtransportrichtung sowie einem in das Innere einer Filmkassette
einführbaren Triebglied zum Hinausschieben des Filmanfangs aus dem Kassetteninnenraum
verbunden sein.
- Irl -weiterer Ausbildung einer -solchen
Schalteinrichtung kann das- Triebglied -zum.. Herausschieben desFiliüwickels.-aus
dem Kassetteninnenraum durch ein in seiner Stellung während oder am Ende des Einfädelvorgangs-
vom Film beeinflußbares Bauelement in seiner Förderstellung gehalten. werden, bis
seine Aufgabe erfüllt d. h. -der Film.aus dem Kassetteninnenraum heraus z-
-B * -bis -zur - Aufwickelspule hin, gefördert ist,-##.
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Das vom Film, beeinflußbare Bauelement für diesen - Zweck-
kann- ebenfalls -ein Hebel - sein, der einen Filmaufwickelkern trägt,
der sich seinerseits mit seinem Außendurchmesser an eine abgestufte, gerätefest
gelagerte Stufenrolle unter- der Wirkung einer Direktionsskraft, z. B. einer Feder,
anlegt, wobei der Filmaufwickelkern-ohne-Film den kleineren Durchmesser der
- Rolle; -brührt, --während mit dem Auflaufen der ersteh Filmwindung auf
den--Filmaufwickelkern auf Grund der -gegenüber-der Spulenkernbreite größeren Breite
des Films nur noch eine Berührung des größeren Durchmessers der Rolle unter Zwischenschaltung
des Films möglich ist. In Ausgestaltung des Erfin-.dungsgegenstandes kann die Steuerkurve
bzw. können die - Steuerkurven- des zentralen Schaltorgans auch mit- einem
Getriebe zur Bestimmung der Projektorlaufrichtung und -geschwindigkeit verbunden
sein, wobei der Projektormotor auch mit stets der gleichen Drehrichtung umlaufen
k
In Ergänzung kann das zuletzt genannte, mit dem zentralen Schaltorgan -verbundene
-Getriebe zur Bestimmung der Projektorlaufrichtung und gegebenenfalls -geschwindigkeit
gleichzeitig mittels eines besonderen Schalthebels schaltbar sein-, wobei die Verbin--dung
zwischen diesem besonderen Schalthebel und dem Getriebe über eine Spezialkupplung
erfolgt, die einen Leerhub zuläßt.
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Als weitere Eigenschaft kann dieser besondere Schalthebel in
die Sehaltstellungen »Vorlaufprojektion«,- »Stillstand, mit Licht«, »Stillstand
ohne Licht«, »,Rücklaufprojektion« schaltbar und so gelagert und ausgebildet sein,
daß er durch den Projektionsstrahlengang schwenkbar im Bereich des Projektionsstrahlengangs
ein Filter ur#d eine Blende bildet, von denen das Filter in der Schaltstellung »Stillstand
mit Licht« .die Blende in der Schaltstellung, »Stillstand ohne ;Licht«, # in den
Projektionsstrahlengang zu liegen kommt* im folgenden -soll -die Erfindung an einem
Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Bei der Darstellung ist zwecks besserer
übersichtlichkeit auf Einzelheiten verzichtet worden, die mit der Erfindung nicht
unmittelbar im Zusammenhang stehen, Es zeigt F i g. 1 eine erfindungsgemäße
Schalteinrichtung in einem Filmprojektor mit eingesetzter Kassette in Ruhestellung,
in der der Film noch vollständig in der Kassette ist, F i g. 2 die Schalteinrichtung
nach F i g. 1, alle Teile in Einfädelstellung, F i g. 3 -die Schalteinrichtung
nach F i g. 1, Film bis auf den Aufwickelkern eingefädelt, F i g-. 4 a und
4 b eine Tellansicht zu den F i g. 2 und 3, entsprechend Schnitt
A -A, -
F i g. 5 das zentrale Schaltorgan der Schalteinrichtung
gemäß F i g. 1 im Schnitt B-B, F i g. 6 das zentrale Schaltorgan nach
F i g. 5 in einer anderen Wirkstellung im Schnitt B-B, F i g. 7 den
Teil der erfindungsgemäßen Schalteinrichtung, der als Ergänzung einen besonderen
Schalthebel enthält, in der Schalthebelstellung »Vorlaufprojektion« F i Z.
8 den gleichen Teil der Schalteinrichtung wie F-i g. 7, in der Schalthebelstellung
»Stillstand ohne Licht«, F i g. 9 eine Ansicht wie F i g. 7 in der
Schalthebelstellung »Stillstand mit Licht«, F i g. 10 eine Ansicht wie F
i g. 7 in der Schalthebelstellung »R-äcklaufprojektion« und F ig.
11 und 12 zwei Funktionsphasen der Teile, die in einer Ansicht in Richtung
C zu den F i g. 1
und 2 sichtbar werden.
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In einem Projektorgehäuse 1 mit einem Objektiv 2 und einer
in einen Aufnahmes chlitz des Gehäuses 1
eingesetzten Filmkassette
3 ist bei abgenommener Seitenwand des Gehäuses 1 eine Schalteinrichtung
mit den mit ihr verbundenen Geräteteilen gezeigt. Ein zentrales Schaltorgan 4 ist
aus einem Drehknopf 5, einer Kurve 6, einer Trommel 7 und einer Rückstelltaste
8 gebildet. Der Drehknopf 9 lagert dabei in einer Bohrung
9 in der Projektorgehäusewand, in die ein Zapfen 10 des Drehknopfes
5 eingeschoben ist. Auf diesem Zapfen 10 sitzt innerhalb des Gehäuses
1 die Trommel 7 mit ihm durch einen Keil 11 verdrehungssicher
verbunden. Auf die Trommel 7
ist eine Spiralfeder 12 aufgewickelt und mit
ihrem einen Ende an dieser Trommel 7 befestigt. Das andere Ende der Spiralfeder
12 ist an einen gehäusefesten Stift 13 so angehängt, daß sie das zentrale
Schaltorgan 4 stets nach links in seine Ausschaltstellung zu drehen sucht.
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In einer zentralen Bohrung 14, die um eine Einsenkung 15 erweitert
ist, lagert die Rückstelltaste 8,
die einen Kopf und einen Schaft besitzt.
Auf den Schaft der Rückstelltaste 8 - ist eine Druckfeder 16
aufgeschoben,
die in der Einsenkung 15 Platz findet, wenn die Rückstelltaste
8 in den Drehknopf 5.eingesetzt ist. Nach außen hin wird diese Einsenkung
15
dann vom Kopf der Rückstelltaste 8 ausgefüllt. Am Ende des Schaftes
der Rückstelltaste 8 ist ein Zapfen 17 angeformt, auf dem die Kurvenscheibe
6 vernietet ist. So sind auch die Trommel 7 und die Kurvenscheibe
6 verdrehungssicher miteinander verbunden.
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Die Kurvenscheibe 6 besitzt Steuernocken 19 bis 22,
einen Sperrzahn 23 und einen Sperrlappen 24. Im Bewegungsbereich des Steuernockens
19 liegt ein elektrischer Schalter 25 zum Ein- und Ausschalten des
Motor- und Lampenstromkreises des Projektors.
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Der Steuernocken 20 wird von einem Winkelhebel 26 abgetastet,
der unter der Wirkung einer Feder 27 steht. Auf der gehäusefesten Schwenkachse
28 des Winkelhebels 26 lagern gleichzeitig ein weiterer Hebel
29 und ein fest miteinander verbundenes Schnurrollenpaar 30. Ein Lappen
31 am Winkelhebel 26 bildet einen Anschlag für den Hebel
29. Gleichzeitig dient er zum Einhängen einer Feder 32, deren anderes
Ende in einen Lappen 33 des Hebels 29 eingehängt ist. So sucht diese
Feder 32, den Hebel 29
stets zur Anlage am Lappen 31 zu bringen.
Am freien Ende des Hebels 29 ist auf einem Bolzen 34 eine Schnurrolle
35 gelagert, deren Schnurrinne mit einer der Schnurrinnen des Schnurrollenpaares
30 fluchtet. Von der einen zur anderen -Schnurrinne ist eine endlose Antriebssehnur
36 gespannt. Von der zweiten Schnurrinne des Schnurrollenpaares
30 spannt sich eine weitere Antriebsschnur 37 zur einen Schnurrinne
eines Schnurrollenpaares 38, das fest miteinander verbunden auf der Welle
39 eines Antriebsmotors 40
sitzt.,Von der zweiten Schnurrinne
des Schnurrollenpaares 38 ist eine Antriebsschnur 41 zu einem Schnurrollenpaar
42 gespannt, das auf einer gehäusefesten Achse 43 lagert. Die Achse 43 ist gleichzeitig
auch Schwenkachse für einen Hebel 44, der unter die Wirkung einer Feder 45 gestellt
ist. Dieser Hebel 44 trägt seinerseits wieder eine Schnurrolle 46, die eine Antriebsschnur
47 mit der zweiten Schnurrinne des Schnurrollenpaares 42 verbindet. Er ist zwischen
zwei Endstellungen schwenkbar, in deren einer er die über seine Schnurrolle 46 laufende
Antriebsschnur 47 an eine gehäusefest gelagerte Reibrolle 48 anlegt, die ihrerseits
reibungsschlüssig am äußeren Spulenrand einer in der Filmkassette 3 gelagerten
Filmspule 49 angreift. In der anderen der zwei Endstellungen des Hebels 44
- kommt die über die Schnurrolle 46 geführte Antriebsschnur zur Anlage an
einer kombimerten Reib- und Schnurrolle 50, die ebenfalls gehäusefest auf
einer Achse 51 gelagert ist. Auf der gleichen Achse 51 lagert ein
schwenkbarer Spulenarm 52, der an seinem anderen Ende auf einer Welle
53 einen Fihnaufwickelkern 54 und eine mit diesem verdrehungssicher verbundene
Schnurrolle 55 trägt. Über diese Schnurrolle 55 und die Reib-Schnur-Rolle
50 ist eine Antriebsschnur 55 a gespannt. Auch der schwenkbare
Spulenarm 52 steht unter der Wirkung einer andererseits am Gehäuse
1 befestigten Feder 56.
Diese Feder 56 sucht den schwenkbaren
Spulenarm 52 immer zu einer gehäusefest gelagerten Stufenrolle
57 hin zu bewegen, die im Schwenkbereich des Filmaufwickelkerns 54 liegt.
Ohne Filmwickel liegt der Filmaufwickelkern 54 dadurch an der Innenstufe der Stufenrolle
57 an. Bei aufgewickeltem Filmwickel findet dieser, weil er breiter ist als
der schmaler gehaltene Fihnaufwickelkern, Anlage an der äußeren Stufe der Stufenrolle
57. Der schwenkbare Spulenarm 52 besitzt weiter eine Aussparung
58, die einem Fortsatz 59 des Winkelhebels 26 zugeordnet ist.
Ein Hebel 60 lagert schwenkbar auf einer gehäusefesten Achse 61 und
tastet die Kurvenscheibe 6 im Bereich des Sperrnockens 21 ab. Er ist mittels
einer Stange 62
über eine Ausgleichsfeder 63 mit dem Hebel 44 verbunden.
In ein Langloch 64 in dem gleichen Hebel 44 greift eine Stange 65 ein, die
mit einem später näher beschriebenen Schalthebel 66 verbunden ist.
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Auf einer gehäusefesten Achse 67 lagert ein weiterer schwenkbarer
Hebel 68 zum Abtasten der Kurvenscheibe 6 im Bereich des Steuernockens
22. Am freien Ende des schwenkbaren Hebels 68 greift eine Stange
69 an, die mit einem Trägerkörper 70
verbunden ist. Dieser Trägerkörper
70 wird von Lenkern 71 und 72 parallel verschiebbar getragen,
die ihrerseits um gehäusefeste Achsen 73 und 74 sichwenkbar sind. Der Trägerkörper
70 trägt seinerseits eine Filmandrückplatte 75 im Bereich des Bildfensters
76. Außerdem trägt der Trägerkörper 70 in Filmlaufrichtung vor und
hinter der Filmandrückplatte 75 Filmtransportrollen 77 und
78. Auf den Wellen dieser Filmtransportrollen 77 und 78 lagern
auf der Welle 79 ein Schnurrollenpaar 81 und auf der Welle
80 eine Schnurrolle 82. Die Schnurrolle 82
und eine der zwei
Schnurrinnen des Schnurrollenpaares 81 sind durch eine Antriebsschnur
83 verbunden. In die zweite der Schnurrinnen des Schnurrollenpaares
81 ist eine Antriebsschnur 84 eingelegt. Letztere spannt sich über eine Schnurrolle
85, die mit einem Schneckenrad 86 verdrehungssicher verbunden ist
und auf einer gehäusefesten Achse 87
lagert. Das Schneckenrad 86 befindet
sich im Eingriff mit einer, Schnecke 88. Diese ihrerseits ist auf einer-Welle
89 befestigt, die im Gehäuse 1 gelagert,# den Umlaufverschluß
90 und die'Hub- und Plankurve 91
trägt. Auf diese Welle 89 wird
der Motorantrieb mittels eines später beschriebenen Getriebes vo* n einem Schneckenrad
92 her übertragen. Das Schnekkenrad 92 befindet sich im Eingriff mit
einer Schnecke 93 auf der Welle 39 des Antriebsmoters 40. In einen
Lappen 94 des Trägerkörpers 70 ist eine Stange 95
eingehängt, die andererseits
in einen kleinen Winkelhebel 96, und zwar dort in einen Schlitz
97 in einem der Schenkel dieses Winkelhebels 96, eingreift. Der kleine
Winkelhebel 96 lagert schwenkbar auf einer gehäusefesten.Achse98. Er trägt
am Ende seines anderen Schenkels eine Tastrolle99, die einer im Gehäusel gelagerten
Führungsrolle100 im Bereich der Filmführung gegenübersteht. Unter die Wirkung einer
Feder 101 gestellt, sucht sich der kleine Winkelhebel 96 mit seiner
Tastrolle 90 stets zur Führungs# rolle 100 hin zu bewegen. Im Schwenkber'eich
des Wbelarrns mit der Tastrolle 99 befindet sich ein elektrischer Schalter.102,
der parallel zum Schalter 25 für den Antriebsmotor 40 liegt. Die Abmessungen und
Anordnungen des Winkelhebels 96 und des Schalters 102 sind so gewählt, daß
in einer Stellung des Winkelhebels 96, in der der Abstand zwischen der Tastrolle
99 und der Führungsrolle 100 der Filmbreite entspricht, der Schalter
102 geschlossen ist. Bei Annäherung beider Rollen (99, 100), z. B. wenn sich
kein Filin mehr zwischen ihnen befindet, wird auch der Schalter 102 geöffnet.
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Den am Trägerkörper 70 befindlichen Filmführungsmitteln
75, 77 und 78 sind die feste geradlinige Filmbahn 10.1 sowie
Mulden 104 und 105
gegenübergestellt. In Einfädel- bzw. Proj.ektionsstellung
des Trägerkörpers 70 bilden diese Teile gemeinsam eine Filmführung in der
Nähe des Bildfensters 76. Wird die Filmführung unter Wirkung einer Feder
106 und zugelassen durch die Stellung der Kurvenscheibe 6 geöffnet,
kommen die Filmtransportrollen 77 und 78 sowie der nicht dargestellte
Filintransportgreifer außer Eingriff mit dem Film, der 'mit 107 bezeichnet
ist. An die Mulde 105 schließt sich eine aus festen Führungsleisten gebildete
Filmführung 108 an, an deren Einlauf eine Rolle 109,
an deren Auslauf
in der Nähe des Filmaufwickelkerns 54 eine Rolle 110 gerätefest gelagert
ist.
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An die Mulde 104 schließt sich eine ebenfalls durch feste Führungsleisten
gebildete Filmführung 111 an. Deren vor dem Kassettenmaul liegende Mündung
wird teilweise durch eine gerätefest gelagerte Umlenkrolle 112 gebildet. Danach
ist die aus festen Führungsleisten gebildete Filmführung 111 für die Tastrolle
99 und die Führungsrolle 100 unterbrochen. Zwischen der Mulde 104
und der Filmführung 111 greift schließlich eine zweite Umlenkrolle
113 in die Filmbahn ein, die auf einem schwenkbaren Hebel 114 lagert, der
seinerseits um eine gehäusefeste Achse 115 schwenkbar ist. An einem über
die Lagerstelle hinausragenden Ende des Hebels 114 greift eine Feder 116
an, die den Hebel 114 stets zum Film 107 hin zu bewegen sucht. Mit dem gleichen
Hebelende des Hebels 114 ist eine Stange 117 gelenkig verbunden, deren anderes
Ende in eine Sperrklinke 118 eingreift. Die Sperrklinke 118 lagert
auf einer gehäusefesten Achse 119 schwenkbar. Mit ihrem Klinkenzahn 120 wirkt
sie mit dem Sperrzahn
23 und dein Sperriap- pen 24. an -der Xurvenscheibe
6
zusammen.
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. Die Anlenkpunkte der Stange #17 sind dabei so gewählt, daß
eine Bewegung der Umlenkrolle 113
zum Film 107 hin (nach rechts schwenken
des Hebels 114) die Sperrklinke 118 in Sperrstellung bringt. Eine' Zewegung
des Hebels 114 gegen die Wirkung der - Feder 116 (nach links'schwenken
-des Hebels 11-4) bewirkt - ein Ausheben der Sperrklinke 1-18.
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Der bereits früher erwähnte Schalthebel 66, der mittels der
Stange 65'nilt dem Hebel 44 verbunden ist, lagert schwenkbar auf einer gehäusr-fest
gelagerten Welle 121.- auf der gleichzeitig, das ebenfalls bereits erwähnte Schneckelirad
92 sowie ein Reibrad 122 befestigt sind. Der Schalthebel 66 trägt
drei Refbräder 123 bis 125-. Die Reibräder 123 und 125
stehen im stbdigen
Reibkontakt mit dem Reibrad 122 auf der Welle 121. Das Reibrad 124 hat wiederum
ständigen Reibkoniakt mit dern' Reibrad 125. Da das Reibrad 125 *also
als Zwi5dhenrad wirkt, laufen die beiden Reibräder 123 und 124 bei laufendem
Motor 40 also ständig in entgegengesetzter Laufrichtung um. Die Reibräder
123 und 124 können durch Schwenken des Schalthebels 66 wechselweise
in Reibkontakt mit einem weiteren Reibrad 126 auf der Welle 89 gebracht
werden, auf der auch der Umlaufverschluß 90 und die Hub- und Plankurve,
91
sitzen. Die Lagerung des Schalthebels 66 und sein Bewegungsbereich
sind so gewählt, daß er durch den Projektionsstrahlengang hindurch schwenkbar ist.
Er ist deshalb auch als Abdäckblende 127 und gleichzeitig als Halter für
ein Filter 128 geformt. Ein nach außen tretender Griffteil 129 des
Schalthebels 66 kann auf' vier verschiedene Betriebsarten eingestellt werden,
wie in den F i g. 7 bis 10 angedeutet ist. -Dabei bedeuten die einzelnen
Marken-130 »Vorlaufprojektion«, 131 »Stillstand ohne Licht«, 132 -
»Stillstand -mit Licht« und 133 »Rücklaufprojektiön«'.
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Die Schalteinrichtung nach dem gezeigten Ausführungsbeispiel funktioniert
wie folgt.-. In die Aufnahinevorrichtung eines an eine Stromquelle angeschlossenen
Projektors wird eine Kassette 3 eingesetzt. Die Schalteinrichtung des. Projektors
ist dabei in Ruhestellung (Fig. 1).
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Zwecks Inbetriebnahme des Projektors wird der Drehknopf
5 des zentralen Schaltorgans 4 nach rechts-g#dreht in die Stellung »Ein«.
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Die F i g. 2 zeigt die Schalteinrichtung kurz -nach dem Einschalten.
Die Kurvenscheibe 6 ist nach rechts gedTeht, und -die Sperrklinke
118 hat sich u- nter der Wirkung der Feder 116 vor den Sperrza-hn-23
gelegt. Gleichzeitig wurde dieSpiralfeder 12 auf der Trommel-7 gespannt.
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Die Einschältbew#egung steuerte über die Kurvenscheibe#6 mehrere,'Schältbewegungen.
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Der Steuernocken--19- gchaltete den elektrischen Schalter25 für den
Motor-der Lampenstromkreise ein. Der -Steuernocken 20 hob den Winkelhebel
26
aus, bis der schwenkbare Spulenarm 52 mit seiner Aussparung
58 über den Fortsatz 59 fiel und damit der Filmaufwickelkern 54 sich
auf die innere Stufe der Stufenrolle 57 legte, wodurch der Winkelhebel
26
in seiner ausgehobenen Stellung gehalten wird. Unter Vermittlung der Feder
32 wurde der Hebel 29 in das Innere der Kassette 3 eingeschwenkt,
bis die Antriebssehnur 36 auf der Schnurrolle 35 sich auf den Filrawickel
der Filmspule 49 in der Kassett" gelegt hafte. Auf diese Weise kann jetzt der Motor
4 über die Antriebsschnüre 36 und * 37 den- Filmwickel antreiben.
Der Anfang des Films 107 wird durch das, Kassettenmaul nach » außen-
geschoben, hinein in
die Filinführung 111.
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Der Steuernocken 21 hat den Hebel 60 nach außen gedrückt und
über die Stange 62 und die stärkere Feder 63 den Hebel 44 gegen die
- Wirkung 'der schwächeren Feder 45 verschwenkt, bis die Über dir, gchnurrolle 46
gespannte Antriebssch -nur 47 sich an die Reib-Schnur-Rolle 50 angelegt hat.
Damit wurde, die- Getriebekette vom Motor 40 über die Antriebsschnüre 41, 47 und
55 a bis zum Filmaufwickelhrn 54 geschlossen. Der Filinapfwicke
lkern 54 wüd' -in Aufwiükelrichtung angetrieben, Da hierbei der Schalthebel
66 seine Lage » Vorlaufprojektion« unverändert beibehielt, glitt das
Langloch 64 über das eingebogene Ende der Stange 65. - -
.Der Steuernocken
22 hatte -den Hebel 68 nach außen gedrückt und über die, Stange
69 den Trägerkörper 70 mit der Filmandrückplatte 75 und den
Filmtransportrolleii 77 und 78 gegen die Wirkung der Feder
106 an die feste Filmbahn 103 heran-bzw. in die Mulden 104 und
105 hineingeführt. Dabei hat der Trägerkörper 70 beim Heranführen
an die
feste Fihnbahn 103 über seinen Lappen 94 und die, Stange
95 den kleinen Winkelliebel 96 aus seiner -Ruhestellung (F i
g. 11) heraus so geschwenkt, daS die Tastrolle 99'den Filmweg zwischen
sich und der Führungsrolle 100 freigibt (F i g-. 12).
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Die Filnitransportrollen 77 und 78 und der nicht dargestellte
Filratransportgreifer werden vom Motor 40 über das Schneckenrad 92, die Welle
121, das Reibradgetriebe 122, die Welle 89 und die Hub- und Plankurve
91 bzw. die Schnecke 8$, das Schneckenrad 86, die Schnurrolle
85 und die, Antriebsschnüre 83 und 84 angetrieben.
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Die Filmführung ist somit von der Kassette 3 bis zum Filmaufwickelkern
54 geschlossen und bereit zur Aufnahme des Films 107, der mittels der Antriebsschnur
36 auf der Schnurrolle 35 aus der Kassette 3 herausgefördert
wird.
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F i g. 3 zeigt die, Schalteinrichtung nach beendetem Einfädeln
des Films 107 bis zum Filmaufwickelkern 54. Der Film 107 wurde in
einer ersten Windung auf den Filmaufwickelkern 54 aufgewickelt. Dabe ,i hat er beim
Einlaufen zwischen den Filmaufwickelkern 54 und die Stufenrolle 57 den Filmaufwickelkern
54 von der inneren Stufe der Stufenrolle 57 auf deren äußere Stufe gehoben.
Beim gleichzeitigen Schwenken des Spulenarms 52 wurde der Winkelhebel
26 aus der Aus sparung 58 freigegeben-. Er fiel, unter der Wirkung
seiner Feder 27 zurück in seine Ausgangslage und nahm dabei über den Lappen
31
den Hebel 29 mit. Damit ist die Antriebsverbindung zwischen der
Antriebssehnur 36 und dem FilinwickeI auf, der Filffispule 49 in der Kassette
3 gelöst. - .
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Der Film kann nun w eiterlaufen bis zum Filmende. Wenn das Filmende
erreicht ist, spannt sich- das Filnistück zwischen dem am Kern der Filmspule 49
festgelegten Filmende und der Filmtransportrolle77. Bei diesem Spannen wird der
Hebel 114 mit der Umlenkrolle 113- vom Film 107 gegen die Kraft seiner
Feder 116 bewegt und bringt gleichzeitig über die Stange 117 die,
Sperrklinke 118 außer Eingriff mit dem Sperrzahn 23 der Kurvenscheibe
6. Die so freigegebene Kurvenscheibe 6 springt unter der Wirkung
ihrer
Spiralfeder 12 in ihre Ausgangsstellung zurück. Dadurch nehmen außer dem kleinen
Winkelhebel 96 sämtliche Schaltelemente die in F i g. 1 gezeigte Stellung
wieder ein. Obwohl der elektrische Schalter 25 für den Motor 40 dabei geöffnet
wird, läuft der Motor 40 weiter, weil sein Versorgungsstromkreis über den elektrischen
Schalter 102 geschlossen bleibt. Die Filmtransportrollen 77 und
78
und der Filmtransportgreifer kommen, durch das Zurückführen des Trägerkörpers
70 in seine Ruhestellung, außer Eingriff mit dem Film 107. Die jetzt
an der Reibrolle 48 anliegende Antriebsschnur 47 auf der Schnurrolle 46 treibt über
diese Reibrolle 48, die am äußeren Rand eines der Flansche der Filmspule 49 anliegt,
die Filmspule 49 rückwärts. Da gleichzeitig der Antrieb des Filmaufwickelkerns 54
unterbrochen ist, kann der Film 107 leicht zurückgespult werden. Wenn der
nun zum Filmende gewordene Filmanfang die Tastrolle 99 und die Führungsrolle
100 passiert hat, schwenkt auch der kleine Winkelhebel 96 in seine
Ruhestellung. Der elektrische Schalter 102 wird geöffnet und damit der Speisestromkreis
für den Motor 40 unterbrochen. Die kinetische Energie der bewegten Teile genügt,
um das beim Abschalten noch aus der Kassette 3 ragende Filmende in die Kassette
3 hineinzuziehen. Selbstverständlich ist es auch möglich, eine elektrische
Verzögerungsschaltung einzusetzen, die einen genügenden Nachlauf des Motors 40 gewährleistet,
um das Filmende in die Kassette 3 einzuziehen.
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Soll der Projektorlauf vor Erreichen des Filmendes unterbrochen werden,
drückt man die Rückstelltaste 8 in den Drehknopf 5 hinein. Damit wird
die Kurvenscheibe 6 mit ihrem Sperrzahn 23 aus dem Bereich der Sperrklinke
118 seitlich herausbewegt. Die Kurvenscheibe 6 springt unter der Wirkung
ihrer Spiralfeder 12 zurück, bis der Sperrlappen 24 an die Sperrklinke
118 anschlägt. Die Folge ist das gleiche wie beim Erreichen des Filmendes.
Der Film wird bei geöffneter Filmbahn im Bildfensterbereich in die Kassette
3 zurückgespult.
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Für Wählschaltungen, insbesondere während der Projektion, ist der
Schalthebel 66 vorgesehen. Wird dieser Schalthebel 66 aus seiner Normalstellung
»Vorlaufprojektion« (F ig.7) in die Stellung »Stillstand ohne Licht« (F i
g. 8) geschaltet, legt sich der undurchsichtige Teil 127 dieses Schalthebels
66 in den Projektionsstrahlengang. Es dringt kein Projektionslicht mehr nach
außen. Gleichzeitig wird das Reibrad 123 vom Reibrad 126 abgehoben.
Der Umlaufverschluß 90, der Filmtransportgreifer und die Filmtransporttrommeln
77 und 78 stehen still.
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Beim Schalten des Schalthebels 66 auf die Stellung »Stillstand
mit Licht« (F i g. 9) bleibt der Antrieb über das Reibrädergetriebe ebenfalls
unterbrochen. Jedoch dringt das Projektionslicht durch das Filter 128. Das
Filter 128 schützt dabei das im Bildfenster 76 stehende Filmbild vor
Wärmeschäden bei der Projektion.
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In der Schaltstellung »Rücklaufprojektion« wird schließlich das Reibrad
126 über die Reibräder 122, 124 und 125 angetrieben. Der Schalthebel
66 gibt das Bildfenster 76 frei. Der Film wird rückwärts transportiert.
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Während bei den den Fihnlauf unterbrechenden Schaltungen (F i
g. 8 und 9) über die Stange 65 die Antriebsschnur 47 auf der
Schnurrolle 46 lediglich aus dem Reibungsschluß mit der Reib-Schnur-Rolle
50 gelöst war, legt sich die Antriebsschnur 47 in der Schaltstellung »Rücklaufprojektion«
an die Reibrolle 48 an und wickelt somit auch hier in der bereits beschriebenen
Weise den Film107 zurück in die Kassette 3. Die hierfür nötige Bewegung des
Hebels 44 ist zugelassen, obwohl der Hebel 60 mit der Stange 62 in
seiner Vorlaufstellung (F i g. 2 und 3)
verharrt, weil die Ausgleichsfeder
63 zwischen die Stange 62 und den Hebel 44 geschaltet ist.