DE1243677B - Verfahren zur Herstellung von Sulfonsaeureestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Sulfonsaeureestern

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DE1243677B
DE1243677B DEE29830A DEE0029830A DE1243677B DE 1243677 B DE1243677 B DE 1243677B DE E29830 A DEE29830 A DE E29830A DE E0029830 A DEE0029830 A DE E0029830A DE 1243677 B DE1243677 B DE 1243677B
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sulfonic acid
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Dr Dieter Paul Max Klamann
Dr Klaus Ulm
Dr Peter Weyerstahl
Dr Friedrich Nerdel
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Esso AG
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Esso AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C303/00Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides
    • C07C303/26Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides of esters of sulfonic acids

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Sulfonsäureestern Es ist bereits bekannt, Sulfohalogenide mit Alkoholen in Gegenwart einer Base, z. B. Alkalihydroxyd oder Pyridin, zu Sulfonsäureestern umzusetzen. Bislang wurden Sulfonsäureester der l-Hydroxy-2-halogen- bzw. 1,2-Bis-hydroxy-Verbindungen ebenfalls nach diesem Verfahren hergestellt, das wegen seiner relativ langen Reaktionszeiten und der vergleichsweise umständlichen Aufarbeitung und Reinigung der Reaktionsprodukte nachteilig ist. Die notwendige Entfernung der Reaktionswärme durch Kühlung und das Verwerfen oder aufwendige Aufarbeiten der als Nebenprodukte anfallenden Basen-Hydrohalogenide bzw. Alkalihalogenide verursachen außerdem erhebliche Nebenkosten.
  • Es ist ferner bekannt, Sulfonsäuren unter saurer Katalyse mit Epoxyden zu ß-Oxyalkyl-Sulfonsäureestern umzusetzen. Bei dieser Umsetzung tritt das heteropolar abgespaltene Proton der Sulfonsäure an den Sauerstoff des Epoxyds, während der Sulfonsäurerest mit dem betreffenden Kohlenstoffatom des Epoxyds eine Bindung eingeht. Die gewünschten Sulfonsäure-,B-halogenalkylester können mit Hilfe dieser Umsetzung nur auf einem sehr umständlichen dreistufigen Weg dargestellt werden: das zunächst vorliegende Sulfonsäurechlorid muß unter Verlust des Chlors verseift werden; an die Verseifung muß sich die Umsetzung der Sulfonsäure mit dem Epoxyd zur ß-Oxyalkyl-Sulfonsäure anschließen, welche dann mit Hilfe eines Chlorierungsmittels chloriert werden muß.
  • Die direkte unkatalysierte Umsetzung von Carbonsäurechloriden mit Epoxyden führt neben den gewünschten Verbindungen zu mehr oder weniger großen Anteilen höhermolekularer Produkte als Nebenprodukten.
  • Es wurde nun überraschend gefunden, daß man Epoxyde direkt mit Sulfonsäurechloriden in hoher Ausbeute zu den gewünschten Sulfonsäureestern umsetzen kann, wenn man das Epoxyd durch Zugabe eines geeigneten Katalysators zur Pseudobase aktiviert.
  • Gegenstand der Erfindung ist demgemäß ein Verfahren zur Herstellung von Sulfonsäureestern der allgemeinen Formeln R-SO2-O-CHR'-CHR"-Cl und R-SO2-O-CHR'-CHR"-O-SO2-R in denen R einen gegebenenfalls halogensubstituierten Aryl-, Alkaryl- oder Alkylrest und R' sowie R" Wasserstoffatome, Halogenatome oder gegebenenfalls halogensubstituierte Alkylreste darstellen, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß man ein Sulfonsäurechlorid der allgemeinen Formel R - SO2 - CI bei Temperaturen von etwa 100 bis 200"C in Gegenwart katalytischer Mengen quartärer Salze von Elementen der 5. Hauptgruppe des Periodensystems mit äquimolaren oder überschüssigen Mengen eines Epoxydes der allgemeinen Formel umsetzt.
  • Als Katalysatoren sind quartäre Salze von Elementen der 5. Hauptgruppe des Periodensystems geeignet.
  • Neben den besonders bevorzugten Tetraalkylammoniumsalzen sind auch die entsprechenden Phosphonium- und Arsoniumsalze verwendbar. Bei Verwendung der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Katalysatoren kann die Reaktion im wesentlichen frei von unerwünschten Nebenreaktionen und ohne Zersetzung der Ausgangs- und Reaktionsprodukte bei Temperaturen zwischen 100 und 200"C in kurzer Zeit durchgeführt werden. Friedel-Crafts-Katalysatoren, wie AlC13 oder ZnCl2, sind infolge ihres Säurecharakters für die Reaktion ungeeignet, da sie bei Temperaturen oberhalb von etwa 50"C Zersetzung verursachen und bei darunterliegenden Temperaturen erst nach mehrtägiger Reaktion einen ausreichenden Umsatz ergeben und vor der Aufarbeitung der Reaktionsmischung eine Abtrennung des Katalysators erforderlich machen.
  • Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird zweckmäßig das Epoxyd in feiner Verteilung in das mit dem Katalysator versetzte und auf Reaktionstemperatur erwärmte flüssige oder in einem inerten Lösungsmittel gelöste Sulfohalogenid eingebracht. Dabei können gasförmige oder leichtflüchtige Epoxyde, z. B. Äthylenoxyd oder Propylenoxyd, gegebenenfalls vermischt mit Inertgas, gasförmig eingeleitet werden. Höhersiedende Epoxyde, z. B. Epichlorhydrin, werden vorzugsweise langsam in die Reaktionsmischung eingetropft.
  • Die Umsetzung kann kontinuierlich oder diskontinuierlich und je nach Art der Ausgangsstoffe und der Reaktionstemperatur bei normalem, vermindertem oder erhöhtem Druck durchgeführt werden.
  • Die Umsetzung erfolgt bei Temperaturen zwischen 100 und 200"C, vorzugsweise 120 bis 170"C, und ist je nach Art der Ausgangsstoffe in etwa 30 bis 90 Minuten beendet. Die gebildeten Sulfonsäureester können aus der Reaktionsmischung auf übliche Weise vorzugsweise durch Destillation abgetrennt und gereinigt werden. Bezogen auf den Umsatz werden normalerweise Ausbeuten von 90 bis 9501o erhalten.
  • Bei der erfindungsgemäßen Umsetzung wird neben dem Sulfonsäure-ß-halogenalkylester als Nebenprodukt eine meist geringe Menge des entsprechenden Alkylenglykol-bis-sulfonsäureesters erhalten. Unter geeigneten Reaktionsbedingungen, insbesondere höheren Temperaturen und überschüssigem Epoxyd, können die Alkylenglykol-bis-sulfonsäureester auch als Hauptprodukt erhalten werden. Dabei wird z. B. bei der Umsetzung des Sulfohalogenids mit überschüssigem Äthylenoxyd neben dem Äthylenglykol-bis-sulfonsäureester Dichloräthan gebildet. Dementsprechend wird das Sulfohalogenid mit dem Epoxyd zweckmäßig im Molverhältnis 0,1 bis 10:1, vorzugsweise 0,5 bis 2:1, umgesetzt. Zur Herstellung der Sulfonsäureß-halogenalkylester können zweckmäßig etwa äquimolare Mengen Sulfohalogenid und Epoxyd umgesetzt werden. Zur Herstellung der Alkylenglykolbis-sulfonsäureester wird vorzugsweise etwa die doppelte molare Menge Epoxyd verwendet. Die zugegebene Katalysatormenge beträgt, bezogen auf das Sulfohalogenid, je nach Art der Ausgangsstoffe und des Katalysators sowie der Reaktionsbedingungen etwa 0,1 bis 10, vorzugsweise 1 bis 5 Molprozent.
  • Als Epoxyd werden gegebenenfalls halogensubstituierte offenkettige Alkylenoxyde, insbesondere Äthylenoxyd, Propylenoxyd oder Butylenoxyd, verwendet.
  • Es können auch halogenierte Epoxyde, z. B. Epichlorhydrin, verwendet werden.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren bietet eine einfache und breit anwendbare Methode, nach welcher man bei kurzer Reaktionszeit und guter Ausbeute zahlreiche bekannte und unbekannte Sulfonsäureester herstellen kann. Das Verfahren eignet sich insbesondere zur Darstellung von anderweitig schlecht zugänglichen Sulfonsäureestern mit ungewöhnlicher Struktur, insbesondere der Alkoholkomponente sowie auf definierte Weise halogensubstituierten Derivaten.
  • So sind z. B. die erfindungsgemäß durch Umsetzung mit Epichlorhydrin zugänglichen ß,ß' - Dichlorisopropylester nach bisher bekannten Verfahren nur schwer zugänglich. Im Gegensatz zu allen bekannten Verfahren verbleibt das Halogenatom des Sulfohalogenids nach Übergang in die ß-Stellung der Alkoholkomponente im Sulfonsäureester erhalten und wird nicht durch basische Materialien entfernt.
  • Diese im Verfahren begründeten überraschenden Merkmale unterscheiden das erfindungsgemäße Verfahren grundlegend von den vorbekannten Methoden.
  • Die erfindungsgemäß hergestellten halogensubstituierten Sulfonsäureester besitzen als Biocide (Acari- zide) und Cytostatica unmittelbare gewerbliche Verwertbarkeit. Weiterhin können die erfindungsgemäß erhaltenen halogensubstituierten Sulfonsäureester infolge der unterschiedlichen Reaktionsfähigkeit der Halogenatome und der Sulfonestergruppe durch selektive Umsetzung in zahlreiche andere technisch wertvolle Produkte umgewandelt werden. Auch die nicht halogensubstituierten Sulfonsäureester sind je nach ihrer Struktur als Schmierölzusätze, Färberei-, Druck- und Textilhilfsmittel, insbesondere in Faserpräparationen und Avivagen, verwendbar.
  • Im folgenden wird die Erfindung an Hand von Beispielen näher erläutert.
  • Beispiel 1 In einem Frittengefäß wurden 28,75 g (0,25 Mol) Methansulfochlorid mit 0,5g (0,0025 Mol) Tetraäthylammoniumbromid versetzt und auf 125 bis 135dz erwärmt. Innerhalb einer Stunde wurden 11,0 g (0,25 Mol) Äthylenoxyd eingeleitet. Bei der Aufarbeitung der Reaktionsmischung wurden durch Destillation 19,9 g Methansulfonsäure-p-chloräthylester vom Siedepunkt Kp.lo = 124"C und aus dem Rückstand 3,5 g Äthylenglykol-bis-(methansulfonsäure)-ester vom Schmelzpunkt 43 bis 45"C, erhalten.
  • Dies entspricht einer Ausbeute, bezogen auf eingesetztes Sulfochlorid, von 50,2 bzw. 12,8 °/0.
  • Beispiel 2 In der Apparatur gemäß Beispiel 1 wurden 31 g (0,175 Mol) Benzolsulfochlorid mit 0,5 g (0,0025 Mol) Tetraäthylammoniumbromid auf 150"C erhitzt und innerhalb von 30 Minuten 7,7 g (0,175 Mol) Äthylenoxyd eingeleitet. Bei der Aufarbeitung der Reaktionsmischung wurden durch Destillation 18,6 g Benzylsulfonsäure-fl-chloräthylester vom Siedepunkt Kpol = 119 bis 121"C und 7,6 g Äthylenglykol-bis-(benzolsulfonsäure)-ester vom Schmelzpunkt 49 bis 51"C erhalten. Die Ausbeute, bezogen auf eingesetztes Sulfochlorid, beträgt 47,0 bzw. 25,40/,.
  • Beispiel 3 Es wurden 28,15 g (0,15 Mol) p-Toluolsulfochlorid mit 0,5 g Tetraäthylammoniumbromid auf 170"C erwärmt und innerhalb einer Stunde 13,7 g (0,30 Mol) Äthylenoxyd eingeleitet. Bei der Aufarbeitung wurden 10,1 g Toluolsulfonsäure-ß-chloräthylester vom Siedepunkt KpeoRl = 130"C und 18,8 g Äthylenglykolbis-(p-toluolsulfonsäure)-ester vom Schmelzpunkt 125 bis 126"C erhalten. Die Ausbeute, bezogen auf eingesetztes Sulfochlorid, betrug 29,3 bzw. 68,3 °/0.
  • Dies entspricht einer nahezu quantitativen Umwandlung des Sulfochlorids.
  • Beispiel 4 Es wurden 8,8 g (0,05 Mol) Benzolsulfochlorid mit 0,5 g (0,0025 Mol) Tetraäthylammoniumbromid versetzt und im Bombenrohr mit 2,9 g (0,05 Mol) Propylenoxyd 2 Stunden auf 150 bis 165"C erhitzt.
  • Bei der Aufarbeitung wurden 6,0 g eines Isomerengemisches von Benzolsulfonsäureestern mit einem Siedebereich Kp.0.1 = 115 bis 119"C erhalten. Dies entspricht einer Ausbeute, bezogen auf eingesetztes Sulfochlorid, von 52/o.
  • BeispielS Es wurden 33,3 g (0,175 Mol) p-Toluolsulfochlorid mit 0,5 g (0,0025 Mol) Tetraäthylammoniumbromid versetzt und bei 140 bis 150"C in der Schmelze innerhalb von 2 Stunden 16,3 g (0,175 Mol) Epichlorhydrin langsam zugetropft. Aus der beim Erkalten weitgehend kristallisierten Reaktionsmischung wurden nach Abfiltrieren geringer Ölanteile 32,3 g p-Toluolsulfonsäure-fl,ß'-dichlorisopropylester erhalten mit einem Schmelzpunkt nach Umkristallisieren aus Isopropyläther-Petroläther von 54 bis 56"C. Dies entspricht einer Ausbeute, bezogen auf eingesetztes Sulfochlorid, von 64,6°/o.
  • Beispiel 6 Es wurden 31 g (0,175 Mol) Benzolsulfochlorid mit 0,54 g (0,0025 Mol) Tetraäthylphosphoniumbromid auf 150"C erhitzt und innerhalb einer Stunde 7,7 g (0,175 Mol) Äthylenoxyd eingeleitet. Bei der Aufarbeitung der Reaktionsmischung durch Destillation wurden 17,9 g Benzolsulfonsäure-chloräthylester, Kp.0.1 119 bis 120"C, und 7,2 g Äthylenglykolbis-(benzolsulfonsäure)-ester vom Schmelzpunkt 48 bis 50"C erhalten. Die Ausbeute, bezogen auf eingesetztes Sulfochlorid, beträgt 45,0 bzw. 23,6 O/o.
  • Beispiel 7 Es wurden 33,3 g (0,175 Mol) p-Toluolsulfochlorid mit 0,65g (0,0025 Mol) Tetraäthylarsoniumbromid versetzt und auf 160 bis 170"C erwärmt und innerhalb einer Stunde 7,7 g (0,175 Mol) Äthylenoxyd eingeleitet. Bei Aufarbeitung der Reaktionsmischung wurden 20,4 g Toluolsulfonsäure-ß-chloräthylester, Kp.0,1 = C, und 8,1 g Äthylenglykol-bis-(p-Toluolsulfonsäure)-ester vom Schmelzpunkt 125 bis 126° C erhalten.

Claims (1)

  1. Die Ausbeute, bezogen auf eingesetztes Sulfochlorid, beträgt 49,3 bzw. 19,9 °/o Patentanspruch: Verfahren zur Herstellung von Sulfonsäureestern der allgemeinen Formeln R-SO2-O-CHR'-CHR"-Cl und R-S02-O-CHR'-CHR"-O-SO2-R in denen R einen gegebenenfalls halogensubstituierten Aryl-, Alkaryl- oder Alkylrest und R' sowie R" Wasserstoffatome, Halogenatome oder gegebenenfalls halogensubstituierte Alkylreste darstellen, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Sulfonsäurechlorid der allgemeinen Formel R -502- Cl bei Temperaturen von etwa 100 bis 200"C in Gegenwart katalytischer Mengen quartärer Salze von Elementen der 5. Hauptgruppe des Perioden systems mit äquimolaren oder überschüssigen Mengen eines Epoxydes der allgemeinen Formel umsetzt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: H o u b e n - W e y 1, Methoden der organischen Chemie, Bd. IX, S. 670.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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KR102913803B1 (ko) * 2025-01-10 2026-01-16 한국화학연구원 매염제 조성물 및 이를 포함하는 염색방법

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