DE119229C - - Google Patents

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DE119229C
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
M 119229 KLASSE 22 b.
Schmidt und Gattermann haben in ihrer Veröffentlichung (Ber. 29, 2934) die Hypothese aufgestellt, dafs bei Behandlung von Nitroanthrachinonen mit Schwefelsesquioxyd inter
JVO,
mediär Hydroxylaminverbindungen entstehen, die durch die concentrirte Schwefelsäure sofort in Amidooxyanthrachinone umgelagert werden:
NHOH OH NH-
NHOH
Bis jetzt ist es jedoch in keinem Falle gelungen, aus der Schwefelsesquioxydschmelze Hydroxylaminverbindungen zu isoliren, bei der grofsen Neigung der Hydroxylaminverbindungen, sich mit Schwefelsäure zu Amidooxy verbindungen umzulagern, war es auch keineswegs zu erwarten, dafs Hydroxylaminverbindungen in der Schwefelsesquioxydschmelze existenzfähig seien.
Es wurde nun die überraschende Beobachtung gemacht, dafs die beim Behandeln von Din.itrochrysazindisulfosäure mit Schwefelsesquioxyd entstehende Hydroxylaminverbindung im Gegensatz zu anderen Hydroxylaminverbindungen sehr beständig ist und sich leicht in guter Ausbeute und grofser Reinheit . isoliren läfst. Diese Thatsache bildet einen strikten Beweis für die Richtigkeit der Schmidt - Gattermann'sehen Hypothese.
NH0
OH.
Die Gewinnung der Hydroxylaminverbindung ist natürlich von gewissen Bedingungen abhängig. Es ist vor allen Dingen zweckmäfsig, keine zu hohe Concentration der rauchenden Schwefelsäure und keinen zu grofsen Ueberschufs an Schwefel zu verwenden. Einerseits wird nämlich (s. Patentschrift 116746) durch einen zu grofsen Ueberschufs von Schwefelsäureanhydrid das Chinonimid gebildet, andererseits bewirkt ein Ueberschufs von Schwefel leicht eine weitere Reduction zur Amidoverbindung (s. Patentschrift 108362). Für die Bildung der Hydroxylaminverbindung ist es gleichgültig, ob die Schmelze bei Gegenwart oder Abwesenheit von Borsäure ausgeführt wird; nur ist ein Zusatz von Borsäure zweckmäfsig, weil die Bildung von Chinonimid in diesem Falle ausgeschlossen ist (s. Patentschrift 115858). Die schützende Wirkung der Bor-
*) Frühere Zusatz-Patente: 100136, 100137, 105501, 108362, 119228.
säure geht in diesem Falle so weit, dafs selbst bei einem Ueberschufs von Schwefelsäureanhydrid und Schwefel die Hydroxylaminverbindung erst nach längerer Zeit zur Amidoverbindung weiter reducirt wird.
Die so erhaltene Hydroxylaminverbindung ist identisch mit der in der Patentschrift 100137 beschriebenen Hydroxylaminverbindung.
Zur Erläuterung des Verfahrens dienen folgende Beispiele:
Beispiel I.
In eine Lösung von 3,2 kg Schwefel in 400 kg 2oproc. Oleum werden 25 kg dinitrochrysazindisulfosaures Kali unter Rühren eingetragen, wobei durch Kühlung die Temperatur bei 40 bis 500 gehalten wird. Die Reaction ist vollendet, sobald die Lösung einer Probe in Wasser beim Uebersättigen mit Natronlauge eine rein grüne Farbe zeigt. Da bei längerem Stehen der Schmelze nach obigem Chinonimid gebildet wird, ist die fertige Schmelze sofort in Wasser zu giefsen. Die Hydroxylaminverbindung wird aus letzterer Lösung durch Kochsalz ausgeschieden und zeigt die in der Patentschrift 100137 angeführten Eigenschaften.
Beispiel II.
In eine auf 400 abgekühlte Lösung von 1 5 kg Borsäure in 300 kg 30 proc. Oleum werden unter Rühren 4 kg Schwefel und 25 kg dinitrochrysazindisulfosaures Kalium nach einander eingetragen, wobei die, Temperatur durch mäfsige Kühlung auf 40 bis 45 ° gehalten wird. Nachdem alles eingetragen ist, wird die Schmelze noch ι Stunde bei 45 bis 500 gehalten.
Die Aufarbeitung der Schmelze geschieht in derselbe Weise, wie im vorigen Beispiel angegeben ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Neuerung im Verfahren des Patentes 96364 bezw. des Zusatz-Patentes 1001.37 zur Darstellung von Dihydroxylaminchrysazindisulfosäure, darin bestehend, dafs man die Dinitrochrysazindisulfosäure bei 40 bis 50 ° mit Schwefelsesquioxyd reducirt.
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