DE1182058B - Photographischer Rollfilm - Google Patents
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: G 03 c
Deutsche KL: 57 b-2/01
Nummer: 1182 058
Aktenzeichen: E19789IX a / 57 b
Anmeldetag: 17. August 1960
Auslegetag: 19. November 1964
Die Erfindung bezieht sich auf einen photographischen Rollfilm mit einem von einem lichtundurchlässigen
Abdeckstreifen geschützten, eine lichtempfindliche Emulsionsschicht tragenden Filmstreifen,
der mit den einzelnen Bildfeldern zugeordneten öffnungen für den Eingriff eines Meß- und Transportstiftes
versehen ist.
Da der Abdeckstreifen das Eindringen des Meßoder Transportstiftes in die Öffnung des Filmstreifens
nur um den Betrag der Dicke des Filmes zuläßt, ist es bekannt, in der Kamera einen Distanzfinger
vorzusehen, der neben dem Meß- oder Transportstift zwischen den Filmstreifen und den Abdeckstreifen
eintritt und dadurch den Abdeckstreifen an dieser Stelle vom Filmstreifen abhebt. Dies hat aber
den Nachteil, daß es an der Stelle, an der der Distanzfinger zwischen den Filmstreifen und den
Abdeckstreifen eingeführt wird, leicht zu einem Klemmen oder Reißen kommen kann. Im Abdeckstreifen
selbst sich mit den Öffnungen im Filmstreifen deckende Öffnungen vorzusehen, kommt nicht in
Frage, weil dadurch der durch den Abdeckstreifen bezweckte Schutz gegen eindringendes Licht unterbrochen
wird.
Um diese Schwierigkeiten zu überwinden, geht die Erfindung von dem Gedanken aus, den Abdeckstreifen
so auszubilden, daß der durch die Öffnungen des Filmstreifens hindurchtretende Meß- oder Transportstift
der Kamera entweder auch den Abdeckstreifen durchdringen oder an einzelnen Stellen Teile
des Streifens abheben kann, indem in sich mindestens teilweise mit den Öffnungen des Filmstreifens deckenden
Gebieten des Abdeckstreifens linienförmige Schlitze vorgesehen sind. Dadurch wird erreicht, daß
der in die Öffnung des Filmstreifens eindringende Stift auch durch die Fläche des Abdeckstreifens hindurchtreten
kann, indem er entweder durch die Schlitze des Abdeckstreifens hindurchritt oder einzelne
Teile des Abdeckstreifens abhebt. Dadurch wird der wirksame Hub des Stiftes vergrößert, ohne
daß die lichtabschließende Wirkung des Abdeckstreifens an der betreffenden Stelle dauernd verschlechtert
wird.
In der folgenden Beschreibung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung an Hand der Zeichnungen
im einzelnen erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine von der Seite des Abdeckpapiers gesehene Ansicht eines photographischen Rollfilms mit
seinem Abdeckpapier,
F i g. 2 eine Ansicht des Filmstreifens ohne Abdeckpapier, und zwar der Seite, die an dem Abdeckstreifen
anliegt (die Figur zeigt auch den Klebstreifen durch Photographischer Rollfilm
Anmelder:
Eastman Kodak Company, Rochester, N. Y.
(V. St. A.)
Vertreter:
Dr.-Ing. W. Wolff und H. Bartels,
Patentanwälte, Stuttgart N, Lange Str. 51
Patentanwälte, Stuttgart N, Lange Str. 51
Als Erfinder benannt:
John Howard Eagle, Clifford Bushnell,
Hubert Nerwin, Rochester, N. Y. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 19. August 1959 (834 751)
den der Filmstreifen an dem Abdeckpapier befestigt ist),
F i g. 3 eine Teilansicht des Filmstreifens, gesehen
von der Emulsionsseite (die große Rechtecksfläche ist das lichtempfindliche Belichtungsflächenstück),
F i g. 4 bis 7 Teilansichten, die verschiedene Ausführungsformen für in dem Abdeckstreifen anzubringende
Schlitze zeigen,
F i g. 8 einen Querschnitt des Rollfilmstreif ens an
der Stelle einer Öffnung der Filmperforation, der zeigt, wie der Stift durch einen Schlitz im Abdeckpapier
gemäß der Ausführungsform von F i g. 5 hindurchragt,
F i g. 9 einen Schnitt längs der Längsachse des Rollfilmstrafens an der Stelle einer Öffnung, die
zeigt, wie der Transportstift durch die Öffnung des Filmes hindurchragt und stellenweise das gemäß
Fig. 7 geschlitzte Abdeckpapier örtlich von dem Film abhebt.
Der in F i g. 1 dargestellte Rollfilm weist auf seiner Rückseite einen ndatandurchlässigen Abdeckpapierstreifen
10 auf. Das eine Ende des Fümes ist mittels eines Klebstreifens 12 an einer Aufwickelspule 11
befestigt. Der dargestellte Rollfilm kann in einem Zweikammermagazin verwendet werden. Dabei ist
der Film in einer Kammer aufgespult, wird an der Belichtungsöffnung vorbeigezogen und auf die in der
anderen Kammer befindliche Aufwickelspule 11 aufgespult. Jedoch versteht es sich von selbst, daß die
Erfindung in gleicher Weise auf die übliche Ausfüh-
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rungsform von Rollfilmen anwendbar ist, bei welcher
der Film von einer Vorratsspule ab- und auf eine Aufwickelspule aufgewickelt und nach seiner Belichtung
wieder auf die Vorratsspule zurückgewickelt wird. Das vordere Ende 16 des Filmstreifens 13 ist,
wie aus F i g. 2 ersichtlich ist, mittels eines Klebstreifens 14 an der Vorderseite des Abdeckstreifens
10 befestigt. Die Emulsionsseite des in F i g. 1 dargestellten Filmes weist nach unten, die Enden 15 und
deckfähigkeit des Papiers nicht, solange der mittlere Teil der Schlitzanordnung flach bleibt. In den
F i g. 4 bis 7 sind verschiedene Schlitzanordnungen dargestellt.
Die in den F i g. 4, 5 und 6 dargestellten Anordnungen gestatten dem Stift 20 das Abdeckpapier zu
durchdringen, während bei der in F i g. 7 dargestellten Anordnung der mittlere Teil der Schlitzanordnung
von dem Stift aus der Ebene des übrigen Ab-
16 des Filmstreifens sind durch gestrichelte Linien io deckpapiers herausgebogen wird. F i g. 8 zeigt, wie
angedeutet. der Stift 20 durch den Mittelschlitz 24 der Schlitz-Auf der Emulsionsseite des Filmes ist eine Anzahl anordnung gemäß F i g. 5 hindurchritt und dabei in
von in gleichen Abständen angeordneten Belichtungs- die Aussparung 22 in der den Film abstützenden
flächenstücken 17 vorgesehen, wobei diese in F i g. 3 Wand 23 der Kamera hineinragt. Wie aus den
durch ausgezogene Linien und in F i g. 2 durch ge- 15 F i g. 5 und 8 hervorgeht, sind dabei die schmalen
strichelte Linien angedeutet sind. Diese lichtempfind- Streifen 25 des Papiers zwischen den parallelen
liehen Flächenstücke sind in bekannter Weise durch Schlitzen verwunden, damit der Stift 20 durch den
vorhergehende Belichtung der sie umgebenden Mittelschlitz hindurchtreten kann. Nach Zurück-Emulsionsfläche
bereits bei der Herstellung des Ziehung des Stiftes bewirkt die natürliche Rückfede-Filmes
festgelegt worden. Die restlichen noch nicht 20 rung des Papiers, daß das Schlitzgebiet wieder in
belichteten Teile der Emulsionsfläche, bestehend aus seinen ursprünglichen ebenen und flachen Zustand
den rechteckigen Flächen 31 und der schmalen zurückkehrt. Selbst wenn sich das Schlitzgebiet unter
Randfläche 32, werden für Zwecke der Identifizie- der Einwirkung ihrer eigenen Rückfederungseigenrung
des Filmes benutzt. Die Darstellung der Begren- schäften nicht völlig schließen sollte, stellt sich der
zung der lichtempfindlichen Flächen in den Zeich- 25 vorhergehende lichtdichte Zustand desselben doch
nungen als sichtbare Linie dienen nur der Erläute- wieder durch die Weiterbewegung des Filmes und
rung, denn vor der Entwicklung tritt keine sichtbare durch das Aufspulen weiterer Windungslagen über
Änderung des Emulsionsüberzuges ein. Wie schon dem Schlitzgebiet her. Wenn auch die in den Fig. 4
vorher erläutert, entspricht jedes Flächenstück 17 und 6 dargestellten Schlitzmuster querschnittsmäßig
dem Blickfeld des Kamerasuchers, ist aber wesent- 30 nicht genau das gleiche Aussehen haben wie das in
lieh kleiner als die in der Kamera belichtete Fläche, F i g. 8 dargestellte, so ist doch das zugrunde
um auf diese Weise sicherzustellen, daß die Fläche liegende Prinzip dasselbe. Die zuletzt genannten
17 in ihrer gesamten Größe belichtet wird, selbst in beiden Anordnungen sind derjenigen gemäß F i g. 5
dem Falle, daß die Fläche 17 nicht genau in der vorzuziehen, weil das Papier hierbei weniger stark
Querschnittsfläche der Kameraoptik zentriert wird. 35 verwunden wird, wenn der Stift durch den Mittelwie
aus den F i g. 2 und 3 hervorgeht, ist längs der schlitz hindurchtritt. Dagegen ist der Vorgang bei
Kante des Filmes, in der Nähe jedes Belichtungs- der Herstellung der Schlitze komplizierter als der bei
flächenstückes 17 jeweils eine öffnung 18 angeord- der Herstellung der Anordnung gemäß F i g. 5.
net. Diese Öffnungen brauchen natürlich nicht genau In F i g. 7 ist eine Schlitzanordnung dargestellt, bei
an den in den Zeichnungen dargestellten Stellen zu 40 der der Transportstift 20 nicht durch einen Schlitz in
liegen. Es muß nur jede öffnung gleichartig bezug- dem Abdeckpapier hindurchtritt, sondern nur den
lieh der ihr zugeordneten Belichtungsfläche angeordnet
sein. Außerdem müssen die Filmtransporteinrichtungen der Kamera, in der der Film benutzt wird,
sowie diejenigen des Vergrößerungs- oder Kopier- 45 der Wirkungsweise der Anordnung gemäß Fig. 7.
gerätes, in dem der entwickelte Filmstreifen kopiert Diese Anordnung besteht aus zwei ineinandergreifenwerden
soll, näherungsweise der gegenseitigen Anordnung der Belichtungsflächen und der öffnungen
des Filmes entsprechen. So ist beispielsweise bei der
des Filmes entsprechen. So ist beispielsweise bei der
mittleren Teil des Schlitzmusters abhebt. F i g. 9 ist ein Querschnitt durch eine öffnung entlang der Längsachse
des Rollfilmstreifens und dient zur Illustration
den U-förmigen Schlitzen 26, die eine gedachte S-förmige
Beanspruchungslinie 27 definieren, die gestrichelt angedeutet ist. Ein von dem Stift 20 auf den
in F i g. 2 dargestellten Lage der Öffnungen lediglich 50 mittleren Teil des von den Schlitzen 26 eingeschlos-
notwendig, daß die Belichtungsfläche 17 durch den die öffnung 18 durchdringenden Transportstift 20
innerhalb des im Vergleiche zu ihr größeren Kamerablickfeldes lagemäßig festgelegt wird. Beim Kopieren
des Filmes ist es in analoger Weise lediglich erfor- 55 derlich, daß der nicht dargestellte Transportstift des
Kopier- oder Vergrößerungsgerätes die lagemäßige Festlegung der inzwischen entwickelten Fläche 17
innerhalb der beim Kopieren belichteten Fläche be-
senen Flächenstückes ausgeübter Druck hat zur Folge, daß sich die gedachte Linie 27 etwas gerade
streckt und dabei die Schlitze an den Punkten 28 und 29, wie aus F i g. 9 ersichtlich, öffnet. Durch
dieses öffnen an den Punkten 28 und 29 wird ein Anpressen des Mittelteiles der Schlitzanordnung
durch den Stift an den Boden der Aussparung 22 in der den Film abstützenden Kamerawand 23 ermöglicht.
Der Vorteil dieser Schlitzanordnung liegt darin,
wirkt. Die ursprünglich bereits belichteten umliegen- 60 daß sie besonders günstige Eigenschaften bezüglich
den Flächenteile füllen dabei den restlichen Teil der Rückkehr in ihren ursprünglichen Zustand auf-
dieser belichteten Fläche aus. Um zu ermöglichen, weist.
daß der Stift 20 der Kamera das Abdeckpapier ent- In F i g. 1 ist eine zusätzliche Schlitzanordnung 30
weder durchdringt oder es örtlich abhebt, ist das dargestellt, die sich in der Nähe des Endes des Ab-Abdeckpapier
hinter jeder einzelnen Öffnung 18 mit 65 deckpapiers und bereits außerhalb des Filmstreifens
geschlitzten Gebieten 21 versehen, wie aus F i g. 1 befindet. Diese Schlitzanordnung ist vorgesehen, um
hervorgeht. Da bei der Anbringung der Schlitze im beim Herannahen des Endes des Rollfilmes den AufPapier kein Material entfernt wird, leidet die Ab- spulmechanismus zum Halten zu bringen," falls es
nicht erwünscht ist, daß der gesamte Filmstreifen auf die Aufnahmespule aufgerollt wird. Auf der Rückseite
des Abdeckpapiers können, wie in F i g. 1 dargestellt, Zeichen aufgedruckt sein, welche in einem
Fenster in der Kamerarückwand den Anfang und das Ende der Filmrolle sowie die Nummer der jeweils
eingestellten Belichtungfläche anzeigen. Das dargestellte Numerierungssystem benutzt eine fortlaufende
Folge von Nummern, damit das Ablesungsfenster an jeder beliebigen Stelle der Mittellinie des
Filmstreifens angebracht werden kann.
Claims (6)
1. Photographischer Rollfilm mit einem von einem lichtundurchlässigen Abdeckstreifen geschützten,
eine lichtempfindliche Emulsionsschicht tragenden Filmstreifen, der mit den einzelnen
Bildfeldern zugeordneten Öffnungen für den Eingriff eines Meß- oder Transportstiftes versehen
ist, dadurch gekennzeichnet, daß in sich mindestens teilweise mit den Öffnungen
(18) des Filmstreifens (13) deckenden Gebieten (H) des Abdeckstreifens (10) linienförmige
Schlitze (24, 26) vorgesehen sind.
2. Rollfilm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine aus drei einander parallelen
Schlitzen (24) bestehende Schlitzanordnung im Abdeckstreifen (10) vorgesehen ist, deren Mitte
sich mit der Lochmitte deckt.
3. Rollfilm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Abdeckstreifen (10) eine Schlitzanordnung
aus einem geraden, sich mit der· Lochmitte deckenden Mittelschlitz, dessen beide
Enden in entgegengesetzten Richtungen abgebogen sind, und zwei symmetrisch zu beiden
Seiten des Mittelschlitzes liegenden geraden Schlitzen besteht, die etwa so lang sind wie der
Mittelschlitz.
4. Rollfilm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Abdeckstreifen (10) eine Schlitzanordnung
aus einem sinusförmigen Schlitz, dessen Mitte sich mit der Lochmitte deckt, und zwei symmetrisch zu beiden Seiten des Mittelschlitzes
liegenden Schlitzen besteht, deren Verlängerungen den dem jeweiligen Schlitz zugekehrten
Bogen des sinusförmigen Schlitzes tangieren.
5. Rollfilm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Abdeckstreifen (10) eine Schlitzanordnung
aus zwei gegeneinander U-förmig gebogenen Schlitzen besteht, von denen jeweils der
eine Schenkel des einen Schlitzes zwischen beide Schenkel des anderen Schlitzes eingreift und
deren Stege parallel zur Rollfilmlängsachse verlaufen, wobei sowohl die eingreifenden Schenkel
als auch die Stege beider Schlitze je auf verschiedenen Seiten des zugehörigen Loches (18)
liegen.
6. Rollfilm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Abdeckstreifen (10) eine Schlitzanordnung
aus zwei ineinandergreifenden, sich nicht schneidenden Schlitzen besteht, deren zentrale
Teile auf verschiedenen Seiten und in gleichem Abstand von einer sich mit der Lochmitte
deckenden, gedachten Linie liegen und die sich mindestens bis zu dieser Linie erstrecken.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 511166, 601100,
904.
Deutsche Patentschriften Nr. 511166, 601100,
904.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
409 728/369 11.64 © Bundesdruckerei Berlin
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| US834751A US3086862A (en) | 1959-08-19 | 1959-08-19 | Roll film for photographic cameras |
Publications (1)
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