DE1158827B - Fotografische Kamera mit automatischer Belichtungswerteinstellung - Google Patents

Fotografische Kamera mit automatischer Belichtungswerteinstellung

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DE1158827B
DE1158827B DEA37318A DEA0037318A DE1158827B DE 1158827 B DE1158827 B DE 1158827B DE A37318 A DEA37318 A DE A37318A DE A0037318 A DEA0037318 A DE A0037318A DE 1158827 B DE1158827 B DE 1158827B
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DE
Germany
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locking
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ring
lever
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Granted
Application number
DEA37318A
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Gerd Kiper
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Agfa Gevaert NV
Original Assignee
Agfa AG
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Publication date
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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B9/00Exposure-making shutters; Diaphragms
    • G03B9/58Means for varying duration of "open" period of shutter
    • G03B9/62Means for varying duration of "open" period of shutter by varying interval of time between end of opening movement and beginning of closing movement

Description

  • Fotografische Kamera mit automatischer Befichtungswerteinstellung Gegenstand der Erfindung ist ein Zentralverschluß mit zwei während des Verschlußablaufes gleichsinnig bewegten Sektorenringen (Öffnungs- und Schließring) für fotografische Kameras mit automatischer Belichtungswerteinstellung.
  • Es ist bereits bekannt, den Verschlußablauf bei konventionellen Verschlüssen mit von Hand einstellbaren Zeiten und Blenden durch Einschaltung eines Vorlaufwerkes zeitlich gegenüber der Verschlußbetätigung bzw. Kameraauslösung um so viel zu verschieben, daß z. B. bequem Selbstaufnahmen hergestellt werden können. Es ist auch bereits für einen Verschluß mit Belichtungsautomatik eine Anordnung vorgeschlagen worden, welche den verzögernden Ablauf eines Vorlaufwerkes zwischen die Verschlußbetätigung bzw. Kameraauslösung und den Ablauf des selbsttätigen unter Federkraft ablaufenden Belichtungswertabtast- und -steuermechanismus einschaltet, wobei letzterer dem eigentlichen Verschlußablauf mit Öffnen und Schließen der Sektoren zwangläufig vorausgeht. Verschlüsse der genannten Art, d. h. mit selbsttätig ablaufendem Belichtungswertabtast- und -steuermechanismus bauen jedoch sehr aufwendig und sind infolgedessen verhältnismäßig teuer und zudem störanfällig. Ein weiterer Nachteil ist in den vergleichsweise großen erforderlichen Kräften bzw. Momenten für die Verschlußspannung und Verschlußauslösung zu erblicken, die den Einsatz derartiger Verschlüsse als Automatverschlüsse, d. h. Verschlüsse mit einer einzigen Handhabe für Verschlußaufzug und anschließende Verschlußauslösung praktisch verbieten. Weiterhin ist ein Vorlaufwerk bekanntgeworden, welches nach seinem Ablauf die Abtastung und Einstellung der Belichtungswerte und die Verschlußbetätigung verursacht. Auch diese Anordnung ist aufwendig und platzraubend, so daß es kaum möglich ist, die bisher bekannten Vorlaufwerkanordnungen für Kameras mit automatischer Belichtungsregelung in sonst üblicher Weise innerhalb des Verschlußgehäuses unterzubringen. Zudem gestattet die letztgenannte Vorrichtung nicht, eine Objektmessung, beispielsweise zur richtigen Belichtung einer Aufnahme mit starken Kontrasten im Bildfeld (Kaminkehrer im Schnee), vorzunehmen.
  • Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, nicht nur eine einfache, auch Objektmessung ermöglichende Vorlaufwerkanordnung für Kameras mit automatischer Belichtungsregelung zu schaffen, sondern diese vor allem in bei normalen Kameras bekannter Weise in das Verschlußgehäuse einzubauen. Hierdurch soll vermieden werden, daß wertvoller Platz für das Vorlaufwerk und die zugehörigen Steuermittel für Verschluß und Belichtungsregelung im Kameragehäuse frei gehalten werden muß, was die Größe einer Kamera ungünstig beeinflussen oder die Unterbringung anderer Teile, wie etwa der Filmtransportwalze, der Steuerhebel für den Entfernungsmesser u. dgl., sehr erschweren würde.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich zur Lösung dieser Aufgabe besonders Verschlüsse mit zwei beim Verschlußablauf gleichsinnig bewegten Sektorenringen eignen. Gemäß der Erfindung ist ein derartiger Verschluß nun gekennzeichnet durch einen durch einen der Sektorenringe während dessen Ablaufbewegung betätigbaren Sperrhebel für den Belichtungswerteinsteller und durch ein wahlweise einschaltbares, die Bewegung des Öffnungsringes nach der Verschlußauslösung verzögerndes, an sich bekanntes Vorlaufwerk, wobei nach einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung durch einen am Schließring angeordneten Vorsprung die Betätigung des Sperrhebels während des Ablaufes des Schließringes verursacht wird. Vorteilhaft ist es dabei, eine einseitig werkende Sperrverzahnung im Belichtungswerteinsteller vorzusehen, in welche ein Sperrhebel zur Verhinderung eines Rücklaufes des Belichtungswerteinstellers vor Beendigung des Verschlußablaufes eingreift, oder ein Klemmrichtgesperre zwischen Belichtungswerteinsteller und Sperrhebel anzuordnen. Außerdem ist ein Ankersperrhebel angebracht, welcher am Ende der Spannbewegung des Verschlusses durch einen Lappen des Öffnungsringes aus der Sperrstellung des Ankers und damit des Vorlaufwerkes bewegbar ist. Zweckmäßigerweise ist ein Fanghebel am Vorlaufwerk angeordnet, welcher bei gespanntem Vorlaufwerk gegen Ende der Spannbewegung des Verschlusses mit einer Aussparung des Öffnungsringes in Eingriff gelangt und den Ablauf desselben bis zum Ende des Ablaufes des Vorlaufwerkes verhindert.
  • Durch die Kombination eines Verschlusses der eingangs erwähnten Art mit einem Belichtungswerteinsteller, welcher nach Einstellung der Belichtungswerte bis gegen Ende des Ablaufes mindestens eines der beiden Sektorenringe in der eingestellten Stellung blockiert ist, ergibt sich die vorteilhafte Möglichkeit, ein beliebig ein- und ausschaltbares, an sich bekanntes Vorlaufwerk üblicher serienmäßiger Bauart in bisher bei normalen Kameras üblicher Weise in das Verschlußgehäuse einzubauen, da die Belichtungswerteinstellung während des Ablaufes des Vorlaufwerkes durch die Blockierung des Belichtungswerteinstellers erhalten bleibt. Die Vorrichtung zeichnet sich außerdem noch dadurch aus, daß zur Lösung der gestellten Aufgabe außer dem an sich bekannten Verschluß, einem herkömmlichen Vorlaufwerk und dem für die Belichtungsregelung notwendigen Belichtungswerteinsteller, im wesentlichen nur ein zusätzliches Element, nämlich der von einem der Sektorenringe betätigbare Sperrhebel für den Behchtungswertemsteller, erforderlich ist, welcher seinerseits auch noch ohne weiteres im Verschlußgehäuse untergebracht werden kann.
  • Die Erfindung wird an Hand eines möglichen Ausführungsbeispiels beschrieben.
  • Die Erfindung ist jedoch nicht auf das beschriebene Beispiel beschränkt; sie ist auf die verschiedenartigsten Kombinationen von Sektoren- und Antriebsmechanismen und Belichtungswerteinsteuerungen anwendbar. Als Beispiele für weitere Kombinationsmöglichkeiten seien genannt: Zweiring-Sektorenantrieb als Spannverschluß mit Belichtungswerteinsteuerung von Blende und Zeit, Zweiring-Sektorenantrieb als Spannverschluß mit Belichtungswerteinsteuerung der Blende bei vorwählbaren Zeiten, Zweiring-Sektorenantrieb als Automatverschluß mit Belichtungswerteinsteuerung zunächst der Zeit und nachfolgend der Blende.
  • Die einzige Figur zeigt einen Verschluß nach dem Erfindungsgedanken im entspannten Zustand. In einem Verschlußgehäuse 1 sind um Zentrierungen 2 ein Sektorenöffnungsring 3, ein Sektorenschließring 4 sowie ein Blende-Zeit-Steuerring 5 drehbar geführt. Die drei Ringe stehen je unter der Wirkung einer der Rückstellfedern 6, 7, B. Der Sektorenschließring 4 stützt sich mit einem Mitnehmer 9 an einem Mitnehmer 10 des Sektorenöffnungsringes 3 und dieser an einem Gehäuseanschlag 11 ab. Der Blende-Zeit-Steuerring 5 stützt sich an einem Gehäuseanschlag 12 ab. Der Blende-Zeit-Steuerring 5 umfaßt einen aus dem Verschlußgehäuse 1 herausgeführten Arm 13, welcher in an sich bekannter Weise (wegen der besseren Übersicht jedoch nicht besonders dargestellt) mit der bei Kamerabetätigung erfolgenden Bewegung eines den Meßwert abtastenden Einstellschiebers gekuppelt ist. Der Blende-Zeit-Steuerring 5 weist ferner eine Zeitsteuerkurve 14 sowie eine Sperrverzahnung 15 auf und trägt schließlich noch eine der Zahl der Blendenlamellen entsprechende Anzahl von Stiften 16, von welchen wegen der besseren Übersicht nur einer gezeigt ist. Der Stift 16 wirkt mit einem Kurvenschlitz 17 einer Blendenlamelle 18 zusammen, die mittels eines weiteren, z. B. im Gehäuse festen Stiftes 19 zwangläufig geführt wird. Die Sektorenöffnungs-und -schließringe 3, 4 besitzen Steuerstifte 20, 21 zur Steuerung der Sektoren 22, von welchen ebenfalls wegen der besseren Übersicht nur einer dargestellt ist. Der Sektorenöffnungsring 3 besitzt noch einen Aufzugsstift 23 sowie einen Lappen 24. Der Aufzugsstift 23 wirkt in an sich bekannter Weise mit einer Schwinge 25 einer Betätigungshandhabe 26, der Lappen 24 mit einem Sperrhebel 27 für den Anker 28 eines Vorlaufwerkes zusammen. Weiterhin befindet sich an der Außenkontur des Sektorenöffnungsringes 3 eine Aussparung 32.
  • Der Sektorenschließring 4 umfaßt eine Nase 29 mit Hemmkante 30 sowie einen Lappen 31. Die kreisbogenförnüge Außenkontur der Nase 29 sowie Hemmkante 30 wirken mit dem Hemmstift 33 des Hemmsegmentes 34 zusammen, das um eine feste Achse 35 drehbar ist, unter der Wirkung einer Rückstellfeder 36 steht und sich im Eingriff mit dem Ritzel 37 mit der Schwungmasse 38 befindet. Am Hemmsegment 34 befindet sich noch ein Steuerstift 39, welcher beim Spannen des Verschlusses kurz vor dem Abrißpunkt (Verschlußauslösung) zur Anlage an der Zeitsteuerkuive 14 des Blende-Zeit-Steuerringes 5 gelangt.
  • Der Lappen 31 am Sektorenschließring 4 wirkt im abgelaufenen Zustand desselben auf einen Stift 40 eines Sperrhebels 41, der um eine feste Achse 42 drehbar ist, unter Wirkung einer Feder 43 steht und eine Sperrnase 44 umfaßt. Die Sperrnase 44 gelangt nach Beginn des Verschlußaufzuges in Wirkverbindung mit der Sperrverzahnung 15 des Blende-Zeit-Steuerringes 5. In die Aussparung 32 des Sektorenöffnungsringes 3 kann ein Lappen 45 eines Fanghebels 46 einfallen. Dieser Fanghebel 46 ist um eine feste Achse 47 drehbar und steht unter der Wirkung einer Feder 48; er stützt sich mit einem Stift 49 an einer Funktionskante 50 des Aufzugshebels 51 des Vorlaufwerkes ab. Der um eine feste Achse 52 zusammen mit einem Schaltrad 53 und einem Zahnrad 54 schwenkbare Aufzugshebel 51 liegt unter der Wirkung seiner Spannfeder 55 an einem Gehäuseanschlag 56 an. Um eine Achse 57 des Aufzugshebels 51 ist eine Schaltklinke 58 drehbar, die unter der Wirkung einer Feder 59 im Eingriff mit den Zähnen des Schaltrades 53 steht. Das Zahnrad 54 steht über zwischengeschaltete Ritzel und Räder im Bewegungseingriff mit einem mit dem Anker 28 zusammenwirkenden Steigrad 60. Die Aufzugshandhabe 26 ist um eine feste Achse 61 schwenkbar und steht unter der Wirkung einer Rückstellfeder 62. Die Schwinge 25 ist um einen Zapfen 63 der Aufzugshandhabe 26 drehbar. Sie stützt sich unter der Wirkung einer Feder 64 an der Achse 61 ab.
  • Es ist nun vorgesehen, daß kameraseitig in an sich bekannter Weise durch nicht dargestellte Mittel die Einsteuerung des gemessenen Belichtungswertes durch Verschwenken des Armes 13 am Blende-Zeit-Steuerring 5 in Richtung des Pfeiles 65 vor oder gleichzeitig mit dem Spannen des Verschlusses, jedoch vor dem Abriß des Aufzugsstiftes 23 von der Schwinge 25 (Verschlußauslösung) erfolgt. Weiterhin sei angenommen, daß das Vorlaufwerk durch Verschwenken des Aufzugshebels 51 in Richtung des Pfeiles 67 gespannt wurde, so daß sich der Lappen 45 des Fanghebels 46 unter Wirkung der Feder 48 am Außenumfang des Sektorenöffnungsringes 3 anlegen konnte. Wird nun die Betätigungshandhabe 26 in Pfeilrichtung 66 verschwenkt, so gelangt die Schwinge 25 in Eingriff mit dem Aufzugsstift 23, wodurch die Ringe 3, 4 unter Spannung ihrer Federn 6, 7 im Uhrzeigersinn verschwenkt werden. Durch Verschwenken des Sektorenschließringes 4 kann der Sperrhebel 41 mit seiner Sperrnase 44 in die Sperrverzahnung 15 am Blende-Zeit-Steuerring 5 einfallen und diesen somit gegen Rücklauf infolge der Wirkung der Feder 8 in der eingesteuerten Lage fesseln, in welcher Blendenlamellen und Zeitkurve in zueinander und zum gemessenen Belichtungswert kohärenten Einstellungen verharren. Gegen Ende der Versehwenkbewegung kann auch der Hemmstift 33 am Hemmsegment 34 hinter der Hemmkante 30 des Sektorenschließringes 4 einfallen, und zwar in einem durch die gefesselte Stellung des Blende-Zeit-Steuerringes 5 bestimmten Maße. Ebenfalls gegen Ende der Schwenkbewegung kann der Lappen 45 am Fanghebel 46 in die Aussparung 32 am Sektorenschließring 4 einfallen; eine Behinderung gegen eine geringfügige Weiterschwenkung der Ringe 3, 4 bis zum Eintritt des Abreißens des Aufzugsstiftes 23 von der Schwinge 25 tritt hierdurch nicht ein. Unmittelbar vor dem Abreißen läuft der Lappen 24 am Sektorenöffnungsring 3 gegen den Sperrhebel 27, so daß dieser den Anker 28 und damit den Ablauf des Vorlaufwerkes freigibt. Nach Abreißen des Aufzugsstiftes 23 von der Schwinge 25 bleibt der Sektorenöffnungsring 3 und damit auch der Sektorenschließring 4 zunächst vom Fanghebe146 gehalten. Der Aufzugshebel 51 des Vorlaufwerkes läuft unter der Wirkung seiner Spannfeder 55 entgegen Pfeilrichtung 67 unter überwindung der Ankerhemmung zurück. Gegen Ende dieser Rücklaufbewegung läuft die Funktionskante 50 des Aufzugshebels 51 gegen den Stift 49, wodurch der Fanghebel 46 mit seinem Lappen 45 wieder aus der Aussparung 32 herausgeschwenkt wird. Der solange gehaltene Sektorenöffnungsring 3 kann nun unter Wirkung seiner Feder 6 bis in Anschlaglage zurücklaufen, wodurch die Sektoren 22 geöffnet werden. Der Nachlauf des Sektorenschließringes 4 wird in dem durch die nach wie vor gefesselte Stellung des Blende-Zeit-Steuerringes 5 vorbestimmten Maße durch die Hemmanordnung 33 bis 38 verzögert, so daß das Schließen der Sektoren 22 nach einer dem gemessenen Belichtungswert angepaßten Belichtungszeit erfolgt. Erst nach Rücklauf des Sektorenschließringes 4 wird mittels dessen Lappen 31 der Sperrhebel 41 außer Eingriff mit dem Blende-Zeit-Steuerring 5 gebracht, so daß dieser unter Wirkung seiner Feder 8 in Anschlaglage zurücklaufen kann.
  • Bei nicht aufgezogenem Vorlaufwerk bleibt der Fanghebel 46 über den Stift 49 und die Funktionskante 50 des Aufzugshebels 51 gehalten, so daß er nicht in die Aussparung 32 am Sektorenöffnungsring 3 einfallen kann. Der Ablauf des Sektorenöffnungsringes 3 erfolgt dann bei Verschwenken der Handhabe 26 im Pfeilsinn 66 nach Abriß des Aufzugsstiftes 23 von der Schwinge 25 ohne Verzögerung. Auch hier findet in der vorbesehriebenen Weise eine Fesselung des Blende-Zeit-Steuerringes 5 in der dem gemessenen Belichtungswert zugehörigen eingesteuerten Stellung statt, bis nach Rücklauf des Sektorenschließringes der Verschlußvorgang beendet ist.
  • Wie bereits erwähnt wurde, stellt das beschriebene Ausführungsbeispiel nur eine mögliche Kombination von vielen denkbaren Sektorenantriebsmechanismen und Belichtungswerteinsteuerungen dar. Die im Beispiel verwendeten, an sich bekannten Bauuntergruppen, wie Aufzugsauslösung, Zeitregelwerk, Vorlaufwerk, sind naturgemäß gegen anders ausgebildete entsprechende Anordnungen austauschbar. Weiterhin ist es in ebenfalls bekannter Weise sinnvoll, Belichtungswerteinsteuerung und Verschlußbetätigung zu kuppeln. Insbesondere kann schließlich auch die Fesselung des Blende-Zeit-Steuerringes 5 durch andere als die dargestellten Mittel, Sperrnase 44 am Sperrhebel 41 und Sperrverzahnung 15, bewirkt werden. Im Hinblick auf eine möglichst stufenlose Einsteuerung und Fesselung von Belichtungswerten kommt hier vorzugsweise ein Klemmrichtgesperre in Betracht. Schließlich kann auch beispielsweise ein Verschluß zur Anwendung kommen, bei welchem der Öffnungsring nach der Öffnungsbewegung der Sektoren und nach überwinden des Zeitregelwerkes den Sektorenschließring und etwa gleichzeitig den Belichtungswerteinsteller freisetzt, da die Zeitregelung beim Freisetzen des Schließringes bereits erfolgt ist und der Belichtungswerteinsteller auf alle Fälle wesentlich langsamer in seine Ausgangslage zurückkehrt als der Schließring, so daß die eingestellte Blendenöffnung im fraglichen Zeitbereich noch erhalten bleibt. Funktionssicherer und weniger störanfällig sind die erfindungsgemäßen Anordnungen aber zweifellos, wenn erst der Sektorenschließring gegen Ende seines Ablaufes den Belichtungswerteinsteller freisetzt.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Zentralverschluß mit zwei während des Verschlußablaufes gleichsinnig bewegten Sektorenringen (Öffnungsring und Schließring) für fotografische Kameras mit automatischer Belichtungswerteinstellung, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Sektorenringe (4, 3) während seiner Ablaufbewegung einen Sperrhebel (41) für den Belichtungswerteinsteller (5) betätigt und daß ein wahlweise einschaltbares, an sich bekanntes Vorlaufwerk (45 bis 60) die Bewegung des öffnungsringes (3) nach der Verschlußauslösung verzögert.
  2. 2. Zentralverschluß nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen am Schließring (4) angeordneten Vorsprung (31) zur Betätigung des Sperrhebels (41) während des Ablaufes des Schließringes (4).
  3. 3. Zentralverschluß nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine einseitig wirkende Sperrverzahnung (15) im Belichtungswerteinsteller (5), in welche der Sperrhebel (41) zur Verhinderung eines Rücklaufes des Belichtungswerteinstellers (5) vor Beendigung des Verschlußablaufes eingreift.
  4. 4. Zentralverschluß nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Klemmrichtgesperre zwischen Belichtungswerteinsteller (5) und Sperrhebel (41).
  5. 5. Zentralverschluß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Ankersperrhebel (27), welcher am Ende der Spannbewegung des Verschlusses durch einen Lappen (24) des Öffnungsringes (3) aus der Sperrstellung des Ankers (28) und damit des Vorlaufwerkes (45 bis 60) bewegbar ist.
  6. 6. Zentralverschluß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Fanghebel (46), welcher bei gespanntem Vorlaufwerk (45 bis 60) gegen Ende der Spannbewegung des Verschlusses mit einer Aussparung (32) des Öffnungsringes (3) in Eingriff gelangt und den Ablauf desselben bis zum Ende des Ablaufes des Vorlaufwerkes (45 bis 60) verhindert.
  7. 7. Zentralverschluß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Vorlaufwerk (45 bis 60) und Belichtungswerteinsteller (5) sowie der Sperrhebel (41) innerhalb des Verschlußgehäuses (1) angeordnet sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Österreichische Patentschriften Nr. 214 764, 214765.
DEA37318A 1961-04-29 1961-04-29 Fotografische Kamera mit automatischer Belichtungswerteinstellung Granted DE1158827B (de)

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DEA37318A DE1158827B (de) 1961-04-29 1961-04-29 Fotografische Kamera mit automatischer Belichtungswerteinstellung
CH432262A CH396622A (de) 1961-04-29 1962-04-10 Zentralverschluss mit zwei während des Verschlussablaufes gleichsinnig bewegten Sektorenringen
GB1565262A GB937945A (en) 1961-04-29 1962-04-24 Photographic shutter unit and camera comprising the same

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT214764B (de) * 1959-09-23 1961-04-25 Gauthier Gmbh A Photographische Kamera mit selbsttätiger Belichtungseinstellung
AT214765B (de) * 1960-02-03 1961-04-25 Gauthier Gmbh A Photographische Kamera mit selbsttätiger Belichtungseinstellung

Patent Citations (2)

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AT214764B (de) * 1959-09-23 1961-04-25 Gauthier Gmbh A Photographische Kamera mit selbsttätiger Belichtungseinstellung
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