DE115002C - - Google Patents

Info

Publication number
DE115002C
DE115002C DENDAT115002D DE115002DA DE115002C DE 115002 C DE115002 C DE 115002C DE NDAT115002 D DENDAT115002 D DE NDAT115002D DE 115002D A DE115002D A DE 115002DA DE 115002 C DE115002 C DE 115002C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
blue
pct
sulfuric acid
dye
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT115002D
Other languages
English (en)
Publication of DE115002C publication Critical patent/DE115002C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B1/00Dyes with anthracene nucleus not condensed with any other ring
    • C09B1/50Amino-hydroxy-anthraquinones; Ethers and esters thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

e& i
?.* flaw*
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 22 6.
In der Patentschrift 105567 ist gezeigt, dafs bei der längst bekannten Darstellung von wasserlöslichen Farbstoffen durch Erhitzen von Dinitroanthrachinonen mit rauchender Schwefelsäure bisher nicht erkannte Zwischenproducte entstehen, welche den Charakter von Chinonimiden besitzen. Diese gehen, wie in der erwähnten Patentschrift erläutert, durch Einwirkung von Wasser oder verdünnter Säure in Polyoxyanthrachinonsulfosäuren über. Letztere bilden demgemäfs auch den wesentlichen Bestandtheil der wasserlöslichen Farbstoffe, die man aus jenen Dinitroanthrachinonschmelzen bei der bisher üblichen Aufarbeitung — Eingiefsen in Wasser und Aussalzen — gewonnen hat.
Durch Einwirkung von reducirenden Mitteln hingegen gehen diese Zwischenproducte, wie ebenfalls schon erwähnt ist, in Amidooxyanthrachinonsulfosäuren über, welche einen ganz verschiedenen tinctoriellen Charakter besitzen, wie die stickstofffreien Polyoxyanthrachinonsulfosäuren. Während letztere ungebeizte Wolle in saurem Bade in rothen alkaliunechten · Nuancen anfärben, erzielt man mit den entsprechenden Amidooxyverbindungen, welche durch Behandeln der Zwischenproducte mit Reduktionsmitteln entstehen, röthlich blaue bis rein blaue alkaliechte Nuancen. Da letztere sich durch hervorragende Lichtechtheit auszeichnen und aufserdem das Verfahren der Darstellung der neuen Farbstoffe ein äufserst einfaches und bequemes ist, so bedeutet vorliegende Erfindung einen erheblichen technischen Fortschritt.
Es ist nicht nothwendig, die Zwischenproducte erst zu isoliren und dann zu reduciren. Man verfährt vielmehr zweckmäfsig derart, dafs man entweder die das Zwischenproduct enthaltende Schmelze in mit einem Reductionsmittel versetztes Wasser giefst oder direct in die Schmelze ein geeignetes Reductionsmittel einträgt.
Das Verfahren wird durch folgende Beispiele erläutert:
Beispiel I.
10 kg ι · 5-Dinitroanthrachinon werden mit 200 kg rauchender Schwefelsäure von 30 pCt. Anhydridgehalt und 2 kg Schwefel während ι Y2 bis 2 Y2 Stunden auf 120 bis 1300 erhitzt. Man kühlt hierauf die Schmelze auf 20 bis 30° ab und giefst sie in dünnem Strahl in 2000 kg Eiswasser, welches mit 20 kg Natriumbisulfitlauge (40 procentig) versetzt wird. Man erwärmt hierauf auf 50° und salzt den Farbstoff mit Kochsalz aus. Wie in der Patentschrift 105567 bereits angeführt, besteht er wesentlich aus der Diamidoanthrachrysondisulfosäure der Patentschrift 73684.
Letztere löst sich in concentrirter Schwefelsäure mit rein gelber Farbe (die abweichende Angabe der Palentschrift 73684 bezieht sich offenbar auf unreine Substanz), welche durch Zusatz von Borsäure violettblau wird und nun ein charakteristisches Absorptionsspectrum zeigt.

Claims (1)

  1. Die Lösung in Wasser ist violettblau und wird auf Zusatz, von Natronlauge blau. Ungeheizte Wolle wird in saurem Bade in klaren, rein blauen Nuancen angefärbt.
    Wesentlich den gleichen Farbstoff erhält man, wenn in obigem Beispiel die rauchende Säure von 30 pCt. S Og-Gehalt durch solche von 10 bis 50 pCt. S Og-Gehalt ersetzt wird.
    Die Reduction in der Schmelze selbst wird durch folgendes Beispiel erläutert:
    Beispiel II.
    Die wie in Beispiel I erhaltene Schmelze wird auf 50° abgekühlt, dann werden 20 kg oder auch mehr Zinkgranalien eingetragen und das Ganze so lange gerührt, bis eine in Schwefelsäure gegossene Probe der Schmelze sich nicht mehr blau, sondern gelb auflöst. Man giefst hierauf die Schmelze vom Zink ab in Wasser und salzt den Farbstoff aus. Dieser ist identisch mit dem nach Beispiel I erhaltenen.
    Das Zink kann durch andere geeignete Reductionsmittel ersetzt werden, wie z.B. Zinn, Phenylhydrazin oder dessen Sulfosäuren u. s. w.
    10 kg ι
    Beispiel III.
    5-Dinitroanthrachinon werden mit 200 kg rauchender Schwefelsäure von 30 pCt. Anhydridgehalt 1Y2 bis 2J/2 Stunden auf 120 bis 1300 erhitzt. Die weitere Verarbeitung ist genau die gleiche wie in Beispiel I oder II. Das erhaltene Product zeigt den gleichen specifischen Charakter wie der nach diesen Beispielen erhaltene Farbstoff, färbt aber in weniger reinen Nuancen.
    Beispiel IV.
    10 kg ι · 5-DinitiOanthrachinon werden mit 200 kg rauchender Schwefelsäure von 40 pCt. Anhydridgehalt, 2 kg Schwefel und 10 kg Borsäure 2 bis 3 Stunden bezw. bis zum Eintritt der Wasserlöslichkeit auf 1400 erhitzt und die so erhaltenen Schmelzen nach Beispiel I oder II weiter verarbeitet. Der erhaltene Farbstoff ist identisch mit dem nach diesen Beispielen erhaltenen, färbt aber in noch ehvas reineren Nuancen.
    Das ι · 5 - Dinitroanthrachinon kann auch durch seine Isomeren, insbesondere durch das ι · 8-Derivat ersetzt werden. Die hierbei gewonnenen Resultate sind ganz analog.
    Der mittelst 30 bis 40 pCt. Oleum und ι · 8-Dinitroanthrachinon gewonnene Farbstoff löst sich in concentrirter Schwefelsäure mit röthlich gelber Farbe, welche durch Borsäure nicht wesentlich verändert wird. Die Lösung in Wasser ist violett, in Natronlauge grünlich blau. Ungeheizte Wolle färbt er in blauen Nuancen.
    Pa te νt-A ν Sprüche:
    Verfahren zur Ueberführung der nach dem Verfahren des Patentes 105567 erhältlichen Zwischenprodukte in neue stickstoffhaltige Farbstoffe durch Behandeln mit Reductions-, mitteln.
    Die speciellen Ausführungsformen des unter 1. beanspruchten Verfahrens, darin bestehend, dafs man ohne vorhergehende Isolirung der Zwischenproducte die durch ■ Erhitzen von Dinitroanthrachinonen mit rauchender Schwefelsäure von 10 bis 5opCt. Anhydridgehalt, mit oder ohne Zusatz von Reductionsmitteln, mit oder ohne Zusatz von Borsäure auf Temperaturen von 100 bis'1500 bis zur Wasserlöslichkeit erhältlichen·, diese Zwischenproducte enthaltenden Schmelzen entweder nachträglich mit einem geeigneten Reductionsmittel versetzt oder diese Schmelzen in eine mit einem Reductionsmittel versetzte Flüssigkeit giefst.
DENDAT115002D Active DE115002C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE115002C true DE115002C (de)

Family

ID=384452

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT115002D Active DE115002C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE115002C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE115002C (de)
DE456235C (de) Verfahren zur Darstellung von Anthrachinonderivaten
DE110769C (de)
DE105567C (de)
DE611379C (de) Verfahren zur Darstellung von wasserecht faerbenden Polychlorisodibenzanthronen
DE608442C (de) Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen
DE586906C (de) Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen
DE498067C (de) Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen
DE114200C (de)
DE570968C (de) Verfahren zur Herstellung eines gelben Kuepenfarbstoffes
DE210828C (de)
DE507344C (de) Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen der Anthrachinonreihe
DE71435C (de) Verfahren zur Darstellung blauer beizenfärbender Farbstoffe aus Dinitroanthrachinon
DE133686C (de)
DE58197C (de) Verfahren zur Darstellung von Sulfosäuren eines rothen basischen Naphtalinfarbstoffes
AT114422B (de) Verfahren zur Darstellung stickstoffhaltiger Anthrachinonderivate.
DE441586C (de) Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen
DE510600C (de) Verfahren zur Darstellung von halogenhaltigen Kuepenfarbstoffen der Dibenzanthron- und Isodibenzanthronreihe
DE114976C (de)
DE517440C (de) Verfahren zur Darstellung von halogenhaltigen Kuepenfarbstoffen
DE504599C (de) Tonerdelacke aus Anthrachinondisulfosaeuren
DE605937C (de) Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen
DE740052C (de) Verfahren zur Herstellung von halogenhaltigen Kuepenfarbstoffen der ª‡-Arylamino-ª‡'-aroylaminoanthrachinoncarbazolreihe
DE101486C (de)
DE56952C (de) Verfahren zur Darstellung von Alizarindisulfosäure