DE114461C - - Google Patents

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    • G—PHYSICS
    • G04—HOROLOGY
    • G04C—ELECTROMECHANICAL CLOCKS OR WATCHES
    • G04C1/00—Winding mechanical clocks electrically
    • G04C1/02—Winding mechanical clocks electrically by electromagnets
    • G04C1/026—Winding mechanical clocks electrically by electromagnets having unipolar rotating armature

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

Die bis jetzt bekannt gewordenen elektrischen Uhren mit einem Treibgewicht, das auf ein mit dem Räderwerk verbundenes Schaltwerk (Rad und Klinke) einwirkt und durch Schliefsung eines elektrischen Stromkreises selbstthätig wieder emporgehoben (aufgezogen) wird, erfordern die Einschaltung eines federnden Zwischengliedes zwischen Räderwerk und Schaltwerk, das für gewöhnlich, d. h. beim Gange der Uhr, gespannt ist und das dazu dient, während des Aufziehens des Treibgewichtes durch seine Spannkraft die gleichmäfsige Weiterbewegung des augenblicklich entlasteten Uhrwerks zu bewirken.
Die Verwendung solcher federnder Zwischenglieder, die leicht brechen oder deren zeitgemä'fses Eingreifen zuweilen unsicher ist, kann umgangen werden, wenn diese Treibvorrichtung auf Unruheuhren übertragen wird. Man hat alsdann nur dafür Sorge zu tragen, dafs der Aufzug des Treibgewichtes gerade in dem Augenblicke erfolgt, wo die Spiralfeder der Unruhe gespannt ist, so dafs deren Spannung für einen kurzen Zeitmoment zur Erhaltung der gleichmäfsigen Bewegung des Uhrwerks ausgenutzt wird.
Beiliegende Zeichnung erläutert eine Ausführung einer solchen Unruheuhr, und zwar zeigt:
Fig. ι eine Rückansicht des Uhrwerkes, von rechts gesehen nach Fig. 3, unter Weglassung der Rückenplatte des Werkgestelles,
Fig. 2 eine ähnliche Ansicht wie Fig. 1, jedoch bei veränderter Stellung der Theile des Werkes,
Fig. 3 eine Seitenansicht, von links gesehen nach Fig. 1,
Fig. 4 eine Sonderansicht zur Erläuterung der Stromschlufsvorrichtung, und
Fig. 5 das Schema der Anschlüsse und Contacte des elektrischen Stromkreises.
Auf der Treibwelle b, die durch das Räderwerk einerseits mit der Zeigerwelle g und andererseits mit der Steigradwelle h der Hemmung in Verbindung steht und auf welcher das Schaltrad c festsitzt, ist lose eine Hülse d aufgeschoben, die einen mit dem Treibgewicht belasteten Arm e hat und andererseits die unter Federwirkung stehende Schaltklinke f trägt; letztere greift beim Sinken des Treibgewichtes in die Zahnung des Schaltrades c ein, hält somit in bekannter Art das Uhrwerk im Gang.
Der mit dem Steigrad i der Hemmung zusammenwirkende Anker η sitzt auf einer Achse m, welche ferner den Gabelhebel 0 trägt, dessen gegabeltes Ende einen Stift ρ an der um die Achse j schwingenden Unruhe k mit Spiralfeder / umgreift und die regelnde Bewegung der Unruhe auf die Hemmung überträgt.
Die Drehachsen aller dieser theils umgedrehten, theils schwingenden Theile sind im Werkgestell α gelagert, an welchem abseits ein Elektromagnet q festgemacht ist. Dessen Anker r sitzt an einem Arm s, der an einer im oberen Gestelltheil schwingbar gehaltenen Achse t befestigt ist. Für gewöhnlich nimmt der Anker r infolge Eigengewichtes eine beinahe verticale Stellung ein (Fig. 1), in welcher er an einem Buffer u anliegt, schwingt hingegen bei Erregung des Elektromagneten in die
Stellung der Fig. 2. Die Achse if trägt die Stromschlufseinrichtung, welche durch einen leitenden Arm /, an dem eine Stromschlufsfeder \ befestigt ist, und einen isolirt vom Arm / gehaltenen Stromschlufsstift y gebildet wird. Der Stift y und der Arm / sind — zweckmäfsig unter Verwendung eines Isolirblocks 2 — in bekannter Weise an die Drähte n> und χ eines Stromkreises angeschlossen, welcher den Elektromagneten q und eine Stromquelle ν aufnimmt. Mit der Achse t ist ferner fest verbunden ein mit dem Arm 1 annähernd gleichlaufender Arm 3; schliefslich ist der Klinkenträger 4 mit einem seitlichen Stift 5 versehen, der bei Ablaufen des Treibgewichtes die Feder \ mit dem Stift y zur Schliefsung des Stromkreises in innige Berührung bringt und gleichzeitig unmittelbar unter den Arm 3 zu stehen kommt.
Beim Sinken des Treibgewichtes aus der Stellung der Fig. 2 in jene der Fig. 4 hält dieses Gewicht das Uhrwerk vermittelst Schaltrades c und Schaltklinke f im Gange. Langt es in der Stellung der Fig. 4 an, so stellt der Stift 5 am Klinkenträger 4 durch Andrücken der Feder ^ an den Stromschlufsttift y den Schlufs des Stromkreises her; der Elektro
magnet q wird erregt, zieht den Anker r an und schnellt vermittelst des geräuschlos am Stift 5 angreifenden Armes 3 das Treibgewicht in die Höhe (sein Hub wird z. B. durch eine Bufferfeder 6 begrenzt). Der Stromschlufs bleibt so lange bestehen, bis der Stift 5 den Arm 3 und gleichzeitig die Stromschlufsfeder \ verläfst, so dafs letztere infolge ihrer Elasticität aus ihrer Stromschlufslage zurückgeht. Sobald der Stromkreis unterbrochen wird, schwingt der Anker r infolge Eigengewichtes (ohne die Wirkung einer Feder) in die Lage der Fig. 1 zurück.
Die Zeit, welche . das Treibgewicht beim Aufziehen benöthigt, um aus der Tieflage in die Hochlage emporgeführt zu werden, ist nur ein kleiner Bruchtheil einer Secunde; die ganze Anordnung ist hierbei derart getroffen, dafs der Aufzug des abgelaufenen Treibgewichtes gerade in dem Augenblicke erfolgt, wo die Unruhefeder/ gespannt ist, damit deren Spannung zur Erhaltung der gleichmäfsigen Bewegung der Uhr, deren Werk beim Aufziehen entlastet ist, ausgenutzt und die Einschaltung eines federnden Zwischengliedes zwischen Schalt- und Räderwerk entbehrt werden kann.
Dadurch, dafs der Stromschlufsstift y mit dem Magnetanker fest verbunden und nicht (wie im Falle der Verwendung zweier Stromschlufsfedern) sich selber überlassen ist, wird einmal ein dauernd sicherer Stromschlufs erzielt, dann aber zwangsweise dieser Stromschlufs während des Ausschwingens des Ankers zur Hebung des Treibgewichtes erhalten, indem die Arme 1 und 3 die Bewegung des Ankers mitmachen. Es ist somit ein zu kurz dauernder oder ungenügender Stromschlufs (wie er etwa im erwähnten Falle infolge Versagens der sich selbst überlassenen Stromschlufsfeder schon während des Ausschwingens des Ankers eintreten könnte, so dafs der Anker nicht zur vollen Wirkung käme) gänzlich ausgeschlossen und damit die genaue Einhaltung des Zeitpunktes der Stromschliefsung zwecks Aufziehens des Treibgewichtes gesichert.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Elektrische Unruheuhr mit einem Treibgewichte, das auf ein mit dem Räderwerk unmittelbar verbundenes Schaltwerk (Rad und Klinke) einwirkt und durch Schliefsung eines elektrischen Stromkreises selbstthätig wieder emporgehoben (aufgezogen) wird, dadurch gekennzeichnet, dafs der Aufzug in dem Augenblicke erfolgt, wo die Unruhefeder gespannt ist, um ein federndes Zwischenglied zwischen Schalt- und Räderwerk zur Erhaltung der gleichmäfsigen Bewegung des beim Aufziehen des Treibgewichtes entlasteten Uhrwerkes entbehrlich zu machen und die Spannung der Unruhefeder zu diesem Zwecke auszunutzen.
2. Eine elektrische Unruheuhr nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Ausbildung der elektrischen Aufziehvorrichtung in der Weise, dafs eine Stromschlufsfeder ^ durch einen Stift 5 am Schaltklinkenträger gegen einen an einem Arme des Elektromagnetan.kers befestigten, nicht weichenden Stromschlufsstift y fest angedrückt wird, um den Stromkreis des Elektromagneten zu schliefsen und dadurch dessen den Stift y festhaltenden Anker zum Ausschwingen zu bringen, so dafs ein an der Ankerachse t befestigter Arm 3, an Stift 5 geräuschlos angreifend, unter zwangsweiser Erhaltung des Stromschlusses während des Ausschwingens des Ankers das Treibgewicht in die Hochlage emporschnellt und erst nach dem Ausschwingen des Ankers der Stromkreis selbstthätig unterbrochen wird, alles zu dem Zwecke, die genaue Einhaltung des im ersten Ansprüche gekennzeichneten Zeitpunktes der Stromschliefsung zu sichern.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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