DE1120218B - Schrumpfverbindung und Verfahren zur Herstellung derselben - Google Patents

Schrumpfverbindung und Verfahren zur Herstellung derselben

Info

Publication number
DE1120218B
DE1120218B DES50917A DES0050917A DE1120218B DE 1120218 B DE1120218 B DE 1120218B DE S50917 A DES50917 A DE S50917A DE S0050917 A DES0050917 A DE S0050917A DE 1120218 B DE1120218 B DE 1120218B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
eye
bolt
shrink
pressed
socket
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES50917A
Other languages
English (en)
Inventor
Wilhelm Pfeiffer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rheinstahl Siegener Eisenbahnbedarf GmbH
Original Assignee
Rheinstahl Siegener Eisenbahnbedarf GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rheinstahl Siegener Eisenbahnbedarf GmbH filed Critical Rheinstahl Siegener Eisenbahnbedarf GmbH
Priority to DES50917A priority Critical patent/DE1120218B/de
Publication of DE1120218B publication Critical patent/DE1120218B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16BDEVICES FOR FASTENING OR SECURING CONSTRUCTIONAL ELEMENTS OR MACHINE PARTS TOGETHER, e.g. NAILS, BOLTS, CIRCLIPS, CLAMPS, CLIPS OR WEDGES; JOINTS OR JOINTING
    • F16B4/00Shrinkage connections, e.g. assembled with the parts at different temperature; Force fits; Non-releasable friction-grip fastenings
    • F16B4/006Shrinkage connections, e.g. assembled with the parts being at different temperature

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Clamps And Clips (AREA)

Description

  • Schrumpfverbindung und Verfahren zur Herstellung derselben Die Erfindung betrifft eine Schrumpfverbindung und ein Verfahren zur Herstellung derselben.
  • Bei den bekannten Schrumpfverbindungen müssen stets beide Teile, nämlich der innere kalte, im nachfolgenden Bolzen genannt, und das erhitzte, übergestreifte Auge genau bearbeitet sein, da ein überstreifen sonst infolge der Unregelmäßigkeiten des rohen Materials nicht möglich wäre, zumal die Aufweitung des Auges durch die Erwärmung nur verhältnismäßig geringfügig ist. Die miteinander durch Schrumpfung zu verbindenden Teile müssen genau in ihre gewünschte gegenseitige Stellung gebracht werden und in dieser Stellung gehalten werden, bis sie erkalten bzw. nündestens so weit erkalten, daß die Verbindung hält.
  • Es ist bereits bekannt, eine Schrumpfverbindung leicht lösbar dadurch auszuführen, daß die miteinander zu verbindenden Teile mittelbar über eine axial verspannbare Säule geschlossener oder geschlitzter hintereinander oder parallel geschalteter Ringfedem in Reibungsschluß stehen, wobei die Größe der Schrumpfspannung und damit die Größe der Haftreibung vermittels der Durchmesserdehnung der Außen- oder Innenfederringe vor dem Aufbringen des aufzuschrumpfenden Teiles einstellbar ist. Hierbei wird so vorgegangen, daß vor dem Aufschrumpfen alle Teile zusammengebaut werden und die Säule der Ringfedern axial gespannt wird, bis diese an dem aufzuschrumpfenden Teil zur Anlage kommen, sodann wird die axiale Spannung vermindert, bis der aufzuschrumpfende Teil abgezogen werden kann, worauf die axiale Spannung erhöht wird, so daß die Außenringe der Spannelemente um das Schrumpfmaß größer werden als der Innendurchmesser des aufzuschrumpfenden Teiles, worauf dieser erwärmte Teil aufgeschoben und aufgeschrumpft wird. Der Vorteil dieser bekannten Anordnung besteht darin, daß die Schrumpfverbindung leicht lösbar ist. Der Nachteil ist darin zu suchen, daß die Verbindung aufwendig ist. Weiterhin wirkt sich die Reibung derart aus, daß der erste Ringsatz die höchste Radialpressung an den Begrenzungsflächen erzeugt und jeder folgende Ring,--, satz eine wesentlich geringere Radialpressung erzeugt. Der Haftsitz der Verbindung ist unverändert den üblichen einfachen Schrumpfverbindungen gegenüber, die Verbindung erfordert nach wie vor genaue Bearbeitung der Ringe und des Auges sowie genaue Arretierung von Bolzen und Auge in ihrer Relativstellung, bis die Schrumpfverbindung erkaltet ist.
  • Es ist auch bereits ein Verfahren zum Herstellen und Lösen von Schrumpf- und anderen Preßverbindungen bekanntgeworden, wobei zwischen die Preßflächen der Verbindungsteile ein fluidales Mittel mit so hohem Druck eingepreßt wurde, daß die metallische Berührung dieser Flächen mindestens zum größten Teil. aufgehoben wurde, so daß die gegenseitige Verschiebung der diese Flächen aufweisenden Teile erleichtert wurde. Ein derartiges Verfahren ist beispielsweise benutzt worden, um ein Rollenlager mit Hilfe einer geschlitzten, außen kegeligen Hülse auf einer Welle zu befestigen. Voraussetzung war hier immer eine einwandfreie Bearbeitung aller Teile, um eine solche Dichtigkeit zu erzielen, daß überhaupt ein öldruck aufgebracht werden konnte.
  • Die Erfindung vermeidet die Nachteile der bekannten Schrumpfverbindungen und erzielt auf einfachste Weise einen Haftsitz, wie er bisher nicht erreicht werden konnte, dadurch, daß als Zwischeneleinent eine zwischen das warme Auge -und den kalten Bolzen eingepreßte, geschlitzte Buchse mit zur Bolzenachse parallelen Innen- und Außenwänden angeordnet ist.
  • Auge und Bolzen können dabei unbearbeitet sein, da ihre Meßdifferenzen. sogroß gewählt werden können, daß sie ohne Weiteres übereinandergestreift werden können und der Zwischenraum sodann durch die Buchse ausgefüllt wird. Die Wandstärke der Buchse ist so gewählt, daß sie mindestens geringfügig größer ist als die Differenz der Radien des warmen Auges und des kalten Bolzens. Bei einer Verbindung eines Bolzens von 30 mm Durchmesser kann beispielsweise der Durchmesser des Auges mit 35 mm gewählt werden und die Stärke der Wand dei Buchse mit 3 mm.
  • Der Schlitz in der Buchse soll mindestens so groß sein, daß er nach abgeschlossenem Erkalten des Auges noch vorhanden ist, so daß der Schrumpf voll über die Buchse auf den Bolzen übertragen wird. Die Buchse kann an ihren Enden so ausgebildet sein, daß sie ein sauberes Einführen in den Zwischenraum zwischen Auge und Bolzen erleichtert. Sie kann dabei an den Enden halbkreisförmig oder konisch oder in entsprechender Weise abgefaßt sein. Die Buchse kann bei entsprechender Ausführung des Auges und des Bolzens in Form und Querschnitt von der Zylinderforin abweichen.
  • Das Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Schrumpfverbindung besteht darin, daß zwischen das rotwarme Auge und den kalten Bolzen eine kalte geschlitzte Buchse gepreßt wird.
  • Beim Einpressen der Buchse paßt sich dieselbe dem rohen Bolzen gut an und wird gleichfalls von außen von dem rotwarmen Auge satt umschlossen. Die Maßdifferenz wird als Aufweitung des warmen Auges auftreten, und alle Forraunterschiede bzw. Ungenauigkeiten der Formgebung werden ausgeglichen.
  • Ist die Buchse eingepreßt, so ist sofort ein hinreichender Halt der Schrumpfverbindung vorhanden, und das Werkstück kann weitergeleitet werden. Ein Abwarten des Abkühlens ist nicht mehr notwendig, was insbesondere bei Bandverfahren zu erheblichen Einsparungen führt.
  • Ein weiterer Vorteil der Verbindung gemäß der Erfindung besteht noch darin, daß sie im Gegensatz zu normalen Schrumpfverbindungen sehr leicht wieder gelöst werden kann. Es wird nach Erwärmung lediglich das Auge von der Buchse gedrückt, die dann frei auf dem Bolzen beweglich ist.
  • Durch die eingepreßte Buchse, die alle Maßdifferenzen und Unebenheiten durch Verformen des Auges ausgleicht, wird der Schrumpf voll übertragen, was zu einem erheblich besseren Haftsitz führt als bei den bisherigen Schrumpfverbindungen, bei denen ein Teil des Schrumpfes dazu diente, das Spiel auszugleichen, das notwendigerweise für das überstreifen des Auges belassen werden mußte.
  • Schließlich braucht bei Herstellung der Verbindung gemäß der Erfliidung die Glühtemperatur des Gutes nicht so genau eingehalten zu werden wie beim normalen Aufschrumpfen, da durch das Einpressen der Buchse ein ausreichender Ausgleich stattfindet.
  • Die Verbindung hat sich bei der Vereinigung von aufzuschrumpfenden Elementen aller Art bewährt, u. a. insbesondere bei der Befestigung des Auges in Bremsdreiecken.
  • Im folgenden wird die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel an Hand einer Zeichnung näher erläutert.
  • In der Zeichnung ist mit 1 ein Bolzen bezeichnet, der mit einem rotwarmen Auge 2 verbunden werden soll. Zu diesem Zweck ist über den kalten Bolzen 1 eine Buchse 3 gestreA die einen Schlitz 4 aufweist. Zwischen Bolzen 1 und Auge 2 ist ein ringförmiger Zwischenraum 5 vorgesehen, der durch die Buchse 3 ausgefüllt werden soll. Die Wandstärke der Buchse 3 ist mindestens geringfügig größer als der Zwischenraum 5. Die Buchse 3 wird über den Bolzen 1 gestreift, und während das Auge 2 in seiner richtigen Relativstellung zum Bolzen 1 auf das Gegenlager 6 aufgelegt wird, wird beispielsweise mit Hilfe eines Stempels 7 die Buchse 3 in den Zwischenraum 5 gepreßt. Dabei wird das Auge 2 etwas aufgeweitet werden, und Buchse und Auge werden sich genau der Form des Bolzens 1 anpassen. Bei der Wahl der Wandstärke der Buchse 3 ist darauf zu achten, daß diese Wandstärke mindestens etwas größer ist als der Zwischenraum 5, jedoch im Verhältnis zur Wandstärke des warmen Auges nicht so groß, daß die Verformung des Auges gefährliche Werte annimmt.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Schrumpfverbmdung mit einem zwischen Auge und Bolzen angeordneten Zwischenelement, dadurch gekennzeichne4 daß alsZwischenelement eine zwischen das warme Auge (2) und den kalten Bolzen (1) eingepreßte geschlitzte Buchse (3), mit zur Bolzenachse parallelen Innen- -und Außenwänden, angeordnet ist.
  2. 2. Schrumpfverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Auge (2) und Bolzen (1) unbearbeitet sind. 3. Schrumpfverbindung nachAnspruchl und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz (4) der Buchse (3) mindestens so groß ist, daß er nach abgeschlossenem Erkalten des Auges (2) noch besteht. 4. Schrumpfverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Buchse an ihren Endkanten zur Erleichterung des Einführens in den Zwischenraum (5) zwischen Auge (2) und Bolzen (1) abgerundet oder abgefaßt ist. 5. Schrampfverbindung nach Ansprach 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandstärke der Buchse (3) vor dem Einpressen mindestens geringfÜgig größer ist als die Differenz der Radien des warmen Auges (2) und des kalten Bolzens (1). 6. Verfahren zur Herstellung der Schrumpfverbindung gemäß Ansprach 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen das rotwarme Auge, (2) und den kalten Bolzen (1) eine geschlitzte Buchse (3) gepreßt wird. 7. Verfahren nach Ansprach 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Buchse in kaltem Zustand eingepreßt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 930 052; schweizerische Patentschrift Nr. 237 834; USA--Patentschrift Nr. 2 447 299.
DES50917A 1956-10-18 1956-10-18 Schrumpfverbindung und Verfahren zur Herstellung derselben Pending DE1120218B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES50917A DE1120218B (de) 1956-10-18 1956-10-18 Schrumpfverbindung und Verfahren zur Herstellung derselben

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES50917A DE1120218B (de) 1956-10-18 1956-10-18 Schrumpfverbindung und Verfahren zur Herstellung derselben

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1120218B true DE1120218B (de) 1961-12-21

Family

ID=7488012

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES50917A Pending DE1120218B (de) 1956-10-18 1956-10-18 Schrumpfverbindung und Verfahren zur Herstellung derselben

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1120218B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2869654A1 (fr) * 2004-04-29 2005-11-04 Sarelem Procede d'amelioration des caracteristiques d'une surface d'assemblage d'un manchon et d'un arbre de machine, et procede d'assemblage

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH237834A (de) * 1942-12-31 1945-05-31 Skf Svenska Kullagerfab Ab Verfahren zum Herstellen und Lösen von Schrumpf- und andern Pressverbindungen.
US2447299A (en) * 1945-03-14 1948-08-17 American Pulley Co Fastening means
DE930052C (de) * 1953-11-11 1955-07-07 Ernst Florian Kreissig Leicht loesbare Warm- oder Kaltschrumpfverbindung

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH237834A (de) * 1942-12-31 1945-05-31 Skf Svenska Kullagerfab Ab Verfahren zum Herstellen und Lösen von Schrumpf- und andern Pressverbindungen.
US2447299A (en) * 1945-03-14 1948-08-17 American Pulley Co Fastening means
DE930052C (de) * 1953-11-11 1955-07-07 Ernst Florian Kreissig Leicht loesbare Warm- oder Kaltschrumpfverbindung

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2869654A1 (fr) * 2004-04-29 2005-11-04 Sarelem Procede d'amelioration des caracteristiques d'une surface d'assemblage d'un manchon et d'un arbre de machine, et procede d'assemblage

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0257175B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Befestigung von Teilen auf einem Hohlkörper
DE3931126C2 (de)
EP2565478A1 (de) Spannnabenanordnung
DE3317483A1 (de) Spannvorrichtung zur befestigung von maschinenteilen
DE1400873B2 (de) Mit Druckflüssigkeit zu lösender Preß- oder Schrumpfverband
EP2479447A1 (de) Kupplung
DE1120218B (de) Schrumpfverbindung und Verfahren zur Herstellung derselben
DE3821445A1 (de) Walze fuer einen walzenstuhl
DE3407987A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur befestigung von maschinenelementen
DE2604669A1 (de) Kupplung
DE102010048431A1 (de) Aufwärmwerkzeug für Lagerringe
DE1427978B2 (de) Kaltpilgerwalze, sowie Verfahren zur Demontage der auf der Trägerachse mittels Schrumpfsitz gehaltenen Ringkaliber
DE930052C (de) Leicht loesbare Warm- oder Kaltschrumpfverbindung
DE2854952C3 (de) Vorrichtung zum Läppen ringförmiger Werkstücke
DE60021764T2 (de) Vorrichtung und methode, um den rotor eines hermetisch geschlossenen verdichters zu montieren
DE2659547A1 (de) Vorrichtung zum verbinden von nabe und welle durch reibschluss
DE2603131C3 (de) Zusammengesetzte Walze und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE2414451C2 (de) Spannsatz mit konischen Elementen zur Nabenbefestigung
DE2728617A1 (de) Walzenanordnung zum walzen von walzdraht
DE1400873C (de) Mit Druckflüssigkeit zu losender Preß oder Schrumpfverband
DE672330C (de) Verfahren zur Herstellung ungeteilter masshaltiger, mit einer Laengsfuge versehener Lagerbuchsen auf kaltem Wege
AT221916B (de) Verfahren zum Verbinden von zwei aus Metall od. ähnl. elastischem Material bestehenden Teilen durch Aufschrumpfen
DE918307C (de) Verfahren zum Einschrumpfen eines Zapfens in eine Bohrung und Ausbildung des die Bohrung aufweisenden Teiles
DE2910391A1 (de) Anordnung zur befestigung von stuetzringen auf den zapfen der zylinder von druckmaschinen
DE2733296C2 (de) Vorrichtung zum Kalibrieren einer Gehäusebohrung