DE1035625B - Zum Zersetzen von Hydroperoxyd geeigneter Kontaktkoerper und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents

Zum Zersetzen von Hydroperoxyd geeigneter Kontaktkoerper und Verfahren zu seiner Herstellung

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DE1035625B
DE1035625B DEN12545A DEN0012545A DE1035625B DE 1035625 B DE1035625 B DE 1035625B DE N12545 A DEN12545 A DE N12545A DE N0012545 A DEN0012545 A DE N0012545A DE 1035625 B DE1035625 B DE 1035625B
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DE
Germany
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silver
hydroperoxide
metal
solution
decomposition
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Application number
DEN12545A
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English (en)
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Bernard Frederick Adams Lane
Gordon Robert Strickland
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Napier Turbochargers Ltd
Original Assignee
D Napier and Son Ltd
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B13/00Oxygen; Ozone; Oxides or hydroxides in general
    • C01B13/02Preparation of oxygen
    • C01B13/0203Preparation of oxygen from inorganic compounds
    • C01B13/0211Peroxy compounds
    • C01B13/0214Hydrogen peroxide
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J23/00Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00
    • B01J23/38Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00 of noble metals
    • B01J23/48Silver or gold
    • B01J23/50Silver

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Description

  • Zum Zersetzen von Hydroperoxyd geeigneter Kontaktkörper und Verfahren zu seiner Herstellung Die Erfindung betrifft Kontaktkörper, die geeignet sind, Hydroperoxyd, das als Treibstoff in einem Raketenmotor dient, katalytisch zu zersetzen. Derartige Kontaktkörper. hei denen ein Überzug von Silber auf einer tragenden, als Unterlage dienenden Metallstruktur, beispielsweise einer Metallgaze, aufgebracht ist die im folgenden als Trägerstruktur bezeichnet wird. sind bereits bekannt. Man kann diese Kontaktkörper vorteilhaft herstellen, indem man eine Silberschicht durch ein Heißsprühverfahren auf eine Trägerstruktur aufbringt; als Trägerstrukturen eignen sich vorzugsweise durchlöcherte Metallbleche. Metallgewebe, Metallgaze oder Drahtwolle. Die Verwenctung durchlöcherter Metallbleche, von Metallgeweben usw. als Katalysatoren ist an sich bereits bekannt (de«tsdle Patentschrift 651470). Katalysatoren dieser Art sind jedoch bei der Zersetzung von Flüssigkeiten. z.B. H.20.2. nicht momentan wirksam. Sie müssen erst in geeigneter Weise voraktiviert werden bzw. benötigen sie eine Anlaufzeit. Bisher hat man katalytisch wirkende Bauteile der fraglichen Art vor ihrem Einbau in einen Raketenmotor od. dgl.. in dem sie verwendet werden sollen. kurze Zeit der Einwirkung von Hydroperoxyd unterworfen. um soweit wie möglich die erforderliche sofortige katalytische Wirkung gegeniiber Hydroperoxyd beim Anlassen des Motors sicherzustellen. Die Erfindung macht eine solche Voraktivierung des katalytisch wirkenden Bauteils durch Behandeln mit Hydroperoxyd unnötig. erspart also den Einbau eines besonderen Mittels für die Durchführung der Voraktivierung sowie die dafür aufzuwendende Zeit. Der erfindungsgemäße Kontaktkörper entfaltet seine katalytische Wirksamkeit von etwa dem Augenblick an, in dem das Hydroperoxyd mit ihm in Berührung kommt. Die Verzögerungsperiode zwischen der ersten Berührung des Hydroperoxyds mit dem Kontakt und dem Beginn der katalytischen Wirkung wird somit verringert oder ausgeschaltet.
  • Der erfindungsgemäße Kontaktkörper besteht aus einem Metallträger mit einem Silberüberzug, der Dendriten aufweist. Ein Verfahren zur Herstellung des neuartigen Kontaktkörpers besteht darin, daß man eine ASletallträgerstruktur. beispielsweise eine Gaze od. dgl. aus Kupfer. Nickel oder einem anderen unedleren Metall als Silber. in bekannter Weise mit Silber nur unvollständig iiherzieht, so daß in der Sill,cr-schicht Poren verbleiben, durch welche eine Flüssigkeit. in die der überzogene Träger eintaucht.
  • Teile des Trägermetalls erreichen kann, und dann den mit der porigen Silberschicht überzogenen Metallträger mit einer wäßrigen Lösung von Silberoxyd in Ammoniak behandelt, deren Silberkonzentration so hoch ist, daß immer ausreichende Mengen an Silberionen für die Abscheidung vorhanden sind, wobei sich das Silber in dendritischer Form abscheidet.
  • Das Silberoxyd kann man in der wäßrigen Ammoniaklösung vor dem Eintauchen des mit der porigen Silberschicht überzogenen Trägermetalls lösen. Vorzugsweise wird jedoch auf dem Träger mit der porigen Silberschicht durch anodische Oxydation Silberoxyd gebildet, das die Silberschicht oberflächlich bedeckt, und dann der so vorbehandelte Träger in einer wäßrigen Ammoniaklösung behandelt, wobei das Silbernxyd in Lösung geht.
  • Bei einem solchen Verfahren unter Verwendung einer Trägerstruktur aus Kupfer führt die anodische 13ehandlung die Silber- und Kupferoberflächen in Sil-1)oxyd bzw. Kupferoxyd über; bei der Behandlung mit Ammoniak lösen sich diese beiden Oxyde in Form komplexer Ammine. Auf dem unvollständig mit Silber überzogenen Kupferträger bilden sich Lokalelemente aus, wobei das unedlere Trägermetall in Lösung geht und eine äquivalente Menge Silber aus der Lösung auf der porigen Silberschicht - und zwar in dendritischer Form - abgeschieden wird. Der so erzeugte Silberüberzug hat eine gegenüber der von ihm bedeckten Trägerfläche vergleichsweise große Oberfläche.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung kann bei Verwendung von Kupfergaze beispielsweise wie folgt durchgeführt werden: Die Kupfergaze wird zunächst durch Sandstrahlen mit Sand von einer Teilchengröße zwischen 0,3 bis 0.6 mm vorgereinigt, dann in an sich bekannter Weise in einer Entfettungslösung, beispielsweise Tetrachlorkohlenstoff, und schließlich in der heißen Dämpfen eines Fettlösungsmittels behandelt; es muß darauf ge-;richtet werden, daß die Gaze anschließend nicht mehr verunreinigt wird. Auf die entfettete Gaze wird im Heißsprühverfahren eine porige Silberschicht aufgebracht, die versilberte Gaze in einer Alkalikarbonatlösung anodisch oxydiert, gewaschen und dann 24 Stunden lang in eine wäßrige Lösung von Ammoniak mit etwa 10 Gewichtsprozent N H eingetaucht, schließlich mit destilliertem Wasser gewaschen und getrocknet.
  • Es wurde festgestellt, daß nach dem Verfahren gemäß der Erfindung hergestellte Kontaktkörper ihre katalytische Wirkung auch während einer längeren Lagerzeit beibehalten als bisher bekannte Kontaktkörper dieser Art.
  • PATENTANSPRtJCHE t. Zum Zersetzen von Hydroperoxyd geeigneter Kontaktkörper aus einem Metallträger mit Silberüberzug, dadurch gekennzeichnet, daß der Silberüberzug dendritisch ist.

Claims (1)

  1. 2 Verfahren zur Herstellung des Kontaktkörpers nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man den SIetallträger in bekannter Weise mit Silber derart überzieht. daß in der Silberschicht Poren verbleiben und darauf den überzogenen Metallträger mit einer wäßrigen Lösung von Silberoxyd in Ammoniak behandelt.
    3. Verfahren nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet, daß man den Metallträger durch Aufsprühen von Silber überzieht.
    4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man auf der Silberschicht des Metallträgers durch anodische Oxydation Silberoxyd erzeugt und dieses mit einer wäßrigen Ammoniaklösung in Lösung bringt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 651 470.
DEN12545A 1855-07-29 1956-07-27 Zum Zersetzen von Hydroperoxyd geeigneter Kontaktkoerper und Verfahren zu seiner Herstellung Pending DE1035625B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1103085B (de) * 1958-12-19 1961-03-23 North American Aviation Inc Packung ebener katalytischer Elemente zur Zersetzung des Treibmittels fuer Turbinen oder Raketen

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE651470C (de) * 1933-02-22 1937-10-14 Baker & Company Inc Metallischer Katalysator

Patent Citations (1)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1103085B (de) * 1958-12-19 1961-03-23 North American Aviation Inc Packung ebener katalytischer Elemente zur Zersetzung des Treibmittels fuer Turbinen oder Raketen

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