DE1034653B - Verstellbarer Steg fuer Satz- und Druckzwecke - Google Patents

Verstellbarer Steg fuer Satz- und Druckzwecke

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DE1034653B
DE1034653B DEZ4825A DEZ0004825A DE1034653B DE 1034653 B DE1034653 B DE 1034653B DE Z4825 A DEZ4825 A DE Z4825A DE Z0004825 A DEZ0004825 A DE Z0004825A DE 1034653 B DE1034653 B DE 1034653B
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DE
Germany
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Pending
Application number
DEZ4825A
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English (en)
Inventor
Dr Emil Benno Zimmermann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
DR EMIL BENNO ZIMMERMANN
Original Assignee
DR EMIL BENNO ZIMMERMANN
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Publication date
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41BMACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
    • B41B1/00Elements or appliances for hand composition; Chases, quoins, or galleys
    • B41B1/04Quadrats or quads: Spaces or other justifiers

Description

  • Verstellbarer Steg für Satz- und Druckzwecke Die Erfindung bezieht sich auf einen verstellbaren Steg für Satz- und Druckzwecke. Um die Anzahl von als Füllmaterial beim Setzen und Justieren eines Drucksatzes erforderlichen Stege gering halten zu können, hat man bereits verstellbare Stege vorgeschlagen, die aus zwei geschlitzten, mit ihren Zungen ineinandergreifenden Stegteilen bestehen, welche ineinander längs verschiebbar und aneinander festklemmbar sind. Bei den bekannten Stegen dieser Art sind aber die Zungen der Stegteile mit Zahnungen und mit Feststellschrauben versehen. Dies hat den Nachbeil, daß man bei der Einstellung der Steglänge an bestimmte, von der Zahnlänge abhängige Abstände gebunden ist. Die Stege sind daher auch beim Zusammenpressen des Satzes durch das Schließzeug nicht nachgiebig, so daß der eigentliche Satz nicht die für den Druck notwendige Pressung erhält. Dadurch wird ein einwandfreier, sauberer Druck in den meisten Fällen unmöglich gemacht.
  • Ferner ist eine Feststellung des Steges auch nur in den Abständen der Zähne möglich. Die Stellschrauben, «-elche bisher zur Feststellung verwendet werden. können sich leicht lockern, gehen unter Umständen verloren und, benötigen zum Festschrauben einen Schraubenzieher. Auf jeden Fall muß man zum Feststellen beide Hände benutzen. Im Gebrauch nutzen sieh die Schrauben und Gewinde bald ab. Außerdem ist es nachteilig, daß die obere Zunge bei dien bekannten Stegen beim Einschrauben der Stellschraube nachgeben und sieh anheben kann, wodurch sich die Stegteile verziehen.
  • Für die vom Drucker zum Auslegen der Sätze benötigten Formatstege gilt Ähnliches. Sie müssen zunächst an der ganzen Länge des Satzes, z. B. am Fuß, am Kopf oder an den Seiten des Satzes, anliegen und mindestens von zwei einander gegenüberliegenden Seiten aus nachgeben können, wenn der Satz durch das Schließzeug zusammengepreßt wird. Bei den bekannten Formatstegen kann wegen der ineinandergreifenden Verzahnung der Stegzungen keine Feineinstellung erzielt werden. Wenn die Stege durch die Schrauben bereits festgestellt sind, ist ebenfalls eine weitere Verstellung bzw. ein Nachgeben beim Zusammenpressen des Satzes nicht mehr möglich bzw. lockern sich die Schrauben und rufen eine starke Abnutzung hervor.
  • Durch die Erfindung wird bezweckt, einen verstellbaren Füll- und Formatsteg zu schaffen, welcher die Mängel der bekannten Stege dieser Art vermeidet und darüber hinaus weitere Vorteile aufweist.
  • Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß zum Festklemmen der beiden geschlitzten, mit ihren Zungen ineinandergreifenden und ineinander längs verschiebbaren Stegteilen ein gegen Abheben gesichert an edner Zunge des einen Stegteiles längs verschiebbar geführter Klemmkeil verwendet wird, der unter das abgeschrägte Ende der Gegenzunge einschiebbar ist. Die Sicherung gegen das Abheben kann auf verschiedene Weise bewirkt werden. Gemäß einer besonders einfachen und vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung besteht die Längsführung aus einer in der betreffenden Stegzunge angebrachten Schwalbenscbwanznut. In diese Nut greift der Keil mit einem an seiner Unterseite befindlichen Schwalbenschwanzprofil ein, so daß er in Längsrichtung verschoben werden, aber nicht herausfallen kann. Gleichzeitig kann diese Schwalbenschwanznut oder eine entsprechende Längsführung zum seitlichen Führen und vertikalen Sichern der anderen, mit dem Keil zusammenarbeitenden Zunge verwendet werden, welche zu diesem Zweck mit einem entsprechenden Schwalbenschwanzprofil od. dgl. versehen ist. Das vordere Ende der über der Keilfläche des Keiles liegenden Zunge wird zweckmäßig an der Innenseite abgeschrägt, um das Einschieben des Keiles zu erleichtern.
  • Der durch die Erfindung erzielte technische Fortschritt besteht vor allem darin, daß der Steg mit Hilfe des Keiles auf kleinste Abstufungen fein eingestellt und daher in jeder beliebigen Länge festgestellt werden kann. Man ist daher nicht mehr wie bisher an bestimmte Abstände gebunden, sondern kann den Steg auf Bruchteile von Längen genau einregulieren und sichern. Trotzdem ist -ein solcher Steg nicht völlig starr. Wenn nämlich der Keil nicht übermäßig stramm eingepreßt, sondern leicht, aber für die Feststellung ausreichend eingeschoben ist, kann der Steg beim Zusammenpressen des Satzes durch, das Schließzeug nachgeben, wobei der Keil entweder etwas tiefer eingezogen wird oder die zusammenarbeitenden Teile etwas aufeinandergleiten. Diese Möglichkeit ist für die Herrichtung des Satzes für den Druck von größter Bedeutung, weil dadurch der eigentliche Satz den erforderlichen festen Zusammenhalt bekommt. Andernfalls würde der Druck der Schließzeuge, wie dies bisher der Fall war, durch die Stege aufgefangen, so daß der Satz selbst locker bliebe.
  • Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Erfindung wird darin erblickt, daß die Bedienung eines solchen Steges mit einer Hand vorgenommen werden kann. Zu diesem Zweck faßt man den aus den beiden zusammengeschobenen Stegteilen bestehenden Steg mit der Hand und kann dann mit dem Daumen den Keil leicht verschieben, einziehen und wieder herausdrücken. Zweckmäßig hat der Keil zur Erleichterung dieses Vorganges einen Griffteil mit einer gerieften oder geriffelten Oberfläche.
  • Die äußere Zunge kann sich bei Anwendung einer Schwalbenschwanzführung od. dgl. nicht mehr nach oben abheben, wenn der Keil eingeschoben wird. Dadurch bleibt die Klemmwirkung der Vorrichtung auch auf die Dauer erhalten. Die Schwalbenschwanznut und das Schwalbenschwanzprofil sind im übrigen z. B. als Spritzgußteile sehr einfach und billig herzustellen. Auch der Keil selbst ist so einfach ausgebildet und in seiner Arbeitsweise so unkompliziert, daß die Lebensdauer eines Steges gemäß der Erfindung fast unbegrenzt ist.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung in einer Ausführungsform beispielsweise veranschaulicht.
  • Fig. 1, 2 und 3 zeigen im Längsschnitt nach der Linie A-B der Fig. 1 bzw. in Draufsicht bzw. im Querschnitt nach der Linie C-D der Fig. 1 einen erfindungsgemäß ausgebildeten Stegteil; Fig. 4, 5 und 6 zeigen in Draufsicht bzw. im Längsschnitt nach der Linie E-F der Fig. 4 bzw. im Querschnitt nach der Linie G-H der Fig. 4 einen erfindungsgemäß ausgebildeten Keil; Fig. 7 und 8 zeigen in perspektivischer Darstellung einen vollständigen Steg gemäß der Erfindung mit dem Keil in herausgezogener bzw. in eingeschobener Stellung, und Fig.9 zeigt schließlich in vergrößertem Maßstab einen Längsschnitt durch den zusammengesetzten Steg mit rechts und links abgebrochenen. Stegteilen.
  • Der in der Zeichnung veranschaulichte Steg besteht aus zwei Stegteilen 1 bzw. 1'. Jeder Stegteil ist mit drei parallelen, sich in Längsrichtung des Steges erstreckenden und durch Zwischenräume voneinander getrennten Zungen 2, 3, 4 bzw. 2', 3', 4' versehen. Der die Zungen tragende massive Kopfteil des Stegteiles 1 bzw. 1' ist mit einer Erhöhung 5 bzw. 5' in der Höhe einer Zunge versehen.
  • In der Außenseite der obersten Zunge 2 bzw. 2' des Stegteiles 1 bzw. 1' ist eine schwalbenschwanzförmige Längsnut 6 bzw. 6' angebracht. Die unterste Zunge 4 bzw. 4' des Steges 1 bzw. 1' trägt dagegen auf ihrer Innenseite ein erhöhtes Schwalbenschwanzprofil7 bzw. 7', welches in die Schwalbenschwanznut 6 bzw. 6' des jeweils anderen Stegteiles paßt. Die beiden Stegteile sind also völlig identisch ausgebildet, sie können mit ihren Zungen in Längsrichtung ineinandergeschoben werden, wobei das Schalbenschwanzprofil7' der Zunge 4' in der Schwalbenschwanznut 6 der Zunge 2 und das Schwalbenschwanzprofil 7 der Zunge 4 in der Schwalbenschwanznut 6' der Zunge 2' gleitet.
  • Die Sdh.walbenschwanznut 6 dient ferner zur Führung eines verschiebbaren Keiles 8, der mit einer oder gemäß dem Ausführungsbeispiel mit zwei schenkelförmigen Keilflächen 9 ausgerüstet ist. An der Unterseite trägt der Keil 8 ein Schwalbenschwanzprofil 10, das in die Schwalhenschwanznut 6 paßt. Um das Einschieben der Keilflächen 9 zwischen die Zungen zu erleichtern, ist die über dem Keil liegende Zunge 4' (bzw. 4) mit einer Abschrägung 11 versehen.
  • Die Wirkungsweise des vorstehend beschriebenen Steges ist an Hand der Fig. 7 und 8 ohne weiteres verständlich. Man schiebt die beiden Stegteile 1 und 1' bis zu der gewünschten Gesamtlänge des Steges ineinander, wobei man die Einstellung der Teile an Hand von zwei zusammenarbeitenden Skalen vornehmen kann, die z. B. an den Seiten der Mittelzungen 3 und 3' angebracht sind. Diese Skala kann man daher sowohl von rechts als auch von links abbesen. Die Unterteilung der Skala kann in beliebiger Weise, z. B. in Nonpareille- und Ciceroabständen, vorgenommen werden.
  • Einen solchen Steg kann man mit dem eingesetzten Keil nach oben in einer Hand halten und dann mit dem Daumen den Keil 8 erfassen und entweder einschieben oder aus seiner Wirkstellung herausdrücken. Die Handhabung des Steges ist also denkbar einfach.
  • Die Stege gemäß der Erfindung können in verschiedenen Breiten und Längen vorzugsweise aus Spritzguß hergestellt werden, z. B. in genormten Breiten von 12 Punkten, 14 Punkten, 16 Punkten, 20 Punkten, 24 Punkten usw. Die Längen werden z. B. in drei Größen derart gewählt, daß man mit diesen drei Steglängen jede Einstellung von 13 bis 52 Cicero vornehmen kann.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verstellbarer Steg für Satz- und Druck-Zwecke, bestehend aus zwei geschlitzten, mit ihren Zungen ineinandergrei.fenden Stegteilen, die ineinander längs verschiebbar und aneinander festklemmbar sind, gekennzeichnet durch einen gegen Abheben gesichert an einer Zunge (2) des einen Stegteiles (1) längs verschiebbar geführten Klemmkeil (8), der unter das abgeschrägte Ende (11) der Gegenzunge (4') einschiebbar ist.
  2. 2. Steg nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, d@aß die schwalbenschwanzförmige Nut- und Federführung (6', 7') zwischen den äußeren Zungen (2, 4') auch zur Keilführung dient.
  3. 3. Steg nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Stegteile (1, 1') in an sich bekannter Weise gleich ausgeführt sind.
  4. 4. Steg nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch Einstellskalen an den Zungen in an sich bekannter Weise. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 469 873.
DEZ4825A 1955-03-30 1955-03-30 Verstellbarer Steg fuer Satz- und Druckzwecke Pending DE1034653B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE469873C (de) * 1928-12-28 Wilhelm Zeller Satzbinder, bestehend aus mittels Schwalbenschwanzverbindungen zusammenstellbaren Rahmenteilen

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE469873C (de) * 1928-12-28 Wilhelm Zeller Satzbinder, bestehend aus mittels Schwalbenschwanzverbindungen zusammenstellbaren Rahmenteilen

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