DE10315019A1 - Messvorrichtung zur Ermittlung der Lagekoordinaten einer auf eine Fläche ausgeübten Druckkraft - Google Patents

Messvorrichtung zur Ermittlung der Lagekoordinaten einer auf eine Fläche ausgeübten Druckkraft

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    • G06F3/0414Digitisers, e.g. for touch screens or touch pads, characterised by the transducing means using force sensing means to determine a position

Abstract

Die Erfindung betrifft eine Messvorrichtung (10) zur Ermittlung der Lagekoordinaten einer auf eine Fläche (12) ausgeübten Druckkraft (22), bei der die Fläche (12) eine biegesteife Platte (16) und einen umgebenden biegesteifen Rahmen (18) umfasst und die Platte (16) relativ zu dem Rahmen (18) beweglich gelagert ist und die Lagekoordinaten des Kraftangriffspunktes auf der Fläche (12) über mindestens drei zwischen dem Rahmen (18) und der Platte (16) angeordnete Sensoreinheiten (14) durch Auswertung der auf die Sensoreinheiten (14) wirkenden Kräfte/Verschiebungen ermittelt werden. Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die biegesteife Platte (16) über eine elastisch verformbare Biegezone (20) axial und radial fest mit dem Rahmen (18) verbunden ist, und die Ermittlung der Lagekoordinaten des Kraftangriffspunktes auf der Fläche (12) durch Auswertung mindestens einer zwischen Rahmen (18) und Platte (16) angeordneten Sensoreinheit erfolgt, die die durch die elastische Verformbarkeit der Biegezone (20) resultierenden Kräfte/Verschiebungen erfasst.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Messvorrichtung zur Ermittlung der Lagekoordinaten einer auf eine Fläche ausgeübten Druckkraft gemäß der im Oberbegriff des Anspruches 1 angegebenen Art.
  • Derartige Messvorrichtungen zur Ermittlung der Lagekoordinaten einer auf eine Fläche ausgeübten Druckkraft sind hinreichend bekannt und dienen beispielsweise als berührungssensitiver Bildschirmvorsatz für so genannte berührungssensitive Bildschirme (Touchscreen).
  • Bekanntlich kann die Ermittlung bzw. Ortung des Berühr- und/oder Druckpunktes beispielsweise eines Fingers eines Bedieners auf dem berührungssensitiven Bildschirm auf optische, akustische, elektrische oder mechanische Prinzipien beruhen, wobei hier im weiteren Verlauf hauptsächlich nur letzteres (mechanisches Prinzip) weiter betrachtet wird.
  • Aus der DE 195 02 956 C2 ist eine Sensoraufnahmemechanik für eine berührungsempfindliche Fläche zur Ermittlung der Position einer unter Krafteinwirkung vorgenommene Berührung der Fläche, mit die Krafteinwirkung erfassenden Sensoreinheiten an den Ecken der Fläche be kannt. Die berührungsempfindliche Fläche weist im wesentlichen eine Platte und einen die Platte umfassenden Rahmen auf. Die zur Positionsermittlung benötigten Sensoreinheiten sind zwischen den Ecken der Platte und jeweils einem Sensorhaltemittel (Gegenlager), welche an dem die Platte umgreifenden Rahmen angeordnet sind, gelagert, wobei der Rahmen die Platte randseitig übergreift. Kennzeichnend für die bekannte Anordnung ist, dass der die Platte übergreifende Bereich des Rahmens in eine stufenartige Ausnehmung der Platte unter Bildung einer im Wesentlichen gemeinsamen Oberflächenebenen von Platte und Rahmen eingreift.
  • Wird nun eine Kraft an einer bestimmten Stelle auf die Platte ausgeübt, so findet zwischen dem unbeweglich ausgeführten Rahmen und der darin beweglich gelagerten Platte eine Relativbewegung in Form einer Verschiebung statt. Die Sensoreinheiten werden je nach Position der Krafteinwirkung unterschiedlich stark belastet und liefern entsprechende Messwerte, aus denen die Position der Krafteinwirkung ermittelt werden kann.
  • Als nachteilig erweist sich hierbei der Umstand, dass zwischen Rahmen und der darin beweglich gelagerten Platte konstruktionsbedingt ein kleiner Spalt vorhanden ist, und dieser Spalt das Eindringen von Staub, Feuchtigkeit, Wasser etc. ermöglicht. Um eine lange Lebensdauer und volle Funktionsfähigkeit zu gewährleisten, ist es daher notwendig in den Spalt zwischen Rahmen und Platte ein Dichtmaterial einzubringen. Hier ergibt sich nun das Problem, dass die Dichtmasse, die sich nun zwischen dem festen Teil (Rahmen) und dem beweglichen Teil (Platte) befindet, die Messwerte der Sensoreinheiten entsprechend ihrer variablen Eigenschaft, sowie der Reibung zwischen Dichtmasse und den abzudichtenden Teilen in zum Teil unbekannter Weise beeinflusst. Zudem führen auch eventuell auftretende Eigenschaftsänderungen der Dichtmasse, z. B. hervorgerufen durch Umwelteinflüsse, Temperaturschwankungen, Verschleiß oder ähnliches, zu nachhaltigen Beeinträchtigungen bei den ermittelten Messewerte.
  • Die in der DE 198 11 394 A1 offenbarte Einrichtung zur Ortung von auf eine Fläche ausgeübten Druckkräften folgt dem gleichen Konstruktionsprinzip. Auch hier ist konstruktionsbedingt ein Spalt zwischen einem unbeweglichen Rahmen und einer darin beweglich gelagerten Platte notwendig, um aus der Relativbewegung zwischen Rahmen und Platte die resultierende Belastung über Sensoren bestimmen zu können. Das vorstehend genannte Problem, nämlich dass die zwischen Rahmen und Platte notwendigerweise einzubringende Dichtung die Messergebnisse negativ beeinflusst, ist weder angesprochen noch gelöst.
  • Ähnlich verhält es sich bei der aus der DE 195 26 653 A1 bekannten Kraftmesseinrichtung. Zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit ist auch hier das Vorsehen einer entsprechenden Dichtung unabdingbar. Folglich unterliegt auch bei dieser Kraftmesseinrichtung das erzielte Messergebnis einer Beeinflussung durch die Dichtung.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Messvorrichtung zur Ermittlung der Lagekoordinaten einer auf eine Fläche ausgeübten Druckkraft gemäß der im Oberbegriff des Anspruches 1 angegebenen Art derart weiterzu bilden, dass unter Vermeidung der genannten Nachteile eine Beeinflussung der Messergebnisse ausgeschlossen ist.
  • Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Einflüsse einer Dichtung nicht in die Messergebnisse einfließen. Hierfür ist die biegesteife Platte über einen definierten, elastisch verformbaren biegeweichen Übergangsbereich -Biegezone- axial und radial fest mit dem biegesteifen Rahmen verbunden. Die notwendige relative Bewegung zwischen dem biegesteifen Rahmen und der biegesteifen Platte und die daraus resultierenden Kräfte/Verschiebungen zwischen dem biegesteifen Rahmen und der biegesteifen Platte ist einzig durch die elastische Verformbarkeit der Biegezone gewährleistet. Die Ermittlung der Lagekoordinaten des Kraftangriffspunktes auf der Fläche erfolgt durch Auswertung mindestens einer zwischen dem biegesteifen Rahmen und der biegesteifen Platte angeordneten Sensoreinheit, die die zwischen dem biegesteifen Rahmen und der biegesteifen Platte auftretenden Kräfte/Verschiebungen erfasst.
  • Auf einfache Art und Weise ist so eine Messvorrichtung realisiert, die genaue Messwerte garantiert, da durch den erfindungsgemäßen 3-zonigen Aufbau der Fläche eine Dichtung zwischen dem biegesteifen Rahmen und der biegesteifen Platte nicht mehr erforderlich ist und folglich die Messwerte von bekannten Faktoren wie Elastizitätsmodul/Formgebung der Biegezone abhängen. Durch den Wegfall der Dichtung sind zudem Einflüsse der Umwelt vernachlässigbar und eine störungsarme Funktion ist gewährleistet. Des weiteren ist ein ökonomischer Vorteil durch den Verzicht auf bewegliche Teile, im makroskopischen Sinne, anzuführen.
  • Vorzugsweise sind die drei Zonen der Fläche, also der biegesteife Rahmen, die Biegezone und die biegesteife Platte einteilig ausgeführt, d.h., es wird nur ein Werkstoff mit demselben Elastizitätsmodul für alle drei Zonen verwendet. Die einteilige Ausführung von Rahmen, Biegezone und Platte vereinfacht die Herstellung, da die gesamte Fläche beispielsweise durch ein kostengünstiges Gießverfahren herstellbar ist.
  • Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist die Fläche mehrteilig ausgeführt. Die einzelnen Teile der Fläche, wie z. B. der biegesteife Rahmen, die Biegezone und die biegesteife Platte sind insbesondere durch Verkleben und/oder Verschrauben axial und radial fest miteinander verbunden. Die mehrteilige Ausführung der Fläche ermöglicht die Kombination verschiedener Werkstoffe mit unterschiedlichen Elastizitätsmoduln, beispielsweise Fertigung der biegesteifen Platte aus Glas, während biegesteifer Rahmen und Biegezone jeweils aus Metall gefertigt sind.
  • Vorzugsweise ist die biegeweiche Eigenschaft der Biegezone durch eine spezielle Formgebung der Biegezone realisiert. Durch die entsprechende Formgebung der Biegezone, also Verwendung von Querschnitten mit verschiedenen Flächen- und Widerstandsmomenten, ist die biegeweiche Eigenschaft der Biegezone auf einfache Art und Weise einstellbar.
  • Die biegeweiche Eigenschaft der Biegezone kann auch durch eine geeignete Werkstoffauswahl für die Biegezone realisiert sein, d. h. durch Auswahl eines Werkstoffes mit entsprechendem Elastizitätsmodul.
  • Eine Kombination, nämlich dass die biegeweiche Eigenschaft der Biegezone durch Formgebung und Werkstoffauswahl realisiert ist, ist ebenfalls denkbar.
  • Um Beschädigungen und Vandalismus vorzubeugen ist die Durchbiegung der Biegezone, also die maximal zulässige Verformung der Biegezone, durch einen Anschlag begrenzt.
  • Bei bestimmten Einsatzbedingen, beispielsweise Verwendung der Messvorrichtung auf Schiffen oder dergleichen, treten unerwünschte Vibrationen auf, die die Messwerte beeinflussen könnten. Zur Filterung dieser Vibrationen und um folglich ein Aufschwingen der Fläche zu vermeiden ist daher erfindungsgemäß zwischen der biegesteifen Platte und dem biegesteifen Rahmen ein schwingungsdämpfendes Element angeordnet.
  • Um eine Verwendung als berührungsempfindlicher Bildschirmvorsatz zu ermöglichen, ist die biegesteife Platte gemäß einer Ausführungsform zumindest teilweise transparent ausgeführt.
  • Zur Erhöhung der Redundanz der Messvorrichtung erfolgt gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung die Ermittlung der Lagekoordinaten einer auf einer Fläche ausgeübten Druckkraft zusätzlich über ein optisches und/oder akustisches und/oder elektrisches Ortungssystem.
  • Weiter Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit den in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen.
  • Die Erfindung wird im Folgenden anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher beschrieben. In der Beschreibung, in den Ansprüchen und in der Zeichnung werden die in der hinten angeführten Liste der Bezugszeichen verwendeten Begriffe und zugeordneten Bezugszeichen verwendet.
  • In der Zeichnung bedeutet:
  • 1 Eine Frontansicht einer Messvorrichtung zur Ermittlung der Lagekoordinaten einer auf eine Fläche ausgeübten Druckkraft;
  • 2 Eine vergrößerte Schnittdarstellung entlang der Linie A-A der Fläche aus 1;
  • 3 Die Schnittdarstellung aus 2 nach Krafteinwirkung auf die Fläche;
  • 4 Eine Schnittdarstellung einer anderen Ausführungsform der Fläche;
  • 5 Die Ausführungsform aus 4 nach Anbringen einer Kraft auf die Fläche;
  • 6 Eine weitere Ausführungsform der Fläche gemäß der Erfindung vor der Verformung in Schnittdarstellung;
  • 7 Die Ausführungsform aus 6 nach der Verformung;
  • 8 Eine weitere Schnittdarstellung einer Ausführungsform der Fläche gemäß der Erfindung;
  • 9 Die Ausführungsform aus 8 nach Aufbringen einer Kraft auf die Fläche;
  • 10 Eine Schnittdarstellung einer Fläche gemäß der Erfindung mit einer Sensoreinheit;
  • 11 Eine weitere Möglichkeit zur Anordnung einer Sensoreinheit;
  • 12 Eine weitere Ausführungsform zur Anbringung der Sensoreinheiten;
  • 13 Die Messvorrichtung gemäß der Erfindung mit einem Anschlag zur Begrenzung der maximalen Durchbiegung;
  • 14 Die Ausführungsform gemäß 13 mit einem zusätzlichen Dämpfungselement;
  • 15 Eine Kombination aus mechanischen und optischen Prinzipien zur Ermittlung der Lagekoordinaten.
  • Die in 1 mehr oder minder schematisch dargestellte und insgesamt mit der Bezugsziffer 10 bezeichnete Messvorrichtung zur Ermittlung der Lagekoordinaten einer auf eine Fläche 12 ausgeübten Druckkraft umfasst neben der Fläche 12 vier jeweils an den Ecken der Fläche 12 angeordneten Sensoreinheiten 14. Die Verarbeitung der von den Sensoreinheiten 14 ermittelten Messwerten erfolgt in bekannter Weise über einen Rechner, der hier aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellt ist.
  • Der erfindungsgemäße Aufbau der Fläche 12 ist aus 2 ersichtlich. Hierbei handelt es sich um eine Schnittdarstellung der Fläche 12 entlang der Linie A-A in 1. Die Fläche 12 weist eine biegesteife Platte 16 auf, die von einem biegesteifen Rahmen 18 umfasst ist. Zwischen dem biegesteifen Rahmen 18 und der biegesteifen Platte 16 ist ein biegeweicher Übergangsbereich 20, im weiteren Verlauf als Biegezone 20 bezeichnet, ausgebildet. Die Fläche 12 ist einteilig ausgeführt, d.h., die biegesteife Platte 16, der biegesteife Rahmen 18 als auch die Biegezone 20 bilden eine Baueinheit und sind aus einem Werkstoff gefertigt. Die notwendige Elastizität der Biegezone 20 ist durch eine entsprechende Querschnittsverengung im Bereich der Biegezone 20, also durch eine gezielte Einstellung benötigter Flächen- und Trägheitsmomenten in diesem Bereich, realisiert.
  • Die Situation nach Anbringen einer Kraft auf die Fläche 12 ist in 3 dargestellt. Die auf die Fläche 12 wirkende Kraft ist durch ein Pfeil 22 angedeutet. Aufgrund der elastischen Verformung der Biegezone 20 fin det zwischen der biegesteifen Platte 16 und dem biegesteifem Rahmen 18 eine Relativbewegung statt. Die durch die Verformung der Biegezone 20 auftretenden Kräfte/Verschiebungen zwischen der biegesteifen Platte 16 und dem biegesteifen Rahmen 18 werden von den Sensoreinheiten 14 (vgl. 1) aufgenommen und von einem – wie bereits erwähnt, hier nicht dargestellten Rechnerverarbeitet.
  • In 4 ist eine weitere Ausführungsform der Fläche 12 dargestellt. Im Gegensatz zu dem in 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Fläche 12 mehrteilig ausgeführt. Wie aus 4 ersichtlich sind der biegesteife Rahmen 18 und die Biegezone 20 als eine Baueinheit ausgeführt, während die biegesteife Platte 16 ein separates Bauteil bildet. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die biegesteife Platte 16 durch Verkleben axial und radial fest mit der Biegezone 20 und dem sich anschließenden biegesteifen Rahmen 16 verbunden. Die Fläche 12 umfasst hierbei zwei verschiedene Werkstoffe, nämlich einen transparenten Werkstoff für die biegesteife Platte 16 und einen metallischen Werkstoff für den biegesteifen Rahmen 18 und die Biegezone 20. Entsprechend zu dem in 2 beschriebenen Ausführungsbeispiel ist die notwendige Elastizität der Biegezone 20 wiederum durch spezielle Formgebung, nämlich einer Querschnittsverengung im Bereich der Biegezone 20, realisiert.
  • Die Verformung der Biegezone 20 nach Krafteinwirkung ist schematisch in 5 dargestellt.
  • Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Fläche 12 einer Messvorrichtung 10 zur Ermittlung der Lagekoordinaten einer auf die Fläche 12 ausgeübten Druckkraft ist in den 6 und 7 dargestellt. Während 6 die Situation im unbelasteten Zustand zeigt, verdeutlicht 7 die Situation nach Aufbringen einer Kraft 22 auf die Fläche 12. Wie aus 6 ersichtlich ist die Fläche 12 mehrteilig aufgebaut. Die Biegezone 20 ist hierbei zwischen dem biegesteifen Rahmen 18 und einer, die biegesteife Platte 16 umfassenden, biegesteifen Einfassung 23 angeordnet. Der biegesteife Rahmen 18 und die biegesteife Einfassung 23 sind aus demselben Werkstoff gefertigt, während Biegezone 20 und biegesteife Platte 16 jeweils aus einem anderen Werkstoff hergestellt sind. Die axiale und radiale feste Verbindung der Bauteile untereinander ist durch Verklebungen sichergestellt. Im Gegensatz zu den vorher beschriebenen Ausführungsbeispielen beruht die Elastizität der Biegzone 20 auf einer geeigneten Werkstoffauswahl für die Biegezone 20 in Verbindung mit dem dargestellten verengten Biegequerschnitt.
  • Bei dem in den 8 und 9 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Fläche 12 wieder einteilig ausgeführt, wobei hier für die erforderliche Verformbarkeit der Fläche 12 auf die Membraneigenschaft des verwendeten Werkstoffes zurückgegriffen wird.
  • Als Sensoreinheiten 14 zur Erfassung der Verformung der Biegezone 20 eignen sich die meisten Kraft/Spannungswandler, insbesondere Dehnungsmessstreifen, Piezoelemente oder dergleichen. Die Anordnung der Sensoreinheiten kann auf verschiedene Arten erfolgen.
  • Eine erste Möglichkeit zur Anordnung der Sensoreinheiten 14 ist in 10 gezeigt. Hier ist als Sensoreinheit 14 ein Dehnmessstreifen 24 direkt auf die Biegezone 20 aufgebracht. Die Wandlung der von dem Dehnmessstreifen 24 ermittelten Verformungswerte erfolgt über einen hier nicht dargestellten Rechner.
  • Nach 11 ist der Dehnmessstreifen 24 auf einen Biegebalken 26 aufgebracht, der als Verstärker fungiert. Der Biegebalken 26 ist über eine Verschraubung mit dem biegesteifen Rahmen 18 verbunden und steht mit einem Hebelelement 28, welches als Verformungsgeber fungiert, in Kontakt. Das Hebelelement 28 ist seinerseits wiederum über eine Verschraubung mit einem im Anschluss an die Biegezone 20 sich erstreckenden biegesteifen Querschnittsbereich 30 fest verbunden.
  • Eine weitere Anordnungsmöglichkeit für die Sensoreinheit 14 ist in 12 gezeigt. Als Sensoreinheit findet hier ein Piezoelement Verwendung, das zwischen einem biegesteifen Balkenelement 32 und dem Hebelelement 28 angeordnet ist. Das biegesteife Balkenelement 32 ist durch eine Verschraubung axial und radial fest mit dem biegesteifen Rahmen 18 verbunden und das Hebelelement 28 ist, entsprechend zu 11, an den im Anschluss an die Biegezone 20 ausgebildeten biegesteifen Querschnittsbereich 30 angeordnet.
  • Bei dem in 14 gezeigten Ausführungsbeispiel entspricht die Anordnung der Sensoreinheiten der in
  • 11 beschriebenen Ausführung. Zusätzlich ist hier jedoch noch ein biegesteifer Anschlag 34 vorgesehen. Während das eine Ende des Anschlags 34 am biegesteifen Rahmen 18 angeordnet ist, ist das andere, L-förmig ausgebildete Ende des Anschlags auf die biegesteife Platte 16 ausgerichtet. Durch die hierdurch realisierte Begrenzung der maximalen Verformung der Biegezone 20 werden schwerwiegende Beschädigungen an der Messvorrichtung 10, beispielsweise hervorgerufen durch unsachgemäße Benutzung, bzw. Ausübung einer zu großen Kraft auf die Platte 16, erfolgreich vermieden.
  • Entsprechend zu dem in 13 beschriebenen Ausführungsbeispiel weist auch das Ausführungsbeispiel gemäß 14 einen biegesteifen Anschlag 34 auf. Während das eine Ende des Anschlags 34 in bekannter Weise am biegesteifen Rahmen 18 angeordnet ist, ist das andere, L-förmig ausgebildete Ende des Rahmens wieder auf die beigesteife Platte 16 ausgerichtet. Zwischen dem Anschlag 34 der biegesteifen Platte 16 ist ein zusätzliches Dämpfungselement 36 vorgesehen. Durch das Dämpfungselement 36 ist ein breiteres Einsatzspektrum der Messvorrichtung 10, beispielsweise auf Schiffen oder dergleichen, ermöglicht, da das Dämpfungselement ein Aufschwingen der biegesteifen Platte 16 verhindert.
  • Selbstverständlich kann die erfindungsgemäße Messvorrichtung zur Ermittlung der Lagerkoordinaten einer auf eine Fläche 12 ausgeübten Druckkraft auch mit anderen bekannten Verfahren zur Ermittlung von Kraftangriffspunkten auf einer Platte/Fläche kombiniert werden. 15 zeigt schematisch die Kombination mit einem nach dem optischen Prinzip arbeiteten Vorrichtung.
  • Die Erfindung zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass durch den 3-zonigen Aufbau der Fläche 12 Dichtungen zwischen Rahmen 18 und Platte 16 überflüssig sind und somit eine Beeinflussung der Messergebnisse durch das Dichtmaterial ausgeschlossen ist.
  • 10
    Messvorrichtung
    12
    Fläche
    14
    Sensoreinheit
    16
    biegesteife Platte
    18
    biegesteifer Rahmen
    20
    biegeweicher Übergangsbereich/Biegezone
    22
    Kraft
    23
    biegesteife Einfassung
    24
    Dehnmessstreifen
    26
    Biegebalken
    28
    Hebelelement
    30
    biegesteifer Querschnittsbereich
    32
    biegesteifes Balkenelement
    34
    Anschlag
    36
    Dämpfungselement

Claims (11)

  1. Messvorrichtung (10) zur Ermittlung der Lagekoordinaten einer auf eine Fläche (12) ausgeübten Druckkraft (22), bei der die Fläche (12) eine biegesteife Platte (16) und einen umgebenden biegesteifen Rahmen (18) umfasst und die biegesteife Platte (16) relativ zu dem biegesteifen Rahmen (18) beweglich gelagert ist und die Lagekoordinaten des Kraftangriffspunktes auf der Fläche (12) über mindestens drei zwischen dem Rahmen (18) und der Platte (16) angeordnete Sensoreinheiten (14) durch Auswertung der auf die Sensoreinheiten (14) wirkenden Kräfte/Verschiebungen ermittelt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die biegesteife Platte (16) über einen definierten, elastisch verformbaren biegeweichen Übergangsbereich -Biegezone (20)axial und radial fest mit dem biegesteifen Rahmen (18) verbunden ist, und die Ermittlung der Lagekoordinaten des Kraftangriffspunktes auf der Fläche (12) durch Auswertung mindestens einer zwischen dem biegesteifen Rahmen (18) und der biegesteifen Platte (16) angeordneter Sensoreinheit erfolgt, die die aus der durch die elastische Verformbarkeit der Biegezone (20) ermög lichte relativen Bewegung zwischen dem biegesteifen Rahmen (18) und der biegesteifen Platte (16) resultierenden Kräfte/Verschiebungen erfasst.
  2. Messvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fläche (12) einteilig ausgeführt ist.
  3. Messvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fläche (12) mehrteilig ausgeführt ist.
  4. Messvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Teile (16, 18, 20, 23) der Fläche (12) insbesondere durch Verkleben und/oder Verschrauben axial und radial fest miteinander verbunden sind.
  5. Messvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die biegeweiche Eigenschaft der Biegezone (20) durch eine spezielle Formgebung der Biegezone (20) realisiert ist.
  6. Messvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die biegeweiche Eigenschaft der Biegezone (20) durch eine geeignete Werkstoffauswahl für die Biegezone (20) realisiert ist.
  7. Messvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, das die biege weiche Eigenschaft der Biegezone (20) durch eine Kombination aus Formgebung und Werkstoffauswahl realisiert ist
  8. Messvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchbiegung der Biegezone (20) durch ein Anschlag (34) begrenzt ist.
  9. Messvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der biegesteifen Platte (16) und dem biegesteifen Rahmen (18) ein schwingungsdämpfendes Element (36) angeordnet ist.
  10. Messvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die biegesteife Platte (16) transparent oder teiltransparent ist.
  11. Messvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ermittlung der Lagekoordinaten zusätzlich über ein optisches und/oder akustisches und/oder elektrisches Ortungssystem erfolgt.
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