DE10314464B4 - Gurtbringer für einen Sicherheitsgurt eines Kraftfahrzeuges - Google Patents

Gurtbringer für einen Sicherheitsgurt eines Kraftfahrzeuges Download PDF

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    • B60R22/03Means for presenting the belt or part thereof to the wearer, e.g. foot-operated

Abstract

Gurtbringer für den Sicherheitsgurt (44) eines Kraftfahrzeugs,
– mit einem Zubringerarm (28), der ein freies, vorderes Ende aufweist, an dem ein Frontstück (40) angeordnet ist, welches einen Schlitz (42) für einen Flachgurt (47) des Sicherheitsgurtes (44), insbesondere für den Schultergurt, aufweist, in dem der Flachgurt (47) längsverschieblich geführt ist, welcher Schlitz (42) so bemessen ist, dass ein Schlosszunge (46) des Sicherheitsgurtes (44) nicht passieren kann,
– mit einem Gehäuse (20), das Führungsmittel für den Zubringerarm (28) aufweist, die den in seiner Längsrichtung relativ zum Gehäuse (20) verschiebbaren Zubringerarm (28) führen, das Befestigungsmittel zur Befestigung an der Karosserie (60) des Kraftfahrzeuges hat und das Antriebsmittel für die Verschiebung des Zubringerarms (28) aufweist, welche Verschiebung zwischen einer Nullstellung, in der das Frontstück (40) seine kürzeste Entfernung vom Gehäuse (20) hat und einer Anbieteposition, in der das Frontstück (40) am weitesten vom Gehäuse (20) entfernt ist, erfolgt und
– mit...

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf einen Gurtbringer für den Sicherheitsgurt eines Kraftfahrzeugs. Der Gurtbringer hat einen Zubringerarm, der ein freies, vorderes Ende aufweist, und ein Gehäuse, das Führungsmittel für den Zubringerarm aufweist, die den in seiner Längsrichtung relativ zum Gehäuse verschiebbaren Zubringerarm führen. Das Gehäuse hat Befestigungsmittel zur Befestigung des Gehäuses an der Karosserie des Kraftfahrzeuges und Antriebsmittel, insbesondere einen Elektromotor, für die Verschiebung des Zubringerarms. Die Verschiebung erfolgt zwischen einer Nullstellung, in der das vordere Ende seine kürzeste Entfernung vom Gehäuse hat und einer Anbieteposition, in der das Frontstück am weitesten vom Gehäuse entfernt ist.
  • Aus DE 33 02 356 A1 ist ein allgemein für Kraftfahrzeuge ausgelegter Gurtbringer bekannt, der, wie insbesondere aus 1 hervorgeht, einen Zubringerarm, ein Führungsgehäuse für den Zubringerarm sowie einen Haltekörper aufweist, der gegenüber dem Gehäuse verschieblich ist und der eine kürzere Länge als der Zubringerarm hat. Der elektrisch angetriebene Zubringerarm kann von einer Nullposition in eine Anbieteposition bewegt werden.
  • Eine andere Ausgestaltung eines Gurtbringers zeigt DE 40 26 637 A1 . Das Frontstück des Zubringerarms dient mit dem Schlitz der Führung des Sicherheitsgurtes in seiner Ablageposition als Umlenkbeschlag. Auch dieser Gurtbringer ist allgemein für Kraftfahrzeuge vorgesehen.
  • Schließlich ist aus DE 39 09 363 A1 ein nahezu halbkreisförmiger Gurt bringer bekannt, der lediglich einen Zubringerarm und keinen Haltekörper aufweist.
  • Sicherheitsgurte eines Kraftfahrzeuges haben in der Regel einen V-förmigen Verlauf mit einem Schultergurt und einem Beckengurt. An der Spitze des V befindet sich eine Schlosszunge, die bei angelegtem Gurt in ein Gurtschloss, das sich neben dem Sitz befindet, eingesteckt ist. Sowohl der Schultergurt als auch der Beckengurt sind Flachgurte, die im Allgemeinen aus textilem Material gefertigt sind. Eine Aufwickelvorrichtung zieht den Sicherheitsgurt, im Allgemeinen den Schultergurt, in eine eingezogene Position, wenn der Sicherheitsgurt nicht benötigt wird. In dieser Lage befindet sich der Sicher heitsgurt, wenn ein Fahrer in das zugehörige Kraftfahrzeug einsteigt und eine Fahrt durchführen will. Er schnallt sich an, indem er die etwa in Höhe seiner einen Schulter befindliche Schlosszunge ergreift, den Gurt aus der Aufrollvorrichtung zieht und die Schlosszunge in das Schloss einsteckt.
  • Durch den Gurtzubringer wird die Drehung und Bewegung, die der Fahrer durchführen muss, verkürzt. Der Gurtbringer ist in der Lage, die Schlosszunge in eine Position vorzutransportieren, in der sie bequemer und einfacher ergriffen werden kann, in der also die Bewegung des Fahrers zum Erfassen der Schlosszunge verkürzt ist.
  • Der Gurtbringer eignet sich nicht nur für den Fahrersitz, sondern insbesondere auch für den Beifahrersitz und im Grunde auch für alle anderen Sitze des Kraftfahrzeuges.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, einen einfach bauenden und wenige Teile aufweisenden Gurtbringer anzugeben, der sich gut in ein Kraftfahrzeug integrieren lässt und der insbesondere für Cabriofahrzeuge geeignet ist.
  • Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Gurtbringer mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1.
  • Dieser Gurtbringer kommt mit einem sehr einfach bauenden Gehäuse aus, das zudem kleine Abmessungen aufweisen kann. Es ist im Kraftfahrzeug gut einbaubar, beispielsweise bei einem Cabrio unterhalb der Stelle, wo üblicherweise die B-Säule vorgesehen ist, beispielsweise unmittelbar hinter einer Vordertür.
  • Der Zubringerarm ist vorzugsweise ein Kunststoffteil, das eine ausreichende Festigkeit aufweist, den Gurt mitzunehmen, das aber biegsam ist und somit beim Herausfahren nachgibt, bevor es einem Passagier Verletzungen zufügen kann. Der Zubringerarm bewegt sich vorzugsweise im Wesentlichen in einer Ebene, die durch die Geradeausfahrrichtung des Kraftfahrzeuges und die Vertikale bestimmt ist und bleibt insbesondere immer in unmittelbarer Nähe der Tür neben dem Benutzer, vorzugsweise in der Nähe der Fensterscheibe dieser Tür.
  • Der Gurtbringer ist insbesondere günstig für ein Cabriofahrzeug, bei dem keine B-Säule vorgesehen ist, so dass dort auch nicht ein Einlauf bzw. ein Schlitz vorgesehen werden kann, in den der Schultergurt eingezogen werden kann und aus dem er ausläuft. Bei Cabriofahrzeugen ordnet man im Allgemeinen den Sicherheitsgurt weiter hinten an, so dass sich in der Ruheposition die Schlosszunge hinter einem Passagier befindet. Dadurch muss er sich im Allgemeinen etwas drehen und der Schlosszunge zuwenden, wenn er diese ergreifen will, um sich den Gurt anzulegen. Der Gurtbringer positioniert in einer Anbieteposition die Schlosszunge so weit vorn an, dass sie sogar weiter vorn liegen kann als üblicherweise bei Fahrzeugen, die eine B-Säule haben, jedoch keinen Gurtbringer aufweisen.
  • Der Gurtbringer arbeitet bevorzugt automatisch. Ein Passagier muss also nicht irgendwelche Steuerungsmittel benutzen, um den Gurtbringer zu betätigen. Der Gurtbringer wird vielmehr ausgelöst, wenn ausreichende Informationen dafür vorliegen, dass ein Fahrer in allernächster Zeit beabsichtigt, mit seinem Fahrzeug loszufahren. Hierzu wird beispielsweise überwacht, ob die Zündung eingeschaltet ist, ob der Fahrersitz belegt ist und/oder ob die Fahrertür geschlossen ist usw.
  • Der Haltekörper wird entlang derselben Bahn wie der Zubringerarm relativ zum Gehäuse verschoben, ist aber kürzer als der Zubringerarm. Der Haltekörper kann in einer bevorzugten Ausführung nur etwa 1/3 des Weges hoch- und zurückgefahren werden wie der Zubringerarm.
  • Im Gegensatz zum Zubringerarm kann der Haltekörper jedoch die volle Last des Gurtzuges im Falle eines Unfalls aufnehmen, er ist also lasttragend. In der ausgefahrenen Position des Zubringerarmes, also in der Position „Anbieten", sind Zubringerarm und Haltekörper ausgefahren, der Haltekörper umgreift den Zubringerarm im unteren Drittel der Länge des Zubringerarms oder befindet sich neben ihm. Wird der Zubringerarm aus der Anbieteposition zurückgefahren, bleibt der Haltekörper stehen. Wenn der Zubringerarm bis zum Haltekörper zurückgefahren ist, ist die Position „angeschnallt" erreicht. Bei derart eingezogenem Zubringerarm ist es der Haltekörper, der nun eine Umlenkung und die Führung des Sicherheitsgurtes übernimmt. Dadurch ist sichergestellt, dass der Sicherheitsgurt an der Oberkante des Haltekörpers in einer Höhe umgelenkt wird, die ungefähr der Schulterhöhe des Passagiers entspricht. Dies ist bei Cabriofahrzeugen vorteilhaft. Bei diesen befindet sich die Oberkante der Karosserie tiefer als die übliche Schulterhöhe eines Passagiers. Der ausgefahrene Haltekörper steht gegenüber der Oberkante der Karosserie vor. Würde man dagegen ohne zusätzliche Erhöhung, also ohne den Haltekörper, den Schultergurt lediglich an der Oberkante der Karosserie nach unten hin zum Gurtautomaten umlenken, so würde der Schultergurt von der Schulter schräg nach unten zu diesem Umlenkpunkt laufen. Bei einem unfallbedingten Zug würde dies zu einer Druckkraft auf die Schulter des Passagiers führen. Dies ist ungünstig. Durch den Haltekörper wird der Umlenkpunkt soweit nach oben verlagert, dass der Schultergurt von der Schulter bis zum Umlenkpunkt sogar leicht ansteigen kann.
  • Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den übrigen Ansprüchen sowie der nun folgenden Beschreibung zweier nicht einschränkend zu verstehender Ausführungsbeispiele, die unter Bezugnahme auf die Zeichnung im Folgenden näher erläutert werden. In dieser Zeichnung zeigen:
  • 1: eine perspektivische Darstellung des Gurtbringers mit Blick von schräg oben, der Gurtbringer befindet sich in der Nullposition,
  • 2: eine Darstellung wie 1, jedoch befindet sich nunmehr der Gurtbringer in einer Zwischenposition, der Zubringerarm ist teilweise ausgefahren, zusätzlich ist ein Sicherheitsgurt eingezeichnet,
  • 3: eine Darstellung wie 1, jedoch befindet sich der Gurtbringer nunmehr in der Position „Anbieten", der Zubringerarm und der Haltekörper sind beide vollständig ausgefahren,
  • 4: eine Darstellung des Gurtbringers wie in 1, jedoch befindet sich nunmehr der Gurtbringer in der Position „angeschnallt", der Haltekörper ist voll ausgefahren, der Zubringerarm ist in Anschlag auf den Haltekörper zurückgefahren,
  • 5: eine perspektivische Darstellung mit einer zweiten Ausführung des Gutbringers und in Form einer Innenansicht auf ein Teilstück einer Karosserie mit Gurtbringer, einem Fahrer und einem Lenkrad.
  • In den 1 bis 4 sind die unterschiedlichen Zustände des Gurtbringers in seiner ersten Ausführung dargestellt, sie sind in einer Abfolge hintereinander angeordnet, wie sie auch dem normalen Gebrauch des Gurtbringers entspricht.
  • Der Gurtbringer hat ein Gehäuse 20, das ein U-förmiges Blechteil aufweist, welches zwei Seitenwangen 22 hat. Das Gehäuse hat weiterhin Führungsmittel, zu erkennen sind in den 1 bis 4 zwei Führungsrollen 24. Innen liegt in einer Dreiecksanordnung ein weiteres Führungsmittel gegenüber, das in den 1 und 4 nicht erkennbar ist. In 5 ist ein anderes Ausführungsbeispiel des Gurtbringers gezeigt, dort ist ein drittes Führungsmittel 26 erkennbar.
  • Vom Gehäuse 20 umgriffen befindet sich ein Zubringerarm 28, er liegt an den Führungsmitteln 24, 26 an. Der Zubringerarm 28 ist bogenförmig ausgebildet, in den Ausführungsbeispielen ist er ein Teilstück eines Rings, das sich über etwa ca. 60 bis 70° erstreckt bei einem Innenradius von etwa 42 cm. Der Zubringerarm 28 hat in einer bevorzugten Ausbildung ein I-Profil, also ein Doppel-T Profil. Seine dem Krümmungszentrum zugewandte Schmalfläche ist mit einer durchgehenden Verzahnung 30 versehen, so dass der Zubringerarm 28 auch als gebogene Zahnstange angesprochen werden kann.
  • Das Gehäuse 20 hat Antriebsmittel, die hier einen Elektromotor 32 aufweisen. Dieser ist über ein Untersetzungsgetriebe mit einem Ritzel 34 verbunden, das im Eingriff mit der Verzahnung 30 des Zubringerarms 28 ist. Wie die Figuren erkennen lassen, befindet sich das Ritzel 34 in unmittelbarer Nähe einer der Führungsrollen 24, nämlich der unteren Führungsrolle.
  • Der Zubringerarm 28 hat ein freies vorderes Ende 36 und ein unteres, hinteres Ende 38. Am vorderen Ende 36 ist ein Frontstück 40 befestigt. Es springt quer zur Längsrichtung des Zubringerarms 28 seitlich vor, wie beispielsweise aus 1 zu ersehen ist. Das Frontstück 40 hat einen Schlitz 42, durch den ein Sicherheitsgurt 44 hindurchläuft. Präziser gesagt, durchläuft der Flachgurt des Schultergurtteils 47 diesen Schlitz 42. Unmittelbar vor dem Frontstück 40 befindet sich eine Schlosszunge 46 des Sicherheitsgurtes, sie befindet sich bekanntlich an der V-Spitze des Gurtes. Der Flachgurt 45, der den Beckengurt bildet, geht unmittelbar von dieser Schlosszunge 46 aus. Wie 2 zeigt, läuft der Schultergurt 47 durch das Gehäuse 20 hindurch. Aus 5 ist zu ersehen, dass er nach Durchlauf des Gehäuses in einen Gurtautomaten 48 mit Aufwickelvorrichtung einläuft. Der Gurtautomat ist Stand der Technik und muss hier nicht näher beschrieben werden.
  • Weiterhin ist ein Haltekörper 50 vorgesehen, er wird wie der Zubringerarm 28 vom Gehäuse 20 umgriffen und von den Führungsmitteln 24, 26 geführt. In der Ausbildung nach den 1 bis 4 sind Zubringerarm 28 und Haltekörper 50 nebeneinander angeordnet.
  • Der Haltekörper 50 ist ein relativ festes, stabiles Bauteil, das in der gezeigten Ausführung etwa ein U-Profil aufweist. Der Haltekörper 50 ist ebenso gekrümmt wie der Zubringerarm 28. Durch diese Krümmungen von Zubringerarm 28 und Haltekörper 50 wird erreicht, dass der Gurtbringer in der Nullposition im Wesentlichen senkrecht verläuft und angeordnet ist, wie 5 zeigt, in der Anbieteposition gemäß 3 der vorderste Teilbereich des Zubringerarms aber nahezu in der Waagerechten liegt. Der Haltekörper 50 ist aus Blech, insbesondere Stahlblech, gefertigt. An einem vorderen Ende befindet sich eine Führungsöffnung 52 für den Flachgurt, also konkret für den Schultergurt 47. Dieser verläuft durch den Innenraum des Haltekörpers 50 hindurch zum Gurtautomaten 48, siehe z.B. 5. Das Gehäuse hat ein Führungsmittel für den Schultergurt 47, nämlich eine Traverse 53.
  • Der Haltekörper 50 ist zusammen mit dem Gehäuse 20 so ausgelegt, dass unfallbedingte Gurtzugkräfte aufgenommen werden können. Anders als der Zubringerarm 28 hat der Haltekörper 50 eine Sicherheitsfunktion, er ist lasttragend.
  • Die Bewegung des Haltekörpers 50 zwischen der in den 1 und 2 gezeigten tiefen Position und der in den 3 und 4 gezeigten ausgefahrenen Position wird im Ausführungsbeispiel durch den Zubringerarm 28 erreicht. Hierzu hat der Zubringerarm zwei Mitnehmer, nämlich einen unteren Mitnehmer 54 und einen oberen Mitnehmer, der durch das Frontstück 40 realisiert ist.
  • Wird ausgehend von der in 1 gezeigten Nullposition der Zubringerarm 28 nach oben geschoben, indem der Elektromotor 32 entsprechend betätigt wird, fährt der Zubringerarm 28 vor, bis die in 2 gezeigte Position erreicht ist. In dieser Position schlägt der untere Mitnehmer 54 an den Halte körper 50, bei der fortgeführten Ausfahrbewegung wird nun auch der Haltekörper 50 ausgefahren, bis die Position gemäß 3 erzielt wird. In dieser Position befindet sich das Frontstück 40 in der größten Entfernung vom Gehäuse 20. Die Position gemäß 3 ist die Anbieteposition. In dieser Position ist die Schlosszunge 46 am weitesten nach vorn transportiert, mithin auch der zugehörige Flachgurt, sodass ein Benutzer 56 die Schlosszunge 46 günstiger ergreifen kann als in jeder anderen Position.
  • Nimmt der Benutzer 56 die Schlosszunge 46 bzw. den benachbarten Gurtbereich in die Hand und schnallt sich an, indem er die Schlosszunge 46 in ein zugehöriges Gurtschloss 55 einsteckt, wird der Zubringerarm 28 wieder zurückgefahren. Dies allerdings nur bis zu der Position, wie sie in 4 gezeigt ist. Diese Position wird als Anschnallposition des Gurtbringers bezeichnet. In ihr steht der Haltekörper 50 weiterhin nach oben vor und kann zudem die Kräfte, die über den Sicherheitsgurt auf ihn einwirken, aufnehmen, einschließlich unfallbedingter Kräfte.
  • Wie aus 5 ersichtlich ist, wird der Gurtbringer so angeordnet, dass in der Position „angeschnallt" der Haltekörper über einer Oberkante 58 der Karosserie vorsteht. In der Nullposition des Gurtbringers schließt dieser oben etwa mit der Oberkante 56 der Karosserie 60 ab. Wie 5 zeigt, befindet sich diese Oberkante 58 tiefer als die Höhe der Schulter des Benutzers 56. Durch den in seiner oberen Lage befindlichen Haltekörper 50 gemäß 4 wird nun erreicht, dass der Sicherheitsgurt nicht direkt von der Oberkante des Gehäuses 20 zum Benutzer 56 hin verläuft, vielmehr der Gurt in einem Umlenkpunkt 59 angehoben wird und einen Verlauf erhält, wie dies in 5 dargestellt ist.
  • Wird das Fahrzeug nicht mehr benötigt, so wird der Gurtbringer wieder in die Nullstellung gemäß 1 zurückgefahren. Dann steht er nicht mehr über der Oberkante 58 der Karosserie vor.
  • Am Gehäuse 20 und am Haltekörper 50 sind Fixiermittel 62 vorgesehen, die den Haltekörper 50 in seiner ausgefahrenen Position fixieren. Sie sorgen dafür, dass der Haltekörper 50 nicht selbsttätig, also ohne Antrieb durch den Zubringerarm 28, aus der ausgefahrenen Position in die Nullposition zurückgebracht werden kann. Die Fixiermittel 62 sind so ausgebildet, dass sie überwunden werden, wenn der Zubringerarm 28 über den Elektromotor 32 aus der Position angeschnallt in die Nullposition verfahren wird. Als Fixiermittel 62 kommt beispielsweise eine federbelastete Kugel infrage, die am Gehäuse 20 angeordnet ist und zum Haltekörper 50 vorspringt, sowie eine dieser Kugel angepasste Ausnehmung am. Haltekörper 50. Alternativ kann eine Federzunge an dem einen Teil, z.B. am Gehäuse 20, vorgesehen sein, die in eine entsprechende Ausnehmung am Haltekörper 50 eingreift.
  • Der Gurtbringer hat ein Steuermittel 64 in Form einer Steuerschaltung, sie steuert den Motor 32 an und ist mit mehreren Sensoren bzw. Signalgebern 66, 68, 70 verbunden. Zu diesen gehört beispielsweise ein Sensor, der erkennt, ob die zugehörige Türe geschlossen ist oder nicht. Weiterhin kann ein Sensor vorgesehen sein für die Erkennung, ob der entsprechende Sitz belegt ist oder nicht. Ein Signalgeber ist beispielsweise dafür vorgesehen, ein Spannungssignal zu empfangen, das den Zustand der Zündung angibt. Vorzugsweise ist das Steuermittel 64 auch mit Sensoren im Gurtbringer verbunden (nicht dargestellt), die erfassen, in welcher Position sich der Zubringerarm 28 und/oder der Haltekörper 50 befinden.
  • Die Steuermittel 64 sind so ausgelegt, dass jeweils folgende Reihenfolge der Positionen des Gurtbringers nacheinander abgefahren werden: Nullposition, Anbieteposition, Anschnallposition und wieder Nullposition. Aus der Nullposition wird der Gurtbringer in die Anbieteposition vorgefahren, wenn mindestens einer der Sensoren 66 bis 70 ein entsprechendes Signal abgibt, insbesondere wenn mehrere Signale vorliegen, beispielsweise Zündung ein, Sitz belegt und Türe geschlossen. Aus der Anbieteposition geht der Gurtbringer in die Position „Angeschnallt", wenn entweder eine gewisse Zeitdauer verstrichen ist, in der sich der Gurtbringer in der Anbieteposition befindet und/oder ein im Gurtschloss 55 angeordneter Sensor signalisiert, dass sich die Schlosszunge 46 im Schloss 55 befindet, verwiesen wird auf die strichpunktierte Leitung zwischen Schloss 55 und Steuermittel 64. Die Position „Angeschnallt" wird nur solange aufrecht erhalten, wie die Steuermittel 64 sicher sein können, dass das Fahrzeug in Betrieb ist, also mindestens eine der Meldungen „Sicherheitsgurt angelegt", „Tür geschlossen", „Zündung eingeschaltet" und/oder „Sitz belegt" vorliegt. Ist klar erkennbar, dass die Benutzung des Fahrzeugs beendet ist, beispielsweise Zündung ausgeschaltet, der Gurt geöffnet und die Tür geöffnet ist, steuern die Steuermittel 64 den Elektromotor 62 so an, dass diese den Gurtbringer in die Nullposition zurückfährt.

Claims (12)

  1. Gurtbringer für den Sicherheitsgurt (44) eines Kraftfahrzeugs, – mit einem Zubringerarm (28), der ein freies, vorderes Ende aufweist, an dem ein Frontstück (40) angeordnet ist, welches einen Schlitz (42) für einen Flachgurt (47) des Sicherheitsgurtes (44), insbesondere für den Schultergurt, aufweist, in dem der Flachgurt (47) längsverschieblich geführt ist, welcher Schlitz (42) so bemessen ist, dass ein Schlosszunge (46) des Sicherheitsgurtes (44) nicht passieren kann, – mit einem Gehäuse (20), das Führungsmittel für den Zubringerarm (28) aufweist, die den in seiner Längsrichtung relativ zum Gehäuse (20) verschiebbaren Zubringerarm (28) führen, das Befestigungsmittel zur Befestigung an der Karosserie (60) des Kraftfahrzeuges hat und das Antriebsmittel für die Verschiebung des Zubringerarms (28) aufweist, welche Verschiebung zwischen einer Nullstellung, in der das Frontstück (40) seine kürzeste Entfernung vom Gehäuse (20) hat und einer Anbieteposition, in der das Frontstück (40) am weitesten vom Gehäuse (20) entfernt ist, erfolgt und – mit einem Haltekörper (50), der gegenüber dem Gehäuse (20) verschiebbar ist, der kürzer als der Zubringerarm (28) ist, der in eine eingefahrene und eine ausgefahrene Position relativ zum Gehäuse (20) gebracht werden kann, der in ausgefahrener Position für die Aufnah me einer unfallbedingten Gurtzugkraft ausgelegt ist und der eine Führungsöffnung für den Flachgurt aufweist.
  2. Gurtbringer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Position „angeschnallt" des Gurtbringers das Frontstück (40) sich in der Nähe des Haltekörpers (50) befindet und der Schlitz (42) des Frontstücks (40) im Wesentlichen mit der Führungsöffnung (52) des Haltekörpers (50) fluchtet.
  3. Gurtbringer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Gehäuse (20) und am Haltekörper (50) Fixiermittel vorgesehen sind, die den Haltekörper (50) in seiner ausgefahrenen Position fixieren.
  4. Gurtbringer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zubringerarm (28) Mitnehmer (54, 40) aufweist, die bei einer Bewegung des Zubringerarms (28) am Haltekörper (50) anschlagen und diesen mitnehmen.
  5. Gurtbringer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Gehäuse (20) ein Führungsteil (Traverse 53) für den Flachgurt (47) ausgebildet ist.
  6. Gurtbringer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Frontstück (40) eine Anschlagfläche für die Schlosszunge (46) des Sicherheitsgurtes (44) ausbildet.
  7. Gurtbringer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass er weiterhin Steuermittel für das Antriebsmittel aufweist, welche den Zubringerarm (28) aus der Nullstellung in die Anbieteposition vorfahren, wenn mindestens eines der folgenden Signale vorliegt: Zündung ein, Fahrersitz belegt, Fahrertüre geschlossen.
  8. Gurtbringer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass er weiterhin Steuermittel für das Antriebsmittel aufweist, welche den Zubringerarm (28) aus der Position „angeschnallt" in die Nullposition verfahren, wenn mindestens eines der folgenden Signale vorliegt: Zündung aus, Fahrersitz nicht belegt, Fahrertüre geöffnet.
  9. Gurtbringer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zubringerarm (28) und der Haltekörper (50) bogenförmig gekrümmt sind, insbesondere einen Radius von 300 bis 700 mm, insbesondere etwa 420 mm, aufweisen.
  10. Gurtbringer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zubringerarm (28) biegsam ausgebildet ist, insbesondere aus Kunststoff gefertigt ist.
  11. Gurtbringer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zubringerarm (28) eine Verzahnung (30) aufweist, die sich insbesondere an einer zum Mittelpunkt seiner bogenförmigen Krümmung zugewandten Schmalfläche befindet.
  12. Gurtbringer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsmittel einen Elektromotor (32) aufweist.
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DE102012214304B3 (de) * 2012-08-10 2014-06-12 Takata AG Gurtbringvorrichtung

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