DE10213522A1 - Verfahren zum Vereinzeln von gestapelten Blechen - Google Patents

Verfahren zum Vereinzeln von gestapelten Blechen

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DE10213522A1
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DE2002113522
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Jochen Eichstaedt
Juergen Herzog
Roman Kopp
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Wolverine Advanced Materials GmbH
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EaglePicher Wolverine GmbH
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65GTRANSPORT OR STORAGE DEVICES, e.g. CONVEYORS FOR LOADING OR TIPPING, SHOP CONVEYOR SYSTEMS OR PNEUMATIC TUBE CONVEYORS
    • B65G59/00De-stacking of articles
    • B65G59/02De-stacking from the top of the stack
    • B65G59/04De-stacking from the top of the stack by suction or magnetic devices

Abstract

Gestapelte Geräuschisolier-Bleche aus ferromagnetischem Material, die für den späteren Verbau jeweils auf einer Seite eine selbsthaftende, mit einer abziehbaren Schutzschicht bedeckte Klebeschicht aufweisen, werden vereinzelt, indem die gestapelten Bleche in ein in etwa homogenes Magnetfeld eingebracht werden, derart, dass die magnetischen Feldlinien in der Ebene der Bleche verlaufen.

Description

  • Um gestapelte Bleche aus ferromagnetischem Material, z. B. Stahlbleche, leichter voneinander abheben zu können, sind sogenannte Magnet-Spreizer bekannt. Es handelt sich um Anordnungen mit zwei voneinander beabstandeten Permanentmagneten, die zwischen sich ein in etwa homogenes Magnetfeld erzeugen. Bringt man die gestapelten Bleche mit einem Ende in den Raum zwischen den beiden Polflächen der Anordnung so ein, dass die magnetischen Feldlinien in der Ebene der Bleche verlaufen, heben sich die Bleche an dem betreffenden Ende voneinander ab und lassen sich so entweder manuell oder maschinell leichter greifen. Die Abhebung beruht auf dem Umstand, dass das Magnetfeld jeweils gleiche Polaritäten in den einzelnen Blechen induziert und sich gleiche Magnetpole gegenseitig abstoßen.
  • Beispielsweise in Bremsanlagen von Kraftfahrzeugen werden Geräuschisolier-Bleche eingesetzt. Solche Geräuschisolier- Bleche sind auf einer Seite mit Klebstoff beschichtet, mit Hilfe dessen sie an einer Bremsbelagträgerplatte befestigt werden. Bis zum Einbau der Bleche ist die Klebstoffschicht mit einer abziehbaren Schutzschicht, z. B. einem Schutzpapier oder einer Schutzfolie, abgedeckt. Weitere Einzelheiten solcher Geräuschisolier-Bleche gehen z. B. aus der DE 43 34 780 A1 oder DE 197 40 744 A1 hervor.
  • Die Geräuschisolier-Bleche werden vom Hersteller in gestapelter Form geliefert. Beim Anwender, z. B. dem Hersteller von Bremsanlagen, müssen sie vor dem Einbau vereinzelt werden. Der Einbau erfolgt zunehmend voll automatisiert. Dabei darf es auf keinen Fall vorkommen, dass die Vereinzelung misslingt und gleichzeitig zwei oder mehr Bleche verbaut werden.
  • In der Praxis erweist sich die Vereinzelung von gestapelten Geräuschisolier-Blechen, die mit einer Klebschicht versehen sind, als schwierig. Dies liegt daran, dass der Klebstoff der Klebschicht während der Lagerung im Stapel dazu neigt, seitlich am Rand des Bleches etwas auszutreten und sich mit dem benachbarten Blech und insbesondere dessen ebenfalls austretendem Kleber zu verbinden. Besonders ausgeprägt ist dieser für die Vereinzelung hinderliche Effekt bei modernen hochhaftenden Klebern auf Silikonbasis.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine sichere, gegebenenfalls automatisierte Vereinzelung von gestapelten Geräuschisolier-Blechen auch dann zu ermöglichen, wenn diese am Rand durch ausgetretenen Kleber miteinander verbunden sein können.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch Verwendung des an sich bekannten Verfahrens zum Vereinzeln von aufeinander gestapelten Blechen aus ferromagnetischem Material, bei welchem die gestapelten Bleche in ein in etwa homogenes Magnetfeld eingebracht werden derart, dass die magnetischen Feldlinien in der Ebene der Bleche verlaufen, zum Vereinzeln der gestapelten Geräuschisolier-Bleche, die für den späteren Verbau jeweils auf einer Seite eine selbsthaftende, mit einer abziehbaren Schutzschicht bedeckte Klebeschicht aufweisen.
  • Es hat sich überraschenderweise gezeigt, dass das bekannte Vorgehen zum einseitigen Spreizen lose aufeinander liegender Bleche auch zum vollständigen Vereinzeln gestapelter und am Rande unter Umständen miteinander verklebter Geräuschisolier- Bleche hervorragend geeignet ist. Das war nicht zu erwarten, weil die Geräuschisolier-Bleche nicht einfach lose aufeinander liegen, sondern zum Vereinzeln die zum Teil erhebliche Kleber-Haftung überwunden werden muss. Außerdem sind Geräuschisolier-Bleche gewöhnlich deutlich dünner als die üblichen bisher magnetisch gespreizten Bleche, was die Vorstellung nahelegt, dass sich größere, zum Trennen geeignete Magnetkräfte in den Geräuschisolier-Blechen gar nicht induzieren ließen. Die erfindungsgemäße Vorgehensweise ermöglicht insbesondere die sichere Vereinzelung der Geräuschisolier-Bleche im Zuge einer vollautomatisierten Verarbeitung derselben.
  • Im Gegensatz zum bisherigen Spreizen, bei welchem die Bleche nur an einem Ende oder einer Seite voneinander abgehoben werden, geht man erfindungsgemäß vorzugsweise so vor, dass die Geräuschisolier-Bleche beim Vereinzeln in ihrer gesamten Ausdehnung von dem Magnetfeld durchsetzt sind und sich deswegen jeweils vollständig voneinander trennen, d. h. im Magnetfeld überall einen Abstand vom benachbarten Blech haben. Dies macht die automatisierte Vereinzelung besonders einfach.
  • Bei der automatisierten Vereinzelung gemäß der Erfindung kann man entweder fortlaufend in der Weise arbeiten, dass die gestapelten Geräuschisolier-Bleche in Richtung quer zu ihrer Ebene in das Magnetfeld hineinbewegt und die vereinzelten Bleche fortlaufend vom Stapel abgehoben werden, oder im Takt- Betrieb, bei welchem jeweils eine bestimmte Anzahl von Geräuschisolier-Blechen vollständig in das Magnetfeld eingebracht wird und die vereinzelten Bleche nacheinander aus dem Magnetfeld entnommen werden.
  • Im folgenden ist die Erfindung mit weiteren vorteilhaften Einzelheiten anhand einer einfachen Versuchsanordnung zur Vereinzelung von Geräuschisolier-Blechen für Bremsanlagen beschrieben. Fig. 1 zeigt die Anordnung in perspektivischer Darstellung ohne Bleche, Fig. 2 die Anordnung in etwas anderer Perspektive mit eingebrachten und vereinzelten Blechen.
  • Die Vereinzelungs-Anordnung umfasst zwei ungefähr quaderförmige permanentmagnetische Bauteile 1 und 2. Jedes der gleichgroßen Bauteile umfasst ein geschlossenes Gehäuse 3 bzw. 4, das mehrere Permanentmagnete enthält, und hat eine ebene, rechteckige Polfläche 5 bzw. 6, an der die magnetischen Feldlinien ein- und austreten. Die permanentmagnetischen Bauteile sind handelsüblich; sie werden z. B. zur Handhabung und Halterung von Werkstücken verwendet.
  • Die beiden Bauteile 1 und 2 sind auf einer gemeinsamen Grundplatte 7 festgeschraubt in einer Position, bei der ihre senkrecht stehenden Polflächen 5 und 6 einen Abstand voneinander haben, parallel zueinander sind und einander genau gegenüber stehen. Die Polflächen 5 und 6 haben in jeweils einander gegenüber liegenden Zonen eine einander entgegengesetzte magnetische Polarität, so dass es zur Ausbildung eines insgesamt homogenen Magnetfeldes zwischen den Polflächen kommt, allerdings mit zonenweise wechselnder Feldrichtung.
  • Die Abmessungen der Bauteile 1 und 2 und der gegenseitige Abstand ihrer Polflächen 5 und 6 ist so gewählt, dass der Raum zwischen den Polflächen einen Stapel von Geräuschisolier-Blechen 8 üblicher Größe und Ausbildung vollständig aufnehmen kann. Der Stapel wird senkrecht stehend zwischen die Polflächen 5 und 6 eingebracht, so dass die magnetischen Feldlinien zwischen den Polflächen in der Ebene der Bleche 8 verlaufen. Aufgrund der dadurch induzierten Magnetkräfte in den Blechen heben sich diese in senkrechter Richtung, d. h. quer zu ihrer Ebene, vollständig voneinander ab, so dass sie zu schweben scheinen (vergleiche Fig. 2). In diesem vereinzelten Zustand können die Bleche 8 leicht manuell oder mit Hilfe eines automatischen Greifers nacheinander aus dem Magnetfeld-Raum entnommen werden.

Claims (4)

1. Verwendung eines an sich bekannten Verfahrens zum Vereinzeln von aufeinander gestapelten Blechen aus ferromagnetischem Material, bei welchem die gestapelten Bleche in ein in etwa homogenes Magnetfeld eingebracht werden derart, daß die magnetischen Feldlinien in der Ebene der Bleche verlaufen, zum Vereinzeln von gestapelten Geräuschisolier-Blechen, die für den späteren Verbau jeweils auf einer Seite eine selbsthaftende, mit einer abziehbaren Schutzschicht bedeckte Klebeschicht aufweisen.
2. Verwendung nach Anspruch 1, bei welcher die Geräuschisolier-Bleche in ein Magnetfeld eingebracht werden, welches die Bleche in ihrer gesamten Ausdehnung durchsetzt.
3. Verwendung nach Anspruch 2, bei welcher die gestapelten Geräuschisolier-Bleche in Richtung quer zu ihrer Ebene fortlaufend in das Magnetfeld hineinbewegt und die vereinzelten Bleche fortlaufend vom Stapel abgehoben werden.
4. Verwendung nach Anspruch 2, bei welcher jeweils eine bestimmte Anzahl von Geräuschisolier-Blechen vollständig in das Magnetfeld eingebracht wird und die vereinzelten Bleche nacheinander aus dem Magnetfeld entnommen werden.
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