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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Fahrradgabelstruktur gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 und eine Fahrradgabel gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 7.
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Fahrradgabeln mit zwei Gabelbeinen und einer Gabelbrücke, wobei die zwei Gabelbeine an ihren oberen Enden über die Gabelbrücke miteinander verbunden sind, wobei die zwei Gabelbeine jeweils ein oberes Standrohr und ein unteres Gleitrohr umfassen, wobei die zwei unteren Gleitrohre als Tauchrohre ausgebildet sind, wobei die zwei Tauchrohre jeweils eine Tauchrohrmittelachse aufweisen, und wobei an den beiden unteren Enden der Tauchrohre jeweils eine Nabenaufnahme vorgesehen ist, sind als Upside-Down-Teleskopgabeln bekannt und werden vor allem beim Downhill verwendet. Bei vorbekannten Upside-Down-Teleskopgabeln sind die Nabenaufnahmen eingerichtet, eine Fahrradnabe gemeinsam so aufzunehmen, dass der Abstand einer Fahrradnabenmittelachse von jeder der Tauchrohrmittelachsen jeweils mehr als 5 mm beträgt.
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Ein Nachteil solcher Fahrradgabeln ist, dass aufgrund der Position der Fahrradnabenachsen ein Drehmoment auf das Gleitrohr, das Standrohr und auch die Gabelbrücke ausgeübt wird, das zu einer erhöhten Reibung, einem erhöhten Verschleiß und einer erhöhten Belastung und einem verringerten Ansprechverhalten führt.
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Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fahrradgabelstruktur und eine Fahrradgabel zu schaffen, die einen besonders geringen Verschleiß aufweisen.
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Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird durch eine Fahrradgabelstruktur mit zwei Gabelbeinen und einer Gabelbrücke gelöst, wobei die zwei Gabelbeine an ihren oberen Enden über die Gabelbrücke miteinander verbunden sind, wobei die zwei Gabelbeine jeweils ein oberes Standrohr und ein unteres Gleitrohr umfassen, wobei die zwei unteren Gleitrohre als Tauchrohre ausgebildet sind, wobei die zwei Tauchrohre jeweils eine Tauchrohrmittelachse aufweisen, wobei an den beiden unteren Enden der Tauchrohre jeweils eine Nabenaufnahmevorgesehen ist, wobei die Nabenaufnahmen eingerichtet sind, eine Fahrradnabe gemeinsam so aufzunehmen, dass der (minimale) Abstand einer Fahrradnabenmittelachse von jeder der Tauchrohrmittelachsen jeweils weniger als 5 mm beträgt. Die Standrohre und die Gleitrohre sind vorzugsweise jeweils zylindrisch ausgebildet. Die Tauchrohrmittelachsen entsprechen dann denn Symmetrieachsen der Tauchrohre. Vorteilhafterweise zeichnet sich die Gabelstruktur durch ein besonders gutes Ansprechverhalten aus. Ferner sind der Verschleiß und die Belastung minimiert. Positionsangaben wie „oben“ und „unten“ beziehen sich im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung auf eine typische Position eines Fahrrads mit der Gabelstruktur, wenn dieses mit zwei Rädern auf einer horizontalen Ebene steht.
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In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Nabenaufnahmen eingerichtet, eine Fahrradnabe gemeinsam so aufzunehmen, dass der (minimale) Abstand der Fahrradnabenmittelachse von jeder der Tauchrohrmittelachsen jeweils weniger als 3 mm, noch bevorzugter weniger als 1 mm, und ganz bevorzugt 0 mm beträgt. Ganz besonders bevorzugt kreuzt die Fahrradnabenmittelachse also jede der Tauchrohrmittelachsen. Dadurch zeichnet sie die Gabelstruktur durch ein noch besseres Ansprechverhalten aus.
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Ferner sind der Verschleiß und die Belastung weiter reduziert.
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In noch einer bevorzugten Ausführungsform sind die Gabelbrücke und die zwei oberen Standrohre der zwei Gabelbeine einstückig ausgebildet. „Einstückig“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Gabelbrücke und die zwei oberen Standrohre aus einem einzelnen Körper und nicht durch das Fügen mehrerer (mindestens zwei) Körper hergestellt sind und dementsprechend keine Fügenaht aufweisen. Eine Fügenaht ist eine Naht, die beim Fügen, also dem dauerhaften Verbinden, von zwei oder mehreren festen Körpern, den Fügeteilen, mit geometrisch bestimmter Gestalt zwischen den Fügeteilen entsteht. Unter Fügen fällt das Nieten, Durchsetzfügen (Clinchen) und Schrauben, sowie unter Verwendung eines weiteren, formlosen Hilfsstoffs das Schweißen, Löten und Kleben. Der einzelne Körper kann aus einem Metall wie Aluminium, einer Metalllegierung, Kunststoff oder kohlefaserverstärktem Kunststoff, Kohlenstoff-Fasern (Carbon) usw. bestehen. Eine solche Ausbildung ist besonders stabil und ermöglicht es, Material einzusparen.
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In noch einer bevorzugten Ausführungsform weist die Fahrradgabelstruktur ferner einen Gabelschaft auf, und sind der Gabelschaft, die Gabelbrücke und die zwei oberen Standrohre der zwei Gabelbeine einstückig ausgebildet. Der einzelne Körper kann ebenfalls aus einem Metall wie Aluminium, einer Metalllegierung, Kunststoff oder kohlefaserverstärktem Kunststoff, Kohlenstoff-Fasern (Carbon) usw. bestehen. Eine solche Ausbildung ist noch stabiler und ermöglicht es, noch mehr Material einzusparen.
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In noch einer bevorzugten Ausführungsform sind die Gabelbrücke und die zwei oberen Standrohre der zwei Gabelbeine fügenahtlos miteinander verbunden. Im Zusammenhang mit der Erfindung bedeutet, „fügenahtlos miteinander verbunden“, dass zwischen der Gabelbrücke und den zwei oberen Standrohren keine Fügenaht vorgesehen ist. Im Gegensatz zu der vorherigen Ausführungsform ist es also nicht ausgeschlossen, dass eine Fügenaht an der Gabelbrücke oder den Standrohren vorhanden ist, nur eben nicht zwischen der Gabelbrücke und den beiden Standrohren.
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In einer Weiterbildung der letztgenannten, bevorzugten Ausführungsform weist die Fahrradgabelstruktur ferner einen Gabelschaft auf, und sind der Gabelschaft und die Gabelbrücke fügenahtlos miteinander verbunden.
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Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird ferner durch eine Fahrradgabel mit zwei Gabelbeinen und einer Gabelbrücke gelöst, wobei die zwei Gabelbeine an ihren oberen Enden über die Gabelbrücke miteinander verbunden sind, wobei die zwei Gabelbeine jeweils ein oberes Standrohr und ein unteres Gleitrohr umfassen, wobei die zwei unteren Gleitrohre als Tauchrohre ausgebildet sind, wobei die zwei Tauchrohre jeweils eine Tauchrohrmittelachse aufweisen, wobei an den beiden unteren Enden der Tauchrohre jeweils eine Nabenaufnahmevorgesehen ist, wobei die Nabenaufnahmen eingerichtet sind, eine Fahrradnabe gemeinsam so aufzunehmen, dass der (minimale) Abstand einer Fahrradnabenmittelachse von jeder der Tauchrohrmittelachsen jeweils weniger als 5 mm beträgt. Die Fahrradgabel unterscheidet sich von der Fahrradgabelstruktur dadurch, dass sie noch weitere Komponenten wie eine Federeinheit und eine Dämpfungseinheit aufweisen kann. Die Fahrradgabel kann sämtliche Merkmale der Ausführungsformen der Fahrradgabelstruktur aufweisen.
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Im Folgenden wird die Erfindung mit Bezugnahme auf die Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen:
- 1A eine Vorderansicht einer Fahrradgabelstruktur;
- 1B eine Schnittansicht entlang der Schnittebene A-A aus 1A;
- 2A eine weitere Vorderansicht der Fahrradgabelstruktur;
- 2B eine Schnittansicht entlang der Schnittebene B-B aus 2A;
- 3A eine Seitenansicht der Fahrradgabelstruktur;
- 3B eine Schnittansicht entlang der Schnittebene C-C aus 3A;
- 4A eine weitere Seitenansicht der Fahrradgabelstruktur; und
- 4B eine Schnittansicht entlang der Schnittebene D-D aus 4A.
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1A, 1B, 2A, 2B, 3A, 3B, 4A und 4B zeigen eine Vorderansicht einer Fahrradgabelstruktur, eine Schnittansicht entlang der Schnittebene A-A aus 1A, eine weitere Vorderansicht der Fahrradgabelstruktur, eine Schnittansicht entlang der Schnittebene B-B aus 2A, eine Seitenansicht der Fahrradgabelstruktur, eine Schnittansicht entlang der Schnittebene C-C aus 3A, 4A eine weitere Seitenansicht der Fahrradgabelstruktur bzw. eine Schnittansicht entlang der Schnittebene D-D aus 4A. Die Fahrradgabelstruktur umfasst zwei untere Gabelbeine 1, 1, die über eine Gabelbrücke 2 miteinander verbunden sind, und einen oberen Gabelschaft 3. An den unteren, freien Enden der zwei Gabelbeine 1, 1 ist jeweils eine Nabenaufnahme 4 vorgesehen, in denen gemeinsam eine Fahrradnabe 5 aufgenommen ist. Die beiden Gabelbeine 1, 1 sind im Wesentlichen spiegelsymmetrisch aufgebaut, unterscheiden sich nur durch eine Bremsenhalterung 9, die an einem der Gabelbeine 1, 1 zusätzlich vorgesehen ist, umfassen jeweils zwei Gabelrohre 6,7, von denen das obere Gabelrohr als Standrohr 6 und das untere Gabelrohr als Gleitrohr 7 ausgebildet ist, welches in das Standrohr 6 eintaucht und dementsprechend als Tauchrohr 7 ausgebildet ist. In den Spalten zwischen den Standrohren 6 und den Tauchrohren 7 sind Dichtungen 10 vorgesehen. Der Gabelschaft 3, die beiden Standrohre 6 und die Gabelbrücke 2 sind als einstückiges und fügenahtloses Casting ausgebildet. Die Fahrradgabel (nicht gezeigt) weist zusätzlich zu der Fahrradgabelstruktur in den Innenräumen 8 der Standrohre 6 herkömmliche Feder- und Dämpfungsmittel auf. Die Mittelachse des einen Tauchrohrs 7 liegt auf der Schnittlinie der senkrecht zueinander angeordneten Schnittebenen B-B und C-C aus den 2A und 3A. Die Mittelachsen der beiden Tauchrohre 7, 7, die in der Schnittebene C-C liegen, sind parallel und verlaufen durch das Zentrum einer Achse einer Fahrradnabe 5 (siehe 3A). Die Mittelachsen der beiden Tauchrohre 7,7 verlaufen also durch eine Fahrradnabenmittelachse (nicht eingezeichnet). Die Fahrradnabenmittelachse liegt ebenfalls in der Schnittebene C-C. Die Nabenaufnahmen 4 nehmen die Fahrradnabe 5 also gemeinsam so auf, dass der Abstand einer Fahrradnabenmittelachse von jeder der Tauchrohrmittelachsen 0 mm beträgt.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Gabelbein
- 2
- Gabelbrücke
- 3
- Gabelschaft
- 4
- Nabenaufnahme
- 5
- Fahrradnabe
- 6
- Standrohr
- 7
- Tauchrohr
- 8
- Innenraume
- 9
- Bremsenhalterung
- 10
- Dichtung