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Die Erfindung betrifft eine Schere mit zwei Scherenteilen, die um eine gemeinsame Schwenkachse relativ zueinander verschwenkbar sind, wobei jedes Scherenteil ein vorderes Scherenblatt und einen mit dem Scherenblatt verbundene hinteren Griffschenkel aufweist, die über die Schwenkachse voneinander beabstandet sind und wobei jedes Scherenblatt eine in Längsrichtung des Scherenblatts verlaufende Schneide sowie einen der Schneide gegenüberliegenden Scherenrücken aufweist und wobei an den freien Enden der Griffschenkel Fingerösen ausgebildet sind.
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Bei den meisten Scheren, insbesondere Haushaltsscheren, sind die Griffschenkel als gerade endseitige Verlängerungen der Scherenblätter ausgebildet. Diese Scheren haben sich in der Praxis in den verschiedensten Ausführungsformen durchaus bewährt, jedoch ist es schwierig, über einen hinten liegenden Griffschenkel Druck auf die Scherenblätter und die an den Scherenblättern ausgebildeten Schneiden auszuüben. Darüber hinaus ist die Griffhaltung bei längerem Gebrauch aufgrund der Abwinklung des Handgelenks ermüdend.
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Aus der
JP 000S62130570 U ist eine Schere bekannt, bei der die Griffschenkel jeweils über einen doppelt abgewinkelten Steg mit den jeweilig zugehörigen Schneidblättern so verbunden sind, dass die Griffschenkel parallel seitlich versetzt zu den Scherenblättern angeordnet sind. Diese Versetzte Anordnung der Griffschenkel zu den Scherenblättern erlaubt zwar eine gute Sicht auf den auszuführenden Schnitt, jedoch unterscheidet sich die Griffhaltung nicht von der üblicher Scheren.
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Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Schere zu schaffen, mit der es bei einfachem Aufbau möglich ist, bei entspannter Griffhaltung einen kontrolliert geführten Schnitt auszuführen.
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Die Lösung dieser Aufgabenstellung ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Griffschenkel über jeweils einen gebogenen Steg so mit dem jeweilig zugehörigen Scherenblatt verbunden sind, dass sich bei senkrechter Stellung der Scherenblätter eine durch die Mittellängsachsen der Griffschenkel gebildete senkrechte Griffebene und eine durch die Scherenblätter gebildete Schnittebene schneiden und die Griffebene zusätzlich um die Mittellängsachsen der Griffschenkel verdreht zu der Schnittebene ausgerichtet ist.
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Die zweifache Abwinklung der Griffebene relativ zur Schnittebene der Schneiden ermöglicht dem Benutzer ein ermüdungsfreies und ergonomisch gerechtes Ergreifen der Griffschenkel der erfindungsgemäß ausgestalteten Schere ohne ein unnatürliches Abknicken des Handgelenks zu erzwingen, wie dies bei den bekannten Scheren erforderlich ist.
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Der doppelte seitliche Versatz der Griffebene zur Schnittebene der Schneiden gewährt darüber hinaus eine freie Sicht auf den von den Schneiden auszuführenden Schnitt.
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Mit einer praktischen Ausführungsform der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Griffebene die Schnittebene der Schneide unter einem stumpfen Winkel schneidet, um eine möglichst ergonomische Haltung der Griffschenkel zu ermöglichen.
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Um dem Benutzer der Schere ein ergonomisch angepasstes und ermüdungsfreies Ergreifen und Halten der Schere zu ermöglichen, wird mit der Erfindung weiterhin vorgeschlagen, dass die Verdrehung der Griffebene um die Mittelachsen der Griffschenkel für jeden Griffschenkel bzw. jede am jeweiligen Griffschenkel ausgebildete Fingeröse unterschiedlich ausgebildet ist. Diese unterschiedliche Verdrehung der Griffebenen der einzelnen Griffschenkel bzw. Fingerösen erlaubt auch eine individuelle Anpassung der Schere an die individuelle Anatomie des Benutzers der Schere.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Stege, über die die beiden Griffschenkel mit den jeweilig zugehörigen Scherenblättern verbunden sind, derart gebogen ausgebildet sind, dass die endseitigen Fingerösen der Griffschenkel bei geschlossenen Scherenblättern oberhalb oder unterhalb einer durch die Scherenblätter verlaufenden Mittellängsachse angeordnet sind.
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Durch die Anordnung des Griffs oberhalb oder unterhalb der Scherenblätter ist es leicht möglich, beim Schneiden die erforderliche Druckkraft auf die Scherenblätter und somit die Schneiden auszuüben.
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Je nach Wahl des seitlichen Versatz der Griffebene bzw. der Griffschenkel entweder nach rechts oder links zur Schnittebene der Schneiden ist es möglich, individuelle Scheren für Rechtshänder und Linkshänder auszubilden.
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Zur Ausbildung der gebogenen Stege, über die die Griffschenkel mit den jeweilig zugehörigen Scherenblättern verbunden sind, wird mit der Erfindung weiterhin vorgeschlagen, dass die gebogenen Stege entweder einstückig mit den Scherenblättern ausgeführt sind, oder aber als an den Scherenblättern festlegbare separate Bauteile ausgebildet sind.
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Schließlich wird mit der Erfindung vorgeschlagen, dass die Handhabung der Schere für den Benutzer erfindungsgemäß dadurch erleichtert und verbessert werden kann, dass an zumindest einer Fingeröse eines Griffschenkels Griffmulden für einzelne Finger des Benutzers ausgebildet sind.
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Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich anhand der zugehörigen Zeichnungen, in denen ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Schere nur beispielhaft dargestellt ist, ohne die Erfindung auf dieses Ausführungsbeispiel zu beschränken. In den Zeichnungen zeigt:
- 1 eine schematische perspektivische Draufsicht einer erfindungsgemäßen Schere;
- 2 eine schematische Darstellung der Schnittebene sowie der Griffebene der Schere gemäß 1 in der Draufsicht und
- 3 eine schematische Darstellung der Schnittebene sowie der Griffebene der Schere gemäß 1 in einer Ansicht von hinten.
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Die Abbildung 1 zeigt eine Schere 1 mit zwei Scherenteilen 2 und 3, die um eine gemeinsame Schwenkachse 4 relativ zueinander verschwenkbar sind. Jedes Scherenteil 2, 3 weist ein vorderes Scherenblatt 5 und einen mit dem Scherenblatt 5 verbundene hinteren Griffschenkel 6 aufweist, die über die Schwenkachse 4 voneinander beabstandet sind. Weiterhin weist jedes Scherenblatt 5 eine in Längsrichtung des Scherenblatts 5 verlaufende Schneide 7 sowie einen der Schneide 7 gegenüberliegenden Scherenrücken 8 aufweist. Zum einfachen und sicheren Führen und Handhaben der Schere 1 sind an den freien Enden der Griffschenkel 6 Fingerösen 9 ausgebildet.
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Bei der in 1 dargestellten Schere 1 sind die Griffschenkel 6 jeweils über einen einstückig mit den jeweiligen Scherenblättern 5 ausgebildeten gebogenen Steg 10 verbunden.
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Alternativ ist es jedoch auch möglich, die gebogenen Stege 10 als an den Scherenblättern 5 festlegbare separate Bauteile auszubilden.
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Wie aus der Abbildung 1 ersichtlich, sind die Stege 10 so ausgebildet, dass die Griffschenkel 6 und insbesondere die an den freien Enden der Griffschenkel 6 ausgebildeten Fingerösen 9 bei geschlossenen Scherenblättern 5, je nach Haltung der Schere 1, oberhalb oder unterhalb einer durch die Scherenblätter 5 verlaufenden Mittellängsachse 11 angeordnet sind.
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Durch die Anordnung der Griffschenkel 5 oberhalb oder unterhalb der durch die Scherenblätter 5 verlaufenden Mittellängsachse 11 ist es leichter möglich, beim Schneiden die erforderliche Druckkraft auf das Scherenblätter 5 und somit die Schneiden 7 auszuüben, als dies bei den üblichen Scheren der Fall ist, bei denen die Griffschenkel 6 die gerade Verlängerung der Scherenblätter 5 bilden.
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Um dem Benutzer der Schere 1 ein ermüdungsfreies und ergonomisch gerechtes Ergreifen der Griffschenkel 6 bzw. der an den Griffschenkeln 6 ausgebildeten Fingerösen 9 zu ermöglichen, sind die Griffschenkel 6 so zu den Scherenblättern 5 angeordnet, dass sich bei senkrechter Stellung der Scherenblätter 5 eine durch die Mittellängsachsen 12 der Griffschenkel 6 gebildete senkrechte Griffebene G und eine durch die Scherenblätter 5 gebildete Schnittebene S in einem stumpfen Winkel schneiden und die Griffebene G zusätzlich um die Mittellängsachsen 12 der Griffschenkel 6 verdreht zu der Schnittebene S ausgerichtet ist, wie dies insbesondere den Abbildungen 2 und 3 zu entnehmen ist.
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Die zweifache Abwinklung der Griffebene G relativ zur Schnittebene S der Schneiden 7 der Scherenblätter 5 ermöglicht dem Benutzer ein ermüdungsfreies und ergonomisch gerechtes Ergreifen der Griffschenkel 6 der Schere 1 ohne ein unnatürliches Abknicken des Handgelenks zu erzwingen, wie dies bei den bekannten Scheren erforderlich ist.
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Der seitliche Versatz der Griffebene G zur Schnittebene S der Schneiden 7 gewährt dem Benutzer der Schere 1 darüber hinaus jederzeit eine freie Sicht auf den von den Schneiden 47 auszuführenden Schnitt.
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Durch die freie Sicht auf die Schneiden 7 und den von der Schneiden 7 auszuführenden Schnitt aufgrund des seitlichen Versatzes der Griffschenkel 6 relativ zu den Scherenblättern 5 wird auch die Verletzungsgefahr reduziert, so dass eine solchermaßen ausgebildete Schere 1 auch für Kinder und körperlich beeinträchtigte Menschen sicher zu handhaben ist.
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Je nach Wahl des seitlichen Versatzes der Griffebene G bzw. der Griffschenkel 6 entweder nach rechts oder links zur Schnittebene S der Schneiden 7 der Scherenblätter 5 ist es möglich, individuelle Scheren 1 für Rechtshänder und Linkshänder auszubilden.
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Um die Schere 1 an die individuellen Bedürfnisse und Wünsche des Benutzers anpassen zu können, kann die Griffebene G in einem Anstellwinkel a zur Schnittebene S der Schneiden 7 an den Scherenblättern 5 angeordnet werden.
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Ebenso ist es möglich, den Verschwenkwinkel β, um den die Griffebene G um die Mittellängsachse der 12 der Griffschenkel 6 verschwenkt ist, individuell an die Bedürfnisse des Benutzers anzupassen. Dies bedeutet, dass der Verschwenkwinkel β für die Verdrehung der Griffebene G um die Mittelachsen 12 der Griffschenkel 6 für jeden Griffschenkel 6 bzw. jede am jeweiligen Griffschenkel 6 ausgebildete Fingeröse 9 unterschiedlich ausgebildet sein kann.
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Die Handhabung der Schere 1 kann für den Benutzer dadurch erleichtert und verbessert werden, dass an zumindest einer Fingeröse 9 eines Griffschenkels 5 Griffmulden 13 für einzelne Finger des Benutzers ausgebildet sind.
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Eine wie zuvor beschrieben ausgebildete Schere 1 zeichnet sich dadurch aus, dass sie es ermöglicht, bei entspannter Griffhaltung einen kontrolliert geführten Schnitt auszuführen.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Schere
- 2
- Scherenteil
- 3
- Scherenteil
- 4
- Schwenkachse
- 5
- Scherenblatt
- 6
- Griffschenkel
- 7
- Schneide
- 8
- Scherenrücken
- 9
- Fingeröse
- 10
- Steg
- 11
- Mittellängsachse (Scherenblatt)
- 12
- Mittellängsachse (Griffschenkel)
- 13
- Griffmulde
- G
- Griffebene
- S
- Schnittebene
- α
- Anstellwinkel
- β
- Verschwenkwinkel
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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