DE102017129145A1 - Ausbauelement und verfahren zum vortreiben eines stollens - Google Patents

Ausbauelement und verfahren zum vortreiben eines stollens Download PDF

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Mauritz Meßler
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HEINRICH WASSERMANN GMBH & CO. KG, DE
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Vitruvia Ug
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D9/00Tunnels or galleries, with or without linings; Methods or apparatus for making thereof; Layout of tunnels or galleries
    • E21D9/06Making by using a driving shield, i.e. advanced by pushing means bearing against the already placed lining

Abstract

Ausbauelement zum Vortreiben eines Stollens mit einem Querschnitt, insbesondere mit einem rechteckigen oder hufeisenförmigen Querschnitt, in einer unterirdischen Stollenbauweise, mit einem vorderen, in Vortriebsrichtung weisenden Schneidschuh und mit einer hinteren Ausbaukammer, wobei die dem Querschnitt des Stollens angepasste Ausbaukammer mit einer Firstwand und einer Bodenwand dazu vorgesehen ist, zur Ausbruchsicherung einen Stollenausbau einzubringen, sowie Verfahren zum Vortreiben eines Stollens in einer unterirdischen Stollenbauweise, unter Verwendung eines solchen Ausbauelements.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Ausbauelement zum Vortreiben eines Stollens mit einem Querschnitt, insbesondere mit einem rechteckigen oder hufeisenförmigen Querschnitt, in einer unterirdischen Stollenbauweise, mit einem vorderen, in Vortriebsrichtung weisenden Schneidschuh und mit einer hinteren Ausbaukammer, wobei die dem Querschnitt des Stollens angepasste Ausbaukammer mit einer Firstwand und einer Bodenwand dazu vorgesehen ist, zur Ausbruchsicherung einen Stollenausbau einzubringen. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Vortreiben eines Stollens in einer unterirdischen Stollenbauweise, unter Verwendung eines solchen Ausbauelements.
  • In einer unterirdischen Stollenbauweise erfolgt der Vortrieb der Stollen an der Ortsbrust in der Regel dadurch, dass das anstehende Material händisch gelöst und zu einer Startbaugrube des Stollenabschnitts transportiert wird. Die Sicherung des Ausbruchquerschnittes erfolgt dabei in der Regel mit Ausbauen, wobei jeder Ausbau aus vier, einen umlaufend geschlossenen Rechteckausbau bildenden Zargen mit einer auf dem Liegenden des Stollens aufliegenden Fußzarge, einer das Hangende abstützenden Kopfzarge und zwei seitlich zwischen Kopfzarge und Fußzarge angeordneten Stützzargen besteht.
  • Die Druckschrift DE 20 2006 013 839 U1 sieht dazu beispielsweise eine Vorrichtung vor, die aus einem dem rechteckigen Ausbauquerschnitt angepassten, als ganzem vorschiebbaren Ausbauelement besteht, welches in seinem vorderen, in Vortriebsrichtung weisenden Bereich als Schneidschuh mit einem vorkragenden Firstbereich ausgebildet ist und in seinem hinteren Bereich eine Ausbaukammer aufweist, in der ein als Widerlager für wenigstens einen an dem Ausbauelement angeschlagenen Vorschubzylinder dienender Druckring verschiebbar angeordnet ist. Die Ausbauarbeit ist so von der Vortriebsarbeit entkoppelt. Die Ausbildung der Ausbaukammer ermöglicht es, das Ausbauelement unter Abstützung gegen den bestehenden Ausbau des bereits erstellten Stollens vorzuschieben. Im Bereich der Ausbaukammer kann der beispielsweise aus Holzbohlen oder Betonteilen bestehende Ausbau eingebracht werden. Bei dem nachfolgenden Vortriebsschritt wird die Ausbaukammer in Vortriebsrichtung vorgezogen, so dass die zuvor innerhalb der Ausbaukammer hinzugefügten Ausbaue hinter der Ausbaukammer zurückbleiben. Ein Nachteil besteht darin, dass es bei den Ausbauen bei dem Verlassen der Ausbaukammer zu unvorhersehbaren Setzungen kommen kann, da die Beschaffenheit der Sohle des Stollens unbekannt ist. Die Ausbaue bewegen sich dabei um mindestens die Dicke der Bodenwand der Ausbaukammer nach unten. Dadurch kann es zu Verschiebungen der Ausbaue und vereinzelt sogar zu deren Beschädigung kommen.
  • Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, die Setzung des Stollenausbaus bei dem Vortreiben eines Stollens in einer unterirdischen Stollenbauweise zu verringern.
  • Die Aufgabe wird durch ein Ausbauelement zum Vortreiben eines Stollens mit einem rechteckigen oder hufeisenförmigen Querschnitt in einer unterirdischen Stollenbauweise und durch ein Verfahren zum Vortreiben eines Stollens mit einem rechteckigen oder hufeisenförmigen Querschnitt in einer unterirdischen Stollenbauweise, unter Verwendung eines solchen Ausbauelements, gemäß der nebengeordneten Ansprüche gelöst. In den Unteransprüchen sind bevorzugte Ausführungsformen und vorteilhafte Weiterbildungen angegeben.
  • Das erfindungsgemäße Ausbauelement dient zum Vortreiben eines Stollens mit einem Querschnitt in einer unterirdischen Stollenbauweise, wobei das Ausbauelement einen vorderen, in Vortriebsrichtung weisenden Schneidschuh und eine hintere Ausbaukammer aufweist, wobei die dem Querschnitt des Stollens angepasste Ausbaukammer mit einer Firstwand und einer Bodenwand dazu vorgesehen ist, zur Ausbruchsicherung einen Stollenausbau einzubringen, wobei die Bodenwand der Ausbaukammer sich weniger weit nach hinten, entgegen der Vortriebsrichtung erstreckt, als die Firstwand.
  • Bevorzugt dient das Ausbauelement zum Vortreiben eines Stollens mit einem rechteckigen oder hufeisenförmigen Querschnitt. Im Falle eines runden Stollenquerschnitts können die Firstwand und die Bodenwand einteilig ausgeführt sein. Als Firstwand wird dann bei dem im Querschnitt runden Ausbauelement derjenige Bereich bezeichnet, der sich bei einem Betrieb des Ausbauelements von einem höchsten Punkt in Umfangsrichtung bis maximal 90 Grad zu jeder Seite erstreckt. Als Bodenwand wird dementsprechend derjenige Bereich des im Querschnitt runden Ausbauelements bezeichnet, der sich bei einem Betrieb des Ausbauelements von einem niedrigsten Punkt in Umfangsrichtung bis maximal 90 Grad zu jeder Seite erstreckt. Sofern der als Firstwand bezeichnete Bereich und der als Bodenwand bezeichnete Bereich sich zusammen über weniger als 360 Grad erstreckt, werden die gegebenenfalls zwischen Firstwand und Bodenwand angeordneten Bereiche als Seitenwände bezeichnet.
  • Bei einem im Querschnitt hufeisenförmigen Ausbauelement ist die Bodenwand flach. Die hufeisenförmige Rundung bildet dann die Firstwand, sowie die Seitenwände. Bei einem im Querschnitt rechteckigen Ausbauelement ist die Bodenwand flach und parallel zu der ebenfalls flachen Firstwand angeordnet. Die Seitenwände bilden die weiteren Seiten des Rechtecks.
  • Das erfindungsgemäße Ausbauelement zum Vortreiben eines Stollens mit einem Querschnitt in einer unterirdischen Stollenbauweise weist einen vorderen, in Vortriebsrichtung weisenden Schneidschuh und eine hintere Ausbaukammer auf, wobei die dem Querschnitt des Stollens angepasste Ausbaukammer mit einer Firstwand und einer Bodenwand dazu vorgesehen ist, zur Ausbruchsicherung einen Stollenausbau einzubringen. Erfindungsgemäß erstreckt zumindest die Bodenwand der Ausbaukammer sich weniger weit nach hinten, entgegen der Vortriebsrichtung, als die Firstwand. Bevorzugt erstreckt die Bodenwand sich mindestens um eine Länge, welche der Länge eines Ausbauelements entspricht, weniger weit nach hinten, als die Firstwand. Die Länge des Ausbauelements wird in der Vortriebsrichtung gemessen. Weiterhin bevorzugt ist, dass die Bodenwand sich mindestens um eine Länge, welche einem Vielfachen der Länge eines Ausbauelements entspricht, weniger weit nach hinten erstreckt, als die Firstwand. Dabei ist es nicht zwingend erforderlich, dass es sich um ein ganzzahliges Vielfaches handelt. Mit dem erfindungsgemäßen Ausbauelement lässt sich vorteilhaft die Setzung des Stollausbaus reduzieren, mindestens um eine Dicke der Bodenwand des Ausbauelements. Bevorzugt weist das Ausbauelement einen hufeisenförmigen oder rechteckigen Querschnitt auf. Der Querschnitt ist im Sinne der Erfindung in einer Ebene senkrecht zur Längsachse des Ausbauelements angeordnet, wobei die Vortriebsrichtung parallel zur Längsachse ausgerichtet ist. Bei einem hufeisenförmigen oder rechteckigen Querschnitt ist die Bodenwand vorteilhaft flach bzw. eben ausgeführt.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass in der Ausbaukammer ein als Widerlager für wenigstens einen an dem Ausbauelement angeschlagenen Vorschubzylinder dienender Druckring angeordnet ist.
  • Die Aufgabe wird weiterhin durch ein Verfahren zum Vortreiben eines Stollens in einer unterirdischen Stollenbauweise gelöst, wobei erfindungsgemäß das zuvor beschriebene Ausbauelement verwendet wird.
  • Der in Vortriebsrichtung vorn angeordnete Schneidschuh wird vorzugsweise durch wenigstens einen an dem Ausbauelement angeschlagenen Vorschubzylinder vorgetrieben, wobei der Vorschubzylinder gegen einen als Widerlager für dienender Druckring in der Ausbaukammer arbeitet und an dem zur Ausbruchsicherung eingebrachten rechteckigen Stollenausbau abgestützt wird. Weiterhin bevorzugt wird hinter der Ortsbrust zur Ausbruchsicherung ein rechteckiger Ausbau derart eingebracht, dass eine Fußzarge des Ausbaus innerhalb der Ausbaukammer unmittelbar auf der Sohle des vorzutreibenden Stollens verlegt wird. Unter der Sohle des vorzutreibenden Stollens ist im Sinne der Erfindung das Erdreich zu verstehen. Eine Setzung der Ausbaue wird so vorteilhaft minimiert. Die Setzung wird mindestens um eine Dicke der Bodenwand des Ausbauelements. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass das die Sohle des Stollens bildende Erdreich vor dem Einbau eines Ausbaus inspiziert werden kann. Bei Notwendigkeit besteht vorteilhaft die Möglichkeit, eine Bodenverbesserung vorzunehmen, beispielsweise indem ein Bodenaustausch vorgenommen wird oder Drainagerohre eingebracht werden.
  • Der rechteckige Ausbau wird durch Hinzufügen zweier seitlicher Stützzargen und einer Kopfzarge innerhalb der Ausbaukammer komplettiert. Der hufeisenförmige Ausbau kann im Sinne der Erfindung auch U-förmig sein, also ohne seitlichen Überstand der Seiten über die gerade Bodenzarge. Somit weist der hufeisenförmige Ausbau vorzugsweise zwei seitliche Stützzargen auf, die gerade oder gebogen sein können. Die Kopfzarge des hufeisenförmigen Ausbaus ist gewölbt und kann ein- oder mehrteilig ausgeführt sein.
  • Die Erfindung erlaubt das Einbringen eines Ausbaus derart, dass dieser innerhalb der Ausbaukammer und durch die Firstwand von oben geschützt erfolgt, eine Fußzarge des Ausbaus aber vorteilhaft unmittelbar auf dem Liegenden des Stollens angeordnet werden kann. Dadurch lässt sich insbesondere ein Setzen des Ausbaus verringern, der bei Ausbaukammern mit einer Bodenwand nach dem Stand der Technik unvermeidlich ist.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass eine Startbaugrube erstellt wird, wobei eine Länge der Startbaugrube der Länge des Ausbauelements entspricht. Dies ist vorteilhaft, da üblicherweise eine Startbaugrube benötigt wird, deren Länge in Vortriebsrichtung größer ist, als die Länge des Ausbauelements, da der in Vortriebsrichtung gesehen nach hinten geförderte Abraum aus der Baugrube entfernt werden muss. Eine kleinere Startbaugrube ist einfacher und unter geringfügigerem Eingriff in bestehende Strukturen an der Oberfläche herstellbar.
  • Bevorzugt weist die Startbaugrube ein Silo auf, dessen Sohle unterhalb einer Sohle der Startbaugrube liegt. Besonders bevorzugt wird das Silo zu Beginn des Vortreibens des Stollens mit anfallendem Abraum gefüllt wird. Dies ist nur mit dem erfindungsgemäßen Ausbauelement möglich, da die Bodenwand der Ausbaukammer sich weniger weit nach hinten, entgegen der Vortriebsrichtung erstreckt, als die Firstwand. Somit kann der Abraum nach unten, in das Silo gefördert werden. Das Silo misst beispielsweise eins bis eineinhalb Meter im Durchmesser und weist eine ebensolche Tiefe auf. Es kann beispielsweise mit Schachtringen gesichert sein. Die Startbaugrube ist diejenige Baugrube, in die das Ausbauelement vor Beginn des Vortreibens eingesetzt wird. Das Silo ist vorzugsweise so angelegt, dass das Silo unterhalb der Ausbaukammer des Ausbauelements vor Beginn des Vortreibens angeordnet ist.
  • Nachfolgend wird die Erfindung mit Bezug auf das in den beiliegenden Zeichnungen dargestellte Ausführungsbeispiel näher erläutert. Die Erläuterungen beziehen sich auf das erfindungsgemäße Ausbauelement ebenso, wie auf das entsprechende Verfahren. Die Ausführungen sind beispielhaft und schränken den allgemeinen Erfindungsgedanken nicht ein.
  • Es zeigen
    • 1 eine schematische Ansicht einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Ausbauelements im Schnitt,
    • 2 eine weitere Ansicht der Ausführungsform im Schnitt entlang der Linie C-C gemäß 1 und
    • 3 eine schematische Darstellung eines Stollenausbaus im Querschnitt.
  • In der 1 ist eine schematische Ansicht einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Ausbauelements 10 in einem vertikalen Schnitt entlang einer Vortriebsrichtung R dargestellt. In der 2 ist eine weitere Ansicht der Ausführungsform im Schnitt entlang der Linie C-C in 1 dargestellt. Beide Figuren werden nachfolgend gemeinsam beschrieben. Die Vortriebsrichtung ist mit dem Pfeil R gekennzeichnet. Das erfindungsgemäße Ausbauelement 10 dient zum Vortreiben eines Stollens (nicht dargestellt) mit einem rechteckigen Querschnitt in einer unterirdischen Stollenbauweise. Ein hufeisenförmiger Querschnitt ist hier nicht dargestellt, die Ausführungen gelten aber analog auch für hufeisenförmige Stollen. Ein in Vortriebsrichtung R vorn angeordneter Schneidschuh 11 ist mit einer dahinter anschließenden Ausbaukammer 25 mittels fachüblichen Verbindungsmitteln 12 verbunden, in dem gezeigten Ausführungsbeispiel durch eine Verschraubung. Bei beengten Platzverhältnissen können der Schneidschuh 11 und die Ausbaukammer 25 getrennt in eine Baugrube eingebracht und dort verbunden werden. Anstelle einer starren Verbindung kann der Schneidschuh 11 gegenüber der Ausbaukammer 25 auch bewegbar sein, beispielsweise durch entsprechende hydraulische oder pneumatische Zylinder, um eine Richtung des Vortriebs beeinflussen zu können. Von dem vorderen Schneidschuh 11 ist eine obere Firstwand 14 und eine untere Bodenwand 16 erkennbar, die über den Rechteckquerschnitt vervollständigende Seitenwände 17 miteinander verbunden sind. Die obere Firstwand 14 hat einen vorkragenden Firstbereich 15, der sich beim Vorschub des Schneidschuhs 11 zunächst in die anstehende Ortsbrust (nicht dargestellt) hinein schiebt. Entsprechend weisen die Seitenwände 17 schräg stehende Endkanten auf. Zur Abstützung der Firstwand 14, der Bodenwand 16 sowie der Seitenwände gegeneinander ist der Schneidschuh 11 fachüblich ausgesteift.
  • Die ebenfalls dem hier rechteckigen Querschnitt des Stollens angepasste Ausbaukammer 25 weist eine Firstwand 21, zwei Seitenwände 22 und einer Bodenwand 23 auf und dient dazu, zur Ausbruchsicherung einen rechteckigen Stollenausbau 30 einzubringen. Erfindungsgemäß ist die Bodenwand 23 der Ausbaukammer 25 nach hinten, also entgegen der Vortriebsrichtung, verkürzt ausgeführt. Die Bodenwand 23 erstreckt sich dadurch weniger weit nach hinten, als die Firstwand 21. In der 2 ist die hintere Kante 24 der Bodenwand 23 besser erkennbar. Die Seitenwände 22 können sich ebenso weit nach hinten erstrecken, wie die Firstwand 21, wie in dem Ausführungsbeispiel gezeigt. Alternativ können die Seitenwände 22 einen schrägen Verlauf aufweisen. Die Bodenwand 23 erstreckt sich mindestens um eine Länge, welche der Länge eines Ausbaus 30 in Vortriebsrichtung R entspricht, weniger weit nach hinten, als die Firstwand 21. Dadurch lässt sich mindestens ein Ausbau 30 so einbringen, dass dieser zwar innerhalb der Ausbaukammer 25 und durch die Firstwand 21 von oben geschützt ist, jedoch mit einer Fußzarge 31 (3) unmittelbar auf dem Liegenden des Stollens, also dem Erdreich, hier mit dem Bezugszeichen B bezeichnet, angeordnet wird. Dadurch lässt sich ein Setzen des Ausbaus 30 bei dem folgenden Vortrieb des Ausbauelements 10 vermindern, zu dem es nach dem Stand der Technik kommt, sobald die Bodenwand 23 unter dem Ausbau 30 herausgezogen wird. In dem Ausführungsbeispiel ist die Bodenwand 23 um eine Länge, welche einem Vielfachen der Länge eines Ausbaus 30 entspricht, kürzer als die Firstwand 21, so dass eine entsprechende Anzahl an Ausbauen 30, wie zuvor beschrieben, mit den Fußzargen 31 direkt auf dem Liegenden B des Stollens errichtet werden können. Wegen einer gewissen Elastizität des Ausbauelements 10 kommt es nach jedem Vortriebszyklus zu einer Gegenbewegung. Aus diesem Grund ist das Vielfache vorzugsweise nichtganzzahlig gewählt.
  • In der Ausbaukammer 25 ist ein als Widerlager für wenigstens an dem Ausbauelement 10 angeschlagene Vorschubzylinder 29 dienender Druckring 27 angeordnet, der gegen die eingebrachten Ausbaue 30 abgestützt wird, um das Ausbauelement 10 bei jedem Vortriebszyklus um einen Hub H (2) in Vortriebsrichtung R vorzutreiben. Der Hub H entspricht hier ebenfalls zwei Längen eines Ausbaus 30, vorzugsweise mehr als zwei Längen, z. B. zweieinhalb Längen, so dass je Vortriebszyklus zwei Ausbaue 30 eingebracht werden können. Als Vorschubzylinder 29 kommen insbesondere hydraulische oder pneumatische Zylinder in Betracht.
  • Die 3 zeigt zur Erläuterung eine schematische Darstellung eines rechteckigen Stollenausbaus 30 im Querschnitt, in dem die Fußzarge 31 erkennbar ist, die erfindungsgemäß unmittelbar auf der Sohle B des Stollens angeordnet wird. Der rechteckige Ausbau 30 wird dann innerhalb der Ausbaukammer 25 durch Hinzufügen zweier seitlicher Stützzargen 33 und einer Kopfzarge 32 komplettiert, wobei die Kopfzarge 32 eine Abschrägung 34 erhält, um den Einbau innerhalb der Ausbaukammer 25 zu erleichtern. Der Ausbau 30 kann beispielsweise aus Holzbohlen, Betonteilen, Stahlbeton und/oder Stahlteilen bestehen.
  • Bezugszeichenliste
  • 10
    Ausbauelement
    11
    Schneidschuh
    12
    Verbindungselemente, Verschraubung
    14
    Firstwand
    15
    Vorkragender Firstbereich
    16
    Bodenwand
    17
    Seitenwände
    21
    Firstwand
    22
    Seitenwände
    23
    Bodenwand
    24
    Hinterkante der Bodenwand
    25
    Ausbaukammer
    27
    Druckring
    29
    Hydraulikzylinder
    30
    Stollenausbau
    31
    Fußzarge
    32
    Kopfzarge
    33
    Stützzargen
    34
    Abschrägung
    R
    Vortriebsrichtung
    H
    Hub
    B
    Stollensohle
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • DE 202006013839 U1 [0003]

Claims (13)

  1. Ausbauelement (10) zum Vortreiben eines Stollens mit einem Querschnitt, insbesondere mit einem rechteckigen oder hufeisenförmigen Querschnitt, in einer unterirdischen Stollenbauweise, mit einem vorderen, in Vortriebsrichtung (R) weisenden Schneidschuh (11) und mit einer hinteren Ausbaukammer (25), wobei die dem Querschnitt des Stollens angepasste Ausbaukammer mit einer Firstwand (21) und einer Bodenwand (23) dazu vorgesehen ist, zur Ausbruchsicherung einen Stollenausbau einzubringen, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenwand (23) der Ausbaukammer (25) sich weniger weit nach hinten, entgegen der Vortriebsrichtung (R) erstreckt, als die Firstwand (21).
  2. Ausbauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenwand (23) sich mindestens um eine Länge, welche der Länge eines Ausbaus (30) entspricht, weniger weit nach hinten erstreckt, als die Firstwand.
  3. Ausbauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenwand (23) sich mindestens um eine Länge, welche einem Vielfachen der Länge eines Ausbaus (30) entspricht, weniger weit nach hinten erstreckt, als die Firstwand.
  4. Ausbauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Ausbaukammer (25) ein als Widerlager für wenigstens einen an dem Ausbauelement (10) angeschlagenen Vorschubzylinder (29) dienender Druckring (27) angeordnet ist.
  5. Ausbauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidschuh (11) mit einem vorkragenden Firstbereich (15) ausgebildet ist.
  6. Ausbauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidschuh (11) gegenüber der Ausbaukammer (25) winkelverstellbar angeordnet ist, um die Vortriebsrichtung (R) durch Verstellen des Schneidschuhs zu ändern.
  7. Verfahren zum Vortreiben eines Stollens in einer unterirdischen Stollenbauweise, wobei ein Ausbauelement (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche verwendet wird.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der in Vortriebsrichtung weisenden Schneidschuh (11) durch wenigstens einen an dem Ausbauelement (10) angeschlagenen Vorschubzylinder (29) vorgetrieben wird, wobei der Vorschubzylinder gegen einen als Widerlager dienenden Druckring (27) in der Ausbaukammer (25) arbeitet und an dem zur Ausbruchsicherung eingebrachten Stollenausbau (30) abgestützt wird.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass hinter einer Ortsbrust zur Ausbruchsicherung ein Ausbau (30) derart eingebracht wird, dass eine Fußzarge (31) innerhalb der Ausbaukammer (25) unmittelbar auf eine Sohle (B) des vorzutreibenden Stollens verlegt wird.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausbau (30) im Querschnitt rechteckig ist und durch Hinzufügen zweier seitlicher Stützzargen (33) und einer Kopfzarge (32) innerhalb der Ausbaukammer (25) komplettiert wird.
  11. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Startbaugrube erstellt wird, wobei eine Länge der Startbaugrube in Vortriebsrichtung der Länge des Ausbauelements entspricht.
  12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Startbaugrube ein Silo aufweist, dessen Sohle unterhalb einer Sohle der Startbaugrube liegt.
  13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Silo zu Beginn des Vortreibens des Stollens mit anfallendem Abraum gefüllt wird.
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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2936067A1 (de) * 1979-09-06 1981-03-26 Gewerkschaft Eisenhütte Westfalia GmbH, 4670 Lünen Messerschild
DE202006013839U1 (de) 2006-09-09 2006-11-02 Himmel & Hennig Bauunternehmen Gmbh & Co. Kg Stollenvortriebsvorrichtung zum Durchbauen von Abwasserkanälen

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