DE102015017060A1 - Verfahren zum Lesen von Attributen aus einem ID-Token - Google Patents

Verfahren zum Lesen von Attributen aus einem ID-Token

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DE102015017060A1
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Steffen Scholze
Elke Filzhuth
Klaus-Dieter Wirth
Matthias Schwan
Frank Müller
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Bundesdruckerei GmbH
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Lesen von Attributen aus einem ID-Token, wobei die Kommunikationsschnittstelle des ID-Token zur drahtlosen Kommunikation und zur drahtlosen Einkopplung von Energie in den ID-Token durch das Lesegerät ausgebildet ist, um den ID-Token mit der für seinen Betrieb erforderlichen elektrischen Energie zu versorgen, wobei der ID-Token einen flüchtigen elektronischen Speicher (113) aufweist, in dem die zweite Attributspezifikation gespeichert wird, so dass die zweite Attributspezifikation aus dem flüchtigen elektronischen Speicher gelöscht wird, wenn der ID-Token aus der Reichweite des Lesegeräts entfernt wird, und wobei die aufgrund des Schreibzugriffs des Attribut-Provider-Computersystems in dem ID-Token gespeicherten Attribute in dem nichtflüchtigen elektronischen Speicher (118) gespeichert werden, sodass auf diese durch einen nachfolgenden weiteren ersten Lesezugriff aufgrund einer weiteren Dienstanforderung zugegriffen werden kann oder alternativ Speicherung der zweiten Attributspezifikation in dem nicht-flüchtigen Speicher.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Lesen von Attributen aus einem ID-Token, einen ID-Token und ein Computersystem.
  • Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Verfahren zur Verwaltung der so genannten digitalen Identität eines Benutzers bekannt:
    Microsoft Windows CardSpace ist ein Client-basiertes digitales Identitätssystem, welches es Internetbenutzern ermöglichen soll, deren digitale Identität gegenüber Online-Diensten mitzuteilen. Nachteilig ist hierbei unter anderem, dass der Nutzer seine digitale Identität manipulieren kann.
  • Bei OPENID handelt es sich dagegen um ein Server-basiertes System. Ein so genannter Identity-Server speichert eine Datenbank mit den digitalen Identitäten der registrierten Nutzer. Nachteilig ist hieran unter anderem ein mangelhafter Datenschutz, da die digitalen Identitäten der Nutzer zentral gespeichert werden und das Nutzerverhalten aufgezeichnet werden kann.
  • Aus US 2007/0294431 A1 ist ein weiteres Verfahren zur Verwaltung der digitalen Identitäten bekannt, welches ebenfalls eine Nutzerregistrierung erfordert.
  • Aus DE 10 2008 000 067 A1 ist ein Verfahren zum Lesen von zumindest einem Attribut aus einem ID-Token bekannt, von dem die vorliegende Erfindung als dem nächstkommenden Stand der Technik ausgeht. Weiterbildungen dieses Verfahrens sind in den Patentanmeldungen DE 10 2008 040 416 , DE 10 2008 042 262 , DE 10 2009 026 953 , DE 10 2009 027 723 , DE 10 2009 027 681 und DE 10 2010 028 133 offenbart.
  • Die Technical Guideline TR-03110-2 "Advanced Security Mechanisms for Machine readable Travel Documents and eIDAS Token – Part 2" des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik BSI in der Version 2.20 beta vom 23. September 2013 zeigt Protokolle für eine elektronische Identifikation, für eine Authentifikation und für vertrauenswürdige Dienste (eIDAS).
  • Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Verfahren zum Lesen von Attributen aus einem ID-Token zu schaffen sowie einen entsprechenden ID-Token und ein Computersystem.
  • Die der Erfindung zugrunde liegenden Aufgaben werden jeweils mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
  • Unter einem „ID-Token” wird hier insbesondere ein tragbares elektronisches Gerät verstanden, welches zumindest einen geschützten elektronischen Datenspeicher zur Speicherung der Attribute und eine Kommunikations-Schnittstelle zum Auslesen der Attribute aufweist. Der Speicherbereich ist geschützt, um zu verhindern, dass das in dem Speicherbereich gespeicherte Attribut in unerlaubter Weise verändert oder ohne die dafür erforderliche Berechtigung ausgelesen wird. Mit anderen Worten kann auf den Speicherbereich nur dann zugegriffen werden, wenn eine hierzu erforderliche Zugriffberechtigung gegeben ist.
  • Insbesondere kann es sich bei dem ID-Token um einen USB-Stick handeln oder ein Dokument, insbesondere ein Wert- oder Sicherheitsdokument. Unter einem „Dokument” werden erfindungsgemäß papierbasierte und/oder kunststoffbasierte Dokumente verstanden, wie zum Beispiel elektronische Ausweisdokumente, insbesondere Reisepässe, Personalausweise, Visa sowie Führerscheine, Fahrzeugscheine, Fahrzeugbriefe, Firmenausweise, Gesundheitskarten oder andere ID-Dokumente sowie auch Chipkarten, Zahlungsmittel, insbesondere Banknoten, Bankkarten und Kreditkarten, Frachtbriefe oder sonstige Berechtigungsnachweise, in die ein Datenspeicher zur Speicherung des zumindest einen Attributs integriert ist.
  • Bei dem ID-Token kann es sich um einen Hardwaretoken handeln oder um einen Softtoken, wenn dieser kryptografisch an einen Hardwaretoken, das heißt beispielsweise an ein sogenanntes Secure Element, gebunden ist.
  • Insbesondere kann ein solcher kryptografisch an ein Secure Element gebundener Softtoken gemäß DE 10 2011 082 101 , deren Offenbarungsgehalt voll umfänglich zum Offenbarungsgehalt der vorliegenden Patentanmeldung gemacht wird, erzeugt werden.
  • Unter einem „ID-Provider-Computersystem” wird hier ein Computersystem verstanden, welches dazu ausgebildet ist, Attribute aus dem ID-Token eines Nutzers auszulesen und eine Attributspezifikation in den ID-Token zu schreiben. Vorzugsweise wird das ID-Provider-Computersystem in einem sogenannten Trustcenter betrieben, um ein möglichst hohes Maß an Sicherheit zu schaffen.
  • Unter einem „Attribut-Provider-Computersystem” wird hier ein Computersystem verstanden, welches dazu ausgebildet ist, eine Attributspezifikation aus dem ID-Token eines Nutzers auszulesen und Attribute in den ID-Token zu schreiben.
  • Unter einem „Attribut” werden hier insbesondere Daten verstanden, die den Nutzer des ID-Tokens oder den ID-Token selbst betreffen, insbesondere Personalisierungsdaten, wie zum Beispiel persönliche Daten des Nutzers, eine Gültigkeitsdauer oder den Herausgeber des ID-Tokens oder eine Zahlungsinformation, wie zum Beispiel Kreditkartendaten oder andere Daten für ein elektronisches Bezahlsystem.
  • Unter einer „Attributspezifikation” oder „Attribute Request” (AR) wird hier eine Beschreibung von denjenigen Attributen verstanden, die zum Beispiel von einem Dienst-Computersystem zur Erbringung eines Dienstes benötigt werden. Die Attribute können über Feldnamen von Datenfeldern identifiziert werden, in denen die jeweiligen Attributwerte gespeichert sind, und/oder über ein semantisches Netz, d. h. eine Konvention, wie Attribute systemübergreifend bezeichnet werden.
  • Unter einem „Dienst-Computersystem” wird hier ein Computersystem verstanden, welches über eine Netzwerk-Schnittstelle zur Verbindung mit dem Netzwerk verfügt, sodass mithilfe eines Internetbrowsers oder eines anderen Anwendungsprogramms auf von dem Dienst-Computersystem gespeicherte oder generierte Internetseiten zugegriffen werden kann. Insbesondere kann es sich bei dem Dienst-Computersystem um einen Internetserver zur Verfügungstellung einer eCommerce- oder eGovernment-Anwendung handeln, insbesondere einen Onlineshop oder einen Behördenserver.
  • Unter einem „Nutzer-Computersystem” wird hier ein Computersystem verstanden, auf welches der Nutzer Zugriff hat. Hierbei kann es sich zum Beispiel um einen Personal Computer (PC), ein Tablet PC oder ein Mobilfunkgerät, insbesondere ein Smartphone, mit einem üblichen Internetbrowser, wie zum Beispiel Microsoft Internet Explorer, Safari, Google Chrome, Firefox oder einem anderen Anwendungsprogramm zum Zugriff auf das Dienst-Computersystem handeln. Das Nutzer-Computersystem hat eine Schnittstelle zur Verbindung mit dem Netzwerk, wobei es sich bei dem Netzwerk um ein privates oder öffentliches Netzwerk handeln kann, insbesondere das Internet. Je nach Ausführungsform kann diese Verbindung auch über ein Mobilfunknetz hergestellt werden.
  • Unter einem „Lesegerät” wird hier ein elektronisches Gerät verstanden, welches einen Lesezugriff und auch einen Schreibzugriff auf den ID-Token ermöglicht, insbesondere ein sogenanntes Chipkartenterminal. Das Lesegerät kann einen integralen Bestandteil des Nutzer-Computersystems bilden oder als separate Komponente ausgeführt sein, beispielsweise als Peripheriegerät des Nutzer-Computersystems. Insbesondere kann es sich bei dem Lesegerät um ein sogenanntes Klasse 1, 2 oder 3 Chipkartenlesegerät handeln.
  • Unter einem „nichtflüchtigen elektronischen Speicher” wird hier ein Speicher zur Speicherung von Daten, insbesondere von Attributen, verstanden, der auch als Non-Volatile Memory (NVM) bezeichnet wird. Insbesondere kann es sich hierbei um ein EEPROM, beispielsweise ein Flash-EEPROM, kurz als Flash bezeichnet, handeln.
  • Unter einem „geschützten Speicherbereich” wird hier ein Speicherbereich verstanden, auf den ein Zugriff, das heißt ein Lesezugriff oder ein Schreibzugriff, von einem mit dem Speicher gekoppelten Prozessor nur dann ermöglicht wird, wenn eine hierzu erforderliche Bedingung erfüllt ist. Hierbei kann es sich zum Beispiel um eine kryptografische Bedingung, insbesondere eine erfolgreiche Authentisierung und/oder eine erfolgreiche Berechtigungsprüfung, handeln.
  • Unter einem „Prozessor” wird hier eine Logikschaltung verstanden, die zur Ausführung von Programminstruktionen dient. Die Logikschaltung kann auf einem oder mehreren diskreten Bauelementen implementiert sein, insbesondere auf einem Chip.
  • Unter einem „Zertifikat” wird hier ein digitales Zertifikat verstanden, welches auch als Public-Key-Zertifikat bezeichnet wird. Bei einem Zertifikat handelt es sich um strukturierte Daten, die dazu dienen, einen öffentlichen Schlüssel eines asymmetrischen Kryptosystems einer Identität, wie zum Beispiel einer Person oder einer Vorrichtung, zuzuordnen. Alternativ sind auch Zertifikate basierend auf zero-knowledge Kryptosystemen möglich. Beispielsweise kann das Zertifikat dem Standard X.509 oder einem anderen Standard entsprechen. Beispielsweise handelt es sich bei dem Zertifikat um ein Card Verifiable Certificate (CVC).
  • In dem Zertifikat kann spezifiziert sein, für welches Attribut oder welche Attribute des Nutzers, die in dem geschützten Speicherbereich des ID-Tokens gespeichert sind, das ID-Provider-Computersystem bzw. das Attribut-Provider-Computersystem zur Durchführung des Lesezugriffs berechtigt ist. Ferner können auch die jeweiligen Schreibrechte für Attributspezifikationen oder Attribute in einen Zertifikat definiert sein. Ein solches Zertifikat wird auch als Berechtigungszertifikat bezeichnet.
  • Nach Ausführungsformen der Erfindung wird zum Lesen von Attributen aus einem ID-Token eines Nutzers wie folgt vorgegangen:
    • 1. Der Nutzer sendet eine Dienstanforderung von seinem Nutzer-Computersystem über ein Netzwerk, insbesondere ein öffentliches Netzwerk wie das Internet, an ein Dienst-Computersystem, welches mit einem ID-Provider-Computersystem gekoppelt ist. Hierzu gibt der Nutzer beispielsweise eine URL in einen Internetbrowser seines Nutzer-Computersystems ein, um eine sogenannte Internetsession mit dem Dienst-Computersystem aufzubauen. Bei dem Dienst-Computersystem kann es sich zum Beispiel um einen Onlineshop oder ein anderes eCommerce-Portal oder einen Behördenserver, der eine eGovernment-Anwendung zur Verfügung stellt, handeln. Bei der Dienstanforderung des Nutzers kann es sich um die Übertragung einer Kaufentscheidung des Nutzers handeln, die der Nutzer zum Beispiel durch Anklicken eines virtuellen Bedienelements auf der Webseite des Dienst-Computersystems, wie zum Beispiel „Kaufen” oder „buy now” eingibt, wobei diese Dienstanforderung zum Beispiel als http-Request oder https-Request über die Internetsession an das Dienst-Computersystem übertragen werden kann. Bei einer eGovernment-Anwendung kann es sich analog dazu bei der Dienstanforderung um die Übertragung einer Anforderung des Nutzers eines behördlichen Vorgangs, wie zum Beispiel die Ausstellung einer Meldebescheinigung, die Anmeldung eines Kraftfahrzeugs oder die Meldung einer Wohnortänderung oder dergleichen handeln.
    • 2. Das Dienst-Computersystem benötigt für die Erbringung des mit der Dienstanforderung angeforderten Dienstes Attribute des Nutzers und – je nach Anwendungsfall – auch Attribute des ID-Tokens selbst. Beispielsweise kann die erste Attributspezifikation die Attribute Name, Geburtsdatum, Anschrift des Nutzers, Kontonummer des Nutzers, Kreditwürdigkeit des Nutzers sowie Gültigkeitsdauer des ID-Token beinhalten. Die Attribute gemäß dieser ersten Attributspezifikation benötigt das Dienst-Computersystem also zur Erbringung des Dienstes für den Nutzer. Diese erste Attributspezifikation sendet das Dienst-Computersystem an das ID-Provider-Computersystem, wobei dies über das Netzwerk erfolgen kann. Optional kann dies über das Nutzer-Computersystem erfolgen. Alternativ ist das ID-Provider-Computersystem ein integraler Bestandteil des Dienst-Computersystems, sodass das Senden der ersten Attributspezifikation zum Beispiel über einen internen Datenbus oder eine LAN-Verbindung erfolgt.
    • 3. Authentifizierung des Nutzers gegenüber dem ID-Token. Hierzu gibt der Nutzer eine geheime Kennung, wie zum Beispiel die sogenannte Personal Identification Number (PIN) ein. Dies kann je nach Ausführungsform unmittelbar durch Eingabe in den ID-Token erfolgen, durch Eingabe in das Lesegerät oder durch Eingabe in das Nutzer-Computersystem. Vorzugsweise erfolgt die Authentifizierung des Nutzers gegenüber dem ID-Token mittels einer „Fernüberprüfung”, worunter hier jedes Verfahren verstanden wird, bei dem die zu überprüfende Kennung nicht in den ID-Token unmittelbar eingegeben wird, um sie mit der dort gespeicherten Kennung zu vergleichen, sondern bei dem die Überprüfung mittels eines das Lesegerät und den ID-Token involvierenden Protokolls erfolgt, bei dem die Kennung, die in das Lesegerät eingegeben wird, nicht an den ID-Token übertragen werden muss. Entsprechende Protokolle sind an sich aus dem Stand der Technik bekannt, wie zum Beispiel Strong Password Only Authentication Key Exchange (SPEKE), Diffie-Hellman Encripted Key Exchange (DH-EKE), Bellovin-Merritt Protokoll oder Password Authenticated Connection Establishment (PACE). Das SPEKE-Protokoll ist beispielsweise bekannt aus www.jablon.org/speke97.html, US 6,792,533 B2 und US 7,139,917 B2 . Unter anderem ebenfalls aus www.jablon.org/speke97.html ist das DH-EKE-Protokoll bekannt. Unter anderem aus US 5,241,599 ist das Bellovin-Merritt-Protokoll bekannt. Aus Technical Guideline TR-03110 des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ist das PACE-Protokoll bekannt, welches sich besonders für elliptische Kurven-Kryptographie eignet, vergleiche hierzu auch DE 102007000587 A1 und DE 102013202001 A1 . Vorzugsweise authentifiziert sich neben dem Nutzer auch das Lesegerät gegenüber dem ID-Token, wobei auch ein gesicherter Übertragungskanal, das heißt ein sogenannter Secure Messaging-Kanal, zwischen dem ID-Token und dem Lesegerät aufgebaut werden kann, beispielsweise indem ein Session Key nach einem Diffie-Hellman-Protokoll zwischen dem ID-Token und dem Lesegerät vereinbart wird.
    • 4. Das ID-Provider-Computersystem authentifiziert sich gegenüber dem ID-Token über das Netzwerk und weist vorzugsweise auch seine Berechtigung für einen Lesezugriff oder Schreibzugriff nach, indem es beispielsweise sein Berechtigungszertifikat über das Netzwerk an den ID-Token überträgt. Vorzugsweise authentifiziert sich auch der ID-Token gegenüber dem ID-Provider-Computersystem, das heißt es erfolgt sowohl die sogenannte Terminal Authentication (TA) des ID-Provider-Computersystems gegenüber dem ID-Token und die Chip Authentication (CA) des ID-Tokens, das heißt des in dem ID-Token beinhalteten Chips mit dem Prozessor, gegenüber dem ID-Provider-Computersystem. Die TA und die CA können gemäß BSI TR-03110 durchgeführt werden.
    • 5. Hierbei kann ein erster gesicherter Übertragungskanal nach einem Secure-Messaging-Verfahren aufgebaut werden, indem bei der TA und/oder der CA ein Session Key zwischen dem ID-Token und dem ID-Provider-Computersystem für eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung vereinbart wird.
    • 6. Das ID-Provider-Computersystem führt dann einen ersten Lesezugriff aus, um Attribute gemäß der ersten Attributspezifikation aus dem ID-Token auszulesen.
    • 7. Diejenigen Attribute gemäß der ersten Attributspezifikation, die in dem ID-Token gespeichert sind und für die das ID-Provider-Computersystem die erforderliche Leseberechtigung hat, werden aufgrund des ersten Lesezugriffs von dem ID-Token ausgegeben und über den ersten gesicherten Übertragungskanal von dem ID-Token an das ID-Provider-Computersystem über das Netzwerk übertragen. Diese von dem ID-Token ausgegebenen Attribute werden als „erste Teilmenge” der ersten Attributspezifikation bezeichnet. Beispielsweise sind in dem ID-Token lediglich der Name, das Geburtsdatum, die Anschrift des Nutzers sowie die Gültigkeitsdauer des ID-Tokens gespeichert, nicht aber die Kontonummer und die Kreditwürdigkeit des Nutzers. In diesem Fall beinhaltet also die erste Teilmenge den Namen, das Geburtsdatum, die Anschrift des Nutzers und die Gültigkeitsdauer, nicht aber die Kontonummer und die Kreditwürdigkeit des Nutzers, die nicht in dem ID-Token gespeichert sind.
    • 8. Da aufgrund des ersten Lesezugriffs nicht alle erforderlichen Attribute gemäß der ersten Attributspezifikation gelesen werden konnten, wird eine zweite Attributspezifikation erzeugt, die eine zweite Teilmenge der Attribute der ersten Attributspezifikation spezifiziert, nämlich diejenigen Attribute, welche in der ersten Attributspezifikation spezifiziert sind, mit dem ersten Lesezugriff aber nicht ausgelesen werden konnten, das heißt hier die Kontonummer und die Kreditwürdigkeit des Nutzers. Die zweite Attributspezifikation wird zum Beispiel von dem ID-Provider-Computersystem erzeugt und über den ersten gesicherten Übertragungskanal an den ID-Token übertragen.
    • 9. Die zweite Attributspezifikation wird in dem ID-Token gespeichert. Dabei kann bei Speicherung im nicht-flüchtigen Speicher des ID-Tokens eine aus vorherigen Protokollsitzungen gespeicherte Attributspezifikation ersetzt werden.
    • 10. Ein Attribut-Provider-Computersystem authentifiziert sich gegenüber dem ID-Token über das Netzwerk. Dies kann analog zu der Authentifizierung des ID-Provider-Computersystems gegenüber dem ID-Token in dem oben genannten Schritt 4 erfolgen, nämlich mit einer sogenannten TA und einer CA.
    • 11. Hierbei kann ein zweiter gesicherter Übertragungskanal mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zwischen dem ID-Token und dem Attribut-Provider-Computersystem aufgebaut werden, wobei der erste gesicherte Übertragungskanal bestehen bleibt.
    • 12. Die zweite Attributspezifikation wird dann von dem ID-Token ausgegeben und über den zweiten gesicherten Übertragungskanal an das Attribut-Provider-Computersystem übertragen. Auf diese Weise wird an das Attribut-Provider-Computersystem kommuniziert, welche Attribute zusätzlich von dem bereits durch das ID-Provider-Computersystem gelesenen Attribute erforderlich sind. Diese Attribute können in einem Speicher des Attribut-Provider-Computersystems vorhanden sein, wie zum Beispiel in einer Datenbank des Attribut-Provider-Computersystems, oder das Attribut-Provider-Computersystem greift auf eine externe Datenbank zu, um diese Attribute gemäß der zweiten Attributspezifikation zu lesen. Alternativ ist es auch möglich, dass das Attribut-Provider-Computersystem selbst ein oder mehrere der Attribute gemäß der zweiten Attributspezifikation generiert.
    • 13. Das Attribut-Provider-Computersystem führt dann einen Schreibzugriff über den zweiten gesicherten Übertragungskanal durch, um die von ihm gelesenen oder erzeugten Attribute gemäß der zweiten Attributspezifikation in dem ID-Token zu speichern.
    • 14. Das ID-Provider-Computersystem führt dann einen zweiten Lesezugriff durch, und zwar über den noch bestehenden ersten gesicherten Übertragungskanal, um die noch fehlenden Attribute gemäß der zweiten Attributspezifikation aus dem ID-Token zu lesen, die zwischenzeitlich dort in dem Schritt 13 von dem Attribut-Provider-Computersystem gespeichert worden sind.
    • 15. Die nun insgesamt in dem ID-Provider-Computersystem vorliegenden Attribute gemäß der ersten Attributspezifikation werden an das Dienst-Computersystem ausgegeben, damit dieses den angeforderten Dienst erbringen kann. Diese Ausgabe kann unmittelbar von dem ID-Provider-Computersystem an das Dienst-Computersystem erfolgen, wenn das ID-Provider-Computersystem einen integralen Bestandteil des Dienst-Computersystems bildet, oder über das Netzwerk, wobei vorzugsweise die von dem ID-Provider-Computersystem ausgegebenen Attribute von dem ID-Provider-Computersystem signiert werden, um Manipulationen zu unterbinden.
  • Die aufgrund eines Schreibzugriffs eines der Attribut-Provider-Computersysteme in dem ID-Token zu speichernden Attribute werden auf einer Anzeigevorrichtung, das heißt einem sogenannten Display, angezeigt, damit der Nutzer diese Attribute zur Kenntnis nehmen kann. Vorzugsweise ist vor dem Schreiben der Attribute die Eingabe einer Bestätigung des Nutzers erforderlich.
  • Ausführungsformen der Erfindung sind besonders vorteilhaft, da sie die Einbeziehung eines zusätzlichen Attribut-Provider-Computersystems ermöglichen, welches Attribute liefern kann, die in dem ID-Token zunächst nicht vorhanden sind. Dies kann mit der gleichen Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit erfolgen, wie es für die ursprünglich in dem ID-Token gespeicherten Attribute der Fall ist und auch unter Wahrung der informationellen Selbstbestimmung des Nutzers und dem Gebot der Datensparsamkeit, da keine Mitteilung der in dem ID-Token ursprünglich gespeicherten Attribute an das Attribut-Provider-Computersystem erfolgen muss.
  • Nach einer Ausführungsform erfolgt die Speicherung der Attribute in dem oben genannten Schritt 13 in dem nichtflüchtigen elektronischen Speicher des ID-Tokens, sodass diese zusätzlich von dem Attribut-Provider-Computersystem in den ID-Token geschriebenen Attribute zur weiteren Verwendung zur Verfügung stehen. Bei einer nachfolgenden Dienstanforderung des Nutzers an das Dienst-Computersystem müssen also diese zusätzlichen Attribute nicht erneut über das Attribut-Provider-Computersystem beschafft werden, sondern stehen in dem ID-Token bereits zur Verfügung, sodass sie bereits in dem oben genannten Schritt 6 von dem ID-Provider-Computersystem ausgelesen werden können.
  • Nach einer Ausführungsform der Erfindung ist die Kommunikationsschnittstelle des ID-Tokens drahtlos ausgebildet, das heißt beispielsweise als sogenannte RFID- oder NFC-Schnittstelle. Neben der drahtlosen Kommunikation dient diese Schnittstelle auch zur Einkopplung von Energie in den ID-Token, um diesen mit der für seinen Betrieb erforderlichen elektrischen Energie zu versorgen. Zusätzlich zu dem nichtflüchtigen elektronischen Speicher hat der ID-Token einen flüchtigen elektronischen Speicher, wie zum Beispiel ein RAM oder einen Arbeitsspeicher des Prozessors. Die zweite Attributspezifikation wird vorzugsweise in den flüchtigen elektronischen Speicher geschrieben (vergleiche oben Schritt 9). Wird nämlich nach dem Schritt 9 der ID-Token aus der Reichweite des Lesegeräts entfernt, so führt dies dazu, dass die zweite Attributspezifikation aus dem flüchtigen elektronischen Speicher gelöscht wird. Ein neuer Protokollablauf ist in diesem Fall zu starten. Hierdurch wird vermieden, dass sich der ID-Token in einem undefinierten Zustand befindet, wenn er zum Beispiel nach dem oben genannten Schritt 9 aus der Reichweite des Lesegeräts entfernt wird, um eventuelle Missbrauchsmöglichkeiten hierdurch zu unterbinden. Wird die zweite Attributspezifikation in den nicht-flüchtigen elektronischen Speicher geschrieben, bleibt auch nach Entfernung des ID-Tokens aus der Reichweite des Lesegeräts die zweite Attributspezifikation im Speicher erhalten.
  • Nach einer Ausführungsform wird zumindest ein zweites Attribut-Provider-Computersystem mit in den Ablauf eingebunden, wenn das erste Attribut-Provider-Computersystem die Attribute gemäß der zweiten Attributspezifikation nicht vollständig liefern kann. In diesem Fall werden die folgenden weiteren Schritte zwischen den o. g. Schritten 13 und 14 durchgeführt:
    • – Erzeugung einer dritten Attributspezifikation einer dritten Teilmenge der zweiten Teilmenge, wobei die dritte Attributspezifikation diejenigen Attribute der zweiten Teilmenge spezifiziert, die in dem aufgrund des Schreibzugriffs in den ID-Token geschriebenen Attribute nicht beinhaltet sind. Liefert beispielsweise das erste Attribut-Provider-Computersystem in dem oben genannten Schritt 13 zwar die Kontonummer des Nutzers, nicht aber die Kreditwürdigkeit des Nutzers, so beinhaltet die dritte Teilmenge dieses fehlende Attribut bezüglich der Kreditwürdigkeit des Nutzers. Diese dritte Attributspezifikation wird zum Beispiel von dem ersten Attribut-Provider-Computersystem erzeugt und in dem ID-Token über den zweiten gesicherten Übertragungskanal gespeichert.
    • – Anschließend authentifiziert sich das zweite Attribut-Provider-Computersystem gegenüber dem ID-Token, vorzugsweise analog zu den oben genannten Schritten 4. bzw. 10., wobei wiederum eine TA und eine CA durchgeführt wird und ein dritter gesicherter Übertragungskanal mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zwischen dem ID-Token und dem zweiten Attribut-Provider-Computersystem über das Netzwerk aufgebaut wird.
    • – Die dritte Attributspezifikation wird dann über den dritten gesicherten Übertragungskanal von dem ID-Token an das zweite Attribut-Provider-Computersystem übertragen, und zwar analog zu dem oben genannten Schritt 12.
    • – Das zweite Attribut-Provider-Computersystem liefert dann das noch fehlende Attribut gemäß der dritten Attributspezifikation, das heißt in dem hier betrachteten Beispiel die Kreditwürdigkeit des Nutzers, und schreibt dieses Attribut über den dritten gesicherten Übertragungskanal in den ID-Token.
  • Mit dem zweiten Lesezugriff liest das ID-Provider-Computersystem dann sämtliche der von dem ersten und zweiten Attribut-Provider-Computersystem in dem ID-Token gespeicherten Attribute.
  • Falls auch das zweite Attribut-Provider-Computersystem nicht sämtliche der noch fehlenden Attribute liefern kann, kann dieser Vorgang iterativ solange durchgeführt werden, bis eine Abbruchbedingung erreicht ist. Beispielsweise wird dieser iterative Vorgang dann abgeschlossen, wenn sämtliche der Attribute gemäß der ersten Attributspezifikation in dem ID-Token gespeichert worden sind, da dann keine weiteren Attribut-Provider-Computersysteme mehr involviert werden müssen. Ferner kann ein Abbruch auch dann erfolgen, wenn eine maximale Anzahl von Schreibzugriffen erreicht ist und/oder eine maximale Zeitdauer, das heißt ein sogenanntes Time-out.
  • In einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung einen ID-Token, der zur Verwendung in einem erfindungsgemäßen Verfahren konfiguriert ist.
  • In einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Attribut-Provider-Computersystem, welches zur Verwendung in einem erfindungsgemäßen Verfahren konfiguriert ist.
  • In einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Computersystem mit zumindest einem erfindungsgemäßen ID-Token und einem ID-Provider-Computersystem, welches zur Ausführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens konfiguriert ist. Zu diesem Computersystem kann auch zumindest ein erfindungsgemäßes Attribut-Provider-Computersystem gehören.
  • Im Weiteren werden Ausführungsformen der Erfindung mit Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 ein Blockdiagramm einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Computersystems,
  • 2 ein Flussdiagramm einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verfahrens,
  • 3 ein UML-Diagramm einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verfahrens,
  • 4 ein Flussdiagramm einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verfahrens mit zumindest einem weiteren Attribut-Provider-Computersystem,
  • 5 ein Flussdiagramm einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verfahrens.
  • Elemente der nachfolgenden Ausführungsformen, die einander gleichen oder einander entsprechen, sind jeweils mit identischen Bezugszeichen gekennzeichnet.
  • Die 1 zeigt ein Nutzer-Computersystem 100 eines Nutzers 102. Bei dem Nutzer-Computersystem 100 kann es sich um einen Personalcomputer, einen tragbaren Computer, wie zum Beispiel einen Laptop oder Palmtop-Computer, einen Personal Digital Assistant, ein mobiles Telekommunikationsgerät, insbesondere ein Smart Phone, oder dergleichen handeln. Das Nutzer-Computersystem 100 hat ein Lesegerät 101 mit einer Schnittstelle 104 zur Kommunikation mit einem ID-Token 106, der eine entsprechende Schnittstelle 108 aufweist.
  • Das Nutzer-Computersystem 100 hat zumindest einen Prozessor 110 zur Ausführung von Programminstruktionen 112 sowie eine Netzwerk-Schnittstelle 114 zur Kommunikation über ein Netzwerk 116. Bei dem Netzwerk kann es sich um ein Computernetzwerk, wie zum Beispiel das Internet, handeln.
  • Der ID-Token 106 hat einen elektronischen Speicher 118 mit geschützten Speicherbereichen 120, 122 und 124. Der geschützte Speicherbereich 120 dient zur Speicherung eines Referenzwerts, der für die Authentifizierung des Nutzers 102 gegenüber dem ID-Token 106 benötigt wird. Bei diesem Referenzwert handelt es sich beispielsweise um eine Kennung, insbesondere eine so genannte Personal Identification Number (PIN), oder um Referenzdaten für ein biometrisches Merkmal des Nutzers 102, welches für die Authentifizierung des Nutzers gegenüber dem ID-Token 106 verwendet werden kann.
  • Der geschützte Bereich 122 dient zur Speicherung eines privaten Schlüssels und der geschützte Speicherbereich 124 dient zur Speicherung von Attributen, zum Beispiel des Nutzers 102, wie zum Beispiel dessen Name, Wohnort, Geburtsdatum, Geschlecht, und/oder von Attributen, die den ID-Token selbst betreffen, wie zum Beispiel die Institution, die den ID-Token erstellt oder ausgegeben hat, die Gültigkeitsdauer des ID-Tokens, einen Identifikator des ID-Tokens, wie zum Beispiel eine Passnummer oder eine Kreditkartennummer.
  • Der elektronische Speicher 118 kann ferner einen Speicherbereich 126 zur Speicherung eines Zertifikats aufweisen. Das Zertifikat beinhaltet einen öffentlichen Schlüssel, der dem in dem geschützten Speicherbereich 122 gespeicherten privaten Schlüssel zugeordnet ist. Das Zertifikat kann nach einem Public Key Infrastruktur (PKI) Standard erstellt worden sein, beispielsweise nach dem X.509 Standard.
  • Das Zertifikat muss nicht zwangsläufig in dem elektronischen Speicher 118 des ID-Tokens 106 gespeichert sein. Alternativ oder zusätzlich kann das Zertifikat auch in einem öffentlichen Verzeichnisserver gespeichert sein.
  • Der ID-Token 106 hat einen Prozessor 128. Der Prozessor 128 dient zur Ausführung von Programminstruktionen 130, 132 und 134. Die Programminstruktionen 130 dienen zur Nutzerauthentifizierung, d. h. zur Authentifizierung des Nutzers 102 gegenüber dem ID-Token.
  • Bei einer Ausführungsform mit PIN gibt der Nutzer 102 seine PIN zu seiner Authentifizierung ein, beispielsweise in das Nutzer-Computersystem 100. Durch Ausführung der Programminstruktionen 130 wird dann auf den geschützten Speicherbereich 120 zugegriffen, um die eingegebene PIN mit dem dort gespeicherten Referenzwert der PIN zu vergleichen. Für den Fall, dass die eingegebene PIN mit dem Referenzwert der PIN übereinstimmt, gilt der Nutzer 102 als authentifiziert.
  • Alternativ wird ein biometrisches Merkmal des Nutzers 102 erfasst. Beispielsweise hat der ID-Token 106 hierzu einen Fingerabdrucksensor oder ein Fingerabdrucksensor ist an das Nutzer-Computersystem 100 angeschlossen. Die von dem Nutzer 102 erfassten biometrischen Daten werden durch Ausführung der Programminstruktionen 130 bei dieser Ausführungsform mit den in dem geschützten Speicherbereich 120 gespeicherten biometrischen Referenzdaten verglichen. Bei hinreichender Übereinstimmung der von dem Nutzer 102 erfassten biometrischen Daten mit den biometrischen Referenzdaten gilt der Nutzer 102 als authentifiziert.
  • Die Programminstruktionen 134 dienen zur Ausführung der den ID-Token 106 betreffenden Schritte eines kryptographischen Protokolls zur Authentifizierung eines ID-Provider-Computersystems 136 gegenüber dem ID-Token 106. Bei dem kryptographischen Protokoll kann es sich um ein Challenge-Response-Protokoll basierend auf einem symmetrischen Schlüssel oder einem asymmetrischen Schlüsselpaar handeln.
  • Beispielsweise wird durch das kryptographische Protokoll ein Extended Access Control-Verfahren implementiert, wie es für maschinenlesbare Reisedokumente (machine-readable travel documents – MRTD) von der internationalen Luftfahrtbehörde (ICAO) spezifiziert ist. Durch erfolgreiche Ausführung des kryptographischen Protokolls authentifiziert sich das ID-Provider-Computersystem 136 gegenüber dem ID-Token und weist dadurch seine Leseberechtigung zum Lesen der in dem geschützten Speicherbereich 124 gespeicherten Attribute nach. Die Authentifizierung kann auch gegenseitig sein, d. h. auch der ID-Token 106 muss sich dann gegenüber dem ID-Provider-Computersystem 136 nach demselben oder einem anderen kryptographischen Protokoll authentifizieren.
  • Die Programminstruktionen 132 dienen zur Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von zwischen dem ID-Token 106 und dem ID-Provider-Computersystem 136 übertragenen Daten, zumindest aber der von dem ID-Provider-Computersystem 136 aus dem geschützten Speicherbereich 124 ausgelesenen Attribute. Für die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung kann ein symmetrischer Schlüssel verwendet werden, der beispielsweise anlässlich der Ausführung des kryptographischen Protokolls zwischen dem ID-Token 106 und dem ID-Provider-Computersystem 136 vereinbart wird.
  • Alternativ zu der in der 1 dargestellten Ausführungsform kann das Nutzer-Computersystem 100 mit seiner Schnittstelle 104 nicht unmittelbar mit der Schnittstelle 108 kommunizieren, sondern über ein an die Schnittstelle 104 angeschlossenes Lesegerät für den ID-Token 106. Über dieses Lesegerät, wie zum Beispiel einen so genannten Klasse 2-Chipkarten-Terminal, kann auch die Eingabe der PIN erfolgen.
  • Das ID-Provider-Computersystem 136 hat eine Netzwerk-Schnittstelle 138 zur Kommunikation über das Netzwerk 116. Das ID-Provider-Computersystem 136 hat ferner einen Speicher 140, in dem ein privater Schlüssel 142 des ID-Provider-Computersystems 136 sowie das entsprechende Zertifikat 144 gespeichert ist. Auch bei diesem Zertifikat kann es sich beispielsweise um ein Zertifikat nach einem PKI-Standard, wie zum Beispiel X.509 handeln.
  • Das ID-Provider-Computersystem 136 hat ferner zumindest einen Prozessor 145 zur Ausführung von Programminstruktionen 146 und 148. Durch Ausführung der Programminstruktionen 146 werden die das ID-Provider-Computersystem 136 betreffende Schritte des kryptographischen Protokolls ausgeführt. Insgesamt wird also das kryptographische Protokoll durch Ausführung der Programminstruktionen 134 durch den Prozessor 128 des ID-Tokens 106 sowie durch Ausführung der Programminstruktionen 146 durch den Prozessor 145 des ID-Provider-Computersystems 136 implementiert.
  • Die Programminstruktionen 148 dienen zur Implementierung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf Seiten des ID-Provider-Computersystems 136, beispielsweise basierend auf dem symmetrischen Schlüssel, der anlässlich der Ausführung des kryptographischen Protokolls zwischen dem ID-Token 106 und dem ID-Provider-Computersystem 136 vereinbart worden ist. Prinzipiell kann jedes an sich vor bekannte Verfahren zur Vereinbarung des symmetrischen Schlüssels für die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung verwendet werden, wie zum Beispiel ein Diffie-Hellman-Schlüsselaustausch.
  • Das ID-Provider-Computersystem 136 befindet sich vorzugsweise in einer besonders geschützten Umgebung, insbesondere in einem so genannten Trust-Center, sodass das ID-Provider-Computersystem 136 in Kombination mit der Notwendigkeit der Authentifizierung des Nutzers 102 gegenüber dem ID-Token 106 den Vertrauensanker für die Authentizität der aus dem ID-Token 106 ausgelesenen Attribute bildet.
  • Ein Dienst-Computersystem 150 kann zur Entgegennahme einer Bestellung oder eines Auftrags für eine Dienstleistung oder ein Produkt, insbesondere eine Online-Dienstleistung, ausgebildet sein. Beispielsweise kann der Nutzer 102 online über das Netzwerk 116 ein Konto bei einer Bank eröffnen oder eine andere Finanz- oder Bankdienstleistung in Anspruch nehmen. Das Dienst-Computersystem 150 kann auch als Online-Warenhaus ausgebildet sein, sodass der Benutzer 102 beispielsweise online ein Mobiltelefon oder dergleichen erwerben kann. Ferner kann das Dienst-Computersystem 150 auch zur Lieferung von digitalen Inhalten ausgebildet sein, beispielsweise für den Download von Musik- und/oder Videodaten oder als Behördenserver für eine eGovernment Anwendung.
  • Das Dienst-Computersystem 150 hat hierzu eine Netzwerk-Schnittstelle 152 zur Verbindung mit dem Netzwerk 116. Ferner hat das Dienst-Computersystem 150 zumindest einen Prozessor 154 zur Ausführung von Programminstruktionen 156. Durch Ausführung der Programminstruktionen 156 werden beispielsweise dynamische HTML-Seiten generiert, über die der Nutzer 102 seinen Auftrag oder seine Bestellung eingeben kann.
  • Je nach der Art des beauftragten oder bestellten Produkts oder der Dienstleistung muss das Dienst-Computersystem 150 Attribute des Nutzers 102 und/oder dessen ID-Token 106 anhand eines oder mehrerer vorgegebener Kriterien überprüfen. Nur wenn diese Prüfung bestanden wird, wird die Bestellung oder der Auftrag des Nutzers 102 entgegengenommen und/oder ausgeführt.
  • Beispielsweise ist es für die Eröffnung eines Bankkontos oder den Kauf eines Mobiltelefons mit einem dazugehörigen Vertrag erforderlich, dass der Nutzer 102 seine Identität gegenüber dem Dienst-Computersystem 150 offenbart, und dass diese Identität überprüft wird. Im Stand der Technik muss der Nutzer 102 hierzu beispielsweise seinen Personalausweis vorlegen. Dieser Vorgang wird durch das Auslesen der digitalen Identität des Nutzers 102 aus seinem ID-Token 106 ersetzt.
  • Je nach Anwendungsfall können für die Erbringung des Dienstes weitere Attribute erforderlich sein, die in dem ID-Token zunächst nicht vorhanden sind. Hierzu kann das in der 1 gezeigte Computersystem ein oder mehrere Attribut-Provider-Computersysteme 172, 173, 174, ... aufweisen. Diese können prinzipiell gleich aufgebaut sein wie das ID-Provider-Computersystem und verfügen über zusätzliche Funktionalitäten zum Lesen oder Generieren von Attributen sowie zum Schreiben von Attributen und erforderlichenfalls Attributspezifikationen in den ID-Token.
  • Zur Inanspruchnahme eines von dem Dienst-Computersystem 150 zur Verfügung gestellten Dienstes wird beispielsweise wie folgt vorgegangen:
    • a) Der Nutzer 102 baut mithilfe seines Nutzer-Computersystems 100 eine Internetsession über das Netzwerk 116 zu dem Dienst-Computersystem 150 auf. Über diese Internetsession wird eine Dienstanforderung 103 von dem Nutzer-Computersystem 100 an das Dienst-Computersystem 150 übertragen, womit der Nutzer 102 die Erbringung eines Dienstes des Dienst-Computersystems 150 anfordert. Das Dienst-Computersystem 150 antwortet auf diese Dienstanforderung 103 mit einer ersten Attributspezifikation 105, die diejenigen Attribute spezifiziert, die für die Erbringung des mit der Dienstanforderung 103 angeforderten Dienstes zu erfüllen sind. Diese erste Attributspezifikation spezifiziert beispielsweise eine Anzahl von M Attributen A1, A2, A3, ... AM.
    • b) Beispielsweise wird die Attributspezifikation 105 in einem Speicher 183 des Nutzer-Computersystems 100 zwischengespeichert. Aufgrund des Empfangs der Attributspezifikation 105 durch das Nutzer-Computersystem 100 wird der Nutzer 102 dazu aufgefordert, sich gegenüber dem ID-Token 106 zu authentifizieren. Hierzu gibt der Nutzer 102 seine PIN zum Beispiel über das Lesegerät 101 oder eine Tastatur des Nutzer-Computersystems 100 ein. Ferner baut das Nutzer-Computersystem 100 zu dem ID-Provider-Computersystem 136 eine weitere Internetsession über das Netzwerk 116 auf, über die sich das ID-Provider-Computersystem 136 gegenüber dem Nutzer-Computersystem 100 authentifiziert, und zwar unter Verwendung des Zertifikats 144. Vorzugsweise erfolgt eine gegenseitige Authentifizierung des IT-Tokens 106 und des ID-Provider-Computersystems 136 bzw. des jeweiligen Attribut-Provider-Computersystems unter Verwendung der Zertifikate 126 und 144, das heißt eine sogenannte CA und eine TA. Hierbei wird auch ein Session Key vereinbart, mit dem der erste gesicherte Übertragungskanal mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zwischen dem ID-Token 106 und dem ID-Provider-Computersystem über das Nutzer-Computersystem 100 und das Netzwerk 116 aufgebaut wird. Ferner leitet das Nutzer-Computersystem 100 die Attributspezifikation 105 über die mit dem ID-Provider-Computersystem 136 bestehende Session an das ID-Provider-Computersystem 136 weiter.
    • c) Das ID-Provider-Computersystem 136 antwortet auf die erste Attributspezifikation 105 mit einem Lesekommando 107 zum Lesen der in der ersten Attributspezifikation spezifizierten Attribute. Dieses Lesekommando 107 wird über den ersten gesicherten Übertragungskanal mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von dem ID-Provider-Computersystem 136 an den ID-Token 106 übertragen. Der Prozessor 128 greift daraufhin auf den elektronischen Speicher 118 zu, um die Attribute gemäß der ersten Attributspezifikation 105 auszulesen. Im Weiteren wird ohne Beschränkung der Allgemeinheit davon ausgegangen, dass von den M Attributen gemäß der ersten Attributspezifikation 105 nur P Attribute A1, A2, A3, ..., AP vorhanden sind, wobei P < M. Auf das Lesekommando 107 antwortet der ID-Token 106 mit der Antwort 109, die die erste Teilmenge der in der ersten Attributspezifikation 105 spezifizierten Attribute, nämlich die Attribute A1, A2, A3, ..., AP beinhaltet. Die Antwort 109 wird über den ersten gesicherten Übertragungskanal von dem ID-Token 106 an das ID-Provider-Computersystem 136 übertragen.
    • d) Das ID-Provider-Computersystem 136 speichert die Antwort 109 mit der ersten Teilmenge der Attribute in seinem Speicher 140 und erzeugt eine zweite Attributspezifikation 111, welche die noch fehlenden Attribute spezifiziert, das heißt diejenigen der ersten Attributspezifikation 105 spezifizierten Attribute, die in der Antwort 109 nicht beinhaltet sind, das heißt hier die Attribute AP + 1 bis AM. Die zweite Attributspezifikation 111 wird über den ersten gesicherten Übertragungskanal von dem ID-Provider-Computersystem 136 zu dem ID-Token 106 übertragen und dort gespeichert und kann bei Speicherung in dem nicht-flüchtigen oder flüchtigen Speicher eine bereits vorhandene Attributspezifikation ersetzen. Die Speicherung kann beispielsweise in einem flüchtigen Speicher 113 des IT-Tokens 106 erfolgen.
    • e) Das Nutzer-Computersystem 100 baut eine weitere Internetsession über das Netzwerk 116 mit dem Attribut-Provider-Computersystem 172 auf. Das Attribut-Provider-Computersystem 172 authentifiziert sich dann gegenüber dem ID-Token 106, wobei vorzugsweise eine gegenseitige Authentifizierung, das heißt eine CA und eine TA, durchgeführt werden. Hierbei wird ein zweiter gesicherter Übertragungskanal mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mit einem Session Key zwischen dem ID-Token 106 und dem Attribut-Provider-Computersystem 172 über das Netzwerk 116 und das Nutzer-Computersystem 100 aufgebaut, wobei der erste gesicherte Übertragungskanal bestehen bleibt. Der Prozessor 128 dient zur Ausführung von Programminstruktionen 131 für die Kanalumschaltung, das heißt die Auswahl einer der gesicherten Übertragungskanäle, das heißt hier des ersten oder des zweiten gesicherten Übertragungskanals, für die externe Kommunikation. Aufgrund des Aufbaus des zweiten gesicherten Übertragungskanals wird durch Ausführung der Programminstruktionen 131 der zweite gesicherte Übertragungskanal von dem Prozessor 128 ausgewählt, über den der ID-Token 106 dann die zweite Attributspezifikation 111 an das Attribut-Provider-Computersystem 172 sendet.
    • f) Das Attribut-Provider-Computersystem 172 führt daraufhin einen Zugriff auf seine Datenbank 175 durch, um die Attribute gemäß der zweiten Attributspezifikation 111 zu lesen. Das Attribut-Provider-Computersystem 172 antwortet dann auf die Attributspezifikation 111 mit seiner Antwort 176, die die aus der Datenbank 175 gelesenen Attribute beinhaltet und sendet diese Antwort 176 über den zweiten gesicherten Übertragungskanal an den ID-Token 106, welcher die Antwort 176 mit diese Attributen mit seinem elektronischen Speicher 118 speichert.
    • g) Durch Ausführung der Programminstruktionen 131 schaltet der ID-Token 106 dann auf den ersten gesicherten Übertragungskanal zurück. Das ID-Provider-Computersystem 136 greift dann durch ein zweites Lesekommando 177 über den ersten gesicherten Übertragungskanal auf den ID-Token 106 zu und erhält als Antwort darauf von dem ID-Token 106 die Antwort 176 aus dem Speicher 118 mit den noch fehlenden Attributen.
  • Für den Fall, dass das Attribut-Provider-Computersystem 172 nicht auf sämtliche gemäß der zweiten Attributspezifikation 111 erforderlichen Attribute zugreifen kann, beispielsweise weil diese nicht sämtlich in der Datenbank 175 gespeichert sind, kann der oben genannte Vorgang iterativ unter Verwendung der weiteren Attribut-Provider-Computersysteme 173, 174, ... durchgeführt werden, und zwar so lange, bis sämtliche der Attribute gemäß der ersten Attributspezifikation 105 in dem Speicher 118 vorliegen oder eine andere Abbruchbedingung erreicht ist.
  • Falls das Attribut-Provider-Computersystem 172 nicht sämtliche der Attribute gemäß der zweiten Attributspezifikation 111 ermitteln kann, so generiert das Attribut-Provider-Computersystem 172 eine dritte Attributspezifikation 178. Wenn beispielsweise die Antwort 176 die Attribute AP + 1 bis AQ beinhaltet mit Q < M, so werden in der dritten Attributspezifikation 178 die noch fehlenden Attribute AQ + 1 bis AM spezifiziert. Diese dritte Attributspezifikation 178 wird von dem Attribut-Provider-Computersystem 172 über den zweiten gesicherten Übertragungskanal zu dem ID-Token 106 übertragen und ersetzt oder aktualisiert die in dem Speicher 113 gespeicherte zweite Attributspezifikation 111.
  • Anschließend wird dann nach vorheriger CA und TA ein dritter gesicherter Übertragungskanal zu dem Attribut-Provider-Computersystem 173 aufgebaut, welches die dritte Attributspezifikation 178 aus dem ID-Token 106 ausliest und darauf mit einer Antwort 179 antwortet, die die noch fehlenden Attribute gemäß der dritten Attributspezifikation 178 beinhaltet. Diese Antwort 179 wird über den dritten gesicherten Übertragungskanal von dem Attribut-Provider-Computersystem 173 an den ID-Token 106 übertragen und in dem Speicher 118 gespeichert.
  • Durch Ausführung der Programminstruktionen 131 wird dann wiederum auf den ersten gesicherten Übertragungskanal zurückgeschaltet, sodass aufgrund des zweiten Lesekommandos 177 in diesem Fall sowohl die Antwort 176 als auch die Antwort 179, die insgesamt die Attribute AP + 1 bis AM beinhalten, an das ID-Provider-Computersystem 136 übertragen werden.
  • Falls seitens des Attribut-Provider-Computersystems 173 nicht sämtliche der Attribute gemäß der dritten Attributspezifikation 178 verfügbar sind, kann in analoger Art und Weise iterativ weiterverfahren werden, indem ein oder mehrere weitere Attribut-Provider-Computersysteme, wie zum Beispiel das Attribut-Provider-Computersystem 174, in den Ablauf eingebunden werden.
  • Das ID-Provider-Computersystem 136 verfügt nach einer erfolgreichen Durchführung der oben genannten Verfahrensschritte in seinem Speicher 140 über sämtliche der Attribute, die mit der ersten Attributspezifikation 105 angefordert worden sind. Das ID-Provider-Computersystem 136 generiert daraufhin eine Nachricht 180, die diese Attribute A1 bis AM beinhaltet, signiert diese Nachricht und sendet sie über das Netzwerk 116 an das Dienst-Computersystem 150, wobei dies über das Nutzer-Computersystem 100 erfolgen kann. Das Dienst-Computersystem 150 kann dann gegebenenfalls mithilfe der in der Nachricht 180 beinhalteten Attribute den mit der Dienstanforderung 103 angeforderten Dienst erbringen.
  • Die Attribut-Provider-Computersysteme 172, 173, 174 ... können analog zu dem ID-Provider-Computersystem 136 aufgebaut sein, das heißt sie verfügen jeweils über eine Netzwerk-Schnittstelle 138, einen Prozessor 145 zur Ausführung von Programminstruktionen 146, 148 und einen Speicher 140, in dem ein Zertifikat und ein privater Schlüssel gespeichert sind. Bei dem Zertifikat handelt es sich vorzugsweise um ein Berechtigungszertifikat, in dem jeweils eine Berechtigung für Lese- und Schreibzugriffe auf den ID-Token 106 spezifiziert ist.
  • Nach einer Ausführungsform der Erfindung werden die in der Antwort 176 bzw. 179 beinhalteten Attribute erst dann in dem Speicher 118 gespeichert, nachdem diese der Nutzer 102 zur Kenntnis nehmen konnte. Hierzu werden diese Attribute auf einem Display 181 angezeigt, welches zum Beispiel zu dem Lesegerät 101 gehört. Ferner kann beispielsweise auf dem Lesegerät 101 ein Bedienelement 182 vorhanden sein, über welches der Nutzer 102 eine Eingabe tätigen muss, um die Speicherung der in den Antworten 176 bzw. 179 beinhalteten Attribute in dem Speicher 118 zu genehmigen. Hierdurch erhält der Nutzer 102 eine Kontrollmöglichkeit bezüglich der möglicherweise seine Person betreffenden zusätzlichen Attribute in dem Speicher 118.
  • Die 2 zeigt eine Ausführungsform eines entsprechenden erfindungsgemäßen Verfahrens. In dem Schritt 200 wird eine Dienstanforderung 103 von dem Nutzer-Computersystem 100 an das Dienst-Computersystem 150 gesendet. Das Dienst-Computersystem 105 erzeugt daraufhin eine Antwort mit der ersten Attributspezifikation 105 (Schritt 202), die in dem Schritt 204 an das ID-Provider-Computersystem 136 gesendet wird.
  • In dem Schritt 206 authentifiziert sich der Nutzer 102 gegenüber dem ID-Token 106 und es erfolgt in dem Schritt 208 eine einseitige oder gegenseitige Authentifizierung des ID-Tokens 106 und des ID-Provider-Computersystems 136, insbesondere mit einer CA und einer TA.
  • In dem Schritt 210 wird die erste gesicherte Verbindung aufgebaut, über welche das ID-Provider-Computersystem in dem Schritt 212 das erste Lesekommando 107 sendet. Auf das erste Lesekommando antwortet der ID-Token 106 in dem Schritt 214 mit den in der Antwort 109 beinhalteten Attributen A1 bis AP.
  • Daraufhin erzeugt das ID-Provider-Computersystem 136 in dem Schritt 216 die zweite Attributspezifikation 111, in der die noch fehlenden Attribute AP + 1 bis AM spezifiziert sind und schreibt diese zweite Attributspezifikation 111 in dem Schritt 218 über den ersten gesicherten Übertragungskanal in den ID-Token 106, wo die Attributspezifikation 111 gespeichert wird.
  • Anschließend wird dann in dem Schritt 220 der zweite gesicherte Übertragungskanal zu dem Attribut-Provider-Computersystem 172 aufgebaut und die zweite Attributspezifikation 111 aus dem ID-Token 106 gelesen und zu dem Attribut-Provider-Computersystem 172 übertragen.
  • Das Attribut-Provider-Computersystem 172 greift dann auf die laut zweiter Attributspezifikation 111 angeforderten Attribute zu, beispielsweise über einen Datenbankzugriff, und schreibt diese zusätzlichen Attribute, in dem betrachteten Beispielsfall die Attribute AP + 1 bis AM in dem Schritt 224 über den zweiten gesicherten Übertragungskanal in den ID-Token 106.
  • Der ID-Token 106 schaltet dann auf den ersten gesicherten Übertragungskanal in dem Schritt 226 zurück, sodass die zuvor in dem Schritt 224 zusätzlich in den ID-Token 106 geschriebenen Attribute von dem ID-Provider-Computersystem 136 über diesen ersten gesicherten Übertragungskanal aus dem ID-Token 106 ausgelesen werden (Schritt 228). In dem Schritt 230 überträgt das ID-Provider-Computersystem 136 dann sämtliche der aus dem ID-Token 106 gelesenen Attribute an das Dienst-Computersystem 150, sodass dieses dann gegebenenfalls nach Prüfung der Attribute den angeforderten Dienst erbringen kann.
  • Die 3 zeigt ein entsprechendes UML-Diagramm, wobei hier davon ausgegangen wird, dass das Dienst-Computersystem 150 das ID-Provider-Computersystem 136 beinhaltet.
  • In dem Schritt 1 wird durch den Nutzer 102 eine Serviceanfrage, das heißt eine Dienstanforderung 103, an das Dienst-Computersystem 150 gesendet, und zwar mithilfe des Nutzer-Computersystems 100. Das Dienst-Computersystem 150 antwortet darauf mit einer Datenanfrage, das heißt mit der ersten Attributspezifikation 105.
  • Daraufhin authentifiziert sich der Nutzer 102 gegenüber dem ID-Token 106, indem er seine PIN in das Nutzer-Computersystem 100, das heißt beispielsweise dessen Lesegerät 101, eingibt. Aufgrund der Ausführung beispielsweise des PACE-Protokolls wird die PIN verifiziert und in dem Schritt 2 wird mithilfe von PACE ein Secure Messaging-Kanal zwischen ID-Token und Nutzer-Computersystem, das heißt SM-[PACE], aufgebaut.
  • In dem Schritt 3 erfolgt dann auf dieser Basis eine TA des in dem Dienst-Computersystem 150 beinhalteten ID-Provider-Computersystems sowie in dem Schritt 4 eine CA des ID-Tokens 106 gegenüber dem ID-Provider-Computersystem.
  • In dem Schritt 5 wird dann der erste gesicherte Übertragungskanal zwischen dem ID-Token 106 und dem ID-Provider-Computersystem aufgebaut, nämlich SM-[CA]#1.
  • Die weitere Kommunikation in dem Schritt 6 verläuft dann über diesen ersten gesicherten Übertragungskanal, nämlich das Auslesen von Attributen aus dem ID-Token 106 gemäß der ersten Attributspezifikation 105 und das anschließende Schreiben der zweiten Attributspezifikation 111, d. h. ein Attribute Request (AR). Ferner kann durch das ID-Provider-Computersystem 136 ein Umschaltsignal SC-[PACE] erzeugt werden, welches einerseits durch die Programminstruktionen 131 seitens des ID-Tokens 106 verarbeitet wird und andererseits durch das Nutzer-Computersystem 100 verarbeitet wird, um den Übertragungskanal SM-[PACE] zwischen ID-Token und Nutzer-Computersystem zurückzuschalten.
  • In dem Schritt 8 kann optional eine Auswahl des Attribut-Provider-Systems 172 durch den Nutzer 102 erfolgen. Auf eine solche explizite Auswahl kann auch verzichtet werden, wenn das Nutzer-Computersystem 100 das zu kontaktierende Attribut-Provider-Computersystem bereits kennt, beispielsweise wenn der Nutzer 102 vorab mit der Lieferung von Attributen durch das Attribut-Provider-Computersystem 172 sein Einverständnis erklärt hat. Entsprechendes gilt für die Attributsanfrage 2 gemäß 5.
  • Die Schritte 9 und 10 werden dann analog zu den Schritten 3 und 4 auf der Basis von SM-[PACE] durchgeführt, und zwar für eine TA des Attribut-Provider-Computersystems 172 bzw. eine CA des ID-Tokens 106 gegenüber dem Attribut-Provider-Computersystem 172.
  • In dem Schritt 10 wird dann der zweite gesicherte Übertragungskanal SM-[CA]#2 aufgebaut, über den dann die weitere Kommunikation in den Schritten 12, 13 und 14 erfolgt:
    In dem Schritt 12 liest das Attribut-Provider-Computersystem 172 die zweite Attributspezifikation 111 und liest dann die entsprechenden Attribute, beispielsweise durch einen Zugriff auf seine Datenbank 175. Das Attribut-Provider-Computersystem 172 schreibt dann diese zusätzlichen Attribute in den ID-Token 106 (Schritt 13) und löscht die dort gespeicherte zweite Attributspezifikation 111 (Schritt 14).
  • Ferner kann das Attribut-Provider-Computersystem 172 ein Umschaltsignal generieren, nämlich SC-[CA]#1, welches von den Programminstruktionen 131 verarbeitet wird, um den Übertragungskanal auf den ersten gesicherten Übertragungskanal SM-[CA]#1 in dem Schritt 15 zurückzuschalten. Alternativ kann das Attribut-Provider-Computersystem 172 ein Umschaltsignal generieren, nämlich SC-[PACE], welches von den Programminstruktionen 131 verarbeitet wird, um zunächst den Übertragungskanal SM[PACE] zwischen ID-Token und Nutzer-Computersystem zurückzuschalten. Das Nutzer-Computersystem kann dann ein Umschaltsignal generieren, nämlich SC-[CA]#1, welches von den Programminstruktionen 131 verarbeitet wird, um den Übertragungskanal auf den ersten gesicherten Übertragungskanal SM-[CA]#1 in dem Schritt 15 zurückzuschalten.
  • Über diesen ersten gesicherten Übertragungskanal liest dann das ID-Provider-Computersystem in dem Schritt 16 die noch fehlenden Attribute, die in dem Schritt 13 von dem Attribut-Provider-Computersystem geschrieben worden sind und sendet optional in dem Schritt 17 ein Reset-Kommando, um hiermit den Vorgang des Lesens von Attributen aus dem ID-Token abzuschließen. In dem Schritt 18 kann dann das Dienst-Computersystem 150 mittels der zuvor aus dem ID-Token 106 gelesenen Attribute den gewünschten Dienst erbringen.
  • Die 4 zeigt eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verfahrens. Die Schritte 200 bis 224 des Verfahrens gemäß 4 können identisch sein zu den entsprechenden Schritten der Ausführungsform gemäß 2, wobei in dem Schritt 224 nicht in jedem Fall sämtliche Attribute bereits in dem ID-Token 106 vorhanden sind.
  • Hierzu wird in dem Schritt 226 geprüft, ob sämtliche Attribute gemäß der zweiten Attributspezifikation 111 in dem Schritt 224 geschrieben werden konnten. Ist dies nicht der Fall, so geht die Ablaufsteuerung zu dem Schritt 232, in dem die dritte Attributspezifikation 178 erzeugt wird, um diese in dem Schritt 234 an den ID-Token 106 zu übertragen.
  • Dann wird in dem Schritt 236 der dritte gesicherte Übertragungskanal aufgebaut, um die dritte Attributspezifikation 178 in dem Schritt 238 an ein zweites Attribut-Provider-Computersystem, beispielsweise das Attribut-Provider-Computersystem 173, zu übertragen, welches daraufhin in dem Schritt 240 mit seiner Antwort 179 die angeforderten zusätzlichen Attribute in den ID-Token 106 schreibt.
  • Anschließend werden die Schritte 226 bis 230 so wie in der Ausführungsform gemäß 2 ausgeführt.
  • Die 5 zeigt ein entsprechendes UML-Diagramm. Im Unterschied zu dem UML-Diagramm gemäß 3 können in dem Schritt 13 nicht sämtlich der erforderlichen Attribute von dem Attribut-Provider-Computersystem 172 gemäß der zweiten Attributspezifikation 111 geliefert werden.
  • Das Attribut-Provider-Computersystem passt daraufhin die zweite Attributspezifikationen 111, das heißt den Attribute Request, dementsprechend an, indem es die dritte Attributspezifikation 138 erzeugt und in den ID-Token 106 schreibt. Im Unterschied zu der Ausführungsform gemäß 3 wird ferner von dem Attribut-Provider-Computersystem ein Umschaltsignal SC-[PACE] erzeugt, um den Übertragungskanal SM-[PACE] zwischen ID-Token und Nutzer-Computersystem zurückzuschalten.
  • Auf dieser Basis werden dann die Schritte 8 bis 14 erneut in analoger Art und Weise mit Bezug auf das zweite Attribut-Provider-Computersystem 173 ausgeführt. Anschließend erzeugt das Nutzer-Computersystem 100 ein Umschaltsignal SC[CA]#1, sodass der ID-Token 106 auf den ersten gesicherten Übertragungskanal SM[CA]#1 zurückschaltet.
  • Bezugszeichenliste
  • 100
    Nutzer-Computersystem
    101
    Lesegerät
    102
    Nutzer
    103
    Dienstanforderung
    104
    Schnittstelle
    105
    erste Attributspezifikation
    106
    ID-Token
    107
    Lesekommando
    108
    Schnittstelle
    109
    Antwort
    110
    Prozessor
    111
    zweite Attributspezifikation
    112
    Programminstruktionen
    113
    flüchtiger Speicher
    114
    Netzwerk-Schnittstelle
    116
    Netzwerk
    118
    elektronischer Speicher
    120
    geschützter Speicherbereich
    122
    geschützter Speicherbereich
    124
    geschützter Speicherbereich
    126
    Speicherbereich
    128
    Prozessor
    130
    Programminstruktionen
    131
    Programminstruktionen
    132
    Programminstruktionen
    134
    Programminstruktionen
    136
    ID-Provider-Computersystem
    138
    Netzwerk-Schnittstelle
    140
    Speicher
    142
    privater Schlüssel
    144
    Zertifikat
    145
    Prozessor
    146
    Programminstruktionen
    148
    Programminstruktionen
    149
    Programminstruktionen
    150
    Dienst-Computersystem
    152
    Netzwerk-Schnittstelle
    154
    Prozessor
    156
    Programminstruktionen
    172
    Attribut-Provider-Computersystem
    173
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    Datenbank
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    Lesekommando
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    dritte Attributspezifikation
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    Antwort
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Claims (13)

  1. Verfahren zum Lesen von Attributen aus einem ID-Token (106), der einem Nutzer (102) zugeordnet ist, wobei der ID-Token einen nichtflüchtigen elektronischen Speicher (118) mit einem geschützten Speicherbereich (124) aufweist, in dem Attribute gespeichert sind, wobei ein Zugriff auf den geschützten Speicherbereich nur über einen Prozessor (128) des ID-Tokens möglich ist, und wobei der ID-Token eine Kommunikationsschnittstelle (108) zur Kommunikation mit einem Lesegerät (101) eines Nutzer-Computersystems (100) aufweist, mit folgenden Schritten: – Senden einer Dienstanforderung (103) des Nutzers von dem Nutzer-Computersystem über ein Netzwerk an einen Dienst-Computersystem, welches mit einem ID-Provider-Computersystem gekoppelt ist, – Senden einer ersten Attributspezifikation (105) von dem Dienst-Computersystem an das ID-Provider-Computersystem über das Netzwerk, wobei die erste Attributspezifikation diejenigen Attribute spezifiziert, die das Dienst-Computersystem zur Erbringung des mit der Dienstanforderung angeforderten Dienstes benötigt, – Authentifizierung des Nutzers gegenüber dem ID-Token, – Authentifizierung des ID-Provider-Computersystems gegenüber dem ID-Token, – Authentifizierung des ID-Tokens gegenüber dem ID-Provider-Computersystem, – Aufbau eines ersten gesicherten Übertragungskanals (SM[CA]#1) mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zwischen dem ID-Token und dem ID-Provider-Computersystem über das Netzwerk, – Durchführung eines ersten Lesezugriffs (107) des ID-Provider-Computersystems auf den ID-Token zum Lesen der Attribute gemäß der ersten Attributspezifikation aus dem ID-Token, – Übertragung einer in dem Speicherbereich des ID-Tokens gespeicherten ersten Teilmenge der in der ersten Attributspezifikation spezifizierten Attribute (109) von dem ID-Token an das ID-Provider-Computersystem über den ersten gesicherten Übertragungskanal, – Erzeugung einer zweiten Attributspezifikation (111) einer zweiten Teilmenge der Attribute der ersten Attributspezifikation, die diejenige Attribute spezifiziert, welche in der ersten Teilmenge nicht beinhaltet sind und Übertragung der zweiten Attributspezifikation von dem ID-Provider-Computersystem an den ID-Token über den ersten gesicherten Übertragungskanal, – Speicherung der zweiten Attributspezifikation in dem ID-Token, – Authentifizierung eines Attribut-Provider-Computersystems (172) gegenüber dem ID-Token, – Authentifizierung des ID-Tokens gegenüber dem Attribute-Provider-Computersystem, – Aufbau eines zweiten gesicherten Übertragungskanals (SM[CA]#2) mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zwischen dem Attribut-Provider-Computersystem und dem ID-Token, wobei der erste gesicherte Übertragungskanal bestehen bleibt, – Übertragung der zweiten Attributspezifikation von dem ID-Token über den zweiten gesicherten Übertragungskanal an das Attribut-Provider-Computersystem, – Durchführung eines Schreibzugriffs (176) des Attribut-Provider-Computersystems über den zweiten gesicherten Übertragungskanal zum Speichern von Attributen gemäß der zweiten Attributspezifikation in dem ID-Token, – Durchführung eines zweiten Lesezugriffs (177) des ID-Provider-Computersystems über den ersten gesicherten Übertragungskanal zum Lesen der von dem Attribut-Provider-Computersystem gemäß der zweiten Attributspezifikation in dem ID-Token gespeicherten Attribute, – Ausgabe der aufgrund der Lesezugriffe von dem ID-Provider-Computersystem aus dem ID-Token ausgelesenen Attribute an das Dienst-Computersystem wobei die Kommunikationsschnittstelle des ID-Token zur drahtlosen Kommunikation und zur drahtlosen Einkopplung von Energie in den ID-Token durch das Lesegerät ausgebildet ist, um den ID-Token mit der für seinen Betrieb erforderlichen elektrischen Energie zu versorgen, wobei der ID-Token einen flüchtigen elektronischen Speicher (113) aufweist, in dem die zweite Attributspezifikation gespeichert wird, sodass die zweite Attributspezifikation aus dem flüchtigen elektronischen Speicher gelöscht wird, wenn der ID-Token aus der Reichweite des Lesegeräts entfernt wird, und wobei die aufgrund des Schreibzugriffs des Attribut-Provider-Computersystems in dem ID-Token gespeicherten Attribute in dem nichtflüchtigen elektronischen Speicher (118) gespeichert werden, sodass auf diese durch einen nachfolgenden weiteren ersten Lesezugriff aufgrund einer weiteren Dienstanforderung zugegriffen werden kann oder alternativ Speicherung der zweiten Attributspezifikation in dem nicht-flüchtigen Speicher.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die folgenden weiteren Schritte durchgeführt werden, wenn die aufgrund des Schreibzugriffs (176) von dem Attribut-Provider-Computersystem geschriebenen Attribute nicht sämtliche Attribute der zweiten Attributspezifikation sind: – Erzeugung einer dritten Attributspezifikation (178) der dritten Teilmenge der zweiten Teilmenge, die diejenigen Attribute der zweiten Teilmenge spezifiziert, die in den aufgrund des Schreibzugriffs in den ID-Token geschriebenen Attributen nicht beinhaltet sind, – Speicherung der dritten Attributspezifikation in dem ID-Token durch das Attribut-Provider-Computersystem zur Ersetzung der zweiten Attributspezifikation, – Authentifizierung eines weiteren Attribut-Provider-Computersystems (173) gegenüber dem ID-Token, – Authentifizierung des ID-Tokens gegenüber dem Attribute-Provider-Computersystem, – Aufbau eines dritten gesicherten Übertragungskanals (SM[CA]#3) mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zwischen dem ID-Token und dem weiteren Attribut-Provider-Computersystem über das Netzwerk, wobei der erste geschützte Übertragungskanal bestehen bleibt, – Übertragung der dritten Attributspezifikation von dem ID-Token an das weitere Attribut-Provider-Computersystem über den dritten gesicherten Übertragungskanal, – Durchführung eines weiteren Schreibzugriffs (179) durch das weitere Attribut-Provider-Computersystem über den dritten gesicherten Übertragungskanal zum Schreiben weiterer Attribute gemäß der dritten Attributspezifikation in den ID-Token, wobei mit dem zweiten Lesezugriff des ID-Provider-Computersystems über den ersten gesicherten Übertragungskanal auf den ID-Token auch die aufgrund des weiteren Schreibzugriffs in den ID-Token geschriebenen weiteren Attribute gelesen werden.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei die dort genannten Schritte iterativ für weitere Attribut-Provider-Computersysteme (174, ...) durchgeführt werden, solange bis eine Abbruchbedingung erreicht ist.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei es sich bei der Abbruchbedingung um Folgendes handelt: – sämtliche der Attribute gemäß der ersten Attributspezifikation sind in dem ID-Token gespeichert, – eine maximale Anzahl von Schreibzugriffen ist erreicht, – eine maximale Zeitdauer seit dem Senden der Dienstanforderung wird überschritten.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Authentifizierung des ID-Provider-Computersystems gegenüber dem ID-Token mithilfe eines Berechtigungszertifikats (144) des ID-Provider-Computersystems erfolgt, in dem Leserechte des ID-Provider-Computersystems zum Lesen von Attributen aus dem ID-Token spezifiziert sind, wobei der ID-Token für die Lesezugriffe des ID-Provider-Computersystems eine Prüfung der Leseberechtigung des ID-Provider-Computersystems mithilfe des Berechtigungszertifikats durchführt.
  6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Authentifizierung des Attribut-Provider-Computersystems mithilfe eines Berechtigungszertifikats des Attribut-Provider-Computersystems erfolgt, in dem Rechte des Attribut-Provider-Computersystems zum Lesen einer Attributspezifikation aus dem ID-Token und zum Schreiben von Attributen in den ID-Token spezifiziert sind, wobei der ID-Token das Recht zum Lesen des Attribut-Provider-Computersystems vor der Übertragung einer Attributspezifikation an das Attribut-Provider-Computersystem prüft und wobei der ID-Token das Recht zum Schreiben von Attributen in den ID-Token vor dem Schreiben von Attributen durch das Attribut-Provider-Computersystem prüft.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei vor der Speicherung von Attributen in dem ID-Token aufgrund eines Schreibzugriffs die zu schreibenden Attribute auf einem Display (181) des ID-Tokens, des Lesegeräts oder des Nutzer-Computersystems angezeigt werden, und die zu schreibenden Attribute vorzugsweise erst nach Eingabe einer Bestätigung durch den Nutzer durch Betätigung eines Bedienelements (182) des ID-Tokens, des Lesegeräts bzw. des Nutzer-Computersystems in den nichtflüchtigen elektronischen Speicher geschrieben werden.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Schritte, wobei es sich bei dem ID-Token um ein Wert- oder Sicherheitsdokument handelt, insbesondere ein Ausweisdokument, das heißt ein ID-Dokument, insbesondere einen elektronischen Personalausweis, Reisepass, Führerschein, Firmenausweis oder ein Zahlungsmittel, wie zum Beispiel eine Banknote, eine Kreditkarte oder einen sonstigen Berechtigungsnachweis, wie zum Beispiel eine Eintrittskarte, einen Frachtbrief oder ein Visum, insbesondere eine Chipkarte, insbesondere mit RFID- und/oder NFC-Schnittstelle.
  9. ID-Token, der einem Nutzer (102) zugeordnet ist, wobei der ID-Token einen elektronischen Speicher (118) mit einem geschützten Speicherbereich (124) aufweist, in dem Attribute gespeichert sind, wobei ein Zugriff auf den geschützten Speicherbereich nur über einen Prozessor (128) des ID-Tokens möglich ist, wobei der ID-Token eine Kommunikationsschnittstelle (108) zur Kommunikation mit einem Lesegerät eines Nutzer-Computersystems (100) aufweist, und wobei der ID-Token zur Durchführung der folgenden Schritte konfiguriert ist: – Authentifizierung des Nutzers gegenüber dem ID-Token und optional Aufbau eines gesicherten Übertragungskanals zwischen ID-Token und Nutzer-Computersystem, – Authentifizierung eines ID-Provider-Computersystems gegenüber dem ID-Token, – Authentifizierung des ID-Tokens gegenüber dem ID-Provider-Computersystem, – Aufbau eines ersten gesicherten Übertragungskanals mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zwischen dem ID-Token und dem ID-Provider-Computersystem über das Netzwerk, – Ermöglichung eines ersten Lesezugriffs des ID-Provider-Computersystems auf den ID-Token zum Lesen der Attribute gemäß einer ersten Attributspezifikation aus dem ID-Token, – Senden einer in dem Speicherbereich des ID-Tokens gespeicherten ersten Teilmenge der in der ersten Attributspezifikation spezifizierten Attribute von dem ID-Token an das ID-Provider-Computersystem über den ersten gesicherten Übertragungskanal, – Empfang einer zweiten Attributspezifikation von dem ID-Provider-Computersystem durch den ID-Token über den ersten gesicherten Übertragungskanal, – Speicherung der zweiten Attributspezifikation in dem ID-Token, – Authentifizierung eines Attribut-Provider-Computersystems gegenüber dem ID-Token, – Authentifizierung des ID-Tokens gegenüber dem Attribute-Provider-Computersystem, – Aufbau eines zweiten gesicherten Übertragungskanals mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zwischen dem Attribut-Provider-Computersystem und dem ID-Token, wobei der erste gesicherte Übertragungskanal bestehen bleibt, – Übertragung der zweiten Attributspezifikation von dem ID-Token über den zweiten gesicherten Übertragungskanal an das Attribut-Provider-Computersystem, – Ermöglichung eines Schreibzugriffs des Attribut-Provider-Computersystems über den zweiten gesicherten Übertragungskanal zum Speichern von Attributen gemäß der zweiten Attributspezifikation in dem ID-Token, – Ermöglichung eines zweiten Lesezugriffs des ID-Provider-Computersystems über den ersten gesicherten Übertragungskanal zum Lesen der von dem Attribut-Provider-Computersystem gemäß der zweiten Attributspezifikation in dem ID-Token gespeicherten Attribute, wobei die Kommunikationsschnittstelle des ID-Token zur drahtlosen Kommunikation und zur drahtlosen Einkopplung von Energie in den ID-Token durch das Lesegerät ausgebildet ist, um den ID-Token mit der für seinen Betrieb erforderlichen elektrischen Energie zu versorgen, wobei der ID-Token einen flüchtigen elektronischen Speicher aufweist, und der ID-Token so konfiguriert ist, dass die zweite Attributspezifikation in dem flüchtigen elektronischen Speicher gespeichert wird, sodass die zweite Attributspezifikation aus dem flüchtigen elektronischen Speicher gelöscht wird, wenn der ID-Token aus der Reichweite des Lesegeräts entfernt wird, und wobei die aufgrund des Schreibzugriffs des Attribut-Provider-Computersystems in dem ID-Token gespeicherten Attribute in dem nichtflüchtigen elektronischen Speicher (118) gespeichert werden, sodass auf diese durch einen nachfolgenden weiteren ersten Lesezugriff aufgrund einer weiteren Dienstanforderung zugegriffen werden kann.
  10. Attribut-Provider-Computersystem mit einer Netzwerk-Schnittstelle (138) zum Zugriff auf einen ID-Token (106) über ein Netzwerk (116), wobei das Attribut-Provider-Computersystem zur Durchführung der folgenden Schritte konfiguriert ist: – Lesen einer Attributspezifikation (111, 178) aus dem ID-Token durch einen Netzwerkzugriff über einen gesicherten Übertragungskanal, – Durchführung eines Datenbankzugriffs um Attribute gemäß der Attributspezifikation aus einer Datenbank (175) zu lesen, – Durchführung eines Schreibzugriffs (176, 179) über den gesicherten Übertragungskanal auf den ID-Token, um die aus der Datenbank gelesenen Attribute in den ID-Token zu schreiben, – für den Fall, dass nicht sämtliche Attribute gemäß der Attributspezifikation aus der Datenbank auslesbar sind, Erzeugung einer weiteren Attributspezifikation (178), die diejenigen Attribute der Attributspezifikation spezifiziert, die in den aufgrund des Schreibzugriffs in den ID-Token geschriebenen Attributen nicht beinhaltet sind, – Speicherung der weiteren Attributspezifikation in dem ID-Token um die vorherige Attributspezifikation zu ersetzen.
  11. Attribut-Provider-Computersystem nach Anspruch 10, mit einem Berechtigungszertifikat zur Authentifizierung gegenüber dem ID-Token, wobei in dem Berechtigungszertifikat Rechte des Attribut-Provider-Computersystems zum Lesen der Attributspezifikation aus dem ID-Token und zum Schreiben von Attributen in den ID-Token spezifiziert sind.
  12. Computersystem mit einem ID-Token nach einem der vorhergehenden Ansprüche 10 oder 11 und mit einem ID-Provider-Computersystem (136), wobei das ID-Provider-Computersystem (136) dazu konfiguriert ist, zum Lesen von Attributen aus dem ID-Token gemäß der ersten Attributspezifikation mehrfach hintereinander über denselben ersten gesicherten Übertragungskanal Attribute aus dem ID-Token auszulesen.
  13. Computersystem nach Anspruch 12, mit zumindest einem Attribut-Provider-Computersystem gemäß Anspruch 10 oder 11.
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