DE102014008150A1 - Verfahren zur Informationsdarstellung für einen Fahrer eines Fahrzeugs - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Informationsdarstellung für einen Fahrer eines Fahrzeugs, wobei zumindest ein virtuelles Objekt einer Fahrzeugumgebung oder einem Abbild der Fahrzeugumgebung überlagert dargestellt wird. Erfindungsgemäß wird das zumindest eine virtuelle Objekt an einer Position eines mittels des virtuellen Objekts darzustellenden realen Objekts auf gleicher Höhe wie das reale Objekt dieses lagegerecht überlagernd dargestellt, wobei zur Ermittlung der Höhe in einem ersten Schritt (S1) eine geodätische Höhe des realen Objekts aus einem Höhenmodell anhand von Geokoordinaten des realen Objekts bestimmt wird, in einem zweiten Schritt (S2) eine geodätische Höhe des Fahrzeugs aus demselben Höhenmodell anhand von Geokoordinaten des Fahrzeugs bestimmt wird und in einem dritten Schritt (S3) aus den geodätischen Höhen eine Höhendifferenz zwischen dem realen Objekt und dem Fahrzeug bestimmt wird.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Informationsdarstellung für einen Fahrer eines Fahrzeugs, wobei zumindest ein virtuelles Objekt einer Fahrzeugumgebung oder einem Abbild der Fahrzeugumgebung überlagert dargestellt wird
- Aus der
DE 10 2011 082 601 A1 sind eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Darstellung einer Verkehrszeicheninformation für einen Fahrer eines Fahrzeugs bekannt. Dabei wird eine entlang einer Fahrtroute des Fahrzeugs liegende Position ermittelt, der ein Beginn eines Gültigkeitsbereichs der Verkehrszeicheninformation zugeordnet ist. Weiterhin wird ein Anzeigesignal zur Anzeige der Verkehrszeicheninformation als eine auf die Position bezogene kontaktanaloge virtuelle Darstellung erzeugt. Die Vorrichtung umfasst ein kontaktanaloges Head-Up-Display, um einem Fahrer des Fahrzeugs einen Hinweis auf eine sich auf einen zu befahrenden Streckenabschnitt beziehende Warnung in sein Sichtfeld zu projizieren. Die Vorrichtung ist ausgebildet, um einen Abstand zwischen einem aktuellen Ort des Fahrzeugs und der Position der Verkehrszeicheninformation zu bestimmen und um weiterhin Daten über die Position, den Abstand zwischen dem aktuellen Ort des Fahrzeugs und der Position sowie einen Informationsgehalt der Verkehrszeicheninformation an eine Einrichtung zum Erzeugen des Anzeigesignals auszugeben. Die Einrichtung ist derart ausgebildet, dass diese einen geeigneten Ort für die kontaktanaloge Darstellung der Verkehrszeicheninformation auswählt und eine geeignete Ausdehnung der Darstellung der Verkehrszeicheninformation an der Position der Verkehrszeicheninformation bestimmt. Die Ausdehnung ist dabei abhängig von einem Abstand zwischen dem Fahrzeug und der Position der Verkehrszeicheninformation. Die Einrichtung ist ferner derart ausgebildet, dass diese eine geeignete kontaktanaloge Darstellungsform der Darstellung der Verkehrszeicheninformation bestimmt. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein gegenüber dem Stand der Technik verbessertes Verfahren zur Informationsdarstellung für einen Fahrer eines Fahrzeugs anzugeben.
- Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.
- Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
- In einem Verfahren zur Informationsdarstellung für einen Fahrer eines Fahrzeugs wird zumindest ein virtuelles Objekt einer Fahrzeugumgebung oder einem Abbild der Fahrzeugumgebung überlagert dargestellt.
- Erfindungsgemäß wird das zumindest eine virtuelle Objekt an einer Position eines mittels des virtuellen Objekts darzustellenden realen Objekts auf gleicher Höhe wie das reale Objekt dieses lagegerecht überlagernd dargestellt, wobei zur Ermittlung der Höhe in einem ersten Schritt eine geodätische Höhe des realen Objekts aus einem Höhenmodell anhand von Geokoordinaten des realen Objekts bestimmt wird, in einem zweiten Schritt eine geodätische Höhe des Fahrzeugs aus demselben Höhenmodell anhand von Geokoordinaten des Fahrzeugs bestimmt wird und in einem dritten Schritt aus den geodätischen Höhen eine Höhendifferenz zwischen dem realen Objekt und dem Fahrzeug bestimmt wird.
- Mittels des Verfahrens ist es in besonders vorteilhafter Weise möglich, die virtuellen Objekte exakt lagegerecht an der richtigen Position und in der richtigen Höhe anzuzeigen. Durch die dadurch erzeugte Darstellung in Form einer erweiterten Realität, auch als ”augmented reality” bekannt, ist es für den Fahrer möglich, schnell die genaue Position des realen Objekts, beispielsweise eines Ortes von Interesse, auch als Point of Interest bezeichnet, zu erfassen. Das Verfahren ist dabei mit besonders geringem Aufwand realisierbar und erzeugt keine Mehrkosten bei der Verwendung bereits bekannter Systeme. Weiterhin ist in vorteilhafter Weise keine fortlaufende Kalibrierung der Höhenmessung in Bezug auf eine Datenquelle zur Ermittlung der Höhe erforderlich.
- Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand einer Zeichnung näher erläutert.
- Dabei zeigt:
-
1 schematisch einen Ablauf eines erfindungsgemäßen Verfahrens. - In
1 ist ein Ablauf eines möglichen Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Verfahrens dargestellt. - Zur Anzeige von Orten von Interesse, so genannten Points of Interest, in Systemen zur Erzeugung einer Darstellung in Form einer erweiterten Realität, auch als ”augmented reality” bekannt, ist zu einer so genannten kontaktanalogen Anzeige eines einen realen Ort von Interesse darstellenden virtuellen Objekts die Kenntnis einer Höhenangabe für den darzustellenden Ort von Interesse erforderlich.
- Informationen über solche Orte von Interesse und Positionskoordinaten zu Längen- und Breitengraden der Orte sind in digitalen Karten innerhalb eines Fahrzeugs, so genannten Onboard-Karten, oder zentralen Datenbanken, so genannten Online-Datenbanken, hinterlegt. Eine alleinige Abfrage der Höhe an der angegebenen Position des Ortes allein ist noch nicht ausreichend, um eine positionskorrekte Verortung des realen Objekts durchzuführen, da der Wert für die Höhe des realen Objekts für das Fahrzeug gemessen ist. Somit wurde der Wert für die Höhe des realen Objekts in einem anderen System ermittelt, woraus Abweichungen zwischen der Darstellung des virtuellen Objekts und einer Position des realen Objekts resultieren können.
- Um diese Nachteile zu überwinden, ist es vorgesehen, dass zur Ermittlung der Höhe des virtuellen Objekts in einem ersten Schritt S1 des Verfahrens eine geodätische Höhe des realen Objekts aus einem Höhenmodell anhand von Geokoordinaten des realen Objekts bestimmt wird. Hierbei werden insbesondere fahrzeugeigene Onboard-Karten, Onboard-Höhenmodelle und/oder zentrale Online-Datenbanken und/oder Online-Höhenmodelle verwendet. Die Höhen sind in diesem Höhenmodell insbesondere in einem vorgegebenen Raster abgelegte Geländehöhenwerte.
- Anschließend wird in einem zweiten Schritt S2 eine geodätische Höhe des Fahrzeugs für eine aktuelle Position des Fahrzeugs aus demselben Höhenmodell anhand von Geokoordinaten des Fahrzeugs bestimmt. Die Geokoordinaten, d. h. beispielsweise ein Längen- und Breitengrad, werden insbesondere mittels einer satellitengestützten Navigationsvorrichtung ermittelt, wobei die geodätische Höhe des Fahrzeugs analog zum ersten Schritt S1 ermittelt wird.
- Darauf folgend wird in einem dritten Schritt S3 aus den geodätischen Höhen des realen Objekts und des Fahrzeugs eine Höhendifferenz bzw. ein relativer Höhenunterschied zwischen dem realen Objekt und dem Fahrzeug bestimmt, bevor das zumindest eine virtuelle Objekt in einem vierten Schritt S4 an einer Position des mittels des virtuellen Objekts darzustellenden realen Objekts auf gleicher Höhe wie das reale Objekt dieses lagegerecht überlagernd dargestellt wird.
- Ferner wird bei einer Verdeckung des realen Objekts oder dann, wenn sich das reale Objekt außerhalb einer Sichtlinie des Fahrers befindet, eine Darstellung des virtuellen Objekts unterdrückt. Hierzu werden bei der Ermittlung der geodätischen Höhen des Fahrzeugs und des realen Objekts Werte der Höhen auf einer direkten Verbindung zwischen der Position des Fahrzeugs und der Position des realen Objekts in regelmäßigen Abständen abgefragt. Liegt an einer der Positionen die Höhe des realen Objekts oberhalb der Sichtlinie, so wird das reale Objekt als verdeckt kategorisiert und das virtuelle Objekt wird nicht angezeigt. Bei der Berechnung der Sichtbarkeit wird insbesondere auch ein Neigungswinkel des Fahrzeugs berücksichtigt.
- In einer weiteren möglichen Ausführung wird im zweiten Schritt S2 anstatt der Höhe aus dem Höhenmodell die nächstliegende Höhe der Straße bzw. einer Bezugsfahrbahn, auf welcher sich das Fahrzeug befindet, verwendet. Somit ist es möglich, direkt an der Straße liegende reale Objekte, wie Orte von Interesse, beispielsweise Hinweise entlang von Brücken, direkt auf Höhe der Straße verortet werden. Eine Wahl, ein reales Objekt unmittelbar an der Straße zu verorten, wird entweder über ein spezielles, dem entsprechenden realen Objekt zugeordneten Attribut oder anhand eines definierten, auch als Fangabstand bezeichneten Abstands zur Straße getroffen.
- S1
- Schritt
- S2
- Schritt
- S3
- Schritt
- S4
- Schritt
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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- Zitierte Patentliteratur
-
- DE 102011082601 A1 [0002]
Claims (4)
- Verfahren zur Informationsdarstellung für einen Fahrer eines Fahrzeugs, – wobei zumindest ein virtuelles Objekt einer Fahrzeugumgebung oder einem Abbild der Fahrzeugumgebung überlagert dargestellt wird, dadurch gekennzeichnet, dass – das zumindest eine virtuelle Objekt an einer Position eines mittels des virtuellen Objekts darzustellenden realen Objekts auf gleicher Höhe wie das reale Objekt dieses lagegerecht überlagernd dargestellt wird, – wobei zur Ermittlung der Höhe in einem ersten Schritt (S1) eine geodätische Höhe des realen Objekts aus einem Höhenmodell anhand von Geokoordinaten des realen Objekts bestimmt wird, – in einem zweiten Schritt (S2) eine geodätische Höhe des Fahrzeugs aus demselben Höhenmodell anhand von Geokoordinaten des Fahrzeugs bestimmt wird und – in einem dritten Schritt (S3) aus den geodätischen Höhen eine Höhendifferenz zwischen dem realen Objekt und dem Fahrzeug bestimmt wird.
- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Verdeckung des realen Objekts oder dann, wenn sich das reale Objekt außerhalb einer Sichtlinie des Fahrers befindet, eine Darstellung des virtuellen Objekts unterdrückt wird.
- Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich auf unmittelbar an einer Straße befindliche reale Objekte bezogene virtuelle Objekte auf einer Höhe der Straße dargestellt werden.
- Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass unmittelbar an einer Straße befindliche reale Objekte anhand von diesen zugeordneten Attributen oder einer Bestimmung eines Abstandes zur Straße identifiziert werden.
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DE201410008150 DE102014008150A1 (de) | 2014-05-30 | 2014-05-30 | Verfahren zur Informationsdarstellung für einen Fahrer eines Fahrzeugs |
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ID=51685145
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DE201410008150 Withdrawn DE102014008150A1 (de) | 2014-05-30 | 2014-05-30 | Verfahren zur Informationsdarstellung für einen Fahrer eines Fahrzeugs |
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Citations (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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DE102011082601A1 (de) | 2011-09-13 | 2013-03-14 | Robert Bosch Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zur Darstellung einer Verkehrszeicheninformation |
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2014
- 2014-05-30 DE DE201410008150 patent/DE102014008150A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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