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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Trockenbohren mit Bohrkleinspülung und Staubabsaugung, insbesondere für den Untertagebergbaueinsatz mit einem Bohrgerät, vorzugsweise in Form eines Bohrwagens mit einer oder mehreren Bohrlafetten, der oder denen zum Herausspülen des Bohrkleins und des Staubes durch den Spalt zwischen Bohrgestänge und Bohrlochwand eine am Bohrlochmund angeordnete Saugglocke und ein Saugschlauch zum Transport des gelösten Materials zum Bohrklein- und zum Staubfilter und zum Unterdruckerzeuger zugeordnet sind.
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Bei allgemein bekannten Bohrwagen, d. h. Vorrichtungen zum Trockenbohren mit Bohrkleinabsaugung ist ein Bohrgerät auf einer Lafette verfahrbar auf einem Fahrwerk montiert. Diese mobilen Bohrwagen werden beispielsweise unter Tage im Streckenvortrieb eingesetzt und arbeiten in der Regel mit Luftspülung, um das im Bohrlochtiefsten gelöste Material aus diesem herauszutransportieren. Solche Bohrwagen sind mit Rädern oder meist mit Raupenketten ausgerüstet und können auch die so genannten Großlochbohrungen herstellen, wobei bei diesen bekannten Vorrichtungen das jeweilige Bohrloch über eine Saugglocke abgedeckt und der an die Saugglocke angeschlossene Luftschlauch mit einem Unterdruckerzeuger verbunden ist und wobei für die Abscheidung des groben Materials und für die Abscheidung des feinen Materials getrennte Abscheider vorgesehen sind. Als Unterdruckerzeuger dienen Radialventilatoren, die zumindest grundsätzlich den notwendigen Unterdruck erzeugen, um Bohrklein und Staub mittels der Luft durch den Spalt zwischen Bohrgestänge und Bohrlochwand herauszuspülen. Zur Unterstützung wird dabei häufig Druckluft über die Bohrstangen zusätzlich in das Bohrloch hineingedrückt. Nachteilig bei diesen bekannten Vorrichtungen ist, dass es auch bei entsprechend großen Saugglocken schwierig ist, den gesamten Staub und meist auch das gesamte Bohrklein sicher zu erfassen. Die Staubabscheidung über den Zyklon bringt Probleme, weil dieser austragsseitig aus Sicherheitsgründen über eine Art Manschette verschlossen ist, wobei nicht immer mit der nötigen Sicherheit der Abzug des groben Materials möglich ist. Die zum Einsatz kommenden Radialventilatoren haben eine flache Kennlinie und können bei ansteigendem Druckverlust den notwendigen Volumenstrom nicht einhalten. Es kommt immer wieder zu Störungen, sodass der Bohrbetrieb in Mitleidenschaft gezogen wird. Da die gesamte Einheit auf dem Bohrwagen angeordnet ist, reicht die maschinelle Ausrüstung, d. h. der Aufbau des Unterdruckerzeugers und auch der Filtereinheit nur um eine Bohrlafette mit der notwendigen Absaugung zu versehen. Aufgrund dieser Schwierigkeiten wird nach Möglichkeit mit Wasserspülung gearbeitet und nur dort mit Luftabsaugung, wo kein Wasser zur Verfügung steht. Abgesehen davon, dass z. B. Bohrarbeiten im Salz nur mit entsprechender Luftabsaugung möglich sind, hat die trockene Absaugung und trockene Verarbeitung sicherheitstechnische und auch hygienische Vorteile.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine das Bohrklein und den Staub annähernd unabhängig von der Menge sicher aus dem Bohrloch abziehende Entstaubungsvorrichtung zu schaffen.
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Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass jeder Bohrlafette mit Bohrklein-/Staubabsaugung ein bezüglich Volumenstrom stabiler Unterdruckerzeuger und ein Flächenfilter mit Kompaktelementen zugeordnet ist, der als Staubfilter und als Bohrkleinsammler geeignet ist und somit sowohl den Staub als auch das Bohrklein aus dem in der Menge annähernd stabilen Volumenstrom niederschlagend ausgebildet ist.
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Bei einer derart ausgebildeten Vorrichtung ist zunächst einmal vorteilhaft, dass auf einen gesonderten Bohrkleinvorabscheider grundsätzlich verzichtet werden kann, weil das gesamte aus dem Bohrloch herausgesaugte Material in ein und demselben Element, nämlich dem Flächenfilter gereinigt wird, sodass diesen Flächenfilter und Reinluft verlässt und problemlos in die Atmosphäre abgegeben werden kann. Vorteilhaft ist weiter, dass nun unabhängig vom Anfall von Bohrklein und Staub immer der gleiche Unterdruck am Bohrloch und dem Entstauber zur Verfügung gestellt werden kann, sodass die notwendige Sicherheit da ist, um Bohrklein und Staub aus dem Bohrloch herauszusaugen und zu „entsorgen”. Der Flächenfilter selbst ist mit Kompaktelementen ausgerüstet, was den Vorteil hat, dass diese Kompaktelemente weitgehend unempfindlich gegen das ankommende trockene Bohrklein und den Staub sind und dass sie insbesondere so angeordnet werden, dass sehr große Flächen für die Entstaubung zur Verfügung stehen, sodass auch bei großem Anfall von Bohrklein und vor allem Staub ein befriedigender Absaug- und Entstaubungsvorgang immer gewährleistet ist. Bei dieser Kompaktfiltereinheit handelt es sich um einen Rückreinigungsfilter. Die staubhaltige Luft wird durch den Saugschlauch dem Kompaktfilter zugeführt. Als ersten Schritt strömt das Bohrklein-Staub-Gemisch gegen die Prallwand, welche das grobkörnige Material vom Staub-Luft-Gemisch separiert. Als nächster Schritt durchströmt das Staub-Luft-Gemisch den Gewebefilter. Hierbei lagert sich der aufgesaugte Staub auf dem Gewebe ab und bildet einen Filterkuchen. Die gefilterte Luft tritt durch das Gewebe in das Innere des Kompaktfilters ein und verlässt über den Reinluftkanal das Filtergehäuse.
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Nach einer zweckmäßigen Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Unterdruckerzeuger, die Flächenfilter sowie eventuelle Energieerzeuger einem gemeinsamen, mit dem Bohrwagen zu verbindenden Trailer oder direkt als Kompaktbauteil dem Bohrwagen zugeordnet sind. Die Anordnung auf einem eigenen Trailer, der beispielsweise hinter dem Bohrwagen von diesem mitgenommen hin- und hergefahren wird, hat den Vorteil, dass auch relativ groß bauende Elemente problemlos zum Einsatz kommen können, weil dafür die notwendige Standfläche vorhanden ist. Außerdem können so alle für die Entstaubung und die Absaugung notwendigen Bauelemente zusammengefasst untergebracht werden und zwar auch dann, wenn sie als Kompaktbauteil dem Bohrwagen direkt zugeordnet werden, also mit diesem bleibend verbunden sind.
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Der Trailer kann mit Rädern ausgerüstet sein oder mit Schleppkufen, sodass er die notwendigen Bewegungen mit dem Bohrwagen zusammen problemlos ausführen kann.
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Ein bezüglich Volumenstrom stabiler Unterdruckerzeuger kann insbesondere gemäß einer Ausführungsform der Erfindung zur Verfügung gestellt werden, indem die Unterdruckerzeuger als Drehkolbengebläse oder als Vakuumpumpe ausgebildet sind. Solche Drehkolbengebläse arbeiten ohne innere Verdichtung und ähneln Zahnrad- und Drehschieberpumpen. Bei einem solchen Drehkolbengebläse drehen sich zwei symmetrische Drehkolben gleichmäßig gegeneinander. Das Luftgemisch strömt in das Gebläsegehäuse, das die beiden Kolben umschließt, und wird in den Förderkammern, die durch Drehkolben und Gehäuse gebildet werden, zwangsweise zur Druckseite gefördert. In dem Augeblick, indem ein Kolbenkopf an der Kante des Voreinlasskanals vorbeistreicht, wird das geförderte Luftvolumen durch Rückströmung aus dem Druckstutzen verdichtet. Der Verdichtungsenddruck stellt sich entsprechend dem Widerstand der Rohleitung und der nachgeschalteten Apparatur ein. Das hat den Vorteil, dass bei einer Veränderung des Widerstandes in der Saugleitung bis zu einem maximalen Wert die Förderleistung konstant bleibt. Der große Vorteil dieser Drehkolbengebläse ist also, dass sie praktisch auch bei wechselndem Druckverlust gleichbleibend arbeiten.
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Bei großen Bohrwagen sitzt der Bohrwagenführer in einem Führerhaus, wobei er gemäß Erfindung von dort aus nicht nur das Bohrgerät oder den Bohrantrieb steuern kann, sondern auch die Unterdruckerzeuger, die erfindungsgemäß jeweils separat fernansteuerbar ausgeführt sind. Es versteht sich, dass gleichzeitig mit den Unterdruckerzeugern auch eventuelle Zubehörelemente der Flächenfilter mit angesteuert werden können.
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Zusätzliche Energieerzeuger werden benötigt, um die verwendeten Flächenfilter regelmäßig abzureinigen, wobei die Erfindung hierzu vorsieht, dass der oder die Energieerzeuger für das Abreinigen der Flächenfilter als mobile Kompressoren oder einen hydraulischen Antrieb aufweisend ausgeführt sind. Damit können sie in der Regel vom Bohrwagen aus mit versorgt werden, sodass gesonderte Versorgungseinrichtungen nicht benötigt werden. Der Abreinigungvorgang erfolgt durch einen intermittierenden Druckschock, der entgegen der Ausströmrichtung erfolgt. Die trockenen Staubkuchen wurden von den Filterelementen durch das schlagartige Ausdehnen und/oder Vibrieren der Filterelemente gelöst und fällt in die darunter liegende Transportschnecke.
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Weiter vorne ist darauf hingewiesen worden, dass die dem Flächenfilter zugeordneten Kompaktelemente so angeordnet und ausgebildet sind, dass sie auch den gröberen Bohrkleinkomponenten widerstehen bzw. dafür sorgen, dass diese aus dem Luftstrom heraus separiert werden. Zur Unterstützung bzw. zum Schutz dieser Kompaktelemente sieht die Erfindung vor, dass der Flächenfilter am Eingangsstutzen die aus Metall bestehende Prallwand aufweist. Gegen diese Prallwand wird der ankommende Luft-/Staubstrom bzw. Bohrkleinstrom geleitet, sodass die schwereren Teile eine so große Geschwindigkeitsreduzierung erleiden, dass sie nach unten abfallen und dann getrennt oder in der Regel zusammen mit dem Staub abzuführen sind. Die gröberen Bestandteile des zu reinigenden Luftstroms werden somit für die eigentlichen Filterelemente unschädlich vorher abgeschieden, sodass die Kompaktelemente wesentlich höhere Standzeiten erreichen können.
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Um die aus Metall bestehende Prallwand zu schützen, insbesondere aber den Geräuschpegel niedrig zu halten, sieht die Erfindung vor, dass die Prallwand im Bereich des Eingangsstutzens eine Gummi- oder Kunststoffbeschichtung aufweist. Der Geräuschpegel kann so deutlich gesenkt und gleichzeitig das Blech geschützt werden, sodass im Bedarfsfall nur eine Neubeschichtung der Prallwand notwendig wird, wenn diese Beschichtung zu sehr abgetragen oder beschädigt ist. Die Wartungsarbeiten und die Reparaturarbeiten können so wesentlich vereinfacht bzw. auch reduziert werden.
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Sowohl bei der Aufstellung wie auch bei notwendig werdenden Wartungsarbeiten ist es von erheblichem Vorteil, dass gemäß der Erfindung die Kompaktelemente des Flächenfilters von der Reingasseite her ins Filtergehäuse einsetzbar sind, wo eine vorzugsweise von Hand betätigbare Gehäusetür angeordnet ist. Natürlich bei Stillstand der Vorrichtung bzw. Einrichtung wird so die Gehäusetür von Hand geöffnet, entweder bei Seite geschwenkt oder herausgenommen, sodass dann das Innere des Flächenfilters leicht mit den Kompaktelementen zu beschicken bzw. die nötigen Wartungsarbeiten durchzuführen sind.
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Bereits erwähnt ist, dass sowohl das Bohrklein wie auch der feinere Staub zweckmäßigerweise aus dem Filtergehäuse gemeinsam ausgetragen werden, was möglich ist, weil das Filtergehäuse am Gehäuseboden mit einem Pendelklappenaustrag ausgerüstet ist. Dadurch wird das Bohrkleinstaubgemisch diskontinuierlich aber gleichmäßig in das Abförderungsaggregat ausgetragen, sodass es über dieses dann abgeführt und schließlich entsorgt werden kann. Der Pendelklappenaustrag sorgt dabei dafür, dass der notwendige Unterdruck im Filtergehäuse selbst praktisch unbeeinflusst oder weitgehend unbeeinflusst bleibt, sodass die nachgeordneten Unterdruckerzeuger nicht Luft über diesen Pendelklappenaustrag ansaugen können.
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Das falsche Ansaugen der Luft über den Pendelklappenaustrag wird vor allem dadurch sicher vermieden, dass der Pendelklappenaustrag in einen Rohrschneckenförderer oder auch Kettenkratzförderer übergehend ausgebildet ist, wobei dessen Rohr hochgebogen und endseitig einen mit Zellenradschleuse versehenen Austrag aufweisend ausgebildet ist. Der Rohrschneckenförderer und auch der Kettenkratzförderer laufen in einem geschlossenen Rohr, sodass bis zur Zellenradschleuse das Einströmen von Fremdluft ausgeschlossen werden kann. Über die Zellenradschleuse wird dann das abgeschiedene Gut in einen entsprechenden Transportbehälter abgefüllt, um dann weiter entsorgt zu werden.
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Nach einer zweckmäßigen weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass dem Austrag der Rohrschnecke mit einer Füllstandsanzeige bzw. -überwachung ausgerüstete Staubsammelsysteme, vorzugsweise Bags zuzuordnen sind. Solche Bags verfügen über ein großes Aufnahmevolumen und bestehen aus Kunststofffäden, die bei einer geringen Elastizität dafür sorgen, dass viel Abraum bzw. Bohrklein und Staub eingefüllt werden kann. Außerdem können dann bei geschlossenen Bags auch hohe Mengen an Feinstaub enthaltende Materialien sicher zum Abraumplatz transportiert werden.
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Beim im untertägigen Berg- und Tunnelbau eingesetzten Anlagen bzw. Vorrichtungen ist es zweckmäßig, dass die Kompaktelemente des Flächenfilters als der europäischen Kunststoff-Prüfrichtlinie genügend schwerentflammbar und/oder antistatisch ausgerüstete Stahlkörper-filterelemente ausgebildet sind. Damit können solche erfindungsgemäßen Vorrichtungen auch in Gefahrenbereichen eingesetzt werden, ohne dass eine Umrüstung erforderlich wird.
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Weiter vorne ist darauf hingewiesen worden, dass es vorteilhaft ist, auf ein gesondertes Grobfiltern für das Bohrklein verzichten zu können. Bei großem Bohrkleinanfall ist es aber erfindungsgemäß möglich, dem kompakten Flächenfilter einen außerhalb des Filtergehäuses angeordneten, als Bohrkleinsammler geeigneten Zyklon vorzuordnen. Damit lassen sich vor allem problematische Spitzenwerte problemlos überwinden.
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Soll der Zyklon nur bei zu erwartenden Spitzenwerten aktiviert werden, ist es von Vorteil, wenn er dem Flächenfilter und dem Unterdruckerzeuger vorgeordnete Zyklon einen Zuführungsstutzen und einen Umgehungsstutzen aufweist, wobei vorzugsweise der Saugschlauch mit einem Ende auf den Zuführungsstutzen am Zyklon und mit dem anderen Ende auf den Innenkanal der Bohrstange aufsetzbar ist und wobei der Saugschlauch eine Länge von bis zu 50 m aufweist. Je nach Größenordnung des Bohrkleinanfalls wird der Saugschlauch auf den Umgehungsstutzen oder den Zuführungsstutzen aufgesetzt. Über den langen Saugschlauch kann die erfindungsgemäße Vorrichtung in einem optimalen Abstand zur Ortsbrust angeordnet werden.
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Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass eine Vorrichtung zum Absaugen und Filtern beim Trockenbohren geschaffen ist, die unabhängig vom wechselnden Druckverlust immer einen stabilen Volumenstrom zur Verfügung stellt, sodass ein gleichmäßiges Bohren möglich ist. Das anfallende Bohrklein und der Staub werden sicher aus dem Bohrloch heraus transportiert und in der Vorrichtung dann so weiter verarbeitet bzw. Luft und Staub werden voneinander getrennt, sodass Reinluft dann anschließend aus der Vorrichtung austreten kann, die keinerlei Belastung der Umwelt darstellt. Dadurch, dass ein Zyklon nur noch bei Extremfällen eingesetzt wird, ist ein Unsicherheitsfaktor ausgeschaltet, ohne dass der Grobstaubanteil bzw. besser der Bohrkleinanteil der Luft im Flächenfilter ein Problem darstellt. Dieser ist nämlich so ausgebildet, dass die eigentlichen Kompaktelemente bzw. Flächenfilterteile vor diesen gröberen Anteilen geschützt sind. Vorteilhafterweise werden alle Vorrichtungsteile oder -elemente zu einer Kompakteinheit zusammengefügt, die entweder dem Bohrwagen selbst oder aber einem gesonderten Trailer zugeordnet sind, der dem Bohrwagen folgt und über eigene Rollelemente oder Gleitschienen verfügt. Gerade für den rauen Betrieb im Bergbau bzw. Tunnelbau, vor allem aber auch beim Großlochbohren stellt diese Absaugvorrichtung keine Behinderung mehr für die Bohrarbeit dar, sodass bei größeren Wartungsabständen optimalere Bohrleistungen erreicht werden können.
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Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt ist. Es zeigen:
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1 eine vergrößerte Ansicht der die Niederschlagung des Bohrkleins und Staubes bewirkenden Teilvorrichtung,
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2 eine Seitenansicht der gesamten Absaugvorrichtung,
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3 eine Draufsicht auf diese Absaugvorrichtung und
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4–6 eine Absaugvorrichtung mit Sammelcontainer und Zyklon.
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In 1 ist von der Absaugvorrichtung 1 im Wesentlichen der Bohrklein- 2' und Staubfilter 2 wiedergegeben. Der Unterdruckerzeuger 3 ist nur zum Teil zu sehen und zwar, weil es sich um eine Seitenansicht handelt, kann man hier im Wesentlichen nur den Reinlufteinlass 35 und den Reinluftauslass 36 dieser Unterdruckerzeuger 3 sehen. Das Bezugszeichen 10 verdeutlicht, dass hier der Unterdruckerzeuger 3 in der Ausbildung als Drehkolbengebläse 10 wiedergegeben ist. Der Bohrklein- 2' und Staubfilter 2 ist ein Flächenfilter 4, in dessen Filtergehäuse 17 mehrere Kompaktelemente 5, 6 untergebracht sind. Dieser Flächenfilter 4, 4', 4'' ist wie in 2 und 3 gezeigt mit einem Energieerzeuger 7 bzw. mehreren Energieerzeugern 7, 7' einem Trailer 8 zugeordnet, der hier auf dem Liegenden bzw. auf dem Boden vom nicht dargestellten Bohrwagen mitgezogen werden kann. Aus 3 sind dann auch die weiteren Drehkolbengebläse 11 und 12 zu ersehen.
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Der eigentliche Flächenfilter 4 ist hier einem Zwischentrailer 14 zugeordnet, der auf dem Trailer 8 festgelegt ist. Es kann sich dabei auch um Laufschienen 38, 39 handeln, wie 3 nahe legt.
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Das Luft-Staub-Bohrkleingemisch wird über den Saugschlauch 16 und den Eingangsstutzen 15 in das Innere des Filtergehäuses 17 geleitet. Erkennbar ist in 1, dass gegenüber diesem Eingangsstutzen 15 eine Prallwand 18 angeordnet ist, die aus Blech besteht und die genau im Eingangsbereich eine Gummi- oder Kunststoffbeschichtung 19 aufweist. Insbesondere die gröberen Bestandteile des Luft-Staub-Gemisches werden mit entsprechender Geschwindigkeit auf diese Gummi- oder Kunststoffbeschichtung 19 aufprallen und dann nach unten in Richtung Gehäuseboden 25 fallen, während das Luft-Feinstaub-Gemisch zwischen den Kompaktelementen 5, 6, hier in Form von Starrkörperfilterelemeten 22, 23 in diese einzudringen, wobei der Staub außen auf den Filterflächen verbleibt, während das gesäuberte Gas bzw. die Luft in Richtung Reingasseite 20 des Filtergehäuses 17 strömt und dann über den Ausgangsstutzen 24 abgeführt wird.
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Auf der Reingasseite 20 des Filtergehäuses 17 ist eine Gehäusetür 21 angebracht, die über einen Türgriff 37 geöffnet werden kann, sodass dann die Starrkörperfilterelemente 22, 23 leicht demontiert bzw. montiert werden können, sodass der Einbau vorteilhafterweise immer von der Reinluftseite oder Reingasseite 20 her vorgenommen werden kann. Der gröbere Staub aber auch der feine Staub und das Bohrklein fallen wie beschrieben in Richtung Gehäuseboden 25, wo über den Pendelklappenaustrag 26 dieses Gemisch dann in den Rohrschneckenförderer 27 gelangt. Dieser Rohrschneckenförderer 27 verfügt über eine Rohrschnecke 28, die im geschlossenen Rohr 29 sich dreht und dafür sorgt, dass das Staubgemisch in Richtung Austrag 30 gefördert wird. Dort sorgt einen Zellenradschleuse 31 dafür, dass das Gemisch, ohne dass Luft angesaugt werden kann in die darunter angeordneten Bags 32, 33 fällt. Diese Bags 32, 33 liegen auf Paletten 34 auf und sind mit diesen Paletten 34 zusammen gut transportabel. Sie können allerdings auch alleine transportiert werden, wozu sie mit entsprechenden Schlaufen ausgerüstet sein können.
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Weiter vorne ist bereits gesagt worden, dass die 2 und 3 verdeutlichen, dass das das Filtergehäuse 17 verlassende Reingas bzw. die Reinluft über den Ausgangsstutzen 24 und einen hier nicht dargestellten Schlauch zu dem Reinlufteinlass 35 des bzw. der Drehkolbengebläse 10 bzw. 11 bzw. 12 geführt wird, um dort dem Unterdruckerzeugungsprozess unterworfen zu werden. Trotz eventuell wechselnder Druckverluste bleibt der Volumenstrom dabei stabil, sodass sich diese Art der Unterdruckerzeugung besonders für den hier vorgesehenen Zweck unter Tage eignet. Die Absaugleistung kann so auf mindest 50% höher als die Spülluftmenge gebracht werden, sodass eine vollständige Stauberfassung immer gesichert ist. Da die Abscheidefähigkeit der Filter sehr hoch ist, verlässt atembare Luft die Flächenfilter 4 bzw. die Unterdruckerzeuger 3.
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Wie erwähnt zeigt 2 eine Seitenansicht, wobei insbesondere auch die Reinlufteinlässe 35 bzw. Reinluftauslässe 36 gezeigt sind, und zwar aller hier zum Einsatz kommenden Drehkolbengebläse 10, 11, 12. Dass es sich um drei Einheiten auch bezüglich der Flächenfilter 4 handelt, verdeutlicht 3, wobei hier diese Flächenfilter mit den Bezugszeichen 4, 4' und 4'' versehen sind. In der Regel sind diese einzelnen Flächenfilter 4, 4', 4'' auf den Zwischentrailern 14 fixiert, wobei diese Zwischentrailer 14 aber auch als Laufschienen 38, 39 ausgebildet sein können bzw. benutzt werden können.
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Die 4–6 zeigen eine Ausführung bei der zur Unterstützung des Bohrkleinsammlers 2' und des Staubfilters 2 dem Filtergehäuse 17 außen ein Zyklon 50 zugeordnet und damit den Kompaktelementen 5, 6 im Filtergehäuse 17 vorgeordnet ist. Dieser Zyklon 50 kann so geschaltet werden, dass er eine gewisse gröbere Kornklasse des Bohrkleins abtrennt, sodass die nachfolgende Prallwand 18 vor diesen gröberen Bohrkleinbrocken geschützt bleibt. Er kann aber auch so eingestellt werden, dass er eine gewisse Menge des Bohrkleins abtrennt, um so den nachfolgenden Bohrkleinsammler 2' im Filtergehäuse 17 zu entlasten. Weiter besteht die Möglichkeit, den Zyklon 50 aus dem Zustrom herauszunehmen, wozu der Saugschlauch 16 vom Zuführungsstutzen 51 abgestreift und auf den Umgehungsstutzen 52 aufgesetzt wird. Die staubhaltige Luft wird dann unter Umgehung des Zyklons 50 direkt ins Filtergehäuse 17 hineingeleitet.
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Zu 1 ist das Ende 53 des Saugschlauches 16 gezeigt, das an einem der Eingangsstutzen 15, 51, 52 angeschlossen ist. An den Ausgangsstutzen 24 am anderen Ende des Filtergehäuses 17 ist der Verbindungsschlauch 54 angeschlossen, der in 4 gestrichelt wiedergegeben ist und Filtergehäuse 17 und Unterdruckerzeuger 3 bzw. Druckkolbengebläse 10, 11, 12 miteinander verbindet.
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Statt eines Bags 32, 33, ist bei den 4 und 5 unter der Zellenradschleuse 31 ein Staubcontainer 55 angeordnet, der mit einem Füllstandsanzeiger 57 ausgerüstet ist. Das Filtergehäuse 17 verfügt am oberen Rand 58 über mehrere Aufhängeösen 56, um so das gesamte Bauteil leichter transportieren zu können.
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Alle genannten Merkmale, auch die den Zeichnungen allein zu entnehmenden, werden allein und in Kombination als erfindungswesentlich angesehen.