DE102011116238A1 - Warenständer - Google Patents
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Abstract
Ein Warenständer zum Lagern und Zurschaustellen von Gegenständen, insbesondere von handelbaren Waren, mit einer aus zumindest einem Flächenzuschnitt aus Wellpappe, Vollpappe oder ähnlichem Material gefalteten, sich entlang einer Hochachse erstreckenden Ständerstruktur (1), die mehrere übereinander angeordnete Fächer (5, 7, 9) mit die Gegenstände tragenden Böden (17, 19) sowie einen unterhalb des untersten Faches (5) gelegenen Sockel (3) aufweist, ist dadurch gekennzeichnet, dass der Sockel (3) zum Ermöglichen des Unterfahrens durch eine Hubgabel eines Staplers oder Hubwagens in zueinander gegenüberliegenden Wänden (11) zumindest ein Paar miteinander fluchtender, an den bodenseitigen Rand (21) des Sockels (3) angrenzender Aussparungen (23) aufweist, zwischen denen ein Durchgang für eine betreffende Hubgabel gebildet ist.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Warenständer zum Lagern und Zurschaustellen von Gegenständen, insbesondere von handelbaren Waren, mit einer aus zumindest einem Flächenzuschnitt aus Wellpappe, Vollpappe oder ähnlichem Material gefalteten, sich entlang einer Hochachse erstreckenden Ständerstruktur, die mehrere übereinander angeordnete Fächer mit die Gegenstände tragenden Böden sowie einen unterhalb des untersten Faches gelegenen Sockel aufweist.
- Warenständer dieser Art sind bekannt, siehe
DE 10 2006 043 829 A1 . Solche Warenständer lassen sich für die Benutzung im flachen, ungefalteten Zustand, also in Form ebener Bögen, bereitstellen, die platzsparend und rationell zum Einsatzort transportiert werden können. Ein weiterer Vorteil beim Einsatz derartiger Warenständer besteht darin, dass bei einem auf dem Boden abgestellten Warenständer, beispielsweise auf einer Verkaufsfläche, sich Dank des Sockels bereits das unterste Fach vom Boden in einem Abstand befindet, der für die Zurschaustellung der dargebotenen Waren günstig ist, weil diese, ohne dass der Kunde sich zu bücken braucht, die Waren betrachten und entnehmen kann. - Nachdem die Warenständer aus dem ebenen Zuschnitt in die Gebrauchsform gefaltet sind, werden sie vom Anwender mit Ladegut versehen und zum Transport zum Aufstellungsort auf Paletten abgestellt, so dass die beladenen Warenständer mittels Hubgabeln von Staplern oder Hubwagen bewegbar sind. Häufig werden die Warenständer hierfür auf den Paletten vergurtet oder durch einen Folienüberzug aus Kunststoff für den Transport gesichert.
- Übliche Paletten aus Holz oder Kunststoff sind wieder verwendbar oder werden bei Beschädigungen entsorgt, wie dies auch bei Einwegpaletten der Fall ist. Der hierfür erforderliche Logistikaufwand verursacht nicht unbeträchtliche Kosten.
- Im Hinblick auf diese Problematik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Warenständer zur Verfügung zu stellen, der bei Beibehaltung der im Stand der Technik gegebenen Vorteile benutzerfreundlich und kostengünstig einsetzbar ist.
- Erfindungsgemäß ist diese Aufgabe durch einen Warenständer gelöst, der die Merkmale des Patentanspruches 1 in seiner Gesamtheit aufweist.
- Eine wesentliche Besonderheit der Erfindung besteht demgemäß darin, dass der Sockel zum Ermöglichen des Unterfahrens durch eine Hubgabel eines Staplers oder Hubwagens in zueinander gegenüberliegenden Wänden zumindest ein Paar miteinander fluchtender, an den bodenseitigen Rand des Sockels angrenzender Aussparungen aufweist, zwischen denen ein Durchgang für eine betreffende Hubgabel gebildet ist. Somit erfüllt der Sockel nicht nur die Funktion des Abstandhalters des untersten Faches von der Bodenfläche, sondern übernimmt die zusätzliche Funktion der Palette, so dass die Benutzung gesonderter Paletten in Wegfall kommt und die Entstehung diesbezüglicher Logistikkosten vermieden ist. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass auch die beladenen, bereits zum Einsatzort verbrachten Warenständer bei Bedarf einfach und bequem mittels entsprechender, mit Hubgabeln versehener Transportmittel umgesetzt werden können.
- In besonders vorteilhafter Weise kann die Anordnung so getroffen sein, dass die Aussparungen durch vom bodenseitigen Rand der betreffenden Wände des Sockels ausgehende Einschnitte gebildet sind, die zwischen sich ein Wandteil in Form einer Lasche begrenzen, die ins Innere des Sockels derart umlegbar ist, das sie im Durchgang eine Anlagefläche für eine betreffende Hubgabel bildet, so dass der Sockel auf der Hubgabel sicher aufliegt.
- Eine weitere Verbesserung hinsichtlich des Angriffs der Hubgabel am Sockel gibt sich bei Ausführungsbeispielen, bei denen die Laschen an einem im Sockel in Richtung des Durchganges verlaufenden Steg gegen die von der betreffenden Hubgabel ausgeübte Hubkraft abgestützt sind.
- Bei besonders bevorzugten Ausführungsbeispielen weist eine Zwischenwand der Ständerstruktur, die zwischen deren Seitenwänden verläuft, im Abstand voneinander befindliche Tragteile für daran angelenkte Bodenteile der Fachböden auf, wobei das unterste Tragteil innerhalb des Sockels ein diesen aussteifendes Wandteil und, mit dessen unterem Rand, den Steg für die Abstützung der Laschen bildet. Eine derartige Bauweise verbessert die Strukturfestigkeit und Tragfähigkeit des Sockels.
- Für eine besonders sichere Abstützung der die Anlagefläche für eine Hubgabel bildenden Laschen kann die Anordnung so getroffen sein, dass das im Sockel befindliche Wandteil der Zwischenwand einen unteren Fortsatz aufweist, der zur Bildung des Steges an einer horizontalen Rilllinie um 180° umlegbar ist, so dass durch den an das anschließende Wandteil angelegten Fortsatz ein zweilagiger Steg gebildet ist.
- Bei besonders vorteilhaften Ausführungsbeispielen weisen die Laschen ein Endteil auf, das sich an die Anlagefläche für die betreffende Hubgabel anschließt, um eine horizontale Faltlinie um 90° umlegbar und in einen zugeordneten Schlitz im Steg einsteckbar ist. Zusätzlich zu der sicheren Abstützung der Lasche ist für diese auch eine Lagefixierung gebildet.
- Als zusätzliche Lagefixierung der Laschen und für weitere Aussteifung des Sockels kann die Anordnung vorteilhaft so getroffen sein, dass die Endteile der Laschen breiter als die die Anlagefläche bildenden Teile sind und sich von Vorderwand bis Rückwand der Ständerstruktur erstrecken.
- Nachstehend ist die Erfindung anhand der Zeichnung im Einzelnen erläutert. Es zeigen:
-
1 eine perspektivische Schrägansicht eines Ausführungsbeispieles des erfindungsgemäßen Warenständers; -
2 eine gegenüber1 vergrößert, abgebrochen und kopfstehend gezeichnete, perspektivische Schrägansicht mit Blickrichtung auf die Unterseite des Sockels, der teilweise aufgebrochen ist; -
3 eine Draufsicht eines einteiligen Zuschnittes, aus dem das Ausführungsbeispiel des Warenständers faltbar ist, und -
4 und5 Draufsichten zweier jeweils 2-teilig ausgebildeter Zuschnitte, aus denen das Ausführungsbeispiel des Warenständers faltbar ist. - Das in den Figuren dargestellte Ausführungsbeispiel des Warenständers weist eine Ständerstruktur
1 mit einem unteren Sockel3 mit quadratischem Umriss auf. Oberhalb des Sockels3 befinden sich drei übereinanderliegende Fächer, die mit5 ,7 und9 bezeichnet sind und seitlich durch die Seitenwände11 der Ständerstruktur1 begrenzt sind. Die Vorderwand der Ständerstruktur1 ist mit13 , und die Rückwand ist mit15 bezeichnet. Die Böden der Fächer5 ,7 ,9 weisen jeweils ein an die Rückwand15 angrenzendes hinteres Bodenteil17 und ein vorderes Bodenteil19 auf, das mit der Vorderwand13 zusammenhängt. Angrenzend an den bodenseitigen Rand21 des Sockels3 befindet sich in beiden Seitenwänden11 eine Aussparung23 , die beide miteinander fluchten, so dass zwischen ihnen im Sockel3 ein Durchgang für eine Hubgabel eines betreffenden Transportmittels (nicht dargestellt) gebildet ist. - Die
2 zeigt nähere Einzelheiten dieses im Sockel3 gebildeten Durchganges. Die Aussparungen23 sind durch vom unteren Rand21 ausgehende, vertikale Einschnitte25 der Seitenwände11 gebildet, wobei zwischen den Enden der Einschnitte25 eine Faltlinie27 verläuft, um die das zwischen den Einschnitten25 befindliche Wandteil in Form einer Lasche29 um 90° ins Innere des Sockels3 hinein umgelegt ist, so dass die gebildete Lasche29 eine Anlagefläche für die Oberseite einer betreffenden Hubgabel bildet, die sich durch den Durchgang erstreckt. Eine Zwischenwand31 , die sich senkrecht zu den Seitenwänden11 und mittig zwischen diesen erstreckt, bildet mit ihrem im Sockel3 befindlichen unteren Rand einen entlang des Durchganges verlaufenden Versteifungssteg33 , auf dem die Laschen29 gegen die von der betreffenden Hubgabel ausgeübte Hubkraft abgestützt sind, siehe2 . Wie aus dem in3 gezeigten Zuschnitt hervorgeht, aus dem der gesamte Warenständer faltbar ist, weist die Zwischenwand31 im Abstand voneinander befindliche, zwischen den Seitenwänden11 verlaufende Tragteile35 und37 auf, an denen jeweils eines der hinteren Bodenteile17 der Fachböden angelenkt ist. Das unterste Tragteil35 , das sich innerhalb des Sockels3 befindet, hat die Form eines diesen aussteifenden plattenförmigen Wandteiles39 , siehe3 . Dieses weist, wie ebenfalls aus3 ersichtlich ist, einen Flächenfortsatz41 auf, der um eine Rilllinie43 um 180° umlegbar ist, so dass der Fortsatz41 auf dem Wandteil39 zum Liegen kommt. Somit ist der die Laschen29 abstützende Steg33 durch einen doppellagigen Rand des Tragteiles35 der Zwischenwand31 gebildet. - Wie aus
2 und3 entnehmbar ist, sind die Laschen29 zwischen umlegbaren Randleisten45 von Vorderwand13 und Rückwand15 derart eingeschnitten, dass anschließend an die die Anlageflächen für die Hubgabel bildenden Laschen29 ein mit diesen zusammenhängendes Wandteil47 gebildet ist, dessen Breite der gesamten Breite der Seitenwand11 entspricht. Nach Umlegen um eine Faltlinie49 um 90° können die Endteile47 in eine Steckverbindung mit dem die Laschen29 abstützenden Steg33 gebracht werden, nämlich durch Ineinanderstecken eines Schlitzes51 im Endteil47 der Lasche29 mit einem zugeordneten Schlitz53 am Steg33 . - Wie bei Zuschnitten zum Falten kastenartiger Strukturen üblich, sind entlang der Hochachse und hierzu senkrecht verlaufende Faltlinien
55 und Rilllinien57 vorgesehen, die in den Figuren lediglich teilweise beziffert sind. Die in3 mit Schraffur gekennzeichneten Seitenteile59 und61 , die im gefalteten Zustand an den Seitenwänden11 anliegen, dienen als Klebebereiche zur Fixierung der gefalteten, fertig gestellten Ständerstruktur1 . - Während
3 einen einteiligen Zuschnitt für die Bildung der Ständerstruktur1 zeigt, sind in4 und5 zwei Varianten für zweiteilige Zuschnitte dargestellt. Die Variante von4 zeigt den Zuschnitt von3 , jedoch geteilt an der Faltlinie55 zwischen Rückwand15 und anschließender Seitenwand11 . Die Rückwand15 ist entlang der Trennlinie um einen streifenförmigen Klebebereich65 verlängert, an dem die beiden Zuschnitt-Teile miteinander verbindbar sind. Die5 zeigt den Zuschnitt von3 , lediglich geteilt entlang der Faltlinie55 im Klebebereich59 zwischen Rückwand15 und Zwischenwand31 . - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- DE 102006043829 A1 [0002]
Claims (8)
- Warenständer zum Lagern und Zurschaustellen von Gegenständen, insbesondere von handelbaren Waren, mit einer aus zumindest einem Flächenzuschnitt aus Wellpappe, Vollpappe oder ähnlichem Material gefalteten, sich entlang einer Hochachse erstreckenden Ständerstruktur (
1 ), die mehrere übereinander angeordnete Fächer (5 ,7 ,9 ) mit die Gegenstände tragenden Böden (17 ,19 ) sowie einen unterhalb des untersten Faches (5 ) gelegenen Sockel (3 ) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Sockel (3 ) zum Ermöglichen des Unterfahrens durch eine Hubgabel eines Staplers oder Hubwagens in zueinander gegenüberliegenden Wänden (11 ) zumindest ein Paar miteinander fluchtender, an den bodenseitigen Rand (21 ) des Sockels (3 ) angrenzender Aussparungen (23 ) aufweist, zwischen denen ein Durchgang für eine betreffende Hubgabel gebildet ist. - Warenständer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparungen (
23 ) durch vom bodenseitigen Rand (21 ) der betreffenden Wände (11 ) des Sockels (3 ) ausgehende Einschnitte (25 ) gebildet sind, die zwischen sich ein Wandteil in Form einer Lasche (29 ) begrenzen, die ins Innere des Sockels (3 ) derart umlegbar ist, dass sie im Durchgang eine Anlagefläche für eine betreffende Hubgabel bildet. - Warenständer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Laschen (
29 ) an einem im Sockel (3 ) in Richtung des Durchganges verlaufenden Steg gegen die von der betreffenden Hubgabel ausgeübte Hubkraft abgestützt sind. - Warenständer nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zwischenwand (
31 ) der Ständerstruktur (1 ), die zwischen deren Seitenwänden (11 ) verläuft, im Abstand voneinander befindliche Tragteile (35 ,37 ) für daran angelenkte Bodenteile (17 ) der Fachböden aufweist, und dass das unterste Tragteil (35 ) innerhalb des Sockels (3 ) ein diesen aussteifendes Wandteil (39 ) und mit dessen unterem Rand den Steg (33 ) für die Abstützung der Laschen (29 ) bildet. - Warenständer nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das im Sockel (
3 ) befindliche Wandteil (39 ) der Zwischenwand (31 ) einen unteren Fortsatz (41 ) aufweist, der zur Bildung des Steges (33 ) an einer horizontalen Rilllinie (43 ) um 180° umlegbar ist. - Warenständer nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Laschen (
29 ) ein Endteil (47 ) aufweisen, das sich an die Anlagefläche für die betreffende Hubgabel anschließt, um eine horizontale Faltlinie (49 ) um 90° umlegbar und in einen zugeordneten Schlitz (53 ) im Steg (33 ) einsteckbar ist. - Warenständer nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Endteile (
47 ) der Laschen (29 ) breiter als die die Anlagefläche bildenden Teile sind und sich von Vorderwand (13 ) bis Rückwand (15 ) der Ständerstruktur (1 ) durchgehend erstrecken. - Warenständer nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Zentralbereich des Randes der Endteile (
47 ) der Laschen (29 ) ein Schlitz (51 ) zur Bildung einer Steckverbindung mit dem jeweiligen Schlitz (53 ) im Steg (33 ) vorgesehen ist.
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