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Stand der Technik
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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Sortier- und Fördervorrichtung, um bevorratete Elemente auszurichten, zu sortieren und abzuführen, wobei die Vorrichtung einen verbesserten Auslauf aufweist.
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Derartige Sortier- und Fördervorrichtungen (z. B.
DE 103 22 477 A1 ) werden dazu eingesetzt, ungeordnet bevorratete Elemente zu sortieren und einer nachgeordneten Einrichtung zuzuführen. Eine häufige Anwendung ist dabei in der pharmazeutischen Industrie, wobei bevorratete Verschlussstopfen einer nachgeordneten Verschließstation in einer ausgerichteten Weise zugeführt werden müssen. In der Verschließstation werden die ausgerichtet zugeführten Verschlussstopfen dann auf Behältnisse aufgesetzt, um diese zu verschließen. Die Verschlussstopfen werden dem Sortiertopf beispielsweise über eine Förderrinne zugeführt, welche aus einem großen Vorratsspeicher versorgt wird. Alternativ werden kleinere Vorratsbehälter eingesetzt, welche mittels einer Hubsäule an eine entsprechend hohe Position gebracht werden müssen, von wo aus sie über eine Rinne dem Sortiertopf zugeführt werden. Aufgrund des geringen Eigengewichts der Verschlussstopfen, welche aus Aluminium oder Kunststoff hergestellt sind, müssen die Verschlussstopfen der nachgeordneten Verschließmaschine mit einem großen Höhenunterschied zugeführt werden, damit die in einer Kappenbahn ausgerichtet angeordneten Verschlussstopfen am unmittelbar vor der Verschließmaschine positionierten Verschlussstopfen eine möglichst hohe Staukraft aufbringen können. Daher sind im Stand der Technik die Sortiertöpfe und die entsprechenden Vorratsspeicher in sehr großen Höhen angeordnet. Dies bedingt jedoch eine umständliche Befüllung der Vorratsspeicher, beispielsweise über Hubsäulen oder Leitern o. Ä., was häufig zu Unfällen im Betrieb führt. Es wäre daher wünschenswert, eine Sortier- und Fördervorrichtung zu haben, welche derartige Unfallgefahren aufgrund der großen Höhe der Vorratsspeicher vermeidet und trotzdem einen einfachen und kostengünstigen Aufbau aufweist.
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Offenbarung der Erfindung
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Die erfindungsgemäße Sortier- und Fördervorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 weist demgegenüber den Vorteil auf, dass ein Nachfüllen eines Sortiertopfs deutlich vereinfacht ist. Insbesondere sind keine aufwendigen und teueren Hilfsmittel, wie z. B. Hubsäulen o. Ä. notwendig. Weiterhin kann erfindungsgemäß auch ein gesamter Ablauf deutlich vereinfacht werden. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass die Sortier- und Fördereinrichtung einen Sortiertopf, einen Vorratsspeicher, sowie eine Auslaufrinne umfasst. Die Auslaufrinne ist dabei an einem äußeren Umfang des Sortiertopfes, ausgehend von einer oberen Öffnung des Sortiertopfes angeordnet. Die Auslaufrinne verläuft dabei entlang des äußeren Umfangs des Sortiertopfs über mehr als 360°. Somit wird erfindungsgemäß die gesamte Höhe des Sortiertopfes zum Aufbau einer Staukraft auf die bevorrateten Elemente in der Auslaufrinne verwendet. Dadurch, dass die Auslaufrinne über mehr als 360° angeordnet ist, können entsprechend viele Elemente in der Auslaufrinne angeordnet werden und die Auslaufrinne in schraubenzylindrischer Form vorgesehen werden, um die Elemente einer nachfolgenden Einrichtung zuzuführen. Weiterhin können die zu sortierenden Elemente in einer normalen Arbeitshöhe in den Sortiertopf eingefüllt werden, wobei der Aufbau der Vorrichtung trotzdem einfach und kostengünstig ausführbar ist.
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Die Unteransprüche zeigen bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung.
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Vorzugsweise ist im Sortiertopf eine Einlaufrinne angeordnet, welche die zu sortierenden Elemente aufnimmt und ausrichtet und welche direkt in die Auslaufrinne übergeht. Ein Übergang zwischen der Einlaufrinne und der Auslaufrinne ist dabei am oberen Rand des Sortiertopfes angeordnet.
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Weiter bevorzugt weist die Auslaufrinne ein konstantes Gefälle auf. Hierdurch wird eine gleichmäßige Bewegung der zu sortierenden Elemente in der Auslaufrinne sichergestellt.
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Besonders bevorzugt mündet die Auslaufrinne direkt in einer Abgabestation, wie z. B. einem Elementeschloss, an welchem die Elemente auf Behälter aufgesetzt werden und dann in einer nachgeordneten Verschließmaschine verschlossen werden. Durch die um mindestens 360° um den Sortiertopf verlaufende Auslaufrinne kann eine ausreichende Länge der Auslaufrinne sichergestellt werden, so dass es nicht mehr nötig ist, eine aufwendige Bahn, welche im Stand der Technik üblicherweise vor der nachgeordneten Einrichtung vorhanden ist, vorzusehen. Somit kann der Aufbau deutlich vereinfacht werden.
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Gemäß einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung ist zwischen einer Abgabeposition und einem Ende der Auslaufrinne eine kurze Kappenbahn zwischengeschaltet, in welcher die ausgerichteten Elemente vollständig umschlossen sind, so dass auch Richtungswechsel der Förderrichtung möglich sind, ohne dass die Kappen herausfallen. Erfindungsgemäß kann die zwischengeschaltete Kappenbahn jedoch sehr kurz sein.
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Weiter bevorzugt ragt der über dem Sortiertopf angeordnete Vorratsspeicher in radialer Richtung etwas über einem Innenbereich des Sortiertopfes hinein. Hierdurch wird eine besonders einfache und sichere Zuführung der bevorrateten Elemente in den Sortiertopf erreicht.
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Besonders bevorzugt verläuft die Auslaufrinne über mehr als 540°. Weiter bevorzugt verläuft eine Einlaufrinne im Inneren des Sortiertopfes ebenfalls über mehr als 360°.
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Die erfindungsgemäße Sortier- und Fördervorrichtung wird bevorzugt in der pharmazeutischen Industrie zum Sortieren bzw. Ausrichten von Verschlusskappen o. Ä. verwendet, welche unmittelbar einer Kappenverschließstation zugeführt werden.
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Zeichnung
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Nachfolgend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme auf die begleitende Zeichnung im Detail beschrieben. In der Zeichnung ist:
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1 eine perspektivische Ansicht einer Sortier- und Fördervorrichtung gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung und
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2 eine Draufsicht der Sortier- und Fördervorrichtung von 1.
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Bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
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Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die 1 und 2 eine Sortier- und Fördervorrichtung 1 gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung im Detail beschrieben.
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Wie insbesondere aus 1 ersichtlich ist, umfasst die Sortier- und Fördervorrichtung 1 einen Sortiertopf 2, in welchem Verschlusskappen 3 in ungeordneter Weise angeordnet sind. Der Sortiertopf 2 umfasst eine Einlaufrinne 4, in welcher die Verschlusskappen 3 ausgerichtet werden. Ferner umfasst der Sortiertopf 2 eine Auslaufrinne 5, welche an einer oberen Öffnung 20 des Sortiertopfes 2 beginnt. Die Einlaufrinne 4 geht dabei unmittelbar an der oberen Öffnung 20 in einem Übergangsbereich 10 in die Auslaufrinne 5 über.
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Die Sortier- und Fördervorrichtung 1 umfasst ferner einen Vorratsspeicher 9, welcher zur Bevorratung der ungeordneten Verschlusskappen dient und welcher über dem Sortiertopf 2 angeordnet ist. Wie insbesondere aus 2 ersichtlich ist, ist der Vorratsspeicher 9 derart über dem Sortiertopf 2 angeordnet, dass eine Abgabeöffnung 40 in radialer Richtung des Sortiertopfes über einen Innenbereich des Sortiertopfes hineinragt. Hierdurch kann eine sichere Übergabe der Verschlusskappen 3 vom Vorratsspeicher 9 in den Sortiertopf 2 erfolgen.
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Das Bezugszeichen 8 bezeichnet eine Vibrationseinrichtung, welche dazu dient, den Sortiertopf 2 in einen vibrierenden Zustand zu bringen, so dass die dort befindlichen Verschlusskappen in die Einlaufrinne 4 hineinvibriert werden und dort ausgerichtet werden.
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Die Auslaufrinne 5 ist dabei derart am äußeren Umfang des Sortiertopfes 2 angeordnet, dass die Auslaufrinne 5, ausgehend vom Übergangsbereich 10, in welchem die Einlaufrinne 4 in die Auslaufrinne 5 übergeht, die Auslaufrinne 5 über 360° oder mehr entlang des Außenumfangs des Sortiertopfes 2 geführt ist. Wie aus 2 ersichtlich ist, ist in diesem Ausführungsbeispiel die Auslaufrinne 5 über einen Winkel von 360° geführt, wobei die Auslaufrinne 5 an einem Übergabebereich 11 in eine Kappenbahn 6 übergeht. Am Ende der Kappenbahn 6 ist ein Kappenschloss 7 vorgesehen, an welchem eine Abgabe der Verschlusskappen erfolgt. Hierbei werden in bekannter Weise Behältnisse unterhalb des Kappenschlosses 7 vorbeigeführt, welche automatisch eine Verschlusskappe aus dem Kappenschloss 7 abziehen. Die Kappenbahn 6 ist dabei röhrenartig verschlossen, um zu vermeiden, dass die Verschlusskappen aufgrund der Streckenführung der Kappenbahn zum Kappenschloss 7 herausfallen. Hierbei ist jedoch die Kappenbahn 6 nur über einen Bereich von etwa 90° entlang des Umfangs des Sortiertopfes 2 geführt, so dass dieses relativ teuere Bauteil nur eine sehr kurze Wegstrecke hat.
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Die Einlaufrinne 4 und die Auslaufrinne 5 sind derart aufgebaut, dass sie zwei seitliche Gleitflächen sowie einen dazwischen angeordneten, mittigen Kanal aufweisen, so dass die Verschlusskappen mit dem radialen Kappenüberstand auf den beiden seitlichen Gleitflächen gleiten können und der später in ein Behältnis ragende Teil der Verschlusskappe in dem mittigen Teil geführt ist.
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Durch die erfindungsgemäße Anordnung der Auslaufrinne 5 um 360° entlang des Außenumfanges des Sortiertopfes 2 kann somit eine lange Förderstrecke bis zum Kappenschloss 7 bereitgestellt werden, wobei eine Steigung der Auslaufrinne 5 konstant ist. Somit kann durch die immer nachfolgend zugeführten Verschlusskappen, welche aufgrund des Gefälles der Auslaufrinne 5 jeweils eine Kraft auf die vorhergehenden Verschlusskappen aufbauen, an der letzten Verschlusskappe, welche gerade am Kappenschloss 7 zum Abziehen auf ein Behältnis angeordnet ist, eine große Staukraft aufbauen. Dabei muss der Sortiertopf 2 sowie der Vorratsspeicher 9 nicht in einer sehr großen Höhe angeordnet werden, so dass insbesondere eine Befüllung des Vorratsspeichers 9 auf einfache Weise von einer Bedienperson ohne notwendige Hilfsmittel, wie eine Leiter oder eine teuere Hubsäule o. Ä., möglich ist.
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Der Vorratsspeicher 9 umfasst vorzugsweise ebenfalls eine Rütteleinrichtung, so dass die ungeordneten Verschlusskappen 3 automatisch in den Sortiertopf 2 fallen.
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In 2 sind zur Veranschaulichung der Funktion der erfindungsgemäßen Sortier- und Fördervorrichtung 1 mehrere Verschlusskappen 3 eingezeichnet, wobei teilweise die Verschlusskappen mit einem kleinen Pfeil versehen sind, um eine Bewegungsrichtung der Verschlusskappen zu verdeutlichen. Ausgehend von einem Beginn 41 der Einlaufrinne 4 werden die Verschlusskappen in geordneter Weise in der Einlaufrinne entlang des inneren Umfangs des Sortiertopfes 2 nach oben bis zum Übergabebereich 10 zwischen der Einlaufrinne 4 und der Auslaufrinne 5 gefördert. Ausgehend vom Übergangsbereich 10 werden die Verschlusskappen in die Auslaufrinne 5 zugeführt, welche ein ausreichendes Gefälle aufweist, so dass die Verschlusskappen 3 nun selbständig entlang der Auslaufrinne 5 nach unten rutschen. Da die Auslaufrinne 5 über 360° angeordnet ist, rutschen die Verschlusskappen 3 über einen relativ langen Weg nach unten, wobei sich die Verschlusskappen in der Auslaufrinne 5 berühren und so einen großen Staudruck über eine große Höhe an der gerade abzuziehenden Verschlusskappe am Kappenschloss 7 aufbauen.
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Die erfindungsgemäße Sortier- und Fördervorrichtung 1 wird vorzugsweise in der pharmazeutischen Industrie zum Verschließen von Behältnissen, wie als o. Ä. verwendet, wobei die Verschlusskappen sowohl als Stopfen als auch als Bördelkappen o. Ä. ausgebildet sein können.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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