DE102009019492A1 - Verriegelungssystem für Paneele - Google Patents

Verriegelungssystem für Paneele

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Hans-Jürgen Dr. Hannig
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    • E04F2201/0153Joining sheets, plates or panels with edges in abutting relationship by rotating the sheets, plates or panels around an axis which is parallel to the abutting edges, possibly combined with a sliding movement

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verriegelungssystem (1) für Paneele (2, 2') mit einem Paneelkern (9) und mit einer Gebrauchsoberfläche (10), umfassend wenigstens an zwei sich gegenüberliegenden Paneelkanten (3, 6) angeordnete Verriegelungsprofile (4, 7) zur formschlüssigen Verriegelung gleichartiger Paneele (2, 2'), die durch Einwinkeln, jedoch nicht durch horizontales Aufeinanderzuschieben der Paneelkanten (3, 6) verbindbar sind, mit der Maßgabe, dass eines der Verriegelungsprofile (4, 7) mit einer am Paneelkern (9) angeordneten hinterschnittenen Feder (5) und das gegenüberliegende mit einer am Paneelkern (9) angeordneten hinterschnittenen Nut (8) versehen ist, dass die Nut (8) versehen ist mit einem Nutgrund (21), einer oberen Nutwand (22), die der Gebrauchsoberfläche (10) zugewandt ist, und einer unteren Nutwand (23), die der Gebrauchsoberfläche (10) abgewandt ist, dass die Hinterschneidung (29) der Nut (8) in der unteren Nutwand (23) und die Hinterschneidung der Feder (5) an einer der Gebrauchsoberfläche (10) abgewandten Federunterseite (15) vorgesehen ist, dass die Federunterseite (15) einen Federtiefpunkt (16) aufweist, der den größten senkrechten Abstand der Federunterseite (15) von der Ebene der Gebrauchsoberfläche (10) aufweist, dass an der Federunterseite (15) eine Lagerfläche (17) vorgesehen ist, dass die Lagerfläche (17) sich schräg aufwärts gerichtet in einem Bereich zwischen dem Federtiefpunkt (16) und dem freien Ende der Feder (5) erstreckt, dass die untere ...

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verriegelungssystem für Paneele mit einem Paneelkern und mit einer Gebrauchsoberfläche, umfassend wenigstens an zwei sich gegenüberliegenden Paneelkanten angeordnete Verriegelungsprofile zur formschlüssigen Verriegelung gleichartiger Paneele, die durch Einwinkeln, jedoch nicht durch horizontales Aufeinanderzuschieben der Paneelkanten verbindbar sind, mit der Maßgabe, dass eines der Verriegelungsprofile mit einer am Paneelkern angeordneten hinterschnittenen Feder und das gegenüberliegende mit einer am Paneelkern angeordneten hinterschnittenen Nut versehen ist, dass die Nut versehen ist mit einem Nutgrund, einer oberen Nutwand, die der Gebrauchsoberfläche zugewandt ist, und einer unteren Nutwand, die der Gebrauchsoberfläche abgewandt ist, dass die Hinterschneidung der Nut in der unteren Nutwand und die Hinterschneidung der Feder an einer der Gebrauchsoberfläche abgewandten Federunterseite vorgesehen ist, dass die Federunterseite einen Federtiefpunkt aufweist, der den größten senkrechten Abstand der Federunterseite von der Ebene der Gebrauchsoberfläche aufweist, dass an der Federunterseite eine Lagerfläche vorgesehen ist, dass die Lagerfläche sich schräg aufwärts gerichtet in einem Bereich zwischen dem Federtiefpunkt und dem freien Ende der Feder erstreckt, dass die untere Nutwand einen Tragbereich für die Lagerfläche der Federunterseite aufweist, wobei der Tragbereich in Richtung Nutgrund aufwärts verläuft, und dass die Lagerfläche der Federunterseite im zusammengefügten Zu stand der Verriegelungsprofile Kontakt mit dem Tragbereich der unteren Nutwand aufweist.
  • Derartige Verriegelungssysteme werden beispielsweise angewendet für Fussbodenpaneele, wie Parkettpaneele oder Laminatpaneele. Die Paneele können einen Kern aus Holzwerkstoff, Kunststoff oder Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff aufweisen.
  • Aus der WO 97/47834 sind unterschiedliche Ausführungsbeispiele von Verriegelungssystemen und damit versehenen Paneelen bekannt.
  • Bei einem Ausführungsbeispiel der WO 97/47834 sind die formschlüssigen Verriegelungsprofile so gestaltet, dass gleichartige Paneele, durch horizontales aufeinander zu schieben der Paneelkanten verbindbar sind. Die Bewegung des Aufeinanderzuschiebens ist in 6 der WO 97/47834 mit dem Bezugszeichen T angedeutet.
  • Ein anderes Ausführungsbeispiel der WO 97/47834 ist anhand der 24 beschrieben. Es weist formschlüssige Verriegelungsprofile auf, die so gestaltet sind, dass gleichartige Paneele, durch Einwinkeln verbindbar sind, nicht aber durch horizontales Aufeinanderzuschieben der Paneelkanten verbunden werden können. Zum Einwinkeln werden die Paneele mit ihren Paneelkanten aneinandergesetzt, wobei die Gebrauchsoberflächen der beiden Paneele zunächst einen Winkel zueinander einnehmen, der kleiner ist als 180°. Die Verriegelung erfolgt dann durch eine Einwinkelbewegung, respektive Faltbewegung, bei der der Winkel zwischen den Gebrauchsoberflächen größer wird und die Gebrauchsoberflächen endlich einen Winkel von 180° zueinander einnehmen. Auf diese Weise entsteht eine Verriegelung, welche einem horizontalen Auseinanderbewegen der Paneele senkrecht zu den Paneelkanten entgegenwirkt.
  • Ein drittes Ausführungsbeispiel der WO 97/47834 ist anhand der 2225 beschrieben. Diese Lehre schlägt vor, die formschlüssigen Verriegelungsprofile so zu gestalten, dass gleichartige Paneele, sowohl durch horizontales Aufeinanderzuschieben der Paneelkanten als auch durch Einwinkeln verbindbar sind. Bei dieser Gestaltung kann der Anwender zwischen den beiden erwähnten Fügearten wählen.
  • Die Erfindung betrifft ein Verriegelungssystem gemäß der Gattung des Ausführungsbeispiels der 24 der WO 97/47834 . Genau wie dort ist eine Verbindbarkeit der Verriegelungsprofile ausnahmslos durch Einwinkeln vorgesehen. Auf die Möglichkeit, die Verriegelungsprofile, respektive Paneelkanten, durch horizontales Aufeinanderzuschieben zu verbinden, wird verzichtet. Dies, weil letztgenannte Fügeart eine relativ starke Verformung der Verriegelungsprofile erfordert, was den inneren Zusammenhalt des Materials beeinträchtigt, aus dem die Verriegelungsprofile hergestellt sind.
  • Das bekannte gattungsgemäße Verriegelungssystem gemäß den 24 der WO 97/47834 weist eine Federunterseite mit einer nach außen gewandten Wölbung auf. In der unteren Nutwand ist eine Mulde vorgesehen, deren Form passend zu der Wölbung der Federunterseite ausgebildet ist. Während des Einwinkelns der Paneele kommen Reibflächen in Kontakt, nämlich die Federunterseite des einen Verriegelungsprofils, die an der Mulde des anderen Verriegelungsprofils entlang reibt. Auf diese Weise überträgt die Feder eine Kraft in die untere Nutwand. Die Überlappung der beiden Reibflächen nimmt während der Fügebewegung stetig zu. Dadurch steigt die Reibkraft und hemmt die Fügebewegung zunehmend. Die auf die untere Nutwand wirkende Reibkraft verursacht durch elastische Verformung der unteren Nutwand eine Reaktionskraft. Die Verformung der unteren Nutwand und deren Reaktionskraft wird gesteigert, wenn Schmutzpartikel zwischen die Reibflächen der Federunterseite und der Mulde geraten.
  • Im verriegelten Zustand bleibt der nahezu vollständige Reib kontakt zwischen der Federunterseite und der Mulde der unteren Nutwand erhalten, so dass eine permanente Verformung die untere Nutwand beansprucht. Dadurch ermüdet das Material des Verriegelungsprofils rasch. Die bekannten Verriegelungsprofile sollen ein horizontales Auseinanderbewegen verriegelter Paneele senkrecht zu den Paneelkanten verhindern. Die Größe der Haltekraft gegen horizontales Auseinanderbewegen verriegelter Paneele wird jedoch aufgrund der Gestaltung der Verriegelungsprofile als zu gering eingestuft.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Verriegelungssystem so weiterzubilden, dass die Verriegelungsprofile geschont werden und die Verriegelungswirkung steigt.
  • Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass die Federunterseite zumindest beginnend am Federtiefpunkt eine erste Federfreifläche aufweist, die sich in Richtung des Paneelkerns erstreckt, sodass die Federfreifläche keinen Kontakt mit der unteren Nutwand aufweist, wenn die Verriegelungsprofile zusammengefügt sind, dass sich an die erste Federfreifläche eine Federrastfläche anschließt, die zur Gebrauchsoberfläche senkrecht angeordnet ist, und dass die untere Nutwand eine mit der Federrastfläche zusammenwirkende Nutrastfläche aufweist.
  • Das Verriegelungssystem weist eine Federunterseite auf, die in einen distalen Bereich (dem Paneelkern fern) und einen proximalen Bereich (dem Paneelkern nah) unterteilt werden kann. Die Grenze zwischen dem distalen Bereich und dem proximalen Bereich bildet der an der Federunterseite befindliche Federtiefpunkt.
  • Die Erfindung sieht vor, dass der proximale Bereich der Federunterseite weitgehend keinen Kontakt mit der unteren Nutwand hat, wenn die Verriegelungsprofile, respektive die Paneele, fertig verriegelt sind. In dem proximalen Bereich der Federunterseite kann ein Kontakt mit der unteren Nutwand nur an der senkrechten Federrastfläche entstehen, welche die zugeordnete Nutrastfläche berühren kann. Es handelt sich dabei um einen Kontakt hinterschnittener Flächen, die auf diese Weise einem horizontalen Auseinanderbewegen verriegelter Paneele senkrecht zu den Paneelkanten entgegenwirken. Weil sowohl die Federrastfläche als auch die Nutrastfläche senkrecht zu der jeweiligen Gebrauchsoberfläche angeordnet sind, ergeben sich hohe Haltekräfte gegen das Auseinanderbewegen in der erwähnten horizontalen Richtung.
  • Das vorgeschlagene Verriegelungssystem kann beispielsweise für ein erstes Kantenpaar eines Paneels verwendet werden, während ein zweites Kantenpaar ein alternatives Verriegelungssystem aufweisen kann. Das alternative Verriegelungssystem kann beispielsweise so gestaltet sein, dass dessen Verriegelungsprofile eine Fügebewegung mit im Wesentlichen senkrechter Bewegungskomponente gestatten. Durch die Einwinkelbarkeit des ersten Kantenpaares können dann die Verriegelungsprofile des zweiten Kantenpaares gleichzeitig durch eine scherenartige Bewegung senkrecht aufeinander zu bewegt und verriegelt werden.
  • Andererseits kann das zweite Kantenpaar mit dem gleichen einwinkelbaren Verriegelungssystem versehen sein, wie das erste Kantenpaar. Im Stand der Technik sind Verfahren bekannt, mit denen zwei rechtwinklig zueinander angeordnete Paneelkanten eines neuen Paneels jeweils durch Einwinkeln verbunden werden können. Dies, in dem eine erste der rechtwinklig zueinander angeordneten Paneelkanten an einem ersten Nachbarpaneel durch ein erstes Einwinkeln verriegelt wird. Anschließend wird die zweite der rechtwinklig zueinander angeordneten Paneelkanten des neuen Paneels durch ein zweites Einwinkeln mit einem zweiten Nachbarpaneel verriegelt. Die bereits verriegelte Paneelkante des ersten Nachbarpaneels vollzieht dabei die zweite Einwinkelbewegung mit und wird gemeinsam mit dem neuen Paneel herabgeschwenkt, so dass sich aller drei Paneele dann in einer Ebene befinden.
  • Der Kern eines Paneels, das mit dem Verriegelungssystem ausgerüstet ist, kann ein Holzwerkstoff in Form einer Spanplatte oder einer Grobspanplatte (OSB) sein. Ein Kern aus Holzfaserwerkstoff kann beispielsweise eine mitteldichte (MDF) oder hochdichte Faserplatte (HDF) umfassen. Ein Kern aus Kunststoff kann Polyvinylchlorid (PVC) aufweisen, um beispielsweise eine Design-PVC-Platte herzustellen (LVT, engl.: luxury vinyl tile). Der Kern kann aber auch einen geschäumten Kunststoff aufweisen. Ein Kern aus Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff kann Holzfasern oder Holzspäne aufweisen, die beispielsweise mit Kunstharz vermischt sind (WPC). Der Kern oder daran angebrachte Schichten können ein Regenerat aufweisen, das aus Reststoffen hergestellt ist, beispielsweise Altpapier. Der Kern kann mit einer an der Gebrauchsoberfläche angeordneten dekorativen Schicht versehen sein. Die Seite des Kerns, die der Gebrauchsoberfläche abgewandt ist, kann mit einer Gegenzugschicht versehen sein. Die dekorative Schicht und/oder die Gegenzugschicht können ein Regenerat aufweisen.
  • Die erfindungsgemäße Gestaltung der Verriegelungsprofile verhindert die permanente Verformung der unteren Nutwand durch den Bereich der Federfreifläche, weil diese im verriegelten Zustand keinen Kontakt zur unteren Nutwand aufweist. Dies wirkt einer Ermüdung des Materials im Bereich der Nut entgegen.
  • Zweckmäßig reicht die Lagerfläche der Federunterseite bis an das freie Ende der Feder heran, respektive bis an die Federfront. Dadurch hat die Federunterseite bis zur Federfront hin Kontakt mit dem Tragbereich der unteren Nutwand. Der Kontakt kann an dem Federtiefpunkt beginnen oder irgendwo zwischen dem Federtiefpunkt und der Federfront. Die Konstruktion wirkt dem Eindringen von Schmutzpartikeln zwischen Lagerfläche und Tragbereich entgegen. Dadurch wird ein aus dem Stand der Technik bekanntes Problem eines keilförmigen Spalts vermieden ( WO 97/47834 , 24). Der keilförmige Spalt besteht im Stand der Technik im Wesentlichen aus einer Spaltfläche an der Federunterseite, die während der Fügebewegung fortschreitet. Durch die fortschreitende Bewegung des Spalts werden Schmutzpartikel eingesammelt. Der keilförmige Zuschnitt des Spalts befördert und verdichtet die Schmutzpartikel in die Spaltspitze. Durch die Verdichtung werden die Lagerfläche und der Tragbereich auseinander gekeilt, wobei Schmutzpartikel zwischen die Lagerfläche und den Tragbereich gelangen können. Im Gegensatz dazu wirkt die vorgeschlagene Weiterbildung einer Verdichtung von Schmutzpartikel entgegen. Schmutzpartikel werden von der Federfront vorwärts geschoben und gelangen vorzugsweise in einen Freiraum, der zwischen der Federfront und dem Nutgrund gebildet wird.
  • Günstigerweise schließt sich an die senkrechte Federrastfläche eine zweite Federfreifläche an. Die zweite Federfreifläche kann parallel zur Gebrauchsoberfläche des Paneels angeordnet sein oder sich zum Paneelkern hin und in Richtung der Gebrauchsoberfläche des Paneels aufwärts erstrecken. Im erstgenannten Fall (parallele zweite Federfreifläche) kann die senkrechte Höhe der Federrastfläche größer ausgebildet sein als dann, wenn sie sich aufwärts erstreckt. Die Nutrastfläche weist jeweils eine zur Höhe der Federrastfläche passende Höhe auf.
  • Eine senkrechte Federrastfläche mit großer Höhe bewirkt ein hohes Maß an Hinterschneidung und damit eine hohe Haltekraft der Verriegelungsprofile gegen ein horizontales Auseinanderbewegen der Paneele senkrecht zu den verriegelten Paneelkanten. Eine senkrechte Federrastfläche mit geringerer Höhe begünstigt das Einwinkeln der Verriegelungsprofile, weil eine zwecks Herstellung der formschlüssigen Verriegelung gegebenenfalls erforderliche Verformung gering gehalten werden kann. Die Verriegelungsprofile können so gestaltet sein, dass die zu erwartende Verformung das Material der Verriegelungsprofile nicht in solchem Grade schädigt, dass diese unbrauchbar werden.
  • Vorzugsweise weist die untere Nutwand eine erste Nutfreifläche auf, die der ersten Federfreifläche gegenüberliegt, wenn die Verriegelungsprofile zusammengefügt sind.
  • Die Federoberseite ist einfacherweise parallel zur Gebrauchsoberfläche des Paneels angeordnet.
  • Die obere Nutwand ist, um das Ineinanderfügen durch Einwinkeln zu begünstigen, zweckmäßig mit einer Freifläche versehen, die im zusammengefügten Zustand der Verriegelungsprofile keinen Kontakt mit der Federoberseite aufweist.
  • Ein weiterer Nutzen wird darin gesehen, dass die untere Nutwand weiter von dem Paneelkern hervorragt als die obere Nutwand. Unter anderem erleichtert das Fügen der Verriegelungsprofile durch Einwinkeln der Paneele, indem die Feder eines Paneels zum Einwinkeln zunächst auf die hervorstehende untere Nutwand aufgelegt werden kann.
  • Die Hinterschneidung der unteren Nutwand befindet sich bevorzugt in einem Abstandsbereich des Paneelkerns, wobei die obere Nutwand in demselben Abstandsbereich des Paneelkerns endet.
  • Die Federunterseite weist vorteilhaft zumindest ab dem Federtiefpunkt bis zum freien Ende der Feder hin eine nach außen gerichtete Wölbung auf. Die Wölbung befindet sich somit im oben erwähnten distalen Bereich der Federunterseite. Günstig ist es, wenn darüber hinaus die untere Nutwand mit einer Wölbung versehen ist, die zur Wölbung im distalen Bereich der Federunterseite komplementär ist. Auf diese Weise bieten die komplementären Wölbungen eine Führung für die Bewegung des Einwinkelns der Verriegelungsprofile, respektive der Paneele.
  • Weiterhin wird ein Paneel mit einem der vorbeschriebenen Verriegelungssysteme vorgeschlagen.
  • Nachstehend sind mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand mehrerer ausschnittsweiser Darstellungen detailliert beschrieben. Es zeigen:
  • 1 eine Paneelkante eines Verriegelungssystems mit einem Verriegelungsprofil, das eine Feder aufweist,
  • 2 eine der Paneelkante gemäß 1 gegenüberliegende Paneelkante desselben Paneels,
  • 3 Verriegelungsprofile gemäß der 1 und 2, wobei zwei gleichartige Paneele im zusammengefügten Zustand dargestellt sind,
  • 4 eine erste alternative Ausführungsform des Verriegelungssystems,
  • 5 eine zweite alternative Ausführungsform des Verriegelungssystems.
  • Das Verriegelungssystem 1 ist für Paneele vorgesehen. Die Paneele weisen Paneelkanten auf, die zwecks Verriegelung der Paneele mit komplementären formschlüssigen Verriegelungsprofilen versehen.
  • 1 zeigt einen Abschnitt eines Paneels 2, nämlich eine erste Paneelkante 3, an der ein erstes Verriegelungsprofil 4 ausgebildet ist. Das Verriegelungsprofil 4 weist eine hinterschnittene Feder 5 auf. Von demselben Paneel 2 ist in 2 eine der ersten gegenüberliegende zweite Paneelkante 6 dargestellt. Diese ist mit einem zweiten Verriegelungsprofil 7 versehen, das eine Nut 8 aufweist. Die Nut 8 ist passend zu der Feder 5 der ersten Paneelkante 3 gestaltet.
  • Ein Paneel 2 dieser Art kann an gegenüberliegenden Paneelkanten 3 und 6 jeweils mit Nachbarpaneelen derselben Art verriegelt werden. Die Nachbarpaneele müssen dafür an den Paneelkanten Verriegelungsprofile aufweisen, die jeweils komplementär beziehungsweise kompatibel zu den Paneelkanten 3 und 6 des Paneels 2 ausgebildet sind.
  • Die Feder 5 des in 1 gezeigten Verriegelungsprofils 4 ist an einem Paneelkern 9 aus Holzfaserwerkstoff ausgebildet. Die Kontur des Verriegelungsprofils 4 ist mit Fräswerkzeugen hergestellt. Das gleiche gilt für die Nut 8 des Verriegelungsprofils 7.
  • Das Paneel 2 weist eine Gebrauchsoberfläche 10 auf. Dieser gegenüberliegend ist eine Unterseite 11 des Paneels 2 angeordnet. Die Feder 5 weist eine Federoberseite 12 auf, die parallel zur Gebrauchsoberfläche 10 angeordnet ist. Zwischen der Federoberseite 12 und der Gebrauchsoberfläche 10 erstreckt sich die Paneelkante etwa senkrecht zur Gebrauchsoberfläche 10, wobei ein oberer Bereich eine Fugenstoßfläche 13 bildet. Das freie Ende der Feder 5 weist eine flache Federfrontfläche 14 auf, die senkrecht zur Gebrauchsoberfläche 10 angeordnet ist, sowie eine Federunterseite 15 auf der der Gebrauchsoberfläche 10 abgewandten Seite der Feder 5. Die Federunterseite 15 weist einen Federtiefpunkt 16 auf. Am Federtiefpunkt 16 weist die Federunterseite 15 den größten senkrechten Abstand von der Ebene der Gebrauchsoberfläche 10 auf.
  • Der Federtiefpunkt 16 unterteilt die Federunterseite 15 in eine distale Federunterseite 15a (dem Paneelkern fern) und eine proximale Federunterseite 15b (dem Paneelkern nah).
  • Die distale Federunterseite 15a weist eine Lagerfläche 17 mit einer nach außen gerichteten Wölbung 17a auf. Die gewölbte Lagerfläche 17 ist zur Federfrontfläche 14 hin aufwärtsgerichtet. Dem Federtiefpunkt 16 zugewandt weist die proximale Federunterseite 15b eine erste Federfreifläche 18 auf. An der ersten Federfreifläche 18 schließt eine Federrastfläche 19 an, die senkrecht zur Gebrauchsoberfläche 10 angeordnet ist. Die senkrechte Federrastfläche 19 dient da zu, einem horizontalen Auseinanderbewegen verriegelter Paneele 2 senkrecht zu den Paneelkanten 3 und 6 entgegenzuwirken. An die senkrechte Federrastfläche 19 schließt eine zweite Federfreifläche 20 an. Die zweite Federfreifläche 20 erstreckt sich zum Paneelkern 9 hin und in Richtung der Gebrauchsoberfläche 10 des Paneels 2 schräg aufwärts.
  • Nach 2 umfasst die Nut 8 des Paneels 2 einen Nutgrund 21 sowie eine obere Nutwand 22 und eine untere Nutwand 23. Die obere Nutwand 22 ist kürzer als die untere Nutwand 23, dass heißt, die obere Nutwand 22 steht um ein geringeres Maß von der Paneelkante 6 hervor als die untere Nutwand 23.
  • An dem freien Ende der oberen Nutwand 22 ist eine Fugenstoßfläche 24 vorgesehen. Auf einer der Gebrauchsoberfläche 10 des Paneels 2 abgewandten Innenseite 25 weist die obere Nutwand 22 zwei Bereiche auf. Ein erster Bereich ist dem Nutgrund 21 zugewandt und als Kontaktfläche 26 für die Federoberseite 12 ausgebildet. Die Kontaktfläche 26 ist parallel zur Gebrauchsoberfläche 10 angeordnet. Der zweite Bereich der Innenseite 25 der oberen Nutwand 22 ist der Öffnung der Nut 8 zugewandt und bildet eine schräge Öffnungsfläche 27, welche die Öffnung der Nut 8 erweitert.
  • Die untere Nutwand 23 ist mit einer Innenseite 28 versehen, die der Gebrauchsoberfläche 10 zugewandt ist. In diese Innenseite 28 ist eine Hinterschneidung 29 eingearbeitet, die zur Aufnahme der Federunterseite 15 eines Nachbarpaneels dient. Zum Nutgrund 21 gewandt weist die Innenseite 28 einen Tragbereich 30 auf, der aufwärts gewölbt ist und in den Nutgrund 21 übergeht. Dem Nutgrund 21 abgewandt weist die Hinterschneidung 29 eine Nutrastfläche 31 auf, die senkrecht zur Gebrauchsoberfläche 10 angeordnet ist. Die senkrechte Nutrastfläche 31 ist zwischen zwei Nutfreiflächen angeordnet. Eine erste Nutfreifläche 32 erstreckt sich von der Nutrastfläche 31 in Richtung des Tragbereichs 30. Eine zweite Nutfreifläche 33 erstreckt sich von der Nutrastfläche 31 zum Ende der unteren Nutwand 23 schräg aufwärts.
  • An die zweite Nutfreifläche 33 schließt ein Endbereich 34 der unteren Nutwand 23 an, der nicht hinterschnitten ist. Die Innenseite 28 der unteren Nutwand 23 ist in diesem Endbereich 34 parallel zur Gebrauchsoberfläche 10 angeordnet ist. Die untere Nutwand 23 endet dem Paneelkern 9 abgewandt mit einer Stirnfläche 35, die senkrecht zur Gebrauchsoberfläche 10 angeordnet ist.
  • Der zusammengefügte Zustand zweier Paneele ist in 3 dargestellt. Die Paneele 2 und 2' sind identische Paneele. Beide entsprechen dem Paneel, das anhand der 1 und 2 erläutert ist. Identische Merkmale des Paneels 2' sind nachfolgend mit denselben Bezugszeichen versehen, jedoch mit ”Hochstrich” indiziert.
  • Die Feder 5 des Paneels 2 ist in die Nut 8' des Paneels 2' eingewinkelt worden. Die Fugenstoßfläche 13 der Feder hat Kontakt mit der Fugenstoßfläche 24' der Nut 8'. Außerdem berührt die Lagerfläche 17 der distalen Federunterseite 15a den Tragbereich 30' der unteren Nutwand 23'. Zwischen der Federfrontfläche 14 und dem Nutgrund 21' ist ein Hohlraum 36 gebildet. Drückt das Paneel 2 im verriegelten Zustand in horizontaler Richtung gegen das Paneel 2', so überträgt die Fugenstoßfläche 13 der Feder 5 einen Teil der Druckkraft in die Fugenstoßfläche 24' des Paneels 2'. Ein anderer Teil der Druckkraft wird von der Lagerfläche 17 der distalen Federunterseite 15a in den Tragbereich 30' der unteren Nutwand 23' übertragen. Dadurch werden die Fugenstoßflächen 13 und 24' entlastet.
  • Die untere Nutwand 23' kann eine Druckkraft mit horizontaler Komponente aufnehmen. Sie könnte dies nicht, wenn sie parallel zur Gebrauchsoberfläche angeordnet wäre. Da der Tragbereich 30' der unteren Nutwand 23' jedoch schräg aufsteigend verläuft, kann eine horizontale Kraftkomponente vom Tragbe reich 30' aufgenommen werden. Selbstverständlich kann die Lagerfläche 17 wegen ihrer schräg aufsteigenden Anordnung auch eine Kraftkomponente übertragen, die senkrecht zur Gebrauchsoberfläche 10 des Paneels 2 wirkt. Die senkrechte Kraftkomponente wird von dem schräg aufsteigenden Tragbereich 30' der unteren Nutwand 23' aufgenommen.
  • Die erste Federfreifläche 18 ist an der proximalen Federunterseite 15b angeordnet. Ihr gegenüber befindet sich die erste Nutfreifläche 32'. Zwischen den beiden Freiflächen 18 und 32' ist ein Hohlraum 37 gebildet. Wegen des Hohlraums 37 kann im Bereich der Freiflächen 18 und 32' keinerlei Kraft übertragen werden.
  • Die senkrechte Federrastfläche 19 berührt die senkrechte Nutrastfläche 31' der unteren Nutwand 23', so dass sich diese Rastflächen 19 und 31' hintergreifen. Die Rastflächen 19 und 31' können eine Kraft übertragen, die parallel zu der Gebrauchsoberfläche 10 beziehungsweise 10' der Paneele 2 und 2' wirkt. Dies aber nur dann, wenn das Paneel 2 und das Paneel 2' senkrecht zu den Paneelkanten 3 beziehungsweise 6' voneinander weg gezogen werden. Die Kraft wirkt als Haltekraft einem Auseinanderbewegen der Paneele 2 und 2' entgegen. Eine Kraftkomponente die senkrecht zu den Gebrauchsoberflächen 10 und 10' wirkt, können die Federrastfläche 19 und Nutrastfläche 31' nicht aufnehmen beziehungsweise übertragen.
  • Der zweiten Federfreifläche 20 der Feder 5 liegt gemäß 3 die zweite Nutfreifläche 33' der unteren Nutwand 23' gegenüber. Diese Freiflächen 20 und 33' sind hinterschnitten, haben jedoch keinen Kontakt miteinander. Stattdessen ist durch den Abstand dieser Freiflächen 20 und 33' ein Zwischenraum 38 gebildet. Die Stirnfläche 35' der unteren Nutwand 23' hat einen Abstand zur Paneelkante 3 des benachbarten verbundenen Paneels 2.
  • Der dargestellte verriegelte Zustand wird erreicht, in dem die Paneele 2 und 2' an ihren Paneelkanten 3 und 6' eingewinkelt werden. Dazu müssen die Gebrauchsoberflächen 10 und 10' einen Winkel zueinander einnehmen, der kleiner ist als 180°. Zu diesem Zweck wird einfacherweise das Paneel 2 schräg zum Paneel 2' positioniert und seine Feder 5 ansatzweise in die Öffnung der Nut 8 gesetzt. Anschließend wird das Paneel 2 um die Paneelkante 6' als Drehachse herabgeschwenkt bis die Gebrauchsoberflächen 10 und 10' in einer Ebene liegen und zueinander einen Winkel von 180° einnehmen. Die distale Federunterseite 15a gleitet dabei über den Tragbereich 30' der unteren Nutwand 23'. Die Frontfläche 14 der Feder 5 schiebt gegebenenfalls vorhandene Schmutzpartikel vor sich her bis in den Hohlraum 36.
  • Eine erste alternative Ausführungsform des Verriegelungssystems ist in 4 dargestellt. Diese basiert auf dem Ausführungsbeispiel gemäß 3. Daher sind die Bezugszeichen übernommen worden. Ein Unterschied besteht in der Gestaltung des Bereichs der Rastflächen, nämlich der Federrastfläche 19 und der Nutrastfläche 31'. Im Ausführungsbeispiel der 3 sind die Rastflächen 19 und 31' in Kontakt. Im Gegensatz dazu ist gemäß 4 zwischen der Federrastfläche 19 und der Nutrastfläche 31' eine Lücke L vorgesehen. Dies erleichtert das Einwinkeln. Außerdem erlaubt die Lücke L eine Beweglichkeit der Feder 5 relativ zur Nut 8'. Wenn die Lücke L sich durch eine relative Bewegung von Feder 5 und Nut 8' verringert, entfernt sich dadurch die Fugenstoßfläche 13 von der Fugenstoßfläche 24' der oberen Nutwand 22'. Die Nutfreifläche 32' ist so gestaltet, dass ein Zurückziehen der Feder 5 aus der Nut 8' keine Verformung der unteren Nutwand 23' erzeugen kann und somit keine elastische Rückwirkung von der unteren Nutwand 23' gegen die proximale Federunterseite 15b möglich ist.
  • Beispielsweise für Fußbodenpaneele sehen Normen ein tolerierbares Maß an Fugenöffnung vor. Beim Ausführungsbeispiel nach 4 mit der Lücke L kann sich zwischen der Fugenöffnung und der Größe der Lücke L ein Gleichgewicht einstellen, wenn die Paneele 2 und 2' nicht durch äußere Kräfte aufeinander zu oder voneinander weg bewegt werden.
  • Eine zweite alternative Ausführungsform des Verriegelungssystems zeigt 5. Diese ist weitgehend identisch mit 4. Insbesondere ist auch hier zwischen der Federrastfläche 19 und der Nutrastfläche 31' eine Lücke L vorgesehen, die das Einwinkeln erleichtert. Im Unterschied zu 4 weist die Nutfreifläche 32' eine Gestaltung auf, die von dem Tragbereich 30' in Richtung der Stirnfläche 35' schräg abfällt und sich der Unterseite 11' annähert. Schmutzpartikel können stets von dem Tragbereich 30' über die schräge Nutfreifläche 32' herabrutschen, damit der Kontaktbereich zwischen Lagerfläche 17 und Tragbereich 30' möglichst schmutzfrei bleibt. Durch die Gestaltung der Nutfreifläche 32' ist gewährleistet, dass ein Zurückziehen der Feder 5 aus der Nut 8' keine Verformung der unteren Nutwand 23' erzeugen kann und somit keine elastische Rückwirkung von der unteren Nutwand 23' gegen die proximale Federunterseite 15b möglich ist.
  • 1
    Verriegelungssystem
    2
    Paneel
    2'
    Paneel
    3
    Paneelkante
    4
    Verriegelungsprofil
    5
    Feder
    6
    Paneelkante
    7
    Verriegelungsprofil
    8
    Nut
    9
    Paneelkern
    10
    Gebrauchsoberfläche
    11
    Unterseite
    12
    Federoberseite
    13
    Fugenstoßfläche (Feder)
    14
    Federfrontfläche
    15
    Federunterseite
    15a
    distale Federunterseite
    15b
    proximale Federunterseite
    16
    Federtiefpunkt
    17
    Lagerfläche
    17a
    Wölbung
    18
    erste Federfreifläche
    19
    senkrechte Federrastfläche
    20
    zweite Federfreifläche
    21
    Nutgrund
    22
    obere Nutwand
    23
    untere Nutwand
    24
    Fugenstoßfläche (Nut)
    25
    Innenseite (obere Nutwand)
    26
    Kontaktfläche
    27
    Öffnungsfläche
    28
    Innenseite (untere Nutwand)
    29
    Hinterschneidung
    30
    Tragbereich
    31
    Nutrastfläche
    32
    erste Nutfreifläche
    33
    zweite Nutfreifläche
    34
    Endbereich (untere Nutwand)
    35
    Stirnfläche (untere Nutwand)
    36
    Hohlraum
    37
    Hohlraum
    38
    Zwischenraum
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - WO 97/47834 [0003, 0004, 0004, 0005, 0006, 0007, 0008, 0018]

Claims (10)

  1. Verriegelungssystem (1) für Paneele (2, 2') mit einem Paneelkern (9) und mit einer Gebrauchsoberfläche (10), umfassend wenigstens an zwei sich gegenüberliegenden Paneelkanten (3, 6) angeordnete Verriegelungsprofile (4, 7) zur formschlüssigen Verriegelung gleichartiger Paneele (2, 2'), die durch Einwinkeln, jedoch nicht durch horizontales Aufeinanderzuschieben der Paneelkanten (3, 6) verbindbar sind, mit der Maßgabe, dass eines der Verriegelungsprofile (4, 7) mit einer am Paneelkern (9) angeordneten hinterschnittenen Feder (5) und das gegenüberliegende mit einer am Paneelkern (9) angeordneten hinterschnittenen Nut (8) versehen ist, dass die Nut (8) versehen ist mit einem Nutgrund (21), einer oberen Nutwand (22), die der Gebrauchsoberfläche (10) zugewandt ist, und einer unteren Nutwand (23), die der Gebrauchsoberfläche (10) abgewandt ist, dass die Hinterschneidung (29) der Nut (8) in der unteren Nutwand (23) und die Hinterschneidung der Feder (5) an einer der Gebrauchsoberfläche (10) abgewandten Federunterseite (15) vorgesehen ist, dass die Federunterseite (15) einen Federtiefpunkt (16) aufweist, der den größten senkrechten Abstand der Federunterseite (15) von der Ebene der Gebrauchsoberfläche (10) aufweist, dass an der Federunterseite (15) eine Lagerfläche (17) vorgesehen ist, dass die Lagerfläche (17) sich schräg aufwärts gerichtet in einem Bereich zwischen dem Federtiefpunkt (16) und dem freien Ende der Feder (5) erstreckt, dass die untere Nutwand (23) einen Tragbereich (30) für die Lagerfläche (17) der Federunterseite (15) aufweist, wobei der Tragbereich (30) in Richtung Nutgrund (21) aufwärts verläuft, und dass die Lagerfläche (17) der Federunterseite (15) im zusammengefügten Zustand der Verriegelungsprofile (4, 7) Kontakt mit dem Tragbereich (30) der unteren Nutwand (23) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Federunterseite (15) zumindest beginnend am Federtiefpunkt (16) eine erste Federfreifläche (18) aufweist, die sich in Richtung des Paneelkerns (9) erstreckt, sodass die Federfreifläche (18) keinen Kontakt mit der unteren Nutwand (23) aufweist, wenn die Verriegelungsprofile (4, 7) zusammengefügt sind, dass sich an die erste Federfreifläche (18) eine Federrastfläche (19) anschließt, die zur Gebrauchsoberfläche (10) senkrecht angeordnet ist, und dass die untere Nutwand (23) eine mit der Federrastfläche (19) zusammenwirkende Nutrastfläche (31) aufweist.
  2. Verriegelungssystem (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerfläche (17) bis an das freie Ende der Feder (5) heranreicht.
  3. Verriegelungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich an die senkrechte Federrastfläche (19) eine zweite Federfreifläche (20) anschließt.
  4. Verriegelungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Nutwand (23) eine erste Nutfreifläche (32) aufweist, die der ersten Federfreifläche (18) gegenüberliegt, wenn die Verriegelungsprofile (4, 7) zusammengefügt sind.
  5. Verriegelungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Federoberseite (12) parallel zur Gebrauchsoberfläche (10) des Paneels (2, 2') angeordnet ist.
  6. Verriegelungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Nutwand (22) mit einer Öffnungsfläche (27) versehen ist, die im zusammengefügten Zustand der Verriegelungsprofile (4, 7) keinen Kontakt mit der Federoberseite (12) aufweist.
  7. Verriegelungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Nutwand (23) weiter von dem Paneelkern (9) hervorragt als die obere Nutwand (22).
  8. Verriegelungssystem (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Hinterschneidung (29) der unteren Nutwand (23) sich in einem Abstandsbereich des Paneelkerns (9) befindet, wobei die obere Nutwand (22) in demselben Abstandsbereich des Paneelkerns (9) endet.
  9. Verriegelungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Federunterseite (15) zumindest ab dem Federtiefpunkt (16) bis zum freien Ende der Feder (5) hin eine nach außen gerichtete Wölbung (17a) aufweist.
  10. Paneel (2, 2') mit einem Verriegelungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9.
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