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Die vorliegende Erfindung betrifft einen Batteriefachdeckel für ein Batteriefach eines elektrischen Geräts, insbesondere eines Laserentfernungsmessers, mit einem Abdeckelement und einem Verschlussstift, der eine Durchgangsbohrung des Abdeckelements durchgreift, wobei der Verschlussstift an seinem außenseitigen Ende ein Betätigungselement und an seinem gegenüberliegenden Ende ein Verriegelungselement, das mit einem Verriegelungsbereich des Batteriefachs in Eingriff bringbar ist, aufweist. Des weiteren betrifft die Erfindung ein elektrisches Gerät mit einem Batteriefach und einem solchen Batteriefachdeckel.
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Stand der Technik
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Batteriebetriebene elektrische Geräte sind in unterschiedlichen Ausführungsformen bekannt und können insbesondere als Laserentfernungsmesser ausgebildet sein. Die Geräte besitzen üblicherweise ein Batteriefach, das in einem Gerätegehäuse untergebracht ist und Aufnahmen aufweist, in welche die Batterien einlegbar sind. Den einzelnen Aufnahmen sind dabei elektrische Kontakte zugeordnet, über welche die Batterien beim Einlegen angeschlossen werden.
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Bei den bekannten Geräten werden die Batterien in das Batteriefach üblicherweise durch eine Einsetzöffnung eingelegt, die an der Gehäuseunterseite vorgesehen ist, und diese Einsetzöffnung wird durch einen Batteriefachdeckel verschlossen. Zur Sicherung des Batteriefachdeckels an dem Gehäuse sind verschiedene Mechanismen bekannt. So weist ein bekannter Batteriefachdeckel seitliche Führungselemente auf, mit denen er von einer Seite in einer korrespondierenden Führung über eine Öffnung des Batteriefachs geschoben wird. Zusätzlich ist ein Rastelement vorgesehen, mit dem dieser Batteriefachdeckel gegen ein versehentliches Verschieben aus der verschlossenen schlossenen Position gesichert ist. Nachteilig an dieser Konstruktion ist, dass das Batteriefach in einem Randbereich des elektrischen Geräts vorgesehen sein muss.
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Bei einer anderen Ausführungsform sind in einem Randbereich der Batteriefachöffnung Aussparungen vorgesehen, in die an dem Batteriefachdeckel vorgesehenen Nasen eingeschoben werden. Zum Verschließen des Batteriefachs kann der Batteriefachdeckel mit seinen Nasen in den Aussparungen verschwenkt werden. Zusätzlich ist ein Rastelement vorgesehen, mit dem der Batteriefachdeckel an dem Batteriefach gesichert wird. Nachteilig an diesem Batteriefachdeckel ist, dass die Rastverbindungen schwer zu lösen sind und eine geringe Stabilität aufweisen, wodurch sie häufig abbrechen und das Batteriefach nicht mehr korrekt verschließbar ist.
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Bei einem Batteriefachdeckel, von dem die vorliegende Erfindung ausgeht, erfolgt die Arretierung am Gehäuse des elektrischen Geräts durch einen Verschlussstift, der das Batteriefach durchgreift, wobei er an seinem außenseitigen Endbereich ein Betätigungselement aufweist und an seinem gegenüber liegenden, innenseitigen Ende einen Verriegelungsstift trägt. Das innenseitige Ende mit dem Verriegelungsstift durchgreift eine Durchgangsöffnung in einer Wandung des Batteriefachs und ist zwischen einer Öffnungsstellung, in welcher der Verriegelungsstift durch die Durchgangsöffnung bewegt werden kann, um den Batteriefachdeckel vom Batteriefach zu lösen oder an diesem zu befestigen, und einer Verriegelungsstellung, in welcher der Verriegelungsstift nicht durch die Durchgangsöffnung geführt werden kann, bewegbar. Dabei ist dem Verriegelungsstift eine Auflaufschräge zugeordnet, mit welcher er derart in Eingriff steht, dass der Batteriefachdeckel gegen das Gehäuse gezogen wird, wenn der Verriegelungsstift aus seiner Öffnungsstellung in seine Verriegelungsstellung verdreht wird.
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Den oben beschriebenen Konstruktionen ist gemein, dass es oft schwierig ist, die Batterien in das Batteriefach einzulegen und sie insbesondere auch wieder zu entnehmen. Zur Verbesserung der Handhabung sind daher oft Auswurfhilfen in der Form von Bändern oder Wippen vorgesehen, die jedoch beim Einlegen der Batterien erhöhte Sorgfalt erfordern. Deshalb wird in der Praxis häufig versucht, die Batterien mit starken Stößen oder Schlägen aus dem Batteriefach zu lösen. Dies kann speziell bei empfindlichen Geräten zu Beschädigungen führen.
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Außerdem sind die bekannten Batteriefachdeckel nicht geeignet, das Batteriefach dicht zu verschließen, so dass Fremdkörper und auch Feuchtigkeit in das Batteriefach und gegebenenfalls darüber in das elektrische Gerät eindringen können. Dadurch können die elektrischen Kontakte zur Verbindung mit den Batterien verschmutzt werden, so dass die Energieversorgung durch die Batterien beeinträchtigt wird. Außerdem kann das Gerät selber beschädigt oder unbrauchbar werden. Weiterhin kann Feuchtigkeit zu einer schnelleren Selbstentladung der Batterien führen.
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Schließlich sind Schraubverschlüsse bekannt, mit denen Batteriefächer verschlossen werden können. Damit können Batteriefächer zwar prinzipiell dicht verschlossen werden, jedoch sind derartige Batteriefachdeckel sehr schwer zu betätigen. Für die Betätigung ist zum Teil ein Werkzeug, wie beispielsweise ein Schraubendreher oder eine Münze erforderlich, die in einen außenseitigen Schlitz des Schraubverschlusses eingebracht werden müssen, um diesen zu betätigen. Auch werden die Batterien üblicherweise von dem Schraubverschluss in das Batteriefach gedrückt und sind nicht fest in dem Batteriefach gehalten. Beim Entfernen des Schraubverschlusses können die Batterien somit leicht aus dem Batteriefach herausfallen.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen Batteriefachdeckel anzugeben, der eine einfache Handhabung ermöglicht und gleichzeitig einen sicheren Verschluss des Batteriefachs bildet.
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Offenbarung der Erfindung
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Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Abdeckelement an seiner Innenseite einen Halter für die Aufnahme von wenigstens einer Batterie und Kontakt zur elektrischen Verbindung mit dem elektrischen Gerät umfasst, wobei sich die Durchgangsbohrung durch den Halter erstreckt.
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Grundgedanke der Erfindung ist es also, dass die Batterien an dem Batteriefachdeckel gehalten werden, wodurch sie beim Entfernen des Batteriefachdeckels automatisch mit aus dem Gehäuse entnommen werden. Somit sind die Batterien leicht zugänglich, so dass sie auf einfache Weise aus dem Halter entnommen und in diesen eingesetzt werden können. Außerdem wird der Verschlussstift durch die Führung in dem Halter stabilisiert, so dass er leicht mit dem Verriegelungsbereich des geräteseitigen Batteriefachs in Eingriff bringbar ist, da die lange Führung ein Verkippen des Verschlussstifts ausschließt. Die Handhabung wird insbesondere erleichtert, wenn der Verschlussstift zentral durch das Abdeckelement und den Halter geführt ist. Dann wird der Batteriefachdeckel gleichmäßig an die Öffnung des Batteriefachs herangezogen, wodurch eine gute Abdichtung der Öffnung des Batteriefachs durch den Batteriefachdeckel erreicht wird.
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Das Batteriefach weist in dem Verriegelungsbereich in an sich bekannter Weise eine Auflaufschräge auf, mit welcher das Verriegelungselement derart in Eingriff kommt, dass durch ein Verdrehen des Verschlussstifts in eine Verriegelungsposition der Batteriefachdeckel in das Batteriefach gezogen wird.
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Zusätzlich ist es zweckmäßig, das Batteriefach gegen ein Eintreten von Staub und Feuchtigkeit abzudichten. Dazu ist zwischen dem Abdeckelement und dem Batteriefach ein Dichtungselement vorgesehen, das als umlaufendes Dichtungselement am Rand des Abdeckelements oder an der entsprechenden Gegenfläche des Batteriefachs vorgesehen sein kann.
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Auch kann zwischen dem Verschlussstift und dem Abdeckelement ein Dichtring vorgesehen sein. Damit kann das Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit auch durch das Durchgangsloch verhindert werden. Insbesondere kann der Dichtring in einer Ringnut des Verschlussstifts gehalten sein. Somit kann der Dichtring zunächst in die Ringnut des Verschlussstifts eingesetzt werden, bevor dieser in die Durchgangsbohrung eingeführt wird. Durch die Ringnut ist der Dichtring axial fest positioniert.
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In an sich bekannter Weise kann der Verschlussstift an seinem außenseitigen Ende ein Durchgangsloch aufweisen, wobei das Betätigungselement als Drahtöse oder -bügel ausgebildet ist und in oder durch das Durchgangsloch greift. Damit kann der Verschlussstift z. B. von der Innenseite des Batteriefachs her in das Durchgangsloch eingesetzt werden und durch das anschließende Anbringen des Betätigungselements gegen ein Herausrutschen aus der Durchgangsbohrung nach innen gesichert werden. Das Anbringen eines derartigen Betätigungselements ist durch einfaches Einsetzen oder Einfädeln in das Durchgangsloch möglich, so dass es ohne großen Aufwand durchgeführt werden kann.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann der Verschlussstift ein Sicherungselement aufweisen, dessen radiale Erstreckung größer als die der Durchgangsbohrung ist und das axial innenliegend von dem Verriegelungselement einen Anschlag an dem Halter bildet. Dadurch wird für den Verschlussstift in axialer Richtung eine Anschlagposition an dem Halter des Abdeckelements gebildet, so dass sich ein genau definierter Abstand des Verriegelungselements von dem Halter ergibt. Auf diese Weise kann das Verriegelungselement leicht mit dem Verriegelungsbereich des Batteriefachs in Eingriff gebracht werden. Vorteilhafterweise ist das Sicherungselement als Scheibensegment ausgeführt, so dass es im Wesentlichen flächig mit dem Halter in Anlage kommt. Für eine derartige Ausgestaltung des Sicherungselements ist die Verwendung von Normteilen möglich.
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Hinsichtlich weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen der Erfindung wird auf die Unteransprüche sowie die Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der beiliegenden Zeichnung verwiesen. In der Zeichnung zeigt:
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1 eine Vorderansicht eines erfindungsgemäßen elektrischen Geräts,
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2 eine Schnittansicht durch das elektrische Gerät im Bereich seines Batteriefachs,
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3 einen Batteriefachdeckel mit Batteriehalter des in 2 gezeigten elektrischen Geräts in perspektivischer Ansicht,
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4 den Batteriefachdeckel mit Batteriehalter aus 3 in gedrehter perspektivischer Ansicht,
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5 den Batteriefachdeckel mit Batteriehalter aus 3 in Schnittansicht,
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6 den Batteriefachdeckel mit Batteriehalter aus 3 ohne Batterien in perspektivischer Ansicht,
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7 den Verriegelungsstift des Batteriefachdeckels in perspektivischer Ansicht, und
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8 einen Ausschnitt des elektrischen, Geräts aus 1, der einen Verriegelungsbereich zeigt.
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In der Zeichnung ist ein elektrisches Gerät 1 gemäß der vorliegenden Erfindung gezeigt, das als Laserentfernungsmesser ausgebildet ist. Der Laserentfernungsmesser 1 umfasst ein Gehäuse 2, an dessen Oberseite ein Sichtfenster 3 sowie eine Tastatur 4 zur Betätigung des Laserentfernungsmessers 1 vorgesehen sind.
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In dem Gehäuse 2 ist ein Batteriefach 5 ausgebildet, das durch eine Batteriefachwandung 6 begrenzt ist und an der Gehäuseunterseite eine Einsetzöffnung 7 aufweist, die von einem rechteckigen Batteriefachdeckel 8 verschlossen ist. Der Batteriefachdeckel 8 umfasst eine Abdeckplatte 8a und verschließt die Einsetzöffnung 7 des Batteriefachs 5. Wie insbesondere in der 2 gut erkennbar ist, trägt die Abdeckplatte 8a an ihrem äußeren Rand eine umlaufende Dichtung 11, mit der ein dichter Abschluss zwischen der Abdeckplatte 8a und der Batteriefachwandung 6 hergestellt wird.
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An der Innenseite der Abdeckplatte 8a ist ein Batteriehalter 9 zur Aufnahme von vier Batterien 10 vorgesehen. Der Batteriehalter 9 ist integral mit der Abdeckplatte 8a ausgeführt und besitzt einen zentralen Träger 9a, der etwa mittig von der Abdeckplatte 8a abragt und sich in der Längsrichtung des Batteriefachdeckels 8 erstreckt. An seinen gegenüber liegenden Seiten weist der Träger 9a zwei mal drei bogenförmige Rippen 9b auf, welche Aufnahmen für die Batterien 10 bilden. Des weiteren besitzt der Batteriehalter 9 stirnseitige Halteplatten 9c, an denen elektrische Kontakte 9d, 9e für die Batterien 10 gehalten sind. Schließlich umfasst der Batteriehalter 9 eine Bodenplatte 9f, die sich zwischen den beiden stirnseitigen Halteplatten 9c erstreckt. Batteriehalter 9 und Abdeckplatte 8a sind als Kunststoffteil in einem 2-Komponenten Spritzgussverfahren hergestellt.
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In dem Batteriefachdeckel 8 ist eine Durchgangsbohrung 12 ausgebildet, welche die Abdeckplatte 8a und den Batteriehalter 9 axial durchsetzt und in eine zur Gehäuseoberseite offene Ausnehmung 23 in der Bodenplatte 9f des Batteriehalters 9 mündet. In der Durchgangsbohrung 12 ist ein Verschlussstift 13 gehalten, der die Durchgangsbohrung 12 axial durchsetzt und mit seinen Enden aus dieser heraussteht. Der Verschlussstift 13 besitzt ein stabförmiges Grundelement 14, welches an dem Endbereich, der aus der Abdeckplatte 8a an der Gehäuseunterseite vorsteht, eine Querbohrung 15 aufweist, in welcher ein Drahtbügel als Betätigungselement 16 gehalten ist. An seinem gegenüberliegenden Endbereich, welcher im Bereich der Ausnehmung 23 aus dem Bodenelement 9f des Batteriehalters 9 heraustritt, trägt das Grundelement 14 ein Verriegelungselement 19 in der Form eines Querstifts, welcher das stabförmige Grundelement 14 durchgreift. Ferner ist an dem Grundelement 14 ein Dichtring 17 gehalten, durch welchen der zwischen dem Grundelement 14 und der Durchgangsbohrung 12 gebildete Ringspalt abgedichtet wird.
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Benachbart zu dem Verschlussstift 13 ist auf der zu der Abdeckplatte 8a weisenden Seite ein Sicherungselement 18 in der Form eines Scheibensegments an dem stabförmigen Grundelement 14 vorgesehen, welches derart positioniert ist, dass es an der Bodenplatte 9f des Batteriehalters 9 in Anlage kommt, so dass der Verschlussstift 13 an dem Batteriehalter 9 axial positioniert ist.
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Wie insbesondere in der 2 gut erkennbar ist, weist die Batteriefachwandung 6 an ihrer der Einsetzöffnung 7 gegenüber liegenden Wandung 6a eine Ausnehmung 24 auf, welche zur Gehäuseoberseite offen ist. Im Bereich dieser Ausnehmung 24 ist eine Durchlassöffnung 21 vorgesehen, welche so ausgebildet ist, dass in einer vorgegebenen Position – der Öffnungsposition – der Verschlussstift 13 mit dem Verriegelungsstift 19 durch die Durchlassöffnung 21 gesteckt werden kann, wie dies in den 1 und 7 gezeigt ist. Von der Durchlassöffnung 21 ausgehend ist an dem Boden der Ausnehmung 24 eine Auflaufschräge 22 vorgesehen, die sich in Umfangsrichtung betrachtet ausgehend von der Durchlassöffnung 21 über einen Winkelbereich von 90° erstreckt. Die Anordnung ist dabei so getroffen, dass der Verriegelungsstift 19 mit den Auflaufschrägen 22 zusammenwirkt, um den Batteriefachdeckel 8 gegen das Gehäuse 2 zu ziehen, wenn der Verschlussstift 13 aus der Öffnungsstellung in eine Verriegelungsstellung verdreht wird.
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Zum Verschließen des Batteriefachs 5 wird der Batteriefachdeckel 8 mit den daran gehaltenen Batterien 10 in das Batteriefach 5 eingesetzt. Dabei wird der Verschlussstift 13 durch Drehen an dem Drahtbügel 16 in seine Öffnungsposition gebracht, in welcher der Verriegelungsstift 19 durch den Durchlass 21 gesteckt werden kann. Zum Verriegeln des Batteriefachs 5 wird der Verschlussstift 13 über den Drahtbügel 16 im Gegenuhrzeigersinn gedreht, so dass der Verschlussstift 19 über die Auflaufschräge 22 läuft und dabei den Batteriefachdeckel 8 gegen das Batteriefach 5 zieht. Dabei kommt der Dichtring 11 der Abdeckplatte 8a mit der Wand 6 des Gehäuses 5 in Anlage und bewirkt einen dichten Verschluss des Batteriefachs. Zum Austausch der Batterien 10 wird der Batteriefachdeckel 7 aus dem Batteriefach 5 herausgenommen. Dazu wird der Verschlussstift 13 über den Bügel 16 um 90° in die Öffnungsposition zurückgedreht, so dass der Verriegelungsstift 19 durch den Durchlass 21 hindurchtreten und der Batteriefachdeckel 8 vollständig aus dem Batteriefach 5 entnommen werden kann. Dann können die Batterien 10 einfach aus dem Batteriehalter 9 entnommen und gegen neue ausgetauscht werden. Dass erneute Einbringen des Batteriefachdeckels 8 in das Batteriefach 5 geschieht wie zuvor beschrieben.