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Die
Erfindung betrifft eine Trainingsvorrichtung zum Trainieren der
Koordination und eine Trainingsstrecke, die aus mehreren erfindungsgemäßen Trainingsvorrichtungen
ausgebildet ist.
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Zum
Training der Koordination von Bewegungen und des Gleichgewichtvermögens sind
Therapiekreisel bekannt, welche aus kreisförmigen Platten ausgebildet
sind, die mittig auf einem halbkugelförmigen Stützelement gelagert sind, so
dass die kreisförmige
Platte um das Stützelement
in eine beliebige Richtung abkippen kann.
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Ferner
gibt es Kippbretter, die aus einem lose auf einer Walze aufliegenden
Brett ausgebildet sind.
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Diese
Kippbretter werden üblicherweise
im Sporttraining zum Trainieren der Balancierfähigkeiten des jeweiligen Sportlers
eingesetzt.
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Der
Therapiekreisel wird hingegen zur Therapie der Gleichgewichtsfähigkeiten
nach Bein- bzw. Fußverletzungen
eingesetzt. Der Patient stellt sich hierbei auf den Kreisel und
versucht möglichst
lange den Kreisel im Gleichgewicht zu halten, ohne dass er auf eine
Seite abkippt. Da dem Patienten die physikalischen Eigenschaften
des Therapiekreisels bekannt sind, kann er nach geringer Übung in
der Regel die Kippbewegungen des Kreisels antizipieren. Hierdurch
lernt der Patient ein speziell auf den Kreisel abgestimmtes Bewegungsmuster,
das jedoch nur bedingt als Steigerung seiner allgemeinen qualitativen
Fähigkeiten
zum Halten eines Gleichgewichtes gewertet werden kann.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Trainingsvorrichtung
zum Trainieren der Koordination zu schaffen, welche möglichst
keine Antizipation der Bewegungsmuster zum Halten eines Gleichgewichtes
erlaubt. Ferner soll mit der Erfindung eine Trainingsstrecke geschaffen
werden, bei deren Überschreiten
die koordinativen Fähigkeiten
der Trainingsperson entsprechend gefördert werden.
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Die
Erfindung wird durch eine Trainingsvorrichtung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 und durch eine Trainingsstrecke mit den Merkmalen
des Anspruchs 15 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
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Die
erfindungsgemäße Trainingsvorrichtung
zum Trainieren der Koordination weist eine Standplatte auf, an deren
Unterseite ein Kippelement angeordnet ist, das als Kipplager zum
Abkippen der Standplatte bei Belastung dient. Die Trainingsvorrichtung
zeichnet sich dadurch aus, dass an der Unterseite der Standplatte ein
weichelastisches Stützelement
angeordnet ist, das im unbelasteten Zustand zumindest etwa die gleiche Höhe wie das
Kippelement aufweist und so die Standplatte bei unbelasteter Trainingsvorrichtung
etwa parallel zum Untergrund hält,
auf welchen die Trainingsvorrichtung aufliegt.
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Bei
der Belastung der Trainingsvorrichtung kippt die Standplatte um
das Kippelement, wobei das weichelastische Stützelement zusammengedrückt wird.
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Durch
das Vorsehen des weichelastischen Stützelementes kann ein Benutzer
der Trainingsvorrichtung an der unbelasteten Trainingsvorrichtung
nicht erkennen, wie die Trainingsvorrichtung wegkippt. Für den Benutzer
ist es somit nicht möglich,
die Kippbewegung der Trainingsvorrichtung vor dem erstmaligen Besteigen
der Trainingsvorrichtung zu antizipieren.
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Nach
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ist das Kippelement an unterschiedlichen Positionen
der Standplatte anordbar, so dass von einem Therapeuten oder Trainer,
der die Übungen
mit der erfindungsgemäßen Trainingsvorrichtung
betreut, die Kippeigenschaften der Trainingsvorrichtung verändert werden
können,
wodurch sich der Patient oder die Trainingsperson jeweils darauf
einstellen muss. Für
die Erfindung ist wesentlich, dass der Patient oder die Trainingsperson
die unterschiedlichen Kippeigenschaften ohne Besteigen der Trainingsvorrichtung
nicht erkennen kann und diese erst beim Besteigen der Trainingsvorrichtung
durch das Abkippen der Standplatte um das Kippelement mit seinen
Füßen fühlt.
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Vorzugsweise
können
die Kippeigenschaften durch Variieren der Höhe des Kippelementes bzw. durch Verwenden
eines elastischen Kippelementes zusätzlich verändert werden.
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Eine
erfindungsgemäße Trainingsstrecke
ist aus mehreren erfindungsgemäßen Trainingsvorrichtungen
ausgebildet, die jeweils paarweise aneinandergrenzend angeordnet
sind.
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Beim Überschreiten
einer solchen Trainingsstrecke kippen die einzelnen Standplatten
ab, wodurch die Reflexe zum Ausgleichen derartiger Kippbewegungen
des Patienten bzw. der Trainingsperson gezielt geschult werden können.
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Die
Erfindung wird nachfolgend näher
anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen erläutert. Die
Zeichnungen zeigen in:
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1 eine
erfindungsgemäße Trainingsvorrichtung
in einer Schnittdarstellung,
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2 die
Trainingsvorrichtung nach 1 im belasteten
Zustand,
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3 die
Standplatte der erfindungsgemäßen Trainingsvorrichtung
mit mehreren Ausnehmungen zum Aufnehmen jeweils eines Kippelementes
oder eines Stützelementes
in einer Ansicht von unten,
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4 die
Standplatte aus 3 entlang der Schnittlinie A–B in 3,
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5 eine
Trainingsvorrichtung mit der Standplatte aus 3 und 4 mit
einem plattenförmigen, aus
Schaumstoff ausgebildeten Stützelement,
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6 ein
stiftförmiges
Stützelement
mit einer Feder in einer Schnittdarstellung,
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7 ein
stiftförmiges
Kippelement aus einem Elastomermaterial,
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8 ein
stiftförmiges
Kippelement mit variabler Länge
in einer Schnittdarstellung,
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9 ein
stiftförmiges
Kippelement mit einer Rolle in einer Schnittdarstellung,
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10 eine
Trainingsvorrichtung mit zwei Stützelementen
nach 6 und einem Kippelement in einer Schnittdarstellung,
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11a eine Trainingsvorrichtung mit zwei Stützelementen
nach 6 und einem Kippelement in einer Ansicht von unten,
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11b eine Trainingsvorrichtung mit einem Stützelementen
nach 6 und zwei Kippelementen in einer Ansicht von
unten,
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12 eine
Trainingsvorrichtung mit einem plattenförmigen Stützelement und einem Kippelement
mit einer Rolle gemäß 9 in
einer Schnittdarstellung,
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13 eine
Trainingsstrecke mit mehreren Trainingsvorrichtungen schematisch
in einer Draufsicht, und
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14 die
Trainingsstrecke nach 13 in einem Längsschnitt
entlang der Linie B–B.
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1 zeigt
schematisch vereinfacht eine erfindungsgemäße Trainingsvorrichtung in
einer Schnittdarstellung. Die Trainingsvorrichtung 1 weist
eine Standplatte 2, ein weichelastisches Stützelement 3 und
ein Kippelement 4 auf.
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Die
Standplatte 2 ist eine steife Platte aus hartem Kunststoff
oder Holz. Das Stützelement 3 ist
eine Platte aus weichelastischem Schaumstoff, die an der Unterseite
der Standplatte 2 beispielsweise durch Kleben befestigt
ist. In dem Stützelement 3 und
der Standplatte 2 ist zumindest eine Ausnehmung 5 eingebracht,
in welchem sich das Kippelement 4 befindet. Das Kippelement 4 ist
in der vorliegenden Ausführungsbeispiel
ein starrer Bolzen, der formschlüssig
in der Standplatte 2 steckt. Die Steckverbindung zwischen
der Standplatte 2 und dem Kippelement 4 ist vorzugsweise
lösbar,
so dass das Kippelement 4 austauschbar ist.
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Die
Ausnehmung 5 ist ein Sackloch, das an der Oberseite der
Standplatte 2 nicht erkennbar ist. Die Oberseite der Standplatte 2 bildet
somit eine durchgehende gleichmäßige Oberfläche.
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Im
vorliegenden Ausführungsbeispiel
entspricht die Höhe
des Stützelementes 3 der
Höhe, mit
welcher das Kippelement 4 von der Unterseite der Standplatte 2 vorsteht.
Im unbelasteten Zustand ist die Standplatte 2 parallel
zum Untergrund 6, auf welchem die Trainingsvorrichtung 1 aufliegt,
angeordnet, da die Standplatte 2 durch das Stützelement 3 und
das Kippelement 4 auf einer gleichmäßigen Höhe bezüglich des Untergrundes 6 gehalten
wird.
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Eine
Trainingsperson oder ein Patient, der auf die erfindungsgemäße Trainingsvorrichtung
steigen soll, kann somit nicht erkennen, wo das Kippelement 4 unter
der Standplatte 2 angeordnet ist. Erst nach dem Besteigen
der Trainingsvorrichtung 1 merkt die Trainingsperson, um
welchen Kipppunkt bzw. um welche Kippachse die Standplatte 2 kippt. 2 zeigt
die erfindungsgemäße Trainingvorrichtung 1 in
einem mit einer Kraft F belasteten Zustand. Hierbei ist die Trainingsvorrichtung 1 um
den Berührungspunkt
zwischen dem Kippelement 4 und dem Untergrund 6,
der den Kipppunkt bildet, gekippt.
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3 zeigt
eine bevorzugte Ausführungsform
einer Standplatte 2 mit Blickrichtung von unten. Die Standplatte 2 ist
etwa rechteckig mit zwei kurzen Seitenkanten 7 und zwei
langen Seitenkanten 8 ausgebildet. In einem regelmäßigen Raster
bzw. Muster sind 3 × 5
Ausnehmungen 5 zur Aufnahme eines Kippelementes 4 oder
eines Stützelementes 3 ausgebildet.
An der umlaufenden Stirnfläche
der Standplatte 2 ist eine Nut 9 eingebracht (4),
in der ein umlaufender Draht 10 lagert. Der Draht 10 ist
in vorbestimmten, kurzen Abschnitten mittels Aussparungen 11 freigelegt.
Im Bereich der Aussparungen 11 können an den Draht 10 Seilzüge mittels
Karabinerhaken eingehängt
werden, die die erfindungsgemäße Trainingsvorrichtung
mit einer vorbestimmten Kraft beaufschlagen. Derartige Seilzüge sind
in Rehabilitationszentren üb lich.
Mittels eines Rollensystems und Gewichten werden üblicherweise
Kräfte
von 10 bis 250 N erzeugt, die horizontal verlaufend angreifen.
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Die
in den 3 und 4 gezeigte Halteplatte ist ein
spritzgegossenes Kunststoffteil, wobei der Draht 10 beim
Spritzgießen
in den Bereichen außerhalb
der Aussparung 11 in die Standplatte 2 eingegossen wird.
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Die
Standplatte 2 kann wie bei der Ausführungsform nach den 1 und 2 mit
einem plattenförmigen
Stützelement
aus Schaumstoffmaterial versehen werden, in welches korrespondierend
zu den Ausnehmungen 5 der Standplatte 2 korrespondierende
Ausnehmungen zum Aufnehmen eines oder mehrerer Kippelemente eingebracht
sind (5).
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Ein
weiteres weichelastisches Stützelement
ist in 6 einer Schnittdarstellung gezeigt. Dieses Stützelement 3 ist
stiftförmig
mit zwei teleskopartig ineinander verschieblichen Hülsen 12, 13 ausgebildet.
In den Hülsen 12, 13 befindet
sich eine Spiralfeder 14, wobei die beiden Hülsen 12, 13 gegen
die Federwirkung der Feder 14 ineinander schiebbar sind.
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11a zeigt schematisch die erfindungsgemäße Trainingsvorrichtung 1 mit
zwei Stützelementen 3 gemäß 6 und
einem starren Kippelement 4. Die Standplatte 2 kippt
hierbei um den Auflagepunkt des Kippelementes 4 auf den
Untergrund. Wird die Standplatte ausgehend vom Kippelement 4 in
den zu den Stützelementen 3 weisenden
Bereich I belastet, so werden die Stützelemente 3 entgegen
der Wirkung der jeweiligen Federn 14 zusammengedrückt. Wird
die Standplatte 2 hingegen ausgehend von dem Kippelement 4 von
den Stützelementen 3 wegweisenden
Bereich II belastet, so kippt die Standplatte 2 um das
Kippelement 4, wobei die beiden Stützelemente 3 vom Untergrund
abgehoben werden. Beim Lösen
der Belastung kippt die Standplatte aufgrund der Schwerkraft zurück in die
Ausgangsstellung.
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11b zeigt eine alternative Anordnung mit zwei
Kippelementen 4, die eine Kippachse 15 festlegen, um
welche die Trainingsvorrichtung 1 kippbar ist. Diese Kippachse 15 teilt
die Traininingsvorrichtung wiederum in zwei Bereiche I, II, wobei
der Be reich II die größere Fläche und
damit die größere Masse
aufweist, weshalb zumindest in diesem größeren Bereich ein weichelastisches
Stützelement 3 vorzusehen
ist.
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Im
Rahmen der Erfindung ist es selbstverständlich möglich und beabsichtigt, die
Anordnung der Kippelemente und der Stützelemente zu variieren. Je
näher die
Stützelemente
an den Kippelementen angeordnet sind, desto weniger stark werden
sie bei einer Belastung zusammengedrückt und desto leichter lässt sich
die Standplatte 2 kippen. Es können auch mehrere Stützelemente 3 an
einer oder beiden Seiten der Kippachse 15 angeordnet werden,
um die Kippkräfte
entsprechend zu justieren.
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Im
Rahmen der Erfindung können
auch Stützelemente
vorgesehen sein, die kürzer
als das bzw. die Kippelemente sind, so dass sie den Schwenkwinkel
begrenzen. Der Schwenkwinkelbereich kann durch Verändern des
Abstandes der kurzen Stützelemente
von den Kippelementen variiert werden.
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Bei
den Ausführungsformen
nach 11a und 11b weisen
die Stützelemente 3 und
die Kippelemente 4 jeweils die gleiche Höhe auf.
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10 zeigt
in der Seitenansicht schematisch vereinfacht eine Ausführungsform,
bei welcher Stützelemente 3 vorgesehen
sind, die länger
ausgebildet sind, als das hierbei verwendete Kippelement 4.
Bei einer Belastung senkt sich dann die Standplatte 2,
bis das Kippelement 4 auf dem Untergrund 6 aufliegt.
Danach kippt die Standplatte 2 um den Auflagepunkt des
Kippelementes 4 auf dem Untergrund 6. Mit einer
solchen Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Trainingsvorrichtung
wird somit eine kombinierte Senk- und Kippbewegung bei Belastung
erzeugt.
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Eine
solche Senk- und Kippbewegung kann auch mit einem aus Elastomermaterial
ausgebildeten Kippelement 4 (7) erzeugt
werden. Ein solches Kippelement 4 wird bei Belastung um
einen bestimmten Betrag komprimiert, wodurch die Standplatte entsprechend
gesenkt wird, bevor die Kippbewegung eingeleitet wird. Ist das Elastomermaterial
weichelastisch, so dass es bei Belastung mit dem Körpergewicht
einer Trainingsperson um mindestens 30% seiner Gesamtlänge gegenüber dem
un belasteten Zustand komprimiert wird, so kann es auch als Stützelement
verwendet werden.
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8 zeigt
in einer Schnittdarstellung ein Kippelement 4, das aus
zwei Hülsen 16, 17 ausgebildet
ist. Die beiden Hülsen
weisen korrespondierende Gewinde auf, so dass sie miteinander verschraubt
sind. Durch das Vorsehen der Schraubverbindung ist die Höhe des Kippelementes 4 variabel
einstellbar.
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Eine
weitere Ausführungsform
eines Kippelementes ist in 9 gezeigt.
Dieses Kippelement 4 weist wiederum die Form eines Bolzens
auf, der mit seinem oberen Ende eine in eine korrespondierende Ausnehmung 5 der
Standplatte 2 einsteckbar ist. An seinem unteren, freien
Ende ist das Kippelement 4 mit einer Rolle 18 versehen.
Die Rolle 18 kann sowohl als zylinderförmige Walze als auch als Kugel
ausgebildet sein. Durch das Vorsehen der Rolle kann das Kippelement 4 auf
dem Untergrund zumindest in eine Richtung und vorzugsweise in einer
Ebene abrollen.
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12 zeigt
eine Trainingsvorrichtung mit dem Kippelement 4 nach 9.
Diese Trainingsvorrichtung 1 weist wiederum eine Standplatte 2 und
ein plattenförmiges
Stützelement 3 aus
einem weichelastischen Material auf. In einer der Ausnehmungen 5 ist
das Kippelement 4 mit der Rolle 18 eingesetzt,
wobei die Länge, durch
das das Kippelement 4 an der Unterseite der Standplatte 2 vorsteht,
kleiner als die Höhe
des plattenförmigen
Stützelementes 3 ist.
Bei Belastung der Standplatte 2 senkt sich diese somit
zunächst
ab, bis die Rolle 18 am Untergrund aufliegt. Danach kann
die Trainingsvorrichtung 1 auf dem Untergrund in eine beliebige
Richtung abrollen und um das Kippelement 4 kippen, wobei
die Bewegungen durch das elastische Stützelement 3 gedämpft werden.
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Die
oben beschriebenen Trainingsvorrichtungen weisen in der Draufsicht
eine rechteckige Form auf. Im Rahmen der Erfindung ist es selbstverständlich auch
möglich,
die Trainingsvorrichtung mit einer anderen Form auszubilden. Es
ist zweckmäßig, die
Form so zu wählen,
dass mehrere Trainingsvorrichtungen mosaikartig zu einer lückenlosen
Fläche
zusammensetzbar sind. In 3 sind entsprechende Formen
von Trainingsvorrichtungen gezeigt. Vorzugsweise sind die Trainingsvorrichtungen 1 am Randbereich
mit Kopplungselementen versehen, mit welchen mehrere Trainingsvorrichtungen
zu einer Trainingsstrecke koppelbar sind. Es ist jedoch nicht notwendig,
dass in einer solchen Trainingsstrecke alle Trainingsvorrichtungen
aneinandergekoppelt sind. In einer solchen Trainingsstrecke kann
zum Beispiel auch eine Trainingsvorrichtung vorgesehen sein, an
dessen Unterseite drei oder vier starre Stützelemente mit jeweils einer
Rolle zum Aufliegen auf dem Untergrund vorgesehen sind. Eine solche
Trainingsvorrichtung rollt lediglich auf dem Untergrund ab, ohne dass
es sich bei Belastung senkt oder kippt.
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Die
einzelnen Standplatten der Trainingsvorrichtung können nicht
nur beweglich aneinander gekoppelt werden, sondern auch starr miteinander
verbunden werden. Eine solche starre Verbindung kann beispielsweise
mittels einem System aus einer Schwalbenschwanznut und einer korrespondierenden
Feder im Bereich der Stirnkanten der Standplatten ausgebildet sein.
Derart starr miteinander gekoppelte Standplatten bilden somit eine
einzelne Trainingsvorrichtung. Diese Trainingsvorrichtung kann wiederum
im Rahmen einer Trainingsstrecke mit weiteren Trainingsvorrichtungen
kombiniert sein.
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Innerhalb
einer solchen Trainingsstrecke ist es zweckmäßig, dass alle Trainingsvorrichtungen
im unbelasteten Zustand die gleiche Höhe aufweisen, so dass der Patient
bzw. die Trainingsperson eine ebenflächige Oberfläche beschreiten
kann, die sich jedoch bereichsweise sehr unterschiedlich verhält, da sie
in einer beliebigen Richtung abkippen kann oder einzelne Bereiche
sich absenken oder am Untergrund abrollen können.
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Mehrere
Trainingsvorrichtungen 1 können auch mittels einer Kopplungsplatte 19 zu
einer Trainingsstrecke gekoppelt werden (13, 14).
Die Kopplungsplatte 19 deckt den Bereich von mehreren Trainingsvorrichtungen 1 ab.
Die Kopplungsplatte 19 ist beispielsweise aus einer weichelastischen
Matte ausgebildet, in welcher Ausnehmungen zum Aufnehmen jeweils
einer Trainingsvorrichtung 1 ausgebildet sind. Die Ausnehmungen
sind nach unten hin offen, sodass die Kopplungsplatte eine durchgehende,
ebenflächige Oberseite
aufweist. Vorzugsweise ist der Abstand zwischen zwei benachbarten
Trainingsvorrichtungen innerhalb dieser Trainingsstrecke mög lichst
gering, sodass keine großen
Lücken
auftreten, in welche man treten kann. Bei einer Abwandlung können auch
in dem Zwischenbereich zwischen zwei benachbarten Ausnehmungen Verstärkungselemente
in die Kopplungsplatte 19 eingebracht werden, die vorzugsweise
unmittelbar unter der oberen Oberfläche der Kopplungsplatte 19 angeordnet
sind, sodass beim Auftreten auf einen Zwischenbereich zwischen zwei
Trainingsvorrichtungen die benachbarten Trainingsvorrichtungen von
dem jeweiligen Verstärkungselement
beaufschlagt werden und abkippen. Hierdurch wird im gesamten Bereich
der Kopplungsplatte eine durchgehende stetige, unterschiedlich nachgebende
Oberfläche
geschaffen.
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Die
Anordnung der Trainingsvorrichtungen 1 kann an der Oberseite
der Kopplungsplatte 19 markiert sein, wobei zumindest der
Rand der einzelnen Trainingsvorrichtungen dargestellt ist. Es ist
jedoch auch möglich,
eine derartige Markierung wegzulassen, sodass die Position der einzelnen
Trainingsvorrichtungen an der Oberseite der Kopplungsplatte 19 nicht
erkennbar ist.
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Weiterhin
kann die Kopplungsplatte dahingehend abgewandelt werden, dass anstelle
von nach unten offenen Ausnehmungen Durchgangsöffnungen vorgesehen sind, in
welchen jeweils eine Trainingsvorrichtung 1 angeordnet
ist. Die einzelnen Trainingsvorrichtungen 1 werden somit
von der Kopplungsplatte 19 umschlossen. Bei einer solchen
Ausführungsform
kann die Kopplungsplatte selbstverständlich auch aus einem starren Material
ausgebildet sein. Vorzugsweise ist die Höhe der Kopplungsplatte bei
dieser Ausführungsform
geringer als die Höhe
der einzelnen Trainingsvorrichtungen 1.
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Die
Erfindung kann folgendermaßen
kurz zusammengefasst werden:
Die Erfindung betrifft eine Trainingsvorrichtung
zum Trainieren der Koordination. Die Trainingsvorrichtung weist
eine Standplatte und ein an der Unterseite der Standplatte angeordnetes
Kippelement auf. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass ein weichelastisches
Stützelement
an der Unterseite der Standplatte vorgesehen ist, das im unbelasteten
Zustand zumindest etwa die gleiche Höhe wie das Kippelement aufweist.
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Hierdurch
ist die Standplatte etwa parallel zum Untergrund angeordnet, so
dass vor dem Besteigen der Trainingsvorrichtung nicht erkannt werden
kann, wie die Trainingsvorrichtung kippt. Bezugszeichenliste:
| 1 | Trainingsvorrichtung |
| 2 | Standplatte |
| 3 | Stützelement |
| 4 | Kippelement |
| 5 | Ausnehmung |
| 6 | Untergrund |
| 7 | kurze
Seitenkante |
| 8 | lange
Seitenkante |
| 9 | Nut |
| 10 | Draht |
| 11 | Aussparung |
| 12 | Hülse |
| 13 | Hülse |
| 14 | Feder |
| 15 | Kippachse |
| 16 | Hülse |
| 17 | Hülse |
| 18 | Rolle |
| 19 | Kopplungsplatte |