DE102008056618A1 - Trainingsvorrichtung und Trainingsstrecke - Google Patents

Trainingsvorrichtung und Trainingsstrecke Download PDF

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Trainingsvorrichtung zum Trainieren der Koordination. Die Trainingsvorrichtung weist eine Standplatte und ein an der Unterseite der Standplatte angeordnetes Kippelement auf. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass ein weichelastisches Stützelement an der Unterseite der Standplatte vorgesehen ist, das im unbelasteten Zustand zumindest etwa die gleiche Höhe wie das Kippelement aufweist. Hierdurch ist die Standplatte etwa parallel zum Untergrund angeordnet, so dass vor dem Besteigen der Trainingsvorrichtung nicht erkannt werden kann, wie die Trainingsvorrichtung kippt.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Trainingsvorrichtung zum Trainieren der Koordination und eine Trainingsstrecke, die aus mehreren erfindungsgemäßen Trainingsvorrichtungen ausgebildet ist.
  • Zum Training der Koordination von Bewegungen und des Gleichgewichtvermögens sind Therapiekreisel bekannt, welche aus kreisförmigen Platten ausgebildet sind, die mittig auf einem halbkugelförmigen Stützelement gelagert sind, so dass die kreisförmige Platte um das Stützelement in eine beliebige Richtung abkippen kann.
  • Ferner gibt es Kippbretter, die aus einem lose auf einer Walze aufliegenden Brett ausgebildet sind.
  • Diese Kippbretter werden üblicherweise im Sporttraining zum Trainieren der Balancierfähigkeiten des jeweiligen Sportlers eingesetzt.
  • Der Therapiekreisel wird hingegen zur Therapie der Gleichgewichtsfähigkeiten nach Bein- bzw. Fußverletzungen eingesetzt. Der Patient stellt sich hierbei auf den Kreisel und versucht möglichst lange den Kreisel im Gleichgewicht zu halten, ohne dass er auf eine Seite abkippt. Da dem Patienten die physikalischen Eigenschaften des Therapiekreisels bekannt sind, kann er nach geringer Übung in der Regel die Kippbewegungen des Kreisels antizipieren. Hierdurch lernt der Patient ein speziell auf den Kreisel abgestimmtes Bewegungsmuster, das jedoch nur bedingt als Steigerung seiner allgemeinen qualitativen Fähigkeiten zum Halten eines Gleichgewichtes gewertet werden kann.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Trainingsvorrichtung zum Trainieren der Koordination zu schaffen, welche möglichst keine Antizipation der Bewegungsmuster zum Halten eines Gleichgewichtes erlaubt. Ferner soll mit der Erfindung eine Trainingsstrecke geschaffen werden, bei deren Überschreiten die koordinativen Fähigkeiten der Trainingsperson entsprechend gefördert werden.
  • Die Erfindung wird durch eine Trainingsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und durch eine Trainingsstrecke mit den Merkmalen des Anspruchs 15 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • Die erfindungsgemäße Trainingsvorrichtung zum Trainieren der Koordination weist eine Standplatte auf, an deren Unterseite ein Kippelement angeordnet ist, das als Kipplager zum Abkippen der Standplatte bei Belastung dient. Die Trainingsvorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass an der Unterseite der Standplatte ein weichelastisches Stützelement angeordnet ist, das im unbelasteten Zustand zumindest etwa die gleiche Höhe wie das Kippelement aufweist und so die Standplatte bei unbelasteter Trainingsvorrichtung etwa parallel zum Untergrund hält, auf welchen die Trainingsvorrichtung aufliegt.
  • Bei der Belastung der Trainingsvorrichtung kippt die Standplatte um das Kippelement, wobei das weichelastische Stützelement zusammengedrückt wird.
  • Durch das Vorsehen des weichelastischen Stützelementes kann ein Benutzer der Trainingsvorrichtung an der unbelasteten Trainingsvorrichtung nicht erkennen, wie die Trainingsvorrichtung wegkippt. Für den Benutzer ist es somit nicht möglich, die Kippbewegung der Trainingsvorrichtung vor dem erstmaligen Besteigen der Trainingsvorrichtung zu antizipieren.
  • Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Kippelement an unterschiedlichen Positionen der Standplatte anordbar, so dass von einem Therapeuten oder Trainer, der die Übungen mit der erfindungsgemäßen Trainingsvorrichtung betreut, die Kippeigenschaften der Trainingsvorrichtung verändert werden können, wodurch sich der Patient oder die Trainingsperson jeweils darauf einstellen muss. Für die Erfindung ist wesentlich, dass der Patient oder die Trainingsperson die unterschiedlichen Kippeigenschaften ohne Besteigen der Trainingsvorrichtung nicht erkennen kann und diese erst beim Besteigen der Trainingsvorrichtung durch das Abkippen der Standplatte um das Kippelement mit seinen Füßen fühlt.
  • Vorzugsweise können die Kippeigenschaften durch Variieren der Höhe des Kippelementes bzw. durch Verwenden eines elastischen Kippelementes zusätzlich verändert werden.
  • Eine erfindungsgemäße Trainingsstrecke ist aus mehreren erfindungsgemäßen Trainingsvorrichtungen ausgebildet, die jeweils paarweise aneinandergrenzend angeordnet sind.
  • Beim Überschreiten einer solchen Trainingsstrecke kippen die einzelnen Standplatten ab, wodurch die Reflexe zum Ausgleichen derartiger Kippbewegungen des Patienten bzw. der Trainingsperson gezielt geschult werden können.
  • Die Erfindung wird nachfolgend näher anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen erläutert. Die Zeichnungen zeigen in:
  • 1 eine erfindungsgemäße Trainingsvorrichtung in einer Schnittdarstellung,
  • 2 die Trainingsvorrichtung nach 1 im belasteten Zustand,
  • 3 die Standplatte der erfindungsgemäßen Trainingsvorrichtung mit mehreren Ausnehmungen zum Aufnehmen jeweils eines Kippelementes oder eines Stützelementes in einer Ansicht von unten,
  • 4 die Standplatte aus 3 entlang der Schnittlinie A–B in 3,
  • 5 eine Trainingsvorrichtung mit der Standplatte aus 3 und 4 mit einem plattenförmigen, aus Schaumstoff ausgebildeten Stützelement,
  • 6 ein stiftförmiges Stützelement mit einer Feder in einer Schnittdarstellung,
  • 7 ein stiftförmiges Kippelement aus einem Elastomermaterial,
  • 8 ein stiftförmiges Kippelement mit variabler Länge in einer Schnittdarstellung,
  • 9 ein stiftförmiges Kippelement mit einer Rolle in einer Schnittdarstellung,
  • 10 eine Trainingsvorrichtung mit zwei Stützelementen nach 6 und einem Kippelement in einer Schnittdarstellung,
  • 11a eine Trainingsvorrichtung mit zwei Stützelementen nach 6 und einem Kippelement in einer Ansicht von unten,
  • 11b eine Trainingsvorrichtung mit einem Stützelementen nach 6 und zwei Kippelementen in einer Ansicht von unten,
  • 12 eine Trainingsvorrichtung mit einem plattenförmigen Stützelement und einem Kippelement mit einer Rolle gemäß 9 in einer Schnittdarstellung,
  • 13 eine Trainingsstrecke mit mehreren Trainingsvorrichtungen schematisch in einer Draufsicht, und
  • 14 die Trainingsstrecke nach 13 in einem Längsschnitt entlang der Linie B–B.
  • 1 zeigt schematisch vereinfacht eine erfindungsgemäße Trainingsvorrichtung in einer Schnittdarstellung. Die Trainingsvorrichtung 1 weist eine Standplatte 2, ein weichelastisches Stützelement 3 und ein Kippelement 4 auf.
  • Die Standplatte 2 ist eine steife Platte aus hartem Kunststoff oder Holz. Das Stützelement 3 ist eine Platte aus weichelastischem Schaumstoff, die an der Unterseite der Standplatte 2 beispielsweise durch Kleben befestigt ist. In dem Stützelement 3 und der Standplatte 2 ist zumindest eine Ausnehmung 5 eingebracht, in welchem sich das Kippelement 4 befindet. Das Kippelement 4 ist in der vorliegenden Ausführungsbeispiel ein starrer Bolzen, der formschlüssig in der Standplatte 2 steckt. Die Steckverbindung zwischen der Standplatte 2 und dem Kippelement 4 ist vorzugsweise lösbar, so dass das Kippelement 4 austauschbar ist.
  • Die Ausnehmung 5 ist ein Sackloch, das an der Oberseite der Standplatte 2 nicht erkennbar ist. Die Oberseite der Standplatte 2 bildet somit eine durchgehende gleichmäßige Oberfläche.
  • Im vorliegenden Ausführungsbeispiel entspricht die Höhe des Stützelementes 3 der Höhe, mit welcher das Kippelement 4 von der Unterseite der Standplatte 2 vorsteht. Im unbelasteten Zustand ist die Standplatte 2 parallel zum Untergrund 6, auf welchem die Trainingsvorrichtung 1 aufliegt, angeordnet, da die Standplatte 2 durch das Stützelement 3 und das Kippelement 4 auf einer gleichmäßigen Höhe bezüglich des Untergrundes 6 gehalten wird.
  • Eine Trainingsperson oder ein Patient, der auf die erfindungsgemäße Trainingsvorrichtung steigen soll, kann somit nicht erkennen, wo das Kippelement 4 unter der Standplatte 2 angeordnet ist. Erst nach dem Besteigen der Trainingsvorrichtung 1 merkt die Trainingsperson, um welchen Kipppunkt bzw. um welche Kippachse die Standplatte 2 kippt. 2 zeigt die erfindungsgemäße Trainingvorrichtung 1 in einem mit einer Kraft F belasteten Zustand. Hierbei ist die Trainingsvorrichtung 1 um den Berührungspunkt zwischen dem Kippelement 4 und dem Untergrund 6, der den Kipppunkt bildet, gekippt.
  • 3 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform einer Standplatte 2 mit Blickrichtung von unten. Die Standplatte 2 ist etwa rechteckig mit zwei kurzen Seitenkanten 7 und zwei langen Seitenkanten 8 ausgebildet. In einem regelmäßigen Raster bzw. Muster sind 3 × 5 Ausnehmungen 5 zur Aufnahme eines Kippelementes 4 oder eines Stützelementes 3 ausgebildet. An der umlaufenden Stirnfläche der Standplatte 2 ist eine Nut 9 eingebracht (4), in der ein umlaufender Draht 10 lagert. Der Draht 10 ist in vorbestimmten, kurzen Abschnitten mittels Aussparungen 11 freigelegt. Im Bereich der Aussparungen 11 können an den Draht 10 Seilzüge mittels Karabinerhaken eingehängt werden, die die erfindungsgemäße Trainingsvorrichtung mit einer vorbestimmten Kraft beaufschlagen. Derartige Seilzüge sind in Rehabilitationszentren üb lich. Mittels eines Rollensystems und Gewichten werden üblicherweise Kräfte von 10 bis 250 N erzeugt, die horizontal verlaufend angreifen.
  • Die in den 3 und 4 gezeigte Halteplatte ist ein spritzgegossenes Kunststoffteil, wobei der Draht 10 beim Spritzgießen in den Bereichen außerhalb der Aussparung 11 in die Standplatte 2 eingegossen wird.
  • Die Standplatte 2 kann wie bei der Ausführungsform nach den 1 und 2 mit einem plattenförmigen Stützelement aus Schaumstoffmaterial versehen werden, in welches korrespondierend zu den Ausnehmungen 5 der Standplatte 2 korrespondierende Ausnehmungen zum Aufnehmen eines oder mehrerer Kippelemente eingebracht sind (5).
  • Ein weiteres weichelastisches Stützelement ist in 6 einer Schnittdarstellung gezeigt. Dieses Stützelement 3 ist stiftförmig mit zwei teleskopartig ineinander verschieblichen Hülsen 12, 13 ausgebildet. In den Hülsen 12, 13 befindet sich eine Spiralfeder 14, wobei die beiden Hülsen 12, 13 gegen die Federwirkung der Feder 14 ineinander schiebbar sind.
  • 11a zeigt schematisch die erfindungsgemäße Trainingsvorrichtung 1 mit zwei Stützelementen 3 gemäß 6 und einem starren Kippelement 4. Die Standplatte 2 kippt hierbei um den Auflagepunkt des Kippelementes 4 auf den Untergrund. Wird die Standplatte ausgehend vom Kippelement 4 in den zu den Stützelementen 3 weisenden Bereich I belastet, so werden die Stützelemente 3 entgegen der Wirkung der jeweiligen Federn 14 zusammengedrückt. Wird die Standplatte 2 hingegen ausgehend von dem Kippelement 4 von den Stützelementen 3 wegweisenden Bereich II belastet, so kippt die Standplatte 2 um das Kippelement 4, wobei die beiden Stützelemente 3 vom Untergrund abgehoben werden. Beim Lösen der Belastung kippt die Standplatte aufgrund der Schwerkraft zurück in die Ausgangsstellung.
  • 11b zeigt eine alternative Anordnung mit zwei Kippelementen 4, die eine Kippachse 15 festlegen, um welche die Trainingsvorrichtung 1 kippbar ist. Diese Kippachse 15 teilt die Traininingsvorrichtung wiederum in zwei Bereiche I, II, wobei der Be reich II die größere Fläche und damit die größere Masse aufweist, weshalb zumindest in diesem größeren Bereich ein weichelastisches Stützelement 3 vorzusehen ist.
  • Im Rahmen der Erfindung ist es selbstverständlich möglich und beabsichtigt, die Anordnung der Kippelemente und der Stützelemente zu variieren. Je näher die Stützelemente an den Kippelementen angeordnet sind, desto weniger stark werden sie bei einer Belastung zusammengedrückt und desto leichter lässt sich die Standplatte 2 kippen. Es können auch mehrere Stützelemente 3 an einer oder beiden Seiten der Kippachse 15 angeordnet werden, um die Kippkräfte entsprechend zu justieren.
  • Im Rahmen der Erfindung können auch Stützelemente vorgesehen sein, die kürzer als das bzw. die Kippelemente sind, so dass sie den Schwenkwinkel begrenzen. Der Schwenkwinkelbereich kann durch Verändern des Abstandes der kurzen Stützelemente von den Kippelementen variiert werden.
  • Bei den Ausführungsformen nach 11a und 11b weisen die Stützelemente 3 und die Kippelemente 4 jeweils die gleiche Höhe auf.
  • 10 zeigt in der Seitenansicht schematisch vereinfacht eine Ausführungsform, bei welcher Stützelemente 3 vorgesehen sind, die länger ausgebildet sind, als das hierbei verwendete Kippelement 4. Bei einer Belastung senkt sich dann die Standplatte 2, bis das Kippelement 4 auf dem Untergrund 6 aufliegt. Danach kippt die Standplatte 2 um den Auflagepunkt des Kippelementes 4 auf dem Untergrund 6. Mit einer solchen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Trainingsvorrichtung wird somit eine kombinierte Senk- und Kippbewegung bei Belastung erzeugt.
  • Eine solche Senk- und Kippbewegung kann auch mit einem aus Elastomermaterial ausgebildeten Kippelement 4 (7) erzeugt werden. Ein solches Kippelement 4 wird bei Belastung um einen bestimmten Betrag komprimiert, wodurch die Standplatte entsprechend gesenkt wird, bevor die Kippbewegung eingeleitet wird. Ist das Elastomermaterial weichelastisch, so dass es bei Belastung mit dem Körpergewicht einer Trainingsperson um mindestens 30% seiner Gesamtlänge gegenüber dem un belasteten Zustand komprimiert wird, so kann es auch als Stützelement verwendet werden.
  • 8 zeigt in einer Schnittdarstellung ein Kippelement 4, das aus zwei Hülsen 16, 17 ausgebildet ist. Die beiden Hülsen weisen korrespondierende Gewinde auf, so dass sie miteinander verschraubt sind. Durch das Vorsehen der Schraubverbindung ist die Höhe des Kippelementes 4 variabel einstellbar.
  • Eine weitere Ausführungsform eines Kippelementes ist in 9 gezeigt. Dieses Kippelement 4 weist wiederum die Form eines Bolzens auf, der mit seinem oberen Ende eine in eine korrespondierende Ausnehmung 5 der Standplatte 2 einsteckbar ist. An seinem unteren, freien Ende ist das Kippelement 4 mit einer Rolle 18 versehen. Die Rolle 18 kann sowohl als zylinderförmige Walze als auch als Kugel ausgebildet sein. Durch das Vorsehen der Rolle kann das Kippelement 4 auf dem Untergrund zumindest in eine Richtung und vorzugsweise in einer Ebene abrollen.
  • 12 zeigt eine Trainingsvorrichtung mit dem Kippelement 4 nach 9. Diese Trainingsvorrichtung 1 weist wiederum eine Standplatte 2 und ein plattenförmiges Stützelement 3 aus einem weichelastischen Material auf. In einer der Ausnehmungen 5 ist das Kippelement 4 mit der Rolle 18 eingesetzt, wobei die Länge, durch das das Kippelement 4 an der Unterseite der Standplatte 2 vorsteht, kleiner als die Höhe des plattenförmigen Stützelementes 3 ist. Bei Belastung der Standplatte 2 senkt sich diese somit zunächst ab, bis die Rolle 18 am Untergrund aufliegt. Danach kann die Trainingsvorrichtung 1 auf dem Untergrund in eine beliebige Richtung abrollen und um das Kippelement 4 kippen, wobei die Bewegungen durch das elastische Stützelement 3 gedämpft werden.
  • Die oben beschriebenen Trainingsvorrichtungen weisen in der Draufsicht eine rechteckige Form auf. Im Rahmen der Erfindung ist es selbstverständlich auch möglich, die Trainingsvorrichtung mit einer anderen Form auszubilden. Es ist zweckmäßig, die Form so zu wählen, dass mehrere Trainingsvorrichtungen mosaikartig zu einer lückenlosen Fläche zusammensetzbar sind. In 3 sind entsprechende Formen von Trainingsvorrichtungen gezeigt. Vorzugsweise sind die Trainingsvorrichtungen 1 am Randbereich mit Kopplungselementen versehen, mit welchen mehrere Trainingsvorrichtungen zu einer Trainingsstrecke koppelbar sind. Es ist jedoch nicht notwendig, dass in einer solchen Trainingsstrecke alle Trainingsvorrichtungen aneinandergekoppelt sind. In einer solchen Trainingsstrecke kann zum Beispiel auch eine Trainingsvorrichtung vorgesehen sein, an dessen Unterseite drei oder vier starre Stützelemente mit jeweils einer Rolle zum Aufliegen auf dem Untergrund vorgesehen sind. Eine solche Trainingsvorrichtung rollt lediglich auf dem Untergrund ab, ohne dass es sich bei Belastung senkt oder kippt.
  • Die einzelnen Standplatten der Trainingsvorrichtung können nicht nur beweglich aneinander gekoppelt werden, sondern auch starr miteinander verbunden werden. Eine solche starre Verbindung kann beispielsweise mittels einem System aus einer Schwalbenschwanznut und einer korrespondierenden Feder im Bereich der Stirnkanten der Standplatten ausgebildet sein. Derart starr miteinander gekoppelte Standplatten bilden somit eine einzelne Trainingsvorrichtung. Diese Trainingsvorrichtung kann wiederum im Rahmen einer Trainingsstrecke mit weiteren Trainingsvorrichtungen kombiniert sein.
  • Innerhalb einer solchen Trainingsstrecke ist es zweckmäßig, dass alle Trainingsvorrichtungen im unbelasteten Zustand die gleiche Höhe aufweisen, so dass der Patient bzw. die Trainingsperson eine ebenflächige Oberfläche beschreiten kann, die sich jedoch bereichsweise sehr unterschiedlich verhält, da sie in einer beliebigen Richtung abkippen kann oder einzelne Bereiche sich absenken oder am Untergrund abrollen können.
  • Mehrere Trainingsvorrichtungen 1 können auch mittels einer Kopplungsplatte 19 zu einer Trainingsstrecke gekoppelt werden (13, 14). Die Kopplungsplatte 19 deckt den Bereich von mehreren Trainingsvorrichtungen 1 ab. Die Kopplungsplatte 19 ist beispielsweise aus einer weichelastischen Matte ausgebildet, in welcher Ausnehmungen zum Aufnehmen jeweils einer Trainingsvorrichtung 1 ausgebildet sind. Die Ausnehmungen sind nach unten hin offen, sodass die Kopplungsplatte eine durchgehende, ebenflächige Oberseite aufweist. Vorzugsweise ist der Abstand zwischen zwei benachbarten Trainingsvorrichtungen innerhalb dieser Trainingsstrecke mög lichst gering, sodass keine großen Lücken auftreten, in welche man treten kann. Bei einer Abwandlung können auch in dem Zwischenbereich zwischen zwei benachbarten Ausnehmungen Verstärkungselemente in die Kopplungsplatte 19 eingebracht werden, die vorzugsweise unmittelbar unter der oberen Oberfläche der Kopplungsplatte 19 angeordnet sind, sodass beim Auftreten auf einen Zwischenbereich zwischen zwei Trainingsvorrichtungen die benachbarten Trainingsvorrichtungen von dem jeweiligen Verstärkungselement beaufschlagt werden und abkippen. Hierdurch wird im gesamten Bereich der Kopplungsplatte eine durchgehende stetige, unterschiedlich nachgebende Oberfläche geschaffen.
  • Die Anordnung der Trainingsvorrichtungen 1 kann an der Oberseite der Kopplungsplatte 19 markiert sein, wobei zumindest der Rand der einzelnen Trainingsvorrichtungen dargestellt ist. Es ist jedoch auch möglich, eine derartige Markierung wegzulassen, sodass die Position der einzelnen Trainingsvorrichtungen an der Oberseite der Kopplungsplatte 19 nicht erkennbar ist.
  • Weiterhin kann die Kopplungsplatte dahingehend abgewandelt werden, dass anstelle von nach unten offenen Ausnehmungen Durchgangsöffnungen vorgesehen sind, in welchen jeweils eine Trainingsvorrichtung 1 angeordnet ist. Die einzelnen Trainingsvorrichtungen 1 werden somit von der Kopplungsplatte 19 umschlossen. Bei einer solchen Ausführungsform kann die Kopplungsplatte selbstverständlich auch aus einem starren Material ausgebildet sein. Vorzugsweise ist die Höhe der Kopplungsplatte bei dieser Ausführungsform geringer als die Höhe der einzelnen Trainingsvorrichtungen 1.
  • Die Erfindung kann folgendermaßen kurz zusammengefasst werden:
    Die Erfindung betrifft eine Trainingsvorrichtung zum Trainieren der Koordination. Die Trainingsvorrichtung weist eine Standplatte und ein an der Unterseite der Standplatte angeordnetes Kippelement auf. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass ein weichelastisches Stützelement an der Unterseite der Standplatte vorgesehen ist, das im unbelasteten Zustand zumindest etwa die gleiche Höhe wie das Kippelement aufweist.
  • Hierdurch ist die Standplatte etwa parallel zum Untergrund angeordnet, so dass vor dem Besteigen der Trainingsvorrichtung nicht erkannt werden kann, wie die Trainingsvorrichtung kippt. Bezugszeichenliste:
    1 Trainingsvorrichtung
    2 Standplatte
    3 Stützelement
    4 Kippelement
    5 Ausnehmung
    6 Untergrund
    7 kurze Seitenkante
    8 lange Seitenkante
    9 Nut
    10 Draht
    11 Aussparung
    12 Hülse
    13 Hülse
    14 Feder
    15 Kippachse
    16 Hülse
    17 Hülse
    18 Rolle
    19 Kopplungsplatte

Claims (22)

  1. Trainingsvorrichtung zum Trainieren der Koordination mit einer Standplatte (2) und einem an der Unterseite der Standplatte (2) angeordneten Kippelement (4), das als Kipplager zum Abkippen der Standplatte (2) bei Belastung dient, und einem weichelastischen Stützelement (3), das an der Unterseite der Standplatte (2) angeordnet ist und im unbelasteten Zustand zumindest etwa die gleiche Höhe wie das Kippelement (4) aufweist.
  2. Trainingsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite der Standplatte (2) mehrere Ausnehmungen (5) zum Aufnehmen jeweils eines Kippelementes (4) vorgesehen sind.
  3. Trainingsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (5) in einem regelmäßigen Muster angeordnet sind.
  4. Trainingsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Kippelement (4) als Bolzen ausgebildet ist, der mit einem Ende an der Unterseite der Standplatte (2) befestigt ist und mit seinem anderen, freien Ende von der Standplatte (2) nach unten zum Aufliegen auf einem Untergrund (6) vorsteht.
  5. Trainingsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Kippelement (4) mit einer Rolle (18) zum Aufliegen auf einem Untergrund (6) versehen ist.
  6. Trainingsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Kippelement (4) höhenverstellbar ausgebildet ist.
  7. Trainingsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Kippelement (4) teleskopartig elastisch ausgebildet ist.
  8. Trainingsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Kippelement (4) aus einem Elastomer ausgebildet ist.
  9. Trainingsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das weichelastische Stützelement (3) aus einem elastischen Schaumstoffmaterial ausgebildet ist.
  10. Trainingsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützelement (3) plattenförmig ausgebildet und dessen Fläche nur geringfügig kleiner als die Unterseite der Standplatte (2) ist, wobei an den Bereichen, an welchen ein Kippelement (4) anordbar ist, im Stützelement (3) entsprechende Ausnehmungen (5) zum Aufnehmen eines Kippelementes (4) ausgebildet sind.
  11. Trainingsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das weichelastische Stützelement (3) ein Federelement (14) aufweist.
  12. Trainingsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Standplatte (2) und zumindest ein Kippelement (4) einteilig ausgebildet sind.
  13. Trainingsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das weichelastische Stützelement (3) im unbelasteten Zustand etwa die gleiche Höhe wie das Kippelement (4) aufweist.
  14. Trainingsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das weichelastische Stützelement (3) im unbelasteten Zustand eine größere Höhe als das Kippelement (4) aufweist.
  15. Trainingsstrecke mit mehreren nach einem der Ansprüche 1 bis 14 ausgebildeten Trainingsvorrichtungen, die jeweils paarweise aneinander gekoppelt sind.
  16. Trainingsstrecke nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Trainingsvorrichtungen (1) paarweise aneinandergrenzend angeordnet sind.
  17. Trainingsstrecke nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass eine weitere Trainingsvorrichtung vorgesehen ist, die aus einer Standplatte und zumindest drei an der Unterseite der Standplatte angeordneten, starren Stützelementen ausgebildet ist, wobei die starren Stützelemente jeweils eine Rolle zum Aufliegen auf einem Untergrund aufweisen.
  18. Trainingsstrecke nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass alle Trainingsvorrichtung der Trainingsstrecke im unbelasteten Zustand die gleiche Höhe aufweisen.
  19. Trainingsstrecke nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Trainingsvorrichtungen mittels Kopplungselementen aneinander gekoppelt sind.
  20. Trainingsstrecke nach einem der Ansprüche 15 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Trainingsvorrichtungen (1) mittels einer Kopplungsplatte (19) aneinander gekoppelt sind.
  21. Trainingsstrecke nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungsplatte nach unten offene Ausnehmungen zur Aufnahme jeweils einer Trainingsvorrichtung (1) aufweist.
  22. Trainingsstrecke nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungsplatte (19) Durchgangsöffnungen aufweist, um jeweils eine Trainingsvorrichtung (1) aufzunehmen.
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