DE102008019832A1 - Stehrollstuhl mit variablem Bodenabstand der Fußstütze - Google Patents

Stehrollstuhl mit variablem Bodenabstand der Fußstütze Download PDF

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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Stehrollstuhl für Behinderte oder Invaliden, der ein Chassis (2) aufweist, das eine Gelenkstruktur (12) trägt, die einen Sitz (A), eine Fußstütze (R), eine Rückenlehne (D) sowie zumindest ein Gelenksystem und zumindest Folgendes aufweist: - ein erstes verformbares Vieleck (17), das zum Tragen des Sitzes beiträgt, - einen Träger (27) der Fußstütze, - ein Rückenlehnengestell (35, 36), und - eine Bedieneinheit (40), die eine Steuer- und Kontrollfunktion des relativen Schwenkens des Gelenksystems erfüllt, - wobei der Fußstützenträger (27) in einer abgesenkten (Sitz-)Position der Gelenkstruktur der Fußstütze eine Ausschlagfähigkeit belässt, um eine Höhenvariation der Fußstütze zu erlauben.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft Stühle, die von Behinderten und Invaliden verwendet werden, und betrifft insbesondere faltbare oder nicht-faltbare Rollstühle mit manuellem oder elektrischem Antrieb.
  • Die Erfindung betrifft insbesondere sogenannte Stehrollstühle, auch Aufrichtstühle oder Rollstühle mit Aufricht- oder Stehfunktion genannt, die es ihrem Benutzer erlauben, sowohl eine sitzende als auch eine stehende Stellung einzunehmen. Derartige Stühle, wie zum Beispiel die in dem Patent FR 2 769 830 beschriebenen, weisen ein Chassis auf, das eine Gelenkstruktur mit einem einen Sitz, einer Fußstütze, einer Rückenlehne sowie zwei symmetrisch seitlich angelenkten Systeme umfaßt, die eine Aufrechtstell- und Absenkfunktion des Sitzes, der Rückenlehne und der Fußstütze ermöglichen, um es dem Benutzer zu erlauben, zwischen einer sitzenden Position und einer stehenden Position zu wechseln.
  • Dazu weist jedes seitliche angelenkte System ein erstes verformbares Vieleck oder Viereck auf, das zum Tragen des Sitzes beiträgt, das aus zwei Stangen besteht, jeweils einer oberen und einer unteren, die auf einem vorderen Teil des Chassis angelenkt und zu ihrem hinteren Teil durch einen Spreizteil verbunden sind.
  • Jedes seitlich angelenkte System weist auch ein zweites verformbares Vieleck oder Viereck auf, das zum Tragen der Fußstütze beiträgt, sowie ein Rückenlehnengestell, das auf dem ersten Viereck, dem zweiten Viereck entgegen gesetzt über mindestens den Spreizteil angelenkt ist.
  • Jedes seitliche angelenkte System weist ferner eine Bedieneinheit auf, die zwischen das erste Viereck und das Chassis eingefügt ist, um eine Steuer- und Kontrollfunktion des relativen Schwenkens des seitlichen Systems von einer abgesenkten (Sitz-) Position zu einer aufgerichteten (Steh-) Position der Struktur in bezug auf das Chassis und umgekehrt zu erfüllen.
  • Die Bedieneinheit weist ein Bewegungsunterstützungsorgan des Aufrechtstellens und Absenkens auf, wie zum Beispiel eine Luftfeder.
  • Ein derartiger Stuhl zum Aufrechtstellen ist hinsichtlich seiner Steh-Sitz-Funktion, der es dem Benutzer erlaubt, zwischen einer sitzenden und einer stehenden Position zu wechseln, voll zufriedenstellend.
  • Trotz der Zufriedenheit, die durch die große Leichtigkeit des Wechsels zwischen den beiden Positionen, nämlich der stehenden und der sitzenden, erzeugt wird, wirft ein solcher Stuhl für seinen Benutzer manchmal Probleme beim Bewältigen von Hindernissen, wie zum Beispiel Bürgersteigrändern, aufgrund der geringen Höhe bzw. des geringen Abstands der Fußstütze zum Boden auf.
  • Um diesen Nachteil zu eliminieren, betrifft die Erfindung einen Stehrollstuhl für Behinderte oder Invaliden, der ein Chassis aufweist, das eine angelenkte Struktur trägt, die einen Sitz, eine Fußstütze, eine Rückenlehne sowie mindestens ein Gelenksystem aufweist und zumindest folgendes umfaßt:
    • – ein erstes verformbares Vieleck, das zum Tragen des Sitzes beiträgt und auf dem vorderen Teil des Chassis angelenkt ist, eine Tragstruktur der Fußstütze,
    • – ein Rückenlehnengestell, das auf dem ersten Vieleck der Tragstruktur der Fußstütze entgegen gesetzt angelenkt ist, und
    • – eine Bedieneinheit, die zwischen das erste Vieleck und das Chassis eingefügt ist, und eine Steuer- und Kontrollfunktion des relativen Schwenkens des Gelenksystems von einer abgesenkten oder Sitzposition zu einer aufgerichteten oder Stehposition der Struktur in bezug auf das Chassis und umgekehrt erfüllt,
    • – wobei die Fußstützentragstruktur in abgesenkter oder Sitzposition der Gelenkstruktur eine freie Ausschlagmöglichkeit für die Fußstütze beläßt, um eine Variation des Abstandes der Fußstütze zum Boden zu erlauben.
  • Die erfindungsgemäße Fußstützentragstruktur ist also so ausgebildet, daß die Fußstütze in sitzender Position frei zwischen einer Tiefstellung und einer Hochstellung beweglich ist, wobei die Tiefstellung einer normalen Konfiguration oder Ruhekonfiguration der Fußstütze entspricht, und die Hochstellung von der Fußstütze nur in Gegenwart von Hindernissen eingenommen wird. Die Erfindung erlaubt es daher, einen Stuhl zu realisieren, der dem Benutzer guten Komfort mit einer anatomischen Position der Fußstütze in der Ruhestellung bietet, wobei die Fußstütze nur vorübergehend, nämlich beim Überwinden von Hindernissen, ihre Hochstellung einnimmt, die, wenn sie während der gesamten Nutzungsdauer des Stuhls beibehalten würde, für den Benutzer unbequem wäre. Vorzugsweise wird die Bewegungsamplitude zwischen der Hochstellung und der Tiefstellung der Fußstütze eingeschränkt, um den Komfort und die Sicherheit des Benutzers zu garantieren.
  • Erfindungsgemäß kann diese Bewegungs- oder Ausschlagfähigkeit der Fußstütze auf verschiedene geeignete Arten erzielt werden. Der Fußstützenträger kann zum Beispiel eine Strebe aufweisen, auf oder in welcher eine Gleitführung derart frei ist, daß sie die Anhebebewegung der Fußstütze gestattet.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Tragstruktur der Fußstütze ein zweites verformbares Vieleck auf, das mit dem Chassis und/oder dem ersten verformbaren Vieleck verbunden ist und folgendes aufweist:
    • – einen Fußstützenträger, der durch einen Achszapfen, der im wesentlichen horizontal verläuft, auf dem ersten verformbaren Vieleck oder auf einem mit dem Sitz verbundenen Element angelenkt ist, und
    • – einen Schwingarm, der zwischen das Chassis und den Fußstützenträger eingefügt und mit dem Fußstützenträger über eine Verbindung mit einem im wesentlichen horizontalen Drehachsenfreiheitsgrad und einem im wesentlichen vertikalen Achsverschiebungsfreiheitsgrad verbunden ist.
  • Eine derartige Ausführungsform des Fußstützenträgers ist besonders für das Bilden eines Stehrollstuhls geeignet, dessen Fußstütze beim Übergang von der sitzenden zu der aufrechten Position eine relative Bewegung nach hinten erfährt.
  • Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Schwingarm auf dem Niveau seines dem Chassis entgegengesetzten Endes ein Langloch auf, in dessen Innerem eine Achse angeordnet ist, die fest mit dem Fußstützenträger verbunden und translatorisch in dem Langloch beweglich ist.
  • Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, die darauf abzielt, das Bewältigen von Hindernissen zu erleichtern, insbesondere wenn die Fußstütze auf einem Hindernis zum Aufliegen kommt, weist die Fußstütze und/oder der Fußstützenträger mindestens ein Rad auf, das in sitzender oder abgesenkter Position des Stuhls dazu bestimmt ist, auf dem Hindernis abzurollen.
  • Erfindungsgemäß kann die Struktur, die den Sitz stützt, auf unterschiedliche Arten hergestellt werden. Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist das erste verformbare Vieleck, das zum Tragen des Sitzes beiträgt, zwei Stangen auf, jeweils eine obere und eine untere, von welchen mindestens eine auf dem vorderen Teil des Chassis angelenkt und zu ihrem vorderen und hinteren Teil durch Spreizteile angelenkt ist.
  • Ebenso kann die Struktur, die die Rückenlehne trägt, auf jede geeignete Art hergestellt werden. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der die Rückenlehne tragenden Struktur ist das Rückenlehnengestell einerseits auf dem ersten verformbaren Vieleck direkt über den hinteren Spreizteil angelenkt und andererseits hinten durch ein an den Spreizteil angelenktes Segment verbunden. Besonders bevorzugt ist das Gelenksegment dabei teleskopartig ausgebildet, um ein Einstellen der Neigung der Rückenlehne zu erlauben.
  • Erfindungsgemäß kann die Gelenkstruktur ein einziges Gelenksystem aufweisen. Falls der Stuhl sehr leicht sein soll, weisen der Stuhl und genauer genommen seine Gelenkstruktur vorteilhaft zwei symmetrische Gelenksysteme auf, die zu beiden Seiten des Sitzes angeordnet sind, um der Gelenkstruktur eine ausreichende Starrheit zu verleihen.
  • Erfindungsgemäß kann das Aufrechtstellen manuell erfolgen, wobei die Bedieneinheit einen Griff aufweist, der für den Benutzer des Stuhls zugänglich ist. Bei einer anderen Ausführungsform kann das Aufrechtstellen mechanisch unterstützt werden, wobei die Bedieneinheit der Gelenkstruktur motorisiert ist und zum Beispiel wenigstens einen elektrischen Zylinder aufweist, der eventuell von einer oder mehreren Gasdruckfedern ergänzt wird.
  • Erfindungsgemäß kann das Antreiben des Stehrollstuhls mit der Hand oder motorisch unterstützt erfolgen, wobei das Chassis in diesem Fall motorisierte vordere und/oder hintere Antriebsräder aufweist.
  • Natürlich können die verschiedenen Merkmale der Erfindung miteinander gemäß verschiedenen Kombinationen insofern kombiniert werden, als sie nicht miteinander unvereinbar sind oder sich gegenseitig ausschließen.
  • Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden, rein beispielhaften und nicht-beschränkenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung, in welcher:
  • 1 ein Aufriß in gerader Ansicht und von rechts ist, ohne das rechte Rad des erfindungsgemäßen Stuhls, in sitzender oder abgesenkter Stellung des Stuhls mit der Fußstütze in Tiefstellung,
  • 1A eine vergrößerte Detailansicht der 1 ist,
  • 2 ein Aufriß analog zu 1 des Stuhls in sitzender Position mit der Fußstütze in Hochstellung ist und
  • 2A eine vergrößerte Detailansicht der 2 ist.
  • Ein erfindungsgemäßer Stehrollstuhl, wie in den 1 und 2 veranschaulicht, der insgesamt durch das Bezugszeichen 1 bezeichnet wird, weist ein Chassis 2, versehen mit motorisierten Antriebsrädern vorn und Schwenkrädern 11 hinten auf.
  • Wie veranschaulicht entspricht das Chassis 2 einem Stuhl mit starrer Konzeption. Es ist aber klar, daß eine im wesentlichen analoge Ausbildung für einen Faltrollstuhl ausgewählt werden kann. In einem solchen Fall werden die starren Querverbindungen des Chassis durch Faltelemente mit einer Konzeption, die als solche bekannt ist, ersetzt.
  • Das Chassis 2, das oben beschrieben ist, ist mit einer Aufrechtstellvorrichtung ausgestattet, die in Form einer Gelenkstruktur 12 ausgeführt ist, die von dem Chassis 2 getragen wird. Die Gelenkstruktur 12 besteht aus zwei seitlichen Gelenksystemen, die zu beiden Seiten des Sitzes A angeordnet sind, und von welchen ein einziges auf den 1 und 2 sichtbar ist. Jedes Gelenksystem 13 ist dazu bestimmt, seitlich an das Chassis 2 angepaßt zu werden.
  • Jedes Gelenksystem 13 weist ein erstes verformbares Vieleck, und gemäß dem Beispiel ein verformbares Viereck 17 auf, das aus zwei Stangen 18 und 19 gebildet ist, die als obere bzw. untere Stange bezeichnet werden, obwohl sie nicht notwendigerweise in einer gemeinsamen senkrechten Ebene angeordnet sind.
  • Die Stangen 18 und 19 sind an ihrem hinteren Endteil durch ein Element oder einen hinteren Spreizteil 20 und an ihrem vorderen Endteil durch einen vorderen Spreizteil 21 verbunden. Eine der Stangen 18 oder 19 ist ferner auf dem Chassis 2 in der Nähe von dessen Vorderteil entweder direkt oder indirekt, nämlich über den Spreizteil 21, angelenkt. Das erste verformbare Vieleck wird daher von den Anlenkpunkten 22, 23, 24, 25 definiert. Die oberen Stangen 18 tragen zum Tragen des Sitzes A bei.
  • Bei dem veranschaulichten Beispiel ist die Entfernung der Anlenkpunkte 22, 25 der Stangen 18, 19 auf dem Spreizelement 20 so gewählt, daß sie der Entfernung entspricht, die die Anlenkpunkte 23 und 24 trennt, so daß das Viereck 17 die bevorzugte Form eines verformbaren Parallelogramms aufweist, ohne daß eine solche Form als strikt für das Herstellen eines erfindungsgemäßen Stuhls erforderlich betrachtet werden kann.
  • Jedes Gelenksystem 13 weist ferner eine Tragstruktur 26 einer Fußstütze R auf, die ein zweites verformbares Vieleck aufweist und im gegenwärtigen Fall ein verformbares Dreieck 27, das in den 2 und 3 strichpunktiert dargestellt ist. Das zweite verformbare Vieleck verbindet das erste verformbare Viereck mit einem Ständer oder einer Strebe 28, die dazu bestimmt ist, allein oder kombiniert mit einem homologen Ständer oder einer homologen Strebe eine Fußstütze R zu tragen.
  • Jedes Gelenksystem 13 weist schließlich ein Gestell auf, das eine Rückenlehne D trägt und zwei Streben 35 aufweist, von welchen nur eine sichtbar ist. Die Streben 35 sind jeweils auf dem ersten verformbaren Vieleck 13 dem zweiten verformbaren Vieleck 26 entgegengesetzt über den Spreizteil 20 angelenkt.
  • Bei dem gezeigten Beispiel sind die Streben 25 der Rückenlehne ferner durch eine Querstrebe 36 verbunden. Der von den Streben 35 und dem Spreizteil 20 gebildete Winkel wird daher von einer Gelenkstrebe 37 definiert, die die Rückseite des Spreizteils 20 mit der Querstrebe 36 verbindet. Bei dem gezeigten Beispiel ist die Gelenkstrebe 27 teleskopartig ausgebildet und wird von einem elektrischen Zylinder derart angetrieben, daß sie mit ihr die Neigung der Rückenlehne eingestellt werden kann.
  • Um schließlich ein Übergehen der Gelenkstruktur 12 von der absenkten oder Sitzposition, wie sie in 2 gezeigt ist, auf die (nicht gezeigte) aufrecht stehende oder Stehposition zu erlauben, weist die Gelenkstruktur 12 eine Bedieneinheit 40 auf, die zwischen das Chassis 2 und die ersten Vierecke 17 oder genauer genommen eine Querstrebe 41, die sie verbindet, eingefügt ist.
  • Bei dem gezeigten Beispiel weist die Bedieneinheit 40 einen elektrischen Zylinder 42 auf, der von einer Steuereinheit 43 gesteuert wird, die auch den elektrischen Zylinder 37 sowie die Antriebsräder 10 steuert. Bei dem gezeigten Beispiel wird die Steuereinheit 43 von einer Armlehne 44, die an einer Strebe 35 befestigt ist, getragen. Die Bedieneinheit weist ferner zwei Gasdruckzylinder 45 auf, von welchen nur einer sichtbar ist, die den elektrischen Zylinder 42 unterstützen.
  • Das Steuern über die Einheit 43 der Bedieneinheit erlaubt es daher, den Stuhl von der in den Figuren gezeigten Sitzposition in eine nichtgezeigte Stehposition zu verfahren.
  • Ferner erlaubt die Steuereinheit 43 in der abgesenkten Position der Gelenkstruktur 12 das Steuern des Bewegens des Stuhls durch das Steuern der motorisierten Antriebsräder 10. Um das Überwinden von Hindernissen bei dieser Bewegung zu erleichtern, sieht die Erfindung vor, der Fußstütze R eine bestimmte Ausschlagfreiheit zu geben, so daß es ihr erlaubt wird, sich zu heben, wenn sie mit einem Hindernis, zum Beispiel einem Randstein T in Berührung kommt. Die Fußstütze kann daher von einer Tiefstellung B, wie in 1 veranschaulicht, in eine Hochstellung H, wie in 2 veranschaulicht, übergehen. Diese Bewegung erlaubt eine vorübergehende Erhöhung des Bodenabstands der Fußstütze und erlaubt es daher, Komfort für den Benutzers des Stuhls, für den es erforderlich ist, daß die Knie in normaler Gebrauchsposition nicht zu stark angehoben sind, mit der Notwendigkeit zu vereinen, an bestimmten Stellen über einen ausreichenden Bodenabstand zum Überwinden von Hindernissen zu verfügen, den man insbesondere für einen Weg im Stadtgebiet als üblich qualifizieren kann.
  • Um dieses Ausschlagen der Fußstütze R zu gestatten, weist das zweite verformbare Vieleck 27 einerseits die Strebe 28 auf, die durch einen Zapfen 24 entweder auf dem Chassis 2 oder auf dem Spreizteil 21 angelenkt ist, und andererseits einen Schwingarm 50, der auf dem Chassis 2 durch einen im wesentlichen horizontalen Achszapfen 51 angelenkt ist. Der Schwingarm 50 ist ferner mit der Strebe 27 durch eine Verbindung 52, die insbesondere in den 1A und 2A sichtbar ist, mit einem horizontalen Achsdrehfreiheitsgrad und einem im wesentlichen vertikalen Achsverschiebungsgrad verbunden.
  • Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Verbindung 52 durch ein längliches Fenster 53 definiert, das in dem Schwingarm, in dessen Innerem eine Achse 54 durchgeht, die fest mit einem Flügel der Strebe 27 verbunden ist, eingerichtet ist.
  • Das Bewegen der Achse 54 im Inneren des Fensters oder Langlochs 53 gestattet das Bewegen oder Schwenken der Fußstütze R zwischen ihrer Tiefstellung B und Hochstellung H, was einer Höhenvariation der Fußstütze in bezug auf die Räder 10 und 11 entspricht. Ferner erlaubt es die Länge des Fensters 53, die Amplitude dieser Bewegung derart zu beschränken, daß die Sicherheit des Benutzers des Stuhls garantiert ist.
  • Um das Anheben der Fußstütze R durch das Hindernis T, das zu überwinden ist, zu erleichtern, wird die Fußstütze R vorzugsweise mit einem Rad oder mehreren Rädern 55 kombiniert, die dazu bestimmt sind, auf diesem Hindernis T zu rollen.
  • Natürlich können verschiedene Änderungen an dem Stehrollstuhl, wie er oben beschrieben wurde, vorgenommen werden, ohne den Geltungsbereich der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - FR 2769830 [0002]

Claims (10)

  1. Stehrollstuhl für Behinderte und Invaliden, der ein Chassis (2) aufweist, das eine Gelenkstruktur (12) trägt, die einen Sitz (A), eine Fußstütze (R), eine Rückenlehne (D) sowie zumindest ein Gelenksystem (13) und zumindest folgendes aufweist: – ein erstes verformbares Vieleck (17), das zum Tragen des Sitzes beiträgt, das auf dem vorderen Teil des Chassis (2) angelenkt ist, – eine Tragstruktur (26) der Fußstütze (R), – ein Rückenlehnengestell (35, 36), das auf dem ersten Vieleck (17) der Tragstruktur (26) der Fußstütze entgegen gesetzt angelenkt ist, und – eine Bedieneinheit (40), die zwischen dem ersten Vieleck (17) und dem Chassis eingefügt ist, und die eine Steuer- und Kontrollfunktion des relativen Schwenkens des Gelenksystems von einer abgesenkten oder Sitzposition zu einer aufrecht stehenden Position der Struktur in bezug auf das Chassis und umgekehrt erfüllt, dadurch gekennzeichnet, – daß die Tragstruktur (26) der Fußstütze dazu geeignet ist, daß der Fußstütze (R) in der abgesenkten oder Sitzposition der Gelenkstruktur eine Ausschlagfähigkeit belassen wird, um eine Variation der Höhe der Fußstütze zu erlauben.
  2. Stehrollstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragstruktur (26) der Fußstütze (R) ein zweites verformbares Vieleck (27) aufweist, das mit dem Chassis und/oder dem ersten verformbaren Vieleck verbunden ist und folgendes aufweist: – eine Fußstützenstrebe oder einen Fußstützenträger (28), der durch einen Zapfen (24) mit im wesentlichen horizontaler Achse auf dem ersten verformbaren Vieleck (17) oder auf einem mit dem Sitz (A) verbundenen Element angelenkt ist, – einen Schwingarm (50), der zwischen das Chassis (2) und den Fußstützenträger (28) eingefügt und mit dem Fußstützenträger über eine Verbindung mit einem im wesentlichen horizontalen Achsdrehfreiheitsgrad und einem im wesentlichen vertikalen Verschiebungsachsenfreiheitsgrad verbunden ist.
  3. Stehrollstuhl nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwingarm (50) auf dem Niveau seines dem Chassis entgegengesetzten Endes ein Langloch (53) aufweist, in dessen Innerem eine Achse (51) angeordnet ist, die fest mit dem Fußstützenträger verbunden und translatorisch in dem Langloch (53) beweglich ist.
  4. Stehrollstuhl nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Fußstütze (R) und/oder der Fußstützenträger (28) mindestens ein Rad (55) aufweist, das in der absenkten oder Sitzposition des Stuhls dazu bestimmt ist, auf einem eventuellen Hindernis zu rollen.
  5. Stehrollstuhl nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das erste verformbare Vieleck, das zum Tragen des Sitzes beiträgt, zwei Stangen aufweist, jeweils eine obere (18) und eine untere (19), von welchen mindestens eine auf dem vorderen Teil des Chassis (2) angelenkt ist, und die mit ihrem vorderen und hinteren Teil durch Spreizteile (20, 21) verbunden sind.
  6. Stehrollstuhl nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Rückenlehnengestell (35, 36) einerseits auf dem ersten verformbaren Vieleck (17) direkt über den hinteren Spreizteil (20) angelenkt ist und andererseits hinten durch ein Gelenksegment (37), das an den Spreizteil (20) angelenkt ist, verbunden ist.
  7. Stehrollstuhl nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Gelenksegment (37) teleskopartig ausgebildet ist, um ein Neigungseinstellen der Rückenlehne (D) zu erlauben.
  8. Stehrollstuhl nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß er zwei symmetrische Gelenksysteme (13) aufweist, die zu beiden Seiten des Sitzes (A) angeordnet sind.
  9. Stehrollstuhl nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Bedieneinheit (40) der Gelenkstruktur motorisiert ist.
  10. Stehrollstuhl nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Chassis motorisierte Antriebsräder (10) aufweist.
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JP2016052367A (ja) * 2014-09-02 2016-04-14 豊田鉄工株式会社 車椅子

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