DE102008015523A1 - Brandlöschsystem für Lagerbehälter mit zwei Löschmitteln - Google Patents

Brandlöschsystem für Lagerbehälter mit zwei Löschmitteln Download PDF

Info

Publication number
DE102008015523A1
DE102008015523A1 DE200810015523 DE102008015523A DE102008015523A1 DE 102008015523 A1 DE102008015523 A1 DE 102008015523A1 DE 200810015523 DE200810015523 DE 200810015523 DE 102008015523 A DE102008015523 A DE 102008015523A DE 102008015523 A1 DE102008015523 A1 DE 102008015523A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
inert gas
water
fire
storage system
spray nozzle
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE200810015523
Other languages
English (en)
Inventor
Peter Fuchs
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE200810015523 priority Critical patent/DE102008015523A1/de
Publication of DE102008015523A1 publication Critical patent/DE102008015523A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62CFIRE-FIGHTING
    • A62C3/00Fire prevention, containment or extinguishing specially adapted for particular objects or places
    • A62C3/002Fire prevention, containment or extinguishing specially adapted for particular objects or places for warehouses, storage areas or other installations for storing goods
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62CFIRE-FIGHTING
    • A62C99/00Subject matter not provided for in other groups of this subclass
    • A62C99/0009Methods of extinguishing or preventing the spread of fire by cooling down or suffocating the flames
    • A62C99/0018Methods of extinguishing or preventing the spread of fire by cooling down or suffocating the flames using gases or vapours that do not support combustion, e.g. steam, carbon dioxide
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62CFIRE-FIGHTING
    • A62C31/00Delivery of fire-extinguishing material
    • A62C31/005Delivery of fire-extinguishing material using nozzles

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Operations Research (AREA)
  • Fire-Extinguishing By Fire Departments, And Fire-Extinguishing Equipment And Control Thereof (AREA)

Abstract

Brandlöschanlage für geschlossene automatische Lagersysteme als Funktionseinheit für den Einsatz von zwei sich unterscheidenden Löschmitteln z. B. Inertgas und Wasser.

Description

  • Technisches Gebiet:
  • Bei der Erfindung handelt es sich um ein Brandlöschsystem mit zwei unterschiedlichen Löschmitteln, die entsprechend einer sich individuell einstellenden Brandentwicklung aktiviert werden.
  • Maßgebliches Ziel der Erfindung ist eine Reduzierung der Herstellungskosten gegenüber einschlägiger, konventioneller Technik bei mindestens gleichwertiger Qualität in der Brandschutzsicherheit.
  • Die erfindungsgemäße Konzeption ist neu und im praktischen Einsatz insbesondere für moderne technische Lagerbehältersysteme, d. h. geschlossene Lagerbehälter mit Umlaufregalen oder Liftsystemen konzipiert.
  • Begrenzter Einsatz ist auch für offene Lagerregale herstellbar.
  • Der erstmalige Einsatz von zwei sich in der Löschwirkung, insbesondere in den Folgen eines Löschmitteleinsatzes, gegenüber konventioneller Brandschutzeinrichtungen maßgeblich unterscheidenden Problemlösungen bietet Vorzüge, die aus dem Stand einschlägiger Technik nicht verfügbar sind.
  • Die erfindungsgemäße Konzeption ist besonders geeignet für die Nachrüstung von Brandschutztechnik in bereits besehende und genutzte Lagersysteme.
  • Darstellung der Erfindung
  • Moderne, hoch effiziente Lagersystemtechnik wird in stetig zunehmenden Umfang in einer Vielzahl unterschiedlicher Branchen in Anspruch genommen. Hieraus entsteht die Sachlage, dass Lagergüter mit überwiegend hohen Materialwerten sowie gleichermaßen unterschiedlicher Brandlasten, insbesondere im stetigem Umschlag, zwischengelagert werden.
  • Derartige Lagertechnik sowie deren Handling erfordert eine Brandschutztechnik, die mindestens gleichwertig zur einschlägig bewährten Technik für konventionelle Lagersysteme (Regale oder dergleichen) verfügbar ist.
  • Die technische Konzeption moderner Lagersysteme ergibt die Vorzüge, dass eine Vielzahl von einzelnen übereinander angeordneten Lagerkammern mit weitgehendst abgeschotteten (von 3 Seiten geschlossenen) Raumvolumen in kürzester Zeit elektronisch/mechanisch gesteuert und gezielt erreicht, in Folge manuell bedient werden können.
  • Begründet auf diese Sachlage ergeben sich brandschutztechnische Probleme, die mit konventioneller Brandschutztechnik nicht befriedigt gelöst werden können.
  • Problemstellung:
  • Eine gegenüberstehende Bewertung der Einsatzoptionen konventioneller Brandschutztechnik weist aus, dass keine, sämtlichen Kriterien gerecht werdende, Problemlösung hinsichtlich der Art und Zuführung der Löschmittel verfügbar ist, z. B.
    • – Einsatz des Löschmittels „Wasser” – zugeführt über Wassersprühdüsen (Sprinkler) oder Wassernebeldüsen
    Vorteil: Hohe Effizient in der Löschwirkung – praxisbewährt, gesichert erfolgreiche Brandbekämpfung – preisgünstigste Investition
    Nachteil: Im Einsatzfall erfolgt vollständige Zerstörung der mechanischen/elektronischen Lagersystemtechnik – prinzipiell der gesamten Lagersystemeinheit – nicht akzeptable Folgeschäden durch Wiederbeschaffung und Betriebsausfall
    • – Einsatz des Löschmittels „Inertgas” (Sauerstoffreduzierung < 13%) – zugeführt über spezifische Düsen mit der brandschutztechnischen Vorgabe Inertisierung von 95% des Raumvolumens in kürzester Zeit
    Vorteil: Keine Folgeschäden!
    Nachteil: Die Vorgaben einschlägiger Brandschutztechnik sind nicht erfüllbar, denn eine Sauerstoffverdrängung in bereichsweise extrem kleinen Regalkammern ist nicht gewährleistet – insoweit besteht latentes Restrisiko.
  • Die erfindungsgemäße Problemlösung ist ein Vorschlag, der die ausgewiesenen Nachteile konventioneller Technik beseitigt ohne deren Vorzüge einzuschränken.
  • Hierzu vorgesehen ist eine Brandschutztechnik mit zwei bewährten konventionellen Löschmitteln, d. h. Inertgas und Wasser, die im Einsatzfall zeitversetzt der Entwicklung der spezifischen Brandentwicklung angepasst aktiviert werden und in Folge den Löschvorgang erfolgreich abschließen.
  • Das Restrisiko für potenzielle Brandfolgeschäden bleibt transparent und spezifisch kalkulierbar.
  • Ausführungsbeispiel
  • Die Brandlöschtechnik „Inertgas” sowie die Brandlöschtechnik „Wasser” wird als Systemverbund (I) zum Brandschutz eines Lagersystems (A) eingesetzt.
  • Hierbei ist dem 1. Löschmittel Inertgas (I) der Schutz der Risikobereiche (C) zugeordnet. In diesen Risikoteilbereichen (C) des Lagersystems (A) ist jeweils mindestens 1 Inertgassprühdüse (4) angeordnet, die über eine Rohrleitung (1) (I) mit einem Inertgasbevorratungs-Behälter (I') oder einem zentralen Inertgasversorgungsnetz (I'') verbunden ist.
  • In den Risikobereichen (C) sowie im Freiraum (B) unter der Oberseite (E) sind Brandsensoren (5) positioniert, die über eine Schaltlogik (7) im Wirkverbund mit einem unter Inertgasvordruck stehenden Absperrventil mit elektrischem Antrieb (6) stehen. Bei Aktivierung durch einen der Brandsensoren (5) erfolgt Flutung des Löschmittels Inertgas (I) durch Öffnen des Motor-Absperrventils (6).
  • Die auf das gesamte Raumvolumen bemessenen Inertgasmengen (13% Sauerstoffanteil) reduzieren die Sauerstoffanteile im primär zu schützenden Risikobereich (C) in kürzester Zeit auf < 10% – in weiterer Folge, bestimmt durch die Position der Überdrucköffnung (8) in der Oberseite (E) des Lagersystems (A), erfolgt Inertgasflutung des Freiraumes (B) mit dem Ergebnis Sauerstoffreduzierung auf ≤ 13%. Bewirkt durch Induktionsströme erfolgt Teilinertisierung der Regalkammern in den Lagerbereichen (D). Insoweit ist das wahrscheinlichste Risiko einer Brand – entstehung im Risikobereich (C) abgedeckt – die verbleibenden, durchaus als gering einzustufenden, Restrisiken, z. B. Brandentstehung in den Kammern (F) der Lagerbereiche (D) beispielsweise durch Brandstiftung, sind jedoch wahrscheinlich nicht mit letzter Sicherheit beseitigt.
  • Hierfür vorgesehen ist die Technik für den Einsatz des 2. Löschmittels Wasser.
  • In/unter der Oberseite (E) des Lagersystems (A) ist wenigstens eine Wassersprühdüse (9) mit thermischer Auslösung positioniert und über die Rohrleitung Wasser (2) mit der unerschöpflichen Wasserquelle einer Sprinkleranlage (II'') oder dem öffentlichen Wassernetz (II'') verbunden. Im Verbund mit der Aktivierung der Inertgasflutung wurde das Motor-Absperrventil Wasser (10) geöffnet – insoweit besteht „thermische” Betriebsbereitschaft für die potenziell erforderliche, als „letzte Instanz” Funktion einzustufende, Flutung (Brandbekämpfung) mit dem 2. Löschmittel Waser (II).
  • Überschreitet die Rauminnentemperatur des Lagersystems den vorbestimmbaren Maximalwert, beispielsweise ca. 70°C, erfolgt Flutung des Löschmittels Wasser (II) durch thermische Auslösung der Sprühdüsen (4) primär in den Freiraum (B), nachfolgend in sämtliche Regalkammern (F) der Lagerbereiche (D). Gesicherte Brandlöschung ist hergestellt, Brandausbreitung verhindert, jedoch zu Lasten der vielfältigen Folgeschäden durch Löschwasser.
  • Zur Verhinderung von Schäden durch Löschwasseraustritt in Folge mechanischer Beschädigung der stoßempfindlichen thermischen Auslösung der Wassersprühdüsen (9) erfolgt die Löschwasserfreigabe über das Motor-Absperrventil (12) erst nach Aktivierung der primären 1. Löschmittelflutung mit Inertgas (I).
  • Die Vorzüge dieses „DUO”-Löschprinzips liegen in der Verfügbarkeit der hieraus abzuleitenden, individuellen Risikobewertung des Betreibers, letztlich dessen Sachversicherer.
  • Alternativ zu der vorstehend ausgewiesenen technischen Konzeption besteht die Option, die Zuführung der Löschmittel Inertgas (I) und Wasser (II) anstelle mit jeweils autarker Rohrleitung (1) (2) (I) über eine gemeinsame Rohrleitung (3) (II) herzustellen.
  • Hierzu vorgesehen ist ein Motorabsperrventil (12) im Bereich des Versorgungsanschlusses Löschmittel Wasser (II) sowie ein Rückschlagventil (13) im Bereich des Versorgungsanschlusses Inertgas (I) im Verbund mit einem Drei-Wege-Motor-Umschaltventil (11) – ersatzweise hierfür zwei Motor-Absperrventile (10)
  • Funktionsablauf
  • Drei-Wege-Motor-Umschaltventil (11) befindet sich in Pos (a) passiv – Motor-Absperrventil Wasser ist „zu”.
  • Rauchmelder (5) aktivieren über Schaltlogik (7) das unter Inertgasvordruck stehende Drei-Wege-Motor-Umschaltventil (11) nimmt Position (b) ein – Folge = Inertgasflutung – über Zeitrelais in der Schaltlogik (7) erfolgt nach ca. 2 Minuten Umschaltung des Drei-Wege-Motor-Umschaltventils (11) auf Pos. C – gleichzeitig öffnet das Motor-Absperrventil Wasser (12) – Folge = Betriebsbereitschaft Wasserflutung. Potenziell erforderliche Löschvorgang Wasserflutung erfolgt über thermomechanische Auslösung der Wassersprühdüsen (9) analog zur Basiskonzeption (I).
  • Weitere Einzelheiten ergeben sich aus den Patentansprüchen. Bezugszeichen
    Fig. I zeigt Brandlöschanlage mit jeweils separater Löschmittelleitung (Inertgas-Wasser)
    Fig. II zeigt Brandlöschanlage mit gemeinsamer Löschmittelleitung
    A = Lagersystem
    B = Freiraum im Lagersystem
    C = Risikobereich (elektrische/elektronische Komponenten)
    D = Lagerbereich
    E = Oberseite (Dach) Lagersystem
    F = Regalkammern
    I = Löschmittel-Inertgas
    I' = Bevorratung-Behälter (Flaschen)
    I'' = Zentrale Versorgung (Netz)
    II = Löschmittel-Wasser
    II' = Sprinkleranlage
    II'' = Öffentliches Wassernetz
    III = Löschmittel-Inertgas und Wasser
    1 = Rohrleitung-Inertgas
    2 = Rohrleitung-Wasser
    3 = Rohrleitung-Inertgas und Wasser
    4 = Inertgas-Sprühdüse
    5 = Brandsensoren (Rauchmelder)
    6 = Absperrventil Inertgas mit E-Motor
    7 = Schaltlogik
    8 = Überdrucköffnung
    9 = Wassersprühdüse
    10 = Absperrventil Wasser mit E-Motor
    11 = Drei-Wege-Motor-Umschaltventil a passiv – Betriebsbereitschaft b Inertgasflutung c Einsatzbereitschaft Wasserflutung
    12 = Absperrventil Wasser mit E-Motor
    13 = Rückschlagventil
    14 = Absperrventil mit E-Motor

Claims (22)

  1. Vorrichtungen ausgebildet als Brandlöschanlage für Lagersysteme, insbesondere für geschlossene Lagersysteme mit automatischer Beschickung durch Lift- oder Rotationsfördertechnik, mit unterschiedlicher, jedoch im Wirkverbund stehender, Brandlöschtechnik, insoweit mit zwei sich unterscheidenden Löschmitteln, gekennzeichnet dadurch, dass als erstes Löschmittel Folgeschäden reduzierendes Inertgas (I) vorgesehen und primär den Teilbereichen des Lagersystems mit hohem Brandrisiko (C)(elektrische/elektronische Bereiche/Komponenten) zugeordnet ist – als zweites Löschmittel (II) das Folgeschäden verursachende Löschmittel Wasser eingesetzt ist und diesem primär die Funktion Verhinderung von potenziellem Brandüberschlag mit nachfolgender Brandausbreitung auf benachbarte Einrichtungen, letztlich das Gebäude, insbesondere verursacht durch vorsätzliche Brandstiftung, zugeordnet ist.
  2. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beide Löschmittel (I/II) nicht zeitgleich aktiviert/eingesetzt werden, sondern auf die räumliche Position eines Entstehungsbrandes im Lagersystem, dessen Wahrscheinlichkeit und der vorhersehbaren Brandentwicklung unter Einbezug spezifischer Lagergut-Brandlasten abgestimmt, ausgelöst werden.
  3. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem Sekundärschäden verursachenden Löschmittel Wasser (II) eine „letzte Instanz” Funktion zugeordnet ist, die ausschließlich dann aktiviert wird, wenn mit dem vorhergehenden primären Einsatz des Löschmittels Inertgas (I) der Löschvorgang nicht erfolgreich abgeschlossen wird – beispielsweise durch situationsbedingt fehlgeleitete Intergasströme entsprechend dem Betriebszustand des Lagersystems (A) (u. a. offene Bedienöffnung).
  4. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in den Risikobereichen (C) des Lagersystems (A) (Position elektrischer/elektronischer Komponenten) wenigstens eine Inertgas-Sprühdüse (4) positioniert ist, über die vorbestimmte Inertgasmengen zugeführt werden, die für eine Inertisierung des gesamten Raumvolumens des Lagersystems (A) bemessen sind.
  5. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zugeführten Inertgasmengen auf eine Sauerstoffreduzierung im gesamten Innenbereich des Lagersystems (A) < 13% bemessen sind – die Art der Inertgaseinleitung (Position der Sprühdüsen) eine Sauerstoffreduzierung im Risikobereich < 10% herstellt.
  6. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Inertgaszuführung (I) von der Inertgasbevorratung (I'/I'') zu den Sprühdüsen (4) über eine autarke Inertgas-Rohrleitung erfolgt.
  7. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet dass die Aktivierung der Löschgasflutung über Brandsensoren (5) im Wirkverbund mit einem elektrisch betätigten, unter Vordruck stehenden, Absperrventil (6), bevorzugt über eine Schaltlogik (7), erfolgt.
  8. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktivierung der Löschgasflutung wahlweise über unter Inertgasvordruck stehende Sprühdüsen (4) mit thermischer Auslösung erfolgt.
  9. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der durch die Inertgasflutung hergestellte Überdruck im Lagersystem (A) über eine Überdrucköffnung (8), bevorzugt in der Oberseite des Lagersystems (F) positioniert, erfolgt – hierbei eine vertikal verlaufende, kontinuierliche und homogene Inertgasverteilung im Freiraum (B) des Lagersystems (A) eintritt, die sich nachfolgend auf die Lagerbereiche (D) erweitert.
  10. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass als Löschmittel Inertgas (I) Stickstoff (N2) eingesetzt wird.
  11. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Löschmittel Wasser (II) über wenigstens eine Wassersprühdüse (9) mit thermischer Auslösung, bevorzugt positioniert in der Oberseite des Lagersystems (F) im Freiraum (B) zwischen den Lagerbereichen (D), dem Lagersystem (A) zugeführt wird.
  12. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass als Sprühdüse (9) wahlweise Wasserdüsen (Sprinkler) oder Wassernebeldüsen eingesetzt werden können.
  13. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Wasserzuführung (II) aus dem öffentlichen Netz (II'') oder aus einer Sprinkleranlage (II') über eine autarke Wasserrohrleitung erfolgt.
  14. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass als Sicherheit gegen Fehlauslösung der Wassersprühdüse (9) (u. a. mechanische Beschädigung) in der Wasserrohrleitung (2) ein bevorzugt elektrisch betätigtes, unter Vordruck stehendes, Motorabsperrventil (10) optional vorgesehen ist, das gesteuert über Brandsensor (5) und Schaltlogik (7) öffnet und Löschwasserzufuhr zu der Wassersprühdüse (9) frei gibt (bereit stellt), wenn gleichzeitig oder zuvor der Löschvorgang mit Inertgas aktiviert wurde.
  15. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Wassersprühdüse (9) mit thermischer Auslösung zur präzisen Erfassung der Innentemperatur im Brandfall im durch Überdruckableitung oder thermisch bedingtem Luftstrom der Überdrucköffnung (8) oder in einer vergleichbar zusätzlichen Öffnung positioniert ist.
  16. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass alternativ zu der autarken Löschmittelzufuhr jeweils über separate Inertgasrohrleitungen (1) sowie Wasserrohrleitungen (2) die Löschmittelzufuhr über eine gemeinsame Rohrleitung (3) im Wirkverbund mit einem über die Schaltlogik (7) gesteuertes 3-Wege-Motor-Umschaltventil (11) erfolgen kann – hierbei dem Umschaltventil (11) die Funktionen des Grundprinzips zugeordnet sind: Phase 0 = passiv – Betriebsbereitschaft (Umschaltventil steht unter Vordruck Inertgas) (a) Phase 1 = Brandsensor (Rauchmelder)/Schaltlogik aktivieren – Umschaltventil (b) = Inertgasflutung Phase 2 = Im Zeitfaktor ca. 2 Minuten über Zeitrelais/Schaltlogik Umschaltventil (c) parallel Absperrventil Wasser (12) AUF = Einsatzbereitschaft Wasserflutung Phase 3 = Wasserflutung bei thermischer Auslösung der Wassersprühdüsen (9)
  17. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rückschlagventil (13) in der Inertgasleitung (I) Wassereintritt in das Inertgasrohrsystem verhindert.
  18. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Inertgasrohrleitungen (1) innerhalb des Lagersystems (A) flexibel und bevorzugt in Freiräumen/Hohlraumkonturen des Lagersystems positioniert sind.
  19. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Prinzip Brandschutztechnik mit zwei sich unterscheidenden Löschmitteln für einen Bereich mit zwei oder wahlweise einer Löschmittelzuführung auch für zu Inertgas und Wasser alternativen Löschmitteln eingesetzt werden kann.
  20. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrischen Anschlussleitungen der Systemkomponenten Brandsensor (5) und Motorantriebe-Absperrungen (6/12) und Schaltlogik (7) im Bereich des Lagersystems (A) vorverdrahtet, bevorzugt steckerfertig, sind und im Verbund mit den Inertgas-/Wasserrohrleitungen (1/2) verlegt werden.
  21. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktion des Drei-Wege-Motor-Umschaltventils (11) alternativ über zwei Absperrventile mit E-Motor (14), jeweils positioniert in der Rohrleitung Inertgas (1) sowie der Rohrleitung Wasser (2), erfolgen kann.
  22. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Bauart der Wassersprühdüsen (9) sowie deren Position an der Oberseite des Lagersystems (E) so gewählt werden kann, dass die offenen Frontseiten der Lagerbereiche (D) im Zentrum des Wasserschirmes der Wassersprühdüsen (9) liegen (z. B. sogenannte Seitenwand-Sprinkler eingesetzt werden).
DE200810015523 2008-03-25 2008-03-25 Brandlöschsystem für Lagerbehälter mit zwei Löschmitteln Withdrawn DE102008015523A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200810015523 DE102008015523A1 (de) 2008-03-25 2008-03-25 Brandlöschsystem für Lagerbehälter mit zwei Löschmitteln

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200810015523 DE102008015523A1 (de) 2008-03-25 2008-03-25 Brandlöschsystem für Lagerbehälter mit zwei Löschmitteln

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE102008015523A1 true DE102008015523A1 (de) 2009-10-01

Family

ID=41011009

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE200810015523 Withdrawn DE102008015523A1 (de) 2008-03-25 2008-03-25 Brandlöschsystem für Lagerbehälter mit zwei Löschmitteln

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE102008015523A1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2021058218A1 (en) * 2019-09-25 2021-04-01 Autostore Technology AS Gas isolated storage system

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2021058218A1 (en) * 2019-09-25 2021-04-01 Autostore Technology AS Gas isolated storage system
CN114521190A (zh) * 2019-09-25 2022-05-20 自动存储科技股份有限公司 气体隔离存储系统
CN114521190B (zh) * 2019-09-25 2024-03-08 自动存储科技股份有限公司 气体隔离存储系统

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102017005287B3 (de) Sicherheitsschrank für aktive elektrische und/oder elektronische Komponenten
EP3094385B1 (de) Steuerzentrale und verfahren zur ansteuerung von zwei löschmittelversorgungseinrichtungen
EP2594319B1 (de) Anlage zum Löschen oder Inertisieren mit einem synthetischen flüssigen Löschmittel
DE112010002647T5 (de) Geldautomaten-Sicherheitssystem
DE10205373A1 (de) Brandschutz
EP1224014A1 (de) Vorrichtung zum löschen eines feuers
DE102008015523A1 (de) Brandlöschsystem für Lagerbehälter mit zwei Löschmitteln
DE102008019405A1 (de) Brandlöschsystem für Lagerbehälter mit zwei Löschmitteln
DE102015013145A1 (de) Einrichtung zur Vermeidung von Explosion und Brand eines ölisolierten Transformators
DE102014200180A1 (de) Sicherheitseinrichtung für Lagerplätze von Batteriezellen, Batteriemodulen oder Batteriepacks
DE102009041346A1 (de) Brandschutztechnik für geschlossene Lagersysteme
DE102009041802A1 (de) Brandlöschtechnik konzipiert auf die spezifischen Anforderungen von technischen Lagersystemen, insbesondere geschlossenen Lagersystemen mit automatischer Bestückung im Rotationsprinzip
WO2001026740A1 (de) Vorrichtung zum löschen von feuer
DE102009041578A1 (de) Brandlöschsystem mit dem Löschmittel Inertgas
DE102013003128B4 (de) Gefechtsfahrzeug mit einer Brandunterdrückungsanlage
DE102010035525B4 (de) Vorrichtung zum Löschen von Bränden
DE102006051115A1 (de) Sicherheitseinrichtung für Geldausgabeautomaten, Tresore oder dergleichen
DE102011113057A1 (de) Verfahren und System zur Brandverhinderung und/oder Brandbekämpfung
DE102009013495A1 (de) Brandlöschsystem mit Inertgas für Lagerbehälter/Lagerregale
DE102021129589B4 (de) Brandschutzanlage und Verfahren zu ihrem Betrieb
DE102019131263B4 (de) Detektionseinrichtung mit Sprühwasserlöschanlage
EP2916298A1 (de) System zum Sichern von Behältnissen zur Aufbewahrung von Wertsachen
DE102007041697A1 (de) Sicherheitssprinkler von Feuerlöschanlagen in spezifischer Bauform zur Vermeidung von Wasserschäden bei Beschädigung durch Anstoßkontakt
DE202014103162U1 (de) System zum Sichern von Behältnissen zur Aufbewahrung von Wertsachen
DE102010010934A1 (de) Verfahren für spezifische Flutung einer Inertgasbrandlöschanlage für geschlossene, automatische Lagersysteme

Legal Events

Date Code Title Description
8139 Disposal/non-payment of the annual fee