DE102005011239A1 - Verfahren und Anordnung zum Betrieb einer Anlage zur Gewinnung und Speicherung von Erdwärme und Erdkälte - Google Patents
Verfahren und Anordnung zum Betrieb einer Anlage zur Gewinnung und Speicherung von Erdwärme und Erdkälte Download PDFInfo
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Abstract
Die
Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anordnung zum Betrieb
einer Anlage zur Gewinnung und Speicherung von Wärme und Kälte im Erdreich.
Dabei werden in einem Sondensystem ein Kreislauf zum Wärmeentzug und ein Kreislauf zum Wärmeeintrag aufrecht gehalten, so dass gleichzeitig oder auch zeitversetzt Wärme und Kälte gewonnen und im Erdreich Kälte oder Wärme gespeichert wird.
Zur Ralisierung werden in einer Bohrung getrennte Kreisläufe mit U-Rohre zur Zirkulation und/oder mit Rohren zur Verdampfung oder Kondensation angeordnet.
Dabei werden in einem Sondensystem ein Kreislauf zum Wärmeentzug und ein Kreislauf zum Wärmeeintrag aufrecht gehalten, so dass gleichzeitig oder auch zeitversetzt Wärme und Kälte gewonnen und im Erdreich Kälte oder Wärme gespeichert wird.
Zur Ralisierung werden in einer Bohrung getrennte Kreisläufe mit U-Rohre zur Zirkulation und/oder mit Rohren zur Verdampfung oder Kondensation angeordnet.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anordnung zum Betrieb einer Anlage zur Gewinnung und Speicherung von Erdwärme zur Erwärmung und von Erdkälte Kühlung von Bauteilen und Räume und sonstigen zu beheizenden und zu kühlenden Apparaten und Prozessen.
- Die Nutzung der Erdwärme zur Beheizung und zur Kühlung wird mit verschiedenen Anordnungen über Erdwärmesonden mit U-Rohr-Installationen oder über Flächenkollektoren durch Zirkulation von einem vorzugsweise frostsicherem Fluid (nachfolgend als Fluid bezeichnet) in einem geschlossenen Kreislauf realisiert. Für den Wärmeentzug im Erdreich werden weiterhin Kältemittel (nachfolgend als Arbeitsstoff bezeichnet) in Direktverdampferinstallationen in horizontal verlegten Leitungen genutzt. Ebenso werden direkte Wasserentnahmen (Grundwasser, Tiefenwasser, Sondenumspülung) über Bohrungen mit einer Reinjektion des abgekühlten Wassers angewandt. Dem durch Zirkulation oder Förderung aus der Erde gewonnenen Wasser, Arbeitsstoff oder Fluid wird z. B. unter Verwendung einer Wärmepumpe die Wärme entzogen. Diese Wärme wird einem Heizkreislauf zugeführt. Die Kühlung mit Erdwärmesonden erfolgt direkt oder gemischt mit gewonnenem Wasser oder Fluid. http://www.geothermie.de/geothermieartikel/basisartikel/oberflaechennahe_geothermie. htm).
- Mit den bisherigen Anlagen kann entweder nur Wärme oder nur Kälte gewonnen werden. Bei gleichzeitigem Bedarf an Wärme und Kälte ist sowohl für die Wärmegewinnung als auch für die Kältegewinnung je eine Anlage mit dem dafür erforderlichen anlagen- und regeltechnischen Aufwand vorzusehen und zu betreiben.
- Es entsteht somit ein hoher Investitions- und Betriebskostenaufwand.
- Weiterhin sind Sondensysteme mit einem verdampfbaren Arbeitsstoff zur Gewinnung von Wärmeenergie bekannt, wobei der in der Sonde aufgestiegene Dampf in einem Kreisprozess Obertage unter Wärmeentzug kondensiert wird (Patentanmeldung 10 2004 018 480.1 vom 05.04.2004)
- Charakteristik der Erfindung
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, aus einer Erdwärmesonde, einem Flächenkollektor oder einem Sondensystem gleichzeitig Wärme und Kälte zu gewinnen sowie zu speichern oder nur Erdwärme oder nur Klimakälte zu liefern.
- Dies wird dadurch erreicht, dass erfindungsgemäß mit dem im Sonden- oder Kollektorsystem der Kreislauf zum Wärmeentzug mit einem Kreislauf zum Wärmeeintrag kombiniert wird und damit eine Austauschsonde entsteht. Die Kreisläufe werden mit einem verdampfbaren Arbeitsstoff oder einem zirkulierenden Fluid betrieben. Dabei können die Kreisläufe geeignet mit einander kombiniert werden, so das die Kreisläufe zum Wärmeentzug und zur Wärmegewinnung beide mit einem Fluid oder beide mit einem Arbeitsstoff betrieben werden. Es ist aber auch die wechselseitige Kombination von Kreisläufen mit Arbeitsstoff und Fluid möglich.
- Das Sonden- oder Kollektorsystem wird zur Realisierung der Wärme- und Kältegewinnung mit Wärmeübertragern verbunden, so dass gleichzeitig oder zeitversetzt Wärme und Kälte bereit gestellt werden kann.
- Vorteile der Erfindung
- Erdwärmeanlagen werden entweder zur Heizung oder zur Kühlung eingesetzt. In der praktischen Nutzung entsteht aber der Bedarf, zur gleichen Zeit Wärme und Kälte bereitzustellen. Die Kombination von Wärmeentzugs- und Wärmeeintragskreisläufen ermöglicht die Bereitstellung von Wärme und Kälte bei hoher Energieeffizienz. Die Nutzung von Niedertemperaturwärme kann über den Wärmeeintragskreislauf (Kälte) ebenfalls realisiert werden. Die Kältelieferung wird durch erhöhten Wärmeentzug verbessert.
- Die Erfindung ist somit gut geeignet, die gleichzeitige Bereitstellung von Wärme und Kälte aus der Erdwärme mit hoher Effizienz zu realisieren und Spitzen bei dem Wärme- oder Kältebedarf durch Speicherung auszugleichen. Die Nutzungsdauer von Erdwärmesonden wird verlängert.
- Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen an Ausführungsbeispielen näher erläutert. Die Zeichnungen zeigen:
-
1 : eine schematische Darstellung einer Austauschersonde als Doppel-U-Rohr-Zirkulationssonde -
2 : eine schematische Darstellung einer Austauschersonde als Doppelzirkulationssonde mit innenliegender Leitung -
3 : eine schematische Darstellung der Erdwärmesonde mit integriertem Kühlkreislaufwärmeübertrager -
4 : eine schematische Darstellung einer Kühlsonde mit obertägiger Speisepumpe -
4a : eine schematische Darstellung einer Kühlsonde mit untertägiger Speisepumpe -
5 : eine schematische Darstellung einer Austauschersonde als Kombination von Kühl- und Verdampfersonde -
6 : eine schematische Darstellung einer Austauschersonde als verbundene Kühl- und Verdampfersonde -
7 : eine schematische Darstellung einer Austauschersonde als integrierte Kühl- und Verdampferkollektor -
7a : eine schematische Darstellung eines Flächenkollektors als integrierte Kühl- und Verdampfersonde -
8 : eine schematische Darstellung der Austauschersonde als Kombination von Zirkulations- und Verdampfersonde mit Zirkulationsverlängerung -
9 : eine schematische Darstellung der Austauschersonde als Kombination von Zirkulations- und Verdampfersonde mit zusätzlicher Zirkulationssonde -
10 Kombiniertes Kollektor-Sonden-System -
11 Schema einer Wärmepumpe - Beschreibung des Ausführungsbeispieles
-
1 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Nutzung der Erdwärme13 für Heizzwecke über ein U-Rohr zum Wärmeentzug4 . Das U-Rohr zum Wärmeentzug4 ist in die Bohrung1 eingebaut und mit Verfüllmaterial2 eingebunden. Das Fluid25 in dem U-Rohr wird mit der Wärmeentzugspumpe6 zirkuliert. In dem Zirkulationskreislauf befindet sich die Wärmepumpe9 , die die gewonnene Wärme an den Heizkreislauf11 abgibt. Parallel zu dem U-Rohr zum Wärmeentzug4 wird ein U-Rohr zur Kühlung3 angeordnet. Dieses U-Rohr zur Kühlung3 ist in analoger Weise wie U-Rohr4 in die Bohrung1 eingebaut. In dem U-Rohr3 wird ebenfalls ein Fluid25 mit der Kühlungspumpe5 zirkuliert. In dem Zirkulationskreislauf befindet sich der Wärmeübertrager10 , der die gewonnene Kälte an den Klimakälte Kreislauf12 überträgt. Die U-Rohre sollten dabei dicht nebeneinander angeordnet werden. Zur effizienten Wärmeübertragung werden die Fluide in den beiden Kreisläufen im Gegenstrom gefahren. Durch geeignete Ventilstellungen, die hier nicht dargestellt sind, kann der Wärmeentzugskreislauf im U-Rohr4 mit dem Kühlungskreislauf im U-Rohr3 vereinigt werden und wahlweise der Wärmepumpe9 oder dem Wärmeübertrager10 zugeführt werden, so dass die Austauschersonde nur zum Heizen bzw. nur zum Kühlen genutzt werden kann. In diesem Fall ist es erforderlich, dass das Fluid für den Wärmeentzug gleiche Eigenschaften wie das für die Kühlung aufweist und mit diesem gemischt werden kann. Die Zirkulation erfolgt dann im Gleichstrom. Bei überwiegendem Wärmeentzug über das U-Rohr4 entsteht in der Umgebung der Bohrung1 ein Kältespeicher14 , der bei Bedarf auch zeitversetzt zum Wärmeentzug zur Gewinnung von Klimakälte eingesetzt werden kann. Bei überwiegender Kältegewinnung über das U-Rohr3 wird in der Umgebung der Bohrung1 Wärme gespeichert, die in analoger Weise genutzt werden kann. -
2 zeigt eine Ausgestaltung der Zirkulationsleitungen. Das Kühlungs-U-Rohr3 wird in das Wärmeentzugs-U-Rohr4 eingebunden. Das doppelte U-Rohr besteht aus einem inneren Rohr26 und einem äußeren Rohr28 . - Die großen gemeinsamen Grenzflächen ermöglichen eine bessere Wärmeübertragung zwischen den Kreisläufen. Auch hier werden die Kreisläufe im Gegenstrom gefahren. Die Zuordnung der Kreisläufe auf das innenliegende Rohr
26 bzw. auf den Ringraum30 kann nach Bedarf gewählt werden. Ansonsten gelten die Beschreibungen der1 analog. -
3 zeigt eine Anordnung bei der die Wärmepumpe9 in Reihe zu dem Wärmeübertrager10 zur Kühlung in den Wärmeentzugskreislauf eingebunden wird. - Das Wärmeentzugs-U-Rohr
4 wird in analoger Weise wie unter1 in eine Bohrung1 eingebaut. - Eine Anordnung des Wärmeübertragers
10 in den Wärmeentzugskreislauf vor der Wärmepumpe9 ist geeignet, um Wärme mit niedrigen Temperaturen der Wärmepumpe9 zuzuführen. Diese Anordnung ist nicht dargestellt. - In den
4 und4a sind Verdampferkühlsonden dargestellt, die mit einem verdampfbaren Arbeitsstoff24 gefüllt sind. Die Verdampferkühlsonde besteht aus einem gasdichten Sondenrohr17 , das in die Bohrung1 eingebaut und mit Verfüllmaterial2 eingebunden wird. In dem Sondenrohr17 wird über die Kondensatleitung18 mit Speisepumpe15 bzw.16 eingebaut. Die Kondensatleitung18 beginnt unterhalb des Flüssigkeitsspiegels21 und mündet, nach dem sie aus dem Sondenrohr17 geführt ist, in den Wärmeübertrager10 . Die Phasenbedingungen des Arbeitsstoffes24 werden im Nassdampfbereich gewählt, wobei sich im unteren Teil der Sonde die überschüssige flüssige Phase20 sammelt. Mit einer obertägigen (15 4 ) oder untertägigen (16 4a ) Speisepumpe wird die Flüssigphase zu einem Wärmeübertrager10 gepumpt und dort unter Aufnahme der Verdampfungswärme verdampft. Die Verdampfungswärme entzieht dem Kühlkreislauf, der auf der anderen Seite durch den Wärmeübertrager mit der Klimakältepumpe7 gepumpt wird, Wärme. Die Kältegewinnung kann über die Volumenströme der Speisepumpe15 bzw.16 und die Klimakältepumpe7 des Klimakältekreislaufes12 gesteuert werden. Die Kühlung kann solange fortgesetzt werden, solange sich das Kältemittel im Nassdampfbereich befindet. - Die
5 stellt eine Austauschersonde dar, bei der in einer Bohrung1 eine Verdampferkühlsonde analog zu4 und4a mit einer Verdampferwärmeentzugssonde gemeinsam eingebaut und mit Verfüllmaterial2 eingebunden werden. Das Sondenrohr17 wird mit einem verdampfbaren Arbeitsstoff24 gefüllt. In der5 ist ein Sondenpaar dargestellt, dass vollständig voneinander unabhängige Kreisläufe besitzt. Bei dieser Lösung können die Phasenbedingungen und auch die Arbeitsstoffe unabhängig voneinander gewählt werden. - In der Verdampferwärmeentzugssonde wird der dampfförmige Arbeitsstoff
24 von der Wärmepumpe9 angesaugt, kondensiert und über den Kondensatkanal22 in das Sondenrohr17 geleitet. - Verdampferkühlsonden können auch mit Wärmeentzugs-U-Rohrsonden, die mit einem Fluid
25 betrieben werden, kombiniert werden. Diese Kombination ist hier nicht dargestellt. -
6 zeigt eine U-Rohr-Verbindung von Verdampferwärmeentzugsonde und Verdampferkühlsonde. Es entsteht ein Raum mit gleichen Phasenbedingungen. In dem U-förmigen Sondenrohr17 befindet sich ein verdampfbarer Arbeitsstoff24 , der sowohl der Wärmepumpe9 zur Heizung als auch dem Wärmeübertrager10 mit der Speisepumpe15 zur Kühlung zugeführt wird. Die Speisepumpe kann, wie in4 und4a dargestellt, untertägig oder übertägig in die Kondensatleitung18 eingebunden sein. Die gleichzeitige Wärme- und Kältegewinnung wirkt sich positiv auf die Erhaltung des Nassdampfzustandes aus. Die überschüssige flüssige Phase trennt den Verdampferraum19 vom Kondensatraum42 . - Eine integrierte Lösung von Wärme- und Kälteentzug ist in der
7 dargestellt. Sowohl Wärme- als auch Kältegewinnung erfolgen über ein Sondenrohr17 und ermöglicht deshalb eine einfach Installation in der Bohrung1 . Mit dem Arbeitsstoff24 werden die Phasenbedingungen so genutzt, dass sich im unteren Teil des Sondenrohres17 ein Flüssigkeitssammler20 entsteht. Die Kondensatleitung18 wird bis unterhalb des Flüssigkeitsspiegels21 eingebaut. Das Kondensat wird mit einer übertägigen oder untertägigen Speisepumpe15 oder16 zu dem Wärmeübertrager10 gepumpt. Der im Wärmeübertrager10 verdampfte Arbeitsstoff24 wird an das Sondenrohr17 übergeben. - Von dem Sondenrohr
17 wird eine Verbindung zur Wärmepumpe9 , über die der verdampfte Arbeitsstoff angesaugt wird, hergestellt. Nach der Kondensation in der Wärmepumpe9 wird der kondensierte Arbeitsstoff24 über den Kondensatkanal22 in das Sondenrohr17 geleitet. - Die
7a zeigt eine Anwendung der Direktverdampfung im Flächenkollektor38 , der mit einem Sumpfrohr40 verbunden ist. Der Flächenkollektor38 ist mit einem verdampfbaren Arbeitsstoff24 gefüllt. Das Sumpfrohr40 befindet sich an der tiefsten Stelle des Rohrsystems und dient als Flüssigkeitssammler20 zur Aufnahme des Kondensates. Die Kondensatorleitung18 wird unterhalb des Flüssigkeitsspiegels21 eingebaut. Die weitere Einbindung erfolgt in analogerweise wie für7 beschrieben. - Die Austauschersonden
32 werden auch durch Kombination aus Verdampferwärmeentzugssonde, die mit einem Arbeitsstoff24 gefüllt ist, mit einer Zirkulationssonde, die mit einem Fluid25 gefüllt ist, hergestellt. - In der
8 ist eine Anordnung mit konzentrisch ineinander angeordneten Rohren dargestellt. Durch die Verbindung eines Zirkulationsraumes29 mit dem Zirkulationsringraum30 kann das Fluid25 mit einer Kühlungspumpe zirkuliert werden. Der Zirkulationsraum29 wird durch das innere Rohr26 begrenzt und führt abgedichtet durch den Verdampfungsraum19 hindurch. Im Verdampfungsraum19 wird die Wärme dem Erdreich entzogen. Bei diesem Wärmeentzug wird auch das Fluid25 im Zirkulationsraum29 und im Zirkulationsringraum30 abgekühlt und ein Kältespeicher14 um die Bohrung1 aufgebaut. Die Zirkulationsverlängerung31 erreicht mit einer einfachen Konstruktion und einem reduzierten Bohrungsdurchmesser weitere Bereiche für die Gewinnung der Erdwärme13 und für die Speicherung der Kälte14 . - Ebenso ist es möglich, die Kälte mit einem neben dem Verdampfungsraum
19 separat angeordneten U-Rohr3 oder konzentrischen Zirkulationsrohr zu gewinnen. Diese Varianten sind nicht dargestellt. -
9 stellt die Verbindung einer Austauschersonde32 mit einer Zirkulationssonde33 dar. Diese Kombination ist dann anwendbar, wenn die Austauschersonde32 für den Kühlungskreislauf ein Fluid25 verwendet. Die Zirkulation des Fluides25 wird in einem Kreislauf zwischen Austauschersonde32 und der Zirkulationssonde geführt. Mit dem Fluid25 wird dem Verdampfungsraum19 in der Austauschersonde32 zusätzliche Erdwärme14 aus dem Bereich um die Zirkulationssonde33 zugeführt und gleichzeitig ein zusätzlicher Kältespeicher14 um die Zirkulationssonde33 angelegt. - Die
10 stellt eine Kombination von Flächenkollektor38 und Erdwärmesonde39 dar. In der10 ist ausschließlich die Anwendung für eine Wärmegewinnung dargestellt. Der Flächenkollektor38 kann über zusätzliche Kreisläufe, die beschrieben sind, zur Kältegewinnung genutzt werden. Mit einem zusätzlichen parallel verlaufenen Leitungsstrang kann ein Fluid25 zirkuliert werden, mit dem die Kälte an einem Wärmeübertrager transportiert wird. Alternativ kann auch aus dem Sumpfrohr40 der flüssige Arbeitsstoff einem Wärmeübertrager zur Verdampfung und damit zur Kühlung des Mediums im Klimakältekreislauf zugepumpt werden. Die Erdwärmesonde39 kann in verschiedenen Varianten, die bereits in den1 ,2 ,3 ,5 ,6 ,7 ,8 und9 dargestellt sind, angeführt werden. -
11 stellt den schematischen Aufbau einer Wärmepumpe dar. Der Einsatz der Wärmepumpe9 wird bei der Gewinnung von oberflächennaher Erdwärme bzw. Niedertemperaturwärme vorgesehen. - Der Kreislauf des Arbeitsstoffes in der Wärmepumpe
9 durchläuft den Verdichter36 , der mit einem Motor35 angetrieben wird, den Wärmeübertrager10 zur Wärmeübertragung an den Heizkreislauf, das Expansionsventil37 und den Wärmeübertrager10 zur Wärmeübertragung aus dem Kreislauf der Erdwärmesonde oder des Flächenkollektors. Der Arbeitsstoff24 im Wärmepumpenkreislauf kann sich von dem Arbeitsstoff24 in der Erdwärmesonde oder dem Flächenkollektor unterscheiden. -
- 1
- Bohrung
- 2
- Verfüllmaterial
- 3
- Kühlungs-U-Rohr
- 4
- Wärmeentzugs-U-Rohr
- 5
- Kühlungspumpe
- 6
- Wärmeentzugspumpe
- 7
- Klimakältekreislaufpumpe
- 8
- Heizkreislaufpumpe
- 9
- Wärmepumpe
- 10
- Wärmeübertrager
- 11
- Heizkreislauf
- 12
- Klimakältekreislauf
- 13
- Erdwärme
- 14
- Kältespeicher
- 15
- obertägige Speisepumpe als Fördereinrichtung für das Kondensat
- 16
- untertägige Speisepumpe als Fördereinrichtung für das Kondensat
- 17
- Sondenrohr
- 18
- Kondensatleitung
- 19
- Verdampfungsraum
- 20
- Flüssigkeitssammler
- 21
- Flüssigkeitsspiegel
- 22
- Kondensatkanal
- 23
- Dampfkanal
- 24
- Arbeitsstoff
- 25
- Fluid
- 26
- Inneres Rohr
- 27
- Mittleres Rohr
- 28
- Äußeres Rohr
- 29
- Zirkulationsraum
- 30
- Zirkulationsringraum
- 31
- Zirkulationsverlängerung
- 32
- Austauschersonde
- 33
- Zirkulationssonde
- 34
- Kühlsonde
- 35
- Motor
- 36
- Verdichter
- 37
- Expansionsventil
- 38
- Flächenkollektor
- 39
- Erdwärmesonde
- 40
- Sumpfrohr
- 41
- Wärmeübertragungsbereich
- 42
- Kondensationsraum
Claims (17)
- Verfahren zum Betrieb einer Anlage zur Gewinnung und Speicherung von Erdwärme und Erdkälte, über ein über Bohrungen ins Erdreich eingebrachtes Sondensystem dadurch gekennzeichnet, dass gleichzeitig oder zeitversetzt über eine Bohrung aus dem System Wärme entzieht und in das System Wärme einbringt.
- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei zeitgleicher Entnahme unterschiedlicher Mengen an Wärme oder Kälte mit dem Sondensystem Kälte bzw. Wärme im Erdreich gespeichert wird.
- Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei zeitgleicher Entnahme größerer Mengen an Wärme als Kälte mit dem Sondensystem im wassergesättigten Erdreich eine Temperatur unter den Gefrierpunkt gefahren wird und eine Kältespeicher aus Eis angelegt wird.
- Anordnung zum Betrieb einer Anlage zur Gewinnung und Speicherung von Erdwärme und Erdkälte über ein ins Erdreich eingebrachtes Sondensystem, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Bohrung ein Kreislauf für den Entzug der Wärme und ein Kreislauf für das Einbringen der Wärme, wobei die Kreisläufe unmittelbar aneinander angrenzen oder miteinander verbunden sind.
- Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Sondensystem aus einem zirkulierenden Kreislauf zum Wärmeentzug, der zur Heizung verwendet wird, und einem zirkulierenden Kreislauf zum Wärmeeintrag, der zur Kühlung oder zur Speicherung von Umgebungswärme genutzt wird, besteht.
- Anordnung nach Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Kreislauf zum Wärmeentzug und der Kreislauf zum Wärmeeintrag durch eine geeignete hydraulische Schaltung jeweils mit dem anderen parallel betrieben wird, so dass beide zum Wärmeentzug beziehungsweise beide zum Wärmeeintrag genutzt werden können.
- Anordnung nach Ansprüchen 4, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrleitungen für den Wärmeentzug und für den Wärmeeintrag koaxial ineinander eingebaut sind.
- Anordnung nach Ansprüchen 4 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass dem Kreislauf zum Wärmeentzug nach dem Wärmeentzug durch eine Wärmepumpe anschließend über einen Wärmeübertrager Wärme aus einem Kühlkreislauf eingetragen und Kälte an den Kühlkreislauf abgegeben wird.
- Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Sondensystem aus einer Sonde mit einem Verdampfungsraum und aus einer Sonde mit einem Kondensatraum mit Speisepumpe besteht.
- Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Sondensystem aus einer Kombination von einem zirkulierenden Kreislauf und einem Verdampfungsraum und/oder einem Kondensatraum mit Speisepumpe besteht.
- Anordnung nach Ansprüchen 4 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Sondensystem aus einem U-Rohr, bei dem ein Schenkel den Verdampfungsraum und ein Schenkel den Kondensatraum mit Speisepumpe bildet, besteht.
- Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Sondensystem aus einem Rohr, das sowohl den Verdampfungsraum als auch den Kondensatraum mit Speisepumpe bildet, besteht.
- Anordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Sondensystem aus einer Kopplung von Flächenkollektor und Sonde, die den Verdampfungsraum und den Kondensatraum mit Speisepumpe bildet, besteht.
- Anordnung nach den Ansprüchen 4, 5, 6, 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass die wirksame Länge zum Wärmeentzug von der wirksamen Länge zum Wärmeeintrag nach Bedarf abweicht.
- Anordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die wirksame Länge zum Wärmeentzug bzw. Wärmeeintrag auf zwei oder mehrere Sonden verteilt werden kann, wobei die zirkulierenden Kreisläufe zwischen den Sonden verbunden sind.
- Anordnung nach Ansprüchen 14 und 15, dadurch gekennzeichnet, dass einem kürzeren Verdampfungsraum oder Kondensatraum mit Speisepumpe von einem längeren zirkulierenden Kreislauf Wärme zugeführt oder entzogen wird.
- Anordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsleitungen für das Kältemittel im Verdichterkreislauf zwischen Flächenkollektor/Sonde und Verdichter als Wärmeübertragungsbereich ausgeführt werden.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE102005011239A DE102005011239A1 (de) | 2005-03-11 | 2005-03-11 | Verfahren und Anordnung zum Betrieb einer Anlage zur Gewinnung und Speicherung von Erdwärme und Erdkälte |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE102005011239A DE102005011239A1 (de) | 2005-03-11 | 2005-03-11 | Verfahren und Anordnung zum Betrieb einer Anlage zur Gewinnung und Speicherung von Erdwärme und Erdkälte |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE102005011239A1 true DE102005011239A1 (de) | 2006-09-14 |
Family
ID=36914732
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE102005011239A Ceased DE102005011239A1 (de) | 2005-03-11 | 2005-03-11 | Verfahren und Anordnung zum Betrieb einer Anlage zur Gewinnung und Speicherung von Erdwärme und Erdkälte |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE102005011239A1 (de) |
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