DE102005010476A1 - Steuergerät mit konfigurierbaren Hardwaremodulen - Google Patents

Steuergerät mit konfigurierbaren Hardwaremodulen

Info

Publication number
DE102005010476A1
DE102005010476A1 DE200510010476 DE102005010476A DE102005010476A1 DE 102005010476 A1 DE102005010476 A1 DE 102005010476A1 DE 200510010476 DE200510010476 DE 200510010476 DE 102005010476 A DE102005010476 A DE 102005010476A DE 102005010476 A1 DE102005010476 A1 DE 102005010476A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
8th
hardware
control
hardware module
control process
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE200510010476
Other languages
English (en)
Inventor
Jürgen Prof. Becker
Joachim Dipl.-Ing. Eisenmann
Michael Dipl.-Ing. Hübner
Jürgen Dipl.-Ing. Luka
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
DaimlerChrysler AG
Original Assignee
DaimlerChrysler AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by DaimlerChrysler AG filed Critical DaimlerChrysler AG
Priority to DE200510010476 priority Critical patent/DE102005010476A1/de
Publication of DE102005010476A1 publication Critical patent/DE102005010476A1/de
Application status is Withdrawn legal-status Critical

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G06COMPUTING; CALCULATING; COUNTING
    • G06FELECTRIC DIGITAL DATA PROCESSING
    • G06F9/00Arrangements for program control, e.g. control units
    • G06F9/06Arrangements for program control, e.g. control units using stored programs, i.e. using an internal store of processing equipment to receive or retain programs
    • G06F9/46Multiprogramming arrangements
    • G06F9/48Program initiating; Program switching, e.g. by interrupt
    • G06F9/4806Task transfer initiation or dispatching
    • G06F9/4843Task transfer initiation or dispatching by program, e.g. task dispatcher, supervisor, operating system
    • GPHYSICS
    • G06COMPUTING; CALCULATING; COUNTING
    • G06FELECTRIC DIGITAL DATA PROCESSING
    • G06F13/00Interconnection of, or transfer of information or other signals between, memories, input/output devices or central processing units
    • G06F13/38Information transfer, e.g. on bus
    • G06F13/382Information transfer, e.g. on bus using universal interface adapter
    • G06F13/385Information transfer, e.g. on bus using universal interface adapter for adaptation of a particular data processing system to different peripheral devices
    • GPHYSICS
    • G06COMPUTING; CALCULATING; COUNTING
    • G06FELECTRIC DIGITAL DATA PROCESSING
    • G06F9/00Arrangements for program control, e.g. control units
    • G06F9/06Arrangements for program control, e.g. control units using stored programs, i.e. using an internal store of processing equipment to receive or retain programs
    • G06F9/46Multiprogramming arrangements
    • G06F9/50Allocation of resources, e.g. of the central processing unit [CPU]
    • G06F9/5061Partitioning or combining of resources
    • G06F9/5066Algorithms for mapping a plurality of inter-dependent sub-tasks onto a plurality of physical CPUs

Abstract

Steuergerät zur Steuerung von Komponenten in einem Verkehrsmittel mit einer Schnittstelle zu einem externen Datenbus, einem Hardwaremodul (8-11) und einem Speicher zur Bereitstellung der für die Datenverarbeitung notwendigen Daten, wobei Steuerungsprozesse von zeitlich parallel zueinander ansteuerbaren Steuerprozessen abgearbeitet werden und dadurch direkt über eine Schnittstelle zum Datenbus oder mit Sensoren/Aktoren kommunizieren, um Verkehrsmittelkomponenten zu steuern. Das Steuergerät (1) weist mindestens zwei konfigurierbare Hardwaremodule (8-11) auf, die aufgrund der Nachrichten vom Datenbus oder der Steuerbefehle des Steuergeräts mehrere Steuerprozesse auf den Hardwaremodulen (8-11) zeitlich parallel durchführen, wobei eine Verteilungseinheit zum Zuordnen der parallel ablaufenden Steuerungsprozesse auf die Hardwaremodule (8-11) vorgesehen ist, dass nach dem Zuordnen eines Steuerungsprozesses zu einem Hardwaremodul (8-11) zunächst eine Hardwarekonfiguration in das Hardwaremodul (8-11) geladen wird, um dessen Hardware neu zu konfigurieren, und dass dann nach Zuweisen der Eingangsdaten für den Steuerungsprozess das neu konfigurierte Hardwaremodul (8-11) die Steuerung der zugeordneten Komponente übernimmt.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Steuerung von Komponenten in einem Verkehrsmittel mit einer Schnittstelle zu einem externen Datenbus, einem Hardwaremodul und einem Speicher zur Bereitstellung der für die Datenverarbeitung notwendigen Daten, wobei Steuerungsaufgaben von zeitlich parallel zueinander ansteuerbaren Steuerprozessen abgearbeitet werden und dadurch direkt über eine Schnittstelle zum Datenbus oder mit Sensoren/Aktoren kommunizieren, um Verkehrsmittelkomponenten zu steuern. Außerdem ist ein Verfahren zum Ablauf auf dieser Vorrichtung beschrieben.
  • Heute sind im Verkehrsmittel Steuergeräte eingesetzt, die unterschiedliche Komponenten, wie beispielsweise Fensterheber, Schiebedach und andere elektromotorische Komponenten ansteuern. Die Steuergeräte sind untereinander zur Kommunikation mittels elektrischen Datenbusses vernetzt. Die elektronische Vernetzung im Verkehrsmittel wird immer komplexer mit bis zu 70 vernetzten Steuergeräten.
  • Bei den durch die Steuergeräte abgearbeiteten Prozessen handelt es sich um zeitlich begrenzte Steueraufgaben, so dass ein Steuergerät für Fensterheber und Schiebedach bezogen auf die Gesamtlaufzeit des Fahrzeugs nur in relativ geringem zeitlichem Umfang Steueraufgaben durchführt. In den Zeiträumen, wo keine Ansteuerung der zugeordneten Komponenten erfolgt, bleibt die Datenverarbeitungs-Ressource des Steuergeräts ungenutzt. Andererseits führt die Verdichtung der Steu eraufgaben auf einem einzigen Innenraum-Steuergerät zu Laufzeitproblemen, wobei wichtige Steuerungsaufgaben gegebenenfalls abwarten müssen, bis vorhergehende Steuerungsaufgaben durch den seriellen Datenverarbeitungsprozessor abgearbeitet sind. Dies hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass häufig für weitere Funktionalitäten im Verkehrsmittel ein zusätzliches Steuergerät verbaut wird. Dies hat das Ergebnis zur Folge, dass im Innenraum selten mehrere Funktionen gleichzeitig benötigt werden, so dass viele Steuergeräte überwiegend passiv auf die Anforderung der Insassen warten.
  • Ein erster Ansatz führt zu einer Trennung der Kommunikations- und Steuerungsaufgaben innerhalb eines Steuergeräts, so dass für die Ansteuerung der Komponenten ein eigener Prozessor neben dem Kommunikationsprozessor vorgesehen ist, und dadurch eine höhere Dichte von Steuerungsprozessen für unterschiedliche Komponenten auf demselben Steuergerät vorgesehen sein können. Ein derartiges Steuergerät mit zwei Prozessoren ist in Zusammenhang mit Rechenzeit-aufwendigen Ansteuerung des Motors bzw. des Getriebes aus der DE 101 604 76 bekannt.
  • Ferner sind Steuergeräte bekannt, die einen konventionellen Mikrorechner aufweisen und dessen Schnittstellen mittels eines Field Programmable Gate Array (FPGA) umgesetzt sind. Eine derartige Hardware ist aus der DE 101 396 10 bekannt. Mittels eines FPGA kann die Schnittstellen-Hardware umkonfiguriert werden. Im Gegensatz zu der üblichen Aufspielung veränderter Software, wird hierbei die Eigenschaft genutzt, die einzelnen Speicherzellen des FPGA miteinander unterschiedlich zu verdrahten. Beim FPGA ist jede Speicherzelle an eine Vernetzungsmatrix angeschlossen, die durch Umkonfiguration verändert werden kann. Beispielsweise lassen sich mittels eines FPGAs Logikbausteine nachbilden, wobei diese in einer Hardwarebeschreibungssprache beschrieben werden und durch Herun terladen der aus der Hardwarebeschreibung erzeugten Hardwarekonfiguration auf die Vernetzungssteuerung kann die Verdrahtung zwischen den Speicherzellen so eingestellt werden, dass die gewünschten Logikgatter entstehen. Übliche konventionelle Hardware kann während der Laufzeit nicht verändert werden. Im Gegensatz dazu kann beim FPGA durch Herunterladen einer weiteren aus der Hardwarebeschreibung erzeugten Hardwarekonfiguration auf das FPGA, dessen Vernetzung so eingestellt werden, dass ein anderer Logikbaustein entsteht. Dabei werden die Speicherzellen des FPGR's wie Flip-Flops geschaltet und es lassen sich sämtliche Logikeinheiten und Datenverarbeitungs-Hardwarestrukturen aus diesen Flip-Flops aufbauen. Durch Umkonfigurieren des FPGA's kann aus den vorhandenen Logikgattern beispielsweise eine Datenverarbeitungseinheit entstehen, die wie ein Mikrorechner aufgebaut ist. Auf diese FPGA-Datenverarbeitungseinheit kann dann wieder die konventionelle Software zum Abarbeiten aufgespielt werden. Derartige umkonfigurierbare Speichereinheiten mit Datenverarbeitungsfunktionalität, wie Logikgatter, und nachgebildete Recheneinheiten, werden in der folgenden Beschreibung als Hardwaremodul bezeichnet. Zu den Hardwaremodulen werden auch die nicht umkonfigurierbaren Datenverarbeitungseinheiten und Hardwareschaltungen gerechnet.
  • Es ist eine zukünftige Herausforderung für die Systemarchitektur im Verkehrsmittel, die Anzahl der Steuergeräte einzusparen und gleichzeitig die Auslastung der Datenverarbeitungseinheiten zu erhöhen.
  • Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Steuergerät bereitzustellen, mit dem Steuerungsprozesse im Verkehrsmittel bei hoher Datenverarbeitungsdichte auf Hardwaremodulen ausgeführt werden können. Ferner wird ein Verfahren zur Ausführung auf dem Steuergerät vorgestellt.
  • Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst. Danach weist das Steuergerät mindestens zwei konfigurierbare Hardwaremodule auf, die aufgrund der Nachrichten vom Datenbus oder der Steuerbefehle des Steuergeräts mehrere Steuerprozesse auf den Hardwaremodulen zeitlich parallel durchführen, wobei eine Verteilungseinheit zum Zuordnen der parallel ablaufenden Steuerungsprozesse auf die Hardwaremodule vorgesehen ist, so dass nach dem Zuordnen eines Steuerungsprozesses zu einem Hardwaremodul zunächst eine Hardwarekonfiguration in das Hardwaremodul geladen wird, um dessen Hardware neu zu konfigurieren und dass dann nach Zuweisen der Eingangsdaten für den Steuerungsprozess das neu konfigurierte Hardwaremodul die Steuerung der zugeordneten Komponente übernimmt.
  • Das Steuergerät weist erfindungsgemäß mehrere Hardwaremodule auf, die parallel zueinander mit der Abarbeitung von Prozessen durch die Verteilungseinheit beauftragt werden können. Die Verteilungseinheit stellt dabei für den im Wartespeicher höchsten Steuerungsprozess alle Anforderungen bereit, so dass die Abarbeitung sofort nach Abschluss des vorhergehenden Prozess gestartet werden kann. Dazu ist es gegebenenfalls notwendig, die Hardwarekonfiguration bereitzustellen, um das betroffene Hardwaremodul für den abzuarbeitenden Prozess umzukonfigurieren. Beispielsweise kann dabei nur ein Teil des Hardwaremoduls betroffen sein, so dass auf der verbleibenden Chipfläche des Hardwaremoduls ein anderer Prozess weiterläuft. Das erfindungsgemäße Steuergerät weist neben der Verteilungseinheit ein Mittel zur Zuordnung der Priorisierungskennung an den jeweiligen Steuerungsprozess auf. Es kann ein interner Bus vorgesehen sein, der den Steuerungsprozess in elektronischer Form, d. h. dessen Daten bzw. Informationen und die Hardwarekonfiguration dem betreffenden Hardwaremodul zur Verfügung stellt. An dem internen Datenbus sind dann mehrere, beispielsweise zwei bis sechs Hardwaremodule angeordnet. Die Verteilungseinheit hat eine Schnittstelle zu einem externen Datenbus an den das betreffende Steuergerät angeschlossen ist. Dadurch können Anforderungen für Prozesse, welche über den externen Datenbus an das Steuergerät gemeldet werden, sofort priorisiert und entsprechend verarbeitet werden. Auf dem Steuergerät können noch Komprimierungs-/Dekomrimierungseinheiten und Flash-Speicher vorhanden sein. In dem Flash-Speicher können sowohl die Hardwarekonfiguration zur Umkonfigurierung der Module als auch Softwaremodule bereitgestellt werden, die auf einem als Datenverarbeitungseinheit konfigurierten Hardwaremodul ausgeführt werden können.
  • Zusätzlich kann auf dem Flash-Speicher auch eine Information zur Priorisierung der einzelnen Prozesse bereitgestellt werden. Ein weiterer Speicher ist zur Initialisierung und zum Hochfahren des konfigurierbaren Speichermoduls, beispielsweise des FPGA's, vorgesehen. Dieser Speicher kann als separates Bauelement oder auf dem FPGA vorhanden sein.
  • Als Hardwaremodul kann wie bereits beschrieben eine umkonfigurierbare Speichereinheit wie ein FPGA vorgesehen sein, es können aber auch mehrere parallel geschaltete Mikrorechner oder Hardwareschaltungen vorgesehen sein, die aufgrund des Priorisierungsprozesses beauftragt werden. Auf diese Weise entsteht ein paralleles Datenverarbeitungssystem, welches mittels der Verteilungseinheit durch die unterschiedlichen Prozesse beauftragt wird und so beaufschlagt wird, dass die Auslastung der Funktion entsprechend gleichmäßig und möglichst effektiv ist.
  • Bei der FPGA-Implementierung oder der Implementierung mittels eines konfigurierbaren Hardwaremoduls ist besonders vorteil haft, dass eine Verarbeitung wichtiger Datenbus-Daten in Echtzeit mit Antwortzeiten geringer als eine Millisekunde erfolgen kann. In dieser Zeit wird einerseits ein hochpriorisierter Prozess bereitgestellt das Hardwaremodul wird gegebenenfalls umkonfiguriert entsprechend einer Hardwarekonfiguration und die Abarbeitung erfolgt in dieser Zeit, so dass das Hardwaremodul für weitere Prozesse zur Verfügung steht.
  • Bei dem Verfahren der vorliegenden Erfindung kann eine Prioritätskennung dynamisch vergeben und bei unterschiedlichen Fahr- oder Bedienungssituationen des Verkehrsmittels erfolgt eine unterschiedliche Prioritätsvergabe an die verschiedenen Prozesse. Dieses Priorisierungsverfahren bei Steuerungsprozessen ermöglicht es, aus mehreren in einem Wartespeicher abgelegten Steuerungsprozessen, den wichtigsten bzw. zeitkritischsten auszuwählen und einem Hardwaremodul zur Abarbeitung zuzuordnen. Das Priorisierungsverfahren eignet sich besonders dazu, abzuarbeitende Steuerungsprozesse auf mehrere Hardwaremodule zur Datenverarbeitung zu verteilen. Dabei weist eine dem Wartespeicher zugeordnete Verteilungseinheit die aufgereihten Steuerungsprozesse entsprechend ihrer Priorisierung an die unterschiedlichen Hardwaremodule zur Datenverarbeitung zu.
  • Die Hardwaremodule sind dabei entweder konventionelle Datenverarbeitungseinheiten, wie logische Schaltungen oder Mikrorechner, oder sind umkonfigurierbare Speichereinheiten, wie beispielsweise ein FPGA. Das Verfahren wählt aus dem Wartespeicher den Prozess mit der höchsten Priorität aus und ordnet diesen einem der parallel zu Verfügung stehenden Hardwaremodule zu, so dass eine schnellstmögliche sichere Abarbeitung durchführbar ist.
  • Insbesondere wenn die Hardwaremodule als umkonfigurierbare Hardware ausgeführt sind, lassen sich flexible anpassbare Elektronikmodule erzeugen. Es kann dabei sogar vorgesehen sein, dass innerhalb eines Hardwaremoduls durch Konfiguration eines FPGA's mehrere Recheneinheiten entstehen. Dazu wird jedes Mal eine Hardwarekonfiguration auf das FPGA geladen, um dieses umzukonfigurieren. Auf diesem FPGA wird dann der Steuerungsprozess durchgeführt und nach dessen Abarbeitung wird dann das FPGA für den nächsten Prozess, der diesem zugeordnet wird, konfiguriert. Die Steuerung der partiell dynamischen Rekonfiguration derartiger Hardwaremodule erfolgt mittels in einer kleinen Bibliothek abgelegten und vorprogrammierten Hardwarekonfiguration für die unterschiedlichen Konfigurationen. Je nach Anforderung eines Prozesses wird dann die entsprechende Hardwarekonfiguration in das FPGA geladen, dieses umkonfiguriert und der Steuerungsprozess darauf abgearbeitet.
  • Durch das erfindungsgemäße Verfahren in Verbindung mit der erweiterten Funktionalität der Hardwaremodule lässt sich eine Reduzierung der Anzahl der Steuergeräte innerhalb einer Steuergerätearchitektur bei einem Verkehrsmittel durchführen. Durch die Mehrfachnutzung der unterschiedlichen Hardwaremodule für sich unterscheidende Steuerungsprozesse lässt sich die Summe der notwendigen Chipfläche verringern. Echte parallele und entkoppelte Prozesse sind auf einem Chip bzw. einem einzigen Hardwaremodul möglich, wobei Teil-Chipflächen umkonfiguriert werden und Prozesse auf diesen Teil-Chipflächen vollständig abgearbeitet werden. Es entstehen unabhängig voneinander testbare und wieder verwendbare Funktionen. Wenn beispielsweise ein Fensterheber betätigt wird und eine Konfiguration eines FPGA's auf einem Hardwaremodul erfolgt, kann dieselbe Topologie gegebenenfalls für die Steuerung eines weiteren Fensterhebers verwendet werden. Durch das Umkonfigurieren der Hardwaremodule entsteht ein anforderungsgerechtes Bereitstellen von Funktionen, wodurch kein unnötiges Verwalten von Ressourcen erforderlich ist.
  • Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird bzgl. der Vergabe der dynamischen Prioritätskennung in mindestens zwei Zustände unterschieden. Bei einem ersten Betriebszustand des Verkehrsmittels, wenn dieses beispielsweise auf einer Straße bewegt wird, werden für ein und dieselbe Komponente bzw. ein und denselben Prozess andere Prioritätskennungen vergeben, als wenn das Verkehrsmittel sich im Ruhezustand befindet, wobei es geparkt ist zumindest aber nicht verkehrsmäßig bewegt wird.
  • Durch diese unterschiedliche Vergabe von Prioritätskennungen kann beispielsweise einer Schiebedachanordnung im Ruhezustand eine hohe Priorisierung vergeben werden, so dass diese bevorzugt abgearbeitet wird, während im Fahrzustand beim Betätigen des Schiebedachs wegen der geringeren Priorität eine Wartezeit von einigen Millisekunden entstehen kann bis der Prozess abgearbeitet wird. Der Fahrer wird die verhältnismäßig kurze Wartezeit kaum zur Kenntnis nehmen, während die Hardwaremodule in der Zwischenzeit hochpriore Prozesse abarbeiten können, wie beispielsweise die Übertragung und Ansteuerung von sicherheitsrelevanten Signalen, beispielsweise die Auslösung eines Airbags. Infolgedessen kann dem Prozess für das Schiebedach eine im Betriebszustand des Verkehrsmittels geringere Prioritätskennung zugewiesen werden, so dass der Prozess zur Betätigung des Schiebedachs erst nach höher priorisierten Prozessen durchgeführt wird. Es kann dazu für jeden Prozess eine gewisse Zeitdauer vorgesehen sein, innerhalb der dieser Prozess abgearbeitet werden muss. Nach Ablauf dieser Zeitdauer kann entweder die Prioritätskennung hochgesetzt werden oder eben der Prozess sofort ausgeführt werden.
  • Ebenso kann eine Einbruch- und/oder Diebstahlwarnanlage im Ruhezustand eine hohe dynamische Prioritätskennung aufweisen, während im Betriebs- bzw. Fahrzustand des Verkehrsmittels die Einbruchs- und/oder Diebstahlwarnanlage eine geringe oder gar keine Prioritätskennung aufweist. Die fehlende Prioritätskennung kann dann bedeuten, dass der Prozess in diesem Fahrzustand überhaupt nicht durchgeführt wird.
  • Durch die Bereitstellung des Wartespeichers können dort sämtliche Prozesse eingestellt werden und entsprechend der Prioritätskennung sortiert werden. Der Prozess mit der höchsten Prioritätskennung wird dann durch die Datenverarbeitungseinheit bzw. das Hardwaremodul abgearbeitet, welches die nächste Datenverarbeitungs-Ressource bereitstellt. Werden beispielsweise mehrere Hardwaremodule parallel vorgesehen, werden die Prozesse entsprechend ihrer Priorität diesen nacheinander zugeordnet. Bei umkonfigurierbaren Speichermitteln, beispielsweise einem FPGA, können gewisse Teilbereiche des FPGA's durch Herunterladen einer Hardwarekonfiguration in logische Schaltungen umkonfiguriert werden, so dass der Steuerungsprozess in Hardware automatisch ausgeführt wird. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird daher jedem Prozess auch eine bestimmte Hardwarekonfiguration zugeordnet, um gegebenenfalls das Hardwaremodul umkonfigurieren zu können.
  • Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die untergeordneten Ansprüche und andererseits auf die nachfolgende Erläuterung einer Ausführungsform zu verweisen. In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt. Es zeigen jeweils in schematischer Darstellung,
  • 1 eine Darstellung des erfindungsgemäßen Steuergeräts mit vier Hardwaremodulen,
  • 2 ein Flussdiagramm für das Verfahren zur Auswahl eines bestimmten Hardwaremoduls zur Abarbeitung eines Steuerprozesses und
  • 3 die Verteilereinheit des Steuergeräts mit einem Kontextspeicher zur Sicherstellung des fehlerlosen Ablaufs bei Zuweisung eines Steuerprozesses an ein Hardwaremodul.
  • Das Steuergerät 1 ist über einen externen Datenbus, beispielsweise ein CAN-Bus 2, mit anderen Steuergeräten eines Verkehrsmittels, insbesondere eines Kraftfahrzeugs, elektrisch leitend verbunden. Die von den übrigen, nicht dargestellten Steuergeräten einkommenden Busnachrichten werden vom Datenbus 2 über die Ein-/Ausgabeschnittstelle 3 über einen Eingangskanal 4 bzw. den Ausgangskanal 5 an eine Verteilereinheit 6 zugewiesen. In der Verteilereinheit 6 werden die Nachrichten des externen Datenbusses 2 gespeichert und für die Datenverarbeitung im Steuergerät 1 bereitgestellt.
  • Die Verteilereinheit 6 weist über einen internen Datenbus 7 die sich aus den Nachrichten des Datenbusses 2 ergebenden Steuerungsprozesse an die verschiedenen Hardwaremodule 8, 9, 10 und 11 zu, die alle zur Abarbeitung der Steuerprozesse zur Verfügung stehen. Die Verteilereinheit 6 priorisiert gegebenenfalls die Steuerprozesse, die sich einerseits aus den Nachrichten des Datenbusses 2 und gegebenenfalls aus direkt mit dem Steuergerät 1 verbundenen Sensoren und Aktoren ergeben. Eine Ein-/Ausgabeeinheit 12 für den internen Datenbus 7 ordnet die von der Verteilungseinheit 6 ausgegebenen Nachrichten über den internen Datenbus 7 an die Hardwaremodule 8 bis 11 zu. Das Steuergerät 1 weist außerdem ein Initialisierungsmodul 13 auf, das von einem internen oder externen Flash-Speicher 14 die Initialisierungsdaten für die verschiedenen Hardwaremodule 8 bis 11 und außerdem Informationen zur Konfiguration der Hardwaremodule 8 bis 11 aufweist.
  • Die Hardwaremodule 8 bis 11 sind bevorzugt als konfigurierbare Speicher ausgebildet, die ihre Hardware umkonfigurieren können, wozu vom Flash-Speicher 14 die notwendige Hardwarekonfiguration heruntergeladen wird und aufgrund dieser Hardwarekonfiguration die Verbindungsstruktur zwischen den Speicherzellen eines jeden Hardwaremoduls 8 bis 11 umkonfiguriert werden kann. Dadurch können die Hardwaremodule 8 bis 11 auf ihren Chipflächen u. a. als Speicher dienen, logische Gatter bilden oder auch einen Mikrorechner simulieren, der dann mittels einer Software ein Steuerungsprozess durchführt. Der übliche Fall wird jedoch derart aussehen, dass auf den Chipflächen der Hardwaremodule 8 bis 11 entsprechend der Hardwarekonfiguration eine elektrische Schaltung nachgebildet wird, die dann ohne zusätzliche Software den Steuerungsprozess durchführt.
  • In 2 ist aufgezeigt, wie beim erfindungsgemäßen Verfahren ein Steuerprozess an die verschiedenen Hardwaremodule 8 bis 11 zugewiesen wird. Im einfachsten Fall kann jedes Hardwaremodul aufgrund der Hardwarekonfiguration genau eine elektrische Schaltung nachbilden und es werden die Steuerprozesse gemäß den Anfangsbedingungen abgearbeitet. Nach dem Ende eines Steuerprozesses kann dann beispielsweise das Hardwaremodul 8 wieder für einen neuen Steuerprozess freigegeben werden, wobei aufgrund der Information der Verteilungseinheit 6 und der im Flash-Speicher 14 oder auf dem Halbleiterchip des FPGA 8 selbst abgelegten Informationen sich das Hardwaremodul 8 gegebenenfalls umkonfiguriert und einen anderen Steu erprozess für eine andere Komponente im Verkehrsmittel durchführt.
  • Wie in 2 gezeigt wird sich die Verteilereinheit 6 zunächst beim Schritt 15 ein geeignetes, freies der Hardwaremodule 8 bis 11 auswählen und eine Zustandssicherung 16 durchführen, so dass die bisher auf dem ausgewählten Hardwaremodul 8 bis 11 abgearbeiteten Steuerprozess und dessen Daten nicht verloren gehen. Nach Freigabe des Hardwaremoduls 8, 9, 10 oder 11 kann dann bei 17 eine Rekonfiguration des freien Hardwaremoduls 8, 9, 10 oder 11 erfolgen. In einem Schritt 18 wird dann das auf dem internen Datenbus 7 vorhandenen Buswort, d. h. die zuletzt gesendete Nachricht des internen Datenbusses 7, ermittelt und abgespeichert, so dass das Buswort nach der Rekonfiguration des Hardwaremoduls 8 oder nach dem Abarbeiten des zwischengeschalteten Prozesses bei Wiederaufnahme des abgebrochenen Prozesses wieder auf den internen Bus 7 gesendet werden kann. Nach dem Abschluss des Steuerprozesses wird bei 19 der Zustand des Hardwaremoduls wieder hergestellt, wie dieser vor der Abarbeitung des Prozesses vorhanden war.
  • Der in 2 dargestellte Prozess eignet sich insbesondere dann, wenn ein mit hoher Priorität durchzuführender Steuerprozess ausgeführt werden muss, obwohl ein langsamerer Steuerprozess auf einem der Hardwaremodule 8 bis 11 noch durchgeführt wird. Der zuletzt vorliegende Zustand im jeweiligen Hardwaremodul 8, 9, 10 oder 11 wird dann zwischengespeichert, der hochpriorisierte Steuerprozess durchgeführt und nach Ablauf des hochpriorisierten Steuerprozesses kann dann wieder der zuletzt vorgesehene Zustand auf dem Hardwaremodul 8 bis 11 wieder hergestellt werden, wie dieser vor der Unterbrechung gegeben war. Auf diese Weise kann dann der langsamere Steuerprozess weitergeführt werden ausgehend von einem gesicherten Zustand.
  • 3 zeigt eine Zustandsdatenverwaltung als Bestandteil eines Hardwaremoduls 8, 9, 10 oder 11 mit der Verbindung zum internen Bus 7, an den die Steuerprozesse 20, wie zum Beispiel jene zur Steuerung des Sitzes, Spiegels oder Fensterhebers, angeschlossen sind. Über das Eingabe-/Ausgabemodul 12 können neue Zustandsdaten über den internen Bus 7 zum Kontext-Speicher 21 übertragen werden. Im Kontext-Speicher sind Parameter und Eingabe-/Ausgabedaten für die Hardwaremodule 8 bis 11 abgelegt, die zum Starten eines Steuerprozesse nach dem Umkonfigurieren eines Hardwaremoduls erforderlich sind. Die Zustandsdatenverwaltung weist zusätzlich einen Kontextspeicher 21 auf, in dem für jedes Hardwaremodul 8 bis 11 der jeweilige Zustand bei bestimmten Ereignissen zurückgespeichert wird. Außerdem wird im Kontextspeicher 21 eine Liste bzw. Tabelle angelegt, die Eingangs- und Ausgangsdaten des Hardwaremoduls 8, 9, 10 oder 11 festhält und bestimmte Zustände der jeweiligen Hardwaremodule 8 bis 11 mitprotokolliert. Diese Zustandstabellen können über die Eingabe/Ausgabeeinheit 12 für den internen Datenbus 7 in dessen Busprotokoll umgesetzt werden und über den internen Datenbus 7 zu den Hardwaremodulen 8 bis 11 übertragen werden.
  • Wird beispielsweise ein Steuerprozess auf einem der Hardwaremodule 8 bis 11 ausgeführt und wird der Steuerprozess unterbrochen, so werden die Zustandsdaten im Kontextspeicher 21 festgehalten und es kann gegebenenfalls ein hochpriorisierter Steuerprozess durchgeführt werden. Nach dessen Abschluss können dann die im Kontextspeicher 21 abgelegten Zustandsdaten zum Hardwaremodul 8 bis 11 übertragen werden, wodurch dann der Steuerprozess zur Ausführung eines anderen Prozesses un terbrochen werden kann und später wieder vom selben Zustand weitergeführt werden kann.
  • Das gesamte Steuergerät 1 kann auf einem einzigen Halbleiterchip umgesetzt sein, welcher in Chipsegmenten dann die Hardwaremodule 8 bis 11 und die übrigen elektrischen Schaltungen umsetzt. Dabei kann das Steuergerät ein großflächiges FPGA aufweisen, welches die erforderlichen Bausteine nachbildet.
  • 1
    Steuergerät
    2
    externer Datenbus
    3
    Eingabe-/Ausgabeeinheit
    4
    Eingangskanal
    5
    Ausgangskanal
    6
    Verteilungseinheit
    7
    interner Datenbus
    8 - 11
    Hardwaremodule
    12
    Eingabe-/Ausgabeeinheit für 7
    13
    Initialisierungsmodul
    14
    Flash-Speicher
    15 - 19
    Verfahrensschritte
    20
    Eingabe-/Ausgabemodul
    21
    Kontextspeicher

Claims (10)

  1. Steuergerät zur Steuerung von Komponenten in einem Verkehrsmittel mit einer Schnittstelle zu einem externen Datenbus (2), einem Hardwaremodul (8 - 11) und einem Speicher zur Bereitstellung der für die Datenverarbeitung notwendigen Daten, wobei Steuerungsprozesse von zeitlich parallel zueinander ansteuerbaren Steuerprozessen abgearbeitet werden und dadurch direkt über eine Schnittstelle zum Datenbus (2) oder mit Sensoren/Aktoren kommunizieren, um Verkehrsmittelkomponenten zu steuern, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuergerät (1) mindestens zwei konfigurierbare Hardwaremodule (8 - 11) aufweist, die aufgrund der Nachrichten vom Datenbus (2) oder der Steuerbefehle des Steuergeräts (1) mehrere Steuerprozesse auf den Hardwaremodulen (8 - 11) zeitlich parallel durchführen, wobei eine Verteilungseinheit (6) zum Zuordnen der parallel ablaufenden Steuerungsprozesse auf die Hardwaremodule (8 - 11) vorgesehen ist, dass nach dem Zuordnen eines Steuerungsprozesses zu einem Hardwaremodul (8 - 11) zunächst eine Hardwarekonfiguration in das Hardwaremodul (8 - 11) geladen wird, um dessen Hardware neu zu konfigurieren und dass dann nach Zuweisen der Eingangsdaten für den Steuerungsprozess das neu konfigurierte Hardwaremodul (8 - 11) die Steuerung der zugeordneten Komponente übernimmt.
  2. Steuergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eines der Hardwaremodule (8 - 11) eine Chipfläche aufweist, die durch Konfiguration mittels einer von einem Speichermittel heruntergeladenen Hardwarekonfiguration in mindestens zwei Hardwarebereiche unterteilbar ist, wobei ein Steuerungsprozess auf dem ersten Hardwarebereich ausführbar ist und mindestens ein weiterer Steuerungsprozess auf einem weiteren Hardwarebereich ausführbar ist und dass dieses Hardwaremodul (8 - 11) umkonfigurierbar ist, so dass zur Ausführung eines weiteren Steuerungsprozesses die Hardwarebereiche oder Teile davon gemeinsam konfiguriert werden, um die zugeordneten Komponenten zu steuern.
  3. Steuergerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Hardwaremodul (8 - 11) zur Ausführung eines ersten Steuerungsprozesses konfiguriert ist, so dass eine von mehreren zeitlich parallel betätigbaren gleichartigen Komponenten, wie bspw. mehrere Fensterhebermotoren des Verkehrsmittels, ansteuerbar sind, dass nach Abschluss des ersten Steuerungsprozesses das konfigurierte Hardwaremodul (8 - 11) zur Steuerung einer anderen der gleichartigen Komponente des Verkehrsmittels konfiguriert und eingesetzt wird, so dass die Komponenten sequentiell nacheinander ein Startsignal von dem Hardwaremodul (8 - 11) erhalten, und dass nach Abarbeiten des Startprozesses eines der Hardwaremodule (8 - 11) mittels der Verteilungseinheit (6) umkonfigurierbar ist, um den Anhalte-/Beenden-Steuerprozess für die gleichartigen Komponenten auszugeben.
  4. Steuergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die gleichartigen Komponenten nach der Ansteuerung durch das Hardwaremodul (8 - 11) gleichzeitig in Betrieb sind und von dem Hardwaremodul (8 - 11) zeitlich sequentiell in einem Zeitmultiplex-Betrieb desselben Hardwaremoduls (8 - 11) ein Anhalte-/Beenden-Signal erhalten.
  5. Steuergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Zustandsspeicher vorgesehen ist, in dem Informationen über den Zustand, die Lage oder die Position einer Komponente abgelegt sind und dass die Verteilungseinheit (6) bei der Zuordnung der Steuerungsprozesse an ein Hardwaremodul (8 - 11) die Informationen aus dem Zustandsspeicher als Eingangsdaten an das Hardwaremodul (8 - 11) überträgt.
  6. Verfahren zur Steuerung mehrerer Komponenten in einem Verkehrsmittel, welches in einem Steuergerät (1) einen ersten Steuerprozess für eine erste Komponente und einen zweiten Steuerprozess für eine zweite Komponente ausführt, wobei jedes Steuerprogramm einen zeitlich begrenzten Prozess durchführt, um die zugeordnete Komponente zu steuern, bei dem jeder Prozess durch einen Start- und einen Endzeitpunkt bestimmt wird, der Startzeitpunkt durch ein Auslöseereignis definiert wird und bei dem parallel durchführbare Prozesse auf demselben Steuergerät (1) abgearbeitet werden, dadurch gekennzeichnet, dass zur Durchführung eines Prozesses jeweils ein Hardwaremodul (8 - 11) bestehend aus konfigurierbaren Speicher-/Logikzellen konfiguriert werden, indem eine dem Steuerprozess zugeordnete Hardwarekonfiguration von einem Speichermittel auf das Hardwaremodul (8 - 11) geladen wird und dass darauf folgend der Steuerprozess abgearbeitet wird und dass nach der Abarbeitung ein weiterer Prozess ausgewählt wird und das zugehörende Hardwaremodul (8 - 11) bestehend aus konfigurierbaren Speicher-/Logikzellen konfiguriert wird, und dass der zugehörende Steuerprozess auf diesem Hardwaremodul (8 - 11) ausgeführt wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass mittels Konfiguration durch eine von einem Speichermittel heruntergeladenen Hardwarekonfiguration ein Hardwaremodul (8 - 11) in mindestens zwei Hardwarebereiche unterteilt wird, dass ein erster Steuerungsprozess auf dem ersten Hardwarebereich ausgeführt und ein zweiter Steuerungsprozess auf dem zweiten Hardwarebereich ausgeführt wird, und dass danach dieses Hardwaremodul (8 - 11) umkonfiguriert wird, so dass zur Ausführung eines weiteren Steuerungsprozesses beide Hardwarebereiche oder Teile davon gemeinsam konfiguriert werden können, um eine zugeordnete Komponente zu steuern.
  8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Hardwaremodul (8 - 11) zur Ausführung eines ersten Steuerungsprozesses konfiguriert wird, so dass eine von mehreren zeitlich parallel betätigbaren gleichartigen Komponenten, wie bspw. mehrere Fensterhebermotoren des Verkehrsmittels, angesteuert werden, dass nach Abschluss des ersten Steuerungsprozesses das konfigurierte Hardwaremodul (8 - 11) zur Steuerung einer anderen der gleichartigen Komponente des Verkehrsmittels konfiguriert und eingesetzt wird, so dass die Komponenten sequentiell nacheinander ein Startsignal von dem Hardwaremodul (8 - 11) erhalten, und dass nach Abarbeiten des Startprozesses eines der Hardwaremodule (8 - 11) mittels der Verteilungseinheit (6) umkonfiguriert werden, um den Anhalte- /Beenden-Steuerprozess für die gleichartigen Komponenten auszugeben.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die gleichartigen Komponenten nach der Ansteuerung durch das Hardwaremodul (8 - 11) gleichzeitig in Betrieb gesetzt werden und von dem Hardwaremodul (8 - 11) zeitlich sequentiell in einem Zeitmultiplex-Betrieb desselben Hardwaremoduls (8 - 11) ein Anhalte-/Beenden-Signal erhalten.
  10. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass Informationen über den Zustand, die Lage oder die Position einer Komponente in einem Zustandsspeicher abgelegt werden und dass die Verteilungseinheit (6) bei der Zuordnung der Steuerungsprozesse an ein Hardwaremodul (8 - 11) die Informationen aus dem Zustandsspeicher als Eingangsdaten an das Hardwaremodul (8 - 11) überträgt.
DE200510010476 2005-03-04 2005-03-04 Steuergerät mit konfigurierbaren Hardwaremodulen Withdrawn DE102005010476A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200510010476 DE102005010476A1 (de) 2005-03-04 2005-03-04 Steuergerät mit konfigurierbaren Hardwaremodulen

Applications Claiming Priority (6)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200510010476 DE102005010476A1 (de) 2005-03-04 2005-03-04 Steuergerät mit konfigurierbaren Hardwaremodulen
EP20060707145 EP1854022B1 (de) 2005-03-04 2006-02-22 Steuergerät mit konfigurierbaren hardwaremodulen
US11/885,408 US20090013170A1 (en) 2005-03-04 2006-02-22 Control Device With Configurable Hardware Modules
DE200650002329 DE502006002329D1 (de) 2005-03-04 2006-02-22 Steuergerät mit konfigurierbaren hardwaremodulen
JP2007557369A JP2008532147A (ja) 2005-03-04 2006-02-22 構成可能なハードウェアモジュールを備えた制御装置
PCT/EP2006/001578 WO2006094628A1 (de) 2005-03-04 2006-02-22 Steuergerät mit konfigurierbaren hardwaremodulen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE102005010476A1 true DE102005010476A1 (de) 2006-09-07

Family

ID=36405991

Family Applications (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE200510010476 Withdrawn DE102005010476A1 (de) 2005-03-04 2005-03-04 Steuergerät mit konfigurierbaren Hardwaremodulen
DE200650002329 Expired - Fee Related DE502006002329D1 (de) 2005-03-04 2006-02-22 Steuergerät mit konfigurierbaren hardwaremodulen

Family Applications After (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE200650002329 Expired - Fee Related DE502006002329D1 (de) 2005-03-04 2006-02-22 Steuergerät mit konfigurierbaren hardwaremodulen

Country Status (5)

Country Link
US (1) US20090013170A1 (de)
EP (1) EP1854022B1 (de)
JP (1) JP2008532147A (de)
DE (2) DE102005010476A1 (de)
WO (1) WO2006094628A1 (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102010001962A1 (de) 2010-02-16 2011-08-18 Robert Bosch GmbH, 70469 Verfahren zum Betreiben eines Steuergeräts
DE102011117116A1 (de) * 2011-10-27 2013-05-02 Diehl Bgt Defence Gmbh & Co. Kg Steuereinrichtung zum wenigstens teilweise autonomen Betrieb eines Fahrzeugs und Fahrzeug mit solch einer Steuereinrichtung
DE102005037723B4 (de) * 2005-08-10 2014-03-13 Continental Teves Ag & Co. Ohg Steuerungseinheit für Verbundbetrieb
DE102014208779A1 (de) 2014-05-09 2015-11-12 Volkswagen Aktiengesellschaft Verfahren zum Erstellen einer Steuerschaltung für einen integrierten Steuerbaustein in einem Kraftfahrzeug sowie Steuerschaltung für einen derartigen Steuerbaustein

Families Citing this family (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JP5531392B2 (ja) * 2008-09-26 2014-06-25 協同油脂株式会社 グリース組成物及び軸受
EP2523117B1 (de) * 2011-05-11 2014-01-22 Telefonaktiebolaget L M Ericsson (publ) Schnittstellenmodul für HW-Block
DE102011107550A1 (de) 2011-07-16 2013-01-17 Volkswagen Aktiengesellschaft Notlaufbetrieb von Komponenten in einem Kraftfahrzeug

Citations (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19614991A1 (de) * 1995-04-17 1996-10-24 Ricoh Kk System und Verfahren zum skalierbaren, parallelen, dynamisch rekonfigurierbaren Rechnen
DE19815865A1 (de) * 1997-04-09 1998-12-10 Ricoh Kk Kompiliersystem und Verfahren zum rekonfigurierbaren Rechnen
WO1999021087A1 (en) * 1997-10-17 1999-04-29 Acuity Imaging, Llc Flexible processing hardware architecture
DE19843640A1 (de) * 1998-09-23 2000-03-30 Siemens Ag Verfahren zum Konfigurieren eines konfigurierbaren Hardware-Blocks
DE10139610A1 (de) * 2001-08-11 2003-03-06 Daimler Chrysler Ag Universelle Rechnerarchitektur
DE10159480A1 (de) * 2001-12-04 2003-06-26 Daimler Chrysler Ag Steuervorrichtung
DE10160476A1 (de) * 2001-12-08 2003-06-26 Daimler Chrysler Ag Universelle Steuervorrichtung und Verfahren zur Motorsteuerung bei Verkehrsmitteln

Family Cites Families (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2766592B1 (fr) * 1997-07-23 1999-08-27 Bull Sa Dispositif et procede de regulation dynamique de l'attribution des ressources sur un systeme informatique
DE19744230B4 (de) * 1997-10-07 2007-10-25 Robert Bosch Gmbh Steuergeräte für ein System und Verfahren zum Betrieb eines Steuergeräts
US5999990A (en) * 1998-05-18 1999-12-07 Motorola, Inc. Communicator having reconfigurable resources
US6584488B1 (en) * 1999-04-12 2003-06-24 International Business Machines Corporation Controlling allocation of system resources with an enhanced priority calculation
US20040100982A1 (en) * 1999-09-30 2004-05-27 Sivaram Balasubramanian Distributed real-time operating system
JP3561506B2 (ja) * 2001-05-10 2004-09-02 東京エレクトロンデバイス株式会社 演算システム
EP1372084A3 (de) * 2002-05-31 2011-09-07 Imec Verfahren zum Hardware-Software Multitasking auf einer rekonfigurierbaren Rechnerplattform

Patent Citations (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19614991A1 (de) * 1995-04-17 1996-10-24 Ricoh Kk System und Verfahren zum skalierbaren, parallelen, dynamisch rekonfigurierbaren Rechnen
DE19815865A1 (de) * 1997-04-09 1998-12-10 Ricoh Kk Kompiliersystem und Verfahren zum rekonfigurierbaren Rechnen
WO1999021087A1 (en) * 1997-10-17 1999-04-29 Acuity Imaging, Llc Flexible processing hardware architecture
DE19843640A1 (de) * 1998-09-23 2000-03-30 Siemens Ag Verfahren zum Konfigurieren eines konfigurierbaren Hardware-Blocks
DE10139610A1 (de) * 2001-08-11 2003-03-06 Daimler Chrysler Ag Universelle Rechnerarchitektur
DE10159480A1 (de) * 2001-12-04 2003-06-26 Daimler Chrysler Ag Steuervorrichtung
DE10160476A1 (de) * 2001-12-08 2003-06-26 Daimler Chrysler Ag Universelle Steuervorrichtung und Verfahren zur Motorsteuerung bei Verkehrsmitteln

Cited By (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102005037723B4 (de) * 2005-08-10 2014-03-13 Continental Teves Ag & Co. Ohg Steuerungseinheit für Verbundbetrieb
DE102010001962A1 (de) 2010-02-16 2011-08-18 Robert Bosch GmbH, 70469 Verfahren zum Betreiben eines Steuergeräts
WO2011101255A1 (de) 2010-02-16 2011-08-25 Robert Bosch Gmbh Verfahren zum betreiben eines steuergeräts
DE102011117116A1 (de) * 2011-10-27 2013-05-02 Diehl Bgt Defence Gmbh & Co. Kg Steuereinrichtung zum wenigstens teilweise autonomen Betrieb eines Fahrzeugs und Fahrzeug mit solch einer Steuereinrichtung
DE102011117116B4 (de) * 2011-10-27 2014-02-13 Diehl Bgt Defence Gmbh & Co. Kg Steuereinrichtung zum wenigstens teilweise autonomen Betrieb eines Fahrzeugs und Fahrzeug mit solch einer Steuereinrichtung
DE102014208779A1 (de) 2014-05-09 2015-11-12 Volkswagen Aktiengesellschaft Verfahren zum Erstellen einer Steuerschaltung für einen integrierten Steuerbaustein in einem Kraftfahrzeug sowie Steuerschaltung für einen derartigen Steuerbaustein

Also Published As

Publication number Publication date
EP1854022A1 (de) 2007-11-14
WO2006094628A1 (de) 2006-09-14
JP2008532147A (ja) 2008-08-14
US20090013170A1 (en) 2009-01-08
EP1854022B1 (de) 2008-12-10
DE502006002329D1 (de) 2009-01-22

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0253530B1 (de) Dynamisch rekonfigurierbare Feldlogik
CN104781789B (zh) 车载装置
US20030106051A1 (en) System and method for high availability firmware load
Hardung et al. Reuse of software in distributed embedded automotive systems
EP0942849B1 (de) Fehlertolerantes kraftfahrzeugsteuerungssystem
US6654669B2 (en) Processor unit for a data-processing-aided electronic control system in a motor vehicle
DE10237715B4 (de) Vorrichtung zum Zugriff auf ein Fahrzeugssteuersystem über eine drahtlose Verbindung
US8055875B2 (en) Apparatus and method for automatically defining, deploying and managing hardware and software resources in a logically-partitioned computer system
JP2000222370A (ja) 電子制御システム
JP2011500430A (ja) Canバスを備える通信システム、およびこのような通信システムを駆動する方法
CN1298520A (zh) 按照层结构具有二维或多维可编程序的单元结构(FPGAs、DPGAs等)的数据流处理器和模块的高速缓存配置数据方法
EP1806636B1 (de) HiL-System und -Verfahren zum Testen von Steuergeräten eines Fahrzeugsteuersystems
Fürst et al. AUTOSAR–A Worldwide Standard is on the Road
CN102736538B (zh) 基于接口的可重构电气架构
CN102498444A (zh) 用于对伺服单元分配地址的设备和方法
US20070191968A1 (en) System and Method For Adaptive Modification Of a Task Performance System
WO2000007849A1 (en) Automobile information system
EP2235628B1 (de) Kraftfahrzeug-steuervorrichtung
US20080256268A1 (en) System and method for testing and calibrating a control unit using an adaptation unit
US6487455B1 (en) Distributed real time operating system
JP5179249B2 (ja) 制御装置シミュレーション方法、システム及びプログラム
Broy Automotive software and systems engineering
JP2008135068A (ja) スプリットバス及びタイムスロットインターフェースバス調停を用いる共有デバイス並びにメモリ
US7715408B2 (en) Method for establishing communication plans for a divided real-time computer system
US20070032916A1 (en) Device and method for controlling control appliances in an on-board supply system of a motor vehicle

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
8127 New person/name/address of the applicant

Owner name: DAIMLERCHRYSLER AG, 70327 STUTTGART, DE

8127 New person/name/address of the applicant

Owner name: DAIMLER AG, 70327 STUTTGART, DE

8130 Withdrawal