Lithographieprozesse
stellen einen wesentlichen Prozeßschritt der Halbleiterindustrie
dar. Bei herkömmlichen
lithographischen Verfahren werden Strukturen einer Maske im Verhältnis 1:1
oder verkleinert, z.B. im Verhältnis
4:1, auf eine lichtempfindliche Polymerschicht (Photolack/Photoresist) übertragen,
die auf einen (ggfs. strukturierten) Halbleiterwafer aufgebracht
wurde. Die dabei verwendeten Wellenlängenbereiche können beispielsweise
im Sichtbaren, im DUV (Deep Ultraviolet) oder im weichen Röntgenbereich,
auch EUV (Extreme Ultraviolet) genannt, liegen. Als Photoresists
werden oftmals sogenannte Positivresists verwendet, die nach Belichtung
mit Photonen bestimmter Wellenlängen
in geeigneten Entwicklern löslich
werden und dadurch beim Entwicklungsprozeß an den belichteten Stellen entfernt
werden. Es können
allerdings auch Negativresists eingesetzt werden, bei denen unbelichtete Bereiche
des Photoresits abgelöst
werden und belichtete Bereiche erhalten bleiben.
Die
optimale Belichtungsdosis, d.h. die optimale auf den Photoresist
eintreffende Strahlungsleistung pro Flächeneinheit über einen
bestimmten Zeitraum, ist von entscheidender Bedeutung, damit die Strukturübertragung
von der Maske in den Photoresist möglichst maßgetreu erfolgt und die Resistprofile nach
der Entwicklung möglichst
steil sind. Unterbelichtung kann zu unvollständiger Entfernung des Resists
in den belichteten Bereichen führen.
Die Resistflanken können
zu flach und für
eine anschließende maßhaltige
Strukturübertragung
vom Resist in die darunterliegende Schicht oder das Substrat durch Plasmaätzen oder
Ionenimplantation ungeeignet sein. Überbelichtung kann zu einer
Aufweitung der belichteten Bereiche und damit zu unerwünscht schmalen
Resiststegen führen.
In
der bisherigen Praxis wird zur Ermittlung der richtigen Belichtungsdosis
für jedes
Los von Wafern ein sogenannter Vorläuferwafer bzw. Testwafer mit
unterschiedlichen Dosen (Belichtungsstaffel) belichtet, entwickelt
und in einem in-line CD-Meßgerät auf Strukturgenauigkeit
vermessen. Mit der daraus ermittelten 'idealen' Belichtungsdosis werden die Wafer des
Loses einheitlich belichtet. Schwankungen der Resistempfindlichkeit,
der mittleren Resistdicke, der Resistunterlage etc. von Waferlos
zu Waferlos werden auf diese Weise berücksichtigt. Das Verfahren ist
allerdings zeitaufwendig, senkt den Durchsatz des Belichtungsgerätes, das
während
der Prozessierung des Testwafers nicht genutzt werden kann, und verursacht
dadurch erhöhte
Kosten. Nicht erfaßt
werden bei dieser Methode Variationen der Resistdicke über den
Wafer und von Wafer zu Wafer und Dosisschwankungen, die vom Belichtungsgerät während der
Belichtung eines Loses verursacht werden.
Bei
den herkömmlichen
optischen Steppern und Scannern im sichtbaren Bereich und im DUV werden
mit geeigneten Komponenten, wie beispielsweise Strahlteilern etc.
Anteile des Lichtes ausgekoppelt und in Echtzeit gemessen. Durch
elektronische Regelmechanismen werden dann über Shutter, Blenden und/oder
die Geschwindigkeit der Scannig-Tische zeitliche Schwankungen der
Belichtungsleistung kompensiert.
Im
EUV sind derartige Strahlteiler nicht möglich, da die Lichtabsorption
der Materialien für
derartige Komponenten zu groß ist.
Aufgabe
der Erfindung ist es, ein Verfahren anzugeben, mit welchem die mittlere
Strahlungsleistung elektromagnetischer Strahlung einer Strahlungsquelle,
insbesondere im EUV-Spektralbereich, in
einem vorbestimmten Zeitintervall gemessen werden kann. Aufgabe
der Erfindung ist ferner die Bereitstellung einer entsprechenden
Belichtungsvorrichtung.
Diese
Aufgabe wird gelöst
durch das Verfahren nach Anspruch 1 und die Belichtungsvorrichtung nach
Anspruch 10. Bevorzugte Ausführungsformen sind
Gegenstand der abhängigen
Ansprüche.
Die
vorliegende Erfindung beinhaltet ein Verfahren zum Ermitteln einer
mittleren Strahlungsleistung
einer mit Modulationsfrequenz ω
0 intensitätsmodulierten elektromagnetischen
Strahlung einer Strahlungsquelle in einem vorbestimmten Zeitintervall
t
0 bis t
0 + Δt umfassend
die Schritte:
- – Bereitstellen einer Reflektoreinrichtung,
welche ausgelegt ist, elektromagnetische Strahlung der Strahlungsquelle
und elektromagnetische Strahlung einer Teststrahlungsquelle zu reflektieren;
- – Bestrahlen
einer vorbestimmten Fläche
der Reflektoreinrichtung mit der elektromagnetischen Strahlung der
Strahlungsquelle;
- – zumindest
teilweise Bestrahlen der Fläche
der Reflektoreinrichtung mit elektromagnetischer Strahlung der Teststrahlungsquelle;
- – Messen
eines mit ω0 modulierten Leistungsanteilseiner reflektierten Teststrahlungsleistung
Ptest(t) einer von der Fläche reflektierten
elektromagnetischen Strahlung der Teststrahlungsquelle in dem vorbestimmten
Zeitintervall;
- – Ermitteln
eines Mittelwertesdes gemessenen mit ω0 modulierten Leistungsanteilsder reflektierten Teststrahlungsleistung
Ptest(t) in dem vorbestimmten Zeitintervall;
- – Ermitteln
der mittleren Strahlungsleistungder elektromagnetischen Strahlung
der Strahlungsquelle aus der Beziehung wobei a eine vorbestimmte
oder vorbestimmbare Konstante ist.
Das
erfindungsgemäße Verfahren
basiert insbesondere darauf, daß aufgrund
bekannter physikalischer Vorgänge
die Teststrahlungsleistung P
test(t) der
reflektierten elektromagnetischen Strahlung der Teststrahlungsquelle
bei der Reflexion von der Reflektoreinrichtung einen mit der Modulationsfrequenz ω
0 der Strahlungsquelle intensitätsmodulierten
Intensitäts-
bzw. Leistungsanteil
aufweist.
Bei
der Teststrahlungsquelle der Erfindung handelt es sich vorzugsweise
um eine Konstantstrahlungsquelle, d.h, die Teststrahlungsleistung
bzw. eine Intensität
der auf die Reflektoreinrichtung einfallenden elektromagnetischen
Strahlung der Teststrahlungsquelle ist vorzugsweise konstant.
Die
Intensitätsmodulation
der elektromagnetischen Strahlung der Strahlungsquelle kann beispielsweise
im wesentlichen sinusförmig
oder rechteckförmig
ausgebildet sein. Ferner kann die elektromagnetische Strahlung beispielsweise
gepulst sein oder einen anderen im wesentlichen periodischen Verlauf
aufweisen.
Die
mit der Modulationsfrequenz ω0 intensitätsmodulierte elektromagnetische
Strahlung der Strahlungsquelle erzeugt in der Reflektoreinrichtung, insbesondere
in dem bestrahlten Bereich der Reflektoreinrichtung, ein moduliertes
Temperaturprofil. Handelt es sich bei der Reflektoreinrichtung beispielsweise
um einen Halbleiter, so wird zusätzlich eine
modulierte Elektronen/Loch-Plasmadichte erzeugt. Dabei weist der
Temperaturverlauf und gegebenenfalls der Plasmadichteverlauf die
Charakteristika einer kritisch gedämpften Welle auf.
Wenn
nun die Eigenschaften der Reflektoreinrichtung, d.h. beispielsweise
die Zusammensetzung der Reflektoreinrichtung, aus einem oder mehreren
Materialien bekannt sind, d.h. die Reflektivität der Reflektoreinrichtung
bekannt ist, wobei die Reflektivität der Reflektoreinrichtung über den
Zeitraum einer Belichtungsdauer im wesentlichen konstant ist, so
ist die mittlere Leistung der auf die Reflektoreinrichtung eingestrahlten
elektromagnetischen Strahlung während
des Zeitintervalls Δt
im wesentlichen proportional zu dem mittleren, mit Modulationsfrequenz ω
0 intensitätsmodulierten Leistungsanteil
der von der Reflektoreinrichtung
reflektierten elektromagnetischen Strahlung der Teststrahlungsquelle. Die über den
Zeitraum der Belichtungsdauer im wesentlichen konstante Reflektivität der Reflektoreinrichtung
weist aufgrund des modulierten Temperaturprofils bzw. der modulierten
Elektronen/Loch- Plasmadichte
einen im wesentlichen mit der Modulationsfrequenz ω
0 modulierten Anteil auf. Vorteilhafterweise
weist daher die Teststrahlungsleistung P
test(t)
der reflektierten elektromagnetischen Strahlung der Teststrahlungsquelle
einen im wesentlichen mit der Modulationsfrequenz ω
0 modulierten Leistungsanteil
auf.
Fällt somit
auf die Reflektoreinrichtung die elektromagnetische Strahlung der
Teststrahlungsquelle, welche eine im wesentlichen konstante Teststrahlungsleistung
aufweist, so wird diese Strahlung von der Reflektoreinrichtung reflektiert
und aufgrund des modulierten Temperaturverlaufs bzw. der modulierten
Elektronen/Loch-Plasmadichte die Teststrahlungsleistung P
test(t) der reflektierten Strahlung mit der
Modulationsfrequenz ω
0 moduliert. Wird der modulierte Leistungsanteil
der Teststrahlungsleistung
P
test(t) gemessen, kann daraus auf die modulierte
Strahlungsleistung P
Str(t) der Strahlung
der Strahlungsquelle geschlossen werden. Bevorzugt wird hierbei
der modulierte Leistungsanteil
der Teststrahlungsleistung
P
test(t) der reflektierten Strahlung nicht
nur über
beispielsweise eine Modulationsperiode gemessen, sondern über eine
Vielzahl von Modulationsperioden, beispielsweise über 5 bis 500
Modulationsperioden, insbesondere 10 Modulationsperioden. Der Mittelwert
des modulierten Leistungsanteils
der Teststrahlungsleistung
P
test(t) der reflektierten Strahlung der
Teststrahlungsquelle über
beispielsweise 10 Modulationsperioden liefert aufgrund der obigen
Beziehung die mittlere Strahlungsleistung
der Strahlungsquelle während dieser
beispielsweise 10 Modulationsperioden.
Wird
beispielsweise die mittlere Strahlungsleistung
der Strahlungsquelle für eine Modulationsperiode
ermittelt, so entspricht das Zeitintervall Δt im wesentlichen der Dauer
einer Modulationsperiode. Wird die mittlere Strahlungsleistung
der Strahlungsquelle beispielsweise
für eine
Vielzahl von Modulationsperioden ermittelt, beispielsweise 10 Modulationsperioden,
so entspricht das Zeitintervall Δt
im wesentlichen der Dauer der 10 Modualtionsperioden.
Die
mittlere Strahlungsleistung
der Strahlungsquelle in dem
Zeitintervall t
0 bis t
0 + Δt kann beispielsweise
anhand der Beziehung:
bestimmt werden, wobei P
Str(t) die intensitätsmodulierte Strahlungsleistung
der Strahlungsquelle zum Zeitpunkt t repräsentiert. Da ferner die intensitätsmodulierte
Strahlungsleistung P
Str(t) der Strahlungsquelle
zu dem mit der Modulationsfrequenz ω
0 modulierten
Leistungsanteil
der reflektierten Teststrahlungsleistung
P
test(t) der Teststrahlungsquelle proportional
ist, kann aus dem mit der Modulationsfrequenz ω
0 modulierten
Leistungsanteil
der reflektierten Teststrahlungsleistung
P
test(t) die Leistung P
Str(t)
der Strahlungsquelle bestimmt werden. Gleichsam kann aus dem mittleren
mit der Modulationsfrequenz ω
0 modulierten Leistungsanteil
der reflektierten Teststrahlungsleistung
P
test(t) im Zeitintervall t
0 bis
t
0 + Δt
die mittlere Strahlungsleistung
der Strahlungsquelle bestimmt
werden.
Ferner
ist es möglich,
die mittlere Strahlungsleistung
der Strahlungsquelle anhand
einer anderen Beziehung als der oben genannten zu bestimmen, um
z.B. Einflüsse
durch Rauschen zu vermindern bzw. eine bestimmte Normierung zu erreichen.
Das
Zeitintervall Δt
ist vorzugsweise klein gegenüber
der Belichtungsdauer. Bei einer bevorzugt gepulsten Strahlungsquelle
umfaßt
das Zeitintervall Δt
eine Vielzahl von Pulsen der bevorzugt gepulsten Strahlungsquelle,
beispielsweise 5 bis 100 Pulse, insbesondere 10 Pulse.
Die
Proportionalitätskonstante
a kann beispielsweise mit Hilfe des Testwafers bestimmt werden und
somit aus der gemessenen mittleren intensitätsmodulierten reflektierten
Teststrahlungsleistung
der Absolutwert der mittleren
Strahlungsleistung
in Watt berechnet werden.
Weiterhin ist es beispielsweise möglich, daß die Proportionalitätskonstante
a derart gewählt
wird, daß die
mittlere Strahlungsleistung
pro Fläche, d.h. beispielsweise in
Watt/m
2 gemessen wird. Es ist allerdings
auch möglich,
daß die
Proportionalitätskonstante
a derart gewählt
wird, daß die mittlere
Strahlungsleistung
der Strahlungsquelle in einer
beliebigen Einheit angegeben wird. Dies kann insbesondere von Vorteil sein,
wenn lediglich die relative Änderung
der mittleren Strahlungsleistung
der Strahlungsquelle von
Interesse ist.
In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
kann die Proportionalitätskonstante
a so gewählt
werden, daß die
mittlere Strahlungsenergie der elektromagnetischen Strahlung der
Strahlungsquelle pro Fläche
berechnet werden kann.
Das
Verfahren der vorliegenden Erfindung ermöglicht es daher vorteilhafterweise,
die in dem Zeitintervall t0 bis t0 + Δt
auf die Reflektoreinrichtung auftreffende mittlere Strahlungsintensität der Strahlung
der Strahlungsquelle zu bestimmen. Diese Strahlung kann beispielsweise
von der Reflektoreinrichtung reflektiert werden und bestrahlt beispielsweise
eine Fläche
eines zu strukturierenden Materials, wie z.B. eine Fläche eines
Photoresists. Die mittlere Intensität der auf die Fläche des
zu strukturierenden Materials gestrahlten Strahlung kann bei einer
bekannten Reflektivität
der Reflektoreinrichtung im wesentlichen aus der mittleren Intensität der auf
der Fläche
der Reflektoreinrichtung auftreffenden Strahlung der Strahlungsquelle
bestimmt werden.
Vorzugsweise
wird das Verfahren gemäß der Erfindung
zur Strahlungsleistungsbestimmung bei einer EUV-Belichtung eingesetzt,
wobei der EUV-Spektralbereich vorzugsweise elektromagnetische Strahlung
in einem Wellenlängenbereich
von 5 nm bis 20 nm umfaßt.
Somit
kann beispielsweise bei der Belichtung eines Photoresists mit EUV-Strahlung
einer EUV-Belichtungseinheit die mittlere Strahlungsleistung der
auf dem Photoresist auftreffenden EUV-Strahlung ermittelt werden, indem die
mittlere Strahlungsleistung
der Strahlung ermittelt wird,
welche beispielsweise auf die Fläche
der Reflektoreinrichtung der EUV-Belichtungseinheit
gestrahlt wird.
Insbesondere
kann auch festgestellt werden, ob beispielsweise die tatsächliche
mittlere Strahlungsleistung
in dem Zeitintervall t
0 bis t
0 + Δt mit einer
gewünschten
Sollstrahlungsleistung P Soll / Str übereinstimmt,
wobei es sich bei der Sollstrahlungsleistung P Soll / Str beispielsweise um
eine vorbestimmte Strahlungsleistung handeln, welche zum exakten
Belichten eines Photoresists gewünscht
bzw. notwendig ist. Eine bevorzugte Ausführungsvariante des Verfahrens
der Erfindung umfaßt
den weiteren Schritt:
- – Regeln einer Ausgangsleistung
der Strahlungsquelle derart, daß eine
Differenz einer mittleren Strahlungsleistungelektromagnetischer Strahlung
der Strahlungsquelle in einem Zeitintervall t1 bis
t1 + Δt
und einer Sollstrahlungsleistung P Soll / Str im wesentlichen minimiert ist,
wobei t1 > t0 + Δt
gilt.
Insbesondere
ist es dadurch möglich,
daß Schwankungen
der Strahlungsleistung der Strahlungsquelle, welche beispielsweise
durch eine Fehlfunktion der Strahlungsquelle bedingt sind, festgestellt
werden. Weiterhin ist es möglich,
daß die
Ausgangsleistung der Strahlungsquelle diesen Schwankungen jeweils
angepaßt
wird und somit beispielsweise eine Fehlbelichtung eines Photoresists
vermieden werden kann. Die Schwankungen der mittleren Strahlungsleistung
können
in einer absoluten Einheit, beispielsweise in Watt gemessen werden.
Es ist jedoch auch möglich,
daß relative
Schwankungen der Strahlungsleistung gemessen werden und diese relativen
Schwankungen jeweils abhängig
von den Messungen ausgeglichen bzw. nachgeregelt werden.
Mit
anderen Worten wird anhand der Differenz der Sollstrahlungsleistung
P Soll / Str und der Strahlungsleistung
bestimmt, ob und gegebenenfalls
wie die Ausgangsleistung der elektromagnetischen Strahlung der Strahlungsquelle
geregelt werden muß,
so daß die Differenz
der mittleren Strahlungsleistung
und der Sollstrahlungsleistung
P Soll / Str im wesentlichen minimiert ist. Somit wird im wesentlichen die
Abweichung der mittleren Strahlungsleistung
von der Sollstrahlungsleistung
P Soll / Str in einem ersten Zeitintervall von t
0 bis
t
0 + Δt
ermittelt und diese Abweichung dazu benutzt, die Ausgangsleistung
der Strahlungsquelle zu regeln, so daß in einem nächsten Zeitintervall
von t
1 bis t
1 + Δt die ermittelte
Strahlungsleistung
der Sollstrahlungsleistung
P Soll / Str im wesentlichen entspricht.
In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsvariante
der vorliegenden Erfindung werden die Verfahrensschritte in der
angegebenen Reihenfolge wiederholt durchgeführt.
Somit
wird ermöglicht,
daß die
Strahlungsleistung der Strahlungsquelle über einen langen Zeitraum,
d.h. über
eine Vielzahl bevorzugt aufeinanderfolgender Zeitintervalle Δt gemessen
bzw. geregelt werden kann. Das Verfahren eignet sich daher besonders
für den
Einsatz zur industriellen Fertigung beispielsweise von Halbleiterbauelementen
mit einer EUV-Belichtungseinrichtung,
wie einer EUV-Lithographieeinrichtung, da beispielsweise in einem
oder einer Vielzahl von nacheinander ablaufenden Verfahrensschritten
die Strahlungsleistung der Strahlungsquelle ermittelt, kontrolliert
und geregelt werden kann.
In
einer besonders bevorzugten Ausführungsvariante
der Erfindung ist das vorbestimmte Zeitintervall Δt im wesentlichen
gleich 0,1 ms bis 10 ms, insbesondere 1 ms.
Aufgrund
der geringen Größe des vorbestimmten
Zeitintervalls Δt,
insbesondere im Vergleich zu einer üblicherweise benutzten Belichtungszeit
von im wesentlichen 0,1 s bis 1 s, entspricht die mittlere Strahlungsleistung
der Strahlungsquelle im wesentlichen der tatsächlichen momentanen Strahlungsleistung,
so daß die
tatsächliche
momentane Strahlungsleistung näherungsweise
in dem Zeitintervall Δt konstant
ist.
Besonders
bevorzugt handelt es sich bei der Strahlungsquelle um eine EUV-Strahlungsquelle, welche
elektromagnetische Strahlung in einem Wellenlängenbereich von bevorzugt 5
nm bis 20 nm abgibt.
Besonders
bevorzugt handelt es sich bei der EUV-Strahlungsquelle um eine gepulste EUV-Strahlungsquelle
mit einer Pulsdauer von vorzugsweise 10 ns bis 500 ns.
Vorzugsweise
handelt es sich bei der Teststrahlungsquelle um einen He-Ne Laser
oder einen Halbleiterlaser.
Es
kann sich bei der Teststrahlungsquelle jedoch auch um eine andersartige
Strahlungsquelle handeln, wobei vorzugsweise eine solche Strahlungsquelle
ausgewählt
wird, deren Strahlungsleistung möglichst
genau bestimmt werden kann bzw. deren reflektierte Strahlungsleistung
möglichst
genau gemessen werden kann.
In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsvariante
der Erfindung sind eine Strahlrichtung der Strahlungsquelle und
eine Strahlrichtung der Teststrahlungsquelle unter einem Winkel
zueinander angeordnet.
In
einer besonders bevorzugten Ausführungsvariante
beträgt
dieser Winkel im wesentlichen 0°.
Vorzugsweise
sind in den Strahlengang der Teststrahlungsquelle weitere optische
Vorrichtungen eingefügt,
wie z.B. ein λ/4-Plättchen,
so daß der
einfallende Strahl von dem reflektierten Strahl der Teststrahlungsquelle
unterschieden werden kann.
In
einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsvariante liegt der Winkel
vorzugsweise zwischen 0° und
90°, d.h.
zwischen senkrechtem und nahezu streifenden Einfall, besonders bevorzugt
zwischen 30° und
70°.
Ferner
stellt die vorliegende Erfindung eine Belichtungsvorrichtung zum
Belichten eines Materials mit elektromagnetischer Strahlung bereit,
umfassend:
- – eine Strahlungsquelle, welche
ausgelegt ist, eine mit Modulationsfrequenz ω0 intensitätsmodulierte
elektromagnetische Strahlung zu erzeugen;
- – eine
Teststrahlungsquelle, welche ausgelegt ist, elektromagnetische Strahlung
zu erzeugen;
- – eine
Reflektoreinrichtung, welche ausgelegt ist, sowohl die elektromagnetische
Strahlung der Strahlungsquelle als auch die elektromagnetische Strahlung
der Teststrahlungsquelle zu reflektieren;
- – eine
Meßeinrichtung,
welche zum Messen eines mit ω0 modulierten Leistungsanteilseiner reflektierten Teststrahlungsleistung
Ptest(t) einer von der Reflektoreinrichtung
reflektierten elektromagnetischen Strahlung der Teststrahlungsquelle
ausgelegt ist; und
- – eine
Ermittelungseinrichtung, welche ausgelegt ist:
einen Mittelwertdes gemessenen mit ω0 modulierten Leistungsanteilsder reflektierten Teststrahlungsleistung
Ptest(t) in dem vorbestimmten Zeitintervall
zu ermitteln und
die mittlere Strahlungsleistungder elektromagnetischen Strahlung
der Strahlungsquelle aus der Beziehung zu ermitteln, wobei a eine
vorbestimmte oder vorbestimmbare Konstante ist.
Analog
zu dem oben beschriebenen Verfahren gemäß der Erfindung kann mit der
Belichtungsvorrichtung der Erfindung während der Belichtung eines
Materials, die mittlere Strahlungsleistung
in dem Zeitinvervall von
t
0 bis t
0 + Δt der auf
der Reflektoreinrichtung auftreffenden elektromagnetischen Strahlung
P
Str(t) der Strahlungsquelle bestimmt werden.
Somit kann auch die mittlere Strahlungsleistung
der auf dem Material auftreffenden
elektromagnetischen Strahlung bestimmt werden.
Insbesondere
kann die Proportionalitätskonstante
a derart gewählt
werden, daß die
mittlere Strahlungsleistung
als Absolutwert, beispielsweise
in Watt, oder als relativer Wert bestimmbar ist. Die mittlere Strahlungsleistung
kann jedoch auch auf die Größe der bestrahlten Fläche normiert
werden.
Insbesondere
ist es dadurch möglich,
die mittlere Strahlungsleistung
in dem Zeitintervall von
t
0 bis t
0 + Δt mit einer
Sollstrahlungsleistung P Soll / Str zu vergleichen. Dabei kann die Sollstrahlungsleistung
P Soll / Str im wesentlichen die zur Belichtung des Materials benötigte Leistung
darstellen und Abweichungen der Strahlungsleistung der Strahlungsquelle
können
durch Vergleichen des gemessenen Werts mit dem Sollstrahlungswert
P Soll / Str leicht nachgewiesen und ggfs. ausgeglichen werden. Dabei können solche
Abweichungen sowohl in Absolutwerten als auch als relative Abweichungen
ermittelt werden.
Eine
bevorzugte Ausführungsform
der Belichtungsvorrichtung der Erfindung umfaßt weiterhin eine Regelungseinrichtung,
welche zum Regeln einer Ausgangsleistung der elektromagnetischen Strahlung
der Strahlungsquelle ausgelegt ist, so daß eine Differenz einer mittleren
Strahlungsleistung
elektromagnetischer Strahlung
der Strahlungsquelle in dem Zeitintervall t
1 bis
t
1 + Δt
und der Sollstrahlungsleistung P Soll / Str im wesentlichen minimiert ist,
wobei t
1 > t
0 + Δt
gilt.
Insbesondere
ist es dadurch möglich,
daß Schwankungen
der Strahlungsleistung der Strahlungsquelle, welche beispielsweise
durch eine Fehlfunktion der Strahlungsquelle bedingt sind, festgestellt
werden. In diesem Zusammenhang wird auf die obigen Ausführungen
zu dem erfindungsgemäßen Verfahren
verwiesen.
In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Belichtungsvorrichtung gemäß der Erfindung
handelt es sich bei der Strahlungsquelle bevorzugt um eine EUV-Strahlungsquelle,
d.h. um eine Strahlungsquelle mit einer elektromagnetischen Strahlung
in einem Wellenlängenbereich
von 5 nm bis 20 nm.
Besonders
bevorzugt handelt es sich bei der EUV-Strahlungsquelle um eine gepulste EUV-Strahlungsquelle
mit einer Pulsdauer von vorzugsweise 10 ns bis 500 ns und Repetitionsraten
von vorzugsweise 1 kHz bis 10 kHz.
Die
Reflektoreinrichtung der Belichtungsvorrichtung der vorliegenden
Erfindung kann beispielsweise Teil eines Steppers/Scanners einer
EUV-Lithographie-Belichtungsvorrichtung sein, wie sie in der Halbleiterindustrie
benutzt werden können.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Belichtungsvorrichtung
gemäß der Erfindung
handelt es sich bei der Belichtungsvorrichtung um eine EUV-Lithographie-Belichtungsvorrichtung.
In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
der Belichtungsvorrichtung gemäß der Erfindung
beträgt
das vorbestimmte Zeitintervall 0,1 ms bis 10 ms, insbesondere 1
ms.
Aufgrund
der geringen Größe des vorbestimmten
Zeitintervalls Δt,
insbesondere im Vergleich zu einer üblicherweise benutzten Belichtungszeit
von im wesentlichen 0,1 s bis 1 s, entspricht die mittlere Strahlungsleistung
der Strahlungsquelle im wesentlichen der tatsächlichen momentanen Strahlungsleistung.
Vorzugsweise
handelt es sich bei der Teststrahlungsquelle der Belichtungsvorrichtung
gemäß der Erfindung
um einen He-Ne Laser oder einen Halbleiterlaser.
Es
kann sich bei der Teststrahlungsquelle jedoch auch um eine andere
Strahlungsquelle handeln, wobei vorzugsweise eine solche Strahlungsquelle
ausgewählt
wird, deren Strahlungsleistung möglichst
genau bestimmt werden kann.
In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung sind eine Strahlrichtung der Strahlungsquelle und
eine Strahlrichtung der Teststrahlungsquelle unter einem Winkel
zueinander angeordnet.
Weiterhin
vorzugsweise sind eine Strahlrichtung der Strahlungsquelle und eine
Strahlrichtung der Teststrahlungsquelle unter einem Winkel zueinander
angeordnet.
Besonders
bevorzugt beträgt
dieser Winkel im wesentlichen 0°.
Vorzugsweise
sind in den Strahlengang Teststrahlungsquelle noch weitere optische
Vorrichtungen eingefügt,
wie z.B. ein λ/4-Plättchen,
so daß der einfallende
Strahl von dem reflektierten Strahl der Teststrahlungsquelle unterschieden
werden kann.
Weiterhin
besonders bevorzugt liegt dieser Winkel zwischen 0° (im wesentlichen
senkrechter Einfall) und 90° (im
wesentlichen streifender Einfall) besonders bevorzugt zwischen 30° und 70°.
Da
sich Reflektivitäten
der jeweiligen Reflektoreinrichtungen
14,
16,
18 und
20 während einer
Belichtungsdauer im wesentlichen nicht ändern, ist die Strahlungsleistung
P
Str(t) der auf die dritte Reflektoreinrichtung
18 gestrahlten
elektromagnetischen Strahlung im wesentlichen proportional zu dem
gemessenen mit Modulationsfrequenz ω
0 modulierten Leistungsanteil
der reflektierten Teststrahlungsleistung
P
test(t) der reflektierten elektromagnetischen
Strahlung
26 der Teststrahlungsquelle. Geht man weiterhin
davon aus, daß die
Reflektivität
der vierten Reflektoreinrichtung
20 bzw. eine Transmissivität eines
(nicht gezeigten) Mediums zwischen der dritten und vierten Reflektoreinrichtung
18,
20 bzw.
eine Transmissivität
eines Mediums (nicht gezeigt) zwischen der vierten Reflektoreinrichtung
20 und
dem zu belichtenden Material
22 bekannt sind und sich diese
Reflektivitäten
bzw. Transmissivitäten
jeweils im wesentlichen über
den Zeitraum der Belichtungsdauer nicht ändern, so kann die mittlere
Strahlungsleistung
der auf dem zu belichtenden
Material
22 auftreffenden elektromagnetischen Strahlung
12 aus
dem gemessenen mittleren mit Modulationsfrequenz ω
0 modulierten Leistungsanteil
der reflektierten Testleistung
P
test(t) der reflektierten elektromagnetischen
Strahlung
26 bestimmt werden.
4b zeigt
einen Verlauf der Teststrahlungsleistung P
test(t)
der reflektierten Teststrahlung
26 der Teststrahlungsquelle
28 in
Abhängigkeit
von der Zeit t. Dargestellt ist in
4b die im
wesentlichen konstante Teststrahlungsleistung P
test,konst der
einfallenden Strahlung
24 der Teststrahlungsquelle
28, welche
nach Reflexion von der dritten Reflektoreinrichtung
18 durch
den modulierten Temperaturverlauf bzw. die modulierte Elektron/Loch-Plasmadichte
in der dritten Reflektoreinrichtung
18 im wesentlichen mit
der Modulationsfrequenz ω
0 intensitäts- bzw. leistungsmoduliert ist. Ändert sich
der Verlauf (
4a) der Strahlungsleistung P
Str(t) der Strahlungsquelle, so ändert sich
auch die das Temperaturprofil bzw. der Verlauf der Elektron/Loch-Plasmadichte
in der dritten Reflektoreinrichtung
18. Das veränderte Temperaturprofil
bzw. der veränderte
Verlauf der Elektron/Loch-Plasmadichte beeinflußt die Reflektivität der dritten
Reflektoreinrichtung
18, wodurch sich der Verlauf des modulierten
Leistungsanteils
der reflektierten Teststrahlungsleistung
P
test(t) der Strahlung
26 der Teststrahlungsquelle
28 ändert. Diese Änderung
des modulierten Leistungsanteils
der reflektierten Teststrahlungsleistung
P
test(t) der Strahlung
26 kann
durch die Meßeinrichtung
30 gemessen
werden und folglich die Strahlungsleistung P
Str(t)
aufgrund der Beziehung zwischen dem mit Modulationsfrequenz ω
0 modulierten Leistungsanteils
der reflektierten Teststrahlungsleistung
P
test(t) und der Strahlungsleistung P
Str(t) bestimmt werden. Analog zu
4a umfaßt das Zeitintervall Δt im wesentlichen
9 Modulationsperioden.