DE10151925A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Abbruch bestehender und gleichzeitige Herstellung neuer, im Erdreich verlegter Rohre - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Abbruch bestehender und gleichzeitige Herstellung neuer, im Erdreich verlegter Rohre

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DE10151925A1 DE2001151925 DE10151925A DE10151925A1 DE 10151925 A1 DE10151925 A1 DE 10151925A1 DE 2001151925 DE2001151925 DE 2001151925 DE 10151925 A DE10151925 A DE 10151925A DE 10151925 A1 DE10151925 A1 DE 10151925A1
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16LPIPES; JOINTS OR FITTINGS FOR PIPES; SUPPORTS FOR PIPES, CABLES OR PROTECTIVE TUBING; MEANS FOR THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16L55/00Devices or appurtenances for use in, or in connection with, pipes or pipe systems
    • F16L55/26Pigs or moles, i.e. devices movable in a pipe or conduit with or without self-contained propulsion means

Abstract

Technisches Problem der Erfindung = technische Aufgabe und Zielsetzung DOLLAR A Der Austausch bestehender Rohre durch neue erfolgt bisher sehr aufwendig. DOLLAR A Das neue Verfahren ermöglicht es, unabhängig von dem Rohrdurchmesser, der Rohrform, -länge, -krümmung und -biegung alte durch neue Rohre zu ersetzen, ohne Zerstörung der Oberfläche. DOLLAR A Lösung des Problems bzw. der technischen Aufgabe DOLLAR A Durch eine auf einem Trägerwagen befestigte Schneide- bzw. Fräsvorrichtung wird ein unterirdisch verlegtes Rohr zerstört und eine Öffnung beliebigen Durchmessers geschaffen. Der Abraum wird mittels einer Schnecke im vorhandenen Rohr beseitigt. DOLLAR A Während des Fräß- bzw. Schneidevorganges stoßen auf dem äußeren Radius des Rohrfertigers angebrachte Lanzen nach vorne DOLLAR A 1) und geben gleichzeitig Spritzdüsen frei, aus der von außen eingepreßtes Material die geschaffene Öffnung ausspritzt und das neue Rohr schafft. DOLLAR A 2) Im hinteren Teil des Rohrfertigers werden von außen eingeführte Fertigteile dergestalt miteinander verbunden, daß ein neues Rohr entsteht. DOLLAR A Anwendungsgebiet DOLLAR A Vorrichtung und Verfahren eignen sich für eine schnellere, von den örtlichen Gegebenheiten unabhängige Sanierung, Instandhaltung und Erneuerung von Rohren, ohne Zerstörung der über den Rohren gegebenen Oberflächen, ohne Behinderungen durch Gräbenerstellung und Baumaschinen.

Description

  • Der Austausch bestehender Rohre durch neue erfolgt bisher sehr aufwendig unter Zuhilfenahme schwerer Erdbaugeräte und Maschinen sowie durch Zerstörung nicht beschädigter Straßen bzw. Bodenoberflächen (Ausbau).
  • Eine zweite gängige Möglichkeit besteht in der "Überfahrung" bestehender Rohre ("Burstliner" und "Rohrvorschub").
  • Das Burstliner-Verfahren hat den Nachteil, daß das neu zu erstellende Rohr in seinem Durchmesser stark begrenzt ist.
  • Der Rohrvorschub ist durch die dabei nötige hohe Leistungsfähigkeit der eingesetzten Maschinen nur beschränkt einsetzbar und bei Rohrneigungen und -krümmungen faktisch nicht.
  • Diese Probleme werden durch die im Patentanspruch aufgeführten Merkmale gelöst.
  • Das neue Verfahren ermöglicht es, unabhängig von dem Rohrdurchmesser, der Rohrform, -länge, -krümmung und -biegung alte durch neue Rohre zu ersetzen. Hierbei wird die Oberfläche (Straßen o. ä.) nicht zerstört.
  • Bestehende Schächte können erhalten bleiben und wieder benutzt werden, Abwinkelungen können berücksichtigt werden.
  • Damit werden adäquate Rohrdurchmesser im alten System neu integriert.
  • Nach einer Schachtsanierung werden die alten Strecken wieder benutzt.
  • Andere Medien wie Gas, Wasser, Strom usw. müssen nicht neu verlegt werden.
  • Der Zeit- und Arbeitsaufwand und damit die Kosten sind bei dem neuen Verfahren weitaus geringer als bei den herkömmlichen, oben beschriebenen Verfahren.
  • Die Vorrichtung und das Verfahren eignen sich für eine schnellere und von den örtlichen Gegebenheiten und Rahmenbedingungen unabhängige Sanierung, Instandhaltung und Erneuerung von einzelnen Rohren und Rohrnetzen, insbesondere ohne Zerstörung der über den jeweiligen Rohren gegebenen Oberflächen (Asphalt, Verbundsteine o. ä.) sowie ohne Behinderungen durch Gräbenerstellung und Baumaschinen.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.
  • Von einem bestehenden Schacht aus, der nach Ausführung des neu zu erstellenden Rohres der "Zielschacht" (7) des Verfahrens ist, wird der "Trägerwagen" (1), rückwärts durch das vorhandene Altrohr bis zu einem Schacht, von dem der Trägerwagen seine Arbeit beginnt ("Startschacht" (6)) gefahren.
  • In diesem "Startschacht" (6) wird an den "Trägerwagen" (1) eine "Fräse" (2) an der dem "Startschacht" (6) zugewandten Seite befestigt, die in Richtung auf den "Zielschacht" (7) hin das vorhandene Rohr zerstört und eine Öffnung beliebigen Durchmessers für das neu zu erstellende Rohr schafft. Anstelle der "Fräse" (2) kann das Altrohr je nach Materialbeschaffenheit auch aufgesägt werden.
  • Der entstehende Abraum wird vermittels einer unter dem "Trägerwagen" (1) laufenden "Schnecke" (4) zum "Zielschacht" (7) hin abtransportiert, während sich der "Trägerwagen" (1) in Richtung auf den "Zielschacht" (6) bewegt.
  • Die "Schnecke" (4) selbst besteht aus zusammensteckbaren Einzelteilen und kann unabhängig von dem "Trägerwagen" (1) laufen. Der Abraum wird dann durch den "Zielschacht" (7) zutage gefördert.
  • Während des Fräsvorganges wird gleichzeitig das neue Rohr erstellt.
  • Dies geschieht entweder dergestalt, daß über den "Startschacht" (6) eine aus "Lanzen" (3b) und "Spritzdüsen" (5) bestehender "Lanzenträger" (3) in den aufgefrästen bzw. aufgesägten Hohlraum eingesetzt wird. In Richtung auf den "Zielschacht" (7) zu einem Kreis angeordnete "Lanzen" (3b) stoßen abwechselnd nach vorne. Durch diesen Stoß nach vorne werden jeweils die unter den "Lanzen" (3b) befindlichen "Spritzdüsen" (5) freigelegt. Aus diesen freigelegten "Spritzdüsen" (5) spritzt sodann ein geeignetes Material (z. B. Beton, Kunststoff etc.) in den Zwischenraum zwischen "Spritzdüse" (5) und Erdreich und steift somit den neu geschaffenen Hohlraum aus.
  • Die abwechselnd nach vorne stoßenden "Lanzen" (3b) bilden ein Hüllrohr, in dem die Fräse ihre Arbeit verrichtet.
  • Das geeignete Material wird von außerhalb, z. B. über ein Schlauchsystem in die Düsen des "Lanzenträgers" (3) eingepreßt.
  • "Trägerwagen" (1) und "Lanzenträger" (3) können miteinander verbunden sein.
  • Dies kann aber auch dadurch geschehen, daß Fertigteile über den Startschacht (6) eingeführt und dergestalt miteinander verbunden werden, daß in der neu geschaffenen Öffnung ein Rohr entsteht.

Claims (1)

  1. Rohrfertiger zum Abbruch bestehender und gleichzeitige Herstellung neuer, im Erdreich verlegter Rohre mit folgenden Merkmalen:
    Der Rohrfertiger besteht
    aus einem Trägerwagen, auf dem eine Schneide- bzw. -Fräsvorrichtung, sowie eine Schnecke angebracht sind,
    und einem Lanzenträger, der mit Lanzen bestückt ist, die Spritzdüsen überdecken,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    - der Trägerwagen in einem bestehenden Rohr von einem Start- zu einem Zielschacht fährt und hierbei dieses Rohr rückbaut,
    - die Schnecke den entstehenden Abraum wegtransportiert und gleichzeitig
    - die kreisförmig auf dem Lanzenträger angeordneten Lanzen einzeln, in vertikaler Richtung sich nach vorne bewegen
    1. und beim Vorschub die darunterliegenden Spritzdüsen freigeben aus denen mit von außen eingepreßtem Material die geschaffene Öffnung ausgespritzt wird.
    2. und Fertigteile über den Startschacht eingeführt werden und dergestalt miteinander verbunden werden, daß in der neu geschaffenen Öffnung ein Rohr entsteht.
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