DE10143063C2 - Verfahren zur Reduzierung von Header-Information - Google Patents

Verfahren zur Reduzierung von Header-Information

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Komprimierung von zu übertragenden Daten mit Header-Informationen durch Reduzie­ rung der Header-Information.

Mit dem Begriff Header wird im allgemeinen der Teil eines Da­ tenpaketes bezeichnet, in dem keine Nutzdaten, sondern diver­ se Verwaltungsdaten enthalten sind (z. B. Adresse, Paketnum­ mer, Senderkennung, Paketstatus etc.). Daten zur Fehlererken­ nung bzw. zur Fehlerkorrektur (z. B. Cyclic Redundancy Check CRC) werden i. A. zu den Nutzdaten gezählt.

Auch bei der Codierung von Videodaten werden in der Regel ne­ ben den eigentlichen Bildinformationen als Nutzdaten zusätz­ lich solche Header-Informationen übertragen. Diese dienen ei­ nerseits der Synchronisation, beispielsweise bei gestörten Kanälen, andererseits zur Erhöhung einer Kompression bzw. der Übermittlung von besonderen Funktionalitäten. Im Fall kompri­ mierter Daten werden z. B. über die Header-Information Daten zur Dekompression übertragen, ohne die eine empfängerseitige Decodierung nicht möglich wäre.

Auch im Bereich der Datenübertragung über Netzwerke spielen Header-Informationen eine große Rolle, indem die Nutzdaten in kleinen Datenpaketen mehrfach gekappselt werden. Legt man z. B. das OSI-Referenzmodell mit seinen sieben Schichten zugrunde, so wird deutlich, dass das vergleichsweise kleine Datenpaket in jeder Schicht mit einer eigenen Header- Information versehen wird. Insbesondere bei niedrigen Daten­ raten nimmt solche Header-Information einen beträchtlichen Teil der zur Verfügung stehenden Bandbreite ein.

Die Erfindung nimmt sich diesem Problem zunehmend komplexerer Header-Informationen an. In der Videocodierung ist bisher kein Verfahren bekannt, in dem eine zu übertragende Header- Information reduziert wird.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Mög­ lichkeit zu schaffen, zu übertragende Header-Information zu reduzieren.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird diese Aufgabe durch ein Verfahren zur Komprimierung von zu übertragenden Daten mit Header-Informationen gelöst, indem einzelne Header-Elemente anhand von räumlichen und/oder zeitlichen Abhängigkeiten zwi­ schen verschiedenen Datenblöcken prädiziert werden.

Der Begriff "prädizieren" stammt dabei aus der Quellcodierung und -decodierung und ist dem Fachmann geläufig. Ein Prädiktor ermittelt z. B. aus vorangegangenen Signalen nach einer fest­ gelegten Vorschrift einen Schätzwert für das nächste erwarte­ te Signal. Bei einem adaptiven Prädiktor ist diese Vorschrift variabel und hängt z. B. von den vorangegangenen Werten und anderen kurzzeitigen Charakteristika des Signals ab.

Nach einer ersten vorteilhaften Ausführung des Verfahrens ge­ mäß der vorliegenden Erfindung wird durch ein Codewort signa­ lisiert, dass sich ein durch die Header-Information repäsen­ tierter Datenblocktyp im Vergleich zum zeitlich vorangehenden Datenblock nicht geändert hat. Dies kann insbesondere ein 1- Bit-Codewort sein. Dieses Codewort wird anstelle der eigent­ lichen Header-Information übertragen und die aktuelle Header- Information aus der Header-Information des vorangehenden Da­ tenblocks prädiziert, insbesondere gleichgesetzt.

Nach einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung werden alle möglichen Header-Informationen oder die am häufigsten auftre­ tenden Header-Informationen mittels einer Codeworttabelle co­ diert, indem jeder dieser Header-Informationen ein Codewort zugeordnet wird, das anstelle der eigentlichen Header- Information übertragen wird, wobei die Codewortlänge entspre­ chend der Auftrittswahrscheinlichkeit, vor allem umgekehrt proportional zur Auftrittswahrscheinlichkeit einer Header- Information gewählt wird und wobei eine aktuelle Header- Information anhand eines jeweiligen Codewortes prädiziert wird. Damit kann umfangreiche Header-Information im Durch­ schnitt durch wesentlich kürzere Codeworte komprimiert wer­ den.

Als besonders effektiv hat es sich erwiesen, wenn alle mögli­ chen Übergänge von Header-Informationen eines vorangehenden Datenblocks auf einen nachfolgenden Datenblock oder die am häufigsten auftretenden Übergänge mittels einer Codewortta­ belle codiert werden, indem jedem dieser Übergänge ein Code­ wort zugeordnet wird, das anstelle der eigentlichen Header- Information übertragen wird, wobei eine aktuelle Header- Information anhand eines jeweiligen Codewortes prädiziert wird. Damit kann eine deutliche Reduktion der benötigten Bit­ rate für Header-Informationen erreicht werden. Auch hierbei ist es von Vorteil, wenn die Codewortlänge entsprechend der Auftrittswahrscheinlichkeit, vor allem umgekehrt proportional zur Auftrittswahrscheinlichkeit eines Übergangs gewählt wird. Damit werden kürzere Codeworte für häufigere Übergänge ange­ wendet, was zu einer weiteren Ersparnis der Bitrate führt.

Eine alternative Ausprägung der Erfindung besteht darin, Hea­ der-Informationen mittels einer Codeworttabelle zu codieren, indem jeder möglichen Differenz zwischen Header-Informationen aufeinanderfolgender Datenblöcke oder den am häufigsten auf­ tretenden Differenzen ein Codewort zugeordnet wird, das an­ stelle der eigentlichen Header-Information übertragen wird, wobei eine aktuelle Header-Information anhand eines jeweili­ gen Codewortes prädiziert wird. Weitere Vorteile ergeben sich, wenn die Codewortlänge entsprechend der Auftrittswahr­ scheinlichkeit, vor allem umgekehrt proportional zur Auf­ trittswahrscheinlichkeit einer Differenz gewählt wird.

Besonders vorteilhaft lässt sich das Verfahren der Erfindung bei einer Codierung von Videosequenzen einsetzen, z. B. zur Header-Kompression für eine Videocodierung nach dem H.26L- Standard. Dies gelingt besonders gut, indem Header- Informationen mittels einer Codeworttabelle codiert werden, indem jeder möglichen Differenz zwischen Header-Informationen benachbarter Makroblöcke innerhalb desselben Datenblocks oder den am häufigsten auftretenden Differenzen ein Codewort zuge­ ordnet wird, das anstelle der eigentlichen Header-Information übertragen wird, wobei eine aktuelle Header-Information an­ hand eines jeweiligen Codewortes prädiziert wird. Weitere Vorteile ergeben sich auch hier, wenn die Codewortlänge ent­ sprechend der Auftrittswahrscheinlichkeit, vor allem umge­ kehrt proportional zur Auftrittswahrscheinlichkeit einer Dif­ ferenz gewählt wird.

Dabei hat es sich als günstig erwiesen, wenn Bildinformatio­ nen eines Datenblocks in eine Mehrzahl von Makroblöcken un­ tergliedert sind, die separate Header-Informationen aufweisen und separat codiert werden, indem die Header-Information ei­ nes Makroblocks jeweils aus dem entsprechenden Makroblock des zeitlich vorangehenden Datenblocks prädiziert wird. Dadurch wird auch eine Header-Komprimierung für eine Videocodierung nach dem H.26L-Standard ermöglicht.

In diesem Zusammenhang hat es sich auch als günstig erwiesen, wenn eine räumliche Prädiktion der Header-Information eines Makroblocks aus ermittelten Bewegungsvektoren der Makroblöcke eines Datenblocks erfolgt, indem solche Bewegungsvektoren die Prädiktionsrichtung signalisieren.

Alternativ dazu kann ebenso vorteilhaft eine räumliche Prä­ diktion der Header-Information eines Makroblocks aus der oder den Header-Informationen benachbarter Makroblöcke innerhalb desselben Datenblocks erfolgen. Damit ist auch der weitere Vorteil verbunden, dass - anders als bei einer zeitlichen Prädiktion - keine Zusatzinformation übertragen werden muss, um an einem Decoder den richtigen Wert des entsprechenden Header-Elementes zu ermitteln, weil dieses aus den Informati­ onen des aktuellen Datenblocks selbst prädiziert wird.

Aufbauend auf den vorangehend beschriebenen alternativen Aus­ prägungen des Verfahrens nach der vorliegenden Erfindung kön­ nen diese Alternativen auch kombiniert werden, indem mittels einer Codeworttabelle codiert wird, ob eine Prädiktion anhand der Header-Information eines zeitlichen vorangehenden Makro­ blocks oder eines räumlich benachbarten Makroblocks oder ei­ nes Bewegungsvektors erfolgt, indem jeder dieser Auswahlmög­ lichkeiten ein Codewort zugeordnet wird, das anstelle der ei­ gentlichen Header-Information übertragen wird, wobei eine ak­ tuelle Header-Information anhand eines jeweiligen Codewortes prädiziert wird. Wenn die Codewortlänge entsprechend der Auf­ trittswahrscheinlichkeit, vor allem umgekehrt proportional zur Auftrittswahrscheinlichkeit einer Auswahlmöglichkeit ge­ wählt wird, so ergibt sich auch hier eine weitere Möglichkeit zur Komprimierung.

Besonders vorteilhaft kann das Verfahren der Erfindung mit den einzelnen beschriebenen Ausführungsformen durch eine Vor­ richtung mit einer Codiereinheit und mit einer Decodierein­ heit mit jeweils geeignet programmiertem Mikroprozessor rea­ lisiert werden.

Weitere Vorteile und Details der Erfindung ergeben sich an­ hand der folgenden Beschreibung vorteilhafter Ausführungsbei­ spiele und in Verbindung mit den Figuren. Es zeigt jeweils in Prinzipdarstellung:

Fig. 1 die hierarchische Untergliederung der Bilddaten ge­ mäß dem H.26L-Standard,

Fig. 2 die Syntax eines resultierenden Video-Datenstroms,

Fig. 3 eine Prädiktion durch Mittelwertbildung der Header- Informationen aller oder einiger der umgebenden an­ deren Makroblöcke,

Fig. 4 eine Prädiktion durch Suche eines Makroblocks, des­ sen Header-Information genau denselben Wert auf­ weist, wie das Header-Element des aktuellen Makro­ blocks,

Fig. 5 das Prinzip einer Codeworttabelle, die eine Code- Nummer liefert ausgehend von einer zu codierenden Header-Information MBtype und der bereits codierten Header-Information MBtype_n - 1 des entsprechenden Makroblocks in dem vorangegangenen Frame und

Fig. 6 eine konkrete Codeworttabelle gemäß dem Prinzip aus Fig. 5 für den H.26L-Standard.

Die Erfindung soll im folgenden exemplarisch anhand der Vi­ deocodierung nach dem H.26L-Standard erläutert werden. Der besseren Verständlichkeit halber wird zunächst ein kurzer Ü­ berblick über die technischen Grundlagen dieses Standards ge­ geben.

H.26L ist ein blockbasierter Video-Codec bei dem jeder Daten­ block mit Bilddaten, ein sog. Frame, in kleinere Unterblöcke, sog. Makroblöcke MB, aufgespalten wird. Daraus resultiert ei­ ne hierarchische Struktur, die in der Abbildung gemäß Fig. 1 gezeigt ist. Jeder Makroblock besitzt in der Regel eine 16 × 16 Pixelmatrix, aus der jeweils ein entsprechender Chromi­ nanzblock C (8 × 8 Pixel durch Subsampling) und Luminanzblock L (4 × 4 Pixel) abgeleitet wird.

Der Codierung liegt die Überlegung zugrunde, dass sich zwei aufeinanderfolgende Bilder bzw. Sequenzen S1 . . . S4 nicht sig­ nifikant unterscheiden und aus diesem Grund lediglich die Differenzinformation nach einer erfolgten Bewegungsschätzung der sich bewegenden Regionen codiert wird.

Um die Codierungsentscheidungen zu signalisieren, wird Hea­ der-Information hinzugefügt. Neben einem Bild-Header eines Frames erhält auch jeder Makroblock MB Header-Information. Aus der Vielzahl der Makroblöcke MB pro Frame wird dabei schnell deutlich, wie umfangreich die daraus resultierende Header-Information werden kann.

In der Darstellung gemäß Fig. 2 ist die Syntax eines resultie­ renden Video-Datenstroms gezeigt. Dabei sind die jeweiligen Header-Informationen gezeigt. Es bezeichnen dabei im einzel­ nen:

  • - Psync: ein Bildsynchronisierungs-Codewort
  • - Ptype: Signalisierung, ob INTER- oder INTRA-Codierung vor­ liegt
  • - MBtype: Signalisierung, auf welche Weise ein Makroblock MB codiert ist
  • - Intra_pred_mode: Prädiktionsinformation für den Fall, dass ein MB INTRA-codiert ist
  • - RefFrame: Angabe des Referenz-Frames, der für die Pradikti­ on des Makroblocks MB genutzt wurde
  • - MVD: Bewegungsvektordifferenz, um aus den prädizierten Be­ wegungsvektoren auf die tatsächlichen Bewegungsvektoren zu schließen
  • - CBP: kennzeichnet die Existenz und das Muster von Chromi­ nanz- und Luminanz-Koeffizienten
  • - Tcoeff: Chrominanz- und Luminanz-Koeffizienten

Für das weitere Ausführungsbeispiel ist vor allem MBtype be­ deutsam. MBtype wird für jeden einzelnen Makroblock MB gebil­ det. Abhängig vom Wert, den MBtype annimmt, treten die weite­ ren Header-Elemente RefFrame, Intra_pred mode und CBP entwe­ der auf oder nicht.

Im Folgenden werden nun mögliche Ausführungen des erfindungs­ gemäßen Verfahrens zur Header-Komprimierung gezeigt.

Eine Möglichkeit besteht in einer Differenz-Codierung zwi­ schen dem aktuellen Wert einer aktuellen Header-Information MBtype und dem Wert des entsprechenden Makroblocks MB in dem vorangehenden Datenblock/Frame. Eine mögliche Codetabelle kann folgendermaßen aussehen:

Code-Nummer Differenz 0 0 1 1 2 -1 3 2 4 -2 5 3 6 -3 . . . . . .

Anstelle des Wertes für MBtype wird dann das jeweils ermit­ telte Codewort, die Code-Nummer, übertragen. Decoderseitig wird anhand des empfangenen Codewortes der Wert für MBtype prädiziert.

Alternativ kann auch die Differenz der MBtype Werte zweier benachbarter Makroblöcke MB innerhalb desselben Daten­ blocks/Frames (vgl. Fig. 1) zur Erstellung einer Codetabelle herangezogen werden.

In beiden Fällen müssen nicht unbedingt alle möglichen Diffe­ renzwerte codiert werden. Wenn nämlich einige sehr seltene Differenzwerte auftreten, so reicht es aus, wenn nur die häu­ figen Differenzwerte codiert werden, während im Fall des Auf­ tretens eines seltenen Differenzwertes die Header- Information, also der Wert für MBtype, explizit übertragen wird.

Besonders günstig ist es, wenn die Codeworte bzw. Code- Nummern derart codiert werden, dass für die den häufigsten Differenzwerten zugeordneten Codeworte eine möglichst geringe Codelänge gewählt wird, während solchen Differenzwerten mit kleiner Auftrittswahrscheinlichkeit entsprechend längere Co­ deworte zugeordnet werden. Damit wird eine besonders effekti­ ve Codierung erreicht, da im Durchschnitt wesentlich mehr kurze Codeworte übertragen werden, als lange Codeworte. Da­ durch kann somit eine weitere Reduktion der Bitrate für Hea­ der-Information erreicht werden.

Eine andere Möglichkeit besteht in einer Prädiktion durch Bildung von Mittelwerten. Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass die Header-Informationen der den aktuellen Makroblock MB umgebenden bzw. benachbarten Makroblöcke des­ selben Frames 'Frame_n' sowie evtl. auch des vorangehenden Frames 'Frame_n - 1' herangezogen werden, um einen Prädiktions­ wert zu ermitteln. In Fig. 3 ist ein solches Szenario skiz­ ziert mit Frame_n - 1 (gestrichelt skizziert) und einem aktuel­ len Frame_n mit dem zu codierenden Makroblock MB (dunkel hin­ terlegt) und vier beispielhaften benachbarten Makroblöcken. Die aktuelle Header-Information von MB kann dann durch Mit­ telwertbildung der Header-Informationen aller oder einiger dieser umgebenden anderen Makroblöcke prädiziert werden.

Eine weitere Ausführungsform der Erfindung besteht darin, ei­ ne Prädiktion dadurch vorzunehmen, dass ein Makroblock ge­ sucht wird, dessen Header-Information genau denselben Wert aufweist, wie das Header-Element des aktuellen Makroblocks. Dabei kann auf eine Vielzahl verschiedener anderer Makroblö­ cke zurückgegriffen werden.

In Fig. 4 sind einige der möglichen Kandidaten gezeigt. Dies sind zum einen Makroblöcke wie ein Makroblock MB_v, auf den durch einen oder mehrere ermittelte Bewegungsvektoren verwie­ sen wird. Zum anderen kann es der gleiche Makroblock MB_n - 1 des vorangehenden Frames sein, der also an der gleichen Stelle liegt wie der aktuell zu codierende Makroblock MB. Außer­ dem kommen auch noch die benachbarte Makroblöcke des aktuel­ len Frames in Betracht, von denen exemplarisch der linke und der darüberliegende Makroblock (jeweils dunkel hinterlegt) skizziert sind. Allen diesen Auswahlmöglichkeiten ist gemein­ sam, dass die zugehörigen Header-Informationen bereits über­ tragen wurden bzw. empfängerseitig prädiziert wurden und da­ mit bekannt sind.

Bei der Codierung wird überprüft, ob die Header-Information eines dieser anderen Makroblöcke der Header-Information des aktuell zu codierenden Makroblocks MB entspricht. Wenn ja, so wird in einer Codeworttabelle über entsprechende Code-Nummern signalisiert, von welchem dieser Kandidaten die Prädiktion gewählt wird, indem die aktuelle Header-Information gleich der durch das Codewort verknüpften Header-Information gewählt wird.

Auch hierbei ist es günstig, wenn die Codeworte bzw. Code- Nummern derart codiert werden, dass für die den häufigsten Auswahlmöglichkeiten zugeordneten Codeworte eine möglichst geringe Codelänge gewählt wird, während solchen Kandidaten mit kleiner Auftrittswahrscheinlichkeit entsprechend längere Codeworte zugeordnet werden. Damit wird eine besonders effek­ tive Codierung erreicht, da im Durchschnitt wesentlich mehr kurze Codeworte übertragen werden, als lange Codeworte. Da­ durch kann somit eine weitere Reduktion der Bitrate für Hea­ der-Information erreicht werden.

In diesem Zusammenhang haben Experimente gezeigt, dass für den H.26L-Standard vor allem die Header-Informationen eines entsprechenden Makroblocks in einem zeitlich vorangehenden Datenblock/Frame häufig übereinstimmt. Eine Prädiktion auf Grundlage der Annahme, dass sich die Header-Information MBty­ pe gegenüber der entsprechenden des Vorgänger-Frames nicht ändert, hat sich also als besonders vielversprechend erwie­ sen.

Ausgehend von dieser Erkenntnis lässt sich die Wahrschein­ lichkeit dafür schätzen, dass ein Makroblock mit einer gege­ benen Header-Information MBtype direkt vom MBtype abhängt, die dieser Makroblock im vorangehenden Frame hatte.

Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung be­ steht deshalb darin, eine Codeworttabelle zu bestimmen, die eine Code-Nummer liefert ausgehend von einer zu codierenden Header-Information MBtype und der bereits codierten Header- Information MBtype_n - 1 des entsprechenden Makroblocks in dem vorangegangenen Frame. Es werden somit alle möglichen Über­ gänge von einem Vorgänger-MBtype auf einen aktuellen MBtype codiert. Dieses Konzept ist in der Darstellung gemäß Fig. 5 veranschaulicht. Die Zeilen beschreiben die möglichen Werte der Header-Informationen für MBtype_n - 1, also des entspre­ chenden Vorgängermakroblocks. Die Spalten beschreiben die Header-Information MBtype des gleichen Makroblocks im aktuel­ len Frame. Das entsprechende Codewort CODE ergibt sich im Schnittpunkt.

Eine solche Codeworttabelle ist senderseitig und empfänger­ seitig vorgesehen. Senderseitig wird das entsprechende Code­ wort gewählt und anstelle der eigentlichen Header-Information MBtype übertragen. Empfängerseitig wird anhand des empfange­ nen Codeworts anhand der invertierten Codeworttabelle auf den aktuelle Wert für MBtype geschlossen.

Eine solchermaßen konzipierte Codeworttabelle ist zur Anwen­ dung für H.26L ist in Fig. 6 gezeigt, wobei nur die häufigsten neun Werte der 32 möglichen Werte für MBtype codiert sind. Dabei wurde auch berücksichtigt, dass für die den häufigsten Übergängen zugeordneten Codeworte eine möglichst geringe Co­ delänge gewählt wird, während solchen Übergänge mit kleiner Auftrittswahrscheinlichkeit entsprechend längere Codeworte zugeordnet werden.

Die gleiche Vorgehensweise ist auch für die anderen geschil­ derten Kandidaten zur Prädiktion geeignet. Ebenso lassen sich die exemplarisch anhand der Header-Information MBtype be­ schriebenen Maßnahmen der Erfindung vom Prinzip her auch auf beliebige andere Header-Informationen anwenden, insbesondere auch auf die weiteren Header-Informationen RefFrame und CBP des H.26L-Standards.

Claims (15)

1. Verfahren zur Komprimierung von zu übertragenden Daten mit Header-Informationen, indem einzelne Header-Elemente anhand von räumlichen und/oder zeitlichen Abhängigkeiten zwischen verschiedenen Datenblöcken prädiziert werden.
2. Verfahren zur Komprimierung von zu übertragenden Daten mit Header-Informationen nach Anspruch 1, wobei durch ein Code­ wort signalisiert wird, dass sich ein durch die Header- Information repäsentierter Datenblocktyp im Vergleich zum zeitlich vorangehenden Datenblock nicht geändert hat, so dass dieses Codewort anstelle der eigentlichen Header-Information übertragen wird und die aktuelle Header-Information aus der Header-Information des vorangehenden Datenblocks prädiziert wird, insbesondere gleichgesetzt wird.
3. Verfahren zur Komprimierung von zu übertragenden Daten mit Header-Informationen nach Anspruch 1, wobei alle möglichen Header-Informationen oder die am häufigsten auftretenden Hea­ der-Informationen mittels einer Codeworttabelle codiert wer­ den, indem jeder dieser Header-Informationen ein Codewort zu­ geordnet wird, das anstelle der eigentlichen Header- Information übertragen wird, wobei die Codewortlänge entspre­ chend der Auftrittswahrscheinlichkeit einer Header- Information, insbesondere umgekehrt proportional zur Auf­ trittswahrscheinlichkeit, gewählt wird und wobei eine aktuel­ le Header-Information anhand eines jeweiligen Codewortes prä­ diziert wird.
4. Verfahren zur Komprimierung von zu übertragenden Daten mit Header-Informationen nach Anspruch 1 oder 2, wobei alle mög­ lichen Übergänge von Header-Informationen eines vorangehenden Datenblocks auf einen nachfolgenden Datenblock oder die am häufigsten auftretenden Übergänge mittels einer Codewortta­ belle codiert werden, indem jedem dieser Übergänge ein Code­ wort zugeordnet wird, das anstelle der eigentlichen Header- Information übertragen wird, wobei eine aktuelle Header- Information anhand eines jeweiligen Codewortes prädiziert wird.
5. Verfahren zur Komprimierung von zu übertragenden Daten mit Header-Informationen nach Anspruch 4, wobei die Codewortlänge entsprechend der Auftrittswahrscheinlichkeit eines Übergangs, insbesondere umgekehrt proportional zur Auftrittswahrschein­ lichkeit, gewählt wird.
6. Verfahren zur Komprimierung von zu übertragenden Daten mit Header-Informationen nach Anspruch 1 oder 2, wobei Header- Informationen mittels einer Codeworttabelle codiert werden, indem jeder möglichen Differenz zwischen Header-Informationen aufeinanderfolgender Datenblöcke oder den am häufigsten auf­ tretenden Differenzen ein Codewort zugeordnet wird, das an­ stelle der eigentlichen Header-Information übertragen wird, wobei eine aktuelle Header-Information anhand eines jeweili­ gen Codewortes prädiziert wird.
7. Verfahren zur Komprimierung von zu übertragenden Daten mit Header-Informationen von Videosequenzen nach Anspruch 1 oder 2, wobei Header-Informationen mittels einer Codeworttabelle codiert werden, indem jeder möglichen Differenz zwischen Hea­ der-Informationen benachbarter Makroblöcke innerhalb dessel­ ben Datenblocks oder den am häufigsten auftretenden Differen­ zen ein Codewort zugeordnet wird, das anstelle der eigentli­ chen Header-Information übertragen wird, wobei eine aktuelle Header-Information anhand eines jeweiligen Codewortes prädi­ ziert wird.
8. Verfahren zur Komprimierung von zu übertragenden Daten mit Header-Informationen nach Anspruch 6 oder 7, wobei die Code­ wortlänge entsprechend der Auftrittswahrscheinlichkeit eines Übergangs, insbesondere umgekehrt proportional zur Auftritts­ wahrscheinlichkeit, gewählt wird.
9. Verfahren zur Komprimierung von zu übertragenden Daten mit Header-Informationen von Videosequenzen nach einem der voran­ gehenden Ansprüche, wobei Bildinformationen eines Datenblocks (Frame_n) in eine Mehrzahl von Makroblöcken (MB) unterglie­ dert sind, die separate Header-Informationen (MBtype) aufwei­ sen und separat codiert werden, indem die Header-Information eines Makroblocks jeweils aus dem entsprechenden Makroblock des zeitlich vorangehenden Datenblocks (Frame_n - 1) prädiziert wird.
10. Verfahren zur Komprimierung von zu übertragenden Daten mit Header-Informationen von Videosequenzen nach Anspruch 1, wobei Bildinformationen eines Datenblocks (Frame_n) in eine Mehrzahl von Makroblöcken (MB) untergliedert sind, die sepa­ rate Header-Informationen (MBtype) aufweisen und separat co­ diert werden, indem eine räumliche Prädiktion der Header- Information eines Makroblocks aus ermittelten Bewegungsvekto­ ren der Makroblöcke eines Datenblocks erfolgt, indem solche Bewegungsvektoren die Prädiktionsrichtung signalisieren.
11. Verfahren zur Komprimierung von zu übertragenden Daten mit Header-Informationen von Videosequenzen nach Anspruch 1 oder 10, wobei Bildinformationen eines Datenblocks (Frame_n) in eine Mehrzahl von Makroblöcken (MB) untergliedert sind, die separate Header-Informationen (MBtype) aufweisen und se­ parat codiert werden, indem eine räumliche Prädiktion der Header-Information eines Makroblocks aus der oder den Header- Informationen benachbarter Makroblöcke innerhalb desselben Datenblocks erfolgt.
12. Verfahren zur Komprimierung von zu übertragenden Daten mit Header-Informationen von Videosequenzen nach Anspruch 2, 7, 8 und 9, wobei Bildinformationen eines Datenblocks (Fra­ me_n) in eine Mehrzahl von Makroblöcken (MB) untergliedert sind, die separate Header-Informationen (MBtype) aufweisen und separat codiert werden, indem mittels einer Codewortta­ belle codiert wird, ob eine Prädiktion anhand der Header- Information eines zeitlichen vorangehenden Makroblocks oder eines räumlich benachbarten Makroblocks oder eines Bewegungs­ vektors erfolgt, indem jeder dieser Auswahlmöglichkeiten ein Codewort zugeordnet wird, das anstelle der eigentlichen Hea­ der-Information übertragen wird, wobei eine aktuelle Header- Information anhand eines jeweiligen Codewortes prädiziert wird.
13. Verfahren zur Komprimierung von zu übertragenden Daten mit Header-Informationen nach Anspruch 12, wobei die Code­ wortlänge entsprechend der Auftrittswahrscheinlichkeit eines Übergangs, insbesondere umgekehrt proportional zur Auftritts­ wahrscheinlichkeit, gewählt wird.
14. Verwendung des Verfahren nach einem der vorangehenden An­ sprüche zur Header-Kompression für eine Videocodierung nach dem H.26L-Standard.
15. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 13 mit einer Codiereinheit und/oder mit einer Decodiereinheit mit jeweils geeignet programmiertem Mikroprozessor.
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