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Die
Erfindung betrifft ein Heißspritzsystem
für Zylinder
und insbesondere ein Heißspritzsystem
für Zylinder,
bei dem die Bohrungsinnenfläche
eines Zylinders einem Heißspritzvorgang
unterzogen wird, indem der Zylinder auf einem Drehtisch aufgespannt
und eine Heißspritzpistole
bei rotierendem Zylinder innerhalb der Zylinderbohrung in axialer
Richtung bewegt wird.
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In
der Massenfertigung ist beim Heißspritzen von Zylindern die
Aufbringung einer Spritzbeschichtung bei gleichzeitiger Staubabsaugung
aus der Bohrung an der unteren Stirnseite mit Hilfe des Staubabzugsrohres eine
wichtige Technologie zur Verhinderung eines Staubeintrags in die
aufgespritzte Schicht. Wenn jedoch keine Maßnahmen gegen eine Ansammlung
von Spritzablagerungen an der Anschlußvorrichtung und im Ansatzbereich
des Staubabzugsrohres (Saugmündung)
getroffen werden, bewirkt die an der Anschlußvorrichtung und in der Saugmündung des
Staubabzugsrohres entstehende Ablagerung eine Beeinträchtigung
der Beschaffenheit der auf der Zylinderinnenfläche aufgebrachten Spritzschicht
oder führt
zum Abplatzen der Spritzschicht.
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In
dem Dokument
DE 37
40 498 A1 ist eine Vorrichtung zum thermischen Beschichten
von Oberflächen
beschrieben, insbesondere zum Lichtbogenspritzen, bei der eine Spritzstaubabsaugung
zwischen einer Spritzdüse
und der zu beschichtenden Oberfläche
vorgesehen ist.
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Die
Schrift
JP 11001758
A offenbart ein Verfahren zur Innenbeschichtung von Zylindern,
wobei ein Luftstrom an der Innnenwand des zu beschichtenden Zylinders
entlang geführt
wird, der unerwünschte
Staubteilchen entfernt.
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Der
Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, zur Erreichung eines kontinuierlichen
Heißspritzvorgangs
für Zylinder
eine Saugmündungsform
eines Staubabzugsrohres und konstruktive Lösungen eines Staubabzugsrohres
und dessen Saugmündung
zu schaffen, die weniger dazu neigen, eine Ansammlung von Spritzablagerungen
entstehen zu lassen, und ein für
die Massenfertigung von Zylindern geeignetes Heißspritzsystem für Zylinder
zu schaffen, bei dem ein kontinuierlicher Heißspritzvorgang für Zylinder
erreicht wird.
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Die
Lösung
der Aufgabe erfolgt entsprechend den Merkmalen des Anspruchs 1;
die Unteransprüche stellen
zweckmäßige Weiterbildungen
der erfindungsgemäßen Lehre
dar.
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Entsprechend
der Erfindung wird ein Heißspritzsystem
für Zylinder
geschaffen, bei dem
ein Zylinder auf einem Drehtisch aufgespannt
wird;
eine Bohrungsinnenfläche
des Zylinders einem Heißspritzvorgang
unterzogen wird, indem eine Heißspritzpistole
bei rotierendem Zylinder innerhalb der Zylinderbohrung in axialer
Richtung bewegt wird;
unterhalb des Zylinders eine Saugmündung eines
Staubabzugsrohres zur Staubabsaugung angeordnet ist, um in der Zylinderbohrung
enthaltenen Staub abzusaugen und abzuleiten; und
der Saugmündungsdurchmesser
des Staubabzugsrohres größer als
der Innendurchmesser der Zylinderbohrung ist.
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Entsprechend
dem erfindungsgemäßen Heißspritzsystem
für Zylinder
wird der Strom aus Spritzflamme und Staub gleichmäßig und
ohne Behinderung durch das Staubabzugsrohr abgeleitet, und die Spritzflamme
wird durch das untere Ende der Zylinderbohrungsinnenfläche so abgeblockt,
daß sich
an der Saugmündung
des Staubabzugsrohres keine Ablagerung bildet. Dadurch kommt es
nicht zu einer Verschmelzung zwischen der Spritzschicht am unteren
Ende der Zylinderbohrungsinnenfläche
und der Spritzablagerung an der Saugmündung des Staubabzugsrohres,
und beim Abnehmen eines frisch heißgespritzten Zylinders vom
Staubabzugsrohr besteht nicht die Gefahr einer Beschädigung der
Spritzschicht am unteren Ende der Zylinderbohrungsinnenfläche.
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Vorteilhaft
ist ein Winkel von 45 Grad oder weniger zwischen der Mittelachse
der aus der Heißspritzpistole
austretenden Spritzflamme und dem Staubabzugsrohr.
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Durch
dieses Merkmal wird ein Anhaften einer Spritzablagerung am Staubabzugs-rohr
weitestgehend vermieden.
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Somit
braucht das Staubabzugsrohr nicht ausgetauscht zu werden, so daß sich ein
Massenfertigungseffekt erzielen läßt, und außerdem kann eine beständige Spritzschicht
ausgebildet werden.
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Vorteilhaft
ist auch eine Teilung des Staubabzugsrohres in einen drehbaren und
einen feststehenden Teil, wobei die Lagerung des drehbaren Teils
zusammen mit einem Drehtisch erfolgt und dieser drehbare Teil in
den feststehenden Teil so eingesteckt wird, daß dazwischen ein Luftspalt
besteht.
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Durch
dieses Merkmal trifft die Flamme aufgrund der Drehbewegung des Staubabzugsrohres
nicht nur auf eine Stelle des Staubabzugsrohres auf. So wird ein
Schmelzen des Staubabzugsrohres infolge der Einwirkung der Spritzflamme
verhindert, und die Spritzablagerung an der Innenwandung des Staubabzugsrohres
bildet sich in verteilter Form, so daß die Geschwindigkeit der Ablagerungsbildung
gering ist und der Staubabfluß nicht
behindert wird. Durch die gemeinsame Lagerung des Staubabzugsrohres
mit dem Drehtisch wird ferner keine Extraenergie benötigt, um
das Staubabzugsrohr in Drehbewegung zu versetzen. Da der drehbare
Teil des Staubabzugsrohres so in den feststehenden Teil eingesteckt
wird, daß dazwischen
ein Luftspalt besteht, und kein Lager erforderlich ist, müssen ferner
keine Maßnahmen
zum Wärmeschutz
des Lagers getroffen werden.
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Vorteilhaft
ist auch die Ausbildung einer rotierenden Drehtischwelle in Form
eines Rohres, in welchem das Staubabzugsrohr so angeordnet wird,
daß dazwischen
ein Luftspalt besteht. Durch dieses Merkmal kommt es kaum zu einer
Wärmeübertragung
vom Staubabzugsrohr auf die rotierende Drehtischwelle, da zwischen dem
Staubabzugsrohr und der rotierenden Drehtischwelle ein Luftspalt
besteht, so daß keine
thermische Beeinflussung des Schmierfettes für ein Lager zur Lagerung der
rotierenden Drehtischwelle, der Abdichtung oder dergleichen eintritt,
wodurch die Lebensdauer verbessert wird.
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Vorteilhaft
ist es auch, den Zylinder auf einem Werkstückträger zu befestigen, den Werkstückträger zu transportieren
und auf dem Drehtisch anzubringen, den Zylinder zusammen mit dem
Werkstückträger in Rotation
zu versetzen, zur Führung
des Werkstückträgers U-förmige Schienen
parallel über
dem Drehtisch so anzuordnen, daß sie
vertikal bewegbar sind und auf dem Drehtisch Stifte anzubringen
sowie im Werkstückträger Löcher auszubilden,
so daß der
Werkstückträger mit
dem darauf befestigten Zylinder durch die U-förmigen Schienen geführt wird
und die U-förmigen
Schienen abgesenkt werden, um die im Werkstückträger ausgebildeten Löcher mit
den vom Drehtisch abstehenden Nasen in Eingriff zu bringen, wodurch
der Zylinder auf dem Drehtisch positioniert und arretiert wird.
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Diese
Merkmale gewährleisten
eine einfache Konstruktion, eine hohe Wartungsfreundlichkeit und
eine ausgezeichnete Lebensdauer. Überdies kann der Zylinder leicht
auf dem Drehtisch positioniert und arretiert werden, und selbst
wenn während
der Rotationsbewegung des Drehtisches ein Energieausfall eintritt,
z. B. Druckluftversorgung unterbrochen wird, löst sich der Werkstückträger nicht.
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Ein
erfindungsgemäßes Heißspritzsystem
für Zylinder
soll nachstehend anhand der anliegenden Zeichnungen näher beschrieben
werden.
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In
den Zeichnungen zeigen:
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1: eine schematische Schnittdarstellung
und zeigt eine Lagebeziehung zwischen einer Zylinderbohrung und
einer Spritzflamme in einem Heißspritzsystem
für Zylinder;
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2: eine schematische Schnittdarstellung
und zeigt eine Lagebeziehung zwischen einem unteren Ende einer Zylinderbohrung
und einer Saugmündung
eines Staubabzugsrohres in einem Heißspritzsystem für Zylinder
und einen Spritzschichtzustand in der Nähe des unteren Endes der Zylinderbohrung;
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3: eine schematische Schnittdarstellung
und zeigt einen Spritzschichtzustand bei gleichen Innendurchmessern
von Zylinderbohrung und Saugmündung
des Staubabzugsrohres in einem Heißspritzsystem für Zylinder;
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4: eine schematische Schnittdarstellung
und zeigt eine Lagebeziehung zwischen einem unteren Ende einer Zylinderbohrung
und einer Saugmündung
eines Staubabzugsrohres in einem erfindungsgemäßen Heißspritzsystem für Zylinder
und einen Spritzschichtzustand in der Nähe des unteren Endes der Zylinderbohrung;
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5: eine schematische Schnittdarstellung
und zeigt ein Beispiel eines Anschlußzustands eines unteren Endes
einer Zylinderbohrung und einer Saugmündung eines Staubabzugsrohres
in einem erfindungsgemäßen Heißspritzsystem
für Zylinder;
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6: eine schematische Darstellung
eines Mehrzylinderblocks, wobei 6(a) eine
Seitenansicht und 6(b) eine
Draufsicht ist;
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7: eine schematische Schnittdarstellung
und zeigt ein Beispiel eines Anschlußzustands eines Zylinders und
einer Saugmündung
eines Staubabzugsrohres für
den Fall, daß ein
erfindungsgemäßes Heißspritzsystem
für Zylinder
auf einen Mehrzylinderblock angewendet wird;
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8: eine schematische Schnittdarstellung
und zeigt ein weiteres Beispiel eines Anschlußzustands eines Zylinders und
einer Saugmündung
eines Staubabzugsrohres für
den Fall, daß ein
erfindungsgemäßes Heißspritzsystem
für Zylinder
auf einen Mehrzylinderblock angewendet wird;
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9: ein Diagramm und stellt
ein Meßergebnis
für eine
Beziehung zwischen dem Spritzwinkel und der bei Einsatz eines Heißspritzsystems
für Zylinder
erzielten Spritzschichtdicke dar;
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10: eine schematische Schnittdarstellung
und zeigt einen Spritzzustand zur Erläuterung des Diagramms in 9;
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11: eine schematische Darstellung
und zeigt eine Beziehung zwischen einem unteren Ende einer Zylinderbohrung,
einer Saugmündung
eines Staubabzugsrohres und der Spritzflamme in einem erfindungsgemäßen Heißspritzsystem;
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12: eine schematische Darstellung
und zeigt eine Beziehung zwischen der Spritzflamme, einem unteren
Ende einer Zylinderbohrung und einer Saugmündung eines Staubabzugsrohres
für den
Fall, daß bei einem
erfindungsgemäßen Heißspritzsystem
der Spritzwinkel 90 Grad beträgt;
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13: eine schematische Darstellung
und zeigt eine Beziehung zwischen der Spritzflamme, einem unteren
Ende einer Zylinderbohrung und einer Saugmündung eines Staubabzugsrohres
für den
Fall, daß bei einem
erfindungsgemäßen Heißspritzsystem
der Spritzwinkel 90 Grad beträgt;
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14: eine schematische Schnittdarstellung
und zeigt verschiedene Ausführungen
der Anschlußkonstruktion
für den
Fall, daß bei
einem erfindungsgemäßen Heißspritzsystem
ein Staubabzugsrohr aus einem drehbaren Teil und einem feststehenden
Teil besteht, wobei die 14(a), 14(b) und 14(c) jeweils eine dieser Ausführungen
darstellen;
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15: eine schematische Schnittdarstellung
und zeigt einen Anschlußzustand
eines drehbaren Teils des Staubabzugsrohres und eines Drehtisches
in einem erfindungsgemäßen Heißspritzsystem;
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16: eine Schnittdarstellung
und zeigt eine Beziehung zwischen einer rotierenden Drehtischwelle und
einem Staubabzugsrohr in einem erfindungsgemäßen Heißspritzsystem; 17: eine Draufsicht und zeigt einen Mechanismus
zum Positionieren und Arretieren eines Werkstückträgers zum Zylindertransport
auf einem Drehtisch in einem erfindungsgemäßen Heißspritzsystem;
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18: eine Seitenansicht und
zeigt einen Mechanismus zum Positionieren und Arretieren eines Werkstückträgers zum
Zylindertransport auf einem Drehtisch in einem erfindungsgemäßen Heißspritzsystem; und
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19: ein Fließdiagramm
und zeigt einen Fertigungsprozeß für einen
Zylinder, der einem Heißspritzvorgang
unter Anwendung des erfindungsgemäßen Heißspritzsystems für Zylinder
unterzogen wird.
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Wie 1 zeigt, gelangt beim Heißspritzen
eines Zylinders zur Aufbringung einer Spritzschicht von gegebener
Dicke auf der Innenwandungsfläche
eines Zylinders 2 die aus einer Heißspritzpistole 1 austretende Flamme 1a unter
eine untere Stirnseite 2a des Zylinders 2. Wenn
nun, wie in 2 dargestellt,
ein Innendurchmesser d einer Saugmündung 5 eines Staubabzugsrohres 4 kleiner
als der Innendurchmesser D einer Zylinderbohrung 3 ist,
wird der Strom aus der Spritzflamme 1a nach erfolgter Heißspritzung
einer Zylinderbohrungsinnenfläche 3a und
Staub durch die Saugmündung 5 behindert,
so daß ein
Rückspritzen 6 auftritt,
was zu einer turbulenten Strömung
in der Bohrung 3 führt.
Dabei kommt es zu einem Staubeintrag in eine auf die Zylinderbohrungsinnenfläche 3a aufgebrachte
Spritzschicht 7, so daß die
Beschaffenheit der Schicht beeinträchtigt wird.
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Außerdem sammelt
sich die Schicht 7 auf der Saugmündung 5 des Staubabzugsrohres 4 an,
und diese Ansammlung 7 nimmt zu und fließt schließlich mit
der Schicht 7 an der Zylinderbohrungsinnenfläche 3a zusammen.
Dadurch platzt beim Abnehmen des Zylinders 2 die Schicht 7 ab.
Wie 3 zeigt, kommt es
auch dann zum Zusammenfließen
der Schicht 7, wenn der Durchmesser d der Saugmündung 5 des
Staubabzugsrohres gleich dem Innendurchmesser D der Zylinderbohrung 3 ist.
Um ein Zusammenfließen
der Schicht 7 zu verhindern, muß daher, wie in 4 dargestellt, der Durchmesser
d der Saugmündung 5 des
Staubabzugsrohres größer als
der Innendurchmesser D der Zylinderbohrung 3 gewählt werden.
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Beim
Heißspritzvorgang
ist die Ansammlung der Schicht 7 auf der Saugmündung 5 des
Staubabzugsrohres 4 unvermeidlich. Es wurde jedoch festgestellt,
daß durch Überlegungen
hinsichtlich der Form der Saugmündung 5 des
Staubabzugsrohres in bezug auf die Spritzflamme 1a die
Ansammlung der Schicht 7 mengenmäßig verringert und das Haftvermögen geschwächt werden
kann, wodurch das Heißspritzsystem
in der Massenfertigung einsetzbar ist.
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Wie 5 zeigt, wird vorzugsweise
ein Zylinderbund 8 in das Staubabzugsrohr 4 eingesteckt.
Die Einstecklänge 9 kann
etwa 10 mm betragen. Bei zu geringer Einstecklänge 9 nimmt die Staubabsaugkraft
in der Zylinderbohrung 3 ab, es sei denn, ein Abstand 10 zwischen
dem Innendurchmesser des Staubabzugsrohres 4 und der äußeren Begrenzung
des Zylinderbundes 8 ist sehr klein. Bei zu großer Einstecklänge 9 wird
ferner der Vorschub des Zylinders 2 oder des Staubabzugsrohres 4 größer, so
daß Energie
vergeudet wird.
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Das
Einstecken des Zylinderbundes 8 in das Staubabzugsrohr 4 ist
jedoch nur bei einer weniger häufig anzutreffenden
Art von Motor mit einem einzigen vom Kurbelgehäuse getrennten Zylinder möglich. Bei
einem vom Kurbelgehäuse
getrennten Mehrzylinderblock 11, wie in 6 dargestellt, sind die Zylinderbünde 12 miteinander
verbunden, so daß die
Zylinder nicht einzeln in das Staubabzugsrohr 4 eingesteckt
werden können.
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Bei
einem solchen Zylinderblock 11 kann das Staubabzugsrohr 4,
wie in 7 dargestellt,
an eine untere Zylinderstirnseite 11a angesetzt werden,
ohne in den Bund 12 eingesteckt zu werden, oder in geringfügigem Abstand
von der unteren Zylinderstirnseite 11a angeordnet werden.
Der Abstand zwischen dem Staubabzugsrohr 4 und der unteren
Zylinderstirnseite 11a unterliegt keiner Einschränkung, da
er sich nach der Leistung eines Staubabscheiders richtet. Vorzugsweise
sollte er jedoch etwa 1 mm betragen. Bei zu großem Abstand zwischen dem Staubabzugsrohr 4 und
der unteren Zylinderstirnseite 11a kann die in der Zylinderbohrung
erforderliche Saugkraft nicht erreicht werden, oder es kommt zu
einem Austritt von Heißspritzstaub
und dadurch bedingt zu Verschleißerscheinungen.
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In 9 ist ein Meßergebnis
für eine
Beziehung zwischen Schichtdicke und Spritzwinkel dargestellt. Aus
diesem Diagramm wird ersichtlich, daß die Schichtdicke sprunghaft
abnimmt, wenn der Spritzwinkel 45 Grad beträgt oder
kleiner wird. Die Spritzflamme 1a hat zwar eine Ausbreitung
in einem bestimmten Winkel, aber wenn ein Winkel θ (siehe 10), den die Mittelachse 14 der
Spritzflamme 1a mit der Innenfläche 15 der Saugmündung 5 des
Staubabzugsrohres bildet, kleiner als 45 Grad ist, wird die Ablagerung
der Spritzschicht 7 geringer.
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Es
stehen drei Typen von Bohrungsspritzpistolen 1 zur Verfügung, aus
denen die Spritzflamme 1a in einem Winkel θ1 (siehe 11)
von 45, 60 bzw. 90 Grad austritt. Für jeden dieser drei Typen werden
Untersuchungen für
den Fall angestellt, daß der
Zylinderbund 8 in das Staubabzugsrohr 4 eingesteckt
wird, sowie für den
Fall, daß er
nicht in das Staubabzugsrohr 4 eingesteckt wird.
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11 zeigt eine Lagebeziehung
zwischen dem Austrittswinkel θ1 der Spritzflamme 1a und einem Winkel θ2, den die untere Zylinderstirnseite 11a mit
der Innenfläche 15 der
Saugmündung 5 des
Staubabzugsrohres bildet.
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Wenn
im Falle eines Austrittswinkels θ1 der Spritzflamme 1a von 45 Grad
der Winkel θ2 (siehe 11), den
die untere Zylinderstirnseite 11a mit der Innenfläche 15 der
Saugmündung 5 des
Staubabzugsrohres bildet, 90 Grad oder kleiner ist, läßt sich
ein gutes Ergebnis erzielen. Ist der Winkel θ2 45
Grad, so beträgt
der Winkel θ1 den die Mittelachse 14 der Spritzflamme 1a mit
der Innenfläche 15 der
Saugmündung 5 des
Staubabzugsrohres bildet, 0 Grad, das heißt, die Mittelachse 14 der
Spritzflamme 1a verläuft
parallel zur Innenfläche 15 der
Saugmündung 5 des
Staubabzugsrohres, so daß sich
kaum eine Schicht 7 bildet. Ist der Winkel θ2 kleiner als 45 Grad, so kommt es nicht
zu einer Berührung
der Mittelachse 14 der Spritzflamme 1a mit der
Innenfläche 15 der
Saugmündung 5 des
Staubabzugsrohres, so daß gar
keine Schicht 7 gebildet wird. Deshalb sollte der Winkel θ2, den die untere Zylinderstirnseite 11a mit
der Innenfläche 15 der
Saugmündung 5 des
Staubabzugsrohres bildet, vorzugsweise im Bereich 0° ≤ θ2 ≤ 90° und am günstigsten
im Bereich 0° ≤ θ2 ≤ 45° liegen.
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Wenn
im Falle eines Austrittswinkels θ1 der Spritzflamme 1a von 60 Grad
der Winkel θ2, den die untere Zylinderstirnseite 11a mit
der Innenfläche 15 der
Saugmündung 5 des
Staubabzugsrohres bildet, 75 Grad oder kleiner ist, läßt sich
ein gutes Ergebnis erzielen. Ist der Winkel θ2 30
Grad oder kleiner, so verläuft
die Mittelachse 14 der Spritzflamme 1a parallel
zur Innenfläche 15 der
Saugmündung 5 des
Staubabzugsrohres oder berührt
diese nicht, so daß keine
Schicht 7 gebildet wird. Deshalb sollte der Winkel θ2, den die untere Zylinderstirnseite 11a mit
der Innenfläche 15 der
Saugmündung 5 des
Staubabzugsrohres bildet, vorzugsweise im Bereich 0° ≤ θ2 ≤ 75° und am günstigsten
im Bereich 0° ≤ θ2 ≤ 30° liegen.
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Wenn
im Falle eines Austrittswinkels θ1 der Spritzflamme 1a von 90 Grad
der Winkel θ2, den die untere Zylinderstirnseite 11a mit
der Innenfläche 15 der
Saugmündung 5 des
Staubabzugsrohres bildet, 45 Grad oder kleiner ist, läßt sich
ein gutes Ergebnis erzielen. Um zu erreichen, daß die Innenfläche 15 der
Saugmündung 5 des
Staubabzugsrohres parallel zur Spritzflamme 1a verläuft, wie
in den Fällen
der anderen Pistolentypen, muß das
Staubabzugsrohr so gestaltet werden, daß die Saugmündung 15 parallel
zur unteren Zylinderstirnseite 11a verläuft (12).
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Der
Winkel θ2, den die untere Zylinderstirnseite 11a mit
der Innenfläche 15 der
Saugmündung 5 des Staubabzugsrohres
bildet, ist im wesentlichen der gleiche wie im ersteren Fall, bei
dem der Zylinderbund 8 in das Staubabzugsrohr 4 eingesteckt
wird. Im Falle eines Austrittswinkels θ1 der
Spritzflamme 1a von 90 Grad muß, damit die Innenfläche 15 der
Saugmündung 5 des
Staubabzugsrohres parallel zur Mittelachse 14 der Spritzflamme 1a verläuft, das
Staubabzugsrohr 4 so gestaltet werden, daß die Saugmündung 15 parallel
zur unteren Zylinderstirnseite 11a verläuft. In diesem Fall kommt es
je nach der Blechdicke oder der Endform des Staubabzugsrohres 4 zu
einem unerwünschten
Anhaften der Schicht 7 am Endstück des Staubabzugsrohres 4.
Wie 13 zeigt, sollte
deshalb in diesem Fall das Endstück 23 des
Staubabzugsrohres 4 vorzugsweise einen Fasenwinkel θ3 von ≤ 45° aufweisen.
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Wenn
das Heißspritzen
eines Zylinders bei sich drehendem Zylinder mittels Drehtisch erfolgt,
und nicht bei rotierender Heißspritzpistole,
und sofern das Staubabzugsrohr nicht rotiert, trifft die Spritzflamme
immer nur auf die gleiche Stelle des Staubabzugsrohres auf, so daß das Staubabzugsrohr
heiß wird
und schmilzt, oder es bildet sich infolge erheblicher Spritzablagerungen
eine Verengung, die den Luftstrom behindert und dadurch im Staubabzugsrohr
eine turbulente Strömung
erzeugt, wodurch die Beschaffenheit der Spritzschicht beeinträchtigt wird.
Deshalb muß das
Staubabzugsrohr in Rotation versetzt werden.
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Da
das Staubabzugsrohr jedoch an den Staubabscheider oder einen Sauglüfter angeschlossen
werden muß,
benötigt
es auch einen Teil, der nicht rotiert.
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Daher
setzt sich das Staubabzugsrohr 4 vorzugsweise aus zwei
verschiedenen Teilen zusammen, einem drehbaren Teil 17,
der mit der Spritzflamme 1a in Berührung kommt, und einem feststehenden
Teil 18, der an den Staubabscheider o.ä. angeschlossen wird.
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14 zeigt für diesen
Fall Anschlußkonstruktionen
des drehbaren Teils 17 und des feststehenden Teils 18.
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14(a) zeigt einen Fall,
bei dem der Rohrdurchmesser eines unteren Endstücks 17a des drehbaren Teils 17 größer als
der eines oberen Endstücks 18a des
feststehenden Teils 18 ist. In diesem Fall nimmt die Saugkraft
nicht ab, aber die Flamme 1a wandert manchmal beim Auftreffen
auf eine Innenfläche 17a des
drehbaren Teils 17 an der Innenfläche 17a abwärts und
gelangt dabei durch einen Zwischenraum 19 zwischen dem unteren
Endstück 17a des
drehbaren Teils 17 und dem oberen Endstück 18a des feststehenden
Teils 18 teilweise nach außen. Dies führt zum Zusetzen des Zwischenraums
mit Spritzpulver oder Spritzschicht 7, so daß die Drehbewegung
des drehbaren Teils 17 des Staubabzugsrohres 4 behindert
werden kann.
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14(b) zeigt den Fall, bei
dem der Rohrdurchmesser des unteren Endstücks 17a des drehbaren Teils 17 kleiner
als der des oberen Endstücks 18a des
feststehenden Teils 18 ist. In diesem Fall gelangt die Spritzflamme 1a nicht
aus dem Rohr heraus nach außen,
aber es besteht die Gefahr, daß durch
den Zwischenraum 19 zwischen dem unteren Endstück 17a des
drehbaren Teils 17 und dem oberen Endstück 18a des feststehenden
Teils 18 Außenluft
eingesaugt wird, so daß die
Saugkraft abnehmen kann.
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14(c) zeigt den Fall, bei
dem in Anbetracht der obigen Probleme am unteren Endstück 17a des drehbaren
Teils 17 eine Nut 21 ausgebildet ist und das obere
Endstück 18a des
feststehenden Teils 18 mit Spiel in die Nut 21 eingepaßt wird.
Wird die Nut nicht am drehbaren Teil 17 ausgebildet, sondern
am oberen Endstück 18a des
feststehenden Teils 18, so trifft die Spritzflamme 1a auf
die Nut und bildet darin eine Ablagerung. Deshalb sollte die Nut
vorzugsweise am drehbaren Teil 17 ausgebildet werden.
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Obgleich
in 14 zwischen dem unteren
Endstück 17a des
drehbaren Teils 17 und dem oberen Endstück 18a des feststehenden
Teils 18 ein Zwischenraum 19 vorgesehen ist, kann
dazwischen auch ein Lager oder ein sonstiges Antriebselement angeordnet
sein. In den in 14(a) und (b) dargestellten Fällen kann jedoch das Lager
oder sonstige Antriebselement dem Spritzstaub ausgesetzt sein und
ist der Wärme
ausgesetzt. Deshalb sollte der Zwischenraum 19 vorzugsweise
ohne Lager oder sonstige Antriebselemente vorgesehen werden.
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Des
weiteren können
verschiedene Verfahrensweisen genutzt werden, um den drehbaren Teil 17 des Staubabzugsrohres 4 in
Rotation zu versetzen, wobei jedoch eine solche Weise zu bevorzugen
ist, bei der, wie in 15 dargestellt,
ein Arm vom Drehtisch 22 nach oben ragt und der drehbare
Teil 17 vom äußersten
Ende des Arms 20 dicht anliegend gehalten wird, so daß der drehbare
Teil 17 unter Nutzung der Drehbewegung des Drehtisches 22 mitgedreht
wird.
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Ferner
ist damit zu rechnen, daß die
Temperatur des feststehenden Teils 18 des Staubabzugsrohres 4 durch
den an der Innenfläche
entlangströmenden
heißen
Staub erhöht
ist. Deshalb sollte vorzugsweise, wie in 16 dargestellt, eine rotierende Welle 39 für den Drehtisch 22 zylinderförmig ausgebildet
sein und das Staubabzugsrohr 4 innerhalb der rotierenden
Welle 39 angeordnet werden, wobei zwischen dem Staubabzugsrohr 4 und
der rotierenden Welle 39 ein Luftspalt 38 besteht.
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Konkret
ist der Drehtisch 22 ringförmig ausgebildet (mit einem
Loch in der Mitte), und das Staubabzugsrohr 4 ist im Drehmittelpunkt
so angeordnet, daß zwischen
dem Drehtisch 22 und dem Staubabzugsrohr 4 der
Luftspalt 38 besteht. Da das Staubabzugsrohr 4 durch
die Ableitung des beim Heißspritzvorgang
erhitzten Staubes einer hohen Temperatur ausgesetzt ist, würde die
Wärme,
wenn das Staubabzugsrohr 4 die rotierende Drehtischwelle 39 berührt, vom
Staubabzugsrohr 4 auf die rotierende Welle 39 übertragen,
was eine beschleunigte Schädigung
von Lagerfett oder Dichtungsmaterial 40 zur Isolierung
einer Luftzuführung/-abführung am äußeren Umfang
der rotierenden Drehtischwelle 39 zur Folge hätte.
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Die
in 16 dargestellte rotierende
Welle 39 für
den Drehtisch 22 stützt
sich über
ein Lager 47 auf dem Rahmen 48 ab und ist dadurch
drehbar gelagert. Die rotierende Welle 39 ist mit einer
Riemenscheibe 49 versehen, und die Riemenscheibe 49 ist über einen
Riemen 42 und eine Riemenscheibe 50 mit einer
Antriebswelle 36a eines Motors 36 verbunden.
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Wenn
das Heißspritzen
von Zylindern unter Verwendung des Drehtisches 22 in Massenfertigung
erfolgt, müssen
die nacheinander im Fließprozeß zugeführten Zylinder
genau positioniert und zuverlässig
aufgespannt werden. 17 und 18 zeigen einen Mechanismus
zum Positionieren/Aufspannen von Zylindern.
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Auf
dem Drehtisch 22 sind jeweils gegenüber vom Staubabzugsrohr 4 zwei
nach oben herausstehende Positionierstifte 32 an Positionen
in einer Richtung rechtwinklig zur Zylinderübergaberichtung (in 17 durch einen Pfeil gekennzeichnet)
angeordnet. Weiterhin befinden sich auf der Oberseite des Drehtisches 22 jeweils
gegenüber
vom Staubabzugsrohr 4 zwei in Zylinderübergaberichtung angeordnete
Zylinder 34, und an den Kolbenstangen der Luftzylinder 34 sind
in Zylinderübergaberichtung
verlaufende U-förmige
Schienen 33 befestigt. Die Schienen 33 haben einen
U-förmigen
Querschnitt, so daß ein
Werkstückträger auf
beiden Seiten durch die Schienen 33 festgehalten werden
kann.
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Der
Rahmen 48 ist andererseits jeweils gegenüber vom
Drehtisch 22 mit Werkstückträgerzuführungsrollen 28 und
Werkstückträgerabführungsrollen 29 versehen.
Die Führungsrollen 28 und 29 sind
für den
Werkstückträgertransport
mit mehreren parallel angeordneten Rollen vorgesehen, was allerdings
aus den Zeichnungen nicht deutlich ersichtlich ist.
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Ferner
befindet sich neben den Werkstückträgerzuführungsrollen 28 und
den Werkstückträgerabführungsrollen 29 ein
Führungsglied 24b,
das einen Tisch 24a eines Roboters 24 zum Bewegen
von Werkstückträgern zwischen
Positionen hin- und herbewegt, die den Führungsrollen 28 und 29 entsprechen,
und der Tisch 24a wird durch einen Motor 24c am
Führungsglied 24c entlanggefahren.
Der Tisch 24a verfügt
weiterhin über eine
Verbindungsstange 24d, deren äußerstes Ende vertikal beweglich
ist.
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Ein
Zylinder 44 wird über
eine Zylinderhalterung 43 auf einen Werkstückträger 26 für Zylindertransport aufgesetzt,
und der Werkstückträger 26 wird
auf die Werkstückträgerzuführungsrollen 28 gesetzt.
Der Werkstückträger 26 wird
durch Absenken des äußersten
Endes der Verbindungsstange 24d mit dem Tisch 24a des Roboters 24 in
Eingriff gebracht und durch Betätigung
des Motors 24c an die U-förmigen Schienen 33 übergeben.
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Der
an die U-förmigen
Schienen 33 übergebene
Werkstückträger 26 wird
durch Betätigung
der Luftzylinder 34 abgesenkt und positioniert, indem die
im Werkstückträger 26 ausgebildeten
Positionierlöcher 45 mit
den Positionierstiften 32 in Übereinstimmung werden. Die
Positionierlöcher 45 des
Werkstückträgers sind so
ausgebildet, daß sie
den Bohrungen 44a des Zylinders 44 entsprechen.
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Somit
kann die Positionierung mit hoher Genauigkeit erfolgen. Dadurch
kann selbst bei kleinem Innendurchmesser der Zylinderbohrung 44a eine
Heißspritzpistole 30 positioniert
werden, ohne die Wandungsfläche der
Bohrung 44a zu berühren.
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Bei
diesem Mechanismus zur Positionierung von Zylindern ist weiterhin
im Drehtisch 22 eine Keilnut 41 ausgebildet, damit
der Drehtisch 22 stets an einer vorbestimmten Stelle stehenbleibt,
und am Umfang des Drehtisches 22 ist ein Keil 35 zur
Bestimmung der Drehtischhaltestelle angeordnet.
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Somit
bleibt der Drehtisch 22 durch Einrücken des Keils 35 in
die am Drehtisch 22 ausgebildete Keilnut 41 stets
an der vorbestimmten Stelle stehen.
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Dadurch
werden die Zylinderbohrungen 44a auf dem Drehtisch 22 stets
in Zylinderübergaberichtung positioniert,
und die Bohrung 44a läßt sich
durch bloßes
Weiterrücken
des Werkstückträgers 26 um
einen Bohrungsabstand leicht positionieren. Da der Drehtisch 22 in
horizontaler Ebene rotiert, sind ferner der Zylinder 44 und
der Werkstückträger 26 infolge
der Fliehkraft einer Querkraft ausgesetzt. Die Querkraft des Zylinders 44 wird
jedoch durch die in den Werkstückträger 26 eingreifenden
Positionierstifte 32 eingeschränkt. Da der positionierte Werkstückträger 26 ferner
in den U-förmigen
Schienen 33 anliegt, wird auch die vertikale Bewegung eingeschränkt.
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Die
stärkste
Beanspruchung durch die Aufspannung des Werkstückträgers 26 erfährt der
Positionierstift 32 auf dem Drehtisch 22. Da sich
die Lebensdauer durch die Stiftdicke verändern läßt und der Stift leicht ausgewechselt
werden kann, sind sowohl die Lebensdauer als auch die Wartungsfreundlichkeit
ausreichend.
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In 17 (und 18) bezeichnet die Positionsnummer 25 einen
Roboter zum Bewegen der Heißspritzpistole 30.
Der Roboter 25 hält
die Heißspritzpistole 30 über dem
Mittelpunkt des Drehtisches 22 und bewegt die Heißspritzpistole 30 in
vertikaler Richtung.
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Nach
Beendigung des Heißspritzvorgangs
für den
Zylinder 44 wird der Werkstückträger 26 für den Zylinder 44 durch
den Motor 24c an die Werkstückträgerabführungsrollen 29 übergeben.
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Der
Fertigungsablauf für
einen Zylinder, der einem Heißspritzvorgang
unter Verwendung des oben beschriebenen Heißspritzsystems für Zylinder
unterzogen wird, soll nachstehend anhand eines in 19 dargestellten Fließdiagramms erläutert werden.
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Zuerst
wird der Zylinder 44 im Anschluß an das Putzstrahlen auf den
Werkstückträger 26 aufgesetzt (Schritt 101).
Der Zylinder 44 wird hierbei so aufgesetzt, daß seine
Bohrungen 44a in Zylinderübergaberichtung angeordnet
und ausgerichtet sind. Die Ausführung
erfolgt so, daß beim
Aufsetzen des Zylinders 44 die Bohrungen 44a des
Zylinders 44 mit den im Werkstückträger 26 ausgebildeten
Löchern 45 übereinstimmen.
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Als
nächstes
wird der Werkstückträger 26 zum
Zylindertransport auf die Werkstückträgerzuführungsrollen 28 gesetzt
(Schritt 102).
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Anschließend wird
der Verbindungshebel 24d vom Tisch 24a des Roboters
24 zum Bewegen von Werkstückträgern abgesenkt,
um den Tisch 24a mittels einer Verbindungshebeleinrastvorrichtung 26a an
den Werkstückträger 26 zu
koppeln (Schritt 103).
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Als
nächstes
wird durch Betätigung
des Motors 24c der Werkstückträger 26 durch die U-förmigen Schienen 33 über dem
Drehtisch 22 an eine Spritzposition für das Heißspritzen eines Zylinders gefahren (Schritt 104).
Die Spritzposition ist eine Position, in welcher der Mittelpunkt
der für
das Heißspritzen
vorgesehenen Zylinderbohrung mit dem Drehmittelpunkt des Drehtisches 22 übereinstimmt.
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Anschließend wird
der Werkstückträger 26 zusammen
mit den U-förmigen
Schienen 33 abgesenkt, und die Positionierstifte 32 auf
dem Drehtisch 22 sowie der drehbare Teil 17 des
Staubabzugsrohres 4 in der Mitte des Drehtisches 22 werden
in Eingriff gebracht, wodurch der Werkstückträger 26 aufgespannt
ist (Schritt 105). Dadurch werden das Staubabzugsrohr 4,
der Werkstückträger 26 und
die Zylinderbohrung 44a zu einem im wesentlichen durchgehenden
Rohr miteinander verbunden. Während
des Heißspritzvorgangs
wird der Spritzstaub durch den Betrieb eines an das Staubabzugsrohr 4 angeschlossenen
Staubabscheiders 27 wirksam abgesaugt, so daß kein Staub
verstreut wird.
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Als
nächstes
wird die mit dem Werkstückträger 26 in
Eingriff gebrachte Verbindungsstange 24d angehoben, um
den Werkstückträger 26 vom
Roboter 24 zum Bewegen von Werkstückträgern zu lösen (Schritt 106).
Durch dieses Lösen
können
der Drehtisch 22 und der Werkstückträger 26 unabhängig vom
Roboter 24 gedreht werden.
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Danach
wird der Keil 35 zur Bestimmung der Drehtischhaltestelle
aus dem Drehtisch 22 ausgerückt (Schritt 107).
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Als
nächstes
wird der Werkstückträger 26 zusammen
mit dem Drehtisch 22 in Drehbewegung versetzt (Schritt 108).
Dabei wird die vertikale Bewegung des Werkstückträgers 26 durch die
U-förmigen
Schienen 33 und die Querbewegung durch die Positionierstifte 32 eingeschränkt. Auf
diese Weise ist der Werkstückträger 26 fest
aufgespannt, so daß selbst
bei der Rotation eines 20 kg schweren Zylinders für ein Fahrzeug
mit Vierradantrieb bei einer Drehzahl von 100 min–1 der
Zylinder 44 und der Werkstückträger 26 nicht abgeschleudert wurden.
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Anschließend wird
die am Roboter 25 zum Bewegen der Heißspritzpistole befestigte Bohrungsspritzpistole 30 an
eine Position für
das Heißspritzen
des rotierenden Zylinders gefahren, wodurch der Heißspritzvorgang
eingeleitet wird (Schritt 110). Während des Heißspritzvorgangs
wird der Staub in der Bohrung kontinuierlich durch den Staubabscheider 27 entfernt.
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Nach
Beendigung des Heißspritzvorgangs
(Schritt 111) wird die Bohrungsspritzpistole 30 durch
den Roboter 25 zum Bewegen der Heißspritzpistole an eine Rückzugposition
gefahren, und der Drehtisch 22 wird angehalten (Schritt 113).
Beim Anhalten des Drehtisches wird der Keil 35 zur Bestimmung
der Drehtischhaltestelle eingerückt,
so daß der
Drehtisch 22 stets in der gleichen Ausrichtungsstellung
zum Stillstand kommt (Schritt 114). Dementsprechend zeigt
auch der auf dem Drehtisch 22 positionierte Werkstückträger 26 stets
in die gleiche Richtung. So kann der vom Roboter 24 zum
Bewegen von Werkstückträgern abstehende
Verbindungshebel 24d in die Verbindungshebeleinrastvorrichtung 26a am
Werkstückträger 26 eingeführt werden.
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Als
nächstes
wird der Werkstückträger 26 zusammen
mit den U-förmigen
Schienen 33 angehoben und von den Positionierstiften 32 und
dem drehbaren Teil 17 des Staubabzugsrohres 4 gelöst, so daß der Werkstückträger 26 gelöst ist (Schritt 115).
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Nun
wird beurteilt, ob an dem auf den Werkstückträger 26 aufgesetzten
Zylinder 44 noch eine Bohrung heißzuspritzen ist oder nicht,
das heißt,
ob das Heißspritzen
aller Zylinderbohrungen abgeschlossen ist oder nicht (Schritt 116).
Wenn die Antwort auf diese Frage Nein lautet, rückt der Roboter 24 zum
Bewegen von Werkstückträgern den
Werkstückträger 26 so
weiter, daß die
nächste
heißzuspritzende
Bohrung auf dem Drehmittelpunkt zu liegen kommt, und spannt ihn
(Schritt 103). Der oben beschriebene Vorgang wird wiederholt.
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Auf
diese Weise werden die Bohrungen nacheinander einem Heißspritzvorgang
unterzogen.
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Nachdem
das Heißspritzen
aller Bohrungen beendet ist, wird der Werkstückträger 26 gelöst.
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Der
Werkstückträger 26 wird
am Roboter 24 zum Bewegen von Werkstückträgern angeschlossen (Schritt 117)
und zu den Werkstückträgerabführungsrollen 29 gefahren
(Schritt 118).
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Im
Anschluß daran
kommt der nächste
Werkstückträger für das Heißspritzen
eines Zylinders an die Reihe.
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Bei
dem oben beschriebenen Heißspritzvorgang
für einen
Zylinder wurde die Haftung am Staubabzugsrohr untersucht. In einem
Versuch wurde die Haftung für
den Fall bestimmt, daß der
einzelne Zylinderbund in das Staubabzugsrohr eingesteckt wird, sowie
für den
Fall, daß der
Innendurchmesser eines zylindrischen Staubabzugsrohres gleich dem
Innendurchmesser des Zylinders ist.
| Versuchsbedingungen: | |
| Heißspritzverfahren | Plasmaheißspritzen |
| Spritzwinkel | 45
Grad |
| Speisestrom | 800
A |
| Hauptgasvolumenstrom
(Ar) | 56,8
l/min |
| Hilfsgasvolumenstrom
(He) | 7,6
l/min |
| Gasvolumenstrom
für die
Pulverzufuhr (Ar) | 5,3
l/min |
| Bei
einem Vorgang erzielte Schichtdicke | 200 μm |
| Zahl
der heißgespritzten
Zylinder | 12 |
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An
dem in diesem Beispiel verwendeten Staubabzugsrohr bildete sich
kaum eine Ablagerung. Die Schicht war außerdem fest und wies kaum Poren
auf. Beim Heißspritzen
der zwölf
Zylinder erfüllte
der Mechanismus zur Zylinderpositionierung und -aufspannung die
Funktion zufriedenstellend.
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In
dem Fall, wo für
den fünften
Zylinder ein zylindrisches Staubabzugsrohr verwendet wurde, dessen Innendurchmesser
gleich dem Innendurchmesser des Zylinders war, kam es hingegen zu
einem Zusammenfließen
der Ablagerung am Staubabzugsrohr mit der Schicht am Zylinder, so
daß beim
Abnehmen des Zylinders die Schicht abplatzte.
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Aus
dem obigen Ergebnis wird ersichtlich, daß die Form des Staubabzugsrohres
Einfluß auf
die Beschaffenheit der Schicht hat. Ferner hat sich herausgestellt,
daß bei
Verwendung des erfindungsgemäßen Staubabzugsrohres
die sich am Staubabzugsrohr bildende Ablagerung geringer wird, wodurch
das Staubabzugsrohr nicht ausgetauscht werden muß, so daß sich ein Massenfertigungseffekterzielen
läßt und außerdem eine
beständige
Schicht ausgebildet werden kann.