DE10119115A1 - Druckbehälter - Google Patents

Druckbehälter

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Abstract

Bei der Befüllung mit Druckbehältern mit kaltem Füllgas (Kaltabfüllung) erfolgt aufgrund des Kontakts des kalten Gases mit der warmen Behälterinnenwand eine rasche Erwärmung des Gases, verbunden mit einem raschen Druckanstieg im Innern des Behälters bereits in der Anfangsphase des Befüllvorgangs. Nur ein geringer Teil der Erwärmung des Füllgases kann somit im Anschluss an den Befüllvorgang dazu genutzt werden, den Fülldruck im Behälter zu erhöhen. DOLLAR A Erfindungsgemäß ist die Innenoberfläche eines Druckbehälters mit einer Beschichtung aus einem Material mit geringem Wärmedurchgangskoeffizienten versehen. Die Erwärmung des Füllgases erfolgt dadurch verzögert. Ein erheblicher Teil des durch die Erwärmung des Füllgases erfolgender Druckanstieg findet somit erst im Anschluss an den eigentlichen Befüllvorgang statt und kann zum Aufbau des maximalen Fülldrucks eingesetzt werden. Auf diese Weise ist eine rasche und wirtschaftliche Möglichkeit zur Befüllung von Druckbehältern, insbesondere von Hoch- und Höchstdruckbehältern geschaffen.

Description

Die Erfindung betrifft einen Druckbehälter, insbesondere einen Druckbehälter, der für die Befüllung mit tiefsiedenden permanenten Gasen oder Gasgemischen geeignet ist.
Mit dem Begriff "permanente Gase oder Gasgemische" sollen hier solche Gase oder Gasgemische bezeichnet werden, die aufgrund der Lage ihrer kritischen Temperatur bei Raumtemperatur durch Druckerhöhung allein nicht zu verflüssigen sind. Von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung sind dabei insbesondere Wasserstoff und Erdgas, die beispielsweise als Energielieferanten in Fahrzeugtanks für Brennstoffzellen-Antriebe Verwendung finden.
Um Gase mit einer hohen Speicherdichte lagern zu können, erfolgt die Speicherung entweder in kaltem, flüssigem Zustand oder gasförmig unter hohen Drücken. Die Lagerung im flüssigen Zustand ermöglicht zwar eine sehr hohe Speicherdichte, sie ist jedoch nur unter Inkaufnahme mehr oder minder großer Abdampfverluste möglich, die auch bei gut wärmeisolierten Behältern unvermeidlich sind.
Zur Druckspeicherung von Gasen wurden bislang überwiegend Kryokolbenpumpeen eingesetzt, die einen maximalen Fülldruck im Druckbehälter von etwa 200 bar erlauben. Die Kryokolbenpumpeen sind jedoch in Bau und Betrieb sehr aufwendig, zudem führen neuere Anwendungen, insbesondere in der Brennstoffzellentechnik, zum Bedürfnis nach weitaus höheren Drücken von 700 bar oder mehr. Derartige Drücke sind mit konventioneller Kompressionstechnik nicht oder nur mit unvertretbar hohem Aufwand zu realisieren.
Einen Ausweg bietet das Verfahren der kalten Abfüllung, das beispielsweise in der EP-0 033 386 A1 oder der DE 198 17 324 A1 beschrieben ist. Dabei wird das in Druckbehälter einzufüllende Gas vor dem Befüllen verflüssigt oder auf eine Temperatur, die nur geringfügig oberhalb seines Siedepunktes liegt, abgekühlt. Als bevorzugtes Kühlmittel dient dabei flüssiger Stickstoff. Da sich das Gasvolumen beim Abkühlen (bei gleichbleibendem Druck) ungefähr proportional zur Temperatur verhält, gelingt auf diese Weise eine nicht unerhebliche Vergrößerung der effektiven Speicherkapazität.
Die bekannten Verfahren, die mit kalter Abfüllung arbeiten, sind mit wesentlichen Nachteilen behaftet. Einerseits ist die Verflüssigung von Wasserstoff nur mit einem sehr hohen Aufwand möglich. Die Befüllung des Druckbehälters mit kaltem Gas führt andererseits bereits während des Befüllvorgangs durch den Kontakt mit dem zu befüllenden Druckbehälter zu einer erheblichen Erwärmung des Gases, die die anschließende Druckerhöhung und damit die erzielbare Speicherkapazität deutlich reduziert. So erwärmt sich beispielsweise Wasserstoff, der mit einer Temperatur von 93 K (-180°C) eingefüllt wird, bereits während des Befüllvorgangs um mehr als 100 K auf ca. 200 K (-73°C). Der durch die anschließende Erwärmung des Füllgases erreichbare Druckgewinn im Behälter ist entsprechend gering.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist demnach, die Speicherung unter hohen Drücken wirtschaftlicher zu gestalten.
Gelöst ist diese Aufgabe durch einen Druckbehälter mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1.
Erfindungsgemäß ist also ein Druckbehälter, der insbesondere zur Befüllung mit tiefsiedenden Gasen oder Gasgemischen tiefer Temperatur geeignet ist, zumindest innenseitig mit einer Oberfläche aus einem Material mit einem geringen Wärmeeindringkoeffizient versehen.
Die innenseitige Oberfläche vermindert die beim Stande der Technik so nachteilige sprunghafte Erwärmung des Gases beim Befüllvorgang. Als "tiefe Temperatur" wir hier ein Temperaturwert verstanden, der bei oder knapp über dem Siedepunkt des Füllgases oder eines zur Kühlung des Füllgases eingesetzten gasförmigen Kühlmediums liegt. Als Füllgas kann beispielsweise Wasserstoff oder ein Wasserstoff enthaltendes Gasgemisch, als Kühlmedium beispielsweise flüssiger Stickstoff vorgesehen sein.
Der Wärmeeindringkoeffizient (WK), der ein Maß für die Wärmestromdichte im Bereich der Oberfläche eines Körpers darstellt, bestimmt sich bei einer sprunghaften Temperaturänderung an der Oberfläche, wie sie beim Befüllen eines auf Umgebungstemperatur stehenden Druckbehälters mit Kaltgas auftritt, näherungsweise zu
WK = (λ.ρ.c)0.5
wobei λ die Wärmeleitfähigkeit, p die Dichte und c die spezifische Wärmekapazität bezeichnet. Je geringer der WK-Wert ist, desto geringer ist der Wärmeeintrag in das Füllgas und damit die bereits beim Befüllvorgang auftretende Erwärmung des Füllgases. Die Erwärmung des Füllgases bis zum thermischen Gleichgewicht mit der Umgebung erfolgt bei geringem WK-Wert der Behälterinnenoberfläche somit überwiegend im Anschluss an den Befüllvorgang und trägt wesentlich zur Druckerhöhung im Behälterinnern bei.
Die erreichbare Speicherkapazität wird zudem durch den Druck des Füllgases beim Einfüllen bestimmt. Bei Fülldrücken oberhalb von 100 bar und einer Temperatur von 77 K (-196°C) sind beim erfindungsgemäßen Verfahren Druckerhöhungen um das Doppelte oder mehr erreichbar. Steht das Füllgas beim Einfüllen unter Druck von beispielsweise 150 bis 200 bar, können aufgrund der Wärmeausdehnung des eingefüllten Gases nach Beendigung des Befüllvorgangs Innendrücke von 300 bis 400 bar und mehr erzielt werden.
Als Oberfläche für die Behälterinnenseite kommt bevorzugt eine Beschichtung, insbesondere eine Kunststoffbeschichtung in Betracht. Die Beschichtungen können dabei in bereits fertigen Druckbehältern aus Metall oder Verbundmaterial eingebracht werden. Dies erfolgt durch an sich bekannte Verfahren, wie Sprühverfahren oder thermische Beschichtungsverfahren, bei denen das Beschichtungsmaterial in Pulverform in den Behälter eingebracht und anschließend aufgeschmolzen wird. Auch Blasverfahren sind zur Herstellung einer Kunststoffbeschichtung einsetzbar.
Besonders eignen sich als Material für die behälterinnenseitige Oberfläche, bzw. die Beschichtung, Kunststoffe wie Polyethylen oder PTFE (Polytetrafluorethylen), die zum einen preisgünstig in der Herstellung sind und deren WK-Werte zum anderen lediglich etwa 10 bis 15% des WK-Wertes von VA-Stahl betragen.
Besonders geeignet ist der erfindungsgemäße Aufbau bei Höchstdruck­ behältern, die für Drücke von 700-1000 bar oder mehr zugelassen sind. Da die Erzeugung hoher Fülldrücke nur mit großem Aufwand möglich ist, macht sich bei derartigen Behältern der aufgrund der Erwärmung des Füllgases nach dem Befüllvorgang entstehende Druckgewinn außerordentlich vorteilhaft bemerkbar.
Bevorzugte Verwendungen des erfindungsgemäßen Druckbehälters sind beispielsweise Energiespeicher für Fahrzeuge oder für Brennstoffzellen. Brennstoffzellen-Antriebe werden zunehmend als ernstzunehmende Alternative zu herkömmlichen Antrieben für Fahrzeuge gesehen. Kleinvolumige Brennstoffzellen können beispielsweise auch als ideale Energiequellen für Laptops oder Mobiltelefone dienen. Die Brennstoffzelle benötigt als Reaktanden Sauerstoff und einen chemischen Energieträger, üblicherweise Wasserstoff. Während der Sauerstoff, ähnlich wie beim Verbrennungsmotor, meist aus der Luft der Umgebung entnommen werden kann, werden für den Wasserstoff Speichersysteme benötigt. Dabei wird der Wasserstoff entweder unmittelbar oder als Bestandteil eines anderen Stoffes, etwa Methanol oder Erdgas, gespeichert. Während jedoch die Speicherung des Wasserstoffs in Form von Methanol ein relativ komplexes und teures System zur Nutzbar­ machung der Wasserstoffenergie (Reformer) erfordert, sind Systeme, die den Wasserstoff unmittelbar, insbesondere gasförmig unter Druck speichern, einfacher im Aufbau und im Einsatz.
Zweckmäßigerweise erfolgt die Befüllung des erfindungsgemäßen Druckbehältern nach einem Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 6.
Dabei wird ein als Füllgas eingesetztes Gas oder Gasgemisch, das in einem Tank in tiefkaltem verflüssigten Zustand gelagert wird, dem Druckbehälter in flüssigem oder kaltem gasförmigem Zustand zugeführt. Zur Befüllung konventioneller Druckbehälter musste ein in tiefkaltem verflüssigtem Zustand gelagertes Gas vor der Befüllung erwärmt werden, da der Kontakt des kalten Gases mit der warmen Druckbehälterwand zu einer rapiden Erwärmung des Gases und damit zu einer sehr raschen und starken Druckerhöhung im Behälterinnern bereits in der Anfangsphase des Befüllvorgangs führt. Diese Druckerhöhung konnte daher nicht oder nur geringfügig zum Aufbau des Fülldrucks im Behälter eingesetzt werden. Erfindungsgemäß verzögert sich die Erwärmung des Druckbehälters dagegen weit über die Zeitspanne des eigentlichen Befüllvorgangs hinaus. Ein wesentlicher Teil des Fülldrucks im Behälter entsteht so durch die thermische Angleichung des Füllgases an die Umgebungstemperatur im Anschluss an den Befüllvorgang.
Alternativ zum vorgenannten Verfahren erfolgt die Befüllung des Druckbehälters mit einem Füllgas nach einem Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 7. Dabei wird das als Füllgas eingesetzte Gas oder Gasgemisch einem Drucktank, in dem das Füllgas unter Druck gelagert wird, entnommen, in einem Wärmetauscher abgekühlt und dem Druckbehälter in kaltem gasförmigen oder flüssigen Zustand zugeführt. Als Drucktank eignen sich dabei konventionelle Hochdrucktanks, in denen Gas mit einem Druck von beispielsweise 200 bis 300 bar gespeichert wird. Mit diesem Verfahren ist eine besonders rasche Befüllung von Druckbehältern möglich.
Zur Kühlung des dem Drucktank entnommenen Kühlgases eignet sich dabei besonders ein Flüssiggas, beispielsweise flüssiger Stickstoff.
Anhand der Zeichnungen soll nachfolgend ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert werden.
In schematischen Ansichten zeigt:
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Druckbehälter beim Befüllen aus einem Hochdrucktank und
Fig. 2 einen erfindungsgemäßen Druckbehälter beim Befüllen aus einem Flüssiggastank.
Bei dem in den Zeichnungen gezeigten Druckbehälter 1 handelt es um eine aus Metall, wie VA-Stahl oder Aluminium gefertigte Druckgasflasche oder um einen Verbundbehälter mit einem metallischen Liner, wie er etwa in der DE 198 17 324 A1 beschrieben ist. Der Druckbehälter 1 ist beispielsweise für einen maximalen Fülldruck von 300 bar zugelassen und tieftemperaturgeeignet, d. h. zur Befüllung mit kaltem Gas, etwa auf die Temperatur flüssigen Stickstoffs (77 K bzw. -196°C) abgekühlter Wasserstoff, befähigt.
Die Behälterwand 2 des Druckbehälters 1 ist innenseitig mit einer Beschichtung 3 aus Kunststoff versehen. Für diese Beschichtung 3 kommt ein Material zum Einsatz, das einerseits einen sehr geringen Wärmeeindringkoeffizienten (WK) aufweist und damit eine zu rasche Erwärmung des Füllgases verhindert, andererseits jedoch ein gewisses Maß an Wärmeeintrag von der mit der Außenumgebung thermisch verbundenen Behälterwand 2 in das Füllgas zulässt, um im Anschluss an den Befüllvorgang eine weitere Erwärmung des Füllgases und damit eine Druckerhöhung im Behälter 1 bis zum Erreichen eines maximalen Fülldrucks zu ermöglichen. Als geeignetes Material für die Beschichtung 3 kommt beispielsweise Polyethylen oder PTFE zum Einsatz. Der WK-Wert von Polyethylen betragt nur ca. 10 bis 15% des WK-Werte von Stahl. Die Stärke der Beschichtung 3 beträgt beispielsweise 2-5 mm und ist mit bekannter Beschichtungstechnik aufgebracht.
Der Druckbehälter 1 wird in der im folgenden beschriebenen Weise mit Gas oder einem Gasgemisch, beispielsweise Stickstoff, Sauerstoff, Wasserstoff oder Argon, befüllt.
In einem ersten Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 erfolgt die Befüllung des Druckbehälters 1 aus einem Hochdrucktank 4, beispielsweise aus einem ortsfesten Druckbehälter, in dem Gas unter hohen Drücken von 150 bis 200 bar bei Umgebungstemperatur gelagert wird. Der Hochdrucktank 4 ist mit dem Druckbehälter 1 über eine Gaszuleitung 5 lösbar verbunden. Im Kopfbereich des Druckbehälters 1 ist in üblicher Weise ein Ventil 6 angeordnet. Eine Druckmesseinrichtung 7 ermöglicht die Kontrolle über den in der Zuleitung 5 herrschenden Druck. In der Zuleitung 5 ist ein Wärmetauscher 8 integriert. Der Wärmetauscher 8 dient zum Kühlen des dem Druckbehälter 1 zugeführten Füllgases auf eine tiefe Temperatur. Zu diesem Zweck wird der in Fig. 1 gezeigte Wärmetauscher 8 mit flüssigem Stickstoff als Kältemedium betrieben, der einem Flüssiggastank 9 entnommen und über eine Zuleitung 10 dem Wärmetauscher 8 zugeleitet wird. Der Wärmetauscher 8 ist dabei so konstruiert, dass das Füllgas sehr stark abgekühlt wird, idealerweise auf eine Temperatur nahe der Temperatur des als Kältemedium eingesetzten flüssigen Stickstoffs (77 K/-196°C), gleichzeitig jedoch der Druck in der Zuleitung 5 über den Wärmetauscher hinweg nicht oder nur unwesentlich reduziert wird.
Nach dem Anschließen des Druckbehälters 1 an die Zuleitung 5 erfolgt die Befüllung mit kaltem Füllgas bis zum Erreichen eines vorgegebenen Grenzdruckwertes, der erheblich unter dem maximalen Fülldruck des Druckbehälters 1 liegt und der direkt an der Druckmesseinrichtung gemessen oder durch Ablauf einer entsprechenden, empirisch festgestellten Fülldauer festgestellt wird. Maximal kann die Befüllung bis zum Erreichen eines Druckausgleichs zwischen dem Druckbehälter 1 und dem Hochdrucktank 4 fortgesetzt werden.
Das kalte Gas strömt in den Druckbehälter 1 ein und erwärmt sich durch den thermischen Kontakt mit der Beschichtung 3. Wegen des geringeren WK- Wertes der Beschichtung erfolgt diese Erwärmung jedoch weitaus langsamer als dies bei konventionellen Druckbehältern ohne Innenisolation der Fall ist. Demzufolge erfolgt während des Befüllvorgangs nur eine relativ geringe Erwärmung des Füllgases im Innern des Behälters, wobei diese Erwärmung vorwiegend von dem gewählten Material und der Schichtdicke der Beschichtung 3 abhängt. Nach Beendigung des Befüllvorgangs wird das Ventil 6 geschlossen und somit der Druckbehälter 1 strömungstechnisch von der Zuleitung 5 getrennt. Durch die nachfolgende Erwärmung des Füllgases im Druckbehälter 1 erhöht sich der Innendruck. Je nach der Temperatur des Füllgases beim Befüllen kann der Innendruck dabei um einen Faktor 2 bis 4 ansteigen. Auf diese Weise gelingt es, auch mit einer konventionellen 200 bar- Fülltechnik Druckbehälter mit 300 bis 400 bar und mehr zu befüllen.
Bei dem in Fig. 2 gezeigten Ausführungsbeispiel wird der Druckbehälter 1 mit einem Flüssiggastank 14, beispielsweise einem Kaltvergaser oder einem Standtank für Flüssiggas verbunden. Dem Flüssigasstank 14 wird Gas in flüssigem oder tiefkaltem gasförmigen Zustand entnommen und über die Zuleitung 15 dem Druckbehälter 1 zugeführt. Vorzugsweise wird das Füllgas auf eine Temperatur gebracht, die oberhalb seines Siedepunktes liegt, das Füllgas wird also in gasförmigem, jedoch kalten Zustand eingefüllt. Das Gas wird mittels einer Kryokolbenpumpe 16 komprimiert. Eine Druckmess­ einrichtung 17 erfasst dabei den am Druckbehälter 1 vorliegenden Druck. Auch hier erfolgt die Befüllung bis zum Erreichen eines vorgegebenen Druckwertes. Nach Beendigung des Befüllvorgangs wird ein Ventil 18 am Druckbehälter 1 geschlossen. Mit der allmählichen Erwärmung des im Druckbehälter 1 vorliegenden Füllgases steigt der Innendruck im Druckbehälter 1 an. Die Kompressionsleistung der Kryokolbenpumpe 16 ist dabei derart eingestellt, dass der Innendruck des Druckbehälters 1 nach der vollständigen Erwärmung des Füllgases auf Umgebungstemperatur den maximal zulässigen Fülldruck von beispielsweise 300 bar erreicht.
Der erfindungsgemäße Druckbehälter kann schnell mit hohen Drücken befüllt werden. Der Druckbehälter eignet sich insbesondere als fest eingebauter Fahrzeugtank, der mit Wasserstoff oder Erdgas unter Höchstdrücken von 700 bis 1000 bar befüllt wird. Derartige Tanks können bei einem Mittelklasse-Pkw ein Fassungsvermögen von 1001 bis 5001 aufweisen. Zum Befüllen des erfindungsgemäßen Tanks mit Wasserstoff ist dabei ein Ausbau des Tanks nicht erforderlich.
Bezugszeichenliste
1
Druckbehälter
2
Behälterwand
3
Beschichtung
4
Hochdrucktank
5
Zuleitung
6
Ventil
7
Druckmesseinrichtung
8
Wärmetauscher
9
Flüssiggastank
10
Zuleitung
11
-
12
-
13
-
14
Gastank
15
Zuleitung
16
Kryokolbenpumpe
17
Druckmesseinrichtung
18
Ventil

Claims (8)

1. Insbesondere zur Befüllung mit tiefsiedenden permanenten Gasen oder Gasgemischen tiefer Temperatur geeigneter Druckbehälter (1), der behälterinnenseitig mit einer Oberfläche (3) aus einem Material mit einem geringen Wärmeeindringkoeffizient versehen ist.
2. Druckbehälter nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als behälterinnenseitige Oberfläche (3) eine Beschichtung, insbesondere eine Kunststoffbeschichtung vorgesehen ist.
3. Druckbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Material für die behälterinnenseitige Oberfläche (3) Polyethylen und/oder PTFE vorgesehen ist.
4. Druckbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die Ausbildung als Höchstdruckbehälter.
5. Verwendung des Druckbehälters nach einem der vorhergehenden Ansprüche als Energiespeicher für Brennstoffzellen und/oder für mit gasförmigem Kraftstoff betriebene Fahrzeuge.
6. Verfahren zum Befüllen eines Druckbehälters (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einem Füllgas, bei dem das als Füllgas eingesetzte Gas oder Gasgemisch aus einem Tank (14), in dem das Füllgas in tiefkaltem verflüssigtem Zustand gelagert wird, entnommen und dem Druckbehälter (1) in kaltem gasförmigen oder flüssigen Zustand zugeführt wird.
7. Verfahren zum Befüllen eines Druckbehälters nach einem der Ansprüche 1 bis 5 mit einem Füllgas, bei dem das als Füllgas eingesetzte Gas oder Gasgemisch aus einem Tank (4), in dem das Füllgas unter Druck gelagert wird, entnommen, in einem Wärmetauscher (8) abgekühlt und dem Druckbehälter (1) in kaltem gasförmigen oder flüssigen Zustand zugeführt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur Kühlung Füllgases im Wärmetauscher (8) ein Flüssiggas, beispielsweise flüssiger Stickstoff, eingesetzt wird.
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