DE10114140A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von Implantaten aus Gewebe - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von Implantaten aus Gewebe

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DE10114140A1 DE2001114140 DE10114140A DE10114140A1 DE 10114140 A1 DE10114140 A1 DE 10114140A1 DE 2001114140 DE2001114140 DE 2001114140 DE 10114140 A DE10114140 A DE 10114140A DE 10114140 A1 DE10114140 A1 DE 10114140A1
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Ulrich Werth
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods
    • A61B17/32Surgical cutting instruments
    • A61B17/3205Excision instruments
    • A61B17/32053Punch like cutting instruments, e.g. using a cylindrical or oval knife
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61HPHYSICAL THERAPY APPARATUS, e.g. DEVICES FOR LOCATING OR STIMULATING REFLEX POINTS IN THE BODY; ARTIFICIAL RESPIRATION; MASSAGE; BATHING DEVICES FOR SPECIAL THERAPEUTIC OR HYGIENIC PURPOSES OR SPECIFIC PARTS OF THE BODY
    • A61H39/00Devices for locating or stimulating specific reflex points of the body for physical therapy, e.g. acupuncture
    • A61H39/08Devices for applying needles to such points, i.e. for acupuncture ; Acupuncture needles or accessories therefor

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Entfernen eines nadel- oder zylinderförmigen Implantats aus lebendem Gewebe. DOLLAR A Die Vorrichtung besteht aus einem rohrförmigen Körper 1 mit dünner Manteldicke, dessen Innendurchmesser größer als der größte Implantatdurchmesser ist und dessen Mantel an einem Ende eine scharfe Kante 2 aufweist. Die scharfe Kante 2 wird durch eine von außen nach innen und in Richtung Ende verlaufende Abschrägung gebildet. DOLLAR A Die scharfe Kante 2 wird auf das Gewebe aufgesetzt und durchdringt unter Druck eine erste Gewebeschicht und stanzt dann das Implantat mit dem es seitlich umgebenden Gewebe säulenförmig aus. Bei einem Implantat mit einer Spitze beginnt das Ausstanzen bevorzugt im Implantatsbereich auf dem der Spitze gegenüberliegenden Ende.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Entfernen von insbeson­ dere nadelförmigen und zylinderförmigen dünnen Implantaten aus Gewebe, vorrangig aus lebendem Gewebe.
Derartige Implantate werden bei der Akupunktur, als Codeträger zur Tieridentifizierung oder auch zu Ortungszwecken in lebendes Gewebe eingebracht und wachsen hier ein. Besteht der Wunsch oder auch die Notwendigkeit z. B. bei allergischen Reaktionen, das Implantat zu entfernen, muss das Gewebe aufgeschnitten werden, um das Implantat mit einem Instrument herauszunehmen. Das hat sich als nicht zweckmäßig erwiesen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine schonendere Entfernung von im lebenden Gewebe befindlichen Implantaten zu erreichen.
Gelöst wird diese Aufgabe mit den kennzeichnenden Merkmalen des Verfahrensanspru­ ches 1 und es Vorrichtungsanspruches 10. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche. Anspruch 9 benennt eine Verwendung
Das erfindungsgemäße Verfahren zum Entfernen insbesondere eines nadel- oder zylin­ derförmigen Implantats aus Gewebe sieht vor, dass eine erste Gewebeschicht und dann das Implantat mit dem es seitlich umgebenden Gewebe säulenförmig ausgestanzt und das so seitlich ausgestanzte Segment unter Trennung vom Gewebe des Körpers im unteren Segmentbereich aus dem Gewebe des Körpers herausgezogen wird.
Wenn in der weiteren Beschreibung und den Ansprlichen nadel- und zylinderförmige Implantate genannt werden, dann schließt das auch kleine kugelförmige, kegelförmige, pyramidenförmige, pfeilförmige und entsprechende Kombinationen als Implantatformen ein.
Damit das seitlich ausgestanzte Segment sich im unteren Bereich auch vom Gewebe des Körpers abtrennen läßt, sieht das Verfahren vor, dass die Press- und/oder Reibwirkung zwischen dem Innenmantel des zum Ausstanzen benutzten rohrförmigen Körpers und dem ausgestanzten Gewebe mit Implantat ausreichend ist, um das ausgestanzte Segment durch Herausziehen und/oder Drehen und Herausziehen des rohrförmigen Körpers vom Gewebe des Körpers im unteren Segmentbereich abzutrennen.
Alternativ besteht auch die Möglichkeit, dass das seitlich ausgestanzte Segment in den zum Ausstanzen benutzten rohrförmigen Körper hinein oder durch diesen hindurch abge­ saugt wird.
Die Ausstanztiefe kann in Abhänigkeit vom Implantat noch im Bereich des Implantats enden oder bis zum Ende des Implantats reichen oder über das Implantat hinaus in das Gewebe des Körpers gehen.
Insbesondere bei dünnem lappenartigen Gewebe z. B. bei einem Ohr hat es sich bewährt, dass das Gewebe auf der dem Ausstanzbereich gegenüberliegende Seite durch einen Ge­ genhalter fixiert wird, um ein Verschieben und möglicherweise Austreten des Implantats beim Ausstanzen zu verhindern.
Verwendet wird das Verfahren vorrangig zum Entfernen von Implantaten, die im leben­ den Gewebe zur Stimulierung von Akupunkturpunkten eingesetzt und vollständig vom Gewebe umschlossen sind. Weitere Anwendungsmöglichkeiten bestehen beim Entfernen anderer kleiner nicht zu tief in die Haut eingedrungener oder eingesetzter und einge­ wachsener Körper.
Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Entfernen von nadelförmigen und zylinderför­ migen Implantaten aus insbesondere lebendem Gewebe besteht aus einem rohrförmigen Körper mit dünner Manteldicke, dessen Innendurchmesser größer als der größte Imp­ lantatdurchmesser ist und dessen Mantel an einem Ende eine scharfe Kante aufweist, so dass er in das Gewebe gedrückt werden kann.
Dabei hat es sich bewährt, wenn die Öffnung des rohrförmigen Körpers im Bereich der scharfen Kante ein Kreis ist. Die Erfindung ist aber nicht darauf beschränkt. Bei einer anderen Ausführung ist die scharfe Kante schräg angeschnitten, so dass die Öffnung des rohrförmigen Körpers im Bereich der scharfen Kante eine elliptische oder ellipsenähnli­ che Form hat.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung und
Fig. 2 eine verändert ausgebildete Kante.
Die in Fig. 1 dargestellte erfindungsgemäße Vorrichtung zum Entfernen von nadelförmi­ gen und zylinderförmigen Implantaten aus insbesondere lebendem Gewebe besteht aus einem rohrförmigen Körper 1 mit dünner Manteldicke, dessen Innendurchmesser größer als der größte Implantatdurchmesser ist und dessen Mantel an einem Ende eine scharfe Kante 2 aufweist. Die scharfe Kante 2 wird durch eine von außen nach innen und in Richtung Ende verlaufende Abschrägung gebildet.
Die scharfe Kante 2 wird auf das Gewebe aufgesetzt und durchdringt unter Druck eine erste Gewebeschicht und stanzt dann das Implantat mit dem es seitlich umgebenden Ge­ webe säulenförmig aus. Bei einem Implantat mit einer Spitze beginnt das Austanzen be­ vorzugt im Implantatsbereich auf dem der Spitze gegenüberliegenden Ende.
Die Press- und/oder Reibwirkung zwischen dem Innenmantel des zum Ausstanzen be­ nutzten rohrförmigen Körpers 1 und dem ausgestanzten Gewebe mit Implantat ist ausrei­ chend, um das ausgestanzte Segment durch Herausziehen und/oder Drehen und Heraus­ ziehen des rohrförmigen Körpers 1 vom Gewebe des Körpers im unteren Segmentbe­ reich abzutrennen.
Der Innendurchmesser des rohrförmigen Körpers 1 liegt dafür bevorzugt zwischen 2-4 mm.
Weiterhin besitzt der rohrförmige Körper 1 an dem der scharfen Kante 2 gegenüberlie­ genden Ende einen Anschluss 4 für eine Saugeinrichtung. So besteht auch die Möglich­ keit, dass das seitlich ausgestanzte Segment in den zum Ausstanzen benutzten rohrförmi­ gen Körper 1 hinein oder durch diesen hindurch abgesaugt wird.
Nach dem Ausstanzen und Entfernen des ausgestanzten Segmentes wird das "Loch" durch ein an sich bekanntes wundheilendes Mittel verschlossen.
Um eine sichere Handhabung des rohrförmigen Körpers 1 zu gewährleisten, weist er einen Haltegriff oder Haltebereich 3 auf, hier in einem von der scharfen Kante 2 entfern­ ten Bereich.
Weiterhin besteht die Möglichkeit, dass der rohrförmige Körper 1 vorn an einem Zan­ genschenkel angeordnet ist, wobei die scharfe Kante 2 in Richtung des anderen Zangen­ schenkels weist, der in diesem Bereich flach, tellerförmig, auch konvex oder konkav ge­ wölbt oder der Gewebeform angepasst ausgebildet ist und das Gewebe beim Eindrücken des rohrförmigen Körpers 1 in das Gewebe auf der gegenüberliegenden Seite abstützt.
Fig. 2 zeigt eine Ausführung, bei der die scharfe Kante 2 durch eine von innen nach au­ ßen und in Richtung Ende verlaufende Abschrägung gebildet ist.

Claims (18)

1. Verfahren zum Entfernen insbesondere eines nadel- oder zylinderförmigen Imp­ lantats aus Gewebe, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Gewebeschicht und dann das Implantat mit dem es seitlich umgebenden Gewebe säulenförmig ausgestanzt und das so seitlich ausgestanzte Segment unter Trennung vom Gewebe des Körpers im unteren Segmentbereich aus dem Gewebe des Körpers herausgezogen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Press- und/oder Reibwirkung zwischen dem Innenmantel des zum Ausstanzen benutzten rohrförmigen Körpers und dem ausgestanzten Gewebe mit Implantat ausreichend ist, um das ausgestanzte Segment durch Herausziehen und/oder Dre­ hen und Herausziehen des rohrförmigen Körpers vom Gewebe des Körpers im un­ teren Segmentbereich abzutrennen.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das seitlich ausgestanzte Segment in den zum Ausstanzen benutzen rohrförmigen Körper hinein oder durch diesen hindurch abgesaugt wird.
4. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausstanztiefe noch im Bereich des Implantats endet oder bis zum Ende des Implantats reicht oder über das Implantat hinaus in das Gewebe des Körpers reicht.
5. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei dünnem lappenartigen Gewebe das Gewebe auf der dem Ausstanzbereich gege­ nüberliegende Seite durch einen Gegenhalter fixiert wird, um ein Verschieben und möglicherweise Austreten des Implantats beim Ausstanzen zu verhindern.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das lappenartige Gewebe ein Ohr ist.
7. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Implantat mit einer Spitze das Ausstanzen im Implantatsbereich auf dem der Spitze gegenüberliegenden Ende beginnt.
8. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Ausstanzen und Entfernen des ausgestanzten Segmentes das "Loch" durch ein an sich bekanntes wundheilendes Mittel verschlossen wird.
9. Verwendung des Verfahrens nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8 zum Entfernen von Implantaten, die im lebenden Gewebe zur Stimulierung von Aku­ punkturpunkten eingesetzt und vollständig vom Gewebe umschlossen sind.
10. Vorrichtung zum Entfernen von nadelförmigen und zylinderförmigen Implantaten aus insbesondere lebendem Gewebe, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem rohrförmigen Körper (1) mit dünner Manteldicke besteht, dessen In­ nendurchmesser größer als der größte Implantatdurchmesser ist und dessen Mantel an einem Ende eine scharfe Kante (2) aufweist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung des rohrförmigen Körpers (1) im Bereich der scharfen Kante (2) ein Kreis ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die scharfe Kante (2) durch eine von außen nach innen und in Richtung Ende ver­ laufende Abschrägung gebildet ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die scharfe Kante (2) durch eine von innen nach außen und in Richtung Ende ver­ laufende Abschrägung gebildet ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die scharfe Kante (2) schräg angeschnitten ist, so dass die Öffnung des rohrförmi­ gen Körpers (1) im Bereich der scharfen Kante (2) eine elliptische oder ellipsen­ ähnliche Form hat.
15. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekenn­ zeichnet, dass der Innendurchmesser des rohrförmigen Körpers (1) zwischen 2-4 mm beträgt.
16. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekenn­ zeichnet, dass der rohrförmige Körper (1) einen Haltegriff oder Haltebereich (3) aufweist.
17. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekenn­ zeichnet, dass der rohrförmige Körper (1) vorn an einem Zangenschenkel angeordnet ist, wobei die scharfe Kante (2) in Richtung des anderen Zangenschenkels weist, der in die­ sem Bereich flach, tellerförmig, auch konvex oder konkav gewölbt oder der Gewe­ beform angepasst ausgebildet ist und das Gewebe beim Eindrücken des rohrförmi­ gen Körpers (1) in das Gewebe auf der gegenüberliegenden Seite abstützt.
18. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 10 bis 16, dadurch gekenn­ zeichnet, dass der rohrförmige Körper (1) an dem der scharfen Kante (2) gegenüberliegenden Ende einen Anschluss (4) für eine Saugeinrichtung aufweist.
DE2001114140 2001-03-16 2001-03-16 Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von Implantaten aus Gewebe Withdrawn DE10114140A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2006081999A1 (de) * 2005-02-01 2006-08-10 Eberhard-Karls-Universität Tübingen Einführtrichter für stabförmige biologische proben

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