DE10057518A1 - Mehrlagiges flächiges Erzeugnis, das aus Tissuepapier und/oder nicht-gewebtem Faservlies(Nonwoven) besteht - Google Patents

Mehrlagiges flächiges Erzeugnis, das aus Tissuepapier und/oder nicht-gewebtem Faservlies(Nonwoven) besteht

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    • D21H27/32Multi-ply with materials applied between the sheets

Abstract

Die Erfindung betrifft ein mehrlagiges flächiges Erzeugnis, das eine oder mehrere Lagen aus Tissuepapier und/oder nichtgewebtem Faservlies (Nonwoven) umfasst. Dem flächigen Erzeugnis sind diskrete, Flüssigkeit absorbierende Zonen (4) aus absorbierendem Material zugegeben. Diese absorbierenden Zonen befinden sich zwischen mindestens zwei benachbarten Lagen (5, 6). Das absorbierende Material kann aus folgenden Materialien, wie absorbierender Ton, z. B. Bentonit; Superabsorber, z. B. Hydrogel; natürlicher zellulosischer Faserstoff, z. B. Zellstoffe, Holzstoffe; CTMP, wie DFR; und chemischer Holzstoff, ausgewählt sein. DOLLAR A Das absorbierende Material (7) ist in Taschen (8) eingesetzt, die durch Lagenhaftung zwischen benachbarten Lagen gebildet sind. Die Lagenhaftung kann entweder durch Prägen oder Verleimen erfolgen. Das absorbierende Material (7) kann mittels Klebstoff an mindestens einer der benachbarten Lagen haften. Diese mehrlagige Bahn hat ein wesentlich verbessertes Absorptionsvermögen für Flüssigkeiten.

Description

Technisches Gebiet

Die Erfindung bezieht sich auf ein mehrlagiges flächiges Erzeugnis, das aus Tissuepapier und/oder nicht-gewebtem Faservlies (Nonwoven) besteht.

Stand der Technik

Derartige Erzeugnisse werden für verschiedene Tissuepapierprodukte benutzt. Verschiedene Arten solcher Produkte sind auf dem Markt erhältlich, beispielsweise in Form von Küchentüchern, Toilettenpapier, Gesichtstüchern, Papiertaschentüchern etc.. Ein mehrlagiges flächiges Erzeugnis aus nicht-gewebtem Faservlies (Nonwoven) wird dazu verwendet, Wischtücher aus Faservlies herzustellen. Solche Wischtücher können vielseitig eingesetzt werden und eignen sich für die verschiedensten Einsatzzwecke, von grobem Abwischen bis zum Abwischen in sehr anspruchsvollen Umgebungen wie in Druckereien, Lackierereien oder Reinräumen.

Ein Nachteil von auf dem Markt befindlichen Tissuepapierprodukten und Wischtüchern besteht im begrenzten Absorptionsvermögen. Gute, mehrlagige Tissuepapierprodukte, die sich derzeit auf dem Markt befinden, absorbieren ca. 400 bis 500 g Wasser/m2 absolut oder ca. 9 bis 11 g Wasser/g Faserstoff. Beide Werte gelten für zwei- bis dreilagige Produkte (gemessen nach DIN 54 540 Teil 4 vom Juni 1989).

Es sind bereits diverse Anstrengungen gemacht worden, das Absorptionsvermögen eines Tissuepapierproduktes oder eines Wischtuches zu verbessern. Die ursprünglichen Bemühungen befassten sich mit der Herstellung eines dickeren Papiers oder eines mehrlagigen Produktes.

Die EP 0 851 950 A1 beschreibt ein mehrlagiges Tissuepapierprodukt mit wenigstens drei Lagen, wobei die mittlere Lage aus überwiegend hochabsorbierendem Holzstoff ohne Nassfestmittel besteht. Dieses Produkt hat eine relative Wasserabsorption von nur 5,2 g/g Faserstoff.

Darstellung der Erfindung

Der Erfindung liegt das Problem (Aufgabe) zugrunde, ein mehrlagiges flächiges Erzeugnis, das aus Tissuepapier und/oder nicht-gewebtem Faservlies (Nonwoven) besteht, zu schaffen, das ein verbessertes Absorptionsvermögen für Flüssigkeiten besitzt.

Diese Aufgabe wird durch ein mehrlagiges flächiges Erzeugnis aus Tissuepapier und/oder nicht-gewebtem Faservlies (Nonwoven) gelöst, bei dem sich zwischen mindestens zwei benachbarten Lagen diskrete, Flüssigkeit absorbierende Zonen aus einem absorbierenden Material befinden, das ein höheres Absorptionsvermögen für Flüssigkeiten als die benachbarten Lagen aufweist.

Die Größe, die Verteilungsdichte und der Abstand der absorbierenden Zonen muss dem Einsatzzweck des Produktes angepasst sein. Wenn die Zonen zu groß sind und/oder zu dicht aneinander angeordnet sind, wird das flächige Erzeugnis zu steif und unflexibel, so dass beispielsweise ein einwandfreies Wischen nicht mehr vorgenommen werden kann. Zu kleine Zonen haben andererseits zur Folge, dass weniger Flüssigkeit absorbiert werden kann.

Wenn hier von "Größe" die Rede ist, so versteht man darunter sowohl die Fläche (A), die die einzelnen absorbierenden Zonen zwischen den Lagen einnehmen, als auch die Höhe (H) der einzelnen Zonen. Unter "Verteilungsdichte" versteht man die Anzahl der absorbierenden Zonen pro Flächeneinheit des flächigen Erzeugnisses. Der Abstand (L) der absorbierenden Zonen voneinander wird zwischen den nächstliegenden Rändern zweier Zonen gemessen.

Eine vorteilhafte Flächenausdehnung (A) der absorbierenden Zonen als solche beträgt 0,01 cm2 bis 6 cm2, vorzugsweise 0,01 cm2 bis 4 cm2 und arm bevorzugtesten 0,05 cm2 bis 1 cm2. Diese Zonen können die verschiedensten Formen haben, z. B. die Form eines Rechtecks, eines Quadrats, eines Kreises, eines Dreiecks oder eines Mehrecks. Die Zonen können auch unregelmäßig sein. Die Höhe (H) beträgt 0,01 cm bis 2 cm, vorzugsweise 0,05 cm bis 1 cm und am bevorzugtesten 0,1 cm bis 0,5 cm. Das flächige Erzeugnis kann auch absorbierende Zonen verschiedener Größe enthalten. Die Flexibilität des absorbierenden Materials spielt auch eine Rolle für die mögliche Größe der absorbierenden Zonen. Ist das absorbierende Material relativ flexibel, beispielsweise bei der Verwendung von Holzstoff, so können größere Zonen . eingesetzt werden, ohne dass die Bahn an Elastizität bzw. Flexibilität verliert. Anders ist die Situation, wenn die Zonen aus hart zusammengepresstem Bentonit bestehen.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform beträgt die Fläche aller absorbierenden Zonen höchstens 30%, vorzugsweise 20% und am bevorzugtesten 10% der Fläche des flächigen Erzeugnisses.

Die absorbierenden Zonen bestehen aus Flüssigkeiten absorbierendem Material, das organisch oder anorganisch sein kann. Das absorbierende Material kann, aber muss nicht eine höhere relative Absorptionskapazität (g absorbierte Flüssigkeit/g absorbierendes Material) als das Tissuepapier und/oder das nicht-gewebte Faservlies haben. Es ist günstig, wenn das absorbierende Material eine relative Absorptionskapazität hat, die 20%, bevorzugter 50% und am bevorzugtesten 100% höher ist als die relative Absorptionskapazität des Tissuepapiers und/oder des nicht- gewebten Faservlieses. Geeignetes anorganisches Material ist absorbierender Ton, wie z. B. Bentonit. Geeignete organische Materialien sind natürliche, zellulosische Faserstoffe wie Zellstoff, Holzstoff, CTMP, HTCTMP und chemischer Holzstoff. DFR, ein Stoff von SCA Hygiene Products, Östrand, Schweden, ist ein Beispiel für einen geeigneten absorbierenden zellulosischen Faserstoff mit einer hohen Absorptionskapazität. DFR ist eine komprimierte Bahn mit einem Flächengewicht von 30 bis 2000 g/m2 und einer Dichte von 0,2 bis 1,0 g/cm3. DFR wird weiter in WO 94/10956 beschrieben. Superabsorber mit geeigneten Eigenschaften können ebenso verwendet werden, wie beispielsweise Saalsorb 88 der Firma Allid Colloids GmbH.

Vorteilhafterweise kann das absorbierende Material in Tablettenform zum Einsatz kommen. So kann die Tablette aus agglomeriertem pulver- oder faserförmigen Material bestehen, das zu einer Tablette komprimiert wird. Das absorbierende Material kann auch dadurch erzielt werden, dass größere Teile zerkleinert werden. Das absorbierende Material kann auch ganz natürlich eine Form entsprechend den Tabletten annehmen. Die Tabletten können in Form und Gestaltung einem Prägedesign angepasst werden. Dabei entspricht die Größe der Tabletten den vorgenannten Werten für die absorbierenden Zonen. Die Flexibilität des absorbierenden Materials spielt auch eine Rolle für die mögliche Größe der Tabletten. Für den Fall, dass das absorbierende Material relativ flexibel ist, d. h. wenn es beispielsweise Holzstoff ist, können größere Tabletten verwendet werden, ohne dass die Bahn an Biegsamkeit bzw. Flexibilität verliert. Anders verhalten sich Tabletten aus hart zusammengepresstem Bentonit.

Eine vorteilhafte Flächenerstreckung (A) der absorbierenden Tablette beträgt 0,01 cm2 bis 6 cm2, vorzugsweise 0,01 cm2 bis 4 cm2 und am bevorzugtesten 0,05 cm2 bis 1 cm2. Die Tabletten können beliebige bekannte Formen einnehmen, wie beispielsweise die Form eines Rechtecks, eines Quadrats, eines Kreises oder eines Dreiecks oder Vielecks. Die Tabletten können dabei auch unregelmäßig geformt sein. Die Höhe (H) beträgt vorteilhafterweise 0,01 cm bis 2 cm, vorzugsweise 0,05 cm bis 1 cm, am bevorzugtesten aber 0,1 cm bis 0,5 cm.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform kann das absorbierende Material pulver- oder faserförmig sein.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann das absorbierende Material in Taschen zwischen benachbarten bzw. aufeinander liegenden Lagen angeordnet sein. Diese Taschen werden vorzugsweise dadurch gebildet, dass Bereiche mit Lagenhaftung einen Bereich ohne Lagenhaftung einschließen. Die Lagenhaftung kann dabei entweder rein mechanisch durch Druckerzeugung, z. B. Prägung oder Rändelung, oder aber chemomechanisch durch Prägen und Verleimen oder rein chemisch durch Verleimen vorgenommen werden. Die Bereiche der Lagenhaftung können entweder kontinuierlich ineinander übergehen oder aber diskontinuierlich sein. Die diskontinuierlichen Lagenhaftungsbereiche können z. B. aus Punkten oder Linien bestehen.

Bei der Erzeugung von Lagenhaftung durch Verleimen kann ein für die Papierverarbeitung herkömmlicher Klebstoff verwendet werden, wie beispielsweise Stärke oder Polyvinylalkohol (WO 97/11226). Gemäß dieser Schrift können auch Polyvinylacetat und Carboxymethylzellulose zum Einsatz kommen. Bei Polyäthylen als Tissueklebstoff ist Aufschmelzen erforderlich (US 4,867,831). Sogenannte Heißkleber (hot melts) können auch aufgesprüht werden.

Erfindungsgemäß können alle Arten von Prägung verwendet werden. Bevorzugt aber wird eine solche Prägung verwendet, bei der die Prägenoppen des Prägemusters die vorgenannten Taschen bilden können. Der Prägevorgang darf allerdings nicht das absorbierende Material negativ beeinflussen. Deshalb ist eine Punkt-auf-Punkt-Prägung (foot-to-foot oder punta punta) oder eine Prägung durch eine mit Prägenoppen versehene Prägewalze gegen eine harte glatte Walze Prägewalze zu bevorzugen. Eine Spitze-zu-Grund-Prägung (nested oder DESL (DERW)) kann ebenfalls dann Verwendung finden, wenn das Prägemuster hierzu geeignet ist.

Vorteilhafterweise kann das absorbierende Material durch Verleimen an einer oder beiden Lagen befestigt sein. In diesem Fall kann beispielsweise ein Klebstoff in einem bestimmten Muster auf eine Lage aufgetragen werden. Auf diese klebrige Substanz wird dann das absorbierende Material aufgetragen, bevor die zweite Lage mit der ersten Lage zusammengebracht wird.

Entsprechend einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann das absorbierende Material durch eine Kombination von direkter Verleimung an einer oder beiden Lagen und durch Einschließen des absorbierenden Materials in den Taschen aufgrund der Lagenhaftung befestigt sein.

Tissuepapier besteht im Wesentlichen aus pflanzlichen Fasern. Das Tissuepapier wird auf einem Sieb formiert, indem eine wässrige Fasersuspension entwässert wird. Die so formierte Faserbahn wird anschließend getrocknet (DIN 6730, Mai 1996). Tissuepapier ist ein poröses absorbierendes Papier, das normalerweise aufgrund von Nass- oder Trockenkreppung oder Aufstauchen (rush-transfer) der Bahn elastisch ist. Für die Erfindung können alle herkömmlichen Arten von mehrlagigen Tissuepapieren mit einem Flächengewicht von 8 bis 60 g pro Lage verwendet werden. Die verschiedenen Lagen können gleich oder unterschiedlich sein. Sie können sich beispielsweise durch folgende Eigenschaften unterscheiden:
Herstellungsverfahren, z. B. Tissue getrocknet durch konventionelle Methoden oder mit Durchströmungstrocknung (TAD); Flächengewicht; Faserzusammensetzung oder Nass- und/oder Trockenfestigkeit.

Nicht-gewebtes Faservlies ist ein zusammengesetztes Material, welches aus Endlosfaser, Stapelfaser und/oder Mikrofaser bestehen kann. Diese Fasern sind zu einer Matte zusammengebunden. Die Fasern können durch Verflechtung, kohäsive und/oder klebende Bindungsmechanismen zusammengebunden sein. Die Fasern können synthetisch und/oder natürlich sein. Natürliche Fasern sind z. B. Baumwolle oder Zellulosefasern (siehe DIN 61 210 T2 vom Oktober 1998 und ISO 9092-EN29092). Die Fasern werden mit Hilfe eines Mediums wie z. B. Luft, Flüssigkeit oder Schaum auf einem durchlässigen Sieb formiert. Dabei werden die Fasern in Suspension mit dem Medium auf das Sieb aufgebracht, wobei das Medium dräniert wird. Ein derartiger Prozess ist z. B. in WO-A-96/02701 und CA 841,938 beschrieben. Die so formierte Faserbahn wird dann zu einer zusammenhängenden Bahn gebunden, und zwar durch Zusatz von Bindemittel, durch Schmelzbindung der Fasern, durch Nadelung und/oder Wassernadelung (hydro­ entangling).

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnungen rein beispielhaft erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Ansicht eines Tissuepapierproduktes gemäß dem Stand der Technik;

Fig. 2 eine schematische Ansicht einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung; und

Fig. 3 eine schematische Seitenansicht gemäß der Schnittlinie III-III in Fig. 2.

Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung Fig. 1 zeigt eine schematische Ansicht einer geprägten Bahn aus Tissuepapier 1 gemäß dem Stand der Technik. Die Kreise 2, 3 zeigen das Prägemuster, wobei jeder Kreis einem Prägepunkt entspricht.

In Fig. 2 ist eine geprägte zweilagige Bahn 1 aus zweilagigem Tissuepapier 5, 6 gemäß der Erfindung dargestellt. Auf der Bahn ist mit kleinen Kreisen 2, 3 ein Prägemuster schematisch dargestellt. Die schattierten größeren Kreise markieren die Platzierung von Flüssigkeit bzw. Wasser absorbierenden Zonen 4. Die Zonen 4 können eine vom übrigen Produkt abweichende Farbe haben, was aber nicht unbedingt der Fall sein muss. Wenn z. B. das absorbierende Material in den absorbierenden Zonen farblos oder weiß ist, wird das absorbierende Material von der Außenseite des Produkts kaum sichtbar sein. Ist jedoch das absorbierende Material farbig ausgebildet, kann die Farbe für eine dekorative Ausgestaltung genutzt werden. Die absorbierenden Zonen können auch durch Verwendung von farbigem Klebstoff für das Verleimen des absorbierenden Materials gekennzeichnet sein. Die Kennzeichnung kann allerdings aber auch durch ein auf der Bahn gedrucktes Muster erfolgen. Die absorbierenden Zonen bedecken etwa 1,5% der Fläche der zweilagigen Bahn.

Fig. 3 zeigt entlang der Schnittlinie III-III die Bahn der Fig. 2. Das absorbierende Material 7 der absorbierenden Zonen 4 wird von zwei Tissuelagen 5, 6 mittels Prägepunkten der einzelnen Lagen eingeschlossen, die Punkt-auf-Punkt miteinander verbunden sind.

In den folgenden Versuchen werden die absolute Wasserabsorption und die relative Wasserabsorption gemäß DIN 54 540 Teil 4 vom Juni 1989 gemessen.

1. Vergleichsversuch

Die Wasserabsorption eines normalen, dreilagigen Tissuepapiers wurde gemessen. Das Tissuepapier ist ein normales "Zewa Wisch und Weg" von 1997 der Firma SCA Hygiene Products GmbH, mit einem Flächengewicht von 53 g/m2 und einem Prägemuster, wie dasjenige in Fig. 1. Die Lagenhaftung entsteht durch Punkt-auf-Punkt-Prägung zusammen mit einer Verleimung. Das Ergebnis ist in Tabelle 1 wiedergegeben.

Versuch 1

Eine erfindungsgemäße mehrlagige Bahn wurde manuell hergestellt, indem Tabletten aus Bentonit in Taschen 8 eingesetzt wurden. Die Taschen wurden zwischen zwei Tissuelagen des dreilagigen Tissuepapiers gebildet, indem sie von Prägenoppen umgeben sind (siehe Fig. 2). Es wurde das gleiche Tissuepapier wie beim Vergleichsversuch verwendet. Eine Seite der Taschen wurde in einer Papierlage so weit aufgeschnitten, dass eine Bentonittablette pro Tasche eingesetzt werden konnte. Bevor die Tabletten eingeführt wurden, wurden die Tabletten mit einem wasserlöslichen, doppelseitigen Klebeband des Herstellers Nitto Tape versehen. Die eingefügten Bentonittabletten hatten eine Oberfläche von etwa 0,08 cm2, eine Höhe von 0,1 cm und bedeckten etwa 0,8 bis 0,9% der Fläche des mehrlagigen Tissuepapiers. Der Abstand zwischen den Rändern der nächstliegenden Tabletten betrug etwa 2,6 cm. Die mehrlagige Bahn bestand aus 38 Gewichts-% Bentonit bezogen auf trockenes Papier. Die Wasserabsorption ist der Tabelle 1 entnehmbar.

Die Tabletten wurden durch Komprimieren von getrocknetem Bentonit, des Herstellers Roth Vertriebsgesellschaft hergestellt. Das Bentonit wurde mit 500 kPA zusammengepresst zu runden Platten mit einem Durchmesser von ca. 10 mm. Diese Platten wurden danach zu Tabletten mit einem Durchmesser von etwa 4 mm zerkleinert.

Versuch 2

Eine erfindungsgemäße mehrlagige Bahn wurde manuell hergestellt, indem zwischen zwei Lagen eines dreilagigen Tissuepapiers Tabletten aus Superabsorber Salsorb 88 des Herstellers Allid Colloids GmbH in Taschen 8 eingesetzt wurden. Die Taschen wurden zwischen zwei Tissuelagen des dreilagigen Tissuepapiers gebildet, indem sie von Prägenoppen umgeben sind (s. Fig. 2). Es wurde das Tissuepapier der Vergleichsprobe verwendet. Eine Seite der Taschen wurde so weit aufgeschnitten, dass eine Superabsorbertablette pro Tasche eingesetzt werden konnte. Die Superabsorbertabletten wurden mit einem wasserlöslichen, doppelseitigen Klebeband des Herstellers Nitto Tape befestigt.

Die eingefügten Superabsorbertabletten hatten je eine Oberfläche von 0,2 cm2 und eine Höhe von 0,03 cm. Der Abstand zwischen den Rändern der nächstliegenden Tabletten betrug etwa 2,5 cm. Das Tissuepapierprodukt bestand aus 9 Gewichts-% Superabsorber bezogen auf trockenes Papier. Die Wasserabsorption kann der Tabelle 1 entnommen werden.

Tabelle 1

Aus der Tabelle geht hervor, dass die absolute Wasserabsorption erheblich erhöht wurde durch den Einsatz von absorbierendem Material in zusätzlichen diskret absorbierenden Zonen. Die niedrige relative Wasserabsorption für das Produkt mit Bentonittabletten lässt sich mit der hohen Dichte von Bentonittabletten erklären. Der Verbraucher interessiert sich aber mehr für die absolute Wasseraufnahme, weil dieser sich in erster Linie für die Absorption pro Blatt Tissuepapier interessiert.

Claims (12)

1. Mehrlagiges flächiges Erzeugnis, das eine oder mehrere Lagen aus Tissuepapier und/oder nicht-gewebtem Faservlies (Nonwoven) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass sich zwischen mindestens zwei benachbarten Lagen (5, 6) diskrete, Flüssigkeit absorbierende Zonen (4) befinden, die aus einem zugefügten absorbierenden Material (7) bestehen.
2. Mehrlagiges flächiges Erzeugnis nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Material der absorbierenden Zonen aus folgenden Materialien, wie absorbierender Ton, z. B. Bentonit; Superabsorber, z. B. Hydrogel; natürlicher, zellulosischer Faserstoff, z. B. Zellstoffe, Holzstoffe; CTMP, wie DFR und chemischer Holzstoff ausgewählt ist.
3. Mehrlagiges flächiges Erzeugnis nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass das absorbierende Material (7) in Form von Tabletten vorhanden ist.
4. Mehrlagiges flächiges Erzeugnis nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass das absorbierende Material (7) pulver- oder faserförmig ist.
5. Mehrlagiges flächiges Erzeugnis nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das absorbierende Material (7) in Taschen (8), die durch Lagenhaftung zwischen den benachbarten Lagen gebildet sind, angeordnet ist.
6. Mehrlagiges flächiges Erzeugnis nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagenhaftung eine durch mechanischen Druck entstandene Lagenhaftung ist.
7. Mehrlagiges flächiges Erzeugnis nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagenhaftung durch Klebstoff erzeugt ist.
8. Mehrlagiges flächiges Erzeugnis nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das absorbierende Material (7) mittels eines Klebstoffes an mindestens eine der Lagen haftet.
9. Mehrlagiges flächiges Erzeugnis nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die absorbierende Zone (4) eine Fläche von 0,01 cm2 bis 6 cm2, vorzugsweise 0,01 cm2 bis 4 cm2 und am bevorzugtesten 0,05 cm2 bis 1 cm2 einnimmt.
10. Mehrlagiges flächiges Erzeugnis nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die absorbierenden Zonen (4) höchstens 30%, vorzugsweise 20% und am bevorzugtesten 10% der Fläche der mehrlagigen Bahn einnehmen.
11. Mehrlagiges flächiges Erzeugnis nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (L) zwischen zwei absorbierenden Zonen (4) 0,1 cm bis 20 cm, vorzugsweise 0,5 cm bis 15 cm und am bevorzugtesten 1 cm bis 10 cm ist.
12. Mehrlagiges flächiges Erzeugnis nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das absorbierende Material eine relative Absorptionskapazität hat, die 20%, bevorzugter 50% und am bevorzugtesten 100% höher ist als die relative Absorptionskapazität des Tissuepapiers und/oder nicht- gewebten Faservlieses.
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