DE10048562C1 - Leckanzeigeeinrichtung für doppelwandige Rohrleitungssysteme und Behälteranlagen - Google Patents

Leckanzeigeeinrichtung für doppelwandige Rohrleitungssysteme und Behälteranlagen

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Abstract

Es handelt sich um eine Leckanzeigeeinrichtung für doppelwandige Rohrleitungssysteme und Behälteranlagen aus mehreren doppelwandigen, mit jeweils einem Kontrollraum ausgestatteten Einzelbehältern (1), mit einem Leckanzeigegerät (12), wobei jeder Behälter (1) bzw. jedes Rohrleitungssegment einen Saugleitungsanschluß (6) für den Kontrollraum (5) aufweist und vor dem Saugleitungsanschluß (6) eine Flüssigkeitssperre (11) eingebaut ist. Um eine gattungsgemäße Leckanzeigeeinrichtung zu schaffen, bei der zum einen relativ wenig Verbindungsleitungen und Flüssigkeitssperren notwendig sind und die sich zum anderen durch einen wesentlich geringeren Montageaufwand auszeichnet, weist dieselbe eine Parallelverbindung der Kontrollräume (5) sämtlicher Einzelbehälter (1) der Behälteranlage (2) bzw. Rohrleitungssegmente des Rohrleitungssystems durch einen Zusammenschluß von einzelnen Saugleitungen (9) sämtlicher Einzelbehälter (1) bzw. Rohrleitungssegmente zu einer Sammel-Saugleitung (10), eine Flüssigkeitssperre (13) in der Sammel-Saugleitung (10) zur Vakuumpumpe des Leckanzeigegerätes (12), eine an der Sammel-Saugleitung (10) abgreifende Meßleitung (14) und eine Anordnung der Flüssigkeitssperren (11) vor dem Saugleitungsanschluß (6) auf, die im Alarmfall ein Eindringen von Heizöl aus einem leckgeschlagenen Einzelbehälter (1) bzw. Rohrleitungssegment in die Kontrollräume (5) eines oder mehrerer nicht defekter Einzelbehälter (1) bzw. Rohrleitungssegmente verhindern.

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Leckanzeigeeinrichtung für doppelwandige Rohrleitungssysteme und Behälteranlagen, insbesondere für Tankbatterien für Heizöl, aus mehreren doppelwandigen, mit jeweils einem Kontrollraum ausgestatteten Einzelbehältern bzw. Rohrleitungssegmenten, mit einem Leckanzeigegerät, das mit einer Vakuumpumpe und einer druckabhängigen Schaltvorrichtung zur Steuerung der Vakuumpumpe sowie einer aus einer optischen und/oder akustischen Anzeige bestehenden Alarmeinrichtung zur gleichzeitigen und kontinuierlichen Überwachung mehrerer Behälter bzw. Rohrleitungssegmente ausgerüstet ist, wobei jeder Behälter bzw. jedes Rohrleitungssegment einen Saugleitungsanschluß für den Kontrollraum aufweist und vor dem Saugleitungsanschluß eine Flüssigkeitssperre eingebaut ist.
Eine gattungsgemäße Leckanzeigeeinrichtung ist bereits aus DE-21 61 564 A1 bekannt. Diese Leckanzeigeeinrichtung weist ein einzelnes an sich bekanntes Leckanzeigegerät mit einer Vakuumpumpe und einer druckabhängigen Schaltvorrichtung zur Steuerung der Vakuumpumpe sowie einer aus einer optischen und/oder akustischen Anzeige bestehenden Alarmeinrichtung zur gleichzeitigen und kontinuierlichen Überwachung mehrerer Behälter auf. Die Kontrollräume der Behälter sind über mindestens eine Saug- und Meßleitung und ggf. eine Sammelleitung mit dem gemeinsamen Kontrollbehälter verbunden, der durch eine Saugleitung an die Vakuumpumpe des Leckanzeigegerätes und eine Meßleitung an die druckabhängige Schaltvorrichtung des Leckanzeigegerätes angeschlossen ist. Dabei weisen Saug- und Meßleitung in an sich bekannter Weise eine Flüssigkeitssperre auf.
Eine weitere gattungsgemäße Leckanzeigeeinrichtung ist aus DE 196 37 868 C1 bekannt. Diese Leckanzeigeeinrichtung weist eine Reihenverbindung der Kontrollräume der einzelnen Behälter der Behälterbatterie durch eine Verbindung des Meßleitungsanschlusses und des Saugleitungsanschlusses der Kontrollräume zweier aufeinanderfolgender Behälter über eine Verbindungsleitung, je zwei in die Verbindungsleitungen zwischen den Kontrollräumen zweier aufeinanderfolgender Behälter vor dem Meßleitungsanschluß und dem Saugleitungsanschluß eingebaute Flüssigkeitssperren, eine Verbindung des Saugleitungsanschlusses des Kontrollraumes des in Saugrichtung der Vakuumpumpe des Leckanzeigegerätes ersten Behälters der Behälterbatterie über eine Saugleitung mit der Vakuumpumpe des Leckanzeigegerätes und eine Verbindung des Meßleitungsanschlusses des Kontrollraumes des in Saugrichtung der Vakuumpumpe letzten Behälters der Behälterbatterie über eine Meßleitung mit der druckabhängigen Schaltvorrichtung des Leckanzeigegerätes sowie eine in die Saugleitung der Vakuumpumpe des Leckanzeigegerätes vor dem Saugleitungsanschluß des ersten Behälters der Behälterbatterie eingebaute Flüssigkeitssperre auf.
Beide bekannte Leckanzeigeeinrichtungen erfordern relativ viele Verbindungsleitungen, wodurch der Montageaufwand auch sehr hoch ist. Zudem sind bei diesen Leckanzeigeeinrichtungen viele Anschlüsse vorhanden, die sämtlich abgedichtet werden müssen und an denen immer wieder die Gefahr vorhanden ist, daß Undichtigkeiten auftreten. Die Leckanzeigeeinrichtung nach DE 196 37 868 C1 hat weiter noch den Nachteil, daß sehr viele Flüssigkeitssperren notwendig sind.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Leckanzeigeeinrichtung zu schaffen, bei der zum einen relativ wenig Verbindungsleitungen und Flüssigkeitssperren notwendig sind und die sich zum anderen durch einen wesentlich geringeren Montageaufwand auszeichnet, wobei beides zu einer Kostenverminderung beiträgt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Leckanzeigeeinrichtung mit den Kennzeichnungsmerkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
Zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die erfindungsgemäße Leckanzeigeeinrichtung für doppelwandige Rohrleitungssysteme und Behälteranlagen, die eine an sich aus DE 43 20 016 A1 bekannte Parallelverbindung der Kontrollräume sämtlicher Einzelbehälter der Behälteranlage bzw. Rohrleitungssegmente des Rohrleitungssystems und einen Zusammenschluß von einzelnen Saugleitungen sämtlicher Einzelbehälter bzw. Rohrleitungssegmente zu einer Sammel- Saugleitung aufweist, zeichnet sich gegenüber den bekannten Leckanzeigeeinrichtungen zur gleichzeitigen Überwachung mehrerer Behälter bzw. Rohrleitungssegmente durch einen sehr einfachen konstruktiven Aufbau, eine einfachere und schnellere Montage sowie günstige Herstellungskosten aus.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Leckanzeigeeinrichtung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles beschrieben.
Die in der Zeichnungsfigur dargestellte und nachfolgend beispielhaft beschriebene Leckanzeigeeinrichtung dient zur Überwachung von mehreren doppelwandigen Einzelbehältern 1 (hier beispielhaft mit drei Behältern 1 dargestellt) einer Behälteranlage 2 jeweils mit einer Innenwand 3 und einem zwischen der Innenwand 3 und der Außenwand 4 gebildeten Kontrollraum 5. Die Leckanzeigeeinrichtung kann selbstverständlich auch zur Überwachung von doppelwandigen Rohrleitungssystemen dienen (nicht dargestellt). In der nachfolgenden Beschreibung ist dazu der Begriff "Behälter" durch "Rohrleitungssegment" zu ersetzen.
An jedem Behälter 1 ist ein Saugleitungsanschluß 6 für den Kontrollraum 5 angeordnet. Von dem Saugleitungsanschluß 6 kann eine Ansaugleitung 7 durch den Kontrollraum 5 zur Behältersohle 8 geführt sein. Die Kontrollräume 5 der einzelnen Behälter 1 der Behälterbatterie 2 sind über einzelne Saugleitungen 9 in einer Reihe verbunden, wobei sämtliche Saugleitungen 9 sich in einer Sammel-Saugleitung 10 vereinen. In den Saugleitungen 9 zwischen den Kontrollräumen 5 sind vor dem Saugleitungsanschluß 6 Flüssigkeitssperren 11 eingebaut.
Die Sammel-Saugleitung 10 ist mit der nicht dargestellten Vakuumpumpe eines Leckanzeigegerätes 12 verbunden, wobei in die Sammel-Saugleitung 10 vor der Vakuumpumpe eine weitere Flüssigkeitssperre 13 eingesetzt ist.
An der Sammel-Saugleitung 10 ist eine Meßleitung 14 angeschlossen, die mit der nicht dargestellten druckabhängigen Schaltvorrichtung des Leckanzeigegerätes 12 verbunden ist. In der Meßleitung 14 ist vor der Schaltvorrichtung des Leckanzeigegerätes 12 ein Druckausgleichsgefäß 15 vorgesehen.
Die Flüssigkeitssperren 11 vor dem Saugleitungsanschluß 6 sind so angeordnet und nur dafür vorgesehen, daß im Alarmfall, d. h. bei Auftreten eines Flüssigkeitslecks, ein Eindringen von Heizöl aus einem leckgeschlagenen Behälter 1 in die Kontrollräume 5 eines oder mehrerer nicht defekter Behälter 1 verhindert wird.
Zwischen dem Saugleitungsanschluß 6 und der Flüssigkeitssperre 11 der einzelnen Behälter 1 ist jeweils ein durchscheinender oder durchsichtiger Leitungsabschnitt 16 zur Sichtkontrolle bei Auftreten eines Flüssigkeitslecks eingesetzt.
An den Behältern 1 ist jeweils ein Prüfanschluß 17 vorgesehen, an dem zu Testzwecken ein Alarm ausgelöst werden kann.
Vor den Flüssigkeitssperren 11 kann in den Saugleitungen 9 bzw. der Sammel-Saugleitung 10 ein Sensor zur Erkennung auftretender Flüssigkeit vorgesehen sein.
Die Betriebsweise der Leckanzeigeeinrichtung zur Überwachung der Einzelbehälter 1 der Behälteranlage 2 wird nachfolgend beschrieben.
Durch die Vakuumpumpe des Leckanzeigegerätes 12 wird über die Sammel-Saugleitung 10, die Saugleitungen 9 zwischen den Kontrollräumen 5 der einzelnen Behälter 1 der Behälteranlage 2 und die in die Kontrollräume 5 führenden Ansaugleitungen 7 ein Vakuum in den Kontrollräumen 5 der Behälter 1 erzeugt. Das Vakuum in den Kontrollräumen 5 der Behälter 1 wird durch einen Meßgeber der nicht dargestellten druckabhängigen Schaltvorrichtung des Leckanzeigegerätes 12 zur Steuerung der Vakuumpumpe sowie einer aus einer optischen und/oder akustischen Anzeige bestehenden Alarmeinrichtung laufend überwacht, wobei der Druckmeßgeber des Leckanzeigegerätes 12 über die Meßleitung 14, die als Meßleitungen dienenden Ansaugleitungen 7 in den Kontrollräumen 5 der Behälter 1 und die Saugleitungen 9 zwischen den Kontrollräumen 5 der Behälter 1 an die Kontrollräume 5 angeschlossen ist. Bei geringen Undichtigkeiten in der Behälterbatterie 2 und in dem gesamten Leitungssystem der Leckanzeigeeinrichtung fällt das Prüfvakuum ab und wird durch die Vakuumpumpe innerhalb des festgesetzten Regelbereiches immer wieder erneuert. Fällt das Vakuum stärker ab, wird über den Druckschalter des Leckanzeigegerätes 12 Alarm ausgelöst. Diese Art der Alarmgabe erfolgt bei Luftlecks, wobei es keine Rolle spielt, ob die Außenwand 4 oder die Innenwand 3 oberhalb des Flüssigkeitsspiegels in den Behältern 1 leck werden.
Tritt unterhalb des Flüssigkeitsspiegels beispielsweise in der Innenwand 3 eines der Behälter 1 ein Leck auf, gelangt infolge des Vakuums Flüssigkeit in den Kontrollraum 5. Diese Flüssigkeit wird von der Vakuumpumpe des Leckanzeigegerätes 12 durch die Ansaugleitung 7 und den durchsichtigen Leitungsabschnitt 16 über die zugeordnete Flüssigkeitssperre 11 und die Saugleitung 9 in die Sammel-Saugleitung 10 bis zu der Flüssigkeitssperre 13 gesaugt, die durch die Leckflüssigkeit geschlossen wird. Damit keine Flüssigkeit aus dem leckgeschlagenen Behälter 1 in die nicht defekten Behälter 1 gelangt, schließen die diesen zugehörigen Flüssigkeitssperren 11. Das noch bestehende Vakuum im Kontrollraum 5 des leckgeschlagenen Behälters 1 zieht immer mehr Flüssigkeit in denselben, so daß das Vakuum in dem Kontrollraum 5 des Behälters 1 stetig abgebaut wird. Die Vakuumpumpe des Leckanzeigegerätes 12 bleibt eingeschaltet, kann aber nicht mehr evakuieren. Nach kurzer Zeit ist das Vakuum in der Meßleitung 14 so weit gefallen, daß über den Druckschalter des Leckanzeigegerätes 12 Alarm ausgelöst wird. Durch die in den durchsichtigen Leitungsabschnitt 16 eingetretene Leckflüssigkeit kann festgestellt werden, in welchem Behälter 1 der Behälteranlage 2 das Leck aufgetreten ist.
Bezugszeichen
1
Einzelbehälter von
2
2
Behälteranlage
3
Innenwand von
1
4
Außenwand von
1
5
Kontrollraum zwischen
3
und
4
6
Saugleitungsanschluß an
1
7
Ansaugleitung in
5
8
Behältersohle
9
Saugleitungen
10
Sammel-Saugleitung
11
Flüssigkeitssperren zwischen
6
und
9
12
Leckanzeigegerät
13
Flüssigkeitssperre in
10
14
Meßleitung
15
Druckausgleichsgefäß
16
durchscheinender oder durchsichtiger Leitungsabschnitt
17
Prüfanschluß an
1

Claims (6)

1. Leckanzeigeeinrichtung für doppelwandige Rohrleitungssysteme und Behälteranlagen, insbesondere für Tankbatterien für Heizöl, aus mehreren doppelwandigen, mit jeweils einem Kontrollraum ausgestatteten Einzelbehältern bzw. Rohrleitungssegmenten, mit einem Leckanzeigegerät, das mit einer Vakuumpumpe und einer druckabhängigen Schaltvorrichtung zur Steuerung der Vakuumpumpe sowie einer aus einer optischen und/oder akustischen Anzeige bestehenden Alarmeinrichtung zur gleichzeitigen und kontinuierlichen Überwachung mehrerer Behälter bzw. Rohrleitungssegmente ausgerüstet ist, wobei jeder Behälter bzw. jedes Rohrleitungssegment einen Saugleitungsanschluß für den Kontrollraum aufweist und vor dem Saugleitungsanschluß eine Flüssigkeitssperre eingebaut ist, ferner mit einer Parallelverbindung der Kontrollräume sämtlicher Einzelbehälter der Behälterbatterie bzw. Rohrleitungssegmente des Rohrleitungssystems durch einen Zusammenschluß von einzelnen Saugleitungen sämtlicher Einzelbehälter bzw. Rohrleitungssegmente zu einer Sammel-Saugleitung, gekennzeichnet durch eine Flüssigkeitssperre (13) in der Sammel-Saugleitung (10) zur Vakuumpumpe des Leckanzeigegerätes (12), eine an der Sammel-Saugleitung (10) abgreifende Meßleitung (14), und eine Anordnung der Flüssigkeitssperren (11) vor dem Saugleitungsanschluß (6), die im Alarmfall ein Eindringen von Heizöl aus einem leckgeschlagenen Einzelbehälter (1) bzw. Rohrleitungssegment in die Kontrollräume (5) eines oder mehrerer nicht defekter Einzelbehälter (1) bzw. Rohrleitungssegmente verhindern.
2. Leckanzeigeeinrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch jeweils einen Prüfanschluß (17) an den Einzelbehältern (1) bzw. Rohrleitungssegmenten zur Durchführung eines Testalarms.
3. Leckanzeigeeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen durchscheinenden oder durchsichtigen Leitungsabschnitt (16) zwischen den Saugleitungsanschlüssen (6) der Einzelbehälter (1) bzw. Rohrleitungssegmente und der Flüssigkeitssperren (11) in den Saugleitungen (9) zur Sichtkontrolle bei Auftreten eines Flüssigkeitslecks.
4. Leckanzeigeeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß vor den Flüssigkeitssperren (11) in den Saugleitungen (9) bzw. der Sammel-Saugleitung (10) ein Sensor zur Erkennung auftretender Flüssigkeit vorgesehen ist.
5. Leckanzeigeeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch eine von dem Saugleitungsanschluß (6) durch den Kontrollraum (5) zur Behältersohle (8) führende Ansaugleitung (7).
6. Leckanzeigeeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch ein in der Meßleitung (14) zum Leckanzeigegerät (12) angeordnetes Druckausgleichsgefäß (15).
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