DE1000112C2 - Schaltungsanordnung zum Aufladen eines einseitig an Masse liegenden Kondensators, insbesondere eines Zuendkondensators eines Blitzroehrengeraetes - Google Patents

Schaltungsanordnung zum Aufladen eines einseitig an Masse liegenden Kondensators, insbesondere eines Zuendkondensators eines Blitzroehrengeraetes

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DE1000112C2
DE1000112C2 DE1955M0029154 DEM0029154A DE1000112C2 DE 1000112 C2 DE1000112 C2 DE 1000112C2 DE 1955M0029154 DE1955M0029154 DE 1955M0029154 DE M0029154 A DEM0029154 A DE M0029154A DE 1000112 C2 DE1000112 C2 DE 1000112C2
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Dipl-Phys Dr Claus Adolf Busse
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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B41/00Circuit arrangements or apparatus for igniting or operating discharge lamps
    • H05B41/14Circuit arrangements
    • H05B41/30Circuit arrangements in which the lamp is fed by pulses, e.g. flash lamp
    • H05B41/32Circuit arrangements in which the lamp is fed by pulses, e.g. flash lamp for single flash operation

Landscapes

  • Rectifiers (AREA)
  • Discharge-Lamp Control Circuits And Pulse- Feed Circuits (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT 1000112
INTERNATIONALE KL.
HOIj; H 02 m
ANMELDETAG: 24. DEZEMBER 1955
BEKANNTMACHUNG DER ANMELDUNG UND AUSGABE DER AUSLEGESCHRIFT:
AUSGABE DER PATENTSCHRIFT:
3. JANUAR 1957
13. JUNI1957
stimmt Oberein mit auslegeschrift
1 000 112 (M 29154 VIH c/21 f)
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zum Aufladen eines einseitig an Masse liegenden Kondensators, bei welcher der Kondensator über einen Spannungsteiler aufgeladen wird, an dem eine aus einem Wechselstromnetz mittels Spannungsverdopplerschaltung entnommene Gleichspannung anliegt.
Die Erfindung geht vor allen Dingen von der Aufgabe aus, die Spannung des Zündkondensators von netzbetriebenen Elektronenblitzgeräten bei allen Bedingungen konstant zu halten. Bei Elektronenblitzgeräten wird häufig eine Spannungsverdopplerscha1 rung angewandt, um die für den Betrieb der Blitzröhre erforderliche relativ hohe Gleichspannung zu erzeugen. Die mit der Spannungsverdopplerschaltung erzeugte hohe Gleichspannung lädt einen Speieherkondensator auf, welcher parallel zur Blitzröhre liegt und sich beim Blitzen über diese entlädt. Die Blitzröhre wird üblicherweise mit Hilfe einesr zusätzlichen Zündelektrode gezündet, welche durch, einen beim Entladen eines Zündkondensators auftretenden Stromstoß auf eine hohe, zum Zünden der Blitzröhre ausreichende Spannung gebracht wird.. Das Entladen des Zündkondensators erfolgt über einen im Kameragehäuse angeordneten und mit dem Kameraverschluß betätigten Kontakt. Es liegt dabei stets ein Pol des Zündkondensators an Masse, nämlich am Kameragehäuse. Die Aufladung des Zündkomdensators erfolgt über einen .Spannungsteiler, welcher parallel zum Speicherkondensator liegt.
Es tritt bei diesen Anordnungen die Schwierigkeit auf, daß sich der Widerstand zwischen Erde und Kamera und damit auch zwischen dem an Masse liegenden Pol des Zündkondensators je nach den gegebenen Verhältnissen ändert. Infolgedessen wird der Zündr ■kondensator auf unterschiedliche Spannungen aufgeladen, was einerseits zu einer Unsicherheit in der Zündung des Blitzes, andererseits aber auch zu einer Beschädigung der Kamerakontakte führen kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese eben geschilderten Schwierigkeiten der bekannten Anordnung zu vermeiden und zu erreichen, daß die Zündspannung bei allen Erdüngsvierhältnissen einen bestimmten, genau definierten Wert behält.
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß das Wechselstromnetz keine Gleichspannung gegen Erde aufweist. Es werden daher bei einer Schaltungsanordnung zum Auffladen eines einseitig an Masse liegenden Kondensators, bei welcher der Kondensator über einen Spannungsteiler aufgeladen wird, an dem eine aus einem Wechselstromnetz mittels Spannungsverdopplerschaltung entnommene Gleichspannung anliegt, insbesondere bei einer derartigen Anordnung zum Aufladen des Zündkondensators eines Blitzröhrengerätes erfin-Schaltungsanordnung zum Aufladen eines einseitig an Masse liegenden Kondensators, insbesondere eines Zündkondensators eines
Blitzröhrengerätes
Patentiert für:
Flora Mannesmann, geb. NesÜer,
undHedda Mannesmann,
Westhoven über Porz/Rhein
Dipl.-Phys. Dr. Claus Adolf Busse, Porz/Rhein,
ist als Erfinder genannt worden
dungsgemäiß die Schaltungselemente so bemessen, daß der an Masse liegende Pol des Kondensators gleichspannungsmäßig auf Netzpotential liegt; dann hat er auch keine Gleichspannung gegen Erde. Infolgedessen wird dann der Zündkpndensator stets auf die gleiche Spannung aufgeladen, unabhängig davon, wie groß der Widerstand zwischen Kameragehäuse und Erde ist. Bei einer Delonschaltong muß -dazu der Spannungsteiler so bemessen werden, daiß der an Masse liegende Pol des Kondensators mit der elektrischen Mitte des Spannungsteilers verbunden ist.
Unabhängig von der wirksamen Gleichspannung fließt jedoch im allgemeinen noch ein Wechselstrom vom Netz über Spannungsteiler und Kameragehäuse zur Erde. Um ein Elektrisieren zu vermeiden, wird der Spannungsteiler möglichst hochobmig gemacht. Dies hat natürlich den Nachteil, daß damit die. Auf ladezeit des Zündkondensators vergrößert wiird. In weiterer Ausbildung der Erfindung wird daher in den Teil der Widerstandskette des ■ Spannungsteilers, an welchem der Zündkondensator anliegt, eine Glimmlampe eingeschaltet, welche zündet, sobald der Zündkondensator seine Betriebsspannung erreicht hat. Solange diese Glimmlampe noch nicht gezündet hat, ist ihr Widerstand unendlich groß. Der Zündkondensator wird also mit der vollen, von der Spannungsverdoppleranordnung gelieferten Spannung aufgeladen, und erst dann, wenn er seine Betriebsspannung erreicht hat, , zündet die Glimmlampe und hält ihn auf dieser Spannung. Die Schaltungselemente sind dabei natürlich so zu bemessen, daß bei gezündeter Glimmlampe wieder der Massepunkt an der Mitte des Spannungsteilers liegt. Auf Grund der bei dieser Anordnung erzielten
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höheiren Ladespannung kann man nun die Aufladung des Kondensators über hochohmige Widerstände vornehmen und damit die Gefahr eines Elektrisierens verhindern.
Die Erfindung ist hier der Einfachheit und des besseren Verständnisses halber an Hand der Verhältnisse bei Elektronenblitzgeräten geschildert. Es ist jedoch durchaus denkbar, daß die geschilderten Probleme auch in anderem Zusammenhang, z. B. beim Zünden von Sprengstoffen, eine Rolle spielen. Die Erfindung ist natürlich auch dann in gleicher Weise anwendbar.
Im folgenden ist die Erfindung an zwei in den Abbildungen dargestellten Ausführungsbeispielen erläutert.
Abb. ι zeigt in vereinfachter Darstellung die Schaltung eines Elektronenblitzgerätes mit der einfachsten Form der erfindungsgemäißen Auf lade anordnung für den Zündkondensator; .
Abb. 2 zeigt eine Aufladeanordnung, bei welcher der Spannungsteiler von zwei hochohmigen Widerständen und einer Glimmlampe gebildet wird;
Abb. 3 zeigt schematisch eine Gegenüberstellung des zeitlichen Verlaufs der am Kondensator anliegenden Spannung für die Anordnung nach Abb. ι und für die nach Abb. 2.
In Abb-, ι sind mit i' und i" die beiden Pole eines Wechselstromnetzes. bezeichnet. Mit Hilfe einer aus je einem Kondensator 2 und 3 und je einem Gleichrichter 4 und 5 bestehenden Spannungsverdopplersehaltung nach De lon wird' zwischen den äußeren Polen 6', 6" der Spannungsverdopplerkondensatoren 2, 3 eine Gleichspannung U0 erzeugt, welche gleich dem Doppelten der Wechselspannungsamplitude ist. DieseGleichspannung lädt einen Speicherkondensator 7 auf, welcher sich beim Zünden einer Blitzröhre 8 über diese entlädt. Die Zündung erfolgt in der Weise, daß ein mit dem Verschluß einer hier nicht dargestellten Kamera gekuppelter Zündkontakt 9 schließt und1 sich dabei ein Zündkondensator über die Primärwicklung eines Zündtransformators r ι entlädt, an dessen Sekundärwicklung eine Zündelektrode 1 : 2 liegt.
Der Zündkondensator 10 liegt einseitig an Masse und über einen unbekannten und veränderlichen Erdungswiderstand Re an Erde. Er wird über einen von den Widerständen R1, R2 und R3 gebildeten Spannungsteiler aufgeladen, an welchem ebenfalls die durch die Spanmungsverdoppleirschaltung gewonnene Gleichspannung anliegt. Der Zündkondensator liegt an dem mittleren Widerstand R2. Die Widerstände R1, R2 und R3 sind so bemessen, daß R1 + R2 = R3 ist. Es läßt sich zeigen, daß in diesem Falle die an R2 abfallende Spannung U1, auf welche sich der Kondensator 10 auflädt, unabhängig von dem vorhandenen Erdlungewiderstand Re wird.
In Abb. 2 sind gleiche Teile wieder mit dem gleichen Bezugszeichen wie in Abb. 1 bezeichnet. Es wird wieder aus einem Wechselstromnetz 1', 1" mittels einer Spannungsverdopplerschaltung 2, 3, 4, 5 nach Del on zwischen den Punkten 6' und 6" eine Spannung U0 erzeugt, welche — durch Steckbuchsen 13', 13" angedeutet — irgendwelchen Zwecken dienen möge. Man kann sich auch · hier wieder eine Blitzgerätanordnung wie in Abb. ι vorstellen. Ein Kondensator io, welcher wieder einseitig über einen unbekannten und veränderlichen Erdungswiderstand Re an Erde liegt, wird über einen Spannungsteiler aufgeladen, welcher in diesem Falle von zwei Widerständen R1 und R2 und einer dazwischenliegenden Glimmlampe 14 gebildet wird. In Reihe mit dem Kondensator 10 liegen zwei Stabilisieiruingswiderstände R1, R5. Die Glimmlampe hat zunächst, ehe sie zündet, den Widerstand 00, so daß der Kondensator zunächst mit der vollen Spannung CZ0 aufgeladen wird. Die Spannung am Kondensator verläuft dann etwa nach der Kurve 15 in Abb. 3. Beim Erreichen der Zündspannung U1 der Glimmlampe knickt die Spannungskurve um. Der Kondensator bleibt dann auf der Spannung - CZ1. Die Aufladezeit T ist wesentlich geringer als diejenige, T', welche man unter der Voraussetzung gleicher Widerstände R1, R2 mit der Anordnung gemäß Abb. 1 erhalten würde. Man kann jedoch, was mit Rücksicht auf die fließenden Wechselströme häufig zweckmäßig ist, statt dessen auch bei gleicher Aufladezeit die Widerstände R1, R3 vergrößern. Nach dem Zünden der Glimmlampe besteht wieder die Beziehung R1 + Widerstand der Glimmlampe = R2', wenn .man aus Zündspannung und Stromstärke einen Widerstand der Glimmlampe definiert.

Claims (5)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Schaltungsanordnung zum Aufladen eines einseitig an Masse liegenden Kondensators., bei welcher der Kondensator über einen Spannungsteiler aufgeladen wird, an dem eine aus einem Wechselstromnetz .mittels Spannungsverdopplerschaltung -entnommene Gleichspannung anliegt, insbesondere zum Aufladen des Zündkondensators eines Blitzröhrengerätes., dadurch gekennzeichnet,, daß die Schaltungselemente so bemessen werden, daß der an Masse liegende Pol des Kondensators gleichspannungsmäßig auf Netzpotential liegt.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 mit einer Delonschaltung, dadurch gekennzeichnet, daß der an Masse liegende Pol des aufzuladenden Kondensators mit der elektrischen Mitte des Spannungsteilers verbunden ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in den Teil der Widerstandskette des Spannungsteilers, an. welchem der Zündkondensator anliegt, eine Glimmlampeeingeschaltet ist, welche zündet, sobald der Zündkondensator seine Betriebsspannung erreicht hat.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in Reihe mit dem auf- zuladenden Kondensator ein Stabilisierungswiderstand liegt.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufladung des Kondensators über hochohmige Widerstände erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
® 609 739 12. 56 (709 545/315 6. 57)
DE1955M0029154 1955-12-24 1955-12-24 Schaltungsanordnung zum Aufladen eines einseitig an Masse liegenden Kondensators, insbesondere eines Zuendkondensators eines Blitzroehrengeraetes Expired DE1000112C2 (de)

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