CH703947B1 - Verfahren und Vorrichtung zur Homo- oder Copolymerisation von Produkten. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Homo- oder Copolymerisation von Produkten. Download PDF

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Abstract

Bei einem Verfahren zur Homo- oder Copolymerisation von Produkten, wie Thermoplasten und Elastomeren, vorzugsweise aus zumindest einem Monomer in einer Emulsion oder Suspension in einem Reaktor und in Gegenwart von zumindest einem Katalysator, Additiv und/oder Inhibitor, sollen Monomer, Katalysator, Additiv und/oder Inhibitor (Reaktionsgemisch) kontinuierlich einem Vertikalreaktor zugegeben und das reagierte Produkt kontinuierlich aus dem Vertikalreaktor abgezogen werden.

Description

[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Homo- oder Copolymerisation von Produkten, wie Thermoplasten und Elastomeren, vorzugsweise aus zumindest einem Monomer in einer Emulsion oder Suspension in einem Reaktor und in Gegenwart von zumindest einem Katalysator, Additiv und/oder Inhibitor, sowie eine Vorrichtung hierfür.
Stand der Technik
[0002] Ein beträchtlicher Teil von Polymerisationsreaktionen werden kommerziell als «Slurry or Solution Process» in einem oder mehreren hintereinander geschalteten kontinuierlich betriebenen Rührkesselreaktoren durchgeführt, sog. «CSTR» = continuous stirred tank reactors. Diese Rührkesselreaktoren haben die Aufgabe, die Monomere, die Katalysatoren und Initiatoren in einem Lösemittel bei genau definierten Prozessbedingungen, wie Temperatur und Druck, möglichst homogen zu verteilen, damit die Reaktion kontrolliert abläuft, eine gleichmässige Produktqualität mit der gewünschten Molmasse entsteht und ausserdem die Reaktionswärme beherrscht wird.
[0003] Die Problematik dieser Rührkesselreaktoren besteht darin, dass nur Produkte mit einer niedrigen scheinbaren Viskosität verarbeitet werden können. Bei steigender Konzentration des Polymers im Lösemittel steigt die scheinbare Viskosität der Reaktionsmasse derart an, dass der Rührer schliesslich keine ausreichende konvektive Strömung mehr erzeugen kann. Die Folge davon ist eine inhomogene Verteilung der Monomere. Dies führt zu Klumpenbildung, schlechter Molmassenverteilung, Anbackungen, örtlichen Überhitzungen bis hin zum unkontrollierbaren Reaktionsablauf des ganzen Reaktorinhalts.
[0004] Ein weiteres Problem von Rührkesselreaktoren ist bei einzelnen Produkten die Schaumbildung, welche bei den Dampfabzügen zu Verstopfungen führen kann.
[0005] In konventionellen Rührkesselreaktoren ist eine Pfropfenströmung nicht oder ungenügend realisierbar. Theoretisch kann dies durch mehrere hintereinandergeschaltete, kontinuierlich betriebene Rührkesselreaktoren erzeugt werden. In der Praxis stösst dies jedoch bezüglich Stufenzahl, Reaktorgrösse und erforderlicher Peripherie an wirtschaftliche Grenzen.
[0006] Die genannten Prozessgefahren führen nun dazu, dass bei Rührkesselreaktoren mit einem grossen Überschuss an Lösemittel bis zu ca. 90% der Reaktionsmasse, bei Bulkpolymerisationen aber nur Umsätze von weniger als 50% erzielt werden können.
Aufgabe
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren und eine entsprechende Vorrichtung zu finden, die es erlauben, langsame (Co-)Polymerisations-Reaktionen (Verweilzeit bis zu mehreren Stunden) durchführen zu können.
Lösung der Aufgabe
[0008] Zur Lösung der Aufgabe führt, dass Monomer, Katalysator, Additive und/oder Inhibitor (Reaktionsgemisch) kontinuierlich einem Vertikalreaktor zugegeben werden und das reagierte Produkt kontinuierlich aus dem Vertikalreaktor abgezogen wird.
[0009] Erfindungsgemäss wird der Vertikalreaktor vollständig gefüllt. Das heisst, es findet eine intensive, totraumfreie, radiale Durchmischung im gesamten produktgefüllten Volumenraum statt, und dies auch bei strukturviskosen Produktverhalten.
[0010] Der Vertikalreaktor wird bevorzugt in einzelne Stauräume aufgeteilt. D.h., das Reaktionsgemisch wird in diesen Stauräumen gestaut und intensiv behandelt und durchmischt. Dabei wird das Reaktionsgemisch tangential, radial und/oder schraubenlinienförmig bewegt. Hierzu sind entsprechende Mischbarren und Scheiben an einer Hohlwelle vorgesehen, welche sich in den Stauräumen bewegen. Scheiben und Mischbarren sind an entsprechenden Rührwellen angeordnet. Dabei soll die Mischintensität unabhängig vom Durchsatz über die Drehzahl der Rührwelle einstellbar sein.
[0011] Die Reaktorinnenwände können mit Einbauten (Schikanen) versehen sein, in welche die Mischbarren beim Betrieb derart eingreifen, dass bei einer Umdrehung der Hohlwelle ein oder mehrere sich verengende Spalten mit Abrisskanten entstehen.
[0012] Die Heizeinrichtung zur Erzeugung der erforderlichen Umsetzungstemperatur im Reaktor kann in der Hohlwelle und/oder im Gehäuse untergebracht sein und z.B. durch eine indirekte Durchströmung mit auf die gewünschte Temperatur temperiertem Wärmeträger, z.B. Thermalöl, erfolgen. Die Einströmung des Wärmeträgers in die Hohlwelle erfolgt in einer bevorzugten Ausführungsform im Wesentlichen tangential. Der Heizmantel des Reaktors ist in einer bevorzugten Ausführungsform in mehrere Bereiche aufgeteilt.
[0013] Alle, sowohl die dynamischen als auch die statischen Misch- und Knetelemente sind selbstreinigend, randgängig und vermeiden durch ihre Anordnung und Ausformung tote, ungemischte Zonen. Dabei kann die Geometrie der Rührwellen mit Schreiben und Barren über die Reaktorhöhe unterschiedlich ausgestaltet sein. Hierdurch kann unterschiedlichen Produkten Rechnung getragen werden. Die Partikelgrösse und die Durchmischung wird so anhand der Produkteigenschaften optimiert.
[0014] Die heiz- bzw. kühlbare Rührwelle mit ihren Scheiben und Mischbarren rotiert konzentrisch in einem zylindrischen Gehäuse, das in gleichen axialen Abständen, wie die Welle, durch statische Scheiben gekammert ist. Diese statischen Stauringe bilden oben erwähnte Staukammern aus.
[0015] Bevorzugt tragen die statischen Scheiben auch Gegenbarren, in welchen die Mischbarren an den Schreiben bzw. an der Rührwelle so eingreifen, dass sich zwischen den statischen und rotierenden Scheiben quasi ideal durchmischte Reaktionskammern ergeben, die nacheinander von oben nach unten oder von unten nach oben durchströmt werden.
[0016] Zwischen den rotierenden Scheiben und der Innenwand des Gehäuses und auch zwischen den statischen Stauringen und der Welle ergeben sich Ringspalte, die so bemessen sind, dass einerseits der gesamte Druckverlust für das Durchpumpen des Reaktionsgemisches durch die produktgefüllten Staukammern nicht zu hoch wird und andererseits die Rückmischung über die Ringspalte gering bleibt.
[0017] In den Vertikalreaktoren sollen erfindungsgemäss grosse selbstreinigende bzw. selbstgereinigte Wärmeübertragungsflächen vorhanden sein. Diese erlauben eine genaue Temperaturführung auch bei stark exothermen Prozessen, was für temperaturempfindliche Produkte und zur Unterdrückung unerwünschter Nebenreaktionen wichtig ist. Dabei ist zum einen vorgesehen, dass das Gehäuse des Vertikalreaktors doppelwandig ausgebildet ist, so dass in ihm ein Wärmetauschermedium geführt werden kann. Ebenso sollte die Rührwelle einen axialen Hohlraum besitzen; ggf. können auch noch andere Elemente wie Scheiben oder Barren oder sogar die Stauringe mit Hohlräumen zum Führen eines Wärmetauschermediums versehen werden. Diese grossen, selbstreinigenden Wärmeübertrager-Flächen erlauben eine genaue Temperaturführung auch bei stark exothermen Prozessen, was wiederum wichtig für temperaturempfindliche Produkte und Unterdrückung von unerwünschten Nebenreaktionen ist. Es wird ein hohes Verhältnis an Wärmetauscherflächen zu Reaktorvolumen angestrebt. Dabei soll es auch möglich sein, in der Höhe den Vertikalreaktor in unterschiedliche Heizzonen zu unterteilen, um exakte Temperaturprofile aufzuprägen.
[0018] Der vertikal stehende Reaktor besteht bevorzugt aus mehreren Teilen, die zusammengeschweisst sind. Beispielsweise kann er aus zwei Halbschalen bestehen. Die Ausführung aus zwei Halbschalen ermöglicht auch eine Demontage zu Reinigungs- und Wartungszwecken.
[0019] Die Rührwelle selbst wird ein- oder beidseitig gelagert und entsprechend angetrieben. Die Wellenabdichtung erfolgt dabei durch eine doppelte Gleitringdichtung mit einer Labyrinth-Vorabdichtung.
[0020] Dem Vertikalreaktor ist für die Zugabe der einzelnen Komponente zumindest eine Dosiereinrichtung vorgeschaltet. Die Dosiereinrichtungen werden an die Eigenschaften der zu fördernden Komponenten angepasst. Die Stoffströme sind durch ein Mess- und Steuersystem hinsichtlich der Massenverhältnisse aufeinander und hinsichtlich der Gesamtmasse auf die erforderliche Verweilzeit im Reaktor abgestimmt. Ein oder mehrere Stoffströme können vorgewärmt sein. Dazu kann ggf. die Abwärme des Reaktors verwendet werden.
[0021] Durch die erfindungsgemässe Ausgestaltung erhält man in dem Vertikalreaktor eine ausgeprägte Pfropfenströmung mit enger Verweilzeitverteilung. Es wird eine gute, radiale Durchmischung des Reaktionsgemisches über die gesamte Reaktionszeit gewährleistet und Toträume im Reaktionsraum vermieden. Es findet eine kontinuierliche Selbstreinigung der benetzten Oberflächen statt. Es wird eine langsame Reaktion trotz grosser Umsätze bei gleichbleibender Qualität erlaubt und eine Schaumbildung weitgehend vermieden. Die entstehende Reaktionswärme und dissipierte bzw. mechanische Mischenergie kann sehr leicht mittels der grossen spezifischen Wärmeübertrager-Flächen abgeführt werden.
[0022] Die Mischintensität ist unabhängig vom Durchsatz über die Drehzahl der Rührwelle einstellbar. Der Vertikalreaktor bietet ein grosses Nutzvolumen und eine sehr enge Verweilzeitverteilung bei Produktviskositäten bis 10<3> Pas, typische mittlere Verweilzeiten reichen von einigen Minuten bis zu mehreren Stunden (Bo-Zahl bis 60). Ein Betrieb ist unter Vakuum und unter Druck möglich. Insbesondere der Druck im Vertikalreaktor wird mittels eines Inertisierungsmittels oder eines Regelventils auf einen bestimmten Wert geregelt.
[0023] Die Möglichkeit langer Verweilzeiten bei kontinuierlichem Betrieb mit grossen selbstreinigenden Wärmetauscher-Flächen zu kombinieren und die Mischintensität unabhängig vom Durchsatz optimieren zu können, macht den Vertikalreaktor besonders geeignet für Polymerisationsreaktionen (Suspensions-(Co-)Polymerisation, Emulsions-Polymerisation, radikalische Polymerisation etc.) im Viskositätsbereich 10<-><2>bis 10<3> Pas.
[0024] Weitere Prozesse, in den dieser Vertikalreaktor eingesetzt werden kann, sind kontinuierliches Mischen, Heizen (Kühlen), Reagieren von flüssigen Stoffen, z.B. Neutralisationsreaktionen, Veresterungsreaktionen, Hydrolyse-/Verseifungsreaktionen, Suspensionspolymerisationen Lösereaktionen mit dem Ziel, Polymere, Harze etc. durch Rückreaktion wieder in die Monomere aufzuspalten, Fest/Flüssigkeitsreaktionen, wobei der Feststoff in feindisperser/suspendierter Form vorliegt. Abkühlen von Öl-/Fettmassen vom flüssigen bis zum teigigen Zustand, mehrstufige Reaktionen im flüssig/viskosen Bereich, insbesondere solche mit starken Wärmetönungen.
[0025] Beispielsweise soll nur erwähnt werden die Herstellung von Pre-Polymer für Epoxy-Harz (Diglycidylether vom Bisphenol A), Pre-Polymer für Polyimid (Pyromellithsäuredianhydrid (PMDA)+-Diamin), Polymerisation von Polydimetylsiloxan (Decamethylcyclopentasiloxan) und freie radikalische Polymerisation von acrylischen Monomeren.
[0026] Zu beachten ist, dass keine freien gasförmigen Reaktionspartner beteiligt sein dürfen.
Figurenbeschreibung
[0027] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt in <tb>Fig. 1<sep>eine blockschaltbildliche Darstellung einer erfindungsgemässen Vorrichtung zur Homo- oder Copolymerisation von Produkten in zwei Reaktoren; <tb>Fig. 2<sep>einen blockschaltbildlich dargestellten Längsschnitt durch einen erfindungsgemässen Vertikalreaktor; <tb>Fig. 3<sep>einen vergrössert dargestellten Ausschnitt aus dem Längsschnitt des Vertikalreaktors gemäss Fig. 2.
[0028] Gemäss Fig. 1 findet eine erfindungsgemässe Homo- oder Copolymerisation von Produkten in zwei aufeinanderfolgenden Vertikalreaktoren 1.1 und 1.2 statt. Die Vertikalreaktoren 1.1 und 1.2 sind durch eine Verbindungsleitung 2 miteinander verbunden.
[0029] In den Vertikalreaktor 1.1 wird über eine Zuleitung 3 ein Monomer aus einem Speicher 4 eingeführt. Desgleichen erfolgt eine Zugabe eines Additivs über die Zuleitung 5 und – etwas in der Höhe versetzt – auch eine Zuleitung 6 von Initiatoren bzw. Katalysatoren.
[0030] In dem Vertikalreaktor 1 findet eine Polymerisation statt, wobei das entsprechende reagierte Produkt über die Verbindungsleitung 2 in den Vertikalreaktor 1.2 geführt wird. Dort kann bspw. eine Copolymerisation oder Aufpropfpolymerisation stattfinden, indem der Vertikalreaktor 1.2 mit einem unterschiedlichen Monomer beschickt und/oder mit unterschiedlichen Reaktionsbedingungen betrieben und/oder die Molmasseverteilung im Polymer beeinflusst wird. Das entsprechende Produkt, d.h. das Polymer, wird über eine Austragsleitung 7 in einen Transportbehälter 8 ausgetragen.
[0031] Gemäss den Fig. 2 und 3 weist jeder Vertikalreaktor 1.1 bzw. 1.2 ein zylindrisches Gehäuse 9 auf, welches doppelwandig ausgebildet ist. Es besteht aus einer Innenwand 10 und einer Aussenwand 11, die zwischen sich einen Ringraum 12 ausbilden. Dieser Ringraum 12 kann über eine absperrbare Zuleitung 13 mit einem Wärmetauschermedium gefüllt werden.
[0032] In dem Gehäuse 9 befindet sich eine Rührwelle 14, welche ebenfalls hohl ausgebildet ist. In die Rührwelle 14 kann über eine Zuleitung 15 und ein entsprechendes Ventil 16 ein Wärmetauschermedium eingefüllt werden. Dieses Wärmtauschermedium wird dann über eine Ableitung 17 abgezogen.
[0033] Die Rührwelle wird im Übrigen durch ein Getriebe 18 und einen entsprechenden Motor 19 in Drehbewegung versetzt. Dem Motor 19 ist eine Steuerung 20 zugeordnet.
[0034] An der Rührwelle 14 befinden sich beabstandet voneinander Scheiben 21, deren Aussenumfang zumindest teilweise mit Mischbarren 22 besetzt ist. Die Scheiben 21 und die Mischbarren 22 drehen in Stauräumen 23, welche von beabstandeten Stauringen 24 gebildet werden. Von diesen Stauringen 24 können nahe der Rührwelle 14 nach beiden Seiten hin Haken 25 abragen, welche mit den Mischbarren 22 zusammenwirken bzw. mit den Mischbaren 22 in Eingriff stehen.
[0035] Die Funktionsweise der vorliegenden Erfindung ist folgende:
[0036] Ein Monomer wird aus dem Speicher 4 über eine motorbetriebene Pumpe 26 im oberen Bereich des Vertikalreaktors 1.1/1.2 in diese eingepumpt. Ebenfalls wird dem oberen Bereich des Vertikalreaktors 1.1/1.2 ein Katalysator aus einem Speicher 27 über eine motorbetriebene Pumpe 28 zugeführt.
[0037] In dem nachfolgenden Stauraum 23 wird dem Reaktionsgemisch über eine weitere motorbetriebene Pumpe 29 ein Additiv aus einem Speicher 30 zugegeben.
[0038] Dieses Reaktionsgemisch wandert nun von Stauraum zu Stauraum nach unten entlang der Rührwelle 14, wobei es, wie insbesondere in Fig. 3 ersichtlich ist, durch die Ringspalte 31 in einen nachfolgenden Stauraum gelangen muss, dort intensiv, wie durch die Pfeile angedeutet, gegenläufig vermischt wird, dabei auch den Aussenumfang der Scheibe 21 zwischen dieser und der Innenwand 10 des Gehäuses 9 überwinden muss, wobei eine intensive tangentiale und auch radiale Durchmischung des Reaktionsgemisches durch die Mischbarren 22 stattfindet. Diese Mischbarren 22 werden dann noch im Zusammenwirken mit den Haken 25 gereinigt, wobei allerdings die Mischbarren 22 auch eine Innenreinigung der Gehäuseinnenwand 10 durchführen. Über die gesamte Länge des Vertikalreaktors 1.1/1.2 findet eine Temperaturkontrolle 32.1 bis 32.3 statt.
[0039] In der letzten Mischkammer wird dem Reaktionsgemisch über eine motorbetriebene Pumpe 32 aus einem Speicher 33 noch zumindest ein Inhibitor zugeführt.
[0040] Das durch die Reaktion im Vertikalreaktor 1.1/1.2 entstandene Polymer wird mit Unterstützung eines entsprechenden Drucksystems 34 durch die Austragsleitung 7 ausgetragen.
Bezugszeichenliste
[0041] <tb>1<sep>Vertikalreaktor <tb>2<sep>Verbindungsleitung <tb>3<sep>Zuleitung <tb>4<sep>Speicher <tb>5<sep>Zuleitung Additiv <tb>6<sep>Zuleitung Katalysator <tb>7<sep>Austragsleitung <tb>8<sep>Transportbehälter <tb>9<sep>Gehäuse <tb>10<sep>Innenwand <tb>11<sep>Aussenwand <tb>12<sep>Ringraum <tb>13<sep>Zuleitung <tb>14<sep>Rührwelle <tb>15<sep>Zuleitung <tb>16<sep>Ventil <tb>17<sep>Ableitung <tb>18<sep>Getriebe <tb>19<sep>Motor <tb>20<sep>Steuerung <tb>21<sep>Scheiben <tb>22<sep>Mischbarren <tb>23<sep>Stauraum <tb>24<sep>Stauring <tb>25<sep>Haken <tb>26<sep>Pumpe <tb>27<sep>Speicher <tb>28<sep>Pumpe <tb>29<sep>Pumpe <tb>30<sep>Speicher (Additiv) <tb>31<sep>Ringspalte <tb>32<sep>Pumpe <tb>33<sep>Speicher <tb>34<sep>Drucksystem

Claims (25)

1. Verfahren zur Homo- oder Copolymerisation von Monomeren, wie Thermoplasten und Elastomeren, vorzugsweise von zumindest einem Monomer in einer Emulsion oder Suspension in einem Reaktor (1.1, 1.2) und in Gegenwart von zumindest einem Katalysator, Additiv und/oder Inhibitor, dadurch gekennzeichnet, dass Monomer, Katalysator, Additiv und/oder Inhibitor, d.h. das Reaktionsgemisch, kontinuierlich mindestens einem Vertikalreaktor (1.1, 1.2) zugegeben werden und das reagierte Produkt kontinuierlich aus dem mindestens einen Vertikalreaktor (1.1, 1.2) abgezogen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Reaktionsgemisch in einzelnen vertikalen Zonen (23) des mindestens einen Vertikalreaktors (1.1, 1.2) gestaut wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Reaktionsgemisch in dem mindestens einen Vertikalreaktor (1.1, 1.2) tangential, radial und/oder schraubenlinienförmig bewegt und dabei vermischt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Katalysator, Additiv und/oder Inhibitor verteilt über die Höhe des mindestens einen Vertikalreaktors (1.1, 1.2) und/oder in unterschiedlichen Höhen des mindestens eines Vertikalreaktors (1.1, 1.2) in diesen eingeführt werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine bei der Reaktion erzeugte Wärme über Wärmetauscherflächen abgeführt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Druck und/oder eine Temperatur in mindestens einem Vertikalreaktor (1.1, 1.2) auf einen vorbestimmten Wert geregelt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Vertikalreaktoren (1.1, 1.2) immer vollständig mit dem Reaktionsgemisch bzw. dem reagierenden bzw. dem reagierten Produkt gefüllt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass insbesondere zur Herstellung von Copolymeren mehrere Vertikalreaktoren (1.1, 1.2) hintereinandergeschaltet werden.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die hintereinandergeschalteten Vertikalreaktoren (1.1, 1.2) mit unterschiedlichen Monomeren beschickt und/oder unter unterschiedlichen Reaktionsbedingungen betrieben werden.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Ströme von Produkten des Reaktionsgemisches vorgewärmt werden.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erwärmung von einem oder mehreren Strömen von Produkten des Reaktionsgemisches eine Abwärme des mindestens eines Vertikalreaktors (1.1, 1.2) verwendet wird.
12. Vorrichtung zum Durchführen eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Reaktor mindestens ein Vertikalreaktor (1.1, 1.2) ist, in dem zumindest eine Rührwelle (14) entlang einer Vertikalachse oder zu dieser parallel angeordnet ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Rührwelle (14) Hohlräume zum Befüllen mit einem Wärmetauschermedium aufweist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Rührwelle (14) mit waagrecht angeordneten Scheiben (21) bzw. Scheibensegmenten besetzt ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Rührwelle (14) Mischbarren (22) zugeordnet sind.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass Mischbarren (22) und/oder Scheiben (21) bzw. Scheibensegmente über die Höhe des mindestens einen Vertikalreaktors (1.1, 1.2) unterschiedlich ausgestaltet sind.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Vertikalreaktor (1.1, 1.2) ein zylindrisches Gehäuse (9) aufweist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das zylindrische Gehäuse (9) doppelwandig ausgebildet ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das zylindrische Gehäuse (9) Hohlräume (12) zur Aufnahme eines Wärmetauschermediums aufweist.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass von einer Innenwand (10) des Gehäuses (9) zur Welle (14) hin Stauringe (24) abragen, welche mit der Welle (14) einen Ringspalt (31) für das Reaktionsgemisch bzw. das Produkt ausbilden.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass von den Stauringen (24) nahe der Welle (14) Haken (25) abragen, die mit den Mischbarren (22) zusammenwirken.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass das zylindrische Gehäuse (9) aus zumindest zwei Schalen gebildet ist.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass in unterschiedlichen Höhen des mindestens einen Vertikalreaktors (1.1, 1.2) Einlasse für zumindest einen Katalysator, ein Additiv und/oder einen Initiator vorgesehen sind.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Vertikalreaktoren (1.1, 1.2) hintereinandergeschaltet und miteinander verbunden sind.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass dem mindestens einen Vertikalreaktor (1.1, 1.2) zumindest eine Dosiereinrichtung zugeordnet ist.
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