CH268765A - Verfahren zur Herstellung eines kupferhaltigen Farbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines kupferhaltigen Farbstoffes.

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CH268765A
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  Verfahren zur Herstellung eines kupferhaltigen Farbstoffes.    Es wurde gefunden, dass man zu einem       wertvollen    kupferhaltigen     Farbstoff    gelangt,    wenn man auf den     Disazofarbstoff    der     For-          niel     
EMI0001.0006     
    kupferabgebende Mittel     einwirken    lässt, bis die       Methoxygruppen    aufgespalten sind.  



  Der neue     Farbstoff    ist eine dunkel ge  färbte Substanz. die sieh in Wasser mit     -riin-          stichig    blauer Farbe löst und Baumwolle in       grünstiehig    blauen     Tönen    von guten     Nasseeht-          heiten    und ausgezeichneter     Lichtechtheit    färbt.  



  Der beim vorliegenden Verfahren als  Ausgangsstoff dienende     Disazofarbstoff    der  obigen Formel     lässt    sieh     herstellen,    indem man       tetrazotiertes        4,-1'-Diamiiio-3,3'-dimetlioxydi-          phenyl    einerseits mit     1.,8-Dioxynaplitliaiin-3,6-          disulfonsäure    und anderseits mit     2-(p-Chlor-          benzoyl        )-aiiiino-5-olviiaphthalin-7-sulfonsäiire     vereinigt.

       Hierbei    wird die     Tetrazoverbindnng     zweckmässig zuerst in schwach alkalischem       1lledium    mit der     1,8-Diox-vnaplithalin-3.6-di-          sulfonsäure        gekuppelt.        und    hernach die erhal  tene     Diazoazoverbindnng    in etwas stärker  alkalischem     Medium    und     gewünsehtenfalls     unter Zusatz von etwas     Pyridin    mit der     2-(p-          Chlorbenzoyl    )

       -amino-5-oxynapht.halin-7-sul-          fonsäure        vereinigt.     



  Der     Disazofarbstoff    kann vor der Behand  lung mit     kupferabgebenden    Mitteln aus dem       Kupplungsgeiniseh    abgeschieden und isoliert    werden. Er kann aber auch, insbesondere  wenn die zweite Kupplung in Gegenwart von       Pyridin    erfolgt, ist, ohne     Abscheidung    mit  (lern kupferabgebenden Mittel behandelt wer  den, d. h.

   das kupferabgebende Mittel kann  nach beendeter     Kupplung    - gegebenenfalls  nach erfolgter Neutralisation oder     Ab-          stumpfung    des     Alkaliüberschusses    - direkt       zum        Kupplungsgemisch        hinzugefügt    werden  und die Umwandlung in die komplexe     Kupfer-          verbindung    - beispielsweise durch     mehr-          \tündiges        Erwärmen    auf Temperaturen von  80 bis 900 C - unmittelbar anschliessend ohne       Abseheidung    des metallfreien Farbstoffes vor  genommen 

  werden.  



  Als kupferabgebende Mittel kommen beim  vorliegenden Verfahren z. B. Salze des     ein-          oder    zweiwertigen Kupfers, wie     Kupfer(I)-          ehlorid    oder     Kupfer        (II    )Sulfat, in Betracht,       ferner    Verbindungen, die Kupfer in kom  plexer Bindung enthalten. Insbesondere sind  für diesen Zweck     Kupferamminkomplexe    ge  eignet, wie z.

   B. die aus Ammoniak,     Alkyl-          aminen    wie     Äthylamin,        Morpholin,        Pyridin     oder     Piperidin    erhältlichen komplexen     Kup-          ferverbindunen.    Damit die vollständige     Auf-          #n         spalteng der     Alkoxygruppen    unter Bildung  des Kupferkomplexes erfolgt, ist es in der  Regel erforderlich, die Behandlung mit den  kupferabgebenden Mitteln bei erhöhter Tem  peratur, z.

   B. bei 80 bis 900 C,     und    während  mehrerer     Stunden    vorzunehmen.     Zweckmässig     wird hierbei in     wässrigem    Medium gearbeitet.  Gegebenenfalls kann die Behandlung mit  kupferabgebenden     Mitteln    in Gegenwart ge  eigneter Zusätze erfolgen; als solche seien  erwähnt: Basen wie Ammoniak und orga  nische Basen,     vorzugsweise    Ein     Überschuss    der  jenigen Base, die bereits im Molekül des gege  benenfalls verwendeten     Kupferamminkom-          plexes    enthalten ist, ferner auch andere Säure  bindende Mittel.  



  Es werden auch gute Ergebnisse erzielt,  wenn die     Behandlung    mit kupferabgebenden       Mitteln    gemäss dem Verfahren des schweize  rischen Patentes Nr. 261365 z. B. in Gegen  wart eines     Äthanolamins    erfolgt.  



  <I>Beispiel<B>1.-</B></I>  36,4 Teile des     Di-natriumsalzes    der     1,8-          Dioxy-naphthalin-3,6-disulfonsäure    und 25 g       krist.        Natriumacetat,    werden in 250 Teilen  Wasser gelöst und bei<B>50</B> mit der     Tetrazover-          bindung    aus 24,4 Teilen     4,4'-Diamino-3,3'-di-          methoxy-diphenyl    vereinigt. Durch allmäh  liche Zugabe von 80 Teilen 10     o/oiger    Natrium  carbonatlösung führt man die Bildung des       lHonoazofarbstoffes        zu    Ende.

   Hierauf fügt  man eine Lösung von 40 Teilen des     Mono-          natriiunsalzes    der     2-(p-Chlorbenzoyl)-amino-          5    -     oxynaphthalin    - 7 -     sulfonsäiire,    15 Teilen  wasserfreiem     Natriumcarbonat    und 100 Teilen       Pyridin    in 300 Teilen Wasser hinzu und rührt.  bis zur     Beendigung    der Kupplung.

   (Der so  erhaltene     Farbstoff    löst sich in Wasser mit  blauer Farbe und färbt Baumwolle in blauen  Tönen.)    Um den Farbstoff in den Kupferkomplex  umzuwandeln, verdünnt man das Kupplungs  gemisch auf ein     Volumen    von 2500 Teilen und  setzt bei 600 eine aus 50 Teilen     krist.    Kupfer  sulfat, 80 Teilen 25     o/aigem    Ammoniak und  150 Teilen Wasser bereitete Lösung zu. Man  erwärmt 20 Stunden auf 85-900 und salzt  dann den Farbstoff durch Zugabe von Na  triiunchlorid aus, filtriert ihn ab und trocknet       ihn.     



  <I>Beispiel 2:</I>  Die     Tetrazoverbinduing    aus 24,4 Teilen  4,4' -     Diamino    - 3,3' -     dimethoxydiphenyl    wird  nach den Angaben des Beispiels 1 mit 36,4 Tei  len des     Dinatriumsalzes    der     1,8-Dioxynaph-          thalin-3,6-disiilfonsäure    und 40 Teilen des       Mononatriumsalzes    der 2-     (p-Chlorbenzoyl)-          amino    - 5 -     oxynaphthalin-7-sulfonsäure    gekup  pelt.

   Nach beendeter Kupplung wird der     Dis-          azofarbstoff    bei 700     ausgesalzen        und        abfil-          triert.     



  Die     Farbstoffpaste    wird mit Wasser ver  rührt, wobei man schliesslich so viel Wasser  zusetzt, dass ein Volumen von 2500 Teilen  entsteht. Man gibt 10 Teile wasserfreies Na  triumcarbonat und 50 Teile     Monoäthanol-          amin    zu und versetzt das Ganze bei 50 bis 600  mit einer aus 50 Teilen     krist.    Kupfersulfat,  90 Teilen 25     o/oigem    Ammoniak und 200 Teilen  Wasser bereiteten Lösung. Nun erwärmt, man       ?0    Stunden auf 80 bis<B>900,</B> salzt dann den  Farbstoff durch Zugabe von     Natriumchlorid     aus, filtriert ihn ah und trocknet ihn.

   Er be  sitzt praktisch dieselben Eigenschaften wie  der gemäss Beispiel 1 erhältliche kupferhal  tige Farbstoff.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines kupfer haltigen Farbstoffes, dadurch gekennzeichnet, dass man auf den Disazofarbstoff der Formel EMI0002.0064 kupferabgebende Mittel einwirken lässt, bis die Methoxygruppen aufgespalten sind. Der neue Farbstoff ist eine dunkel ge färbte Substanz, die sich in Wasser mit grün- stichig blauer Farbe löst und Baumwolle in grünstichig blauen Tönen von guten Nassecht- heiten und ausgezeichneter Lichteehtheit, färbt. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet., dass man als kupferab gebende Mittel Kupfertetramminverbindungen wählt. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, i,, dass man die Behandlung mit der Kupfer tetramminverbindung in Gegenwart eines Äthanolamins vornimmt. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass 1s man Ausgangsfarbstoff in Form des Kupp lungsgemisches verwendet.
CH268765D 1947-06-26 1947-06-26 Verfahren zur Herstellung eines kupferhaltigen Farbstoffes. CH268765A (de)

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